Nichtamtliches. “ In der Presse sind wiederholt Nachrichten über Be⸗
gnadigung der am mitteldeutschen Aufstand be⸗
teiligten, durch die Sondergerichte verurteilten Personen verbreitet worden. Die Meldungen sind, wie „W. T. B.“ geworhebt, durchweg irreführend, insbesondere soweit ahlenmäßige Angaben über die Begnadigungsfälle ge⸗ nacht worden sind. Der Reichspräsident ist bei den Fnadenerweisen in Uebereinstimmung mit den in der Reichs⸗ agsresolution über die Begnadigung ausgesprochenen Frundsätzen verfahren. Es hat insbesondere eine Nach⸗ brüfung der durch die Sondergerichte verhängten Zucht⸗ hausstrafen stattgefunden, und hier hat die Gnadeninstanz n den geeigneten Fällen unter Berücksichtigung der beson⸗ deren Umstände des einzelnen Falles in größerem Umfange Umwandlung der erkannten Zuchthausstrafen in Gefängnis⸗ ttrafen, in einigen Fällen auch in Festungsstrafen, eintrete assen. Die Behauptung, daß Leute, die durch Gemaltakte, Mordbrennerei oder andere gemeine Verbrechen an dem Aufstand beteiligt waren, begnadigt und aus der Haft ent⸗ assen worden seien, ist falsch. Der Reichsjustizminister wird bei der ersten Gelegenheit im Reichstag sich über die Hand⸗ habung des Begnadigungsrechts äußern; eine zahlenmäßige Uebersicht über das Ergebnis der Gnadenverfahren wird dem Reichstag beschleunigt vorgelegt werden. In der Oeffentlichkeit vird auch die Nachricht verbreitet, daß Hölz begnadigt worden ei oder werden soll; eine solche Maßnahme ist niemals in Frwägung gezogen worden. Die Pressestelle des Reichsernährungsministeriums teilt mit: Eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Land⸗ wirtschaft bringt die erwartete Aufhebung der Zucker⸗ wangswirtschaft für Zucker der neuen Ernte. Für zucker alter Ernte (1920) bleiben noch einige Vorschriften der Zucker⸗ Ferordnung als Uebergangsbestimmungen bestehen. Namentlich wird ie Uebernahme der am 30. September 1921 in den Zucker⸗ abriken noch vorhandenen Bestände an Verbrauchszucker und ije Verarbeitung der noch vorhandenen Bestände an Rohzucker und Zgwischenerzeugnissen aus der früheren Ernte geregelt. Im Zusammenhang mit der Aufhebung der Zuckerwirtschaft werden zuch die Verordnungen über Kunsthonig zum 1. Oktober 1921 und die Verordnungen über den Verkehr mit Süßigkeiten zum 15. Ok⸗ ober 1921 aufgehoben. Die Reichszuckerstelle, die Landesvermittlungs⸗ stellen und die y“ für das deutsche Süßigkeiten⸗ fewerbe in Würzburg bleiben bis zur Abwickelung ihrer Geschäfte noch zestehen. Die Einfuhr und Ausfuhr von Zucker bleibt verboten.
— q
Der Reichsminister des Innern hat auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August den „Berliner Lokal⸗Anzeiger“ und den „Tag“ auf die Dauer von 14 Tagen verboten, weil diese Blätter einen Artikel des „Miesbacher Anzeigers“ abgedruckt haben, in dem das gegen diese Zeitung ausgesprochene Erscheinungsverbot ver⸗ 1 und die Reichsregierung mit Beschimpfungen überhäuft zurde. 8
Der bisherige bulgarische Geschäftsträger, bevollmächtigter Minister Dr. Doskoff ist von hier abberufen worden. Die eschäfte der bulgarischen Gesandtschaft führt bis auf weiteres der Legationssekretär Gheorgiew. 98
Bayern.
Fraktionen der Bayerischen Volkspartei, der Bayerischen Mittelpartei, der Deutsch⸗demokratischen Partei und des Bayerischen Bauernbundes erließen nach Mitteilung des „W. T. B.“ aus München folgende Kundgebung:
Die unterzeickneten Koalitionsparteien des bayerischen Landtags haben sich eingehend mit der augenblicklichen politischen Lage be⸗ aßt. Sie bedauern gemeinsam aufs tiefste die Erschütterung der volitischen Moral, die sich von unverantwortlicher Seite in einer verwerflichen Verhetzung gegen Reichs⸗ und Staatsregierung in gleicher Weise geltend macht. Sie verabscheuen die erbärmliche Mordtat, die am Reichstagsabgeordneten Erzberger verübt wurde, und erkennen es als Pflicht der Reichsregierung wie der Landesregierungen an, gegen diese Verhetzung des Volkes und gegen die Bedrohung und Verächtlichmachung des Staates mit allen verfassungsmäßigen Mitteln einzuschreiten. Sie halten es aber für eine selbstverständliche Pflicht der volitischen Gerechtigkeit wie der Klugheit, daß diese Abwehr gleichermaßen nach allen Seiten erfolgt, von denen Verhetzung und Gefährdung ausgeht. Die Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. Auaust 1921 und die Bestrebungen, die auf eine so⸗ fortige Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bavyern hinzielen, greifen so tief in das staatliche Einzelleben ein, daß sich aller derer, die in der Beseitigung des eigenstaatlichen Charakters der Länder die größte Gefahr für die deutsche Einheit erblicken, die größte Erregung bemächtigt hat. Ohne jeden vorhergehenden Ge⸗ dankenaustausch mit der baverischen Regierung hat die Reichs⸗ regierung Entscheidungen getroffen, die weit in die innerpolitischen Verhältnisse der Länder eingreifen. Gegen diese Methode legen wir entschieden Verwahrung ein. Die Gefahr eines weiteren un⸗ mittelbaren Eingreifens in die innerpolitischen Verhältnisse des Freien Staates Bavern durch die Reichsregierung steht bevor. Von der baverischen Staatsregierung die sofortige und völlige Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern erzwingen zu wollen, ist eine Zumutung, die mit dem Ansehen und der Autorifät einer Staatzregierung schwer vereinbar ist. Die unterzeichneten Fraktionen des bayerischen Land⸗ tages, hinter denen die überwältigende Mehrheit des bayerischen Volkes steht und denen die Erhaltung der Einheit des Reiches ebensosehr am Herzen liegt wie die Wahrung der Rechte des baverischen Staates, er⸗ suchen die Reichsregierung mit aller Eindringlichkeit und in vollem Bewußtsein ihrer Verantwortung, von Maßnahmen Abstand zu nehmen, welche die Belange von Reich und Ländern in gleichem Maße auf das schwerste gefährden können. Die Reichsregierung darf zu Bayern
das feste Vertrauen haben, daß sie im bayerischen Volk stets einen
zuverlässigen Bundesgenossen haben wird, wenn es sich um den Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung und der Sicherheit im deutschen Lande hondelt. Das bavyerische Volk, das nach seiner geschichtlichen Ent⸗ wicklung und infolge seiner ständischen Zusammensetzung ein aus⸗ gesprochen demokratisches Empfinden besitzt, kann je och eine ein⸗ seitige Anwendung außerordentlicher Maßnahmen in keiner Weise billigen. Die unterzeichneten Fraktionen des bayerischen Landtags geben der Hoffnung Ausdruck, daß die Reichsregierung im Benehmen mit der baverischen Staatsregierung doch noch einen Weg finden wird, der geeignet ist, die verfassungsmäßige Ordnung und die Sicherbeit aufrechtzuerhalten und der politischen Kampfmethode in Deutschland, welche nicht hart genug verurteilt werden kann, mit Frfolg entgegenzutreten, ohne daß die Länder ins innerste Mark ihrer staatlichen Selbständigkeit getroffen werden, was statt der von der Reichsregierung angestrebten Ruhe und Ordnung nur neue Un⸗ ruhe und Unordnung schaffen würde. 3 1b
Württemberg. Die Fraktionen der Bürgerpartei und des Bauern⸗ bundes des württembergischen Landtags haben, wie „W. T. Z.
