1921 / 224 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 24 Sep 1921 18:00:01 GMT) scan diff

8* W11“

und Wirtschafts⸗ genofsenschaften.

[66157] 1

Weseler Vereinigte Werkstätten für Eisenbahnbedarf, e. G. m. b. H. Bilanz vom 31. Dezember 1920.

[67340]

Zuckerfabrit Alt Fauer.

Hierdurch laden wir die Herren Aktionäre unserer Gesellschaft zu einer ordentlichen Generalversammlung ein, die Mon⸗ tag, den 17. Oktober 1921, Nach⸗

mittags 2 Uhr, in unseren Geschäfts⸗ räumen zu Alt Jauer stattfindet.

Diejenigen Herren Aktionäre, die in der

Generalversammlung stimmen oder An⸗ träge stellen wollen, verweisen wir wegen der Hinterlegung der Aktien auf § 18 unserer Satzung und bezeichnen wir als weitere Hinterlegungsstellen die Nieder⸗ lassungen der Deutschen Bank in Breslau, Liegnitz und Jauer. 8 Tagesordnung: Sa. Aktiva 6 609 36

1. Vorlegung und Genehmigung des Per Credzter 2299 Geschäftsberichts, der Bilanz und des Freditorene. ““ 3 ½ 8 Gewinn⸗ und Verlustkontos für das Reservefonds . . . . 669 34 Geschäftsjahr 19202 ⁄l.ü . Dispositionsfonds 1 00022

2. Antrag auf Erteilung der Entlastung Dividende 1919 240—

an den Vorstand und Aufsichtsrat. 8 1 8

3. Wahl zum Aufsichtsrat. Sa. Passiva 6 609 36

Alt Jauer, den 23. September 1921. Gewinn⸗ und Verlustkonto.

Der Aufsichtsrat. vd] 8 üh 1 SEZ Warenkonto 251 40 167344] Bekanntmachung. Zinsenkonto 213778 Bei der in Gegenwart eines preußischen —265 18 Notars stattgehabten Verlosung der Haben EöI 4 % Teilschuldverschreibungen unserer Unkosten. 441 42 Gesellschaft sind die Nummern: Reservefonds 23 76 Lit. A Nr. 93 139 249 à 1000, 8 n Lit. B Nr. 44 95 124 126 137 158 Soll 1 Der Vorstand. ul. Kretzer. Wilh. Schmitz.

8 465/18

195 à 500 8 gezogen worden. Jul. K Wi mit Die Rückzahlung dieser Beträge er⸗ Beteiligung wie bisher: 7 Mitglieder

folgt ab 1. April 1922 gegen Ein⸗ mit 8 Anteilen.

sendung der Stücke und der noch nicht Haftsumme 2400 ℳ.

fällig gewesenen Zinsscheine und Talons

ei den Bankhäusern: Hallescher Bankverein von Kulisch, 88 27) Niederlassung n. von Rechtsanwälten.

Kaempf & Co., Halle a. S., H. F. Lehmann, Halle a. S., Reinhold Steckner, Halle a. S., [67010] 8 In die Liste der beim hiesigen Land⸗ gericht zugelassenen Rechtsanwälte wurde

sowie bei der Kasse unserer Gesellschaft.

der Rechtsanwalt Robert Hevendehl, mit dem Wohnsitze in Brühl bei Köln, ein⸗

DDie verlosten Stücke treten mit dem getragen.

1. April 1922 außer Verzinsung. Halle a. S., den 21. September 1921.

Landgericht Köln, den 16. September 1921.

[67359]

Fabrik landwirtschaftl. Maschinen F. Zimmermann & Co. In die Liste der beim Landgericht hier⸗ selbst zugelassenen Rechtsanwälte ist unter

An Bar und Effekten Debitoren. Warenbestand

[67360]

Der Rechtsanwalt Dr. Riehn in Elber⸗ feld ist heute in der Liste der beim hiesigen Amtsgericht zugelassenen Rechts⸗ anwälte gelöscht worden.

Elberfeld, den 20. September 1921.

Das Amtsgericht.

(67009] Der Rechtsanwalt Kunibert Ochs ist heute auf seinen Antrag in den Listen der beim hiesigen Amts⸗ und Landgericht zu⸗ gelassenen Rechtsanwälte gelöscht worden. Amts⸗ und Landgericht Köln, den 16. September 1921.

——ÿx—ꝛ³ yẽC—C—ꝑ—ꝑx—z ( ˖———ꝛx——;8

10) Verschiedene Bekanntmachungen.

[67055] Aufgebot.

Es wird zur allgemeinen Kenntnis ge⸗ bracht, daß 1. der Arbeiter Hermann Blöß, wohnhaft in Assaunen, Kreis Gerdauen, 2. die unverehelichte Franziska Will, ohne Beruf, wohnhaft in Assaunen, früher in Korklack und Gerdauen, die Ehe miteinander eingehen wollen.

Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in den Gemeinden Assaunen, Korklack und Gerdauen und durch den in Berlin er⸗ scheinenden Reichsanzeiger und Staats⸗ anzeiger zu erfolgen.

Etwaige auf Chehindernisse sich stützende Einsprachen haben binnen zwei Wochen bei dem Unterzeichneten zu geschehen.

Afsaunen, den 20. September 1921. Der Standesbeamte.

Döhring.

