Spinale Kinderläͤhmung. S Preußen. In der Woche vom 17. bis 23. Oktober 1 Erkran⸗ kung und 1 Todesfall in Berlin. Schweiz. Vom 10. bis 16. Oktober 5 Erkrankungen, und zwar en Bern 4, St. Gallen 1. 8
8 2 Ruhr. 8 Preußen. In der Woche vom 17. bis 23. Oktober 149 Erkranfungen (und 29 Todesfälle) angezeigt in folgenden Re⸗ gierungsbezirken und Kreisenz: Berlin 5, Allenstein 4 (1) [Johannisburg 3, Rössel 1 (1)] ) Arnsberg 68 (11) [Bochum Land 3, Dortmund Stadt 26 (6), Dortmund Land 16 (1), Gelsen⸗ kirchen Stadt 1, Gelsenkirchen Land 8. Hattingen 3, Herne, Hörde Stadt je 1, Hörde Land 10 (3), Lippstadt, Soest je 27„, Breslau 12 [Breslau Stadt 2, Breslau Land 5, Militsch, Neumarkt je 1, Reichenbach 2, Steinau 11, Düsseldorf 9 ([Barmen 2, Crefeld Stadt 4, Duisburg 2, M.⸗Gladbach Land 11], Erfurt 1 (Erfurt Stadt], Frankfurt 6 (1) (Kalau 2 (1), Frankfurt a. O. 2, Königsberg i. Nm., Sorau je 1 Gumbinnen 8 (2), Ragnit 2, Pillkallen 2 (1), Insterburg Land 4 (1)), Köln 3 (1) [KölnStadt], Königsberg 1 (1) Heils⸗ berg — (1), Königsberg i. Fr. Statt 1]1, Köslin 2 (3) [Bütow — (1), Köslin 1, Kolberg⸗Körlin — 69 Neustettin 11, Liegnitz 1 (1) (Hirschberg). Magdeburg 2 (1) [Magdeburg 1 (1), Halber⸗ stadt Land 1)», Merseburg 4 [Merseburg, Querfurt, Sanger⸗ hausen, Halle a. S. se 1I. Minden 1 (Herford Land), Münster 10 (1) [Buer 3, Recklinghausen Stadt 2 (1), Recklinghausen Land 4, Steinfurt 1I’, Osnabrück 1 [Mevppenz, hiema a m 2 (2) Niederbarnim, Nuppin je 1 (1)), Schleswig 1
Altona], Stettin 4 (1) [Kammin 1 (1), Usedom⸗Wollin 3)
rier 1 (Trier Land), Wiesbaden 3 (3) [Frankfurt a. M. 1 (1), Obertaunuskreis 2 (2)]; nachträglich für die Woche vom 10. bis 16. Oktober: Koblenz 2 (Koblenz Stadt, Koblenz Land je 11, Königsberg 12 (3) [Braunsberg, Ekbing Stadt, Ger⸗ dauen je 1, Heiligenbeil 2, Heilsberg, Königsberg i. Pr. Stadt je 1, Labiau 5 (3)), Köslin 1 (2) [Köslin 1, Schlawe — (2), Schneidemühl 5 [Meseritz 3, Schlochau, Schneidemühl je 1].
Verschiedene Krankheiten 8 8 inmn der Woche vom 17. bis 23. Oktober 1920.
S —9
Pocken: Glasgew, Stockholm je 1 Todesfall; Varizellen: Budapest 13 Erkrankungen; Milzbrand: Budapest 2 Erkran⸗ kungen; Bißverletzungen durch tollwutverdächtige Tiere: Reg.⸗Bezirke Köslin (Porwoche), Schneidemühl (Vorwoche) je 1; Influenza: Berlin 3, Amsterdam 2, Birmingham, Liver⸗ pool je 1, London 5 Todesfälle, Reg.⸗Bez. Düsseldorf 3, Nürnberg 6, Kopenhagen 59, Prag und Vororte 1 Erkrankung; Genick⸗ starre: Braunschweig 1 Todesfall, Budapest 4, niederländische Orte (3. bis 9. Oktober) Rotterdam 2, 2 Orte je 1 Erkran⸗ kungen; spinale Kinder lähmung: Nürnberg 1 Erkrankung; Ruhr: Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach (3. bis 9. Oktober) 1, Buda⸗ pest 12, Prag und Vororte 4, Wien 5 Todesfälle, Hessen 5, Sachsen⸗ Weimar⸗Eisenach (3. bis 9. Oktober) 4, Bremen 1, Budapest 68, Prag und Vororte 14, Wien 34 Erkrankungen; Schlafsucht⸗ Frankheit (Incephalitis lethargica): Wien 1 Todesfall; Malaria: Reg.⸗Bez. Düsseldorf 3, Mecklenburg⸗Schwerin 1. Erkrankungen; Krätze: openhagen 148 Erkrankungen; Nahrungsmittelvergiftung: Berlin 5, Breslau 4, Reg.⸗Bezirke Arnsberg 9, Düsseldorf 3, Trier 1 Erkrankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen ist an Typhus gestorben in Landsberg a. W. — Erkrankungen wurden angezeigt in den Reg.⸗Bezirken Breslau 64, Arnsberg 36, Königs⸗ berg (Vorwoche), Stettin je 31, in Mecklenburg⸗Schwerin 34, Buda⸗ pest 29, Wien 26. Ferner wurden Erkrankungen ermittelt an Schar⸗ lach in Berlin 113, Stuttgart 24, Hamburg 43, Budapest 44, Kopenhagen 98, Wien 50; an Masern und Röteln in Nürn⸗ berg 29, Budapest 52; an Diphtherie und Krupp in Berlin 183, Stuttgart 27, Hamburg 33, Amsterdam, Budapest je 21, Kopen⸗ Stockholm 34, Wien 48; an Keuchhusten in Buda⸗ pest 24.
