1921 / 217 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 16 Sep 1921 18:00:01 GMT) scan diff

Nichtamtli

Deutsches Reich.

Die vereinigten Ausschüsse des Reichsrats für Steuer⸗ und Zollwesen und für Volkswirtschaft, die vereinigten Aus⸗ schüsse für Steuer⸗ und Zollwesen, für Volkswirtschaft und für Rechtspflege, die vereinigten Ausschüsse für Steuer⸗ und Zoll⸗ wesen, für Rechtspflege und für Durchführung des Friedens⸗ vertrags, die vereinigten Ausschüsse für Steuer⸗ und Zollwesen und für Rechtspflege sowie die vereinigten Ausschüsse für Volkswirtschaft, für Haushalt und Rechnungswesen und für innere Verwaltung hielten heute Sitzungen.

ö ““ Aus Anlaß der 100 jährigen Unabhängigkeits⸗ erklärung der Republiken von San Salvador, Costarica, vv“ und Honduras hat der Herr Reichs präside den Präsidenten der genannten Staaten Glückwünsche der Deutschen Regierung und des deutschen Volkes übermittelt. In dem an den Präsidenten von San Salvador gerichteten Telegramm ist noch besonders zum Ausdruck gebracht, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern niemals, auch nicht während des Weltkrieges, eine Unterbrechung erfahren haben.

8 82*

Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers haben, wie „W. T. B.“ meldet, in letzter Zeit mehrere Aussprachen mit Präsidialmitgliedern des Reichsverbands der

eutschen Industrie und mit Vertretern der Banken tattgefunden. Gegenstand war die ernste finanzielle und wirtschaftliche Lage des Reichs. Von allen Seiten wurde der gute Wille betont, praktisch und mit besonderen Opfern an dem Problem mitzuwirken, dem Reich die zur Er⸗ füllung seiner Verpflichtungen notwendigen Mittel zu be⸗ schaffen. Die Verhandlungen sind auf diesem günstigen Boden des Verständnisses und des Entgegenkommens weit fort⸗ geschritten; um zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen, bedarf es jedoch noch der Fühlungnahme mit weiteren produktiven Ständen des deutschen Virtschasislebens.

Die Nachrichten, welche über diese Verhandlungen in der Oeffentlichkeit verbreitet wurden, sind im wesentlichen Ver⸗ mutungen und Behauptungen. Die Besprechungen, die zu den wichtigsten politischen Erörterungen gehören, die je eine Re⸗ gierung zu führen hatte und die deswegen die sorgfältigste Würdigung aller um den Wiederaufbau Deutschlands besorgten Kreise verdienen, werden mit den Vertretern der Bankwelt wie auch mit solchen der Landwirtschaft in rascher Folge weiter⸗ geführt werden. 6

Nach der letzten Mitteilung des Obersten Rats vom 14. August 1921 war die Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen für den 15. September 1921 ins Auge gefaßt, wenn bis zum 31. August die fällige Goldmilliarde bezahlt und wenn die deutsche Regierung ihre Einwilligung zur Schaffung eines interalliierten Organs zwecks Vermeidung von Diskrimi⸗ nationen bei Erteilung von Aus⸗ und Einfuhrgenehmigungen für das besetzte Gebiet erteilt hätte.

Die deutsche Regierung hat die fällige Zahlung geleistet und ihre grundsätzliche Einwilligung zur Schaffung eines inter⸗ alliierten Organs zur Verhütung von Diskriminationen in ihrer Note vom 26. August ausgesprochen. Eine Antwort ist ihr, wie „W. T. B.“ mitteilt, bisher darauf nicht erteilt worden. Die schweren wirtschaftlichen Folgen, welche das Wirtschaftsleben nicht nur des besetzten Gebietes, sondern ganz Deutschlands durch das Fehlschlagen der von den Alliierten durch ihre Ankündigung erweckten Hoffnung erleidet, können nicht der deutschen Regierung zur Last gelegt, sondern müssen von den alliierten Regierungen verantwortet werden.

Uebersicht über die Finanzgebarung des Reichs.

Vom 1. Septbr. 1921 bis 10. Sept. 10. Septbr.

1921 1921

Tausend Mark

Vom 1. April 1921 bis

„Einnahme. Allgemeine Finanzverwaltung: Steuern, Zölle, Abgaben, Gebühren (darunter Reichsnotopfer).. 111“ undierte S 1X““ Fes chuld

Summe der Einnahme

1 8 Ausgabe.

