Einheitsbetrag
zahlung auf die Einheit
Einzuliefern mit Zinsschein zum
Abzüge wegen ein zwei drei vier
8. „ der Stücke 8 fehlender Coupons
4 ½ % Pittsb.⸗Cincinnati Chicago & St. Louis cons. 5 % St. Louis & San Francisch Gen., rückz. 1931 4 % St. Loulis Southw. I. Mtg. Bds., rückz. 1989.
4 ½ % St. Paul Minneapolis & Manitoba Bds., rückz.
1933.
4 % Southern Pac. I. Ref. Bds., rückz. 1955
4 % South. Pac. San Francisco Term. I. Mtg. Bds. ͤ 9114“
4 % Union Pac. I. Mtg. Bds., ꝛückz. 1947.. .. 5 % Western New York & Pennsylvania I. Mtg. Bds., . 4 % do., Gen. Mtg. Bds. (k. Zertif.), rückz. 1943. 8. 5 ee“ States Steel Corp. Sinking Bds., rückz. 8 ⸗
1 *
II. Argentinien.
5 % 1890 Argentin. Eisenb.⸗Anl.... 5 % 1905 do. innere Staats⸗Anl. 5 % 1907 do. inn. Gold⸗Anl. 5 % 1909 do.
4 ½ % 1888 Argentin. inn. Anl... 4 ½ % 1888 11141“ 4 % 1897 Argentin. Anl. (Ges. Nr. 3378) 4 % 1898 — 1900 Argentin. Anl. (gem.) . 6 % Buenos Aires Stadt⸗Anl. v. 1891 . 5 % 8 v. 1908 5 % v. 1999 . 4 ½ % “ E1I1“ 5 % Argentin. Hip. Lit. A in Gold 5 % “ 6 %̃ “
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III. Brasilien. 5 % Brasilien⸗Anl. v. 1895. . 5 % 1904 Sao Paulo Eisenb.⸗Anl.. 2. 5 % 1909 Rio de Janeiro Stadt⸗Anl. IV. Chile. 5 % 1896 Chilen. Goldaal . 5 % 1905 do. „“ 5 % 1911 18 do. eemeeiee; 5 % 1912 Chilen. Regierungsannuitäten Ser. 4 ½ % 1889 Chilen. Gopalll. V. China. Angh . do. . VI. England. 5 % Englische Konsols % Victoria Falls & Power Obl. VII. Frankreich. 3 % Französische Rente, perpet. 1 amort.. 5 % 1910 Marokko⸗Staatsanleihe VIII. Japan. 4 ½ % 1. Japanische Staatsanleihe v. 1905. 4 ½ % 2. Japanische Staatsanleihe v. 1905. 4 % Japanische Staatsanleihe v. 1905 IX. IFtakken. 2,4 % garant. Italienische Eisenb. Obl.... 2.4 % Livorno⸗Fisenb.⸗Obl. Per. C u. D .. 4 % Italienische Mittelmeerbahnobl . 2,4 % Süditalienische Eisenbahnobl. Ser. A/H X. Portuzak.. 4 ½ % Portugief. Tabakmonopolall 3 % Portugies. unif. äuß. Anl. v. 1902 Ser. 1 3 % Portug. unif. Anl. v. 1902 Ser. II.. XI. Siam. 4 ½ % Siamesische Anl. v. 1907 XII. Argentinien. % Prov. Buenos Aires Anl. v. 1906 7 do. v. 1908. EETIITEVENIIIab. 97. 3 % Holl. Staatsanl. v. 1896 . 98. 3 % do. Kommunalkreditlose v. 1871 XV. Spanien. 99. 4 % Spanische äuß. Rente. 100. 4 % do. inn. Rente. XVI. Argentinien. 101. 6 % Buenos Aires Stadtanl. v. 1897..
XVII. Vereinigte Staaten von Venezuela. 102. 3 % inn. konsolidierte Staatsaall .
5 % 1896 0 1892
Chines.
„ Earwiteen Ks S 1. 8
£
Bol. 500 =
ℳ 3 E11“
686 660 28 459 651 561 514 621 672 420
§ 100 = ℳ 420 100 = „ 420 100 = „ 420
100 = „ 420 „ 100 = „ 420
„ 100 = „ 420 . 100 = , 420
S SSS
—0 — — —
— —½,
2
100 = „ „ 100 = „
100 = „
420 420
420 18 175 409 400 408 408 408
705
20=. .100= „ 5 20=
368 204 448 383 351 402 343 389
Ich habe die im Verlage der Tradition in Berlin e scheinende Macherichrccs „Die Tradition“ für die Zeit vom 16. bis einschließlich 29. September 1921 verboten.
