suchen, in dieser Stadt Widerstand zu leisten. soll General Nureddin Pascha, der Nordfront,
haben, gegen Smyrna vorzugehen.
Tschecho⸗Slowakei.
Der Minister des Aeußern Dr. Benesch ist gestern abend wo er heute mit dem ungarischen Banffy zur Regelung der
nach Brünn abgereist, Minister des Aeußern Grafen ungarischen Angelegenheiten zusammentrifft.
— Der Minister Dr. Benesch hat den Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten um Einberufung
des Ausschusses ersucht, um vor dem parlamentarischen Forum über die jüngsten außenpolitischen Ereignisse Erklärungen
abzugeben. Albanien. 8 ““
Wie das „Giornale d'Italia“ aus Valona meldet, erschien am vergangenen Montag ein südslawischer Offizier an 1 der dem albanischen O zier das
Ultimatum stellte, die Stellungen am Flusse Drina nnerhalb von 24 Stunden zu räumen. Der albanische Offizier übersandte das Ultimatum der Regierung in Tirana, die beim Nach Ablauf der 24 Stunden besetzten die südslawischen Truppen 8* 8
er albanischen Grenze,
Völkerbunde telegraphischen Protest erhob.
Beschießung die Stadt Arrags (2) und ihre Umgebung.
Einer späteren Meldung des genannten Blattes zufolge haben albanische Truppen die Stellungen an der Drina, die von den Südslawen besetzt waren, angegriffen und diese fast von ihrer ganzen Stellung zurückgeworfen. Seiten waren schwer.
Amerika.
9 Der Präsident Harding erklärt dem „Reuterschen Büro“
zufolge in einem Brief an den Senator Lodge, von welchem er Senat vorgestern Kenntnis erhielt, die Friedensverträge
mit Deutschland, Oesterreich und Ungarn wollten den letzten Rest von allem, was mit dem Krieg zusammenhängt, beseitigen und den Frieden vollständig 1.“ Der Brief ist vom 21. d. M. datiert, dem Tage, an dem die Ver⸗ träge übersandt wurden. Der Präsident, der die Verträge als in voller Uebereinstimmung mit der vom Kongreß angenommenen Entschließung, der Knoxresolution, hinstellt und darauf hinweist, daß der formelle Frieden so lange unterbrochen gewesen sei wünscht schnelle Ratifikation.
Mannigfaltiges.
Deutsche Rote Kreuz und die Jugend⸗ bewegung. Die Tagung der deutschen Jugendver⸗ bände in Sin ntalhof verlief unter lebhaftester Beteiligung der größten konfessionellen und interkonfessionellen Jugendorgani⸗ sationen aller Richtungen, deren Gesamtmitgliederzahl auf weit über eineinhalb Millionen geschätzt wird. Den Vorsitz führte Dr. Bertha Siemering. Besonders eindrucksvoll war die starke Beteiligung der arbeitenden Jugend innerhalb der reinen Arbeiterjugendverbände wie auch der konfessionellen. Das Deutsche Rote Kreuz gab am Schluß der Tagung den Plan bekannt, durch ein den Mitgliedern aller angeschlossenen Jugendverbände offenstehendes Preisausschreiben geeignete Vorschläge zur Förderung der deutschen Jugendbewegung zu ermitteln und den Verfa sern der fünf besten Antworten im nächsten Frühjahr eine mehrwöchentliche Reise durch Deutschland in Be⸗ gleitung eines Sozialhygienikers vom Roten Kreuz zu ermöglichen um mit den maßgebenden Jugendverbänden persfönliche Fühlung zu nehmen und die Frage der Beteiligung Jugendlicher an sozial⸗ hygienischen Aufgaben zu erörtern. (W. T. B.)
Die gelegentlich der deutschen Automobi stell vom Automobilklub von Deutschlan 8 Iecnlnng des Vereins Deutscher Motorfahrzeug⸗Industrieller auf der Neuen Automobil⸗Verkehrs⸗ und Uebungsstraße im Gru newald veranstalteten Automobilrennen nahmen W. T. B. zufolge, am Sonnabendvormittag ihren Anfang. Es handelt sich um eine nationale Prüfung zweisitziger Kraftwagen, deren Motoren 6, 8 und 10 Ps nicht überschreiten Die hin und zurück 20 km lange, neu angelegte Rennstraße ist unter fliegendem Start 6—8 Mal zu durchfahren. Außerdem finden an jedem Tage besondere Schnelligkeitsrekordversuche für Rennwagen tatt. Fast die gesamte deutsche Automobilindustrie ist mit serien⸗ mäßig hergestellten Wagen vertreten. Die Rennen entwickeln sich st unter au “ großem Andrang des Publikums Sieger im ersten Rennen ist Fritz von Opel auf 8 weiter Neckarsulm (N. S. U.).
