1921 / 220 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 20 Sep 1921 18:00:01 GMT) scan diff

uhammedanische Welt sei voll von Unruhen. Die Ant⸗ worten, die die verschiedenen Regierungen dem General⸗ sekreter über ihre Heeresausgaben erteilten, bewiesen bhin⸗ reichend die Unsicherheit der allgemeinen politischen Lage und zeigten, mit welcher Vorsicht die Völkerbundsmitglieder an die Prüfung konkreter Abrüstungsfragen herantreten. Als einzigen wirklichen Fortschritt auf dem Gebiet der Abrüstung führt der Bericht die durch die Friedensverträge gewissen Staaten auf⸗ gezwungene Abrüstung an. Es heißt darüber: „Die Ausführung daer Bedingungen ist auf dem Wege guter Verwirklichung. Wir boffen, daß sie durch die Errichtung eines festen demokratischen Regimes gekräftigt wird. Das wäre eine wesentliche Gewäh. für die Aufrechterhaltung des Friedens. Tatsächlich wurde im Laufe der Geschichte niemals eine so wesentliche Maßnahme von so großer Tragweite getroffen, wie die Abschaffung der Dienstpflicht in Deutschland und die Herabsetzung der regelrechten Streitkräfte dieses Landes auf ein freiwilliges Heer, das nicht die notwendigen Be⸗ dürfnisse der inneren Verteidigung überschreitet. Die strenge Aufrechterhaltung dieser Lage wird nicht nur die Rüstungs⸗ beschränkungen in anderen Ländern erleichtern, sondern die Aufrecht⸗ erhaltung des Friedens in Westeuropa zur Folge haben.“ Der Bericht befaßt sich an verschiedenen Stellen mit der Ent⸗ waffnung Deutschlands. So heißt es in dem Bericht der zweiten Unterkommission über das Untersuchungsrecht des Völker⸗ bundes: „Man kann praktisch an das Abrüstungsproblem kaum heran⸗ treten, wenn man sich nicht erst darüber versichert, daß alle in den Verträgen vorgeschriebenen Maßnahmen vollständig und loyal durch⸗ geführt werden. Erst wenn auf diese Weise Sicherheit geschaffen ist, ann die allgemeine Abrüstung ins Auge gefaßt und allmählich gelöst werden. Das Studium dieges Untersuchungsrechts, das die Aus⸗ führung dieser Maßnahmen kontrollieren soll, ist also eine der wesentlichsten Vorbedingungen für die Lösung dieses Problems.“

Der polnisch⸗litauische Gegensatz kam gestern in seiner ganzen Schärfe in einer öffentlichen Sitzung des Völkerbundsrats zum Ausdruck. Der polnische Delegierte Askenasy erklärte, daß er den Vermittlungsvorschlag von Hymans⸗Belgien nur als Verhandlungsbasis betrachten könne. Der litauische Vertreter Cgalwanankas hob hervor, daß die Einigung infolge der Besetzung des Wilnaer Gebiets durch den General Zeligowski erschwert worden sei, und forderte die Entfernung der polnischen Truppen. Hymans⸗Belgien war sichtlich bemüht, den Delegierten nahezulegen, einander Zugeständnisse zu machen, da sonst eine Einigung unmöglich sei und der Rat gezwungen wäre, selbst eine Entscheidung zu treffen. Askenasy vertrat jedoch noch einmal mit äußerstem Nachdruck den polnischen Standpunkt und wies darauf hin, daß Wilna in seiner Mehrheit polnisch sei. Die öffentliche Sitzung wurde darauf abgebrochen und die Aussprache über den Konflikt auf eine spätere Sitzung verschoben.

Dänemark.

Der König Gustav ‚won Schweden ist gestern in Begleitung des schwedischen Ministers des Aeußern Grafen Wrangel zu kurzem Besuch des dänischen Königspaares in Kopenhagen eingetroffen. König Gustav überreichte dem dänischen König die goldene Medaille für hervorragende Taten als Ausdruck seiner und des schwedischen Volkes Dankbarkeit für die Hilfe, die der König während seines Besuches in Grönland der Besatzung und den Passagieren des an der grönländischen Küste verlorengegangenen schwedischen Grönland⸗ Expeditionsschiffes „Bele“ zuteil werden ließ Abends trat der schwedische König die Rückreise nach Schweden an.

Nach den letzten, von „Wolffs Delegraphenbüro“ unter dem 19. September übermittelten Nachrichten von der Front ist die Stadt Sivri Hissar von den Türken nach er⸗ bittertem Widerstand der Griechen genommen worden. Die Griechen weichen zurück und lassen viele Gefangene, Geschütze und Munition im Stich. Es scheint, daß sie eine Verteidigungs⸗ stellung vorbereiten. Die griechischen Verluste sind sehr groß.

Asien. „Reuter“ meldet aus Simla, daß der Sekretär des Home⸗ Departements dem Staatsrat über den Aufstand in Mala⸗ bar mitgeteilt habe, die Lage sei immer noch ernst und der Geist der Aufstandsbewegung ungebrochen. Außer in der unmittelbaren Nähe der Truppen und der Eisenbahnlinien eien Leben und Eigentum der Mohammedaner noch immer in Gefahr. Der „Daily Telegraph“ berichtetaus Allahabad, daß nfolge der von den Rebellen eingenommenen Stellungen der Ge⸗ brauch von Artillerie unvermeidlich geworden sei und daß eine Abteilung Feldartillerie bereits eingetroffen sei. Bei Zu⸗ ammenstößen zwischen Truppen und Rebellen in der Nähe von Mannarghat sollen die Moplahs schwere Verluste erlitten haben. Die Rebellen haben den Heiligen Krieg gegen alle Hindus erklärt. Diese sollen mit Gewalt zum Iflam be⸗ kehrt werden. Nilambur befindet sich ganz in der Hand der Aufständischen. Alle Regierungsgebäude in dieser Stadt sollen niedergebrannt worden sein.