—
X
Deas Reichsgesundheitsamt meldet den Angbruch der Maul⸗ und Klauenseuche vom Schlachtviehhof in Chemnitz am 8. November 1920.
Theater und Musik.
„Konzerte. Ein zeitgenössischer italienischer Meister, der vor dem Kriege mit Berlin und der deutschen Kunst eng verwachsen war und na Friedensschluß die alten Beziehungen zu ihnen sofort wieder aufgenommen hat, ist Ferruccio Busoni. Gelegentlich des II. Konzerts von Sellmar Meyvon tt mit dem Phil⸗ harmonischen Orchester in der Phil armonie wurde er nach Schluß seines grehn Klavierkonzerts mit Männerchor wieder⸗ holt hervorgerufen und lebhaft begrüßt. In Busoni vereinigt si die Musizierfreudigkeit des Italieners mit der bedächtigeren Art Deutschen, und dieses schon früher hier gehörte, teils unmittelbar aus der Empfindung fließende, teils mit grüblerischen Gedanken schwerte Werk, das sagar die menschliche Stimme in seinen Schlußsatz einbeziebt, legt davon Zeugnis ab. Ein Klavierkontert in üblichem Sinne ist's freilich nicht, sondern eine symphonische in deren einzelnen abwechselnd ernsten und heiteren Sa iger als Solo⸗ denn als führendem Orche instrument, ien iaum vSe. ist. Trotz der Länge des Ganzen erlahmt die Nufmerksamkeit des Zuhörers nicht, weil die Melodik und der Farbenreichtum der einzelnen fünf Sätze sich bis im hyvmnischen Schhußchor sehr wirkungsvoll steigern. Selmar Meyrowitz und die Pbilharmoniker nahmen sich des Werkes mit großer Liebe an, und der an die Kraft, Ausdauer und Musikalität des Spielenden ungeheure, Anforderungen stellende Klavierteil wurde von dem jungen Pianisten Eduard Erdmann in Serr. air. S27975s Weise ausgeführt. Fül den W war die mweläffige Sängerschar der Konzertvereinigung des Chors der Kaiser⸗Wilbelm⸗Gedächtnis⸗ . herangezogen worden. Den zweiten Teil des Konzerts 2 da Herr Schlusnus, der als Gesangsfolist mitwirken sollte, abgesag hatte und ein Ersatz, für nicht zur Stelle war, Berlioz hier schon vielgespielte⸗Phantastische Symphonie“ die in ihren Einzel⸗ heiten vom Orchester unter seinem kundigen Führer meisterlich vorge⸗ tragen wurde. — Elne stattliche Vortragsfolge hatte der Berliner Männergesangverein „Liederkranz“ für sein in der H ochschnle für Musik gegebenes Konzert aufgestellt. Sie ent⸗ Relt die beiden großen Männerchöre „Wach auf⸗ und „Ehrt eure deutschen Meister“ aus Richard Wagners Meistersingern von Nürn⸗ berg“ und die beider ersten Szenen des III. Akies aus Tannhäuser“, ferner Eduard Griegs prachtvolle „Landerkennung“ und des jüngstverstorbenen Max Bruch Szenen aus der Frithjof⸗Sage“. Außerdem stand die Urauf⸗ ührung don Hrpo Kauns „Oster⸗ und Wandervogellied“ für Männer⸗ „Sovransolb und Orchester auf dem Programm. Letzteres ist eine frischerfundene, leichtbeschwingte sehr dankbar für ie Aus⸗ führenden geschriebene Komposition, die auf allgemeines Verlangen wiederholt wurbe und dem anwesenden Komponisten einen Hervorruf eintrug. Der über 300 Sänger verfügende Chor weist gutes Stimm⸗ material auf und ist von seinem vortrefflichen Dirigenten Hanns Miaoner vorzüglich geschult, sodaß die Ausführung der schwierigen Iänge bereits auf hoher Stufe stand. Jeanne Koetsier 1,2. und Iunlius Roether (Bariton) führten die Solopartien verdienstvoll durch, und auch das mitwirkende Blüthner⸗Orchester ist mit Anszeichnung zu nennen. Der Verein vlant die Veranstaltung einer Reihe von Konzerten mit Orchester, um eine Anzahl infolge ihrer starken Besetzung nur selten aufgeführt Werke hören zu lassen. Dieses Vorhaben ist warm zu begrüßen. — Der Kniegei Fmanuel Fenermann, der im Beet⸗ hovensag! konzertierte, ist technisch durchaus sicher, der Ton, den er erzeugt, ist schön, nur müßte sein Temperament noch erheblich wachsen.