aus Stuttgart meldet, wegen der Verord des Reichs⸗
präsidenten an die württembergische Regierung eine große Anfrage gerichtet.
In der Anfrage wird darauf hingewiesen, daß durch die Ver⸗ ordnuͤng nur Druckschriften, deren Inhalt zu Gewalktaten gegen Ver⸗ treter der demokratisch⸗republikanischen Staatsform auffordere, ver⸗ boten werden könnten, also nicht auch Druckschriften, die zu Gewalt⸗ tätigkeiten gegen Vertreter anderer politischer Anschauungen auf⸗ forderten. Es wird gefragt, was die Regierung zu tun ge⸗ denke, um diese Rechtsungleichbeit zu beseitigen, und ferner, um die verfassungswidrige Maßregel des Verbots der „Süddeutschen Zeitung“ schleunigst rückgängig zu machen. Schließlich wird die Regierung darauf hingewiesen, daß in sozialdemokratischen, un⸗ abhängigen und kommunistischen Blättern die Angehörigen und Ver⸗ treter der nationalen Kreise mit Schmähungen überschüttet würden und in unverhüllter Form zu Gewalttätigkeiten gegen diese angereizt werde, und gefragt, was sie gegen diese Ausschreitungen zu tun gedenke.
In einem Telegramm an den Landtagspräsidenten be⸗ antragt die Fraktion die sofortige Einberufung des württem⸗ bergischen Landtags zur Besprechung der großen Anfrage, und in einem weiteren Telegramm an den Reichsminister des Innern wird Verwahrung gegen das „verfassungswidrige“ Verbat der „Süddeutschen Zeitung“ eingelegt und dessen sofortige Aufhebung verlangt. 116.1“
Das polnische Ministerium für auswärtige Angelegen⸗ heiten hat durch Note vom 26. August 1921. bei dem Ober⸗ Lümn mis ar des Völkerbundes einen Appell eingereicht gegen die Entscheidung des Präsidenten des Ausschusses für den Hafen und die Wasserwege Danzigs vom 5. August 1921, wonach die lebende Weichsel als einer der Wasserwege anzusehen ist, die in der Danzig⸗ Polnischen Konvention vom 9. November 1920 genannt sind. Der Oberkommissar hat diesen Appell durch Schreiben vom 31. August 1921 zur Gegenäußerung dem Senat der Freien Stadt Danzig zugehen lassen. Die Erklärung des Senats ist dem Oberkommissar bereits zugegangen, so daß mit einer baldigen Entscheidung des Oberkommissars au in dieser für die Freie Stadt so bedeutungsvollen Frage zu rechnen ist.
Oesterreich.
Im Ausschuß für Aeußeres machte gestern der Bundeskanzler Schober ausführliche Angaben über die durch die Vorfälle in Westungarn geschaffene Lage.
Er führte dabei laut Meldung des „W. T. B.“ aus, daß ihm kurz vor Beginn der Sitzung von dem Wiener ungarischen Gesandten eine Note seiner Regierung überreicht wurde, in der sie ihr Bedauern über die Vorkommnisse ausspricht und versichert, daß solche Angriffe nicht mit Wissen und Willen der ungarischen Regierung stattgefunden haben und von ihr auf das entschiedenste mißbilligt werden. Die ungarische Regierung wäͤre bestrebt, das Eindringen unverantwortlicher Elemente in das von ungarischen Truppen und Gendarmen geräumte Gebiet zu ver⸗ hindern, und habe allen Organen strengste Anweisung gegeben, sich aus der geräumten Zone zu entfernen und sich jedes gewaltsamen
Vorgehens unbedingt zu enthalten. Die ungarische Regierung kündigt.
eine genaue Untersuchung der Vorfälle und eine strenge Bestrafung der Schuldigen an und macht sich erbötig, falls es der österreichischen Regierung erwünscht sei, an einer Aktion zur Wiederherstellung der Ordnung der Zone A mitzuwirken. Schließlich kündigt sie einen weiteren Vorschlag bezüglich der Zone B an.