In⸗

Aktien⸗Gesellschaft. W. Jordan. E. Rusch. [67327] Bekanntmachung. Verlosung unserer 4 ½ % igen Teil⸗ 4 Stür 2* ü 2 8 echts 11 Neu rg. Stücke zur Rückzahlung am 2. Januar Den 21. September 1921. Reihe I Lit. A à . 6 3 = 866Stan. Ple. 1 95 8118 259 327 Landgerichtspräsident Graner. 335 419 431 432 589 593 616. 627 661 [67008] v“ Der Rechtsanwalt Rudolf Boette j 1923 1929 105] 1068 1483 1101 1131 e. Mcct ke I. 0 1243 1251 1300 1410 1429 1492 Amtsgericht i Zi hai inge 1 1513 1541 1579 1605 1621 1668 1685 1“ 8 i i i. 22 9. Se 8 Feihe 1exxxöö Meegentheit i. H., den 19. September = 102 Stück: Nr. 10 128 190 197 210 211 232 273 286 370 468 519. 541 542 962 1014 1067 1109 1125 1187 1239 1248 1300 1370 1447 1463 1537 1565 1613 1628 1629 1681 1732 1803 1813 2230 2363 2516 2524 2582 2601 2628 2631 2684 2750 2766 2770 2786 2795 2817 2860 2886 2893 2916 2970 3143 3168 3186 3211 3266 3279 3368 3370 3514 3540 3578 3614 3673 3680 3701 3731 3761 3799 3815 3855 3897 und erfolgt deren Einlösung bei: 1. der Bank für Handel und dustrie, Berlin, der Nationalbank für Deutsch⸗ land, Berlin, der Vergisch⸗Märkischen Bank, Elberfeld. Reihe II Lit. A à 1000 = 30 Stück: Nr. 21 35 73 186 462 670 805

Bei der am 1. Juli 1921 stattgehabten 1922 w 6 18 e te 1000 Württ. Landgericht Tübingen. 770 787 880 927 954 961 966 987 1003 in die Liste der Rechtsanwälte bei dem 1941 1953 1957 1972 1989 1995. 500 19 Das Amtsgericht. 557 592 624 703 735 804 856 905 907 1932 2071 2151 2178 2183 2188 2223 2977 3012 3023 3055 3057 3060 3064 3899 3900 3988 2. der Deutschen Bank, Berlin, Filiale der Deutschen Bank, 474 476 508 527 532 543 586

902 990 1035 1077 1123 1161 1204 1209 1229 1250 1263 1289 1441 1476 1497 1499.

Reihe II Lit. B à 500 = 60 Stück: Nr. 39 98 99 160 303 380 449 498 544 572 633 663 750 829 879 895 902 1048 1051 1078 1106 1123 1145 1185 1359 1434 1572 1585 1697 1719 1741 1774 1838 1873 1950 1987 2003 2153 2234 2289 2298 2388 2399 2439 2441 2488 2499 2501 2519 2625

2662 2693 2739 2753 2790 2816 2868 2951 2985 2999 und erfolgt deren Einlösung bei: 1. der Bank für Handel und In⸗ dustrie, Berlin, 1

der Deutschen Bank, Berlin,

der Nationalbank für Deutsch⸗

land, Berlin,

der Bergisch⸗Märkischen Bank,

Filiale der Deutschen Bank, Elberfeld.

Von den früher ausgelosten Teilschuld⸗ verschreibungen sind bisher folgende Num⸗ mern nicht zur Einlösung präsentiert:

Reihe I Lit. A à 1000 = 4 Stück: Nr. 847 1692 1811 1932. Rieihe I Lit. B à 500 = 12 Stück: Nr. 562 850 1192 1780 1969 2285 2326 2873 3092 3307 3308 3942. Rieihe II Lit. A à 1000 = 7 Stück: Nr. 6 81 165 339 634 884 1270. Reihe II Lit. B à 500 = 14 Stück: Nr. 173 341 421 918 1070 1228 1705 917 1991 2021 2026 2500 2568 2663.

Berlin, im September 1921. Rothwasser, O. L., im September

Continentale 398 Waferwerks⸗Gesellschaft. 1,, G. Natthies, Lcuidator

[66436] 8 1

Die Fa. American Opalescentglaß Works G. m. b. H. in Muskau ist aufgelöst. Etwaige Gläubiger werden ersucht, sich bei ihr zu melden.

Muskau O. L., den 19. September 1921. Der Liquidator der Fa. Americau Opalescentglaß Works G. m. b. H.

in Liquidation: Karl O. Marz.

[66290)„ Bekanntmachung. 8

Die Matthies & Thiemann Tief⸗ bangesellschaft m. b. H. in Münster (Westfalen) ist am 8. September 1921 aufgelöst und in Liquidation getreten. Etwaige Gläubiger werden aufge⸗ fordert, sich bei dem Unterzeichneten zu melden.

[67101]

Die Deutsche Bank Filiale Dresden und der Chemnitzer Bank⸗Verein, beide in Dresden, haben beantragt,

nom. 900 000 neue Aktien,

900 Stück zu je 1000, Nr. 901 bis 1800, der Großenhainer Web⸗ stuhl⸗ und Maschinen⸗Fabrik, Aktiengesellschaft in Großenhain, zum Handel und zur Notiz an der hiesigen Börse zuzulassen. Dresden, den 21. September 1921. Die Zulassungsstelle der Börse zu Dresden.

Rich. Mattersdorff, Vorsitzender. [6710380õ0..

Die Deutsche Bank Filiale Dresden und die Allgemeine Deutsche Credit⸗An⸗ stalt Abteilung Dresden, beide in Dresden, haben beantragt,

nom. 3000 000 neue Aktien,

2500 Stück zu je 1200, Nr. 11001 13500, der Maschinen⸗ fabrik Germania vorm. J. S. Schwalbe A Sohn in Chemnitz zum Handel und zur Notiz an der Börse zu Dresden zuzulassen. Dresden, den 21. September 1921. Die Zulassungsstelle der Börse zu Dresden. Rich. Mattersdorff, Vorsitzender. [67104]

Die Deutsche Bank Filiale Dresden und das Bankhaus Bondi & Maron, beide in Dresden, haben beantragt,

nom. 1800 000 neue Stamm⸗

aktien, 1500 Stück zu je M 1200,

Nr. 4501— 6000, der Aktiengesell⸗

schaft Societätsbrauerei Wald⸗

schlößchen in Dresden 88 zum Handel und zur Notiz an der Börse zu Dresden zuzulassen.

Dresden, den 21. September 1921.

Die Zulassungsstelle der Börse zu Dresbden. Rich. Mattersdorff, Vorsitzender.

[671050 Bekanntmachung.

Von der Deutschen Effekten.: & Wechselbank in Frankfurt a. M. ist bei uns der Antrag auf Zulassung von

1875 000 neuenAktien, Nr. 2626

bis 4500, der Ludwig Wessel, Aktiengesellschaft für Porzellan⸗ und Steingutfabrikation, Bonn⸗ Poppelsdorf, zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse eingereicht worden. Frankfurt a. M., den 21. September 7

1921.