Berlin, den 16. September 1921. 116 Der Reichsminister des Innern.
Dr. Gradnauer.
” 3
8*
Bekanntmachung.
Auf Grund des § 2 Abs. 2 der Verordnung über Misch⸗ futter vom 8. April 1920 (RGBl. S. 491) ist am 15. September 1921 — J. Nr. V 3 M. 1311²1 — die Herstellung folgender Mischungen genehmigt worden:
Gewürzter kohlensaurer Futterkalk. 93,62 % Asche. Handelsübliche Bezeichnung der Gemengteile: Kohlensaurer Kalk,
Fenchel, 1“ Kochsalz.
Bezeichnung: Nährstoffgehalt:
Gewürzter phosphorsaurer Futterkalk. 39,29 % Phosphorsäure Gesamtmenge, 36,53 % Phosphorsäure ammonzitratlöslich, Handelsübliche Bezeichnung der Gemengteile: .“ 8 Phosphorsaurer Futterkalk,
Ferhel
Bezeichn 1ags Nährstoffgehalt:
175
180
311 1031 549 240 243
2326
1634 366 42
SSSS —+½ ³ ”
☛ —q,8GAA SN
1. 7. 19 1. 10. 19 8Eö1
10. 7. 19 1.7. 29
7. 19
7. 19 I1I 1611Ip 1. 719
17“
Liste II.
Einzuliefern mit Zinsschein
zum
Einheitsbetrag der Stücke
5 % 1887 Argentin. Staatsanll..
5 % 1913 Chines. Reorg.⸗Anl. (Interimssch.)
5 % 1908 Chines. Tientsin. Pukow⸗Eb.⸗Anl.
5 % 1910 Chines. Tientsin. Pukow⸗Eb.⸗Anl.
5 % 1911 Chines. Hukuang⸗Anl...
4 ½ % Portugies. Eisenb.⸗Oblig. v. 1889 I.
3 % Beira⸗Baixa Eisenb.⸗Obl. v. 1886 „ Prov. Buenos Aires Anl. v. 1910.
4 % amort. Serbische Anl. v. 1895 . . .
4 ½ % steuerfr. Serbische Goldanl. v. 1909
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ℳ 400 409 408 408 408 400 400 408 405 400
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20
20
20 N8 St. 1 141 £ 20 Fr. 500 „ 500
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. —
HHHRHAMNAHNHI
—
Bekanntmachung.
pund des Gesetzes über die Abwicklung der Kriegs⸗ lse (RGBl. 78 vom 29. Juli 1921 S. 942) erkläre eroüurch, daß mit dem 12. September 1921: die ESisenzentrale G. m. b. H. i. L., Berlin, die Abwicklungsstelle der „Rohma“ Rohstoff⸗ und Maschinenverteilungsstelle des Kriegsamts Berlin und Passiven auf das Reich
„Mit der Abwicklung der Geschäfte wird hiermit die Reichs⸗Kredit⸗ und Kontroll⸗Stelle G. m. b. H., Berlin W. 9, Eichhornstraße 9, beauftragt.
„Das „Kommissariat der Eisenzentrale“ bleibt noch bis Ende dieses Jahres bestehen. “ Berlin, den 12. September 1921. SDerr Reichsschatzminister.
—.—
Kochsalz.
Berlin S. 59, Camphausenstr. 26. Berlin, den 15. September 1921. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. J. A.: Niklas.
.“ Berichtigung. “
In Ziffer 1 der Bekanntmachung, betreffend die Be⸗ schlagnahme von Kähnen und Kranschiffen für das Reich vom 30. August 1921 (Nr. 205 des Reichsanzeigers), sind an Stelle der Worte: „Fahrzeuge, die in Ausführung des Friedensvertrags an Belgien oder Frankreich abzugeben sind“, die Worte zu setzen: “
„Fahrzeuge, die in Ausführung des Friedens⸗ vertrags an die Tschecho⸗Slowakei oder Frankreich ab⸗ zugeben sind“.
Berlin, den 16. September 1921. Der Präsident des Reichsausschusses für den Wiederaufbau der Handelsflotte. J. V.: von Baumer.