Dagegen siel das Spiel der Cellistin Margrit Werlé (Meister⸗ saal) starf ab; ihr Strick ist nicht frei von Nebengeräuschen, auch ihre Fingergeläufigkeit läßt noch manches zu wünschen übrig. Sie spielte eine neue Violoncellosonate von Richard Stöhr, ein ge⸗ mäßigt modernes Werk mit einigen recht bübschen Melodien. — Längst anerkannt und geschätzt ist der Cellist Armin Liebermann, dem bei seinem ersten dieswinterlichen Konzert im Bechsteinsaal lebbafte Sympathie entgegengebracht wurde. Als Neubeit spielte er eine nicht uninteressante Sonate in BW für Cello und Klavier, von Paul Juon, und außer anderen Werken das selten zu hörende Requiem für drei Violoncelli von Popper, bei dem die Celliften Fritz und Karl Dechert und der Pianist Felir Dvyck mitwirkten. Es machte starken Eindruck. — Mit dem Phil⸗ harmonischen Orchester konzertierte der vorteilhaft bekannte Geiger Max Menge im Beethovensaal. Mit glatter, sauberer Technik und stilsicherem Vortrag, dem man allerdings etwas mehr Temperament gewünscht hätte, svielte er Konzerte von Tartini, Spohr und Sinding. Werner Wolff, der ihn als Dirigent gewandt begleitete, führte außerdem mit den Philharmonikern in wirkungsvoller Weise ein Konzert für Streichorchester von Händel und den. Symphonischen Prolog zu König Oedipus“ von Max Schillings auf. — In der Sing⸗Akademie spielte das Schumann⸗Heß⸗ Dechert⸗Trio an seinem ersten Konzertabend außer Georg Schumanns Quartett für Violine, Bratsche, Violoncello und Klavier in F⸗Moll (Op. 29), das zu den reissten und schönsten Arbeiten Professor Schumanns gehört, ein Quintett für 2 Violinen, 2 Bratschen und Violoncello in A⸗Moll (Op. 96 Nr. 1), eine handschriftlich nach⸗ gelassene Arbeit des unlängst verstorbenen Max Bruch, die, wie alle Werke dieses Meisters, als Musik in des Wortes voller Bedeutung bezeichnet zu werden verdient. Möchte es bald durch den Druck der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Es wurde von den Künstlern mit Empfindung gespielt und sinngemäß aus⸗ deutet Den würdigen Beschluß des Kammermusikabends bildete Brahms⸗ Trio in C⸗Dur Op 87). — Im Bechsteinsaal vereinigten sich Else Vogel (Klavier) und Edgar Wollgandt (Violine) zu einem Sonatenabend, der günstig verlief. Die Konzertgeber sind gut miteinander eingespielt, und ihr Vortrag ist musikalisch und von Empfindung getragen, aber man gewann den Eindruck, daß der Geiger der Pianistin künstlerisch überlegen ist. — Nur mäßige Genüsse brochte ein Sonatenabend von Louis van Laar (Violine) und Adolf Waterman (Klavier) im Blüt hnersaal. Die Ausdeutung der G⸗Dur⸗Sonate von Brahms enttäuschte allgemein. — Drei Pianistinnen sind diesmal mit besonderer Auszeichnung zu nennen: Gisela Springer (Bechsteinsaal) bemwährte ihren alten Ruf als geist⸗ und gefühlvolle Klavierspielerin, die große Aufgaben auch mit großer Sorgfalt löst; AnnaLicho(Bechstein⸗ saal) ist rassiger und impulsiver, so daß der Zuhörer von ihrem Spiel mehr fortgerissen wird; Margarete Eussert endlich, die im Klindworth⸗Scharwenkasaal bei Notbeleuchtung vor einem Häuflein Getreuer musizierte, fesselte wieder durch ihren groß⸗ zügigen, wohldurchdachten Vortrag und ihre kraftvolle Technik. Einen sehr günstigen Eindruck hatte man auch vom Klavrierfpiel von Piroska Hevesi; ihm ist insbesondere die kristallene Klarheit, mit der die musikalischen Gedanken entwickelt werden, nachzurühmen. — Lotte Leonard und Wilhelm Guttmann caben gemein⸗ sam einen Liederabend im Beethovensaal und erfreuten ihre Hörer durch ihr Zusammenwirken. Beide Künstler sind mit dem Stil moderner Musik befonders vertraut, und ihre gutgeschulten Stimmen erweckten im Einzel⸗ wie im Zwiegesang Freude. Mit inniger Empfindung sangen sie einen „Dehmel⸗Zvklus“’, von Hermann Zilcher in Musik gesetzt für Sopran, Bariton und Klavier, letzteres geschmackvoll von Dr. Ern st Wolff gespielt. Die Lieder enthalten viel geift⸗ reiche und interessante Gedanken und sind musikalisch durchweg ein⸗ drucksvoll. — Im Beethovensaal ließ sich die Sängerin Eva Bruhn häören; sie sang, von Professor Hans Pfitzner besonders gefühlvoll begleitet, mit kleiner, gutgeschulter Stimme Lieder von Schubert, Schumann, H. Wolf und Pfitzner. Da auch ihr Vortrag eschmackvolle Feingeiten aufwies, fand sie verdienten Beifall. — dem Schlu sei einer eigenartigen jungen holländischen änzerin, Florrie Rodrigo, mit einigen Worten ge⸗ dacht, die im Blütbhnersaal zum ersten Male tanzte. Mit feinem rhvthmischen und musikalischen Sinn und einem Gefühl, das sich zur Leidenschaft steigert, belebt sie die Bewegung ihres fast knabenhaft schlanken, geschmeidigen Körpers. Ergreifend gestaltete, sie die ernste dramatische Szene „Bydlo“ von Moussorgskv, und eine völlig andere erschien sie wiederum in den holländischen Bauerntänzen von Siep; Sinnesfreude und ein übermütiger Humor waren darin von gganz besondenem Rei. In Bernhard TPabbernal, der am hel seines Amtes waltede, fand sie vorzügliche Unterstühung.
