1921 / 244 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Oct 1921 18:00:01 GMT) scan diff

Literatur

Von der im Reichsarchiv bearbeiteten Schriftenfolge „Schlachten des Weltkrieges 1914 1918“ ist das 3. Heft eer— Sülsihn schlacht in Mazedonien⸗Cernabogen 1916 von Georg Strutz, Hilfsarchirvar im Reichsarchiv, dargestellt nach amtlichen Quellen und einer Bearbeitung des Majors Curt Lieb mann, s. Zt. im Generalstab der 11. Armee. (Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis geh. 16 ℳ, geb. 20,50 ℳ.) Mit weit⸗ gesteckten Zielen hatte die Entente das Salonikiunternehmen und daran anschließend die Offensive unter General Sarrail begonnen. Man wollte den Gegner an seiner schwächsten Stelle treffen und erwartete von einem Siege auf dem Balkan eine baldige Ent⸗ scheidung des Weltkrieges, mindestens aber die endgültige Nieder⸗ lage Oesterreiche. Die Wiedereroberung Serbiens verhieß die Trennung der Mittelmächte von der Türkei und Bulgarien, eine schnelle Erschöpfung dieser auf deutsche Hilfe angewiesenen Staaten und die Herstellung einer direkten Verbindung Rußlands mit den West⸗ mächten. Trotz des zahlenmäßig weit überlegenen und glänzend aus⸗ gerüsteten Heeres Sarrails zerschellte aber die Offensive an dem Heldenmut und der opferwilligen Hingabe, an der zähen Ausdauer und der Pflichttreue der deutschen Truppen. Während zweier Monate hatte Sarrail nur etwa 40 km Gelände gewonnen und nach langem, verlustreichem Ringen sich der Hauptstadt Mazedoniens be⸗ mächtigt. In fesselnder, volkstümlicher Schilderung gibt der Ver⸗ fasser nach einem Ueberblick über die Gesamtlage unter gerechter Würdigung der Leistungen unserer bulgarischen Verbündeten ein an⸗ schauliches Bild von den fast übermenschlichen Anstrengungen, die die deutschen Truppen durch die außerordentlichen Schwierigkeiten des Geländes, die Unbilden der Witterung und das tückische Klima zu ertragen hatten, von den Entbehrungen, die sie in dem unwirtlichen Gebirgslande infolge mangelhafter Zufuhr erduldeten, und von den schweren, aber siegreichen Abwehrkämpfen, deren Bedeutung für die Gesamtkriegslage man erst an den Ereignissen des schicksalsschweren Jahres 1918 erkennen kann. Dem illustrierten, mit Karten und Skizzen ausgestatteten Heft ist weiteste Verbreitung zu wünschen. Auf die vielfachen Wünsche von Kriegsteilnehmern, über Vorgänge im Felde und über Zeit⸗ und Ortsangaben unterrichtet zu werden, an die sich für sie bedeutsame Erinnerungen knüpfen, hat sich das Reichsarchiv entschlossen, „Erinnerungsblätter deutscher Regimenter herauszugeben. Diese Erinnerungsblätter wollen keine Regimentsgeschichte im eigentlichen Sinne des Wortes sein; sie beschränken sich vielmehr auf Auszüge aus den antlichen Kriegstagebüchern und bringen, chronologisch geordnet, Angaben über den jeweiligen Aufenthaltsort, über Kampfbeteiligung, Verluste, Führerlisten u. dgl. Durch Einfügung einer kurzen Dar⸗ legung der Gesamtoperatiovn, in die das Regiment eintrat, durch kritische Bemerkungen, Rückblicke, ausführlichere Schilderung der Hauptgefechtstage und gute Uebersichtskarten sollen sie zu einem zu⸗ verlässigen Nachschlageheft für alle werden, die in einem Trupyenteil gefochten oder Angehörige in seinen Reihen verloren haben. Für die auch der Erinnerung an das ruhmreiche deutsche Volksheer deenende Schriftenfolge sind bereits 2000 Regimenter angemeldet. Erschienen ist bisher in dem oben genannten Verlage die Bearbeitung von zwei Regimentern: die des Königin Erifaderh Garde⸗ Grenadierregiments Nr. 3 (Preis 17,50 ℳ) von Ober⸗ leutnant a. D. voz Rosenberg⸗Lizinski und die des 3. Ostpreußischen Feldartillerieregiments Nr. 79 (Preis 8,50 ℳ) von Fritz Heidrich, im Kriege Adjutent des Regiments. w.

„Die Wahrheit über Oberschlesien“ ist der Titel des verspätet ausgegebenen Septemberheftes der„Süddeutschen Mo zats⸗ hefte“. Das Heft (Einzelpreis 4,50 ℳ) gibt einen vollständigen Ueberblick über das oberschlesische roblem, der durch eine farbige Karte, entworfen von Geheimrat Volz (Direktor des geographischen Instituts in Breslau), besonders gefördert wird. Es sind vor allem die wirtschaftlichen Fragen, die eine zusammenfassende Darstellung finden. Die Verfasser sind überwiegend führende Persönlichkeiten der bexlehrefischen Gewerkschaften, und zwar sowohl der freien, wi christlichen. v 8 1“

agd auf Rebhühner, Wa tern und schottische Mvorhühner wird für den E 11.“ Potsdam auf den 17. November 1921 fest⸗

Der Schluß der J 0

Theater und Musik.