11““
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 95 des Reichs⸗Gesetzblatts enthält unter“
Nr. 8305 eine Verordnung zur Ueberleitung des Ver⸗ fahrens in Doppelsteuersachen, vom 30. August 1921, unter
Nr. 8306 eine Verordnung über die steuerliche Behand⸗ lung der Deutschen in den auf Grund des Friedensvertrags aus dem Deutschen Reich ausgeschiedenen Gebieten und im Saarbeckengebiete, vom 3. September 1921, unter
Nr. 8307, eine Bekanntmachung über die Aufhebung der Beschlagnahme von Holzzellstoff und Strohzellstoff sowie der Bekanntmachung über Druckpapierherstellung für die Tages⸗ presse vom 29. Juni 1920, vom 5. September 1921, unter
Nr. 8308, eine Bekanntmachung, betreffend die Ratifikation des deutsch⸗russischen Ergänzungsabkommens über die Heim⸗ schaffung der beiderseitigen Kriegsgefangenen und Zivil⸗ internierten, vom 5. September 1921, unter
Nr. 8309 eine Bekanntmachung über die Wirksamkeit der im § 1 des Ausführungsgesetzes vom 14. August 1912 zu dem internationalen Uebereinkommen zur Bekämpfung des Mädchen⸗ handels vom 4. Mai 1910 erwähnten Abrede für Polen, vom 5. September 1921 und unter
Nr. 8310 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der Prozeßordnung des deutsch⸗französischen Gemischten Schieds⸗ gerichtshofs, vom 7. September 1921.
Berlin W., den 16. September 1921.
Postzeitungsamt. Krüer.
.
Preußen. Ministerium für Handel und Gewerbe.
Auf Grund des §81 des Gesetzes vom 31. Juli d. J. (G.⸗S. S. 485) über Abänderung der Verordnung, betreffend ein verein⸗ fachtes Enteignungsverfahren, vom 11. September 1914 wird hiermit bestimmt, daß dieses Verfahren bei dem von der Märkischen Elektrizitätswerk⸗Aktiengesellschaft zu Berlin auszuführenden, durch Erlaß des Preußischen Staats⸗ ministeriums vom 25. Juli d. J. mit dem Enteignungsrecht ausgestatteten Unternehmen zum Bau von Anlagen, die zur Leitung und Verteilung des von dem der Gesellschaft gehörigen Elektrizitätswerks erzeugten elektrischen Stromes innerhalb des Kreises Züllichau⸗Schwiebus und des rechts der Oder belegenen Teils des Kreises Grünberg dienen, Anwendung findet. Beerlin, den 10. September 1921.
Im Namen des Preußischen Staatsministeriums
Der Minister für Handel und Gewerbe. J. A.: von Meyeren.
Betrifft Prüfung von Sicherheitssprengstoffen.
Die in Ziff. 24 Abs. 1 der „Anweisung für die Zulassung von Spreng g. und Zündmitteln im Bergwerksbetriebe“ vom 12. August 1920 — 1 9489 — (veröffentlicht im Reichs⸗ anzeiger Nr. 196 vom 1. September 1920) vorgeschriebene Prüfung solcher Sicherheitssprengstoffe (Wettersprengstoffe), die am 1. April, 1920 in Gebrauch standen, deren Prüfung aber länger als ein Jahr zurücklag, ist bis zum 1. April 1922 vor⸗
zunehmen.
Berlin, den 12. September 1921. Der Minister für Handel und Gewerbe. J. V.: Dönhoff.
An die Oberbergämter in Halle, Dortmund, Claustha Bonn und zur Kenntnis an das Oberbergamt in Breslau und die berggewerkschaftliche Versuchsstrecke in Derne b. Dortmund.
Name des Herstellers: Aktiengesellschaft Theodor Teichgraeber in
inisterium für Landwirtschaft, Ninis und Forsten.
Die Oberförsterstelle g, 8 greslau ist zum 1. April 1922 zu be Bewerbungen
Domänen
im Regierungsbezirk u besetzen. müssen bis zum 1. Dezember d. J. eingehen.
Ministerium für Wissenschaft und Volksbildung.
1 Bekanntmachung. b
Den Beginn der nächsten im Institut für Kirchenmusik in Charlottenburg, Hardenbergstraße 36, abzuhaltenden Prüfung fir Gesanglehrer und ⸗lehrerinnen an höheren Lehr⸗ unstalten in Preußen habe ich auf den 5. Januar 1922 8 Berlin, den 12. September 1921.
Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.
C1AX“
1“
b
Bekanntmachung.
Dem Geschäftsführer Franz Lingnau in Char⸗ fottenburg, Augsburger Straße 72, habe ich die Wiederauf⸗ nahme des durch Verfügung vom 14. Mai 1921 (R.⸗A. Nr. 119 (gutsblatt Stück 22) untersagten Handels mit Gegenständen us täglichen Bedarfs auf Grund des § 2 Abs. 2 der Bundesrats⸗ vecrdnung vom 23. September 1915 (NGBl. S. 603) durch Ver⸗ fügung vom heutigen Tage ge stattet.