Die Kommission für Zulassung von Wertpapiere an der Börse zu Frankfurt a. M.

[671060 Bekanntmachung. Die Dresdner Bank in Leipzig hat den Antrag gestellt, nom. 90 000 000 neue Aktien der Dresdner Bank, 90 000 Stück zu je 1000, Nr. 256 669 bis mit halber Dividende für zum Handel und zur Notiz an hiesiger Börse zuzulassen. d Leipzig, den 20. September 1921. Die Zulassungsstelle für Wertpapiere an der Börse zu Leipzig. Steeger, Ireiser, Vorsitzender. Börsensekretär.

[67107] „Ceres“ Hagelversicherungs⸗Gesell⸗ schaft auf Gegenseitigkeit in Berlin.

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung vom 22. September cr. gemäß §§ 4a und 142 der Sstunn ür das Geschäftsjahr 1921 die Ausschreibung eines Nachschusses von 50 % der Nettovorprämie beschlossen.

Berlin W. 30, Martin⸗Luther⸗Str. 24, den 22. September 1921.

Der Verwaltungsrat.

W. Talke, Versitzender.

Bekanntmachung.

In der außerordentlichen General⸗ versammlung in Treuchtlingen am 16. September 1921 wurden folgende Herren zum Aufsichtsrat gewählt:

1. Geheimer Justizrat Josef Hellmaier, München,

2. Oberingenieur 1h eger enachen

3. Rittergutsbesitzer Ludwig Freiherr von Süßkind auf Dennenlohe.

Solnhofen, den 21. September 1921.

Gewerkschaft Nunkirchen⸗Frauenberg. Der Grubenvorstand. Paul Kriegel.

[67108]

[65255] Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen.

Die diesjährige ordentl. Hauptver⸗ sammlung findet am Montag, den 24. Oktober 1921, Vorm. 11 hr, im Hause des Kunstvereins, Hindenburg⸗ wall Nr. 42, zu Düsseldorf statt.

1 Tagesordnung:

Rechnungsbericht.

Wahl dreier Rechnungsprüfer.

Wahl zur Ergänzung des Ausschusses.

Antrag eines Mitgliedes.

Verlosung der angekauften Kunstwerke.

Der Verwaltungsrat.

[66435]) Bekanntmachung.

Die Futtermittelhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitz in Königsberg i. Pr. ist auf⸗

Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden.

182 98 i. Pr., den 17. September

Die Liquidatoren der Futtermittel⸗

Haftung.

[65648]

Die Firma Titania⸗Werk Ges. m. b. H., Berlin⸗Schöneberg, Genest⸗ strass 5, ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft wollen ihre Forderungen bei dem unterzeichneten Liquidator anmelden. Rudolstadt (Thür.), Alte Straße 23, II,

den 13. September 1921. Gustav Hellwig.

[66706] 68 E“ Durch Beschluß der Gesellschafter der „A. Sartorius & Cie. Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ in Düssel⸗ dorf vom 26. Februar 1920 ist das Stammkapital der Gesellschaft um 960 000 herabgesetzt worden. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden. Düsseldorf, den 19. September 1921. Der Geschäftsführer der „A. Sartorius & Cie. G. m. b. H.“: Otto Sartorius.

[65258] b b Die Rabensteiner Maschinen⸗ u. Eisenbauanstalt Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung in Rabenstein i. Sa. ist in Liquidation getreten. 8 Zum Liquidator ist bestellt: Herr Adolf Kuhn, Leipzig, Liviastr. 7. ¹ 8 Die Gläubiger werden ersucht, ihre Forderungen beim Liquidator anzumelden.

[648631 Bekanntmachung. Die Wollkämmerei Hamburg, Ge⸗ sellschaft mit beschränkter Haftung in Wilhelmsburg, ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellfchaft werden auf⸗ gefordert, sich bei ihr zu melden. Wilhelmsburg, den 14. September 1921. Der Liquidator der Wollkämmerei Hamburg, Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung in Liqnidation: Franz Hartong.

[63525]

Die Firma Fabrik technischer Pa⸗ piere 8. m. b. H., Düren, ist auf⸗ gelöst. Zum Liquidator wurde der Kaufmann Salli Goldschmidt in Düren

bestellt.

[64861]1 Bekanntmachung. Die Industriewaren⸗Vertriebs⸗

Gesellschaft m. b. H. in Barmen ist ee Se Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich zu melden. Barmen, den 12. September 1921. Die Liquidatoren: 8 A. Rau. M. Flamme. J. Wolff.

[65260]

Die Lebensmittelzentrale, G. m. b. H. zu Münster i. W. ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden

Münster i. W., den 14. September 1921.

Lebensmittelzentrale, G. m. b. H. zu Münster. Die Liquidatoren: R. Terfloth. F. Revermann.

aufgefordert, sich bei derselben zu melden. m

EE—“

Die Gesellschafterversammlun om 13. September 1921 hat beschlossen, daß die Hafernährmittel⸗Zentrale Gesell⸗ schaft mit beschränkter Haftung mit Wirkung vom 16. September 1921 ; Liquidation tritt. Gemäß § 65 Absatz? des Gesetzes betr. die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, fordern wir hierdurch die Gläubiger der Gesellschaft auf, sich bei derselben zu melden. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß nach Maßgabe des Gesetzes über die Abwicklung von Kriegsgesellschaften und Kriegsorgani⸗ sationen vom 15. Juli 1921 Reichs. gesetzblatt Seite 942 die gesetzliche Sperrfrist auf drei Monate verkürzt und nach Ablauf der Sperrfrist alle Forde⸗ rungen gegen die Gesellschaft erlöschen sofern sie nicht schriftlich oder gerichtlich der Gesellschaft gegenüber geltend gemacht worden sind. 8 Hafernährmittel⸗Zentrale G. m. b. §.

in Liquidation. Die Liquidatoren: Wischek. Schmidt.

Die Firma Marktautomar G. m. b. H. in Schwerin ist durch Be⸗ schluß der Gesellschafterversammlung vom 28. April 1920 aufgelöst. Liguidator der Unterzeichnete. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich bei mir zu melden.