Allgemeine Verwaltungsausgaben unter Gegenrechnung der Einnahmen..

Schuldenzinsen für die schwebende Schuld.

Schuldenzinsen für die fundierte Schuld..

1 113 249

2 052 330 1 508 3187 087

18 857 404 (5 208 573) 38 499 313

46 356

57 403 073

2 163 981 227 850 235 139

2 626 970

41 348 466 8 795 938

50 144 404

Betriebsverwaltungen.

Re se und Telegraphenverwaltung:

Ablieferun . 72 933

Reichseisenbahnverwaltung: Zuschuß 613 438

mithin Zuschuß..

Summe der Ausgabe.

Die schwebende Schuld betrug an dis⸗

kontierten Schatzanweisungen am 31. August

658* Es traten hinzu 17 494 178 Es gingen ab .15 441 848

v“ 2 052 330

ergibt. 204 828 500

540 505 3 167 475

7 258 537 57 402 941

Der Landtag ist auf den 21. September, N chmittags, einberufen. Auf der Tagesordnung steht die Wahl d Ministerpräsidenten. 8

E11““

Großbritannien und Irland. Die Antwort De Valeras auf die Einladung der britischen 1]“ zur Teilnahme an einer Konferenz ist gestern abend in London bekanntgegeben. Es

In dieser endgültigen Note halten wir es für unsere Pflicht, von neuem zu bekräftigen, daß unsere Stellung nur die ist und nur die sein kann, die in unserem Schriftwechsel immer wieder zum Ausdruck gebracht wurde. Unsere Nation hat ihre Unabhängigkeit erklärt und betrachtet sich als souveränen Staat. Nur als Ver⸗ treter dieses Staats haben wir überhaupt Berechtigung, im Namen unseres Volks zu handeln. Der Grundsatz der Regierung mit Zu⸗ stimmung der Regierten muß die Grundlage jedes Uebereinkommens sein, das die endgültige Versöhnung erreichen will. Wir zögern nicht, unsere Bereitschaft zu erklären, in eine Konferenz einzutreten, um festzustellen, wie die Verbindung (association) Irlands mit der Ge⸗ meinschaft der Nationen, die als britisches Reich benannt sind, am besten mit den irischen nationalen Bestrebungen versöhnt werden kann. Wir wollen die „Regierung mit Zustimmung der Regierten“, schließt das Schreiben, so, wie Sie von den einfachen Männern und Frauen der Welt verstanden wurden, als Sie am 15. Januaär 1918 erklärten: „Die Regelung Europas muß auf Unterlagen der Vernunft und der Gerechtigkeit begründet sein, die eine Aussicht auf Stetigkeit bieten. Wir sind, daher der Ansicht, cs die Regierung mit Zu⸗ stimmung der Regierten die Grundlage jeder territorialen Regelung dieses Krieges sein müsse.“

Die Antwort De Valeras erklärt, diese Worte seien die Antwort auf die Kritik an der Stellungnahme der Sinnfeiner.

Wie amtlich gemeldet wird, hat Lloyd George gestern abend eine telegraphische Mitteilung an De Valera gesandt, worin es u. a. heißt:

Ich habe Ihren Abgesandten am Dienstag, dem 13. cr., mit⸗ geteilt, daß eine Wiederholung Ihrer Forderung, als Vertreter eines unabhängigen und souveränen Staates mit der britischen Regierung zu verhandeln, eine Konferenz zwischen uns unmöglich mache. Die Abgesandten hatten eine Note überbracht, in der Sie die erwähnte Forderung wiederholten. Ich habe die Abgesandten ersucht, sich über die ernsten Folgen klar zu werden, und habe mich erboten, die Note als nicht ausgehändigt anzusehen, um eine Gelegenheit zu neuen Verhandlungen zu geben. Trotz dieses meines Vorschlags haben Sie jetzt die Note in ihrer ursprünglichen Form veröffentlicht. Ich muß infolgedessen die Abmachungen, die für die nächste Woche in Inverneß getroffen waren, annullieren. Meine Kollegen werde ich darüber befragen, welcher Weg infolge dieser neuen Lage einzuschlagen ist. Ich werde Ihnen unsere Ent⸗ scheidung sobald wie möglich mitteilen. Aber da ich gegenwärtig für einige Tage hierbleibe, wird eine Verzögerung unvermeidlich sein. Inzwischen muß ich mit der größten Deutlichkeit erklären, daß die britische Regierung ihren Standpunkt, den ich Ihnen auseinander⸗ gesetzt habe, nicht aufgeben kann. Wenn wir eine Konferenz mit Ihren Vertretern auf der von Ihnen geforderten Grund⸗ lage annehmen würden, so würde das bedeuten, daß die britische Regierung die Abtrennung Irlands vom britischen Reiche und das Bestehen der Unabhängigkeit der irischen Republik aͤmtlich anerkenne. Dies würde Ihnen ermöglichen, zu erklären, daß wir Irland das Recht zugestehen, anstatt im Verband des britischen Reichs, von sich aus mit irgendeiner anderen Macht eine engere Verbindung einzugehen. Die großen Zugeständnisse, die die britische Regierung dem Gefühl der Irländer gemacht hat, um eine dauerhafte Regelung zu sichern, hätten meiner Ansicht nach eine großmütigere Antwort verdient, aber bisher sind nur wir es gewesen, die Zugeständnisse gemacht haben. Sie Ihrerseits haben keine gemacht, um uns entgegenzukommen. Sie haben nur in Redewendungen, die eine starke 11131“ Ihre ursprüngliche Forderung dem Wortlaute und dem Geiste nach wiederholt. I“

Frankreich.

Der internationale Hilfsausschuß für Rußland trat gestern nachmittag im Ministerium des Aeußern unter dem Vorsitz Noulens zusammen. Er nahm die Antwort Tschitscherins zur Kenntnis und erklärte sich mit seinem Vorsitzenden Noulens solidarisch, der übrigens nur den einstimmig in der Sitzung vom 1. September festgestellten Wortlaut der weitergegeben hatte. Der General⸗ delegierte des Internationalen Roten Kreuzes und Mitarbeiter Nansens Eduard Frick gab eine mündliche Erklärung ab, aus der hervorgeht, daß Nansen und Ador eine Untersuchung für unerläßlich halten, um die Bedingungen kennen zu lernen, unter denen die Hilfeleistung für Rußland organisiert werden könnte. Die Mitglieder des internationalen Ausschusses haben beschlossen, auf Grund der ihnen vom Obersten Rat übertragenen Vollmachten einen Aufruf an alle Staaten zu richten, die bereit sind, sich an dem humanitären Werk zu beteiligen. Der Ausschuß setzt seine Bemühungen fort, um Mittel zu finden, das Werk der Menschlichkeit, das er übernommen hat, zu gutem Ende zu führen. ö“

Rußland.

Nach einer Havasmeldung aus Reval hat das russische Volkskommissariat nach Moskauer Nachrichten das Hilfs⸗ angebot des estnischen Roten Kreuzes abgelehnt und erklärt, die gegenwärtig in Rußland bestehenden Orga⸗ nisationen genügten zur Unterstützung der durch die Hungersnot betroffenen Gegenden.

Wie die „Berlingske Tidende“ aus Helsingfors meldet, herrscht unter den Sowjetsoldaten in Karelien vollständige Anarchie. Die Soldaten nehmen keine Rücksicht mehr auf die Sowjetbehörden und tun, was ihnen beliebt. Sie plündern namentlich die Zivilbevölkerung aus, die gegenüber den Militär⸗ banden vollkommen machtlos dasteht. 75000 Kilo Saat⸗ getreide, das in Helsingfors für die notleidende Bevölkerung nach Karelien gesandt war, kam nur bis Repola, wo es von Sowjetsoldater bgefangen und geraubt wurd

Spanien.

Nach einer Havasmeldung aus San Sebastian wird der handelspolitische modus vivendi zwischen Spanien und Frankreich, der am 10. September 1 ist, auf die Dauer von sechs Monaten verlängert werden.

Schweiz.

Bei Beginn der gestrigen Sitzung der Völkerbunds⸗ versammlung teilte der Präsident van Karnebeek mit, daß ein Rechtsausschuß ernannt worden sei, der der Versammlung Bericht erstatten soll, ob 69 caf Grund des Artikels 19 zu⸗ ständig ist, die von der boliviani chen Delegation aufgeworfene bolivianisch⸗chilenische Streitfrage über den Friedens⸗ vertrag von 1904 zu regeln.