Im Opernhause wird morgen, Mittwoch, „Der Troubadour“, mit Frau Heckmann⸗Bettendorf und den Herren Schlusnus, Zador, Krasa und Lücke besetzt, gegeben. Musikalischer Leiter ist Dr. Carl Besl. Anfang: 7 ½ Uhr.

Im Schauspielhause wird morgen „Die gefesselte Phantasie“ in bekannter Besetzung wiederholt. Anfang 7 ½ Uhr.

¹1eneendceaee

Konzerte.

Das II. Symphoniekonzert des Deutschen Opern⸗ hausorchesters brachte als Hauptwerk Mahlers I. Sym⸗ phonie in D⸗Dur. Das schwierige Werk wurde vom Orchester in einer sowohl musikalisch wie klanglich so vollendeten Ausführung dargeboten, daß sich zuletzt auf den an altenden, stürmischen Beifall hin das ganze Orchester dankend erheben mußte. Der bewährte Dirigent dieser Symphoniekonzerte, Professor Rudolf Krasselt, zeigte mit dieser musikalisch hinreißenden Leistung, wie auch später mit der rassigen Wiedergabe der II. Ungarischen Rhapsodie von Lifzt, die in dieser Auffassung und Ausführung zu hören ein Sondergenuß war, daß er sich frei von jeder Schablone hält und die Fähigkeit besitzt, jedem Kunstwerk eine eigene Physiognomie zu verleihen. Als Solist spielte Alexander Kropholler Dvoraͤks Konzert für Violoncello. Mit seinem ausdrucksvollen und e Ton, seinem beseelten Vortrag und seiner tadellosen Technit steht er jetzt in der Reihe unserer ersten Violoncellisten. Auch ihm wurde mit Recht begeisterter Beifall gespendet. An einem mit dem Phil⸗ harmonischen Orchester in der Philharmonie gegebenen Konzertabend bewies H ugo Reichenberger aufs neue, daß er zu den berufenen Dirigenten zählt. Er zeigte sowohl in der Wahl des Pro⸗ gramms (Bruckner, Bach, Beethoven) wie bei dessen Ausführung einen erlesenen Geschmack. Bei der reizvollen Suite vslen; für Floͤte und Streichorchester kam auch die feine Kunst des Flötisten Harzer ge⸗ bührend zur Geltung. Eine Gesellschaft „Russil“ zur Verbreitung russischer Kunst und Literatur im Ausland gab in demselben Saal ein erstes Konzert. Das größte Interesse wandte sich dem von früher her hier bekannten Pianisten Professor Alerxand er Siloti zu, einem Meisterschüler Liszts, der Tscharkowskis B⸗Moll⸗Konzert mit genialem Wurf, aber in Einzelheiten etwas flüchtig und im Zeitmaß zu b vortrug. Dagegen trat der Sänger A. Schel koff zurück; er singt ganz geschmackvoll, sein Vortrag ist aber zu nüchtern, und seiner Stimme fehlt jeder siegreiche Glanz. Der Dirigent J. Pomeranzeff führte Werke von Tanejeff, Moussorgsky und Rimsky⸗Korsakow vor. Von seinem äußeren Gebaren als Dirigent ließe sich mit Wilhelm Busch sagen: „Keiner weiß sich so zu wiegen und den Tönen anzuschmiegen“”; in der Dynamik bevorzugt er aber die robusten Klänge, sodaß das Philharmonische Orch ester selten so derb gespielt hat wie an diesem Abend. Wirksamer als hier für russische Kunst geworben wurde, wurde im Beethovensaal von Ma p von Schillings an der Spitze des Philharmonischen. Orchesters nordische Kunst geboten. Die Sängerin Elsa