Rud. Ihde. Wismar i. M., den 14. September 1921. [66433]

Die Taschenuhrgehäusefabrikation, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Berlin ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei mir zu melden.

Der Liquidator der Taschenuhr⸗ gehäusefabrikation Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Liquidation:

Ludwig Nelicker.

[656533 Bekanntmachung.

Die „Heim und Arbeit“ Siedlungs⸗ gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitze in Sommerswalde (Kreis Osthavelland) hat sich durch den Beschluß der Generalversammlung vom 10. September 1921 aufgelöst. Die Gläubiger werden hierdurch aufgefordert, sich zu melden.

111“ den 17. September „Heim und Arbeit“ Siedlungs⸗ gesfellschaft mit beschränkter Haftung.

Die Liquidatoren: v. Mosch. . Koeoch. [67109]

Hamburger Holzimport 1““

in Liquidation.

Hierdurch werden die etwaigen Gläu⸗ biger der Gesellschaft aufgefordert, sich bei dem unterzeichneten Liquidator der Gesellschaft zu melden.

August Paland, Hamburg, Wichersweg 3.

[66708]

12. September 1921

Geschäftsjahr 1921/22 voll gewinnberechti Von den neuen Anteilen sind £ 4 pflichtung übernommen worden, sie den

fordern wir hierdurch die bei nachstehenden Stellen auszuüben, die tragt sind.

1921 (einschließlich) bei der Deutschen Bank, in Frankfurt a. M.

unter Einreichung eines Anmeldescheins, während der bei jeder Stelle

Auf je nom. 20 ℳ⸗Anteil bzw.

gegen sofortige Barzahlung stempelung einzureichen. der Gesellschaft bezahlt.

Anteil⸗ oder Genußscheininhaber,

für den Bezug in London ist,

Abstempelun vorgelegt werden.

Der Bezug ist provisionsfrei,

gebracht.

nicht verpflichtet, prüfen. Die Vermittlung des An⸗

Bedingungen zu beschaffen.

schein einzureichen und bei den Umtausches zu hinterlegen. Berlin, den 24. September 1921.

Handelsgesellschaft mit

Inhabern der Genußscheine zum Bezuge a

Nachdem die erforderlichen Eintragungen Anteil⸗ und Genußscheininhaber auf, das Bezugsrecht mit der Durchführung des Bezugs beauf⸗

Die Anmeldung muß bei Vermeidung des Ausschlusses bis zum 18. Oktober

der bei den Bezugsstellen in üblichen Geschäftsstunden erfo gen. 1 G b je einen 1e wird ein neuer Anteil im Nennwert von £ 1 englischer Währung zum Kurse von 125 % frei von Zinsen a in englischer Währung gewährt. des Bezugsrechts sind die Mäntel der alten Mark⸗Anteile und Genußscheine zwecks

wünschen, haben den englischen Effektenstempel selbst zu entrichten. daß die Mäntel bei der Londoner Bezugsstelle zur

sofern er am Schalter erfolgt.

Wege des Briefwechsels stattfindet, wird die übliche Bezugsprovision in Anrechnung

Anmeldestellen; die deutschen Anmeldestellen erbieten sich nötigen Beträge in englischer Währung für

Atavi Minen⸗ und Eisenbahn⸗Gesellschaft, Verlin.

8 Bezugsaufforderung. 8

In der außerordentlichen Generalversammlung unserer Gesellschaft vom ist beschlossen worden, 8 800 000 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Anteilen, welche für das

das Grundkapital um & 600 000 auf

sind, zu erhöhen. 000 von einer Gemeinschaft mit der Ver⸗ Inhabern der alten Anteile sowie den

nzubieten.

in das Handelsregister erfolgt sind,

in Berlin bei der Direction der Disconto⸗Gesellschaft,

bei dem Bankhause S. Bleichröder, 1— „bei der Direction der Disconto⸗Gesellschaft,

Filiale Frankfurt a. M., 8 bei der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt a. M., in HFünbnrg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg,

bbei der Deutschen Bank, Filiale Hamburg,

in London bei J. Henry Schroeder & Co. C1“ mit zahlenmäßig geordnetem Nummernverzeichnis versehenen

Empfang genommen werden kann,

Zur Geltendmachung

Der Schlußnotenstempel geht zu Lasten des Beziehenden. Der nach den deutschen Gesetzen zu entrichtende Gesellschaftsstempel ist von

welche neue Anteile in London zu beziehen

Voraussetzung

Falls er im

Gegen Zahlung des Bezugspreises werden Kassenquittung ausgegeben; die neuen Anteile werden nach Fertigstellung nur gegen Rückgabe dieser Kassenquittungen und nur in einer den zur Abstempelung eingereichten Mänteln ent⸗ sprechenden Stückelung ausgehändigt. 1

et, die Legitimation des Einreichers Der Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Anteile wird und Verkaufs von Bezugsrechten übernehmen die

Die Bezugsstellen sind berechtigt, aber der Kassenquittungen seinerzeit zu bekanntgegeben werden.

ferner, die für den Bezug

Rechnung des Beziehenden zu den üblichen

Mit Rücksicht auf den in Kürze vorzunehmenden Austausch der alten Anteile gegen lediglich auf Pfund Sterling lautende Anteile und den Umtausch der Genußscheine in neue Anteile empfiehlt es sich zur Vermeidung doppelter Sendespesen anläßlich des Bezugs

außer den Mänteln auch die Bogen inkl. Dividendenschein Nr. 9 ff. und Erneuerungs⸗ Bezugsstellen

bis zur Durchführung des Aus⸗ bzw.

Otavi Minen⸗ und Eisenbahn⸗Gesellschaft, Berlin.

Erste Zentral

83³ ““]

S.

Berlin, Sonnabend, den 24. September

, Handelsregister⸗ 1 32 zum Deutschen RNeichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Beilage

Nr. 224.