Nr. 37 der „Veröffentlichungen des Reichs⸗ gesundheitsamts“ vom 14. September 1921 hat folgenden Inhalt: Personalnachrichten. Gang der gemeingefährlichen Krank⸗ beiten. Gesetzgebung usw. ( lichs Reich.) Einlaßstellen für Fleisch. Stempelzeichen für Fleisch. (Preußen.) Sozial⸗ hogienische Akademien. (Schweiz. Kant. Genf.) Seneag..r der Schüler. (Luxemburg.) Ausfuhr von Hornvieh und Ferkeln. (Dänemark.) Deutsche Prüfungszeugnisse für pharmazeutische Kandidaten. Laegpraktikant. (Schweden.) Arbeitszeit. (Argentinien. Prov. Buenos Aires.) Zimt. Saponinhaltige schäumende Getränke. Antiseptische Mittel. Tierseuchen im Deutschen Reich, 31. August. Geschenkliste. Wochentabelle über die Geburts⸗ und Sterblichkeitsverhältnisse in den 49 deutschen Orten mit 100 000 und mehr Einwohnern. Desgleichen in einigen größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen an übertragbaren Krankheiten in deutschen und außerdeutschen Ländern. Witterung. Helage B. Bd. VIII: Pas,g dga gerichtlicher Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege (Gewerbehygiene).

eennng,—

Nr. 73 des „Zentralblatts der Bauperwaltung“ b escrichten der meichs⸗ und herausgegeben im reußischen Finanzministerium vom 10. eptember, hat folgenden Inhalt: Amtliches: Dienstnachrichten. Sehngegijchbat 4* älbge⸗ ordnetenversammlung des Verbandes Deutscher Architekten⸗ und Ingenieur⸗Vereine. Befestigung der Gleisstreifen bei Straßen⸗ bahnen in Asphaltfahrstraßen. Die Rechtstraft von Stadtbau⸗ plänen, besonders im Hinblick auf Amerika. Vermischtes: Wett⸗ bewerb für Entwürfe zu einem Ehrenmal für die Gefallenen der Gemeinde Westig. Thüringische Landesanstalt für Gewässer⸗ urkunde. Dreiteilige Fenster. Bohrvorrichtung zum Absenken hohler Gründungspfähle. Verfahren zur Versteifung von im Erd⸗ ich steckenden schadhaften Holzpfählen. Bücherschau. 8-—

7

8 Parteinachrichten.

Im weiteren Verkaufe der ersten Sitzung des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei in Görlitz berichtete Franz Krüger über die Tätigkeit des Parteivorstands, wobei er be⸗

sonders auf die Stellung der Partei zu den Unabhängigen und der Deutschen Volkspartei einging. Hermann Mo mer r be⸗ richtete über die Arbeiten der Kommission für Ausarbeitung des Parteiprogramms. Im Mittelpunkt der Nachmittagssitzung stand eine Rede des Abg. Scheidemann, der nach „W. T. B.“ in der Hauptsache etwa ausführte: Die Verordnung des Reichspräsidenten ist nur ein Palliativmittel, sie kann den Schutz der Republik nicht gewährleisten. Es muß ganze Arbeit gemacht werden: Reform der Justiz, wirkliche Demokratisierung der Verwaltung, Reform im Schulwesen, Säuberung der Universitäten als Stätten schwärzester Reaktion. mit unseren Forderungen überein und will diese Arbeit. Dieser Volkswille muß auch zum Ausdruck gebracht werden, damit die ihm entsprechenden Regierungen im Reich und in den Glied⸗ staaten gebildet werden, und zwar dürfen deren Mitglieder nur aus solchen Parteien bestehen, die die Verfassung anerkennen und bereit sind, zu ihrem Schutz alle Machtmittel des Staates in An⸗ wendung zu bringen. Es darf nicht gesagt werden, wir gehen unter keinen Umständen mit dieser oder jener Partei zusammen in eine Re⸗ gierung. Für uns darf nicht maßgebend sein, was eine Partei früher getan hat, sondern was sie zu tun bereit ist. Von der Theorie der politischen Erbsünde müssen wir uns frei machen. Zur Zeit, als die Parole ausgegeben wurde: „Nicht mit der Deutschen Volkspartei“, war sie zweifellos absolut, richtig. Wir müssen bei jeder Regierungsbildung ein bestimmtes Mindest⸗ programm aufstellen. Parteien, die bereit sind, ein solches Programm anzunehmen und bestimmte Ministerien uns zu überlassen, können meines Erachtens nicht dauernd von der Teilnahme an der Regierung zurückgewiesen werden. Ein Mindestprogramm auf Vorrat aufzustellen, halte ich für falsch. Daß bestimmte vahcg. rungen immer an der Spif stehen werden, ist eine Selbst⸗ verständlichkeit. Zu beachten ist bei einer jeden Koalitionsregierung, daß es sich nicht um eine Gesinnungsgemeinschaft, sondern um eine Arbeitsgemeinschaft handelt, anderensa s wäre ein Zusammenregieren mit dem Zentrum ebenso unmöͤglich, wie eine Koalition der Mitte etwa mit der Deutschen Volkspartei. Solange wir eine sozialdemokratische Regierung nicht bilden können, so lange müssen wir uns auf Koalitionsregierungen einrichten.