Drahtlose Musik in den Diensten der Vohl⸗
ätigkeit. — Zum Besten der von Hungersnot be⸗ troffenen Bewohner des Wolgagebiets ist gestern von der Hauptfunkstelle Königswusterhausen aus ein drahtloses Konzert veranstaltet worden. Die Anregung hierzu ging, wie „W. T. B.“ berichtet, von dem Chef der Radio⸗ verwaltung der Ukraine aus. Sämtliche Empfangsstellen der Ukraine waren hierfür mobil gemacht worden. Die konzertierende Kapelle spielte in einem Gebäude in Königswusterhausen. Von hier wurden die Musikstücke auf der Drahtleitung nach der Hauptfunkstelle der Neichspostverwaltung übertragen und von dort durch den 10 kw⸗ Telefunkenröhrensender weiter übermittelt. Derselbe Sender hat vor kurzem bei Telephonieversuchen mit dem argen⸗ tinischen Schiff „Bahia Blanca“ die Sprache bis auf 3600 km klar und deutlich übertragen. Es war das erste Mal, daß drahtlose Musik in dieser Form im Dienste der Wohltätigkeit Ver⸗ wendung gefunden hat. 8
Kdoööln (Rhein), 25. September. (W. T. B.) Am 6. d. M. wurde zwischen den Bahnhöfen Bonn und Godes⸗ berg ein U nfall dadurch herbeigeführt, daß ein Last kraft 8 wagen auf einem Wegeübergang von einem Per⸗ so nenzuge erfaßt und zertrümmert wurde, wobei der Kraftwagenführer und der Begleiter leicht verletzt wurden. Anscheinend Nauf diese Veranlassung hin bhrachten einige Tage später einige Zeitungen die Notiz, daß ein amerikanisches Auto⸗ mobil mit einem Zuge zusammengestoßen sei, wobei sechs Amerikaner getötet worden seien. Ein derartiger Unfall hat sich aber, wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, nicht ereignet. 1
„Mannheim, 25. September. (W. T. B.) Unter Be⸗ teiligung großer Beyvölkerungsmassen, etwa 70 000 M. enschen aus Ludwigshafen, Mannheim und der Pfalz, und in. Gegenwart des Reichspräsidenten, des bayerischen Minister⸗ präsidenten, des badischen Staatspräsidenten, des Präsidenten 8 des bayerischen Landtags und Vertretern zahl⸗ reicher Behörden und Organisationen wurde heute auf dem Ludwigshafener Friedhof die Trauerfeier für die Opfer des Oppauer Explosionsunglücks gehalten. Die französischen Militärbehörden waren durch den General de Meitz als Beauftragten der Interalliierten Rheinlandkommission und den General Dan gand als Beauftragten des Militärbefehlshabers General Degoutte ver⸗
niu Andererseits din ha, Befehlshaber der Truppen — ien Befehl erhalten haben, gegen Brussa zu marschieren. General Ghalip Pascha soll den Befehl erhalten
Die Verluste auf beiden
2 —₰
feier folgende Rede:
hatte.
und Frauen, deren Qualen und
Gewaltig ist die Zahl der Toten
zusprechen.
Verletzten herzlichste Teilnahme empfinden.
und Zeichen hilfsbereiten Beistands tuend berührt haben und für die ich hier nehme, zu danken. Worte. und brüderliche Hilfe geregt. verwaltungen, Organisationen,
Damen und Herren!
Wucht eingebrochen, das zerstörend, was
werden,
bauen, s
kunft zu erarbeiten.“ einer Ansprache das Wort. das Menschenwerk zerstöre.
trösten, die Ueberlebenden schützen,
die Toten ehren möge. Fabrikarbeiterverbandes, der Direktion des Werkes,
Oberbürgermeister
eindrucksvoll. Die Korrespondenz Hoffmann meldet
Ebert und den Grafen Lerchenfeld unterzogen.
die bisherigen Schilderungen und über die meinde und Werk mehr als bestätigt. stattete den Verwundeten in den heimer Krankenhäusern einen Besuch ab.
Lazarett eingerichtete Goetheschule. Sie einzelnen nach dem Befinden und der Verunglückten und sprachen ihnen bisher durch das Ludwigshafener lichten Listen der bei der Erxplosion unglückten sind 235 Tote gemeldet, einwandfrei festgestellt sind,
worden.
Lagers von etwa salpeter zurückzuführen ist.
fähigkeit innewohnt. Die Ursache der
eb beschäftigten Personen der K ind.
allzuferner Zeit gerechnet werden.
1 *- N20 C W. NW
der König von
Oppauer Unglück übermittelt hat.
General Nollet, dem
sprochen. — Der Reichskanzler hat erhalten: furchtbaren Oppauer richtigen Dank der bayerischen Ferner hat der Reichskanzler am Antworttelegramm der erhalten: Dank die bedeutsame finanzielle Willigung,
Unglücks beehre ich
E1““ in Aussicht gestellt ist. hierdurch wirksamst gefördert werden. Lerchenfeld.“ 68 8
zösische Oberkommissar Tirard ordentlichen Umfangs des neue Summe von 5 9 H 9 . vb e 8 den Hinterbliebenen der lung des Bezirksrats, der
Explosionsunglücks
r. Opfer Bürgermeister
treten welche beide in vor Beginn der eigentlichen Trauerfeier an d chspräsidenten und den bayerischen Ministerpräsidenten ge⸗
Ortschaften und der katholischen und
Schmerzen 3 und Verwundeten. mir ein dringendes Herzeusbedürfnis gewesen, zur heutigen äußeren Feier teilnehmender Trauer hierher zu kommen und den Hinter⸗ bliebenen, den Verwundeten und Beschädigten auch von dieser Stelle aus nochmals die innigste Anteilnahme der Reichsregierung und, wie ich sagen darf, des gesamten deutschen Volkes an ihrem Unglück aus⸗ zuspre Sie dürfen überzeugt sein, daß die weitesten Kreise Deutschlands mit den Hinterbliebenen der Toten und den zahlreichen Herletzten herzlichste Teiln . Auch weit über die Grenzen des Reichs hinaus hat das Unglück Widerhall und Teil⸗ nahme erweckt. Aus allen Teilen der Welt sind B eingelaufen, die nochmals
der badis
lt und außerdem unerkannt dem Friedhof übergeben wurden. gehörigen sind bis gestern 90 Personen als vermi ßt gemeldet
‧. In den Krankenhäusern der Pfalz, in Mannheim, Heidel⸗ berg usw. sind 519 Verwundete aufgenommen worden. — Erklärung der Badischen Anilin⸗ und steht nunmehr fest, daß das Unglück auf die Exp
Ministerpräsidenten Grafen Lerchenfeld folgendes
Schaffenskraft in jahrelanger Arbeit errichtet haben. Geschick und doch wird es uns nicht lähmen in unserem Entschluß, das Zerstörte wieder aufzubauen. Wie wir hier trotz des Waltens finsterer Mächte unerschuͤttert sofort wieder an das Werk gehen was heute hier in Trümmern liegt, morgen wieder aufzu⸗ bauen, so wollen wir auch im ganzen Volk und Reich fortfahren, mit festem Willen und in produktiven Kräfte unser wirtschaftliches Leben wieder aufzubauen und trotz der harten Schicksalsschläge, die uns, wie kaum ein Volk in der Weltgeschichte, getroffen haben, schaffensfreudig uns eine bessere Zu⸗
Bürgermeisteramt in Oppau Ver⸗ mit Namen 75 Tote, Seitens der An⸗
und dem phe in Oppau ausge⸗ von dem bayerischen identen 1— e Telegramm „Für die wohltuende Beileidskundgebung anläßlich des
gebre, wi auf Staatsregierung auszusprechen.“ — T ol b mj bayerischen „Die bayerische Regierung begrüßt
8—
richteten Ansprachen in warmen Worten ihre Teilnahme zum Ausdruck brachten und Kränze niederlegten. Der Herr Reichspräsident
erwiderte ihnen mit Worten des Dankes und hielt bei der Beisetzungs⸗
1 „In tiefster Erschütterung stehen wir heute am Ort der gro Katastrophe, die in der Morgenfrühe des 21. September ganz Deutsch land in Schrecken und Aufregung versetzt hat, einer Katastrophe, die die Geschichte der deutschen Industrie bisher noch nicht zu verzeichnen Mit schmerzbewegtem Herzen betrauern wir heute den Tod so vieler pflichttreuer Arbeiter, die dem furchtbaren Unglück zum Opfer gefallen sind, beklagen wir die bei dem Unglück verletzten Männer mitempfinden.