matlandes, die durch ihre schwermütige Klangfarbe und eigenartiges Empfinden die Zuhörer fesselten. Ebenso interessierten zwei hier schon bekannte Orchesterwerke von Kurt Atterberg und Hugo Alfvén, bei deren großzügiger Wiedergabe sich Herr von Schillings wieder als vornehmer und geistvoller Dirigent erwies. Meister Ferruccio Busoni führte mit dem Philharmonischen Orchester, das er selbst leitete, in der Singakademie einen Pianisten, Edward Weiß, hier ein, dessen Spiel vorerst nur nach der technischen Seite hin Beachtung verdient. Sein Anschlag ist sehr weich, was ihm bei Mozart gut zustatten kam. Bach müßte kraftvoller werden, und bei der „Indianischen Phantasie“ von Busoni wäre me r Energie des Ausdrucks am Platze gewesen. Im Andantesatz vermißte man auch gar zu sehr die Secele. Die Triovereinigung der Herren Pozniak, Deman und Dechert wußte bei ihrem ersten Kammer⸗ musikabend wie im Vorjahr wieder zu entzücken. Leider wäar die Singakademie leer, was besonders schade war, da man hier manches Schöne in Vollendung hörte. Des frühverstorbenen Erich J. Wolff Trio in A⸗Moll ist in Wohllaut getaucht und gemahnt an die Musik der Romantiker. Seltsam hob sich ein Werk des Italieners Ildebrando Pizzetti mit seinen gesuchten Harmonien und empfindlichen Längen davon ab. Den glanzvollen Schluß bildete Schuberts Trio in Es⸗Dur, Op. 100. Das Waghalter⸗Quartett bot in seinem ersten Konzert im Deutschen Opernhaus Streichquartette von Tscharkowski, Haydn und Schubert. Das Zusammenspiel der jungen Veeeinigung weist eine beachtenswerte Sicherdeit und Intonationsreinheit auf: Eigen⸗ schaften, die besonders dem anspruchsvollen, russischen Werk zustatten kamen. Dem temperamentvollen ersten Geiger wäre eine gelegentliche Zurückhaltung, so im Schubertschen C⸗Dur⸗Quintett zu empfehlen. Der frühere Konzertmeister der Philharmonie Julius Thornberg hatte mit seinem Konzert im Blüthnersaal wieder eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Er fesselte seine Zuhörer durch seinen schönen, warmen Ton und lebendigen Vortrag, obgleich sein Spiel in technischer Beziehung nicht immer von absoluter Vollendung war, wie z. in der Paganini⸗Caprice. In technischer wie in musikalischer Hinsicht meisterhaft ist dagegen das Spiel der Geigerin Alma Moodite, die sich zum ersten Male in diesem Herbst im Beethovensaal hören ließ. Die großen Vorzüge ihrer Kunst kamen in der F⸗ Dur⸗Romanze von Beethoven und in der Carmen⸗Phantasie von Bizet⸗Sarasate besonders zum Ausdruck. Der Abend brachte noch die Uraufführung einer Sonate für Violine allein von Eduard Erdmarm, ein Werk, das manche Schönheiten aufweist, dem es indessen noch an Klarheit mangelt. Es fand denn auch nur umstrittenen Beifall. Eine andere Geigerin von Bedeutung ist Anna Hegner, das einstige Baseler Wunderkind. Daß sie inzwischen zur Meisterin geworden ist, bestätigte sich am ersten Abend ihrer Vortragsreihe „Das Violinkonzert“ im Blüthnersaal. Eine hohe geistige Reife und eine allen Schwierigkeiten gewachsene Technik sind in ihr vereint. Die Konzerte von Haydn, Mozart und Beethoven dürften kaum jemals schöner und stilechter ausgeführt worden fein, als diesmal von ihr. Auch das sie begleitende Blüthner⸗ orchester unter Hildebrands Führung wurde durch die Geigerin zur höchsten Anspannung seiner Leistungsfähigkeit mit fortgerissen. Bescheidener ist das, was die Geigerin Else Mendel⸗Ob 1 sie als ernste, strebsame Künstlerin Anerkennung verdient. Ihr recht bedeutendes technisches Können zeigte sie in Werken von Reger und Bach für die Violine allein, die sie stil⸗ rein aber mit kühlem, oft sogar hartem Ton wiedergab. Antonio Gomez Anda veranstaltete im Beethovensaal einen Klavierabend, an dem er sich als ein hervorragender Techniker erwies. Händels und Mozarts Geist ist ihm aber vorläufig ver⸗ schlossen. Als Komponist trat er mit einer Suite Moderne und einer Sonate hervor. Wie die sehr ausgedehnte Suite bezeugte, folgt er vorläufig noch völlig den Spuren Debussys. Unter den Liederabenden der letzten von Robert Spörry in Komponisten Georg Vollert von Liliencron, Storm, Knoth, positionen zugrunde. als das Lyrische, „Heimgang in der Frühe“, „Schrei“, und vor allem der „Löns⸗Ballade“ (Flex) möchte man im Konzertsaal öfter begegnen. An Robert Spörrys Gesangskunst ist einstweilen nur der Vortrag zu rühmen, der Ton klingt dagegen oft gequält und spröde. Grete Stückgold hatte auf das Programm ihres Gesangsabends im Beethovensaal Frühlings⸗, Liebes⸗ und heitere Lieder ge⸗ setzt, von denen die heiteren Lieder, besonders das „Elfenlied“ Wolfs und „Zwei Gänse“ von Weingartner, die mit gewinnendem Humor wiedergegeben wurden, den größten Erfolg hatten. In den Liedern ernsteren Inhalts, bei denen auch stimmlich größere Ansprüche gestellt werden, enttäuschte die Künstlerin durch flache Tongebung und eine in der Höhe sich bemerkbar machende Schärfe des Organs. Im Schwechtensaal führte sich Elli Sendler mit einer Reihe Lieder neuzeitlicher Komponisten ein. Ihre an und für sich klangvolle Altstimme ist noch nicht genügend ausgeglichen und hat in der höheren Lage leicht etwas Sprödes. Ihr Vortrag ist geschmack⸗ voll und zeugt von innerer Empfindung. Der Wiener Sänger Rudolf Bandler fand mit seinem Programm „Humor im Liede; im Meistersaal viel Beifall, den er aber mehr seiner launigen Vortragsweise, als seiner Stimme zu ver⸗ danken hatte. Die humorvollen Tondichtungen älterer klassi⸗ scher Meister, ebenso die, die der Neuzeit entstammten, erregten lebhaftes Interesse und große Heiterkeit. Mar⸗ garita Delius und Martin Wilhelm sangen Duette und Lieder im Bechsteinsaal. Der helle, hohe Sopran der Sängerin, der ganz angenehm klingt, ist technisch gut gebildet. Der Tenor des Sängers ist ziemlich klein aber von wohligem Klang. Sein Vortrag zeigte guten Geschmack. Einen dilettantenhaften Eindruck hinterließ dagegen im Klindworth⸗Scharwenkasaal ein Konzert: von Erna Freytag. Den Anforderungen der Lieder, die sie sang, war ihr Können noch in keiner Weise gewachsen. Es sei ihr jedoch nicht abgesprochen, daß sie bei fleißigem Studium mit ihrer hübschen 1 ““ 48 88

ponisten

der Singakademie, mit dem hun am Flügel, erwähnt. Worte

Stimme noch etwas erreichen kann.