Dem Parteitag ist eine Entschließung des Parteivorstands

der Kontrollkommission und des Heeunsßen 8— die Penr. nahme der Partei an einer Koalitionsregierung zugegangen, in der es heißt: Aunuf die Teilnahme an der Regierung der Republik wird die Sozialdemokratische Partei besonders dadurch daß sie die größte Partei des deutschen Volkes ist und die einzige Partei, die von jeher ohne Einschränkung und grundsätzlich auf dem Boden der republikanischen Staatsform und des demokratischen Selbstbestimmungsrechts des Volkes steht, weil diese den günstigsten Boden für die Erringung der sozialistischen Gesellschaft bildet. Die Sozialdemokratie darf daher nicht warten, bis diese erreicht ist, sondern muß versuchen, auch schon vorher zur Sicherung der Republik, der demokratischen Staatsform ihre politische Macht in die Wagschale zu werfen, um so auch der Erreichung ihrer sozialistischen Ziele näher⸗ zukommen. Das ist jetzt um so eher nötig, als die Not des deutschen Volkes die Anspannung aller Kräfte erfordert.

Die Sozialdemokratie ist bereit, zu diesem Zweck mit anderen Parteien in Reich und Ländern in der Regierung jusammenzuarbeiten, wenn mit diesen Parteien eine Verständigung über ein Arbeits⸗ programm möglich ist, das folgende Grundforderungen enthält:

Anerkennung der Verteidigung der Republik;

DSicherung des demokratischen Selbstbestimmungsrechts des Volkes in NMe Ftaat und Fmsee; 8 Demokratisierung der Verwaltung und Republikanisie

Reicgeeer und er osgeirgane 3 8 8 Sicherung usbaues der sozialen Gesetzgebung;

kve Pascinader B gung; setzgebung 2

loyale Ausführung des Friedensdiktats in den Grenzen unse Leistungsfähigkeit und Aufbringung der dadurch bedingten Leistungen⸗ in erster Linie durch weitgehende Heranziehung des Besitzes. 1

Im übrigen soll es dem Parteivorstand überlassen bleibe Beshersichtigung 68 Felhcdeten e im Nen Pleib 2 5 in Frage kommenden Fraktionen über den Eintritt . in die Regierung zu entscheiden. boh PsfteiceResses

Statistik und Volkswirtschaft.

Eisenbahnen des Deutschen Rei 9 n Rechnungsjahren 1918 und 74 8 Das Reichsverkehrsministerium hat vor kurzem die Statisti der im Betriebe Fefinptlichen GrfeZhatistir Deutschlands für das Rechnungsjahr 1919 veröffentlicht (Berlin, E. S. Mittler u. Sohn). Danach waren am Ende des Berichtsjahres, das bei den ehemals bayerischen, sächsischen, badischen und oldenburgischen Staatseisenbahnen die Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. März 1920, bei einer Anzahl Privatbahnen die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1919, bei allen übrigen die ag 8 88 bis 16. 31. März 1920 umfaßt, im Vergleich mit dem vorausgegangenen Rechnungsjahr Fisen⸗ bahnen in Deutschland eSeee; elets es Ehsen

Die

1918 1919

Hauptbahnen.. vollspurige Nebenbahnen..

zusammen

33 672,24 26 894,28

60 566,82

31 673,86 24 276,98

davon kommen auf 100 qkm Grundfläche 10 000 Einwohner . dazu: schmalspurige Nebenbahnen.. nebenbahnähnliche Kleinbahnen Straßenbahnen. ..

Gesamtnetz. . Iehn diläch au qkm Grundfläche. 10 000 Einwohner 198.

Mit den nach dem Friedensvertrage vom 28. Juni 1919 . Volksabstimmung im 1919 abgetretenen Hage gre sind übergegangen:

———

11,55

1 982,0 11 522,68 5 229,68

79 301,51 15,07

10 083,18 5 135,77

73 158,8

e Haupt⸗ Neben⸗ beahn⸗ bahnen bahnen 5

1 Straßen⸗ 1 bahnen

bahnen

119,2 84,980 45,e7

2 334,0%

9,97 1,40 60,42 91,22

1 780,20

an Belgien.

die Freie Stadt die Verwaltung des Memelgebiets den polnischen Frei⸗ staat 8

29,84 41,88 10,04 53,1

130,41 1 333,97

die Tschecho⸗Slo⸗ V wakei 1“ vSen 31,28

Die große Mehrheit des Volkes stimmt

1““ * 8

ee hickeced e ohne Berücksichtigun 8 unterstehenden ventschen Kleinbahnen betrugen:

1918

pt⸗ und Neben bahnen allo der der Reichsaufsicht verfassungsmäßig nicht —-ᷓʒ

1. Eigentumslänge: Hauptbahnen: eingleisig.. zweigleisig . ddreigleisig.. viergleisig .

* 2

8

2*

85

sünfgleisig.. Fetgest . 1 zusammen. davon mehrgleisig. vollspurige Nebenbahnen: eingleisig.. zweigleisig..

8 675,97

2 2 2. 0

26 870,01

b zusammen.. 1 982,6s

schmalspurige Nebenbahnen.. iim ganzen Haupt⸗ und Neben⸗

h 5 555 davon im Staatsbesitz . 88 = %

62 602,7 58 081 41 92,78

2. Betriebslänge: a) am Ende des Rechnungsjahrs: eeeeIeee12 b) im Jahresdurchschnitt: ebbb52525 62 643,21 8 ür üe. I1I1I1I1 60 535,50 für Güterverkehll 62 221,01 3. Baukosten und verwendete Anlagekapital der Haupt⸗ und der vollspurigen Nebenbahnen: Baukosten: im ganzen . Mill. Mk. darunter Ausgaben für Fahrzeuge . . . . .. Mk. Gesamtbauaufwendungen (Baukosten einschl. Bauzinsen, Kursverluste usw., aber ausschließlich etwaiger Kurs⸗ gewinne, der Verwendungen aus Be⸗ triebseinnahmen, Zuschüsse u. im ganzen Milll. Mk. auf 1 km Eigentumslänge verwendetes Anlagekapital: im ganzen .Miill. Mk. auf 1 km Eigentumslänge im Jahresdurchschnitt. Mill. Mk. 4. Betriebseinnahmen und ausgaben der Haupt⸗ und Neben⸗ bahnen einschl. der mit Vollspurbahnen in ungetrennter Rechnung verwalteten Schmalspurbahnen: Betriebseinnahmen: aus dem Personen⸗ und Gepäckverkehr Mill. Mk. in % der Verkehrseinnahmen in % der Gesamteinnahme.. auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ länge für den Personenverkehr aus dem Güterverkehr. Mill. Mk. in % der Vexkehrseinnahmen.. in % der Gesamteinnahmen .. auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ länge für den Güterverkehrl.