eileidskundgebungen
und . Gelegenheit — Ehrliches Mitgefühl beschränkt sich nicht auf Gleich nach dem Unglück hat sich überall menschenfreundliche Reichs⸗ und Staatsbehörden, Kommunal⸗ — Organ industrielle und finanzielle Unter⸗ nehmungen, wie die einzelnen Mitbürger in Stadt und Land haben bereits erhebliche Beträge zur Vermeidung materieller Not aufgebracht. Eine Hilfsaktion größten Umfangs hat begonnen und wir dürfen hoffen, daß es uns gelingen wird, den so schwer vom Unglück Be⸗ troffenen die Sorge um das tägliche Leben abzunehmen. Hochverehrte 1 en! In die Stätten blühender Arbeit, in eine Musteranstalt deutschen Unternehmungsgeistes und deutschen Arbeits⸗ willens sind uns unbekannte Kräfte der Zerstörung mit elementarer Erfindungsgeist Hart ist das
im ganzen Deutschen harter Arbeit aller
Darauf nahm der bayerische Ministerpräsident zu n ache d Er sagte, Ehrfurcht und Schauer er⸗ faßten den Menschen, wenn die Natur der Fesseln sich entledige und Menf So werde auch diese Katastrophe eine ernste Mahnung an die Vergänglichkeit alles Irdischen und eine bedeutsame Mahnung an das Unvergängliche. Ausdruck der Hoffnung, daß das große Hilfswerk die Trauernden die Wunden Nach ihm sprachen Vertreter des der Arbeiterschaft und D 88I che Staats⸗ präsident, der Präsident des bayerischen Land⸗
s, der Regierungspräsident der Pfalz und der b · von Mannheim. und Gesang eingeleitete und geschlossene Feier verlief würdig und
Er schloß mit dem
heilen
Die von Musik
8 - amtlich aus Ludwigs⸗ 8 afen: Sonntagnachmittag wurde in Begleitung des badischen und des württembergischen Ministerpräsidenten, des bayerischen Handels⸗ ministers Hamm und einer Anzahl Staatsvertreter unter; der Direktoren der Badischen Anilin⸗ und So die Unglücksstätte Oppau durch den Reichspräsidenten bayerischen Ministerpräsidenten Henf einer eingehenden Besichtigung zogen ie beiden Herren empfingen im Werk eine Abordnung des Angestellten⸗ und Arbeiterrats, der sie die weitestgehende Hilfe von Reich und Staat und Gemeinden in Aussicht stellten. Durch die persönliche Besichtigung an Vnt 9 Stelle fanden die Herren über den Umfang der Zerstörun
Not der Bevölkerung und Arbeikerschaft 8 Ge⸗ Der Herr Reichspräsident 1“ 1 vndh Mann⸗ im 1b Der bayerische Minister⸗ präsident sowie der Regierungspräsident der Pfals bschc, e 1 Führung des Zweiten Bürgermeisters, des Polizeireferenten und des Krankenhausdirektors das Ludwigshafener Krankenhaus und die erkundigten den Familienverhältnissen Trost zu. — Nach veröffent⸗
Führung dafabrik Ludwigshafen
Nach einer 1 g gl osion eines 1 ETTT16X“ geter Es war bisher nicht bekannt und im höchsten Maße überraschend, daß diesem Produkt Explosions⸗ 4 innewohn⸗ v Explosion wird sich kaum sicher ermitteln lassen, weil sämtliche zur Zeit der Erplosion in diesen beschäftig son, Katastrophe zum Opfer gefallen Ihs Die Nachricht, daß Oppau gänzlich zerstört ist, trifft nicht zu. heit der Wiederaufnahme der Ammvniakherstellung kann in nicht
Ueber eine Reihe weiterer KLundgebungen und Hilfs⸗ maßnahmen aus Anlaß des Oppauer Explosionsunglücks meldet h Spanien dem Her No 8 5s; „ s ; 3 ¼ 8 “ Reichspräsidenten telegraphisch seine Teilnahme Außer den in Berlin anwese ppauer Unglück ül 2 besenden auswärtigen Vertretungen hat auch der V orsi der Interalliierten Militärkontrollkommis sion, venera ollet, dem Reichskanzler wärtigen Amt das Beileid zu der Katastro
tzende
Aus⸗
folgendes Regi erung rij “ G Sn nelle Willigung, die mit schätzbarstem Telegramm vom Gestrigen seitens des Reichs für die vom Oppauer „Die Hilfsaktion wird Ministerpräsident Graf
Nh 1 Havasmo d 5 Nach einer Havasmeldung aus Koblenz hat der fran⸗
angesichts des außer⸗ Opvau
10 000 Frank überwiesen, durch
eine
Vermitt⸗ profestandfsch beee ” 1 tho rotestantischen Geistlich⸗ keit von Ludwigshafen zufließen soll. — Das Central. R 1e-.