Berlin, den 14. September 1921. Der Polizeipräsident. Abteilung W.
eö14“ Das am 12. April 1921 gegen den Händler Borgmann in Mittelrode von mir erlas verbot wird hiermit aufgehoben. Springe, den 13. September 1921. 8 Der Landrat. von Laer.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915, leheffend die Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel GBl. S. 603), habe ich d em Händler Hermann Brandt Iin Dortmund, I. Kampstraße Nr. 114, durch Verfügung vom zeutkigen Tage den Handel mit Lebensmitteln aller Art sowie mit sonstigen Gegenständen des täg⸗ lichen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt. Die Untersagung wirkt für das Reichsgebiet. 1
Dortmund, den 12. September 1921.
Wucherstelle der Polizeiverwaltung. von Cossel, Polizeiverwalter.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915 zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel (7GBl. 8. 603) habe ich dem Bäckermeister Ernst Hensel in Lowahlen durch Verfügung vom heutigen Tage die Ausübung des gewerblichen Bäckereibetriebs für eigene Rechnung sowie den Handel mit Backwaren und anderen Nährmitteln wegen ewiesener Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt. — “
Marggrabowa, den 12. September 1921.
Der kommissarische Landrat. Wachsmann.
Deutsches Reich.
Der Reichsrat versammelte sich heute zu einer Voll⸗ sizung; vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Volkswirtschaft und är Rechtspflege, der Ausschuß für Verkehrswesen, der Ausschuß für Volkswirtschaft sowie die vereinigten Ausschüsse (ür Durchführung des Friedensvertrags, für Rechtspflege, für Haushalt und Rechnungswesen und für Volkswirtschaft Sitzungen.
Großbritannien und Irland.
Das „Reutersche Büro“ veröffentlicht folgende Meldung:
Die Besprechungen zwischen London, Paris und Koblenz über die Aufhebung oder Aufrecht⸗ erhaltung der Deutschland auferlegten wirt⸗ shaftlichen Sanktionen dauern an. Der Oberste Rat var im August übereingekommen, die Zollschranke auf dem üchten Rheinufer aufzuheben, vorausgesetzt, daß Deutschland ine Milliarde Goldmark bis zum 31. August zahlte. Er hatte fener die Einsetzung eines interalliierten Ausschusses beschlossen, ir die Bewilligung von Einfuhr⸗ und Ausfuhrgenehmigungen üherwachen sollte. Die französische Regierung fosbert. daß dieser lusschuß viel weitere Machtbefugnisse erhalte; er sollte eine souveräne Fäperschaft sein mit voller Befugnis, Deutschland hinsichtlich der örteilung aller Genehmi ungen Vorschriften zu machen. Es wird iiernicht verstanden, welche Vorteile Deutschland durch die Aufhebung er Sanktionen gewinnen würde, wenn der Ausschuß derartige Macht⸗ tefugnisse erhielte. Obwohl als ausgemacht gilt, daß Deutschland der Ein⸗ setzung des vorgeschlagenen Ausschusses grundsätzlich zugestimmt hat, be⸗ fKauptet die französische Regierung, baß Deutschland nicht gcwi sei, den Plan durchzuführen, und sie erklärt, daß die wirtschaftlichen Fanktionen desbalb aufrechterhalten werden müßten. Wenn gewisse zuntte, so schließt die Reutererklärung, durch die jetzt im Gange be⸗ indlichen Besprechungen aufgeklärt slin werden, dann wird zuver⸗ sctlich erwartet, daß die ganze Frage in befriedigender Weise gelöst
werden wird.
v. De Valera hat gestern an Lloyd George nach teldung des „W. T. B.“ folgendes Telegramm gerichtet: ä6e.2ch habe Ihr Telegramm gestern abend erhalten. Ich bin dzerrascht, daß Sie nicht sehen, daß, wenn wir unsererseits eine wonerenz auf der Grundlage Ihres Briefes vom 7. September anäßmen, ohne unsere Stellung ganz klar zu machen, die n der Sache von Irlands Recht unheilbarer Schaden zu⸗ süßt würde. In dem bisherigen Briefwechsel haben Sie die Stellung Ihrer Regierung, wir die unsrige dargelegt. Wenn unsere nandpunkte nicht vollständig entgegengesetzt wären, so würde es ahächlich gar keine Frage geben, die erörtert werden müßte. Es te klar sein, daß in einem Falle, wie dem unsrigen, Unterhändler, Föcg Argendein Erfolg erzielt werden soll, zusammenkommen müssen h- Präludiz und nicht gebunden durch irgendwelche Bedingungen, negenommen solche, die ihnen durch die Tatsachen auferlegt werden,
se ihnen bekannt sind. 1 Frankreich. den Rie Minister und Unterstaatssekretäre sind gestern unter 1 Vorsitz von Millerand zusammengetreten. Zunächst sprach iand über die auswärtige Politik. Darauf be⸗
telung von Irlands Vertretern in der Konferenz falsch ausgelegt
schäftigte sich der Ministerrat mit der Streiklage im Norden. Doumer berichtete über seine Besprechungen mit Sir Robert Horne in London. Der Ministerrat beschloß, den Senat und die Deputiertenkammer zu einer außer⸗ ordentlichen Tagung am 18. Oktober zusammenzuberufen.