62 676,1

20 745 342 268 20 888

344 617 20 533

64 045,28 61 820,88 63 630,8;

21 792 359 524

21 928 361 812 21 320

2 275,,/ 30,96 28,89

37 393 5 074,7 69,08

81 010

zusammen Verkehrseinnahmen b Mill. Mk. in % der Gesamteinnahme... für Ueberlassung von Bahnanlagen

und für Leistungen zugunsten Dritter

8 Mill. Mk. für Ueberlassung von Fahr⸗ Erträge aus Veräußerungen verschiedene Einnahmen.

7 349,)

Gesamteinnahme auf 1 km durchschnittlicher

.

auf 1000 Nutzkilometer

Betriebsausgaben:; persönliche Ausgaben . Mill. Mk.

in % der Gesamtausgabe.

auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ 11XX“

auf 1000 Nutzkilometer .. ..

auf 100 000 der Betriebsein⸗

sächliche Ausgaben (für Unterhal⸗ tung, Erneuerung und Ergänzung

der Ausstattungsgegenstände, der baulichen Anlagen, der Fahrzeuge und der maschinellen Anlagen, Be⸗ schaffung der Betriebssto e usw

9 Mill. Mk. in % der Gesamtausgabe auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ 14“ auf 1000 Nutzkilometer.. auf 100 000 der Betriebsein⸗

3 427,8 56,98

55 554 6 478

72 814

6 944,0 57,5

110 140 16 176

86 659,

Gesamtausgabe Mill. Mk. in % der Betriebseinnahme ... .. auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ 1116“*“ auf 1000 Nutzkilometer Betriebsfehlbetrag Mill. Mk. in % der Gesamteinnahme in % des verwendeten Anlagekapitals der eigenen Strecken . . . . . .. auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ auf 1000 Nutzkilometer 7. Anzahl und Gehaltsverhält⸗ nisse der Beamten und Arbeiter der Haupt⸗ und Nebenbahnen einschließl., der mit Vollspurbahnen in ungetrennter Rechnung der Schmalspur⸗ ahnen: Anzahl der Beamten und Arbeiter.. 18 km durchschnittlicher Betriebs⸗ perfönliche Ausgaben . Mill. Mk. auf 1 km durchschnittlicher Betriebs⸗ 111 auf 100 000 Nutzkilometer. auf 100 000 Roheinnahme.

Arbeitsstreitigkeiten.

6 015, 127,7

97 501 11 369

1 308,3 27,70

6,84

21 205 2 472

925 572 15,02 3 723,7

60 413 704 069 79 103

teilt „W. T.

zusammen.. 1 941,82 2 616,61

8

1 465,78 155,%.

präsident gestern nachmittag

12 066, 150,85

191 391.

28 109, 4 053,0

0

1 136 584

18,08 7 192,8

Zum Allgemeinausstand in Nordostfrankreich B.“ nach dem „Temps“ mit, daß der Minister⸗ die Abordnung der Arbeit⸗

11““

Te tilbra 1 8egie Areor

Die

mmen. 8 5 8 ufge diee Arbeit voraussichtlich morgen früh wieder aufnehmen.

berden die achdem

limen die Drucker un

elgien

gesundheitswesen, T

Gang der gemein

jam. Vom 8. bis 14. Mai 2 Erkrankungen und 2 Todes⸗

ilein Bangkok. Peru. alle), davon in

im g 1 Feuador.

gyahaquil.

Siam. Vom 8. bis ille in Bangkok.

Schweiz. Vom 21. Bisic 1ann. Vom 1. Kigg 5.. 3

Ferbien⸗Kroatie H. ki d. J. 1653 Er

Deutsches Reich. vorde 1 Erkrankung in

lenstein) gemeldet. üinsed nen d. Vom 1.

i0g ,bien⸗Kroatien „Slawonien. Vom 9. Januar J. 838 Erkrankungen und 112 Todesfälle.

14. Mai d. Türkei. Vom 12. ponstantinopel.

Aegypten. Egn in Kairo.

2ℳ 2 8 8

Al 6. Heft vom XXXVIII. Jahrgang der Zeitschrift „Au 5 6 der Deutschen Seewarte „Strömungen und O enperaturen im Golfe von Guinea“ von Dr. Jo⸗ hannes Janke (68 Großquartseiten mit 5 Textfiguren und

Abbandlung über

Feeln). Sie beruht im Schifsstagebücher des horg enthalten. perseorbene Verfasser

gbgeschlossenen

hat

Die Meeresströmungen, die im wesentlichen dem südatla

Wlebiete und die Ursachen ihrer Entstehung nur zum Teil innerhalb

des Golfes liegen, hat der

teratur auch die benachbarten Meeresteile in eine vergleichende und ergäͤnzende Betrachtung einbezogen.