Lord Robert Cecil bat um Auskunft über den Stand der polnisch⸗litauischen Frage. Hymans machte in seiner Eigenschaft als Ratsmitglied kurze Angaben über den Abkommens⸗ entwurf, der sich nicht unwesentlich von dem alten Entwurf unter⸗ scheidet. Er teilte mit, daß die polnische und die litauische Regierung bereits geantwortet hätten und daß er sofort mit ihren Vertretern eine Konferenz abhalten werde. Cecil möge sich noch einige Tage gedulden, da bis dahin eine Abteilung des Völkerbundes darüber entscheiden werde. Präsident van Karnebeek erwiderte seinerseits, daß die Versammlung sich auf jeden Fall mit der polnisch⸗litauischen Frage beschäftigen werde, worauf Lord Cecil mit der Vertagung der Auskunft zufrieden war.

Der norwegische Delegierte Langer hielt eine Rede über die Abrüstungsfrage. Er tadelte die Unfähigkeit des Völkerbunds⸗ rats, der die von der alten Versamnnlung geforderten Erhebungen nicht angestellt habe, und erklärte, es sei unzulässig, daß diese Frage

heißt in ihr:

der permanenten Militärkommission anvertraut werde, die sich aus 1 71 8 .“ 5.

res Eevesaß 74.

Militärs und den Vertretern der verschiedenen Kriegsministerien zu⸗ sammensetze. Es sei selbstverständlich, daß in einer solchen Kom⸗ mission nicht der Völkerbundsgeist, sondern der militärische Geist zum Ausdruck konrmmen müsse, von dem man keibe Förderung der Ab⸗ rüstungsangelegenheit erwarten könne.

Der Delegierte Fanoli⸗Albanien, der dann zu Worte kam, ing auf keine Einzelheiten des Konfliktes zwischen Serbien und riechenland ein, sondern begnügte sich damit, dem Völkerbund dafür zu danken, daß er Albanien die Pforten geöffnet und seine Klagen

entgegengenommen habe. 8

Der griechische Delegierte Frangulis sprach über allgemeine Probleme des Völkerbundes, über die albanische Frage und die Lage im Orient. Er trat für eine möglichst große Erweiterung des Völkerbundes ein und forderte, daß die Delegierten nicht nur ihre Länder, sondern die ganze Menschheit vertreten. Er betonte die An⸗ sprüche Griechenlands auf Nordepirus und Westgriechenland, auf die Durchführung seines Kampfes gegen die Türken. Griechenland müsse allein das große Werk im Orient vollenden.

Die Kommission des Völkerbundes für he nüfgnc der

Aufnahmegesuche hat beschlossen, der Versammlung die Aufnahme von Lettland und Litauen zu empfehlen.

Griechenland.

Durch königliches Dekret ist die Jahresklasse 1922 unter die Fahnen gerufen worden, ebenso alle bis 40 Jahre alten Männer, die seit 1921 die griechische Staatsangehörigkeit erworben haben.

Rumänien.

Der Ministerrat hat beschlossen, die Ausfuhr von Gold aus Siebenbürgen auf die Dauer von 30 Tagen zu estatten. Die Ausfuhr nicht verbotener Erzeugnisse darf Fhätg ohne jede Einschränkung oder vorherige Ermächtigung erfolgen.

Verkehrswesen.

Lohnherabsetzung auf den Eisenbahnen der Vereinigten Staaten von Amerika.

Das amerikanische Eisenbahnarbeitsamt (United States Railroad Labor Board) hat nach Anhörungderbeteiligten Eisen⸗ bahngesellschaften und Gewerkschaften der Eisen⸗ bahnangestellten und Arbeiter beschlossen, die Löhne vom 1. Juli 1921 ab um durchschnittlich 12 vH herabzusetzen. Vorläufig werden von diesem Beschluß 104 Eisenbahngesellschaften betroffen, doch wird angenommen, daß er schließlich auf sämtliche Eisenbahn⸗ und Transportgesellschaften des Landes ausgedehnt werden wird. Dem Arbeitsamt liegen noch 278 unentschiedene Anträge auf Entscheidung von Lohnstreitigkeiten zwischen solchen Gesellschaften und ihren An⸗ gestellten por, die sämtlich auf Herabsetzung der Löhne abzielen.