Mannigfaltiges.
eier des 9. November veranstalteten gestern, wie Z.X F berichtet, die S. P. D. und U. S. P. D. getrennt ectwa 30 Versammlungen, die aber nur mäßig besucht waren, da in vielen Betrieben voll wurde, in anderen mehr oder minder große Teile der Arbeiterschaft erschienen waren. Die Veranstaltungen wurden meift durch Vorträge des Arbeitersängerbundes eröffnet, und nach Ansprachen be⸗ kannter Führer der Linksparteien gingen die Teilnehmer ruhig auseinander, sodaß das Straßenbild bald wieder sein gewöhnliches Gepräge trug. In der Neuen Welt sproach Crispien u. a. über eine Diktatur des Bürgertums über das Proletariat. Seine Rede fand schwache Aufnabme und wurde hin und wieder durch vereinzelte Rufe anwesender Kommunisten unterbrochen. Auf dem . des Fabrik⸗ gebäudes der A. E. G. in der Brunnen⸗ und Voltastraße sammelten sich eestern vormittag einige Hundert Arbeitslose an, welche die in den fätten Arbeitenden herausholen und zur Mitfeier zwingen wollten. Sie wurden aber hinausgedrängt und zogen unter der Drobung „Ver⸗ stärkungen aus der Gormannstraße, vom Arbeitsnachweis holen zu wollen“ ab. Da sie keinen Zuzug erhielten, kehrten sie auch nicht wieder. In den Büros der staatlichen und städtischen Behörden herrschte überall voller Dienstbetrieb. Die Arbeiter des Gaswerfes in Charlotten⸗ burg beschlossen, weiter im Ausstand zu bleiben und nur die Not⸗ standsarbeiten auszuführen. Eine besondere Veranstaltung fand auf der Spielwiese im Friedrichshain statt, die von etwa 12 000 Personen besucht war und ebenfalls einen ruhigen Verlauf genommen hat. Bemerkenswert ist, daß die K. A. P. D. durch Plakate zum sofortigen Generalstreik aufgerufen hatte, während die „Rote Fahne“, das Organ der K. P. D., ihren Anhang aufforderte, in den Betrieben zu Neiben.
Budapest, 9. November. (W. T. B.) Am Sonntag ver⸗ sammelte sich die Budapester reichsdeutsche Kolonie in roßer Anzahl im Neuen Zentralfriedbof zu einer Gedenk⸗ feler füͤr die während des Weltkriegs in Budapest verstorbenen 190 reichsdeutschen Krieger. Der Vize⸗ präsivent der deutsch⸗ungarischen Handelskammer, Dr. Jürgensen, richtete eine Begrüßungsansprache an den deutschen Geschäftsträger Grafen Fürstenberg⸗Stammheim und dankte den hanvtstädtischen Be⸗ hörden für die Vereinigung der deutschen Kriegergräber zu einem emeinsamen Friedhof. Ludwig Schulz widmete den Ver⸗ torbenen eine vietätvolle patriotische Gedächtnisrede. Graf Fürstenberg⸗Stam mheim dankte den Rednern für ihre baterlandstreue Gesimnung. Hieranf folgte ein undgang durch den Friedhof. 8 1 8 EI Eis T1“”“ 1 rag, 9. November. (W. T. B.) Das Eisenwalz⸗ w 8 ins Krompach bei Kaschau ist durch einen Brand änzlich eingeäschert wordzn. Der Schaden beträgt 86 Millionen Kronen. Die Arbeitelschaft wird in anderen Unter⸗ nehmungen beschäftigt werden. 2
London, 9. November. (W. T. B.) Einer Pekinger Meldung der „Times“ zufolge erstreckt sich die⸗ ungersnot in China über ein viel größeres Gebiet, als man bis jetzt glaubte. 58 Millionen
Menschen litten Mangel, 14 Millionen seien vom Hongertode bedroht.
und inländische nach 1 8 2
Mailand, 8. November. (W. T B.) Im Zusammendang mit den Wahlen lam es hier zu schweren An zschreilungen bei denen ein Polizist schwer mißhandelt und einige Zivilisten ver⸗ wundet worden sind. Bei dieser Gelegenbeit wurde der R dakteur des „Secolo“, Rechtsanwalt Cario Rosse 9 tötet. Als die Menge von dem Gebände der
ssoeiazione Liberale die Landesfahne herunterzureißen versuchte, kam es auch dort zu Zusammenstößen, bei denen es einen Toten und vi Verwundete gab, Auch in Floren] kam es zu schweren Aus schreitungen, in deren Verlauf zwei Personen gelzte und viele verwundet worden sind.
Nachweisung
der Rohsolleinnahme an Reichsstempelabgabe für Gese schaftsverträge und für Wertpapiere.
Deutschen Reichsa
nzeiger und Preußischen Staatsanzeig
Verlin, Mittwoch, den 10. November
1920
Nichtamtliches.
(Fortsetzunga aus dem Hauptblafl.]
v“
—
il 1920 —il 191 Gegenstand April April 1919
1“ bis bis der Besteuerung Juli 1920 mZuli 1920 Juli 1919 8 vv EöI
Zigarettensteuer im deutschen Zollgebiet.