Von dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm (Verlag von S. Hirzel in Leipzig) liegt die dritte ellung des Elften Bandes vor. Sie i erbeit und enthält die Wörter überhirnig bis überrumpeln.

nche dneten ng. sie sich Briand zur Verfügung halten. In Roubair

Arbeiter des . vsen ss die Arbeit wieder

r Streikausschuß auch das Zeitungsverbot aufgehoben hat, 98 dSchriftseeraäbre Areit ebenall Fr Anbetracht der großen An

bensmittel holen, sandte die Zollverwaltung an die gische Grenze große Verstärkungann.

maßregeln.

eröffentlichungen des Reichsgesundheitsamts“, Nr. 37 S vom 14. September 1921.) 8 8

Vom 1. bis 15. Juni 10 Erkrankungen (und 9 Todes⸗ den Bezirken Piura 5 (3), Libertad 3 (3) und

Vom 1. bis 15. Juni

Gurra (Kreis Johannisburg, Reg.⸗Bez.

Vom 16. bis

Archivs der Deutschen Seewarte in 8 Der während

vef UUaterfuchaugen. s Schiffe (mit Ausnahme der Seg 2dJJ11- durchfuhren, das zwischen den Guineaküsten, 200

üdlcher Breite und 100 westlicher Länge, gelegen ist. Die Reisen, die dieses Gebiet berührt haben,

aus Roubhairx⸗Tourcoing der Arbeiter haben mit⸗

Stkaßenbahnangestellten

nzahl von Ausständigen,

ierkrankheiten und Absperrungs⸗

gefährlichen Krankheiten.

Pest.

1 Erkrankung in

Cholera. 14. Mai 6 Erkrankungen und 2 Todes⸗

Pocken. bis 27. August 1 Erkrankung im Kanton

bis 31. Juli 12 Erkrankungen, davon in

n⸗Slawonien. Vom 9. Januar krankungen und 387 Todesfälle.

leckfieber. In der Woche vom 4. bis 10. September

bis 31. Juli 52 Erkrankungen, davon in

bis 18. Juni 4 Erkrankungen in

22. April 15

₰320

kungen und

Literatur.

erschien eine berflächen⸗

wesentlichen auf dem Material, das die

des Krieges 1918 in Maubeuge zu seinen vor Ausbruch desselben die Fesstbace sämtlicher

er) verwertet, die

reichen bis zum Jahre 1869 zurück. Golf von Guinea beherrschen, gehören

den b tromsystem an. Da ihre Strom⸗

ntischen Verfasser auf Grund der vorhandenen

Lieferung der zweiten Ab⸗

Sie ist von Dr. V. Dollmayr be⸗

Theater und Mufik.

In O p e vn hause wird morgen, Mittwoch, den Damen Schwarz, Branzell und den K

Schidl, Düttbernd besetzt, Brecher als Gast. Anfang

Im Schauspielhause wird morgen „Fiesco“ in bekannter Eisezung wiederholt. Anfang 7 ½ Uhr.

Im Deutschen O

Vorberkauf für die Gastspielal nisische Künstler tritt am Dienstag, den 4. Oktober, a olett euf, singt dann am 6. Oktober zum erstenmal den Scarpia in Kosca“ und dann als Abschiedevorfte

den Rigoletto.

Die Konzertsäle sind früher als sonst aus ihrer Sommerruhe Anzeichen u. a. die bevorstehende Eröffnung veuer Musikstätten sprechen für eine weitere Vermehrung der Konzerte, so daß es für den Beurteiler immer schwieriger werden vid, einen Gesamtüberblick über das musikalische Leben Berlins auch mr in seinen bemerkenswerten Neuerscheinungen zu gewinnen. Im

erwacht, und alle

Blithnersaal brachte Hrhhesters dem neuen, irigenten dieser volkstü

brand, einen vollen Erfolg. Mendelssohns wertvolle Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fe

ser Vortragsfolge. Sie sunbildliche Bedeutung. Vinter

den Wohle des Orchesters langt eben eine ganz an

im Jahre einige darb ieten will, a kern bewiesen, ist, und der

ildebrand

solches Amt Konzerts, das außerdem

Strauß und eine ganz apsagezchnete Vorföhrun

roica,Symphonie“ voll

offen, daß das jetzt klanglich in vortrefflicher Verfassung besindliche

Fesüthner 8 Orche ter in

Lanbinon, der mit felzenger in A.Dur

1 eint. ne wichen Beifall und

p ust Klara E 1—

des Blüthnerorchesters unter eichntt werden, der zwar im ang 1 brac über hald erkennen ließ, daß ihm die Eigenschaften eines ständigen eites volkgtümlicher Konzerte

erprobten Stabwalter zutret. Solist des Abends war der Konzertmeister Nicolas

brachte e Werr üne begestense uldigang dar In ührigeg stnd b ossene Woche hauptsächlich im Zeichen des Klavierspiels. J erthapznlasr inuenbes. der Phrnis Adolf,Water⸗

Fhengrig', mit ren Kirchner, Helgers, Fgehen. Musikalischer Leiter ist Gustav 6 Uhr.

7 ernhause beginnt am Freitag der abende Georg EEE“ Der ls Rigoletto

Uung am 8. Oktober nochmals

Konzerte.

das Eröffnungskonzert des Blüthner⸗ aber in Berlin schon längst bewährten mlichen Konzerte, Camillo Hilde⸗

ihrt“ bildete die würdige Einleitung hat für diese Konzerte gewissermaßen Als „Meeresstille“ kann der verflossene Selmar Meyrowitz be⸗ Anfang guten Willen mitbrachte, der mit ganzer, selbstloser Hingabe u dlenen hat, fehlten. Ein solcher Posten ere geistige Einstellung, als ein Sisgear⸗ in jahrelanger Arbeit mit den

88 der 1 keigatt⸗ Mann 4.