Committee in New York hat dem Deutschen Rot Kreuz für die Opfer der Oppauer Katastrophe 500 Kisten F Milch und Lebensmitteln im Werte von 1 Million Miit ferner 500 000 ℳ in bar für die Pflege der Verletzten und Nothilfe durch Funkspruch überwiesen mit dem Auftrag 85 Spende gemeinsam mit dem Bürgermeister von Ludwiggha⸗ zu verteilen. Das Deutsche Rote Kreuz hat namens der N 9 leidenden für die großartige brüderliche Hilfeleistung gedankt 83 unter dem ersten Eindruck der Katastrophe von unseren amerikanisch 8 Freunden gewidmet wurde. Uebrigens hat das Deutsche R. 9 Kreuz bereits am Tage nach dem Unglück durch eine na 6 Oppau entsandte Vertretung seine Hilfe zur Ver fügung ‚gestellt, eine Anzahl Doeckersche Baracken für de⸗ Unterbringung von Obdachlosen abgesandt und die Lieferung v Kleidern, Wäsche und Schuhwerk angeboten. 8 Der am Sonnabend gebildete Reichshilfsauss fö Oppau erläßt folgenden Aufruf: Für die Vchnß Hür Obpau! Eine Katastrophe, wie sie in Deutschland noch vinn erlebt wurde, hat in der bayerischen Rheinpfalz Hunderte d Menschenleben vernichtet, Tausende obdachlos gemacht und unernehr liche Wirtschaftsschäden verursacht. Noch ist zwar die Wirkung d 8 Unglücks in allen seinen Folgen nicht absehbar. Aber eins ist ig jetzt ersichtlich: Riesenanstrengungen sind notwendig, um ausreichende Hilfe zu bringen. Weit über 1000 Tote und Schwerverwundete sind neben zahlreichen Leichtverletzten ein Opfer der Explosion geworde Kann auch den Kindern und Frauen, die das Schicksal zu Waiser und Witwen gemacht hat, der Ernährer nicht wiedergegeben werden, vermag auch keine noch so weitreichende Hilfe den obdachlos Ge⸗ wordenen ihr altes Heim wiederzugeben, so gilt es doch, in l. sammenfassung aller hilfsbereiten Kräfte Deutschlands Mäͤtel und Wege zu finden, um rasche und möglichst nachhaltige Hilfe zu gewähren. Ungeheure Summen wird die Wiederherstellung des betroffenen Werkes und seiner Arbeitsfähigkeit im Interesse der deutschen Volkswirtschaft erfordern. Diese Summen aufzubringen betrachtet das Werk als seine selbstverständliche Aufgabe. Darüber hinaus aber werden große Beträge zur Behebung de außerhalb des Werks angerichteten Schadens erforderlich sein Bereits sind aus öffentlichen und privaten Mitteln umfang⸗ reiche Summen zur Verfügung gestellt und Maßnahmen zur eing. weiligen dringlichsten Hilfe getroffen. Soll aber volle und nach⸗ haltige Hilfe gebracht werden, so gilt es, weitere große Mittel auf⸗ zubringen. Die Unterzeichneten richten deshalb an das gesamte deutsche Volk in Stadt und Land die Bitte: Gebt rasch und gebt reichlich für die Opfer des Oppauer Unglücks! „Ueber die eingehenden Beträge verfügt der unterzeichnete Reichs⸗ hilfsausschuß. Er überweist sie nach Bedarf den öffentlichen Hilfs⸗ einrichtungen der betroffenen Länder, in denen alle Beteiligten, auch die Vertreter der Geschädigten, mitarbeiten. Spenden neh men entgegen: die Reichsbank, sämtliche Banken, Post⸗ anstalten sowie die Postscheckkonten Ludwigs⸗ G C“ Nr. 55 000 und Berlin p. eichshilfsaus ü .“ f schuß für
London, 24. September. (W. T. B.) Im Kanal i infolge dichten Nebels der Postdampfer 1““ mit einem norwegischen Frachtdampfer zusammen⸗ IE“ Shr EE11A“ is Firdtesto vier Minuten gesunken, von seiner au Mann bestehenden Besatzung si zehn Mann ums Leben gekommen. sctzung sid
Nr. 40 des Zentralblatts für das Deutse Reich, herausgegeben im Reichsministerium des Innern, 88 16. September 1921 hat folgenden Inhalt: 1. Allgemeine Ver⸗ waltungssachen: Verordnung, betreffend die Bildung eines weiteren Ausschusses zur Feststellung von Kriegsschäden in Elsaß⸗Lothringen. — 2. Justizwesen: Verfügung des Reichsministers der Justiz zur Er⸗ gänzung der Verfügung vom 3. September 1920 über die Be⸗ stimmung von Behörden und Stellen, denen Auskunft aus dem Strafregister zu erteilen ist. Bekanntmachung der Behörden und Stellen, denen Auskunft aus dem Strafregister zu erteilen ist. — 3. Finanzwesen: Uebersicht der Einnahmen an direkten Steuern, Zöllen usw. Ende Juli 1921. — 4. Konsulatwesen: Ernennungen. Ermächtigung zur Vornahme von Zivilstandshandlungen. Exequaturerteilungen. — 5. Steuer⸗ und Zollwesen: Ergänzung des Verzeichnisses der Annahme⸗ stellen von Schuldverschreibungen usw., die auf die Kriegsabgaben oder das Reichsnotopfer an Zahlungs Statt hingegeben werden. Verlust von Stempeln zur Abstempelung von Gewinnanteilschein⸗ bogen usw. Zuschlag zum Branntweingrundpreis für den im Monat September 1921 abgefertigten Branntwein aus neuer Melasse. — 6. Versicherungswesen: Berichtigung. — 7. Militärwesen: Ungültig⸗ Feitzerklirung von in Vegca Zivilversorgungs⸗ und An⸗
ellungsscheinen. — 8. Polizeiwesen: Ausweisu sländer aus dem Reichsgebiete.
Theater.
Hpernhaus. (unter den Linden.) ben hevorftestüng. Zum 50. Male: Mona Lisa. 7 ½ Uhr.
Mittwoch: Ritter Blaubart. Anfang 7 ½ Uhr.
Schaufpielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Dienstag: 191. Dauer⸗ bezugsvorste ung. Torquato Tasso. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Nathan der Weise. Anfang 7 ½ Uhr.
Dienstag: 192. Dauer⸗ Anfang
8 Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Erika Baronesse von Saß mi 5 Gerhard Hübner ( Primkenau) 1““ Vermählt: Frl. Elfriede Hennies mit Herrn Regierungsmedi⸗ zinalrat, Generaloberarzt a. D. Walter Scholz (Bad Altheide). — Frl. Frida Wilde mit Herrn Amtsgerichtsrat W. Policke (Beuthen, Bez. Liegnitz).
Gestorben: Herr Dr. phil. Richard Gorkow (Breslau). — Herr Dr. phil. Helmuth von Oettingen (Karlsruhe). — Herr Geh⸗ Regierungsrat Jan J. M. de Groot (Haag, Holland, z. Zt. Ferir, ichterfelde). — Herr Kammergerichtsrat Arnold Büning
8
erlin).
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle J. V.: Rechnungsrat Meyer 8. Vee 8 Verlag der Geschäftsstelle (J. V.:: Meyer) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei Ve 111“““ Wilhelmftre zund u“
Drei Beilagen leinschließlich Börsenbeilage) und Erste, Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte
6
Zentra Handelsregister⸗Beilage “ 1“ W
Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger
E r st e Beila ge
Berlin, Montag, den 26. September
1921
Fortsetzung aus dem Hauptblafk.)
Aeronautisches Observatorium. Lindenberg, Kr. Beeskow. 23. September 1921. — Drachenaufstieg von 5 ¼ a bis 7 a.
Relative Wind
Feuchtig⸗ v Geschwind. keit Richtung Elmhnbe
—
Seehöhe Luftdruck Temperatur Co
oben unten
m mm
12 755,9 13,8
300 740,9 1780 620 618 518
24. September 1921. — Pilotballonaufstieg von 5 a 16 bis 5 a 46. “ Wind Seehöhe Geschwind.
Sekund.⸗ Meter
Relative Feuchtig⸗ keit Richtung
“ Temperatur C0
t oben Y unten
Klar. — Sicht: 6 km.
——
25. September 1921. — Drachenaufstieg von 5 a bis 7 ¼ a.
Relative Wind
Feuchtig⸗
2 1 Geschwind. vnten keit Richtung Sekund.⸗ m mm % Meter
122 758,5 6,4 92 WN 3 200 752 98 W 8 4200 733 75 NW 10 1560 635 91 2140 592 40 N 30770 527 — 0,6 50 16
eiter. — Sicht: 8 km.
Seehöhe Luftdruckk Temperatur Co0
oben
“
Statistit und Volkswirtschaft.
Arbeitsstreitigkeiten. 6
Wie der Deutsche Buchdruckerverein dem „W. T. B.“ mitteilt, haben die unter dem Vorsitz des Regierungsrats Dr. Brahn vom Reichsarbeitsministerium geführten Einigungs⸗ verhandlungen am Sonnabend spät Nachmittags einen Ab⸗ schluß gefunden. Die Prinzipalität machte schließlich das Angebot, für die höchste Klasse der Gehilfen ab 1. Ok⸗ tober 355 ℳ, ab 15. November 380 ℳ mit entsprechenden Ab⸗ stufungen für die Ledigen und für die Orte mit niedrigeren Lokal⸗ juschlägen zu zahlen. Dieser Vorschlag wurde von der Gehilfenschaft angenommen. Ueber die Einzelheiten der neuen Teuerungszulagen sollte gestern vormittag noch beraten werden.
Nachdem der Schiedsspruch über die Neuregelung der geldlichen Leistungen der Reichstarifverträge für die Versicherungsangestellten vom Arbeitgeber⸗ verband angenommen, von den Angestelltenverbänden aber abgelehnt worden war, hatte der Reichsarbeits⸗ minister die Parteien auf Sonnabend zu einer Aussprache ein⸗ geladen. Nach vielstündigen Verhandlungen machte „W. T. B.“ zufolge, der Vorsitzende, Dr. Cäsar, den Parteien einen Ver⸗ gleichsvorschlag auf folgender Grundlage: 1. Der Inhalt des Schiedsspruchs erhält Geltung für die Zeit bis zum 31. Ok⸗ tober d. J. mit der Aenderung, daß auch die weiblichen Angestellten über 20 Jahre in demselben Umfange wie die männlichen bedacht werden. 2. Die Verhandlungen über die Bezüge vom 1. November 1921 ab werden von den Parteien spätestens am 20. Oktober dieses Jahres aufgenommen. Zu diesem Vergleichsvorschlag sollen sich die Parteien bis zum 30. September, Nachmittags 1 Uhr,
erklären.
Die Arbeiter der thüringischen Metallindustrie sind, wie „W. T. B.“ aus Erfurt erfährt, am Sonnabend in den Ausstand getreten. In Erfurt streiken bis jetzt die Arbeiter der
Großbetriebe. xxbb.
Die Höchster Farbwerkeund die Kunstseidefabriken ge soce h ch haben, wie „W. T. B.“ aus Frankfurt a. M. meldet, ihre Werke am Sonnabend geschlossen und sämtliche Arbeiter fristlos entlassen. Die Schließung der Werke ist auf Demonstrationen der Arbeiterschaft zurückzuführen, die am Donnerstag in Höchst am Main und am Freitag in Kesterbach stattfanden. In ihrem Verlauf wurden die Direktoren der Werke zu tarifwidrigen Zu⸗ geständnissen gezwungen. Der Arbeitgeberverband der Chemischen Industrie hat den Firmen die Durchführung der erpreßten und daher nichtigen Forderungen untersagt und teilt mit, daß die geschilderten Vorgänge nunmehr auch die Chemische Fabrik Griesheim veranlaßt haben, die technischen Betriebe ihres Werks in Griesheim unter fristloser Entlassung ihrer ämtlichen Arbeiter und Arbeiterinnen zu schließen.