Mannigfaltiges.

Nach den vorläufigen Berechnungen des städtischen Wahlbüros sind bei den Stadtverordnetenwahlen am Sonntag ins⸗ Seaat 1 672 513 Stimmen abgegeben worden, von denen auf die bürgerlichen Parteien 845 773

listischen Parteien 826 740 Stimmen Zahlen sind errechnet worden, nachdem noch am Sonntagabend die Einzelergebnisse von Stunde zu Stunde durch Berichtigungen und Ergänzungen geändert worden waren. Der Wahlquotient ist 7433. Im einzelnen entfallen auf die S. P. D. 343 685, U. S. P. D. 323 085, K. P. D. 159 970, ferner auf die Deutschnationale Volksvartei 288 988, Deutsche Volkspartei 251 728, Deutschdemokratische Partei 122 917, Zentrum 61 433, Wirtschaftspartei 84 370, Deutschfoziale Partei 11 830, Deutschnativnale Wählerschaft 5978, Ordnungsblock 9076, Freie Vereinigung 9463. Danach werden die bürgerli chen Parteien mit einer geringen Mehr heit, vielleicht infolge der Listenverbindungen auch nur in gleicher Stärke, mit den sozialistischen Parteien in das Stadtparlament einziehen. Jetzt schon ihre genaue Stärke anzugeben, wäre verfrüht, da erst noch die Sitzungen des Kreiswahlausschusses am 20., 22. und 25. d. M. ab⸗ gewartet werden müssen. (W. T. B.

entfallen. Diese

Im Hörsaal der Urania wird der Professor Dr. Poll in der Reihe der Geleh rtenvorträge morgen, Mittwoch, über „Die Erblehre in ihrer Bedeutung für Wirtschaft und Politik“

Rydin⸗Oeberg, die Veranstalterin des Konzerts, sang mit sympathischer Sopranstimme eine Reihe Lieder von Kom⸗ 6g

sprechen. Außerdem findet im wissenschaftlichen T heater am Freitag zum ersten Mal die Vorführung eines astronbmischen

erüber (Meistersaah) leistet, obwohl

Woche sei zunächst ein Vollerthun⸗Abe nd

Flex und Goethe lagen den Kom⸗ Vollerthun, dem das Balladenhafte näher liegt weiß doch stets zu fesseln. Den Liedern „Alt geworden“,

Staaten erstattete Bericht wurde genehmigt. OSurla geen⸗

und auf die drei sozia⸗

Films des Geheimen Rats Professor Dr. Miethe: „Im 2 8 zum Monde“, mit einführenden Erläuterungen, scininluses

Experimenten des Geheimen Rats Professor Dr. Spieß statt.

Der namentlich in den Kreisen der Heraldiker „Münchner Kalender“ ist für das Jahr 1922 erschiüe (Verlagsanstalt vormals G. J. Manz in Regensburg; 8 sige Kalender enthält wieder zwölf farbige Wappen deutscher In geschlechter, die der Professor Otto Hupp gefertigt hat. el. Anhang beigegebenen Erläuterungen über die Stammesfolge 2 vom Geheimrat Seyler⸗Berlin her. Auch der wieder geschmachn ausgestattete „Kleine Münchner Kalender“ für 19220” in demselben Verlag erschienen; er kostet 3 ℳ. s

Königsberg i. Pr., 17. Oktober. (W. T. bürgerlichen Parteien peranstalteten am Sonnta in der Stadthalle eine Kundgebun recht in der oberschlesischen Frage. geißelte der Völkerrechtslehrer Universitätsprofessor Dr. Kraus ungeheuerlichen Rechtsbruch, der wieder einmal am deutschen Pe begangen werden soll und zu dessen Abwehr Deutschlands Sr nach Gerechtigkeit die ganze Welt durchdringen müsse. Darauf gabe die Vertreter der einzelnen Parteien von einmütiger Geschlossengen getragene Erklärungen gegen die drohende Vergewaltigung von Fegn und Vernunft ab. In einer Entschließung, die in der Na sammlung gefaßt wurde, heißt es zum Schluß: „Wir Ostpreuß fordern Widerstand bis zum äußersten gegen den schweren Rech⸗ bruch von Genf.“ g

B.)

gvormitt

g gegen das Genfer In zündenden

M W 8

Görlitz, 17. Oktober. (W. T. B.) ittag fon auf dem Obermarkte eine von den Vereinigten Verbänden heinnat treuer Oberschlesier einberufene Protestversammlung gegen die Loslösung wichtiger Teile Oberschlesiens 84 dem Deutsschen Reiche statt. An der Kundgebung beteiligta sich alle Bevölkerungskreise der Stadt und des Landkreises. Jan Ansprachen zugunsten eines ungeteilten Oberschlesiens wmde er. Entschließung gefaßt, in der die Görlitzer Einwohner ann schärfste gegen eine Teilung Oberschlesiens Verwahrung einlegen und vom Völkerbundsrat fordern, daß er das feierlich verkündete Sells⸗ bestimmungsrecht der Völker auch für Oberschlesien gelten lasse.