künstlerische Erfolg des ersten „Tod und Verklärung“ von Rich. der Beethovenschen

röße und Leidenschaft brachte, läßt er⸗

noch

einen volkstümlichen Konzerten unter w nunmehr die „glückliche Fahrt“

einschmeichelnden Ton Mozarts

üßem,

behe und damit zeigte, daß er die nd französischen Weigerschule in schönem Zuhörerschar spendete ihm

roße 1 außerdem dem Dirigenten nach

seine

L8EZE11A11““

man auch diesmal

Ruf als vortrefflicher Klavierkünstler, wenn hin und wieder kleine Unebenheiten in seinem Spiel be⸗

mängeln mußte. Als befähigter Ferfete zeigte er sich

außerdem in einer „Ballettsuite“, die sehr beifällig aufgenommen

wurde. Die Sängerin, die eine Reihe neuzeitlicher Lieder sang, hat

eine schöne, dunkle Altstimme, der es aber noch in der Höhe an

Rundung und Ausgeglichenheit gebricht. Ebenfalls im Beethoven⸗

sgal gab die vorteilhaft bekannte Pianistin Senta Blau⸗Kurz

einen Liszt⸗Abend. Sie fesselte durch ihre starken musikalischen

Eigenschaften, die im Verein mit überlegener technischer Fertigkeit

und geistiger Vertiefung in die Werke des Meisters einen bleibenden

Eindruck hinterließen. Den Klaviervorträgen von Victor

Andersen im Bechsteinsaal haftete nichts Außergewöhnliches an.

Sie ließen wohl auf einen guten Musiker schließen, der bereits im

Besitz einer flüssigen Technik ist, dem aber in seinen Vorträgen

Glanz und Schwung fehlen, ohne die die Wiedergabe z. B. von

Chopins F⸗Moll⸗Phantasie und Ballade in As⸗Dur ziemlich farblos

verläuft. Ebenfalls im Bechstein⸗Saal gab Juliette

Wihl aus Zürich einen Klavierabend. Ihr technisches Rüst⸗

zeug und ihre geistige Durchbildung stehen zwar noch nicht auf künstlerischer Höhe, aber sie fesselt durch ihr durchaus

sauberes Spiel und ihren warmherzigen Vortrag. Vor einer an⸗

sehnlichen Fehsverschaft gab Mieczyslav Münz seinen ersten Klavierabend im Beethovensaal und erwies sich als ein Künstler, der nicht nur mit hervorragender Technik, sondern auch mit Geist und Verstand seiner Aufgabe gerecht wird. Mit kraftvoller Rhythmik und temperamentvollem Schwung trug er Kompositionen von Lifzt, Beethoven und C. Franck vor. Sonst ist unter den Instrumentalsolisten der vergangenen Woche an erster Stelle Franz von Veecsey zu nennen, der im Scalatheater, von einem ad hoc zusammengestellten, guten Orchester unter Walter Meyer⸗Radon fetnstunzg begleitet, von einer gewaltigen Zuhörerschaft bewundert und beijubelt, aufs neue bewies, daß er unter den Geigenkünstlern die erste Stelle einnimmt. Recht erfreulich waren auch die Leistungen des Violoncellisten Bror Persfelt in der Singakademie. Seine Technik steht auf der gleichen, achtenswerten Höhe wie sein musikalisches Empfinden. Einige eigene Kompositionen dienten wohl mehr dazu, seine Virtuosität länzen zu lassen, als daß sie schöpferischem Ehrgeiz entsprungen wären. rgendeinen Anspruch auf musikalischen Wert können diese harm⸗ losen, alltäglichen Stüccchen nicht machen. Auf gesanglichem Ge⸗ biete hörte man in den letzten Tagen durchschnittlich Gutes. Zwei durch ihre nordischen Programme bemerkenswerte Gesangsabende gab Augustin Kock im Bechsteinsaal, die neben Bekanntem auch minder Bekanntes brachten. Die Baritonstimme des Künstlers ist in der Tiefe nicht sehr Poßs aber sie klingt wohllautend und besonders schön in der Höhe. Sein Vortrag zeugt von innerer Anteilnahme und geistiger Vertiefung. Käte Gebel, die sich in demselben Saal hören ließ, hätte nach 8 Leistungen ein volleres Haus verdient. Die wohllautende Sopranstimme der Sängerin wurde von ihr mit technischer Sicherheit behandelt, und ihr fein ausgearbeiteter Vortrag kam in Gesängen von Brahms und Hugo Wolf, ebenso wie in Liedern von Max Reger schön zur Geltung. An der gewandten Klavierbegleitung Karl Pembaurs, der für den verhinderten M. Raucheisen ein⸗ getreten war, konnte man nur Freude haben. Im Kl indworth⸗ Scharwenkasagl hörte man einen russischen Sänger, Alexander Bragin. Er ist von der Natur 8. gut ausgerüstet, be⸗ sonders die Tiefe seines Organs 1 eemerkenswert, aber einige un⸗ angenehme Planoetegin sch⸗ Mangel müßte er unbedingt noch be⸗ seitigen. Zum Schluß sei eines populären Orchester⸗ und Chor⸗ konzerts unter der gesttung des Kapellmeisters Fritz Bäcker und unter Mitwirkun eachtenswerter Gesangsolisten gedacht. Unter den letzteren verdient Fräulein Grita Burow, die erst unlängst im Blüthnersaal beachtenswerte Proben ihres Könnens ab⸗ gelegt hatte, besondere Anerkennung. Sowohl im Einzelgesang wie in Buetten kam ihre klangvolle, Fte birdet⸗ mühelos sich behauptende Stimme zu voller Geltung. Als eine hervorragende Kraft in der Technik des Ziergesangs erwies sich 18 Probst⸗Nitzschke und als stimmbegabte Altistin Fräulein Strecker vom Stadttheater in Münster. Der Kammersänger 2 tmann zeichnete sich namentlich in der Gralserzählung aus „Lohengrin“ als verständnisvoller Wagner⸗

Sänger aus.

Mannigfaltiges.