Ferner teilte der Bundeskanzler dem Ausschuß den Beschluß der Botschafterkonferenz in Paris mit, in dem gegen die Vorfälle in den westlichen Komitaten protestiert, die veearische Regierung hierfür verantwortlich gemacht und von ihr verlangt wird, daß sie unverzüglich ihren Verpflichtungen nachkomme. Der österreichischen Regierung wird der Vorschlag gemacht, sie möchte ihre Bereitwilligkeit erklären, mit der ungarischen Regierung, sobald die Uebergabe der Komitate vollständig vollzogen sei, die finanziellen und andere Fragen, welche aus der Uebergabe resultieren, in Verhandlungen zu be⸗ reinigen. Der Bundeskanzler fügte hinzu, er brauche vor dem Ausschuß nicht zu betonen, daß Oesterreich diesem Wunsche wiederholt, insbesondere durch den entgegenkommenden, Ungarn die Freundeshand reichenden Beschluß des Ausschusses vom 27. ugust in vollem Maße entsprochen hat. Obwohl der Beschluß des Außenausschusses vom 27. August sehr entgegenkommend gehalten gewesen sei, habe die ungarische Regierung die von langer Hand her vorbereiteten Umtriebe geduldet oder zumindest nicht verhindert, Umtriebe, die darauf abzielten, die vertragsmäßige Uebergabe zu hinter⸗ treiben. Bezeichnend sei, daß noch am 28. August Mittags der ungarische Gesandte beim Bundeskanzler erschienen sei, um auf die tags zuvor gemachten Mitteilungen über das Auftauchen von Hejas⸗ und. Pronayleuten in der sogenannten Zone I und des De⸗ tachements Ostenburg die Versicherung abzugeben, daß sich nach den von ihm eingeholten Informationen der zsterreichische Einzug ohne Störung vollzieben werde und daß ungarischerseits entsprechend den Anweisungen der Entente vorgegangen worden sei. Bemerkenswert sei, daß um diese Zeit bereits ein ungarischer Ministerrat beschlossen hatte, die Zone II überhaupt nicht zu räumen, sondern als Pfand für an Oesterreich zu stellende finanzielle Ansprüche zurückzubehalten.
Gegenüber dem Versuch der ungarischen Regierung, die Schuld an den Vorkommnissen am 28. August unverantwortlichen Elementen zuzuschreiben, betonte der Bundeslanzler, daß er gerade in der letzten Zeit wiederholt die ungarische Regierung auf die drohende Bildung bon Banden im Burgenlande aufmerksam gemacht und schleunigste Abhilfe verlangt habe. Auf alle diese Vorstellungen habe er immer wieder beruhigende Zusicherungen erhalten. Man müsse also entweder an der Voraussicht und dem guten Willen der ungarischen Regierung oder an ihrer Fähigkeit, ihren Willen durchzusetzen, zweifeln. Der Bundeskanzler betonte zum Schluß, daß die österreichische Regierung sich bei der Besetzung des Landes genau an die ihr erteilten Vorschriften gehalten habe und nicht mit Wehrmacht hineingegangen sei. Das Recht sei auf öster⸗ reichischer Seite und werde sich durchsetzen. Der Bundeskanzler teilte sodann die heutige ungarische Note und den Beschluß der Botschafter⸗ konferenz mit.
Nach längerer Aussprache erfolgte die einstimmige An⸗ nahme folgender Entschließung:
Der Ausschuß für Aeußeres biliigt, entsprechend seinen Be⸗ schlüssen vom 13. und 27. August, doß die Ksen ausschließlich diplomatische Mittel anwende, um die Uebergabe des Burgenlandes an Deutsch⸗Oesterreich zu erlangen. Er beauftragt die Regierung, die alliierten Mächte zu ersuchen, ihr für die Sicherung der von Ungarn geräumten Gebiete und für die Aufrechterhaltung der Ord⸗ nung im Innenlande sofort freie Hand zu lassen. Wenn Ungarn, der neuerlichen Weisung der Mächte Folge leistend, das ganze burgen⸗ ländische Gebiet geräumt und damit das burgenländische Volk von der Bedrängnis, in die es das dem Feth wider⸗ sprechende Verhalten gebracht hat, befreit hat, wird der Aufnahme der schon in den Beschlüssen des Ausschusses vom 13. und 27. August in Aussicht genommenen küeree, . über die P.re finanzieller und anderer Ratur, die sich aus der Uebergabe ergeben werden, nichts im Wege stehen.
Die österreichische Regierung hat, um den bisher besetzten Teil Westungarns für alle Fälle halten zu können, Reichs⸗ wehr zur Verstärkung der Gendarmerie entsandt.
Rußland. 8 „Berlingste Tidende“ wird gemeldet: Alle sprechen dast daß die Aufruhrbewegung
tzt, dessen einzi Aufstände s ausbrechen, namentlich uchten Gebieten.
smitteln ent⸗ Unkraut, das nur irgend⸗ hen Preisen verkauft.
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Bekämpfun die in allen Teilen von der Hungersno Gebiet von Samara sei Alles zur Verfügung werde zu ho noch Rattenflei Bevölkerung zahlreiche wei Dampf ikanischen Hilfsaktion Moskau sind bereits 22 Ei Lebensmitteln abgegangen. C Hilfsaktion reisen in der nächsten
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wie eßbar ist, gebe es nur seien unter der
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Meldung offiziell die Ein⸗
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Schweiz. n Sitzung der außerordentlichen bundsrates, die sich mit der aßte, wurde laut „W. T. B.“ f
sich in völliger Un⸗ itete Frage zu bilden, r Auffassung gekommen, ung der Frage durch Vertreter hmen zu lassen, Untersuchungecs.
Italien hat na ladung zur Teilna angenommen.
Nach der gestrige Session des Völker schlesischen Frage bef amtliche Mitteilung ausge
1. Um dem Rat die M abhängigkeit eine Meinung üb sind seine Mitglieder einmüti wünschenswert sei, eine vorläu von Belgien, Brasilien, also von solchen Staaten, und Beratungen nicht teilgenon ertretern dieser schiedenen Grundlagen diese vom Obersten Rat übermi sonstiger Informat
3. Sie werden das fordern, die sie als nützli Beiräte zu berufen. technischen Beiräte an den kussionen nicht teilge denjenigen Parteien au der technischen Or Einwohner des o Polen — können Ortsverhältnisse zu geben.
4. Die Vertreter der erwähn · r des Völkerbundsrats zu allen Zwecken, die sie für er
hre Arbeiten nach freiem umtes Verfahren festgelegt t Rechenschaft ablegen, derzeit zusammentreten kann, licklichen Untersuchung zu prüfen.
Griechenland.