Hindenburg, 17. Oktober. (W. T. B.) Am 16. 9 ¼ Uhr Abends, wurde der 39 Jahre alte Schmied Pauj Pelka in Hindenburg in der Staplerschen Wirtschaft von einen französischen Soldaten nach einem vorhergegangenen Sten durch einen Revolverschuß in den Kopf getötet. Ueber den Vorfall, der in seinen Einzelheiten noch nicht völlig aufgeklin ist, wurde sofort die Interalliierte Kommission in Hindenburg benach richtigt mit der Bitte um eine strenge Untersuchung. Der franzisistz Soldat, der den Schuß abgegeben hat, hat sich der Behörde gestelt Er behauptet, von dem Getöteten angegriffen und geschlagen worden zu sein, während Augenzeugen des Vorfalls bestreiten, daß de französische Soldat in Notwehr gehandelt hat.

London, 18. Oktober. (W. T. B.) Der General Pershing legte gestern in der Westminste r⸗Abtei die Medaillte des amerikanischen Kongresses auf das Grab des britischen „unbekannten Kriegers“ nieder. Ansprache gab der General der Hoffnung Ausdruck, daß die beider Nationen auf den Weg eines dauernden Friedens geführt werden. Dn amerikanische Botschafter bezeichnete in einer Rede die Verleihung e Kongréßmedaille als eine Bots chaft der Brüderlichkeit des amerikanische Volkes an das Volk des hritischen Reiches. Lloyd George, e ebenfalls eine Ansprache hielt, erklärte, diese Ehrung des britische „ünbekannten Kriegers“ werde als ein feierliches Versprechen gedeuce werden, daß die beiden mächtigen Völker, die Kameraden in den großen Kriege waren, Kameraden bleiben, um einen dauernden Ftiede zu verbürgen. Der König sandte an den Präsidenter Harding ein herzlich gehaltenes Tele gramm, worin a mitteilt, daß die Absicht destehe, dem namenlosen Krieger du Viktoriakreuz zu verleihen. Der König sandte außerden seine besten Wünsche zu der bevorstehenden Washingtonen Konferenz und fügte hinzu, er wisse, daß die britischen Vertrere ebenso eifrig wie die amerikanischen danach streben würden, die Konferenz zu einem großen Erfolg zu gestalten. 6

Oktober

8EEEEE1“

Madrid, 16. Oktober. (W. T. B.) Die Zahl der Opfer des Eisenbahnunglücks bei Merida hat sic

nach neueren Meldungen auf 16 Tote und 22 Verwundete erhoht

Genf, 17. Oktober. (W. T. B.) Der II. Internationalt Kongreß der arbeitenden Frauen wurde am Monto⸗ vormittag in Genf eröffnet. Die Vorsitzende Robin⸗ Vereinigie

Staaten wies in ihren Eröffnungsworten auf die am 11. November n

Washington zusammentretende Abrüstungskonferenz lir⸗ Die Frauen aller Länder müßten diesen Tag zum Ausgangspunt einer geschlossenen Protestaktion gegen das Verbrechen der Ve⸗ mehrung der Rüstungen nehmen, dann werde er den Beginn A Weltfriedens bringen. Der von Fräulein 111 ollan entbot den Gruß des Internationalen Gewerkschaftsbundes.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage,)

Theater. Opernhaus. (unter den Linden.) Mittwoch: 211. Dmr

bezugsvorstellung. Der Troubadour. Anfang 7 ½ Uhr.

Donnerstag: Der Rosenkavalier. Anfang 6 ½ Uhr.

Schauspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Mittwoch: 208. Dauer⸗ bezugsvorstellung. Die gefesselte Phantasie. Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag: Torquato Tasso. Anfang 7 ½ Uhr.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Vera Freiin von Knobelsdorff mit Hrn. Landtat Adolf von und zu Gilsa (Marburg a. L.). .

Vermäh It: Hr. Geh. Regierungsrat Kuno Mansfeld mit Fl.. Marie Freiin Knigge (Bad Harzburg).

Gestorben: * General der Kavallerie a. D. Ernst von Unger (Falkenberg bei Briesen, Mark).

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg

Verantwortl ic für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstele

V.: Rechnungsrat Meyer in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (J. V.: Meyer) in Berlin Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstr. 32. 8 9 1 Fünf Beilagen 8 (einschließlich Warenzeichenbeilage Nr. 92 A und B)

und Erste, Zweite und Dritte Zentral⸗Handelsregister⸗Beilage

E111“

Amsterdam⸗ Rotterdam

Spanien.

b Bunret . . Bulgarien.. Konstantinopel..

Amerikanische Banknoten 1000 5 Dosdñ

Holländische

In seiner

Schweizer

vatersrand entfielen), gegen 2 930 609 Pfund Sterling im Juli 1921

Gestellt.

für deutsche Elektrolvtkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung von

11A141“

um Deutschen R

eiger

n Staatsanz

Berlin, Dienstag, den 18. Oktober

Nr. 244. Nichtamtliches.

(Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Handel und Gewerbe. Telegraphische Auszahlung.

18. Oktober 17. Oktober

Geld Brief Geld Brief 6518,455 G 6531,55 5894,10 5905,90

veso 139999 1884,10 5 d Antwerpen 7 Brüssel un 2447,55b G 2452,45

Christianna. 3646,35b G 3653,65

Kopenhagen .. . .