Hagen, 19. September. (W. T. B.) Wie die „Hagener Zeitung“ aus Lüdenscheid meldet, wurde während der gestrigen Abendversammlung des Parteitags der Deutschen Volkspartei in der Schützenhalle von außen durch ein Fenster ein Revolverschuß auf die Rednertribüne abgegeben. Der Abgeordnete Stresemann hatte gerade die Tribüne verlassen und dem Abgeordneten Dr. Hugo den Platz überlassen./(¶pEs wurde niemand getroffen.

München, 19. September. (W. T. B.) Das Volks⸗ ericht München EE“ wie die „Münchener Feuesten Nachrichten“ melden, den Abgeordneten. Ta: unter einstimmiger Bejahung der Schuldfrage zu einer Festungs⸗ strafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Gericht ist der Ueberzeugung, daß in der Tat in Franken in den links⸗ radikalen Kreisen eine Bewegung zur Er Fiibanng der Beseitigung des Ausnahmezustandes im Gange war. ischer habe absichtlich die Verhältnisse schroffer geschildert, um den Eindruck seiner Worte zu verstärken. Als straferschwerend wurde der erhebliche Grad von Ge⸗ wissenlosigkeit und der Mangel an Verantwortlichkeitsgefühl als politischer Vertrauensmann bei Fischer betrachtet. 8

19. September. (W. T. B.) Wie die Blätter ostwagen beraub 19 Reichsschatzanweisungen im Gesamtwerte r N.S90 c. zn. verschlebene Aktien, unter denen sich auch Mäntel zu Aktien der Bergwerks⸗Phönix⸗Aktiengesellschaft befanden, ferner Schatzwechsel im Werte von 25 000 von einem bis jetzt Un⸗ bekannten gestohlen. Der Postillion hat von dem Raube nichts bemerkt.

Llagenfurt, 19. September. (W. T. B.) Die rei ch 8⸗ de ”. ch n Nan* nalisten sind auf ihrer Studienreise Sonn⸗ abendabend hier angekommen. Gestern früh fand im Wavppensaale des Landeshauses eine feierliche Begrüßung der Gäste, durch die Mitglieder der Landesregierung statt. Der Landes⸗ hauptmann Gröger wies in seiner Begrüßung sansprache auf die Friedensliebe und Arbeitsamkeit des Kärntner Volkes hin. Er ersuchte die reichsdeutschen Journalisten, dem deutschen Volke im Reiche die innigsten Grüße der Kärntner zu übermitteln, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich das deutsche Volk aus seiner Not erheben und die ihm ge⸗ bührende Stellung in der Welt wieder erreichen werde. Nachdem ein reichsdeutscher Journalist auf die Ausführungen des Landeshaupt⸗ manns mit herzlichstem Dank erwidert hatte, fand ein Besuch im Landeshause und, hieran anschließend, ein Besuch der Stadt Klagen⸗ furt statt. Nachmittags wurde eine Rundfahrt auf dem Wörther See mit einem turzen Aufenthalt in Velden unternommen. Abends wurde zu Ehren der Gäste ein Begrüßungskommers F Heute früh sind die reichsdeutschen Gäste nach Innsbru weitergereist.

Paris, 19. September. (W. T. B.) Der „Matin’ berichtet über Ueberschwemmungen im Departement Corrdze: Nach den gießbachartigen Regenfällen, die einen Orkan am Sonn⸗ abendabend begleitet überschwemmte der Corrèzefluß das

anze Tal und riß alles mit sich fort. Von Mitternacht bis 3 Uhr orgens drang das Wasser das Innere der Stadt TCorrdze ein, überschwemmte die Magazine und verursachte un⸗ geheuren Schaden. In der Rue de Paris stürzten die Häuser ein. Der Viadukt auf der Bahnlinie von Brivyve nach

Augsburg, melden, ist ein 8

0 ber den Wassern wderstand K n Luft lnüin Der Hogen, ist unterbrochen. Am Ba nhof von Aubazine ist der Schaden auch teilweise bedeutend.

Paris, 20. September. (W. T. B.) In der gestrigen Sitzun des Interngtionalen Textilarbeikerkolgre fen wurde eine Adresse an die ausständigen Arbeiter in den Departements im Norden beschlossen. Der Generalsekretär teilte mit, auf die Ein⸗ ladung zum Kongreß habe Rußland nicht einmal eine Antwort erteilt. Auf dem Kongreß sind die Schweiz, England, Deutschland, die vscrchoslawakes Holland, Dänemark, Belgien, Italien und Schweden vertreten.

Boulogne, 19. September. (W. T. B.) Der Dampfer „Barn“ ist zwischen Boulogne und Wimereux mit dem Dampfer „Europa“ zusammengestoßen und gesunken. Da die „Barn“ an der „Europa“ hängen blieb, konnten alle Schiff⸗ brüchigen aufgenommen werden.

Madrid, 19. September. 83 T. B.) Nach, einer Havas⸗ meldung wird aus Motilla del Palancar berichtet, daß die Stadt durch einen Gewitterregen überschwemmt wurde, Dreißig Häuser sind eingestürzt. Zahlreiche Personen wurden getötet.

Christiania, 19. September. (W. T. B.) Unter den bei dem EEö bei Drontheim Getöteten befinden sich drei der bekanntesten Männer Norwegens, nämlich außer dem Telegraphendirektor eftye noch der Oberst Sejersted und der Architekt Glosinod, unter den Ver⸗ wundeten der Generalstabschef Bauck, der frühere Eisenbahndirektor Jenssen und der schwedische Eisenbahndirektor Karnell.

Ferln ng. 19. Septem ber. (W. T. B.) Der heutige Freundschaftswettkampf der Fußballmannschaften Deutschlands und Finnlands endete mit drei gegen eins zugunsten Finnlands. Die Deutschen waren vom Wettkampf des Vortages ermüdet. Tausende sahen dem Wettkampf zu.

Brisbane, 19. September. (W. T. B.) Durch eine G erplosion in einem Bergwerk bei Cairns (Nord Queens⸗ land) wurden 70 Bergleute verschüttet. Man befürchtet, daß alle tot sindt.