Steuerwert der verkauften Zigarettensteuerzeichen und Steuerzeichenvordrucke
A. für Zigaretten
im Kleinverkausspreise
I. Gesellschaftsverträge
dem bisberigen Gesetbs “ versteuerte Aktien und *) ggWwischenscheine 55 533 716,571197576091 40/15 613 600 II. Ausländische Aktien 1 und Zwischenscheine 62 673 384 614 30 98 894 verschreibungen sowie Rentenverschreibun⸗ gen. spfern sie auf den Inbaber lauten oder fofern sie entweder burch Indossament übertraabar oder i Teilabschnitten anus⸗ gefertiat und mit Zinsscheinen oder Rentenscheinen ver⸗ sehen sind, die nicht auf den Namen lauten oder die durch In⸗ dossament übertrag⸗ barsind, und Zwischen⸗ scheine: 8 inländischer Gemein⸗ den, Gemeindever⸗ bände und Gemeinde⸗ kreditanstalten, in⸗ ländischer Körver⸗ schaften ländlicher oder städtischer Grund⸗ besitzer oder inländi⸗ scher Grundkredite und Hvypothekenbanken oder inländischer Schiffspfandbrief⸗ oder Schiffsbeleib⸗ ungsbanken oder in⸗ ländischer Siedelungs⸗ gesellschaften oder in⸗ ländischer Eisenbabn⸗ gesellschaften, sofern diese Papiere mit staatlicher Genehmi⸗ gung 8ge r anderer inländise . exerfr, inländischer 3 133 3001020 907 28500 4 494 622 . ausländischer Staaten Gemeinden oder Ge⸗ Fee und Eisfen in „ Eaften e“ 517 530 143 971 EE 37 576 8 19 894 50 E eine un zablungen auf solche 883 8969 148 569,70 VIII. Genußscheine.. 573 41060 1 435 141]45 5 030 — zusammen 65 967 369 33226233871 2020 800 828146
1 200 042 4 511 777 99 5 338 246
r 1 85 Erschre8 218 82990 uℳ] für Damztg.
Jerwiens Baing, we vce
— Berlin, den 9. November 1920.
(Forssetzung des Nichtamtlichen in
(nter den Linden.) Donnerstag:
0
t 49. resergeat, 09. ainmmng 61 Ubr.
Freitag: Margarete. Anfang 6 Uhr.
bezugsvorstellung. Die Journalisten. Anfang 7 Uhr. Freitag: König Richard III. Anfang 7 Uhr.
über 1 ½ “ über 3 ½ bis
zusammen
I 4 Viertel des in] 1919. Rechnungsjahr 191 gegenes uö“
Im 4 Viertel des Rechnun
b) Kriegszusch FIm Rechnungsjahr 1919. 17
6 469 10 212 870
gsjahres 1919.
248 211 643
137 553 721 413 719 135
82 510 548
82 842 796 263 475 400
138 147 512 441 808 534
. für Zigarettentabak
im Kleinverkaufspreise
das Kilogramm
C. für Ziga⸗
retten⸗ hüllen
Gesamtsteuer⸗
wert
(A+†BC)
Zigarettensteuer: ℳ ℳ
m 4. Viertel des Rechnungsjahres 1919.
m Rechnungsjahr 1919
Im 4. Viertel des Re⸗ Im Rechnungsjahr 1919.
b) Kriegszuschlag:
ber 1920. Statistisches Reichsamt. Delbrück.
ℳ 1 892 29
ℳ 84 892 108 267 499 711
142 610 276 452 168 076
— Tendenz: Fef t
Handel und Gewerbe. Heute findet kein Börsenverkehr statt.
Telegraphische Auszahlung. 10. November
Stahlwerk
9. November Felsch
Gesellschaf Amsterdam⸗Rotterdam 2. 1 Brüssel und Antwe Christiania Kopenhagen . .. Stschess und Gothen⸗
ützungsbestand
Sonderrücklage
.„ 02b2 5; 9 „ „
Wien l(altes) Wien (Dtsch
Desterr.),
Konstantinopel.
— Die Elektrolyt
für deutsche Elektrolyt „W. T. B.“ vom 9 — Die Nationalbank für Deutsch Berlin, hat laut „W. T. B.“ mit der Holsten⸗ Fusionsvertrag Vermögen als Ganzes mit überträgt. Die Aktie mit Divi⸗
kupfer⸗Notierung der Vereinigung ernotiz stellt sich laut Meldung des 7. auf 3067 ℳ für orths. Fen an omma ellschaft auf Aktien, . und Frankfurts fol ank in Neumünster einen wonach die Holsten⸗Bank ihr . 1. Januar 1920 auf die Nationalbank für Deutschland Bank erhalten für je eine