Die durch den genannten Beschluß bewirkte Ersparnis an Arbeits⸗ löhnen wird auf jährlich 400 Millionen Dollars geschätzt. Die Herabsetzung der Löhne wird begründet einmal mit der Notwendigkeit, eine allgemeine Senkung der Preise und Wieder⸗ belebung des Geschäfts herbeizuführen, der bisher hauptsächlich die hohen Eisenbahnraten im Wege gestanden haben sollen, ferner aber mit dem Heruntergehen der Füel der Lebens⸗ haltung. Der jetzige Beschluß nimmt den Arbeitern etwa zwei Driutet der ihnen im Juli 1920 bewilligten Zuschläge wieder ab. Die Lohnkürzung trifft in erster Linie die Streckenarbeiter, die rund 18 vH weniger erhalten als bisher; in geringerem Umfange das Weichen⸗ und Werkstättenpersonal (9—10 vH). Das Zugpersonal muß sich einen Abzug von etwa 7 vH gefallen lassen. (Nach dem „Archiv für Eisenbahnwesen”“..)

Nach Mitteilung von zuständiger Seite hat das Reichskabinett, dem Antrage des Oberpräsidenten von Ostpreußen entsprechend, be⸗ schlossen, den Seedienst nach Ostpreußen auch weiterhin täglich aufrechtzuerhalten.

Die Lehrgänge in der Wohlfahrtspflege, die für die Fortbildung von Beamten in der Wohlfahrtspflege in enger Ver⸗ bindung mit der neuen Stadtgemeinde Berlin eingerichtet wurden, beginnen im Herbst d. J. ihr zweites Lehrjahr. Für die Vor⸗ lesungen aus den Gebieten der Jugendwohlfahrt, Sozialhygiene und der wirtschaftlichen Fürsorge sind wieder bekannte Dozenten aus den Fachgebieten gewonnen worden, u. a. Oberregierungsrat Dr. Behrend, Stadtmedizinalrat Dr. Rabnow, Direktor Knaut, Reg ierungsrat Margarete Ehlert, Stadtrat Muthesius, Dr. Alice Salomon. Eine Neuerung bedeuten die Seminare, die für fortgeschrittene Sozialbeamte eingerichtet sind und in denen Uebungen in der Ausführung des Reichsjugendwohl⸗ fahrtsgesetzes, in der Wohlfahrtspflege, Sozialpolitik, Sozialpädagsgik, in Arbeiterfragen u. a. abgehalten werden. Für die Gebiete der 1111“ der konfessionellen Fürsorge sind Sonderkurse eingerichtet. Nähere Auskünfte und Progr amme erteilt die Geschäfts⸗ See 3 vh 35, Flottwellstraße 4 I, Zimmer Sprech 2 bis r.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater.

Opernhaus. (Unter den Linden.) Sonnabend: Karten⸗

Neu einstudiert: Der fliegende Holländer. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Der Rosenkavalier. Anfang 6 Uhr

Schauspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Sunab 184 Saner.

bezugsvorstellung. König Richard der Dritte. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: König Richard der Dritte. Anfang 7 ½ Uhr.

Familiennachrichten.

Vermählt: Hr. Geheimrat Friedrich Trendelenburg mit Frl. Gabriele von Gersdorff (Merseburg). Herr Reg.⸗Medizinal⸗ rat Dr. Martin Hoffmann mit Frl. Elisabeth Sievert (Berlin⸗ Schöneberg). Hr. Hugo von Rosenberg mit Frl. Margarete von Enckevort (Potsdam).

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg.

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle Rechnungsrat Mengering in Berlin.

Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstr. 32.

Fünf Beilagen (einschließlich Warenzeichenbeilage Nr. 82 A und B)

Erste und Zweite Zentral⸗Handelsregister⸗Beilage

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un Deutschen Reichs

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Erst

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anzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Berlin, Freitag, den 16. September