In der gestrigen Sitzung der Finanzkommission der Kammer gab Loucheur, wie der „Matin“ mitteilt, einen Ueberblick über die Wiesbadener Verhandlungen.
Er habe sich besonders mit dem Fall beschäftigt, daß Deutsch⸗ land zahlungsunfähig werden sollte. Sollte dies eintreten, dann werde Frankreich die Zollkontrolle mit Bezug auf die deutsche Ein⸗ und Aus⸗ fuhr übernehmen. Das Wiesbadener Abkommen habe in den Vereinigten Staaten und in Belgien bereits eine günstige Aufnahme gefunden. England, das sich bisher dieser Politik grundsätzlich feindlich gezeigt habe, scheine heute, da es besser unterrichtet sei, auch seinerseits die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands fürchte, geneigt zu sein, mit Frank⸗ reich die Garantiepolitik durchzuführen. Jedenfalls sei das Wiesbadener Abkommen wichtig. Ihm scheine es den Interessen Frankreichs günstig zu sein. Die Regierung werde vom Parlament die Ratifikation des Abkommens verlangen; Frankreich müsse handeln, mit seinen Alliierten
oder allein.
Rußland.
„ Politiken“ wird aus Riga telegraphiert: In Kiew wurden auf Befehl der außerordentlichen Kommission 830 Personen erschossen, die beschuldigt waren, eine Verschwörung zum Sturze der Sowmjetregierung gebildet zu haben. Die nationale Be⸗ wegung in der Ukraine nimmt beständig zu. Auch die Sowjetpresse berichtet von einer starken Gärung und schreibt, daß das Ziel der Bewegung sei, die Arbeiterregierung zu stürzen.
Die Völkerbundsversammlung trat gestern zu ihrer 14. Sitzung zusammen, über deren Verlauf „W. T. B.“ u. a. berichtet:
Als erster Redner gab Orsusky⸗Lschechoslowakei der Ver⸗ sammlung davon Kenntnis, daß die Tschechoslowakei eine Denkschrift über die Verwaltung der ruthenischen Gebiete an sie gelangen ließ, und legte dar, daß die tschechoslowakische Verwaltung streng besorgt sei, alle den Minderheiten gewährten Garantien zu achten, ja sogar noch darüber hinausgehe. Schließlich machte er noch einige Angaben über die wirtschaftliche Lage der welche Kredite zum Ankauf ausländischer Rohstoffe nötig habe und gegenwärtig unter einer Kohlenkrise leide. Der polnische Delegierte Askenasy er⸗ klärte, daß Polen dem Hilfswerk für Rußland jede Unterstützung leihen werde, da Polen mit allen Staaten in Frieden leben wolle.
Damit war die allgemeine Aussprache über den Bericht des Generalsekretariats beendet, und die Versammlung nahm eine von Lord Robert Cecil eingebrachte Entschließung über möglichst häufige Oeffentlichkeit der Völkerbundsversamm⸗ lung einstimmig an.
Hierauf wurde als vierter Ersatzrichter Beichmann⸗Norwegen auf Vorschlag der Verständigungskommission mit 36 Stimmen gewählt. Der Präsident teilte mit, daß auch der Völkerbunds⸗ rat Beichmann einstimmig gewählt habe, und stellte fest, daß nunmehr mit der Wahl der elf Richter und vier Ersatzrichter ein internationaler Akt von großer politischer und moralischer Bedeutung vollzogen sei. An alle Staatshäupter wird ein Telegramm gesandt werden, das von der erfolgten Errichtung eines internationalen Gerichtshofs Kenntnis gibt. Hierauf wurde die Versammlung vertagt, um den Kommissionen Zeit zu geben, ihre Berxichte fertigzustellen, um sie dann der Ver⸗ Fenmenfeng auü, aereeaecee8.