Aktionäre der Holsten⸗ Januar 1920 eine Aktie der Nationalbank für
dendenberechtigung ab 1. Wagengest
6 720 000 ℳ,
Rücklage für
—— Gewinnbeteili
10 Millionen
T. B.
schaft für Arbeiterwohnungen für das Eisen⸗ und . m. b. H.“ mit dem Bau von Arbeiterwohnungen begonnen; als Ueberteuerungszuschuß auf im Bau befindliche Wohnun hat die Gesellschaft ihr den Betrag von 16 Millionen Mark überwie In Ausführung begriffen und zum Teil vollendet sind: amtenwohnungen, 170 Arbeiterwohnungen, 111 Notstandswohnungen. 5 Häuser mit 18 Wohnungen in den Besitz der Der Grundbesitz wurde durch Erwerb von Morgen Land, zum Teil mit aufstehenden Gebäuden, D Reingewinn des
1919/20 beträgt 31 789 597 ℳ. Davon sollen verwendet werden von 28 000 000 ℳ ℳ = 840 000 ℳ, 5 vH von 1 250 000 ℳ = 25 hlung auf 5 000 000 ℳ vom 4. März bis 30. Juni = 20 139 ℳ, r Zuwendung zum Albert⸗Hoesch⸗Beamten⸗ und Arbeiterunter⸗ ℳ, Zuwendung eesorgungsbestand 2 000 000 ℳ, zum Beamtenversorgungsbestand 000 000 ℳ, Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage 1 876 722 ℳ, zur 1 000 ℳ ochofenerneuerung
4 500 000 ℳ, für Bergschäden 3 000 000 ℳ, für inn⸗ und Zins⸗ bogensteuer 300 000 ℳ, Rückstellung für das Aufsuchen und den Er⸗ werb von Erzfeldern 5 000 000 ℳ, s. 557 306 ℳ. Es bleibt ein Vortrag auf neue Rechnung von 975 42 — Die Braunkohlest⸗Industrie A.⸗G., in in Weisweiler, wird laut „W. T. B.“ ihrer am 16. November statt⸗ findenden Generalversammlung die Erhöhung des Stamm⸗ aktienkapitals 17 500 000 ℳ vorschlagen. „Sämtliche vom 1. Oktober 1920 an dividendenberechtigte neue Aktien sollen durch Vermittlung eines unter ührung des A. Schaaffhausen schen Bankvereins A.⸗G. in Köln benden Konsortiums den bisherigen Stammaktionären zum Kurse von 132 ½ vH im Verhältnis von 4:3 zum „Leipzig, 9. November. (W. end haben auch die
Geschäftsjahrs
12 vH
zum Arbeiter⸗
Mark
uge angeboten werden. Vorgehen Berlins örsenvorstände in „Dresden beschlossen, im November und De⸗ ber jeden Mittwoch den Fonds börsenverkehr ausfallen
ellung für Kohle, Koks und Briketts
20 Be⸗
Ein⸗
gung ℳ. Zukunft auf Holland 11,33, Wechsel auf New York 335 5⅞
Spanien 26,07 ⅛, Wechsel auf Italien 95,65, Wechsel auf Deutsch⸗
ung ab 1. Januar 1920 und ℳ für die Aktie. Durch diese chland außer in Neu⸗
ASDeutschland mit Dividendenberechti außerdem eine bare Zahlung von 3 Transaktion erwirbt die Nationalbank für Deuts⸗
Ruhrrevier
Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen
einischen Plätzen auch Niederlassungen
and nicht oßaktionären
münster, Kiel und anderen holst in Hamburg und Lübeck. Eine Kapital dieser Transaktion ist bei der Nationalban beabsichtigt, da die erforderl zur Verfügung gestellt werden. Die Na eerdem in nächster Zeit unt ard Caspar eine — Nach dem Geschä oesch Aktiengese tte die Verschlechteru Steigerung des den für schwedische Erze ewaltige Verteuerun
ichen Aktien von Gr tionalbank für er Uebernahme des Bankhauses iliale in Hannover eröffn t des Eisen⸗ und Stahlwe in Dortmund über das Jahr 1919/20 ug des Wertes der deutschen Mark eine starke ages der aus der Kriegszeit stammenden e; daneben erfolgte eine ohstoffe, Maschinen und
Zum ersten Male: Amoretten. — Tanzszenen. Gestellt... Nicht gestellt.
auspielhaus. Am Gendarmenmarkt.) Donnerst.: 20 hhüs
“ Wenn trotzdem
so erklärt sich das der Verkaufs⸗ daraus, daß
Gehälter und Frachten. riedigend gestaltet hat, semeinen Steigeru ellschaft, anderen
sowie aller das Jahresergebnis sich
einesteils aus der entsprechenden all preise für die Erzeugnisse
Familiennachrichten.
n: Hr. Oberlandesgerichtsrat 88 sr he nae⸗he — Hr. Geheimer Regierung Schütz (Berlin). — Frau Else Freif
rilich für den Anzeige J“ Rechnungsrat Mengerina in Berlin.
Verlag der Geschäftsstelle (Mengerina) in Berlin.
beuts Buchdruckerei und Verlaasanstalt. 8s 88 “ 32.
Zwei Beilagen
Stärkere Kaufanfträge I Buderus um 18 lebhaft umgesetzt mit 467,50 — 466, nach Deutsch⸗Luxemburger 402,87, Aschersleben 495. Elektrowerte lagen fester. Lahmeyer 258, Deutsch⸗Uebersee 1263, Akkumulatoren 450. anstalt blieben gesucht u Weiler ter Mer 379. besserungen.