Nr. 14 des „Ministerialblatts für die preußische innere Verwaltung“, herausgegeben im preußischen Ministerium des Innern, vom 1. September 1921, hat folgenden Inhalt: Persön⸗ liche Angelegenheiten. I. Allgemeine Verwaltungssachen. 249) Vf. 6. 8. 1921, Gewährung von Urlaub an Angestellte zur informatorischen Beschäftigung. 250) Vf. 6. 1. 1921, Informatorische Beschäftigung der Militäranwärter. 251) Vf. 10. 8.1921, Dienstreisen der Staats⸗ beamten nach dem Freistaat Danzig und dem Memelstaat. 252) Vf. 19. 8. 1921, Unterbringung versetzter Beamter und Militär⸗ personen. 253) Vf. 9. 6. 1921, Aufruhrschäden. 254) Vf. 17. 8. 1921, Anfragen ausländischer Konsularbehörden. 255) Bek. 21. 5. 1921, Wahl, zum Hauptbetriebsrat beim Preuß. Finanz⸗ ministerium und Ministerium des Innern. III. Angelegenheiten der Kommunalverbände. 256) Vf. 23. 8. 1921, Erläuterung der Wahl⸗ ordnung für die Wahlen der Stadtverorbneten und der Bezirks⸗ verordneten in Berlin vom 10. August 1921. 256a. 3 14. 9. 1921, Abänderung der Wahlordnung vom 10. 8. 1921. 257) Vf. 6. 8. 1921, Vexpflichtungen des Reichs aus § 59 des Landessteuerges. 258) Vf. 13. 8. 1921, Vergnügungssteuer. IV. Polizeiverwaltung. B. Einrichtung, Behörden, Beamte. a) Im allgemeinen. 259) Vf. 8. 8. 1921, Dienstanweisung für den Inspizienten der Polizeibeschaffungsstelle. 260) Vf. 8. 8. 1921, An⸗ nahme von Belohnungen durch Polizeibeamte. 261) Vf. 12. 8. 1921, Dienstprämien an die Beamten der früheren Schutzmannschaft b) Im besonderen. 2. Landjägerei. 262) Vf. 12. 8. 1921, Dienstvorschrift für die Landjägerei. 263) Vf. 21. 7. 1921, Mieten für Landjägereidienstwohnungen. X. Staatsangehörigkeit; Paß⸗ und Fremdenpolizei. 264) Vf. 2. 8. 1921, Ausreisesichtvermerke. 265) Vf. 7. 8. 1921, Arbeiterlegitimationskarten. 266) Vf. 16. 8. 1921, Stempel zu Einbürgerungsurkunden. XII. Kriegsübergangs wirtschaft.é 267) Vf. 30. 7. 1921, Weiterzahlung von Familien⸗ unterstützungen. XIII. Reichs⸗ und Staatssteuern. 268) Vf. 8. 6./8. 8. 1921, Fälschungen von Stempelmarken. XVII. Handel und Ge⸗ werbe. 269) 26. 8. 1921, Grabdenkmäler aus poliertem Granit XIX. Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt. 1““

Handel und Gewerbe. Heute fand kein Börsenverkehr statt.

Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom

Lombardforderungen Effekten.. sonstige Aktiven.

die Passiva: Grundkapital.

Reservefons. umlaufende Noten.

sonstige tägl. fällige Verbindlichkeiten: a) Reichs⸗ u. Staats⸗ guthaben..

b) Privatguthaben. . 1557 722 000)] 5 310 683 000 3 531 868 000 sonstige Pasfivz.ö. 346 411 000] 17 908 000) —. 23 541 000)

³) Bestand an kursfähigem deutschen Gelde und an Gold in Barren oder vn Feftashen Münzen, das Kilogramm fein zu 2784.ℳ berechnet.

15. September 1921 betrugen (in Klammer + und im Vergleich mit der Vorwoche): die Aktiva: 1921 1920 1919 Metallbestand*). 1 040 356 000 1 098 211 000 1 118 282 000 74 000) 115 000) (— 3 838 000) darunter Gold 1 023 707 000 1 091 664 000 1 098 776 000 1000) (— 2 000) (— 3 538 000) Reichs⸗ u. Darlehns⸗ kassenscheine 2 505 156 000 18 849 145 000 8 543 601 000 (s— 613 850 000) ( 199 224 000) ( 6 111 000) Noten and. Banken 6 769 000 1 589 000 4 403 000 (+ 692 000) (+ 382 000) (+ 1 132 000) Wechsel u. Schecks „1 035 592 000 dbv (+ 72 523 000) [49 719 815 000 30 099 319 000 sFontierte 1rcichs, , 940 196 000 *4859614000) (J.1276901000) (+ 6537200000) 19 950 000 19 064 000 8 778 000 (+ 768 000) (— 14 976 000) (+ 1 743 000 259 358 000 250 690 000 134 191 000 (+ 2 937 000) (+. 4 114 000) (+ 6 407 000) 5 735 603 000 11 791 201 000 1 865 559 000 (s₰- 215 275 000) (+ 244 858 000) (— 93 873 000) —. 180 000 000 180 000 000 180 000 000 (unverändert) (unverändert) (unverändert) 121 413 000 104 258 000 99 496 000 (unverändert) (unverändert) (unverändert) 81 469 690 000 58 927 894 28 410 632 000 (+ 742 164 000) (+. 175 627 000) (+ 2 596 000)

8 206 870 000 9 552 167 000 (+ 5132382000) (+- 1146646000)

3 690 252 000 (+ 814 871 000) 10 623 903 000 (Se 7—.

Jener bewährte wieder

Tulle bei Corneil ist eingestürzt. Die Schienen blieben auf Länge von 20 Metern zwischen der festen Erde und dem zweiten

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