„.
Rumänien.
Die russische Sowjetregierung hat die rumänische
Regierung davon unterrichtet, daß der Delegierte der Sowjet⸗ regierung Karachan in Warschau eingetroffen ist und der An⸗ kunft eines Delegierten der rumänischen Regierung entgegen⸗ sieht, um die en zu eröffnen. Der rum ussche Delegierte Filaliti ist nach Warschau abgereist. Bei der bevor⸗ stehenden Zusammenkunft handelt es sich um die erste Fühlung⸗ nahme zum Zwecke, Richtlinien für die künftigen Ver⸗ handlungen mit Rußland festzulegen. Bei dieser Ge⸗ legenheit soll nach Mitteilung des „W. T. B.“ in Warschau auch die Frage der Verwaltung des Dnjestrgebiets von neuem erörtert werden, die bereits Gegenstand einer früheren Be⸗ sprechung gewesen ist.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Entlohnung der Arbeit im Verhältnis zur Verzinsung des Kapitals in einer größeren Zahl industrieller Unternehmungen.
Im April 1919 hat die Handelskammer in Berlin zahlenmäßige Zusammenstellungen nebst Erläuterungen über den Anteil von Arbeit und Kapital in 66 Unternehmungen von Gesellschaften der ver⸗ schiedensten Industriezweige in allen Teilen Deutschlands veröffent⸗ licht, die von dem Geheimen Kommerzienrat Deutsch, Vorsitzendem des Direktoriums der Allgemeinen Elekkrizitätsgesellschaft in Berlin, verfaßt worden waren. Seitdem ist eine weitere erhebliche Verschiebun in unseren wirtschaftlichen Verhältnissen eingetreten. Gehälter un Löhne haben eine damals nicht vorausgesehene Steigerung erfahren, und der Druck der staatlichen, kommunalen und sozialen Lasten ist weit fühlbarer geworden. Diese Umstände im Zusammenhang mit den von der Entente uns auferlegten weiteren verhängnisvollen Be⸗ lastungen haben Anlaß dazu gepeben, das Verhältnis von Arbeit und Kapital in industriellen Unternehmungen neuerdings festzustellen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen liegt jetzt in einer aus der Feder des⸗ felben Verfassers stammenden Veröffentlichung der Berliner Handels⸗ kammer vor, der die Zahlen von 152 Gesellschaften für das Ge⸗ schäftsjahr 1919/20 bezw. 1920 zugrunde gelegt sind, Die Auf⸗ stellungen zeigen für jede der erfaßten Gesellschaften die Zahl der beschäftigten Angestellten und Arbeiter, die Gesamtsummen der an Gehältern und Löhnen gezahlten Beträge, die Ausgaben an Steuern und sozialen Lasten, die ausgeschütteten Dividenden in Prozent, die effektiv gezahlten Dividenden eträge, den Prozentsatz des Kapital⸗ anteils im Verhältnis zu Gehältern, Löhnen und Steuern, bringen für diejenigen Gesellschaften, die schon in der Veröffentlichung von 1919 berücksichtigt worden waren, einen Vergleich mit den neuen Zahlen und geben eine Uebersicht der Durchschnittsdividenden jeder einzelnen der 152 Gesellschaften, die diese rühend der letzten 10 Jahre gezahlt haben. Eine weitere Tabelle veranschaulicht, wie selbst bei Fesel⸗ schaften, die eine gegen frühere Jahre erhöhte Dividende ausgeschüttet haben, der prozentuale Anteil des Kapitals scharf gegen frühere Zeit zurückgegangen ist. Diese Feststellung ist deshalb besonders beachtens⸗ wert, weil die Vermutung naheliegt, daß bei erhöhten Dividenden auch das Kapital einen höheren Anteil als früher erhält. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Die Zusammenstellungen von 1919 hatten ergeben, daß im Durchschnitt von 10 Jahren — 1908 bis 1917 — der Kapitalanteil 13 vH der Summen, die für Löhne, Gehälter und Steuern auf⸗ gewandt worden waren, betragen hat, d. h. daß von jeder Mark, die aufgewandt wurde, Angestellte und Arbeiter 76,7 ₰, Staat und Kommunen 11,7 ₰, die Aktionäre 11,8 ₰ erhalten haben. Nach den neuen Aufstellungen arbeitete im Geschäftsjahr 1919/20 bezw. 1920 bei 152 Gesellschaften ein Gesamtnominalkapital von rund 10 Milliarden Mark; davon betrugen das Aktienkapital rund 5600 000 000 ℳ, die Reserven und Anleihen rund 3 560 000 000 ℳ. Der derzeitige Börsenwert der