dis Akzeptverbindlichkeiten erforderli 2285 als während eines gr te. Der Jahresumsatz
die zur. Decku Devisen schließlich billiger möglich war Teils des Jabres erwartet werden Hütten⸗ und Walzwerke (Betrag der Versandrechnungen elaufenen Geschäfts ja Millionen Mark im Vorjahre. Die Erz ind durch den Friedensschluß in Feindes grube Reichsland hat die Regi währt, jedoch sich das Recht der mußte daher unter den Gläubigern Berichtsjahres wurden die bei Boecker u. Roehr in walzwerk und Federnfabri er i. W. der Gesells 3 Erweiterung herrschenden Wohnungsnot e anzie u hre eine gro
8 Laben A vne: und
a. D. Gustav Molf Gylden rund 766
chsland und und Kraft fallen. Für die ntschädigung ge⸗ halten. Dieser Fesen
ohenlimburg ungen Kalt⸗
ind notierten 731. Industrieaktien erzielten durchweg fanden in Hirsch Kupfer⸗Aktien statt, Eisenwerke Meyer mit 420 sowie lerwerke Kleyer 308, Baltimore
fest
erung eine vorläufige ückforderung vorbe
Drahtwerk; ohenlimburg (mit den 2 Abtei . und Hemer Nietenfabrik Gebr. Prinz in angegliedert. Beide Unternehmungen erfeinerungsbetriebe. der keit zu steuern und dadurch erforderlichen Arbeiter für ihre können, hat die Gesellschaft im v Zahl von Arbeiterwohnungen errichtet;
ossens 88 4 † r ihre
Größere Umsätze die mit 448 umgingen und in erner in Lokomotivfa orddeutscher Lloyd
schwäͤcher Mitteldeutsche J. Mexikaner unterlagen Kurseinbußen. 5 %ige Silbermexikaner 697, 4¼ % Irrig Mexikaner 445, 5 %ige Tamau ilenische Pfandbriefe Verkehr schwankten D Canada zwischen 810 und 820 un deutsche Kolonialanteile 8900. Der
ik Krauß mit 575. Ad Hapa
notierten 685. . Creditbank 176, Deutsch⸗Uebersee⸗ Es stellten sich ationsanleihe 580, 3 %ige ½ %oige National Lion 660, 735, 4 % Bagdad 200. Im etroleum zwischen 1775 und 1785, d Südsee Phosphat notierten 1925, Devisenmarkt lag still, aber be⸗
Verantworklicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol,. Charlottenburg. nreil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle
Mögli — 8*
hergangenen lipas 490, 4
iedlungs⸗ rbei
194,75, Metallbank
Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.
rankfurt a. M., 9. November. (W. T. B.) Alendbörse. 22 . Ne. N.v8⸗ iegen, ferner wur
nsta 8 A. 8 5 331,50, Bergmann Chemische Scheide⸗ Rütgerswerke 425. Kurs⸗
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hauptet. Brüssel 530, Holland 2570, London 291, Paris 500. Schwei 1830 talien 29- 9 vem York 87. . w oln, 9. November. (W. T. B.) Englische Noten 289,00 bi 294,00, Französische Noten 495,00 — 501,00, Llhe an Noten e bis 535,00, Holländische Noten 2567,50 — 2600,00, Rumänische Noten 123,50 — 126,00, Amerikanische Noten 86,75 — 87,75, Schweiz. Noten 1320,00 — 1340,00, Italienische Noten 292,00 bez., Stockholmer Noten —,—. — Amerikanische Kabelauszahlung 87,50 — 88,00.
Leipzig, 9. November. (W. T. B.) Sächsische Rente 56,50, Bank für Grundbesitz 140,00, Chemnitzer Bankverein 195,00, Ludwig Hupfeld 450,50, Piano Zimmermann 460,00, Sächs. Emaillier⸗ u. Stanzwerke vorm. Gebr. Gnüchtel 412,00, Stöhr u. Co. 574,75, Thür. Wollgarnspinnerei 500,00, Sächs. Wollgf. vorm. Tittel u. Krüger 394,00, Chemnitzer Zimmermann 233,00, Peniger Maschinenfabrik 188,00, Leipziger Werkzeug Pittler u. Co. 437,00, Leipziger Kammgarnspinnerei 488,00, Hugo 8 neider 340,00, Wurzner Kunstmühle vorm. Krietsch 180,00, Halle Zucker 382,75, Fritz Schulz jun. 383,00, Riebeck u. Co. 245,00.
Hamburg, 9. November. (W. T. B.) Börsenschlußkurse. Deutsch⸗Australische Dampfschiff⸗Gesellschaft 237,00 G., 241,00 B., Hapag 192,75 G., 197,00 B., Hamburg⸗Südamerika 313,00 — 322,00 bez., Norddeutscher Lloyd 188,00 bis 192,00 bez., Vereinigte Elbeschiffahrt 330,00 G., 332,00 B., Schantungbahn 622,00 bis 625,00 bez., Brasilianische Bank 680,00 G., 700,00 B., Commerz, und Privat⸗
Bank 191,50 G., 193,50 B., Vereinsbank 219,00 G., 221,00 B., Schuckert ult. 294,00 — 297,00 bez., Alsen⸗Portland⸗Zement 420,00 G.,
430,00 B., Anglo⸗Continental 439, 50,50 bez., Asbest Calmon
309,50 — 318,50 bez, Dynamit Nobel 419,50— 427,00 bez, Gerbstoff Renner 519,00 — 575,00 bez., Norddeutsche Jutespinnerei 299,50 bis 230,50 bez., Harburg⸗Wiener Gummi 410,00 G., 420,00 B., Slomann Salpeter 335,00 bez., Neuguinea 780,00 G., 796,00 B., Otavi⸗
Minen⸗Aktien 868,00 bis 872,00 bez., do. Genußsch. 715,00 bez.