Der amtliche Kriegsbericht vom 31 Nach den bis gestern abend ist der Feind nach einer siebentäg stark befestigten Anhöhen des nörd Katrandii auf der ganzen Linie gewichen. Die Schlacht fand auf einern östlichen Ufer des Sangarios dem Rückzuge befindlichen griechischen Truppen hart verfolgt.
glichkeit zu geben, er die ihm unterbre
d Spanien vorne die an den vorangegangenen
Mächte erwächst die Aufgabe, die ver⸗ Problems zu prüfen, ttelten Dokumenten als ionsquellen.
Recht haben, ch erachten, b ünschenswert ist, vorhergehenden haben und,
sowohl nach den auch mit Hilfe
alle diejenigen Berichte einzu⸗ rderlichen technischen daß die zu berufenden Untersuchungen und D t es möglich ist, unter die bereits an den Arbeiten enommen haben. che sowohl wie dlich Auskünfte über die
ten Mächte werden die Einrichtungen forderlich halten,
Ermessen verrichten, wird. Sie werden seits weiter um die Ergebnisse
und die erfo
ganisationen des Völkerbundes teil
berschlesischen Gebiets berufen werden, um mün
zur Verfügung haben.
5. Sie werden i ohne daß ei dann dem Ra wird und je
der die Arbeiten seiner
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.August lautet:
amtlichen Berichten erbitterten Schlacht bei den fers der Flüsse Gök und
eingegangenen
vom Dorfe Etrek an dem 60 km östlich davon statt. türkischen Streitkräfte werden von den
Parlamentarische Nachrichten.
che Ausschuß des vorläufig ts beriet am 1. September den
zur Begut betreffen Reichsregierung ermächtigen, ltsverhältnisse
Der sozialpolitis Reichswirtschaftsra vom Reichswirtschaftsministerium Entwurf eines Gesetzes, Das Gesetz soll die
und Geha anzuordnen forderlichen Bestimmungen Grund dieser Be⸗ strafe bis zu 20 000 ℳ bestraft lle Einmütigkeit darüber, t wichtig w
zugegangenen d Lohnstatistik. Erhebungen über
ihrer Durchführung Zuwiderhandlungen gegen stimmungen werden können. 1 daß eine Lohnstatistik un⸗ äre. Indes wurden gegen die ernste Einwände erhoben. mmungen des Gesetzes so Ministerium allein könne en werden. Es müßten unbedingt rbeitnehmerorganisationen h em eines ständigen Statistischen amission wäre zweck⸗ len. Das bisherige der forderte,
zu erlassen. fugnisse erlassenen Be
sprache ergab vo bedingt notwendig und äußer vorliegende Fassung des Ges erscheine es ausgeschlossen, allgemein gehalten werden könaten. die Regelung auf keinen Fall überla die beteiligten Arbeitgeber⸗ und 2 Das könne in der Fo Eine solche ständige Kom den Reichswirtschaftsrat zu wä Antrag zusammen, d die technischen Grundlagen den beteiligten Arbeitgeber⸗ stellt würden. Reichswirtschaftsrats eingewendet, daß er verschleppend Kommission beim Reichswirt⸗ vorzuziehen. daß eine Hinz ationen sehr wohl Ein anderer Antra
daß die Besti
ezogen werden. Beirates ges mäßig durch Ergebnis der Aussprache faßte ein daß die Ausfuührungsbestimmungen un der Erhebun invernehmen mit und Arbeitnehmerorganisationen aufge
scheiden. Gegen den Antrag wurde
schaftsministerium steller betonten dem gegenüber, und Arbeitnehmerorganis Verschleppung möglich
entwurf prinzipiell zustimmen, jedoch durch Wortlaut des Gesetzes festsetzen traten nachdrücklich für sofortige Erle hielt der Ausschuß eine einwandfreie Formulierung der des Gesetzes noch für unmögli ommission, über deren Bericht in
uziehung der Arbeitgeber⸗ ohne die Gefahr einer
terkommission den Die Regierungsvertreter diguug des Entwurfes ein, doch
Aenderung im Wortlaut trug deshalb diese Aufgabe einer K der nächsten Sitzung beraten werden wird.
Der wasserwirtschaftliche und der Kohle schuß des Reichswirtschafts emeinsamen Sitzung am 1. Septembe. skammer in Breslau, die die Einführung ei ur Begründung wird höhung der Kohlensteuer ohne gleich⸗ asserkraftsteuer
rats beschäftigten tember mit einer Eingabe der ner Wasser⸗ kraftsteuer vorschlä in der Eingabe angeführt, daß durch e haffun entsprechenden Konkurrenzfähigkeit Industriezweige, 1 Kraftquelle angewiesen ächtigt würde. ch steuerliche Belastung der Wasserkraft einen Aus⸗ 1 ist eine Reihe von Sach⸗ ingeholt worden, die darin übereinstimmen, daß Der Ausbau
ntwicklung begriffen, die außerordentlich
schwer beeintr
Zu der Eingabe verständigengutachten e eine Besteuerung der Wasserkräfte nicht angebra unserer Wasserkräfte sei noch zu sehr in der
als daß sie schon eine Steuerquelle bilden kö anlagen trügen zudem in
ihren Baukosten, hoch seien,
Teil an der Kohlensteuer mit, die Wasserkraftwerke wenn die Kohlensteuer selbst wieder erniedrigt werden sollte. Die bereits vor dem Kriege gebauten Werke seien ver erdem meist vor großen Umbauten, da ein und Erneuerungsarbeiten sich
schwindend wenige und ständen au weiterer Ausbau oder Instandsetzungs⸗ als notwendig erwiesen, in deren hohen Kosten gleichfalls wieder die Auch die Vereinsgung der Elektri⸗
„ Wasserkräfte Süddeutsch
Kohlensteuer mitgezahlt werde.
nd zunimmt. Die Sowjetregierung in Moskau
1 hervor, daß eben darin nur einen billigen Ausgleich für die höheren Transport⸗ die er infolge seiner Entlegenheit von den Lagerstötlen 18 ie durch Wasserkraft nicht ersetzbare Kohle aufwenden müsse. Eine Besteuerung der Wasserkräfte würde nicht nur auf den Ausbau von Kraftwerken, sondern vor allen Dingen auch auf den finanziell meist darauf sich gründenden Wasserstraßenbau lähmend wirken. Dem schlossen sich auch Regierungsvertreter Württembergs und Bayerns an. Die A 8 8 chüsse faßten daraufhin gemeinsam folgenden Beschluß: „Der Wasserwirtschafts⸗ und der Kohlenausschuß des vorjäufigen Reichswirtschaftsrats haben sich in gemeinsamer Sitzung dahin schlasig gemacht, daß dem Antrag der Handelskammer Breslau auf Ein⸗ ührung einer Wasserkraftsteuer keine Folge zu geben ist. Sie sind der Ansicht, daß der mit allen Mitteln zu fördernde Ausbau der Mshet met dadurch gehemmt und teilweise unterbunden werden Der Arbeitsausschuß des Reichswirtschaftsrats zur B d Der s b 1 zur Beratung der Besitzsteuergesetzentwürfe hlält heute eine Sitzung 298
Statistik und Volkswirtschaft.