2 2* 4 5 8 Der Inhalt dieser Beilage, in welcher die Bekanntmachungen über 1. Eintragung ꝛc. von Patentanwälten, 2. Patente, 3. Gebrauchsmuster, 4. aus dem Handels⸗,

rechts⸗, 6. Vereins⸗, 7. Genossenschafts⸗, S. Zeichen⸗, 9. Musterregister, 10. der Urheberrechtseintragsrolle sowie 11. über

der Eisenbahnen enthalten sind, erscheint nebst der Warenzei

Zentral⸗Handelsregister

Das Zentral⸗Handelsregister für das Deutsche Reich kann durch alle Postanstalten, in Berlin Reichs⸗ und Staatsanzeigers, SW. 48, Wilhelm⸗

22˙

für Selbstabholer auch durch die Geschäftsstelle des straße 32, bezogen werden.

chenbeilage in einem besonderen

Blatt unter dem Titel

beträgt 18 f. d. Viertel

5. Güter⸗

Konkurse und 12. die Tarif⸗ und Fahrplanbekanntmachungen

für das Deutsche Reich

Das EEE“ für das Deuts che Reich erscheint in der Regel täglich. Der Bezu gspreis jahr. Einzelne Nummern kosten 50 Pf. An zeigenpreis „. d. Raum einer

5 gespalt. Einheitszeile 2 ℳ. Außerdem wird auf den Anzeigenpreis ein Teuerungszuschlag v. S0 v. H. erhoben.

Vom „Zentral⸗Handelsregister f

ür das Deutsche Reich“ werden heute die Nrn. 224 A und 221 5 ausgegeben.

29☛ Befristete Anzeigen müfsen drei Tage vor dem Einrückungstermin bei der Gesch

1. Umsatzsteuerpflicht bei Besitzübertragung an einen Lagerhalter oder Spediteur oder Frachtführer. Die Besitz⸗ übertragung durch einen vom Veräußerer bestellten Lagerhalter hat bereits nach dem Warenumsatzstempelgesetz die Steuerpflicht aus⸗ gelöst. Das Umsatzsteuergesetz 1918 hat an der Steuerpflicht des Veräußerers nichts geändert, wenn der Veräußerer eine Ware liefert, deren mittelbarer Besitzer er durch einen von ihm bestellten Lager⸗ halter ist. Einem derartigen Lagerhalter steht gleich der Spediteur oder Frachtführer, der die Ware für den Steuerpflichtigen in Besitz nimmt, um dann den unmittelbaren Besitz daran auf dessen Kunden zu übertragen. Wie ein Lagerhalter besitzt diese Mittelsperson die Ware für den Steuerpflichtigen auf Grund eines mit diesem ab⸗ geschlossenen Vertrags. Den in der Person des Mittelsmanns ent⸗ standenen unmittelbaren Besitz und seine weitere Uebertragung auf die Kunden muß daher der Veräußerer gegen sich gelten lassen. (Urteil vom 5. Juli 1921, II A 238/21.)

2. Luxussteuerpflicht eines Gewerbetreibenden. Umsatzsteuergesetz stellt die allgemeine Umsatzsteuerpflicht zunächst auf die Gewerbetreibenden ab, indem es in § 1 Abs. 1 Lieferungen und sonstige Leistungen, die jemand innerhalb der von ihm selbständig ausgeübten gewerblichen Tätigkeit im Inland gegen Entgelt ausführt, für steuerpflichtig erklärt. Zum Schutze der Gewerbetreibenden will dann das Gesetz in gewissen Fällen auch solche Personen steuerlich treffen, die hochwertige Gegenstände in den Handel bringen. Das ist in § 23 Abs. 1 Nr. 3 des Umsatzsteuergesetzes geschehen. Mit diesem Gesetzeszwecke wäre es nicht vereinbar, solche Personen, die zwar eine gewerbliche Tätigkeit ausüben, bei denen aber diese gewerbliche Tätig⸗ keit andere Lieferungen umfaßt als die Lieferung des in Betracht kommenden hochwertigen Gegenstandes, anders zu behandeln als Per⸗ sonen, die überhaupt kein Gewerbe treiben. Der Zweck des Gesetzes kann nur dadurch erreicht werden, daß man diese Personen hinsichtlich der Kleinhandelluxussteuer gleichstellt. (Urteil vom 12. Juli 1921, II A 303/21.)

3. Schlußnotenstempelpflicht der Zuteilung von Aktien ean den ersten Erwerber. Die Aktienübernahme durch den ersten Erwerber, gleichgültig, ob dieser zu den Gründern der Gesellschaft Fäüct oder eine dritte Person ist, ist dem Schlußnotenstempel unter⸗ worfen. 1918 ist im Zusatz 3 zu Tarifnummer 4a die Zuteilung von Aktien auf Grund vorhergehender Zeichnung ganz allgemein den Anschaffungs⸗ geschäften gleichgestellt. Die Zuteilung von Aktien auf Grund vor⸗ hergehender Zeichnung unterliegt auch im Falle der Erhöhung des Aktienkapitals dem Schlußnotenstempel. Nach § 20 Abs. 2 des Reichsstempelgesetzes haften beide Teile für die Abgabe als Gesamt⸗ schuldner und nach Nr. 5 des Abs. 1 ist in erster Linie der Ver⸗ äußerer zur Zahlung des Stempels verpflichtet. Als Veräußerer gilt die die Aktien ausgebende Aktiengesellschaft. (Urteil vom 24. Mai 1921, II A 58/21.)

4. Steuerpflicht einer nicht genehmigten Handelsnieder⸗ lassung. Der Umstand, daß eine Handelsniederlassung die erforder⸗ liche ministerielle Genehmigung nicht erhalten hat, steht der Heran⸗ jiehung zu den direkten Reichssteuern nicht entgegen, wenn eine gewerbliche Tätigkeit ohne Genehmigung ausgeübt ist. (Urteil vom 25. Mai 1921, III A 70/21.)