8 und Gothen⸗

Fe n 724,25 725,75

Fondon . 744,25 745,75

Paris. . 1323,65 1326,35 3496,50 3503,50 2422,55 2427,45

Buenos Aires (Papier⸗

132635 2162 20 3343,35

4029,05 250,25 750,75 705,75 185,19

1351,35

3603,60

2522,55

1323,65 2157,80 3336,65

4020,95 249,75 749,25 704,25 184,81

1348,65

3596,40

2517,45

Schweiz.

—h- 2, 0 2 2 595 2—2

jen (altes) . . Wie (Pech. Desterr)

abgestenoa. rag.

27 180,20 23,53

193,80 24,97

9,52 194,20 25,03

179,80 23,47

2

Ausländische Banknoten vom 18. Oktober.

Geld Brief 181,30 181,70 180,55 180,95 1288,50 1291,50 3641,25 3648,75 726,25 727,75 723,25 724,75 290,50 291,50 1288,50 1291,50 6518,25 6531,75 759,00 761,00 2442,50 2447,50

8 T1““” Belgische . .“ Hinsge Hre10er. Zzo effel)

nglische 1 1 Lstrl. u. darunter.

innische 1 Französische 100 Frcs. olls 10⁰0 Fl..

100 Lire 6

Italienische sorwegische Oesterreichische alte 1 alte

Rumänische EE111 8 8 sich 3 vese 2 . Schwedische für v“ eö.“ Spanische

Tschecho⸗low. Staatsnot., neue (100 Kr. u. darüber) unter 100 Kr.. . 1t

100 Kr.

1000 Kr.) 775 7,30

128,25

4364,50 3503,50 2417,50 194,25 193,75

4355,50 3496,50 2412,50

193,75

9

Die Goldausbeute in Transvaal betrug laut Meldung des „W. T. B.“ im September 1921 691 096 Unzen im Werte von 2 937 158 Pfund Sterling (wovon 16 939 Unzen im Werte von 71 991 Pfund Sterling auf die Distrikte außerhalb des Wit⸗

3 023 986 Pfund 8 im August 1921 und 2 899 236 Pfund Sterling im September 1920. Am Schlusse des Monats waren in Goldminen 171 912, in Kohlenbergwerken 14 244 und in Diamant⸗ minen 1219 Arbeiter beschäftigt.

Wagenstellung für Kohle, Koks und Briketts

Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen

am 15. Oktober 1921:

18 895 5 569

18 215

am 16. Oktober 1921:

5 950

Nicht gestellt 8 Beladen zurück⸗ geliefert. .

Gestellt...

Nicht gestellt.

Beladen zurück⸗ geliefert..

654998

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung

T. B.“

„W. T am 17. Oktober auf 4865 (am 14. Oktober auf 4252 ℳ) für 100 Kg.

F Fisenb

780 werke 71

4 ½ %

zentrale:

idelberger

verkäufe. nach mehrfachen Schwankungen plötzli 1 Ausgang von Alpinen Montan⸗Aktien nahm, aber zumeist auf die Kulisse beschränkt blieb. Der Schluß war ruhig und behauptet, doch blieben Rentenwerte gedrückt. Oesterreichische Notenrente erlitt einen Rückschlag von 3—5 vH., ungarische Kronenrente verlor 40 vH. Dagegen schnellten ungarische Goldrenten von 1150 auf 1800 empor. Kriegsanleihen waren leicht abgeschwächt. 17. Oktober. Amsterdam 852,00 G., G., Ko 489,75 G., London 99,90 G., Paris 187,80 G., Zürich 489,75 G., Marknoten 1627 G., 3580 G., Tschecho⸗Slowakische Noten 2697 G. 17. Oktober. 1 1b lin 56,50 G., Marknoten 56,75 G., Wien 3,65 G.

Wien, zentrale:

Pra

ahn 620, Hamburg Packetfahrt 395,00, 1 Handelsgesellschaft 429,00, Darmstädter Bank 345,00, Deutsche Bank 495,00, Disconto Kommandit 420,00, Nationalbank Deutschland 335,00, rizitäts⸗Gesellscha Elektr. 716,00, Bochumer Gußstahl 899,00, Chem. Gries⸗ heim⸗Elektr. 624,00) Daimler 500,00, Deutf 895,00, Felten u. Guilleaume 980,00, Gelsenkirchener Bergw. 860,00, Harpener Bergbau 1070,00, Höchster Farbwerke 600,00, Laurahütte 630,00, Mannesmannröhren 8 . 00, Oberschles. Eisenindustrie 785,00, Phönix 1000,00, Rütgers⸗ 8,00, Schuckert 590,00, Siemens u. Halske 720,00, Lahmeyer 500,00, Deutsche Gold⸗ u. Silbersch. 1280,00, Holzverkohlungs⸗Ind. Konstanz 850,00*), Kaliwerke Westeregeln 980,00, Zellstoff Waldhof 750,00, Adlerwerke 549,00, Junghans 640,00, Mitteld. Gummi (Peter) 974,00, Fuchs Waggon⸗ fabrik 751,00, Pokorny u. Wittekind 760,00, Vereinigte deutsche Oel⸗ fabriken 720,00*), Voigt u. Häffner 695,00, Wayß u. Frevtag 750,00, Zuckerfabrik Frankenthal —,—, Zuckerfabrik Wahäuser 700,00*), H Lement —,—, Karlstädter Cement 950,00*), Lothringer ement 849,00, 3 % Deutsche Reichsanleihe 80,00, 5 % Mexikanische Silberanleihe —,—, 5 % Merxikanische Goldanleihe 2160,00, Mexikanische Silberanleihe —,—, Nexikanische Irrigationsanleihe 1230,00, Certif. 625,00, Elektr. Licht u. Kraft 450,00, Beck Henkel 860,00*), Eßlingen 751,00, Effektenbank 274,00, Taumalipas —,—, Holzmann 700,00, Reiniger, Gebert u. Schall 601,00. ‧) rationiert. Leipzig, 15. Oktober. 1 t b 5 % Leipziger Stadtanleihe 99,25, Creditanstalt 340,00, Bank für Grundbesitz —,—, Chemnitzer Bankverein —,—, Leipz. Immobilien⸗ Gesellschaft —,—, Ludwig Hupfeld 750,00, Piano Zimmermann 729,00, Leipziger Baumwollspinnerei 1500,00, Sächs. Emaillier, u. Stanz⸗ werke vorm. Gebr. Gnüchtel 710,00, Stöhr u. Co. 2400,00, Thür. Wollgarnspinnerei 1545,00, Sächs. Wollgf. vorm. Tittel u. Krüger 1350,00, Tränkner u. Würker 1300,00, Chemnitzer Zimmermann 688,00, Germania 680,00, Pöntger zeug Pittler u. Co. 830,00, spinnerei 1500,00, G vorm. Krietsch 500,00, Hall. Zucker⸗Fabrik 938,00, Kratzen 900,00, Fritz Schulz jun. 900,00, Riebeck u. Co. 650,00, Thüring. Cgas 1e9,- Hallesche Pfännerschaft 560,00. Sehr fest. Hamburg, 17. O Deutsch⸗Australische Dampfschiff⸗Gesellschaft 410,00 bis 425,00 bez., Hapag 391,00 G., 395,50 B., 8 398,00 bez., Norddeutscher Aopd 410,00 G., 420,00 B., Vereinigte Elbeschiffahrt 703,00 G., —,— B., Brasilianische Bank 960,00 bis 1015,00 bez., Commerz⸗ und Privat⸗Bank 338,00 bis 340,50 bez., V b 305,50 bez., Alsen⸗Portland⸗Zement 990,00 bis 1015,00 bez., Anglo⸗ Continental 1250,00 bis 1260,00 bez., 650,00 bez.,, Dynamit Nobel —,— G 750,00 G., 1 ee. Guano 740,00 bis 761,00 bez., Harburg⸗Wiener Gummi e g 25 1 3900,00 bez., Neuguinea —,— G 8 950,00 bez., e 8 Danzig, 17. Oktober. 173,82 G., 175,18 B., Englische 659,30 G., 660,70 B., 4,88 ½ G., 4,91 ½ B. Auszahlungen: Warschau —,— G., —, Posen —,— G., Wien, 17. O

Ber

London, 17. Oktober. Wechsel auf Belgien 54,65, Holland 11,38 ½, 1 9 Spanien 29,27 ½, Wechsel auf Italien 98,25, land 727,50.

Paris, 17. Oktober. 8,00, Amerika 1377,50, Belgien 98,00, England 53,77, Holland 3 G 261,00, Spanien 183,25.

Zürich, 17. Oktober. 3,20, Wien 0,27 ½, Prag 5,70, Holland 175,25, „New York 532,00, London 20,55, Paris 38,60, Italien 21,60, Brüssel 38,00, Kopen⸗

7. Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

rankfurt a. M., 17. ½ G 00, Oesterreichisch⸗Ungarische Staatsbahn —,—,

für

eeeeg P.,

Oesterreichische 649,00,

Hugo Schneider 705,00, Wurzner Kunstmühl.

ktober. (W. T. 3 gann in dieser Woche mit einer neuen Abschwächung der Valuten und Valutenpapire, 1 Das Angebot war aber nirgends dringend.

17. Oktober. (W. T. B.) Schantung⸗ Norddeutscher Lloyd 415,00, Berliner Dresdner Bank 349,00, Mitteldeutsche Kredit⸗ Kredit 59,90, Allgemeine Elek⸗ Badische Anilin 615,00, Berg⸗

ch⸗Luxemb. Bergw.

—,—, Oberschles. Eisenbahn⸗Bed.

Aschaffenburger Zellst. 811,00, Gebr.

3 % 5 % Tehuantepec⸗Anleihe —,—, Missouri Pacific

(W. T. B.) Sächsische Rente 51,75,

Maschinenfabrik 476,00, Leipziger Werk⸗ Wotan⸗Werke 1500,00, Leipz. Kammgarn⸗

Mittweidaer

ktober. (W. T. B.) Börsenschlußkurse.

Hamburg⸗Südamerika 389,00 bis 722,00 B., Schantungbahn —,— G., Vereinsbank 304,50 bis Asbest Calmon 617,50 bis , —,— B., Gerbstoff Renner Nordd. Jutespinnerei —,— G., 130,00 B., Sloman Salpeter

G., —, Otavi⸗Minen⸗Aktien do. do. Genußsch. 780,00 bis 910,00 bez.