Arbeitsstreitigkeiten. “
Infolge neuer Lohnstreitigkeiten in der Berliner Metallindustrie ist hiesigen Blättern zufolge am Mitt⸗ woch nach Verhandlungen im eichsarbeitsministerium folgender Schiedsspruch gefällt worden: 1. Die Tariflöhne der männlichen Arbeiter über 21 Jahren werden um 75 ₰ für die Stunde erhöht, die Akkordbasen werden den Einstellungs⸗ löhnen gleichgesetzt. 2. Arbeiter von 18 bis 21 Jahren erhalten eine Erhöhung ihrer Tariflöhne um 65 ₰ die Stunde. 3. Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren erhalten eine Erhöhung ihrer Tariflöhne um 30 ₰ bezw. um 45 % die Stunde. 4. Arbeiterinnen ee leclc humn und Handarbeiterinnen erhalten eine Erhöhung der Tariflöhne um 50 J. Die Akkordbasis wird auf 3,75 ℳ für die Stunde erhöht. 5. In der Glühlampenindustrie beschäftigte Arbeiterinnen erhalten aus Gruppe I und II je 50 ₰ des Tariflohnes, die Akkordbasis wird auf 3,95 ℳ bezw. 3,75 ℳ erhöht. 6. Jugendliche Arbeiterinnen unter 18 Jahren erhalten eine Erhöhung der Tariflöhne um 25 „ bezw. 30 ₰ für die Stunde. 7. Die Teuerungszulagen werden um 24 ℳ erhöht. Bezüglich der einzelnen Akkordsätze infolge der Er⸗ höhung der Akkordbasen gilt bei sämtlichen Akkordbasen eine Er⸗ höhung der Arbeitssätze im Verhältnis der neuen zur alten Akkord⸗ basis. Akkorde, bei denen die neue Akkordbasen bereits jetzt um mehr als 20 vH überschritten wird, werden nicht erhöht. Die Erhöhung tritt mit der am 31. August folgenden Lohnwoche in Kraft. Die Parteien werden sich am 3. September im Reichsarbeitsministerium über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs zu erklären haben.
Wie der „Voss. Ztg.“ aus Leipzig telegraphiert wird, traten, nachdem in Dresden wegen abgelehnter Lohnforderungen ein Aus⸗ stand im Transportarbeitergewerbe verkündet worden ist, am Mittwochabend auch in Leipzig die Transport⸗ arbeiter in den Ausstand. Vorläufig seien es vornehmlich Kohlen⸗ und Speditionsarbeiter, die ausständig sind. Doch verlaute, daß auch die Straßenbahner sich anschließen wollten. Durch den Ausstand wird die Abreise der Meßgäste sehr erschwert, so daß sich die Frachtgüter bereits bei den Speditionen ansammeln.
In Bilbao wurde, wie „W. T. B.“ erfährt, aus rein ört⸗ lichen politischen Gründen der Versuch zu einem all⸗ gemeinen Aus stand unternommen. Der Versuch ist sofort böllig gescheitert. Dreizehn Personen wurden verhaftet.
Aus Charleston (Virginia) wird dem „W. T. B.“ ge⸗ meldet, daß in Logan sich mehrere Zusammenstöße zwischen Polizei und den seit einigen Wochen ausständigen Berg⸗ leuten ereigneten. Es wurden Schüsse gewechselt, durch die n 2* lizist und ein Bergmann getötet wurden. Eine weitere
ompagnie Miliz wurde in das von Unruhen bedrohte Gebiet ent⸗ sandt. Der Ausstand soll sich auf die Staatsbergwerke von Ohio ausdehnen.
Theater und Musik.
Im Opernhause wird morgen, Sonnabend, nach einjähriger Pause Franz Schmidts Oper „Notre⸗Dame“ wieder in den Spiel⸗ plan aufgenommen. Beschäftigt sind darin die Damen Marherr⸗ Wagner, von Scheele⸗Müller und die Herren Kirchner, Armster, Stock, S und Habich. Dirigent ist Dr. Fritz Stiedry. Anfang 7 ½ Uhr. — Der
ammerfänger Walther Kirchhoff wird auf Einladung der Intendanz vor seiner Abreise in das Ausland noch ein zweites Mal an der Staatsoper auft eten, und zwar am Mittwoch, den 7. Sep⸗ tember, als Tristan in Richard Wagners „Tristan und Isolde“.
Im Schauspielhause wird morgen „Torquato Tasso“ üblicher Besetzung gegeben. Anfang 7 Uhr.
Mannigfaltiges.
Magdeburg, 1. September. (W. T. B.) Die Pressestelle des Oberpräsidiums teilt mit: In Neuhaldensle ben sollen von den Rechtsparteien große schwarz⸗weiß⸗rot umränderte Plakate mit dem Aufdruck: Es lebe die Monarchie! angeschlagen worden sein. Der Arbeiter bemächtigte sich eine große Erregung, sie drangen in die Häuser ein, holten die Führer der Rechtsparteien heraus und zogen sie durch die Straßen, wo sie vom Publikum ver⸗ höhnt wurden. Nach Meldungen des Bürgermeisters sind Ver⸗ letzungen und Verwundungen nicht vor ekommen. Schutzpolizei von Magdeburg ist nach Neuhaldensleben unterwegs. Nähere Einzel⸗
—
heiten sind bisher noch nicht festgestellt.