Nach einer von „W. T. B.“ übermittelten Reutermeldung aus London sind dort Verhandlungen mit den Arbeitern im Maschinen⸗ und Schiffsbaugewerbe über die Be⸗ seitigung des Kriegsaufschlags auf die Arbeitslöhne nach längerer Dauer abgebrochen worden. Die Beseitigung bedingt eine Herabsetzung der Löhne um zehn Schilling wöchentlich für drei Millionen rbeiter. Eine Vertreterversammlung der Trade Unions, die sich am M. mit dieser Angelegen⸗
heit befaßte, beschlos ein Eingreifen des Arbeits⸗ minist 1 herbcestaghen. „Daily Herald“ berichtet dazu, es drohe
24 2 2 „ 1 8 8 M a 8 wegen Lohnschwierigkeiten eine Aussperrung in der ⸗ schinen⸗ und Schiffbau⸗Industrie am 12. Oktober, von der über zwei Millionen Arbeiter betroffen würden. „Daily News
melden, daß der Arbeiterdreibund wegen der Erfahrungen im gohtenda und angesichts der Schaffung eines Zentralrats des llaufgelöst sei.
Gewerkschaftskongresses endgültig und forme — ts Aus dem französischen Ausstandsgebiet meldet „W. T. B.“ aus
wie sie beschlossen hatten. Die Buchdrucker von Tourcoing haben die ihnen angebotene Lohnverminderung abgelehnt. Auch die Kistenarbeiter von Roubairx haben wegen Verminderung
des Lohns den Ausstand beschlossen.
Verkehrswesen.
Gegen das vom 1. Oktober ab — in Ausnahmefällen — bei Fernsprechverkehr eintretende Verfahren, daß die Ueber⸗ lastung eines Anschlusses durch besondere Zählung der in einer Woche vorkommenden Besetztfälle festgestellt und daß eine Ueberlastung als vorhanden angesehen wird, wenn sich hierbei für den Tag durchschnitt⸗ lich mehr als 7 Besetztfälle bei einem Gesamtverkehr von mehr als 16 000 (abgehenden und ankommenden) Gesprächen ergeben, sind von einer Berliner Zeitung Einwendungen erhoben worden. Als Maßstab für die Ueberlastung eines Anschlusses sollte danach immer nur die Summe der abgehenden, niemals aber auch die der ankommenden und niemals die Besetztfälle dienen. Denn für die ankommenden Ge⸗ spräche werde die Verwaltung von denfenigen bezahlt, von dem sie aus⸗ gehen. Hierzu wird folgendes bemerkt: Ein Fernsprechanschluß, der von seinem Inhaber nur für abgehende Gespräche benutzt wird, kann eine sehr große Anzahl von Gesprächen aufnehmen, ohne daß er über⸗ lastet erscheint und ohne daß seine starke Benutzung im allgemeinen schädigend auf die Abwicklung des Betriebes in dem Ortsnetz wirkt. Der Inhaber reiht auf dem Anschluß nach seinem Belieben ein Ge⸗ spräch an das andere, weil die benutzte Anschlußleitung für seine Zwecke immer frei bleibt. In einem solchen Falle beabsichtigt die Telegraphenverwaltung nicht, den Teilnehmer lediglich deshalb zur Vermehrung seiner Sprechstellen anzuhalten, weil die Menge der Gespräche eine bestimmte Zahl überschreitet. Hieraus erhellt, daß nicht die Zahl der abgehenden Gespräche allein den Maß⸗ stab für die Entscheidung der Frage abgeben kann, ob ein Anschluß überlastet ist. Im Gegensatz hierzu kann ein Anschluß, der nur zum Verkehr in ankommender Richtung dem Inhaber hin) be⸗ nutzt wird — etwg in einem großen Geschäft zur Entgegennahme von Bestellungen — schon bald überlastet sein, weil die Anrufenden es bekanntlich nicht in der Hand haben, ihre Verbindung mit diesem Anschluß gerade in dem Augenblick zu verlangen, wo ein anderer Teilnehmer mit ihm gesprochen hat. Die Erfahrung zeigt, daß Verbindungen mit einem solchen Geschäftsanschluß in sehr vielen Fällen nicht sogleich ausgeführt werden können, weil der Anschluß „besetzt“ ist, und daß solche Verbindungen nutzlos nicht nur zum zweiten Male, sondern auch zum dritten Male und noch öfter verlangt werden, wenn nach dem Geschäftsanschluß hin ein starker Verkehr besteht und das Geschäft nur über einen Anschluß oder eine zu geringe Zahl von Anschlüssen verfügt. Die Besetztfälle drücken unter solchen Umständen die Güte der Betriebsleistung herab und verursachen der Telegraphenverwaltung erhebliche Arbeit und damit auch entsprechende Kosten, für die sie nicht entschädigt wird. Denn der Anrufende bezahlt immer nur das wirklich zustandegekommene Gespräch, nicht aber die infolge der Besetztfälle nutzlos geleistete
Arbeit. 1“ Theater und Musik.
Schillertheater Charlottenburg.