5. Rechtswirksamkeit der Zustellung eines Steuer⸗ bescheids an einen minderjährigen Steuerpflichtigen. Gegen den einem minderjährigen Steuerpflichtigen am 12. Mai 1921 zu⸗ gestellten Steuerbescheid hat dessen gesetzlicher Vertreter das Rechts⸗ mittel des Einspruchs erst am 20. Juni 1921 eingelegt. Von der Vorinstanz ist der Einspruch als verspätet zurückgewiesen worden. Jedoch zu Unrecht. Nach § 171 der Zivilprozeßordnung erfolgen rstellungen für nicht prozeßfähige Personen an deren gesetzlichen Vertreter. Nach §§ 225, 83 Abs. 2 der Reichsabgabenordnung ist der F liche Vertreter einer minderjährigen Person zur Einlegung von rachft gie befugt. Die Frist zur Einlegung des Rechtsmittels beginnt nach § 231 der ETTö“ mit dem Tage, an dem der Steuerbescheid dem Berechtigten zugestellt ist. Der nach § 211 Abs. 3 der Reichsabgabenordnung zuzustellende Steuerbescheid war daher wegen seiner Zustellung an den minderjährigen Steuerpflichtigen nicht rechtswirksam zugestellt. Eine nicht rechtswirksame Zustellung eröffnet aber den Lauf der Rechtsmittelfristen überhaupt nicht. (Urteil vom 3. Juni 1921, II A 99/21.) .

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Durch die Novelle zum Reichsstempelgesetz vom 26. Juli

116“ v1111““ 6. Umsatzsteuerpflicht des Viehaufkäufers. Ein Viehauf⸗ käufer, der auf Grund eines mit einem Kommunalverband abgeschlossenen Vertrags an dessen Stelle den Aufkauf des Schlachtviehs vornimmt und den Landwirten gegenüber selbständig auftritt, im eigenen Namen das Vieh aufkauft, den Kaufpreis bezahlt und das Vieh unter Ein⸗ ziehung des von ihm bezahlten Preises, zuzüglich eines prozentualen Zuschlags, an Behörden und Schlächter abliefert, ist trotzdem er an die Weisungen des Kommunalverbandes gebunden ist, nicht ein un⸗ selbständiger Angestellter oder Vermittler des Kommunalverbandes, sondern selbständiger Gewerbetreibender. Er ist Einkaufskommissionär des Kommunalverbandes im Sinne des § 383 des Handelsgesetzbuchs. Als solcher unterliegt er mit seinem vollen Entgelt, nicht bloß mit der erhaltenen Vergütung, der Umsatzsteuer. Ob bei den Geschäften ein Gewinn erzielt wird, darauf kommt es nicht an; Voraussetzung ist nur, daß Einnahmen erzielt werden. (Urteil vom 7. Juni 1921, II A 33/21.)

7. Voraussetzung für den Vermögensverfall nach dem Steuernachsichtgesetz. Die objektive Voraussetzung für den Ver⸗ mögensverfall zugunsten des Reichs, nämlich das Verschweigen des Vermögens bei der Veranlagung, auf Grund des § 3 des Steuer⸗ nachsichtgesetzes vom 3. Januar 1920 liegt dann nicht vor, wenn das Vermögen im Laufe der Veranlagung, sei es auch im Rechtsmittel⸗ verfahren, solange es noch für die endgültige Steuerfestsetzung be⸗ rücksichtigt werden kann, irgendwie zur Kenntnis der Behörde sta at. (Urteil vom 28. April 1921, III A 45/21.)

8. Zulässigkeit der Steuerveranlagung zur Kriegs⸗ abgabe 1918. Die im § 42 des Kriegsabgabegesetzes 1918 vor⸗ gesehene Neuveranlagung setzt zwar nicht das nachträgliche Bekannt⸗ werden neuer Tatsachen und Beweismittel im Sinne des § 73 Satz 2 des Besitzsteuergesetzes voraus, sie kann aber immerhin doch nur auf Tatsachen gestützt werden und ist somit dann unzulässig, wenn lediglich eine Aenderung in der der ursprünglichen Ver⸗ anlagung zugrunde gelegten Rechtsauffassung der Veranlagungs⸗ behörde eingetreten ist, die die bisherige Veranlagung zu gering er⸗ scheinen läßt. (Urteil vom 3. Mai 1921, I1A 45/21.)

9. Zum Begriff der steuerpflichtigen Schenkung, ins⸗ besondere Ausstattung. Das Erbschaftssteuergesetz 1919 greift bei der Regelung der Erhebung der Schenkungssteuer weit über die Schenkungen nach bürgerlich⸗rechtlichem Begriffe 516 BGB.) hinaus. Es unterwirft im § 40 Abs. 1 der Schenkungssteuer aller⸗ dings zunächst die Schenkungen unter Lebenden, d. h. jene Schen⸗ kungen unter Lebenden, die nach bürgerlichem Rechte als solche anzu⸗ sehen sind. Es stellt aber diesen freigebige Zuwendungen unter Lebenden gleich, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zu⸗ wendenden bereichert wird 40 Abs. 1 Satz 2). Zu den freigebigen Zuwendungen dieser Art gehören auch die Ausstattungen, die nicht nach § 1624 BGB. als C h anzusehen sind. Die Aus⸗ stattungen unterliegen daher als freigebige Zuwendungen unter Lebenden grundsätzlich der Schenkungssteuer. Ausnahmen sind nur insoweit angangig, als sie im Gesetz ausdrücklich vor⸗ gesehen sind. Eine solche Ausnahme enthält der § 40 Abs. 3 des Erbschaftssteuergesetzes. Danach sind aber nur Aus⸗ stattungen nicht steuerpflichtig, die Abkömmlingen zur Einrichtung eines angemessenen Haushalts gewährt werden. Das deckt sich bei einer Tochter mit der Aussteuer, auf welche sie nach § 1620 BGB. einen Rechtsanspruch hat. Die Aussteuer umfaßt die zur Einrichtung des Haushalts gehörigen beweglichen Gegenstände einschließlich der zum persönlichen Bedarf der Tochter erforderlichen Kleidung und Wäsche. Eine solche Ausstattung liegt nicht vor, wenn Eltern ihrem Sohne ein Grundstück zur wirtschaftlichen Stärkung schenken, eine Verwertung des Grundstücks nie beabsichtigt war und auch nicht erfolgt ist, obwohl der Haushalt längst besteht. (Urteil vom 16. April 1921, Ia. A. 32/21.)