Gersfeld, 1. September. (W. T. B.) Laut. Meldung der „Frankfurter Zeitung“ gelang dem Aachener Diplomingenieur Klemperer am Dienstag der erste Ueberlandflug mit einem motorlosen Flugzeug, wobei das Ziel vorher bestimmt war. Klemperer flog von einem 920 Meter hohen Punkt der Wasserkuppe in einem Lindecker der Flugwissenschaftlichen Vereinigung Aachen ab und landete nach 13 Minuten vor dem fünf Kilometer entfernten Gersfeld. Nach etwa 10 Minuten Flugdauer
war die Abflughöhe noch nicht unterschritten. Karlsruhe, 1. Sevtember. (W. T. B.) Auf der Redaktion
1“
2
6
der „Badischen Presse“ ist heute morgen eine Karte fol⸗
genden Inhalts eingetroffen: „Gossen saß, 28. August. Werte Redallion! In dem Bestreben, den vöorden keine unnötigen Schwierigkeiten zu bereiten keilen wir Vhnen mit, daß wir den Brenner hinter uns haben. Man mag in Oppenau und Gries⸗ bach beruhigt sein und den aufgebotenen Apparat nach Hause schicken. Wir geben Ihnen anheim, von dieser Mitteilung nach Gutdünken Gebrauch zu machen. Kunktator. — Diese Karte ist der Staatsanwaltschaft sofort übergeben worden. Es sind die nötigen Schritte eingeleitet worden, um fest⸗ zustellen, ob es sich bei dieser Karte um eine Mystifikation, eine ver⸗ suchte Irreführung handelt, oder ob tatsächlich die Absender die
Mörder Erzbergers sind. Radolfzell, 1. September. (W. T. B.) Der Reichs⸗
kanzler besuchte heute in Radolfzell am Bodensee den Abge⸗
ordneten Diez, der bei dem Attentat auf den Abgeordneten
Erzberger einen Schuß durch den Oberarm und die 95 8. erhalten hatte. 5Ddg Befinden des Abgeordneten Diez ist
den Umständen nach befriedigend. Er ist außer Lebensgefahr.
—
ever, 1. September. (W. T. B.) Bei der gestrigen 824 29. nc- drang emne Anzahl Demonstranten in das Re⸗ serungsgebäude ein, wobei es zu Bedrohungen und Tät⸗ ich keiten gegenüber einigen. Beamten kam. Die Demonstranten zogen von Zimmer zu Zimmer und warfen die dort befindlichen Monarchenbilder und Büsten auf die Straße und den Hof.
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Se. 11““ IT111“
der mit Wasserkräften reicher gesegnete Süden
Hamburg, 2. September. (W. T. B.) Der Dampfer „Billung“ ist im seemnberge⸗ Hafen in Brand geraten; die Hamburger Feuerwehr sucht den Brand zu löschen.
Lübeck, 1. September. (W. T. B.) Die Nordische Woche wurde durch eine große Festversammlung im Bürger⸗ schaftssaale des Rathauses eingeleitet. Hunderte füllten den großen Saal, darunter die Gesandten von Dänemark, Schweden und Finnland, Vertreter der Reichsregierung, des Reichsrats und der Regierungen der Länder. Der Bürgermeister Dr. Neumann hielt die erste Begrüßungsrede, worin er auf die mannig⸗ fachen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den nordischen Ländern und Lübeck hinwies. Die Nordische Woche solle ausschließlich der Förderung jeglicher Friedensarbeit dienen. Der Senator Dr. Kalkbrenner hieß die Vertreter der aus⸗ ländischen Staaten, der Reichsregierung und der Länder herzlich will⸗ kommen. Der Staatssekretär Dr. Lewald als Vertreter der Reichsregierung erklärte, daß an diesem Werke der Kultur und völkerversöhnenden Ideen die Reichsregierung freudig teilnehme. So oft die nordischen Völker mit den deutschen auch die Klinge gekreuzt haben, niemals sei es ein Vernichtungskrieg geworden. Die Völker lernten sich nur immer mehr gegen⸗ seitig Zachten. Der dänische Gesandte Graf Moltke wihnschte der Nordischen Woche, an der die Regierung Dänemarks leb⸗ haftes Interesse nehme, vollsten Erfolg. Der Geist der modernen Wirtschaft sei es, sich am Aufblühen des anderen zu freuen. Der schwedische Gesandte Freiherr von Essen betonte, daß heute alle Bestrebungen doppelt zu begrüßen seien, die wieder normale Zustände zwischen den Völkern herbeiführen wollen. Der finnische Zestände Dr. Holma hob unter lebhaftem Beifall hervor, daß die Hand, die Deutschland nach Finnland herüber gereicht habe, in diesem Lande niemals vergessen werden würde. Der Vertreter des Reichsrats Minister Bo den⸗ Braunschweig erklärte, daß das neue Lübeck im Reichsrat den besten Klang habe. Weiter sprachen noch der Ministerialdirektor Fritsch als Vertreter der preußischen Regierung und Dr. Piper⸗Hamburg als Vertreter der deutschen Presse, der besonders die nordischen Presse⸗ vertreter eE n An diese offizielle Eröffnungsfeier schlo sich ein Frühstück im Ratskeller. Mittags wurde sodann die Muster⸗ messe von Lübecks Handwerk und Industrie er⸗ Mhft 8 Ausstellungsgebäude erheben sich unmittelbar hinter dem
olstentor.
Paris, 1. September. (W. T. B.) Heute vormittag 5 Uhr ereignete sich eine sehr starke G asexplosion in einer Bar in der Nähe des Bahnhofs St. Lazare. Die Nachforschungen nach der Ursache der Explosion werden durch die große Masse der Trümmer sehr erschwert. Der Sachschaden ist bedeutend. Der erste Stock des Gebäudes droht einzustürzen. Ungefähr 20 Personen wurden verletzt.
Stockholm, 1. September. (W. T. B.) Infolge des Einsturzes eines anderthalb Kilometer von der Eisenbahn ent⸗ fernten Dammes wurde die Eisenbahnlinie Stock⸗ holm — Oestersund zwischen den Stationen Ange und Ljusdal auf einer Strecke von 3000 Metern völlig zerstört.
Zwei elektrische Ueberlandzentralen wurden ebenfalls zerstört.