Das Schillertheater hat wohl daran getan, Calderons Schau⸗ spiel„Der Richter von Zalameg“ wieder in seinen Spiel⸗ plan aufzunehmen, denn dieses Werk des großen spanischen Dichters schlägt einen so volkstümlichen Ton an, kommt in seinem gesunden mensch⸗ lichen Empfinden dem allgemeinen Verständnis so sehr entgegen, daß es gerade den Stammbesuchern eines Volkstheaters willkommen sein muß. Der jetzigen, wie den früheren Aufführungen des Schauspiels an
kapital 3 Millionen Mark beträgt; die Porzellanfabrik K. Krister besteht seit etwa 100 Jahren. — Wie der Eisen⸗ und Stahlwarenindustriebund in Elberfeld mitteilt, haben die vereinigten Möbel⸗ schloßverbände die TEEET1 für das In⸗ land und das in Mark belieferte Ausland in Anbetracht der bedeutend gestiegenen Rohmaterialpreise, Arbeitslöhne usw. wie folgt er höht: Möbelschlösser mit franz. Feder 550 %, Möbelschlösser mi Zuhaltungen 450 %, Teekistenschlösser mit und ohne Zuhaltungen 550 %, Schweizerschlösser 550 %, lose Schlüssel ohne Mengen rabatt 450 %. 1 —. Der Aufsichtsrat der Vereinigten Zünder⸗ u Kabelwerke, A.⸗G., Meißen, beschloß, der demnächst ein⸗ zuberufenden Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals um 1 200 000 ℳ vorzuschlagen. — Der Aufsichtsrat der Glockenstahlwerke Aktien⸗ gesellschaft vorm. Rich. Lindenberg, Remscheid, beschloß laut Meldung des „W. T. B.“, der auf den 21. Oktober 1921 einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung von 25 vH Dividende auf das gewinnberechtigte Aktienkapital von 8 000 000 ℳ vorzuschlagen. b — Die 5. Frankfurter Internationale Messe wurde laut Meldung des „W. T. vorgestern vormittag mit einem Rundgang der zahlreich erschienenen in⸗ und ausländischen Presse vertreter eröffnet, nachdem Direktor Sutter vom Meßamt die Gäste
in der Rotunde der Festhalle begrüßt und mit kurzen Worten auf die baulichen Veränderungen und Fortschritte seit der letzten Frühjahrs⸗ messe hingewiesen hatte. An den Rundgang schloß sich die Er⸗ öffnung des Hauses „Werkbund“, in dem dem Kunstgewerbe eine
Stätte bereitet ist.
bis 31. März 1921), betrugen die Betriebseinnahmen ausschließlich 7626 ℳ Vortrag aus dem Vorjahre 1 022 656 ℳ (gegen das Vor⸗ jahr 628 402 ℳ mehr). Von obiger Gesamteinnahme fließen 1265 ℳ für verkaufte Materialien in den Erneuerungsstock. Die Betriebs⸗ ausgaben betragen 908 150 ℳ. Hierzu kommen noch die regulativmäßigen Bartrücklagen in den Erneuerungsstock mit 20 900 ℳ und in den Reserve⸗ fonds I mit 260 ℳ, insgesamt 929 311 ℳ. von 929 311 ℳ sind die dem Erneuerungsfonds zur Last fallenden 2494 ℳ abzusetzen. Es kann mithin der Generalversammlung ein
stammaktien und 4 vH an die Stammaktien, zur Zahlung von 342 ℳ bei dem Erneuerungs⸗ und dem Reservefonds abgeschriebenen Kursverlust von 12 006 ℳ sowie für eine
70 000 ℳ für einen offenen und welche auf Anordnung der Eisenbahndirektion mehr in den Wagenpark einzustellen sind, und einem Vortrage von 8151 ℳ auf neue Rechnung ausreicht. Die Betriebseinnahmen setzen sich aus folgenden Quellen zusammen: Personenverkehr 219 564 ℳ + gegen das Vorjahr 94 010 ℳ), Gepäckverkehr 10 248 ℳ + 1778 ℳ), Viehverkehr 73 699 ℳ (+. 47 396 ℳ), Güterverkehr 86 698 ℳ (+ 318 853 ℳ), sanftss. Einnahmen 232 535 ℳ (+ 166 362 ℳ). Die wirklichen Betriebseinnahmen aus dem
das Vorjahr um 462 039 ℳ höher. Wien, 23. September. (W. T. B.)
erste Wiener
der gleichen Stätte liegt die bekannte Wilbrandtsche Uebertragung zu Grunde, die gegenüber der bevorzugten neueren Bearbeitung von Rudolf Presber doch immer noch
jetzige Aufführung gehört zu den besten Sch Png ihrem Mittelpunkt steht ein neuer Darsteller, Gustav
Czimeg, in der Rolle des Pedro Crespo; er findet für den ehrenfesten auch den erwünschten Humor in den Szenen mit dem polternden
vortrefflich, indem er aus der rauhen Schale des äußeren Gebarens des Soldaten den goldenen Kern des Menschen wirksam hindurchschimmern läßt. In der im ganzen mehr passiven Rolle der Isabel fand Claire Neufeld für die Erzählung der ihr angetanen Schmach den rechten ans Herz greifenden Ausdruck. Auch die anderen Darsteller stehen alle auf dem vechten Platz. Als Spielleiter hat Alfred Braun mit Geschick und Geschmack seines Amtes gewaltet. p.
Rheinischen Kulturwoche zum 50. Male Max von Schillings' „Mona Lisa“ unter der Leitung des Komponisten, mit den Damen Kemp, Heckmann⸗Bettendorf, Marherr⸗Wagner, Mancke und der Herren Scheidl, Helgers, Noé, Philipp, Düttbernd und Zador besetzt, aufgeführt. Anfang 7 ½ Uhr. 2
Im Schauspielhause wird morgen „Torquato Tasso“ in bekannter Besetzung wiederholt. Anfang 7 ½ Uhr.
Handel und Gewerbe
— Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichs⸗ bank und Post erfolgt laut Meldung des „W. T. B.“ in der Woche vom 26. Sevptember bis 2. Oktober zum Preise von 450 ℳ für ein Zwanzigmarkstück, 225 ℳ für ein Zehnmarkstück. Für ein Kilogramm cch zahlt die Reichsbank 63 000 ℳ und für die ausländischen
oldmünzen entsprechende Preise.
1. Oktober d. J. der erste Teil, des britischen Industrie⸗ schutzgesetzes, wonach eine Reihe von
C. 2, Klosterstraße 41, zu erhalten.
für Drahtstisfte und blanke Drähte um netto 130 ℳ, Material um netto 150 ℳ erhöht worden. die Geschäftsstelle: Berlin W 8, Friedrichstraße 71.
.
ordentlichen Generalversammlung die Erhö
lionen Mark vorzuschlagen.