6
24 Milliarden Mark. Beschäftigt waren rund 1 350 000 Angestellte und Arbeiter. Die gezahlten Gehälter und Löhne haben betragen.. 2. Milliarden Mark, beeöEFöEöEbö 4 8 ausgeschütteten Dividenden.. 650 Millionen Mark, d. h. 1. auf 2* Nominalkapital 12 89 auf die Kurswerte 27=7 vH. . man eine Berechnung des Durchschnitts der gezahlten Dividenden in Prozent an, so ergeben sich für die letzten Jahre bei 152 Gesell⸗ schaften zufammen 8 28 2586 Prozent = für die Jahre 1908/17 ““ in 2 eten = 12,1 vH in Gold
auf das Aktienkapital. 1
Es ist dennc⸗ der Anteil des Kapikals, der in der Periode, auf die sich die erste Untersuchung erstreckte, 13 vH der für Gehäaͤlter, Löhne und Steuern gezahlten Summen betragen hat, seitdem auf 3¼½ vH zurückgegangen, d. h. von jeder Mark, die ausgegeben wurde,
haben erhalten: 1 8 “ 1908/17 in der letzten Periode
Angestellte und Arbeiter 76,7 ₰ 1 84½ ₰,
höFö6. 111“
111.““ Diese Zahlen besagen, daß Angestellte und Arbeiter ihren Anteil an der industriellen Arbeit bei der fünsee Entwertung des Geldes ganz wesentlich erhöhen konnten, der Staat die neuen Steuer⸗ erhöhungen noch nicht durchgeführt hat, während das Kapital sich mit einer sehr erheblich geringeren Vergütung für seine Leistungen und Risiken im Prodnktionsprozesse begnügen muß. 88
Betrachtet man lediglich das Verhältnis des Einkommens von
Angestellten und Arbeitern zu der Kapitalverzinsung, so stellt sich
dieses, wie folgt: 1 58 1908/17 in der letzten Periode für Angestellte und Arbeiter 87 vH. 96 vH, für das Kapital . „ 13 „ .
Erscheint dieses Ergebnis schon außerordentlich ungünstig für das Kapital, so ist 2 natsächlich vielleicht noch besser, als es sich durch die Lage der Industrie rechtfertigen läßt. Die Befürchtung läßt sich nämlich nicht abweisen, daß viele Gesellschaften von ihren soliden Prinzipien bei Abschreibungen und Bewertungen abgewichen sind und erhöhte Dividenden verteilt haben, um ihren Aktionären ein Aequi⸗ valent für die Geldentwertung zu bieten. 1
Die vorstehenden Zahlen werden durch die Statistik des Vereins für die bergbaulichen Interessen in Essen bestätigt. Nach dieser stellen sich die Zahlen der letzten Jahre, wie folgt:
e gꝙꝙ . Zahl der 9 „ Steuern und Ausbeute
Zahl der di soziale Lasten in Millionen in Millionen Millionen
880 79,5 14: 1918 322 880 1081 100,2 12 10,8 /% 1919 369 270 1992 169,8 79,4 3,1 %*. In der neuen Aufstellung für 1919/20 bezw. 1920 sind aber, wie der Verfasser hervorhebt, drei Momente noch nicht berücksschtigt, die in Zukunft wesentlich in die Erscheinung treten werden. Es find dies: 1. die staatlichen Vergütungen für Brotzetreide, 2. die Auf⸗ hebung der Zwangsmieten, 3. die Notwendigkeit erheblich höherer Abschreibungen. Es ist nachgewiesen worden, daß der Zuschuß der Regierung zur Verbilligung des Brotgetreides rund 200 ℳ für den Kopf betragen hat; nimmt man bei der sbengenannten Zahl von 1 350 000 Angestellten und Arbeitern eine Familie zu vier Personen an, so ergibt dies 4 % 1 350 000 *% 200 = über eine Milliarde Mark. — Zur Aufhebung der Zwangsmwieten F. merkt der Verfasser, daß heute die Baukosten ungefähr das Fünfzehn⸗ fache des Friedenspreises betragen; rechne man die gegenwärtige Miete eines Arbeiters auf 50 ℳ, die eines Beamten auf 100 ℳ für den Monat, und nehme man für die Zukunft trotz der fünfzehnfachen Er⸗ höhung der Baukosten eine Mietssteigerung nur um das Sechsfache an, so ergebe dies für den Arbeiter eine Jahresmiete von 3600 ℳ, für den Beamten eine Jahresmiete von 7200 ℳ; dies bedeute für die vorstehend genannte Zahl von