Menschen sind nicht zu Schaden gekommen.
g 8 Handel und Gewerbe.
— Die Handels kammer in Berlin teilt mit: In letzter Zeit suchen hier vielfach Kaufleute, die sich als Vertreter jugo⸗ slawischer Firmen ausgeben, Geschäftsbeziehungen mit deutschen Firmen anzuknüpfen, teils um ihnen Geld zu entlocken, teils um von ihnen wertvolle Musterkollektionen zu erhalten. Die Handelskammer empfiehlt daher den Firmen ihres Bezirks, größere Vorsicht im ge⸗ schäftlichen Verkehr mit derartigen Verkretern anzuwenden und, wenn irgend angangig, Rückfrage unmittelbar bei der Königlich Jugoslawischen aft in Berlin oder im Verkehrsbüro der Handelskammer zu Berlin C. 2, Klosterstraße 41, zu halten.
Essen, 1. September. (W. T. B.) In der gestrigen db. 2 des Roheisenausschusses wurde die Marktlage eingehen erörtert und beschlossen, die gegenwärtigen Höchstpreise für Roheisen bis Ende Oktober d. J. bestehen zu lassen.
Köln, 1. September. (W. T. B.) Auf Beschluß des Börsen⸗ vorstands fallen im September die Börsenversamm⸗ lungen der Kölner Wertpapierbörse an den Sonnabenden aus. Es finden daher im September an Sonnabenden auch keine Devisennotierungen statt.
—— Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts. am 31. August 1921.
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Die Elektroly tkupfern otierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung von W. T. B.“ am 1. September auf 2328 ℳ (am 31. August auf 2327 ℳ)
für 100 kg.
Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten. Hamburg, 1. September. (W. T. B.) Börsenschlußkurse. Ruhig. Deutsch⸗Australische Dampfschiff⸗Gesellschaft 300,00 G., 305,50 B., Hapag 236,00 bis 245,50 bez., den Südamerika 450,00 G., 460,00 B., Norddeutscher Aoyd 219,00 bis 226,00 bez., Faer Elbeschiffahrt 565,00 G., 575,00 B., Schantungbahn 576,00 G., 586,00 B., Brasilianische Bank 670,00 G., 680,00 B., Commerz⸗ und Privat⸗Bank 213,00 G., 215,00 B., Vereinsbank 203,50 G., 206,00 B., Alsen⸗Portland⸗Zement 880,00 bis 892,00 bez, Anglo⸗Continental 625,00 bis 631,00 bes. Asbest Calmon 389,00 bis 397,50 bez., Dynamit Nobel 407,50 bis 413,00 bez., Gerbstoff Reuner 572,00 G., 583,00 B., Nordd. Jutespinnerei 685,00 G., 695,00 B., Mercksche Guano 424,00 bis 453,00 bez., Harburg⸗Wiener Gummi 709,50 G., 715,50 B., Caoko 205 bez., Sloman Salpeter 3300 bez., Kolmanskop —,— G., —,— B., Neuguinea 600,00 bis 625,00 bez., Otavi⸗Minen⸗Aktien 700,00 G., 720,00 B., do. do. Genußsch. 600,00 G., 675,00 B. ’ Danzig, 1. September. (W. T. B.) Noten: Amerikanische 84,41 G., 84,599 B. Englische —.— G., —,— B. Polnische 301,00 G., 304,00 B. Auszahlung Warschau 288,50 G., 291,50 B. Wien, 1. September. (W. T. B.) Die heutige Börse war sehr freundlich veranlagt, wozu die weitere, zum Teil durch neuer⸗ liche Vermehrung des Ban notenumlaufs um mehr als ½ Milliarde bedingte Steigerung der Devisen und Valutenpreise sowie die ruhige Auffassung über die Lage in Westungarn beitrug. Der Verkehr ge⸗ staltete sich unter dem Einfluß spekulativer Rückkäufe und Deckungen lebhafter als an den letzten Tagen. Gesteigerte Beachtung fanden heute namentlich Anglo⸗ und Länderbank⸗Aktien, da die Aus icht einer Zweiteilung bei der Gesellschaft günstig beurteilt wurde im Hinblick auf die vorliegende Meldung, wonach sich eine leitende Persönlichkeit der Anglobank nach London begab. Der Schluß war durchaus fest, wobei die Kurse zumeist in voller Höhe behauptet blieben. Der Ver⸗ kehr auf dem Anlagemarkte hielt sich in engen Grenzen. Noten⸗ renten waren behauptet, nur Februarrente verlor vH. Oesterreichische Goldrente stellte sich um 5 vH höher. Kriegs⸗ anleihe lag fest. — Türkische Lose 5320, Staatsbahn 60800 Südbahn 3348, Südbahnprioritäten 3455, Oesterreichi⸗ sche Kredit 1698, Ungarische Kredit —,—, Anglobank 2230, Unionbank 1235, Bankverein 1395, Länderbank 3028, Oesterreichisch⸗
Ungarische Bank 5150, Alpine Montan 83820, Prager Ei 5 1 Muranyer 5640, Skodawerke e Brüxer Kohlen 106,00, Sele 617,50. HMes. 2625, Lloyd⸗Aktien —, 2 ütt aimler 1002, Oesterreichische Goldrente 295, Oesterreichische Kronenrente 110, levworen leeshnn rente 110, Ungarische Goldrente ien, 1. September. (W. —.) Notierungen der isen Penserden 969,50 . Berh 1289, , e eenen 207,75 G., London 4105,00 G., Paris 8630,00 G., Zürich 188,25 G. Marknoten 1285,00 G., Lirenoten 4840,00 G., Jugoflawische Noten 2404,00 G., Tschecho⸗Slowakische Noten 1321 G. 88 1. September.