Bezugsrecht im Verhältnis von einer
Lille, daß das Streikkomitee am Sonnabend die Bau⸗ erbeiter aufgefordert haben soll, die Arbeit nicht aufzunehmen
“ 8 1“ 1
mit Ehren bestehen kann. Die des Schillertheaters.
bäuerlichen Richter den rechten überzeugenden männlichen Ton und
General Don Lope. Den letzteren spielt Willy Eberhard ebenfalls V Käufer traten auf die Tschecho⸗Slowakei, Südflawien, Rumänien, Ungarn, Polen, die Schweiz, Italien, Frankreich, Holland, Däne⸗ Auch in die fernsten Länder, so nach
Im Opernhause wird morgen, Dienstag, aus Anlaß der
— Die Handelskammer zu Berlin weist darauf hin, daß am
Waren⸗ gattungen einem besonderen Zoll in Höhe von 33 ½ vH des Wertes unterworfen wird, in Kraft tritt. Nähere Auskunft über den Inhalt des Gesetzes und über die betroffenen Warengattungen ist im Verkehrsbüro der Handelskammer, Berlin
— Seitens der Vereinigung der Draht⸗ und Draht stift⸗ Großhändler Deutschlands e. V., Verlin W, sind
laut Meldung des „W. T. B.“ mit sofortiger CA114““ ü zinktes
Nähere Auskünfte erteilt
— Der Aussichtsrat der Porzellanfabrik Th. Rosen⸗ thal u. Co., A.⸗G., Berlin hat laut Mitteilung des „W. T. B.“ beschlossen, einer auf den 8. November d. J. einzuberufenden außer⸗
rhöhung des Stamm⸗ kapitals der Gesellschaft von 6 Millionen Mark auf 9 Mil⸗ Den alten Stammaktionären soll ein neuen auf vier alte Aktien zum Kurse von 300 vH eingeräumt werden, während die rest⸗ lichen neuen Stammaktien zur Verfügung der Gesellschaft bleiben. Der Aufsichtsrat genehmigte den Erwerb der Aktien der Krister Porzellan⸗Industrie A.⸗G. in Waldenburg in Schlesien, deren Aktien⸗
Gedanke, Wien zur Messestadt zu machen und zum Mittelpunkt des Handels zwischen Westen und Osten werden zu lassen, bildete den starken Antrieb, das zu leisten, was auf der Messe geboten wurde, zu zeigen, daß noch viel größere Kräfte aus dem österreichischen Volke
Von der Gesamtausgabe
reiner Ueberschuß von 102 200 ℳ (19 668 ℳ im Vorjahre) zur Ver⸗ fügung gestellt werden, der zur Verteilung von 5 vH an die Prioritäts⸗
Staatseisenbahnsteuer, zur Deckung der im vorigen Rechnungsjahr
Rücklage von einen bedeckten Güterwagen, in Hannover
Personen⸗, Gepäck⸗, Vieh⸗ und Güterverkehr sind zusammen gegen
Wie die Leitung der Wiener Messe feststellt, war die am 17. September geschlossene internationale Messe eine machtvolle
Kundgebung starken Arbeitsfleißes und des Lebenswillens Oesterreichs im Wettstreit um den gebührenden Platz auf dem Weltmarkt. Der
— Nach dem Jahresbericht für die Hoyaer Eisenbahn⸗ Gesellschaft, umfassend das Rechnungsjahr 1920 (1. April 1920
gehoben werden können, wenn das Ausland wieder das Vertrauen
Messe war ein voller und in der Zukunft noch sicherlich stark auswirkender Erfolg. Nach Schätzungen von Fachleuten dürfte der Gesamtumsatz 25 Milliarden Kronen betragen. Als
V mark, Schweden, Norwegen.
L dem Sudan, Australien
abge etzt. “ Paris, 26. September. (W. T. B.) „Journal Officiel“ veröffentlicht einen Erlaß des Finanzministers, durch den Credit National ermächtigt wird, neue Bonds im Betrage von drei Milliarden Francs auszugeben, die wiederum zum Wieder⸗
aufbau bestimmt sind.
1 808 000) Pfd. Sterl., Pfd. Sterl., Barvorrat Wechselbestand 85 120 000 (Zun. 5 310 000) Pfd. Sterl., der Privaten 115 204 000 (Abn. 14 344 000) Pfd. Sterl.
20 638 000 (Zun. 804 000) fd. Sterl.,
Clearinghouse⸗Umsa
des Vorjahres 32 Millionen weniger.
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am 23. September 1921.
und China wurden Waren
Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen
7 490 1 320
7 317
Gestellk, . .. Nicht gestellt.. Beladen zurück⸗
gerissert...
Berichtswoche zeigte Auslandsberichte und Valuta gründete. Im Verlaufe das Bild, denn immer mehr die Zufuhren der ersten Hand der dringlichen Feldbestellung die Voraussicht, daß sich dies noch die Kauflust ziemlich allgemein in den Markt führteé.
infolge der merklich nachließen, verstärken
abhängig.
die erste Hälfte dieser Woche wieder eine nicht unerhebliche Abschwächung, die sich zum Teil auf die matteren in der zeitweisen Besserung der deutschen der Woche änderte sich aber
machte es 8 fühlbar, daß artoffelernte und
während könnte,
Während die Geschäftslage des Weizens nicht ganz unabhängig von den Verhältnissen am Weltmarkt ist, weil wir zweifellos im Verlaufe des Jahres noch sehr erhebliche Ankäufe im Ausland werden machen müssen, bleibt das Roggengeschäft bei uns allein von der inländischen Situation Daß eine sonderliche Besserung in dem freien Roggenmehl⸗
zu Oesterreich gewinnt und ihm dabei auch seine Hilfe leiht. Die
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8
London, 22. September. (W. T. B.) Ausweis der Bank von England. Gesamtrücklage 23 461 000 (Zun. gegen die Vorwoche Notenumlauf 124 406 000 (Abn. 802 000) 128 417 000 (Zun. 6000) Pfd. Sterl., Guthaben Guthaben des Staates 13 960 000 (Abn. 1 093 000) Pfd. Sterl., Notenreserre Regierungssicherheiten
39 690 000 (Abn. 21 552 000) Pfd. Sterl. — Verhältnis der Rück⸗ lagen zu den Verpflichtungen 17,39 gegen 14,97 vH in der Vorwoche. 628 Millionen, gegen die entsprechende Woche
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts
Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 17. bis 23. September 1921.
Nach der Hochbewegung der Getreidepreise in der vorigen