Wien, 9. November. (W. T. B.) Die heutige Börse war wiederum durch die Bewegung am Valutamarkte beherrscht, wo für fremde Zahlungsmittel neuerdings Rekordkurse zum Vorschein kamen. Dollarnoten erhöhten ihren Kurs bis 606, Lirenoten bis 1910, Schweizer Franken bis 8650, französische Franken bis 3300 und Pfund Sterling bis 1900, dagegen gaben Mark⸗ noten entsprechend der auswärtigen Notierung nach. Am Effektenmarkte nahmen valutarische Ffe infolge der Vorgänge im freien Devisenhandel einen kräftigen ufschwung. Einzelne Schranken⸗ werte notierten wesentlich höher. Im weiteren Verlaufe trat im Anschluß an die leichte Erholung der Wiener Devise in den fremden I“ eine Abschwächung ein, von der auch die leitenden
ulissenwerte betroffen wurden. er Schranken dagegen weist an⸗ dauernd feste Haltung auf. Notenrenten besserten ihren Kursstand
Wien, 9. November. (W. T. B.) Türkische Lose 2990,00, Staats⸗ bahn 4980,00, Südbahn 1801,00, Oesterreichische Kredit 1102,00, Ungarische Kredit 1760,00, Anglobank 1060,00, Unionbank 928,00*), Bankverein 1065,00, Länderbank 1705,00, Oesterreichisch⸗Ungarische Bank 5400,00, Alpine Montan 5580,00, Prager Eisen 11005,00, Rima Muranyer 4170,00, Skodawerke 3140,00, Salgokohlen 7700,00, Brüxer Kohlen —,—, Galizia 32200,00, Waffen 4300,00, Loyd⸗Aktien —,—, Poldihütte 4000,00, Daimler 1390,00, Oester⸗ reichische Goldrente —,—, Oesterreichische Kronenrente 99,75, Februar⸗ rente 99,75, Mairente 99,75, Ungarische Goldrente —,—, Ungarische Kronenrente 107,00, Veitscher —,—, Siemens⸗Schuckert 1835,00. — *) exkl. enoer.
Wien, 9. November. (W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗ zentrale: Berlin 661,50 G., Amsterdam 12700,00 G., farich 7000,00 G., Kopenhagen 6000,00 G., Stockholm 8250,00 G., Christiania 5950,00 G., Marknoten 656,50 G., London 1500,00 G.
Prag, 9. November. (W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗
zentrale: Berlin 115,25 G., Marknoten 115,25 G., Wien 16,90 G.
London, 8. November. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 57,85, Wechsel auf Belgien 54,60, Wechsel auf Schweiz 2uge Wechsel Wechsel auf
land 287,50. — Privatdiskont 65 ⁄. — 2 ½ % Englische Konsols 45 ½ 5 % Argentinier von 1886 90, 4 % raffilfaner von 1889 45
4 % Japaner von 1899 60, 5 % MeVxikanische Goldanleihe von
1899 60, 3 % Portugiesen 26 ½, 5 % Russen von 1906 22 ½, 4 ½ % Russen von 1909 18, Baltimore and Ohio 67 ½, Canadian Pacific 183 ½, Pennsylvania 63, Southern Pacific 165, Union Pacific 184 ½, United States Steel Corporation 124 ½, Rio Tinto 28 ½, De Beers 16 ½, Goldfields 1 Randmines 2 . — 3 ½ % Kriegs⸗ anleihe 67 , 5 % Kriegsanseihe 82 ⅛1, 4 % Siegesanleihe 73 ⁄. London, 9. November. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 57,85, Wechsel auf Belgien 54,80, Wechsel auf Schweiz 22,06,
Wechsel auf Holland 11,33, Wechsel auf New York 337,50, Wechsel
auf Spanien 26,95, Wechsel auf Italien 99,50, Wechsel auf Deutsch⸗
land 293,00. — Privatdiskont 6 ¾.
Paris, 9. November. (W. T. B.) 5 % Französische Anleihe 85,20, 4 % Französische Anleihe 69,60, 3 % Französische Rente
54,55, 4 % Spanische äußere Anleihe 180,00, 5 % Russen von 1906 38,90, 3 % Russen von 1896 21,50, 4 % Türken unifiz. 71,50, Suezkanal 6400, Rio Tinto 1590.
Amsterdam, 9. November. (W. T. B.) Wechsel auf London 11,31 ¼, Wechsel auf Berlin 3,87 ½, Wechsel auf Paris 19,25, Wechsel
auf Schweiz 51,45, Wechsel auf Wien 0,92 ½, Wechsel auf Kopenhagen 44,25, Wechsel auf Stockholm 63,00, Wechsel auf Christiania 44,25, Wechsel auf New York 338,00, Wechsel auf Brüssel 20,45, Wechsel auf Madrid —,—, Wechsel auf Italien 11,85. 5 % Niederländische Staatsanleihe von 1915 83, 3 % Niederländ. Staatsanleihe 52,50, Königlich Niederländ. Petroleum 701,00, Holland⸗Amerika⸗Linie 345,00, Atchison, Topeka u. Santa Fé 118 ⅞, Rock Island —,—, Southern Uafe 151,75, Southern Railway 38,00, Union Pacific 168,75,
naconda 157,50, Ünited States Steel Corp. 114 ⁄6.. — Schwächer.
Berichte von auswärtigen Warenmärkten. Liverpool, 8. November. (W. X. B.) Baumwolle.
Umsatz 11 000 Ballen, Einfuhr 22 900 Ballen, davon amerikanische Baumwolle —,— Ballen. November 14 28, Dezember 14,23, Januar 14,09,. — Amerikanische sowie brasilianische 41, ägyptische 100 Punkte niedriger.
276,
Aeronautisches Observatorium. Lindenberg, Kr. Beeskow.
9. November 1920. — Drachenaufstieg von 3 ¾ a bis 6 a.
Relativpe Wind 0 1 Temperatur O Feuchtig⸗ Geschwind. keit Richtung 82e9 8 Meter
oben unten
freien
— — 40 2 S 0,8 W
Halb bedeckt. — Gewöhnliche Sicht.
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