6710, Salgokohlen 11 400, Poldihütte 6205,
—,—, Ungarische Kronenrente 301,
Kopenhagen
(W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗ 1.. Felth her. ,n ne. ch,2 Ee ien de80 Seife London, 1. September. (W. T. B.) 2 ½ % Englische Konsols, 47 ¼, 5 % Argentinier von 1886 93,00, 4 % Brasilianer von 1889 49,00 4 % Japaner von 1899 65,00, 5 % Mexikanische Goldanleihe von 1899 58,50, 3 % Portugiesen 24,00, 5 % Russen von 1906 12,00, 4 ½4 % Russen von 1909 8,00, Baltimore and Ohio 49,00, Canadian Pacific 149,00, Pennsylvania 50,00, Southern Pacific 104,00, Union ¹ United States Steel Corporation 98,50, Tinto 30,50, De Beers 13 ½, Goldfields 1 92, Randmines 211 ⁄1%. 1. September. (W. T. B.) Wechsel auf Belgien 49,02 ½, Wechsel auf Schweiz 21,83, Wechsel Wechsel auf New York 375 ½, Wechsel auf Wechsel auf Italien 83,37, Wechsel auf Deutsch⸗
Privatdiskont 4 ⅞.
Pacific 158,00, Wechsel auf Paris 47,60,
auf Holland 11,74 ¼, Spanien 28,56 ½, land 320,00.
London, 31. August. (W. T. B.) 4 % fundierte Kriegsanleihe 71 ⅛, 5 % Kriegsanleihe 88: ¼, Siegesanleihe 76 ½.
Paris, 1. September. 81,45, 4 % Fran
4 % Spanisch
ösische Anleihe 65,60, 3 % F e äußere Anleihe —,—, 29,50, 3 % Russen von 1896 —, Suezkanal 58,50, Rio Tinto 635. Paris, 1. September. (W. T. B.) Devisenkurse. Amerika 1273,00, Belgien 97,25, England 47,58 ½, 00, Italien 56,25, Schweiz 217,75, Spanien 166,25. Amsterdam, 1. September. Wechsel auf Berlin 3,67 ½, Wechsel auf Paris 24,70, Wechsel auf Schweiz 53,65, Wechsel auf Wien 0,38, 1 09 Wechse. auf Stegholnn 88s0. Penseeh S.-ge 42,85, echsel auf New York ;50, echsel auf Brüssel 24,02 ½, Wechsel auf Madrid 41,10, Wechsel auf Italien 13,9 “ Amsterdam, 1. September. 1 Staatsanleihe von 1915 927⁄16, 3 % Niederländ. 3 % Deutsche Reichsanleihe, Januar⸗Juli⸗Coupon —,—, Königlich 56,00, Holland⸗Amerika⸗Linie 215,50, Atchison, Topeka u. Santa Fé 107,50, Rock Island —,—, Southern Pacific 98,00, Southern Railway 2462, Anaconda 84 ½, United States Steel Corp. 93,50. — Ruhig.
Kopenhagen, 1. September. London 20,97, do. auf New York 563,00, do. auf Hamburg 6,70, do. auf Paris 44,25, do. auf Antwerpen 43,00, do. auf Zürich 96,50, do. auf Amsterdam 179,00, do. auf Stockholm 122,55, do. auf Christiania 76,00, do. auf Helsingfors 8,35.
Christiania, 1. September. London 27,80, do. auf Hamburg 8,70, do. auf Paris 58,50, do. auf New York 745,00, do. auf Amsterdam 237,00, do. auf Zürich 127,50, do. auf Helsingfors 11,00, do. auf Antwerpen 57,00, do. auf Stock⸗ holm 162,00, do. auf Kopenhagen 133,00.
Stockholm, 1. September. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 3 „do. auf Paris 36,25, do. auf Brüssel chweiz. Plätze 79,00, do. auf Amsterdam 146,75, do. auf Christiania 62,50, do. auf f Helsingfors 6,80.
5 % Französische Anleihe Französische Rente 5 % Russen von 1906 4 % Türken unifiz. 36,20,
Deutschland
(W. T. B.) Wechsel auf London
Wechsel auf Kopenhagen
2 ½¼. B.) 5 % Niederländ. taatsanleihe 62,62,
Niederländ. Union Pacific 150 ⁄¼16, (W. T. B.) Sichtwechsel auf
(W. T. B.) Sichtwechsel auf
17,20, do. auf B 35,25, do. auf s do. auf Kopenhagen 82,5 Washington 461,50, do. au
erlin 5,45,
Berichte von auswärtigen Warenmärkten.
(W. T. B.) Bei der Fortsetzung der Wollauktion wurden heute 11 116 Ballen angeboten. Die Nakh⸗ r sowohl für inländische wie für kontinentale Rechnung gut. fragt wurden superior greasy sowie leichte mittlere Sorten, reise gegen gestern vollbehauptet blieben. Liverpool, Umsatz 14 000 Ballen, Baumwolle — 10,47, Novemberliefe Baumwolle je 29 P
London, 31. August.
Baumwolle. davon amerikanis 10,48, Oktoberlieferu
31. August. (W. T. B.) Einfuhr 800 Ballen,
Ballen. Septemberlieferung rung 10,45. — Amerikanische und brasilianische
unkte höher, ägyptische 50 Punkte höher.
Aeronautisches Observatorium. Lindenberg, Kr. Beeskow. 1. September 1921. — Drachenaufstieg von 5 ¾ a bis 6 ½ a
Temperatur C 0
Bewölkt. —
Theater.
Opernhaus. (Unter den Linden.) Sonnabend: 171. Dauer bezugsvorstellung. Notre⸗Dame. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Rigoletto. Anfang 7 ½ Uhr. (Am Gendarmenmarkt.) Sonn Anfang 7 Uhr. Große. I. Teil: Der Kronprinz.
Schauspielhaus. ab. 173. Dauer bezugsvorstellung. Torquato Sonntag: Friedrich der
Anfang 7 Uhr.
Familiennachrichten.
„Rittmeister von Reiche (Ronbitek) 8 (Gotha). — Eine Tochter: Steinkeller (Schönfeld). —
Frl. Leonie Hewal
Geboren: Ein Sohn: — Hrn. Dr. Joachim Pert Rittmeister a. D. von Langenn⸗ Oskar von Wedekind (Berlit).
Vermählt: Hr. Hugo vom Bruck mit
Hr. H .D. George Ostpr.). — Hr. Fideikommißherr Travemünde).
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg
Verantwortlich für den Anzei Rechnungsrat
teil: Der Vorsteher der Geschäfte NKengering in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanst Berlin, Wilbelmstr. 32. Vier Beilagen nbeilage und Warenzeichenbeilage Nr. 76 A und B)
und Dritte Zentral⸗Handelsregister⸗Beilage