Angestellten und Arbeitern eine Mehrbelastung von annähernd 3 ½ Milliarden Mark. — Was die Notwendigkeit erheblich höherer Abschreibungen betrifft, so weist der Verfasser auf seee hin: „Alle Materialien usw. sind im Ausland auf ungefähr das 2—2 ⅞ fache gestiegen, in Deutschland teils um das Zwanzigfache, teils noch um sin Vielfaches mehr durch die Zerstörung unserer Valuta. Die Kapitalien unserer industriellen Gesellschaften reichen bei weitem nicht mehr aus, und wir sehen tagtäglich, daß sehr erhebliche Kapitals⸗ erhöhungen erforderlich sind, um die Industrie 8 zu erhalten. ir sind bisher gewohnt gewesen, mit den üblichen Abschreibungen auf die in Maschinen, Apparaten, Werkzeugen usw. investierten Summen zu rechnen, und konnten damit zurechtkommen, weil diese Abschreibungsnormen der Lebensdauer der Anlagen angepaßt und wir damit imstande waren, die zur Erneuerung notwendigen Mittel anzusammeln. Dabei versuchte man, wenn itgend mosglich, durch Ertraabschreibungen alle Investitionen auf 1 ℳ zu bringen, weil weder diese Summen noch die dafür zu zahlenden Steuern von erheblicher Bedeutung waren. Das ist heute, wo Maschinen und Apparate annnähernd das 16—18 fache der Vorkriegszeit kosten, ganz anders geworden. Wir dürfen mit den alten Gold⸗ abschreibungen nicht weiter arbeiten, denn dies hieße nichts anderes, als die Substanz des Unternehmens: das Kapital aufzehren. Wir müssen vielmehr, um Neuanschaffungen zu ermöglichen und dadurch die Leistungs⸗ und Konkurrenzfähigkeit unserer Industrie qu⸗ erhalten, so große Fäen . vornehmen, daß wir bei Außerbetrieb⸗ setzung einer veralteten Maschine das Kapital für eine neue zur Verfügung haben.“ Allerdings haben viele Gesellschaften außer den üͤblichen Abschreibungen sich noch erhebliche innere Rückstellungen durch vorsichtige Bewertung von Effekten und Lagern geschaffen. Der Verfasser meint aber, daß die Frage, ob diese ausreichend sind und diejenige Sicherheit verbhngen, die gerade unter den jetzigen Ver⸗ hältnissen dringend erforderlich ist, heute sich drohender und schwer⸗ wiegender erhebt als je zuvor. 1““
Aktien e annähernd
17% vH in Papier,
Verhältnis von Ausbeute zu Lohn und Steuern
1917 324 150 147 %
Arbeitsstreitigkeiten.
Der Ausstand der Gasarbeiter in Nowawes und
Bornim bei Potsdam ist hiesigen Blättern zufolge durch einen Vergleich beendet worden. .
Gesundheitswesen, 1-v. und Absperrungs⸗ maßregeln.
Wie „Figaro“ aus Reval meldet, hat die estnische Regierung über a le von Petersburg kommenden Schiffe eine fünftägige Ouarantäne verhängt. Diese Maßnahme sei vesecsfen worden, nachdem auf einem von Petersburg kommenden englischen Schiffe drei Cholerakranke festgestellt wurden.
8 Verkehroͤwesen. 1
Aus dem Gesi Ptapung. d06 die Wiederbelebung des durch den Weltkrieg unterbrochenen Reiseverkehrs für Deutschland bon großer kultureller und wirtschaftlicher Bedautung ist, hat das Reichs⸗ verkehrsministerium eine Reichszentrale für deutsche Ver⸗ kehrswerbung begründet, deren Hauptaufgabe eine sach⸗ gemaße und großzügige Propaganda für die Belebung des Reiseverkehrs im Reiche bildet. Es liegt nunmehr die erste Werbeschrift der Reichs⸗ zentrale in Form eines stattlichen Bandes „Deutsche Bilder“ vor (Verlag von Carl Gerber in München, 15 85 die, mit Sachkenntnis und künstlerischem Geschmack ausgewählt und in meister⸗ hafter Technik vervielfältigt, einen glücklichen Anfang der viel⸗ versprechenden Werbetätigkeit der Reichszentrale bedeuten. Die schönen Bilder sollen zum Besuch bedeutsamer deutscher Städte anregen. Die Auswahl der Bilder muß als überaus glücklich bezeichnet werden. Aus allen deutschen Gauen wurden Städte ausgewählt, die
als alte Kulturzentren oder als architektonisch hervorrragende