10. Wer ist zur Abgabe einer Steuererklärung ver⸗ pflichtet? § 169 der Reichsabgabenordnung erklärt zur Abgabe einer Steuererklärung jeden für verpflichtet, bei dem nach dem Er⸗ messen des Finanzamts die Möglichkeit einer Steuerpflicht gegeben ist. Diese Möglichkeit liegt aber schon dann vor, wenn ge⸗ wisse Umstände für die Unterstellung einer subjektiven Steuer⸗ pflicht sprechen, während es darauf, ob die objektiven Voraus⸗ setzungen für die Erhebung einer Steuer gegeben sind, nicht ankommt, da gerade die einzureichende Steuererklärung erst die Unterlage für die Prüfung verschaffen soll, ob eine Abgabe festzusetzen ist. (Urteil vom 23. März 1921, III. A. 9/21.)

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11. Einfluß des Todes des Steuerpflichtigen auf ein schwebendes Rechtsmittelverfahren. Die Frage, wie auf ein schwebendes Rechtsmittelverfahren der Tod des Steuerpflichtigen wirkt, ist unabhängig von der Frage zu entscheiden, wer etwa an Stelle eines verstorbenen Steuerpflichtigen ein diesem zustehendes Rechts⸗ mittel einlegen kann 225 Satz 3 der Reichsabgabenordnung). Steuerschulden gehen wie privatrechtliche Schulden des Erblassers als Nachlaßverbindlichkeiten grundsätzlich auf die Erben, die die Rechts⸗ persönlichkeit des Steuerpflichtigen fortsetzen, über 1967 BGB.). Durch § 95 Abs. 3 der Reichsabgabenordnung ist dieser bereits nach bisherigem Rechte geltende Grundsatz ausdrücklich anerkannt. Daraus folgt, daß, wenn über eine Steuerschuld ein Steuerprozeß schwebt, nach jetzigem wie nach früherem Rechte auch die prozessualen Rechte und Pflichten, die dem Steuerpflichtigen zustanden, auf seine Erben übergehen und auch die von dem Steuerpflichtigen in dem anhängigen Verfahren abgegebenen Erklärungen ohne weiteres für und gegen dessen Erben wirken, falls diese sie nicht ausdrücklich zurücknehmen oder berichtigen. Für den Fortgang des Verfahrens und die Entscheidung über das Rechtsmittel 8” es daher nicht er⸗ forderlich, daß Anträge und Erklärungen der Erben darüber abzu⸗ warten sind, ob und in welchem Umfang sie etwa das Verfahren aufnehmen wollen. (Urteil vom 22. April 1921, Ta. A. 19/20.)

12. Anerkennung der Gemeinnützigkeit einer Gesell⸗ schaft m. b. H. für einfache Wohnungseinrichtungen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Die Anerkennung der Gemein⸗ nützigkeit einer Gesellschaft m. b. H., die die Versorgung der minder⸗ bemittelten Bevölkerung mit billigem Hausrat bezweckt, wird dadurch nicht ausgeschlossen, daß das Unternehmen einzelnen Gesellschaftern (Tischlern, Möbelfabrikanten, Sägewerksbesitzern usw.) die Aufrecht⸗ erhaltung ihrer Betriebe erleichtert. Letzteres ist die natürliche Folge jeder Uebernahme von Mehrlieferungen, braucht aber nicht der Zweck des gemeinnützigen Unternehmens zu sein. Die Gesellschaft m. b. H. ist daher umsatzsteuerfrei. (Beschluß vom 8. Juli 1921, I. B. 192/21.)

13. Schenkungssteuerfreiheit von Zuwendungen zum Zwecke des Unterhalts oder der Ausbildung des Bedachten. Nach § 42 Abj. 1 Ziffer 2 des Erbschaftssteuergesetzes 1919 sind Zu⸗ wendungen zum Zwecke des angemessenen Unterhalts oder der Aus⸗ bildung des Bedachten von der Schenkungssteuer befreit. (Ene hierunter fallende Zuwendung kann nicht nur in einer Rente, sondern auch in einem Kapitale bestehen; im letzteren Fall ist aber voraus⸗ gesetzt, daß das Kapital selbst zu dem Zwecke des angemessenen Unterhalts und der Ausbildung des Bedachten bestimmt ist. Die Befreiungsvorschrift findet z. B. keine Anwendung, wenn nur die Zinsen des geschenkten Kapitals zu den Kosten des Unterhalts oder der Ausbildung Verwendung finden sollen. (Urteil vom 26. März 1921, Ta. A. 30/20.)

14. Anerkennung der Gemeinnützigkeit oder Wohltätigkeit der von dem Betriebsrat einer Fabrik eingerichteten und verwalteten Arbeiterspeiseanstalt im Sinne des Umsatz⸗ steuergesetzes. Für eine solche Arbeiterspeiseanstalt kann die An⸗ erkennung der Gemeinnützigkeit und damit die Umsatzsteuerfreiheit nicht in Frage kommen, da das Unternehmen nicht dem Interesse der Allgemeinheit, sondern dem engeren Kreise der Arbeiter der Fabrik, also den Lohnangestellten eines bestimmten Betriebes, gewidmet ist. Auch als wohltätig kann die Anstalt nicht anerkannt werden, da hie für entscheidend ist, daß nicht nur die Lage der Leistungsempfänge wirtschaftlich verbessert oder gemildert wird, fondern daß einer Notlage abgeholfen werden soll. Hier ist ohne weiteres zu unterstellen, daß die Arbeiter der Fabrik einen den örtlichen Preisverhältnissen angepaßte Lohn erhalten, der es ihnen ermöglicht, die Kosten für die Mahl⸗ zeiten, sei es im eigenen Haushalt, sei es in den jedermann zugäng⸗ lichen und gewerbsmäßig betriebenen Gaststätten, aufzuwenden. Wenn die Einrichtung der Speiseanstalt nicht bestände, könnte jedenfalls nicht behauptet werden, daß die Arbeiter der Firma dadurch in eine Notlage geraten würden, daß sie nicht besser gestellt wären als die unter gleichen Verhältnissen lebenden Arbeiter anderer Betriebe in der gleichen Stadt. Die Anerkennung der Wohltätigkeit ist aber auch dann zu versagen, wenn die Speiseanstalt von der Arbeiterschaft selbst in eigene Regie übernommen wird. Denn der Begriff der Wohltätigkeit setzt u. a. voraus, daß die Wohltaten unter Aufwendung von Opfern anderen Personen als den Wohltätern selbst erwiesen werden. (Beschluß vom 5. Juli 1921, I. B. 88/21.) 1

4) Handelsregifter.

burg. Ahlden, Aller. 1766453] „In das hiesige Handelsregister Abt. B st zu der unter Nr. 2 eingetragenen Bergwerksgesellschaft Hope m. b. H. in Lindwedel folgendes eingetragen: Dem Direktor Adolf Fick in Wennebostel bei Bissendorf ist Prokura erteilt,

Ahlden, Aller, den 17. September 1921.