1921

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209 024 1 180

44 799 352

274 437 1 640

365 169 943

223 355 219

451 725 1 376

324 231 683

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469 481 1 172 10 929 56

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Staat Preußen

211 791

8 129

156 1144 3 209 801 12 774.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Reparationsausschuß des Reichswirt⸗ schaftsrats beschäftigte sich in seiner Sitzung am 15. d. M. mit dem Bericht seines Unterausschusses für die Beratung des Ent⸗ wurfs eines Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Das Gutachten betont, daß die als Folge der Not der Zeit eingetretene Vernachlässigung der Wege allmählich zu unhaltbaren Zuständen ge⸗ führt hat, die Wegeunter haltungspflichtigen aber unter dem Einfluß der neueren Steuergesetzgebung nicht mehr über die nötigen Mittel verfügen, um die außerordentlich hohen Aufwendungen für die Instandsetzung und den Ausbau der Wege aufbringen zu können. Die Verhältnisse verlangen also eigentlich eine allgemeine Fahrzeugsteuer, deren Erträge dem Wege⸗ bau zuftießen. Nur weil die Vorarbeiten zu einem derartigen Gesetz eine gewisse Zeit erfordern würden, die im Hinblick auf die Reparationsverpflichtungen des Reichs nicht unbenutzt bleiben darf, wird dem Regierungsentwurf grundsätzlich zugestimmnt, aber vor⸗ geschlagen, das Gesetz, zu befristen. Als Termin für die Vorlegung eines allgemeinen Fahrzeugsteuergesetzes durch die Regierung wird in einem neuhinzugefügten § 19 der 30. September 1922 vorgeschlagen.

erner wird empfohlen, die Befreiung der nach der Beförderungs⸗ teuer bereits besteuerten Fahrzeuge aufzuheben und statt deren nur eine Anrechnung eintreten zu lassen. (Eine entsprechende Aenderung tritt im § 17 des Gesetzes ein.) Dem 88 der mit den in Frage kommenden Cphendeeädage Cesachtent wor en zugestimmt. Der Ausschuß nahm das Gutachten einstimmig an.

E der Nüsschutg in die Beratung des Antrags Wissell (Heranziehung der Sachwerte für die Reparation) ein. Da über die von den Vertretern der Industrie vorgeschlagenen Maß⸗ nahmen zur Beschaffung von Golddevisen grundsätzlich Uebereinstimmung herrschte, wurde eine Arbeitskommission beauftragt, die Einzelheiten auszuarbeiten. Die Arbeitskommission begann ihre Tätigkeit noch gestern. Der Reparationsausschuß wird die Erörterung fortsetzen, sobald die Arbeitskommission ihre Tätigkeit beendet hat.

Der Gemeindeausschuß des preußischenLandtags hatte über drei Eingaben, betreffend die Vereinigung on Gutsbezirken und Gemeinden, zu verhandeln. ach dem jetzt vorliegenden Bericht hierüber (Nr. 938 der Drucksachen des Landtags) wenden sich diese Eingaben gegen die durch Erlaß des Ministers des Innern vom 30. April 1919 in die nc geleitete Auflösung der Gutsbezirke und ihre Vereinigung mit emeinden. Sie heben hervor, daß das nach der LCO. Nr. 3 und 5 für eine zwangsmäßige Auflösung der Guts ezirke geforderte öffentliche Interesse in vielen Fällen tatsächlich nicht bestehe, und weisen in ö Darstellung besonders darauf hin, daß die Vereinigung roßer Waldgüter mit Gemeinden auf erhebliche Schwierigkeiten spo und die bestbewährte, musterhafte Forstwirtschaft gescürde. Gerade bei Forstgütern sei es auch nicht gerechtfertigt, den Gutsbezir durch Eingemeindung zu den Gemeindegrundsteuern heranzuziehen, da ein solcher Gutsbezirk keinerlei Vorteile von den 1Iv

genie agegen umgekehrt diesen große Vorteile 1 wird 8 en Eingaben beantragt, am besten von einer 227* , 1 8

allgemeinen

sehen, auf alle Fälle aber Forstgüter

zunehmen und fernen

Gutsherr widerspricht und die berufenen Verwaltungsinstanzen (Bezirks⸗ ausschuß, Landwirtschaftskammer) eine Auflösung nicht als notwendig oder erwünscht anerkennen, und es wird eine neue und erweiterte Fassung

des § 123 des Entw

trägen Rechnung betr gn wird.

rung wurde dazu kommenden Beratur

Zweifel noch sehr eingehend beschäftigen, da in die Beseitigung der Gutsbezirke als

waltungsbezirke in Erleichterung dieser ergangen.

seitigun Interesses April 1919 doch

oder in Landgemeinden lt, et eichartig Sachen noch im Gange, und neue Pläne dieser Art gingen fast täglich

ein. Daß die ande

besonders großer und isoliert gelegener Gutsbezirke,

der Forstgutsbezirke

richtig. Insbesondere seien auch zurzeit no en zuständ Mindsterien Verhandlungen darüber in der Schwebe, wie es in dieser den halten sein werde. Der Gemein deausschuß hat beschlossen, dem Landtag zu empfehlen, die Eingaben dem Staatsministerium als

Material zu überweisen.