Das Amtsgericht. .

der Gesellschaft befugt.

Gesellschaft durch den

erfolgen.

Altenburg, S.-A. [66454] Arnstadt.

In das Handelsregister Abt. B ist heute unter Nr. 91 die Firma Weiske & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haf⸗ tung, mit dem Sitze in Altenburg und weiter folgendes eingetragen worden: Gegenstand des Unternehmens ist die Fa⸗ brikation von und der Handel mit Zahn⸗ bürsten und anderen Bürsten sowie Handel mit tierischen Rohprodukten. Die Gesell⸗ chaft kann sich auch an anderen gleich⸗ ortigen Unternehmungen beteiligen oder solche sich mit angliedern. Das Stamm⸗ pital heträgt 20 000 ℳ. Geschäftsführer!

Aschaffenburg. „Max Stütz“ in Dem Kaufmann

Das Amtsgericht,

sind der Kaufmann Kurt Müller und der Kaufmann Karl Weiske, beide in Alten⸗ Der Gesellschaftsvertrag 12./15. September 1921 festgestellt. Jeder Geschäftsführer ist allein zur Vertretung

Als nicht eingetragen wird noch ver⸗ öffentlicht, daß die Bekanntmachungen der Reichsanzeiger

Altenburg, den 15. September 1921. Thüringisches Amtsgericht. Abt. 1.

Im hiesigen Handelsregister Abt. A ist heute unter Nr. 459 die Firma Friedrich Quarg in Arnstadt gelöscht worden. O.⸗Z

Arnstadt, den 17. September 1921.

Thüringisches Amtsgericht. Abt. IV.

Aschaffenburg. Birkart in Aschaffenburg ist Einzelprokura erteilt. Aschaffenburg, den 17. September 1921. Registergericht.

Franz

Baden-Baden. [66458]

Handelsregistereintrag vom 13. Sep⸗ tember 1913 Abt. A Bd. II O.⸗Z. 54: Gebrüder Wengenmayr, Bürsten⸗ fabrik in Baden⸗Baden. Offene

Handelsgesellschaft. Beginn am 12. Sep⸗ tember 1921. It. ncg haftende Gefell. schafter sind Alfred Wengenmayr, Bürsten⸗

ist am

Kaufmann, beide wohnhaft in Baden⸗

Baden.

Baden, den 14. September 1921.

Der Gerichtsschreiber des Amtsgerichts. [66455] —-UG Baden-Baden. 66459]

Handelsregistereintrag Abt. A Bd. II. .516, Firma Wolf Netter & Jacobi in Charlottenburg, Zweig⸗ niederlassung in Baden⸗Baden: Die Zweigniederlassung Baden⸗Baden soll künftig als Zweigniederlass ung der Haupt⸗ niederlassung Frankfurt a. M. und nicht mehr derjenigen in Charlottenburg weiter⸗ geführt werden.

Baden, den 14. September 1921.

Badisches Amtsgericht. I

schaft kann

nehmungen

[66456] festgestellt.

einen

führer

Baden-Baden. Handelsregistereintrag Abt. B Bd. I O.⸗Z. 89 vom 15. September 1921 Firma Oberrheinische Metallwerke, Gesellschaft mit beschränkter Haf⸗ tung in Baden⸗Baden. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der n zen Vertrieb von Metallwaren aller Art, die machermeister, und Rudolf Wengenmayr, Fhe und der Erwerb aller diesem Zweck dienenden Gegenstände sowie die Vor⸗ nahme aller hierauf Geschäfte. Die Gesellschaft ist bere nannten Zwecke Immobilien, sonstige An⸗ lagen, Patent⸗ und andere Rechte zu er⸗ werben und Ph Perverieg. sich Zwecke an gleichen oder ähnlichen Unter⸗ beteiligen. Das kapital beträgt 700 000 ℳ. chaftsvertrag ist am 5. Mai 1913 und die Certräge über Aenderung desselben sind am 10. April 1920 und 23. Juni 1921 Die Gesellschaft wird durch wei Geschäftsführer oder durch zwei Pro⸗ suristen oder einen Geschäftsführer und rokuristen vertreten.

nde Daniel Goecbel

Baden, und Dr. jur. Paul Bauer in Baden. Die Bekanntmachungen der Ge⸗ sellscheft erfolgen nur im Deutschen Reichsanzeiger. Baden, den 15. September 1921. Badisches Amtsgericht. ö. Baden-Baden. [66461]9 Handelsregistereintrag Abt. B O.⸗Z. 70 vom 17. September 1921 Firma Wiesbadener Rückversicherungs⸗ Aktiengesellschaft Baden⸗Baden —: Die von der Generalversammlung vom 8. November 1920 beschlossene Aktien- kapitalserhöhung um 9 700 000 ist durch Zeichnung von auf den Namen lau⸗ tenden Aktien über je 1000 erfolgt. Grundkapital beträgt jetzt 10 000 000 Mark. Baden, den 17. September 1921 8 Badisches Amtsgericht. I. 8

Bad Lausick. [66457

Auf Blatt 165 des hiesigen Handels⸗ registers ist am 16. September 1921 ein⸗ getragen worden die Firma „Krieger⸗

siedlung Bas Lausick“, Gesellschaft

tigt, zu dem ge⸗

Die Gesell⸗

zur Erreichung ihrer

Stamm⸗ Der Gesell⸗

Geschäfts⸗ „Kaufmann in