Beziehung mit

Es könne seinen Weisungen er 1 3

nicht Einverständnis der Beteiligten erzielt werde, mit der Be⸗

der Gutsbezirke vorgegangen

Gutsbezirke ganz abzu⸗ über 300 ha von ihr aus⸗ einen Gutsbezirk dann nicht aufzulösen, wenn der

der

Auflösung

urfs der LGO. vorgeschlagen, in der diesen An⸗ Von dem Vertreter der Regie⸗ lärt: Die Frage werde den Landtag bei den der zukünftigen Landgemeindeordnung ohne

8b Entwurf zu dieser besonderer kommunaler Ver⸗ Aussicht genommen sei. Zur Vorbereitung und Neuregelung sei der Erlaß vom 30. April 1919 entsprechend zurzeit, sofern

er igen

nur aus Gründen des öffentlichen werden; immerhin seien seit dem neunzig Gutsbezirke

hon etwa 1 eichartige

umgewandelt, etwa ebensoviel g

rweite Regelung der kommunalen Verhältnisse dezirke, namentlich auch außerordentliche Schwierigkeiten zwischen den zuständigen

staatlichen Forst⸗ und Domänengutsbezirken zu

Statistik und Volkswirtschaft.

neberdie Wirtschaftslage in Deutschland um Mitte August 1921

berichtet das „Reichsarbeitsblatt“ 1b . schaftlichen eche und 1457 Einzelmeldungen typischer Betriebe, meist größerer Unternehmungen, die über die Lage in den vier Wochen vor dem 20. August und über die Aussichten für die Beschäftigung in den folgenden zwei Wochen a Materialbestands befragt worden sind, umfangreichen Fachvresse

Der Zeit der Ab

einige Gewerbe, im gefolgt; sie ergibt Bestreben,

dur⸗ 1 weichlich bzrmmazengen Teuerungswellen zuvorzukommen. Deutlicher wird es in dem schon über Sommerwaren für . wird, sondern auch für die große Reihe der übrigen Industrien, daß die Bestellungs⸗ ngfage ihren Ursprung einmal in

und deutlicher

Zahlungsfähigkeit

auf Grund von Angaben der wirt⸗

auf Grund des Auftrags⸗ und unter Berücksichtigung der

atzstockung ist eine im Juni und Juli erst Uesasst weitere Industrien erfassende Scheinhausse sich aus dem immer stärker sich ausdehnenden umfangreiche Käufe auf Vorrat den ungus⸗

für das Bekleidungsgewerbe,

icht 16 sondern

nur B 1 für 1922 verfügt wird,

dielfach weit über Bedarf und

bereite, sei

wie Händlern mit Rücksicht auf die einsetzende Steigerung der Gestehungskosten wie andererseits in reinen Spekulationskäufen haben. Die Bestellungen übersteigen den natürlichen Bedarf durchaus und täuschen eine Kauftraft vor, die keineswegs vorhanden ist. Daß es sich nur um eine vorübergehende Konjunktur handelt, darüber herrscht im allgemeinen in Fachkreisen fast völlige Uebereinstimmung.

Wie sehr diese Belebung des Beschäftigungsgrades eine außer⸗ ewöhnliche Erscheinung ist, die eine Gesundung des Wirtschafts⸗ ebens nicht bedeutet, ist schon daran zu erkennen, daß die Zahl der Konkurse im August noch ebenso hoch wie im Vormonat und wesentlich höher als im August des vorigen Jahres war. 1 Nach den Berichten der Landesämter für Arbeits⸗ vermittlung erstreckt sich die Besserung des Beschäftigungsgrades hauptsächlich auf Ostpreußen, Berlin, Brandenburg, Sachsen⸗Anhalt, Freistaat Sachsen, Hannover, Schleswig⸗Holstein,

Westfalen, in Bayern auf die Bezirke Augsburg und Ludwigshafen, wie ferner auf Baden. Im Rheinland sind in der zweiten Hälfte des August Zeichen von Unsicherheit hervorgetreten; so wird für Aachen und Koblenz eine unmittelbare Verschlechterung der Lage gemeldet.

Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungs⸗ kosten, die auf Grund der Erhebungen über die Ausgaben für Er⸗ nährung, Heizung, Beleuchtung und Wohnung festgestellt wird, ist von 963 im Juli auf 1045 im August gestiegen. Die Erhöhung be⸗ trägt also im Verlaufe eines Monats 8 % vH. 8 Aus den einzelnen Berichten typischer Industrie⸗ betriebe an das „Reichsarbeitsblatt“ wird eine Verbesserung der Geschäftsverhältnisse ersichtlich. Von den 1,179 Mill. Arbeitern und Angestellten am 15. August, über die von 1457 typischen Betrieben verschiedener Industrien berichtet worden ist, gehörten etwas über 354 500 oder 30 vH Betrieben mit gutem Geschäftsgang an gegen etwas über 308 800 oder 26 vH im Vormonat. Befriedi⸗ gende Beschäftigu 8 wiesen die berichtenden Betriebe für rund 364 000 oder 31 vH der Beschäftigten auf gegen 348 000 oder 29,5 vH im Juli. In Unternehmungen mit schlechter Be⸗ schäftigungslage waren 425 500. Arbeiter und An⸗ gestellte oder 36 vH, gegen 480 000 oder 41 vH im Vormonat tätig. Schlecht beschäftigt sind immer noch mehr Betriebe, als befriedigend beschäftigte oder gut beschäftigte Ge für sich betrachtet) vorhanden sind. Die Zahl der Unternehmungen mit schlechtem Geschäftsgang hatte seit dem 15. November 1920, wenn auch in verschieden starkem Maße, ständig zugenommen. Zum ersten Male ist mit dem 15. August eine Abnahme eingetreten. Wird die Anzahl der am 15. November in schlecht beschäftigten Be⸗ trieben tätigen Arbeiter mit 100 angesetzt, so ergibt sich für den 15. Dezember eine Steigerung auf 103, für den 15. Januar auf 114, für den 15. Februar 5 135, für den 15. März auf 149, für den 15. April auf 168, für den 15. Mai auf 175, für den 15. Juni auf 183 und für den 15. Juli auf 189. Am 15. August sank die Ziffer auf 167, also unter den Stand vom 15. April

Arbeitsstreitigkeiten. In Frankfurt a. M. fand gestern nachmittag eine nach

Tausenden zählende Versammlung der kaufmännischen Angestellten im Hippodrom statt. Der Zustrom war, wie „W. T. B.“ berichtet, derart groß, daß eine Parallelversammlung abgehalten werden mußte. Es wurde beschlossen, in den einzelnen Betrieben Abstimmungen vornehmen zu lassen und, falls 75 vH sich dafür erklären, am Dienstag in den Allgemeinaus⸗ stand einzutreten. Nach Schluß dieser Versammlung bewegte sich ein ¾ Stunden langer Zug durch die Hauptstraße der Stadt nach dem Eschersheimer Tor, wo, nachdem unter freiem Himmel noch einige Ansprachen gehalten worden waren, sich der Zug auflöste. Aus Beuthen wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß die Verhandlungen über die Lohnerhöhungen in der oberschlesischen Großindustrie zu einer Einigung führten. Die neuen Lohnsätze gelten vom 1. September ab.

Anfang September 1921.

Note 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering,

5 = sehr gering. Zwischenstufen sind durch

8 Zehntel ausgedrückt. Landesteile Zeh 8

Güte der Trauben

Rheingaugebeet ö. Uebriges Rheingebiet . Nahegebiviet . Mosel⸗, Saar⸗ und Ruwergebiet.. Alle übrigen preuß. Weinbaugebiete.

Preußen.

Pfalz . Mittelfranken

Unterfranken Schwaben . 88

Bayern

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Neckarkreis.. Schwarzwaldkreis Jagstkreis.. Donaukreis..

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5ö1ö56* .

d0 82

Württemberg

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1

Konstanz. 8 ¹ Frehan 6 4 8 arlsruhe. 8

Mannheim

Baden

Starkenburg. 8 Rheinheseen . Hessen.. Deutsches Reich. dagegen Anfang August .. Juli.. . CI“ Sevptbr. 1920 S8 Bemerkungen.

Preußen: Der in den Weinbaugebieten während des ganzen Sommers erwartete Regen hat sich endlich gegen Mitte August ein⸗ gestellt und die auf flachgründigem oder magerem Boden stehenden Reben vor dem Austrocknen behütet. Die hierdurch meist reichlich

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hinausgehenden Angstkäufen von Verbrauchern

eingetretene Wurzelfeuchtigkeit ließ im Verein mit der Augustsonne

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