(W. T. B.) Noten:

Caoko 160,00 bez.,

5 enu 0*½

Amerikanische Polnische

7

B.) Der Börsen verkehr be⸗

Entlastungs⸗ Später trat eine Erholung ein, die ihren

herbeigeführt durch fortgesetzte

der Devisen⸗

(W. T. B.) G., Kopenha

Berlin 1622

Lirenoten 97,90 G., Jugoslawische Noten

(W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗

(W. T. B.) Wechsel auf Paris 54,07 ½, Wechsel auf Schweiz 20,61 ½, Wechfel

Wechsel auf New York 391¹ echsel auf dchser, gu men, 2; Wrae auf Deutsch⸗

(W. T. B.) Devisenkurse. Deutschland

(W. T. B.) Devisenkurse. Berlin

hagen 99,00, Stockholm 121,00, Christiania 64,00, Madrid 69,50, Buenos Aires 172,50, Budapest 0,77 ½, Bukarest 388,00, Agram 175,00. Amsterdam, 17. Oktober. (W. T. B.) Wechsel auf London 11,35, Wechsel auf Berlin 1,54, Wechsel auf Paris 20,90, Wechsel auf Schweiz —,—, Wechsel auf Wien 0,16, Wechsel auf Kopenhagen 56,00, Wechsel auf Stockholm 68,25, Wechsel auf Christiania 36, 15, Wechsel auf New York 291,00, Wechsel auf Brüssel 20,65, Wechse auf Madrid 39,55, Wechsel auf Italien 11,65. Amsterdam, 17. Oktober. (W. T. B.) 5 % Niederländ. Staatsanleihe von 1915 90 ⁄1½, 3 % Niederländ. Staatsanleihe 62 50, 3 % Deutsche Reichsanleihe, Januar⸗Juli⸗Coupon —,—, Königlich Niederländ. Petroleum 351,00, Holland⸗Amerika⸗Linie 126,00, Atchison, Topeka u. Santa F6 —,—, Rock Island —,—, Southern Pacific —,—, Southern Railway —,—, Union Pacific —,—, Anaconda 92,00, United States Steel Corp. 89,75. Schwach. Kopenhagen, 17. Oktober. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 20,40, do. auf New York 524,00, do. auf Hamburg 3,25, do. auf Paris 38,15, do, auf Antwerpen 37,40, do. auf Zürich 100,50, do. auf Amsterdam 178,50, do. auf Stockholm 121,00, do. auf Christiania 65,75, do. auf Helsingfors 8,20. 1 Christiania, 17. Oktober. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 31,40, do. auf Hamburg 5,52, do. auf Paris 59,00, do. auf New York 810,00, do. auf Amsterdam 272,50, do. auf Zürich 155,50, do. auf Helsingfors 12,75, do. auf Antwerpen 58,25, do. auf Stock⸗ holm 187,00, do. auf Kopenhagen 154,00. 1 Stockholm, 17. Oktober. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 16,91, do. auf Berlin 2,75, do. auf Paris 31,75, do. auf Brüssel 31,50, do. auf schweiz. Plätze 84,50, do. auf Amsterdam 147,00, do. auf Kopenhagen 83,25, do. auf Christiania 54,25, do. auf Washington 437,00, do. auf Helsingfors 6,70. 1.

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

London, 17. Oktober. (W. T. B.) Auf der heutigen Wol l⸗ auktion waren 9567 Ballen angeboten. Die Nachfrage war lebhaft, besonders für beste Sorten, die zu voll behaupteten Preisen verkauft wurden. Croßbreds waren unregelmäßig und tendierten zugunsten der Käufer.

Bradford, 17. Oktober. (W. T. B.) Am Wollmarkt war die Tendenz heute eher williger.

Land⸗ und Forstwirtschaft.

Die Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts⸗ gefellschaft in Weimar.

In den Tagen vom 11. bis 15. Oktober fand in Weimar die Herbsttagung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft statt, die mit einer Hauptversammlung schloß. Gegen 2000 Mitglieder der Gesell⸗ schaft und zweckverwandter Körperschaften hatten sich zu gemein⸗ samer Arbeit zusammengefunden. Der Grundgedanke aller Ver⸗ handlungen war letzten Endes die Produktionssteigerung, sei es, daß er in den Vorträgen über Düngungsmaßnahmen und Sorten⸗ fragen, über Bodenbearbeitung und Maschinenwesen unmittelbar zum Ausdruck kam, sei es, daß er in den Beratungen über die nächstjährige Wanderausstellung in Nürnberg den Endzweck bildete. Gerade der auf den Ausstellungen zutagetretende scharfe Wettbewerb erscheint besonders geeignet, zum Wiederaufbau beizu⸗ tragen, und die Ausstellungsfragen nahmen daher in den meisten Versammlungen einen breiten Raum ein. Mußte sich die Tierschau auf der Leipziger Wanderausstellung noch auf das Kleinvieh be⸗ schränken, so wird es von allen Interessenten mit Freude begrüßt werden, daß die Beschlüsse der Herbsttagung die Tore der Nürnberger Ausstellung auch für die Beschickung mit Pferden (Halbblut und Norier), Rindern (Höhenvieh), Schafen und Schweinen öffnen. In der Hauptversammlung widmete der Vize⸗ präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft für Gau 10 (Bayern), Reichsrat Freiherr von Thüngen⸗Thüngen, zu⸗ nächst dem dahingeschiedenen Vorsitzenden des Vorstands. Kammer⸗ herrn von Freier⸗Hoppenrade, warme Worte dankbaren Ge⸗ denkens. Der gastfreundlichen Stadt Weimar, den Behörden und allen anderen, die zum glücklichen Verlauf der Verhandlungen bei⸗ getragen haben, übermittelte er den Dank der Gesellschaft. Die Versammlung nahm mit besonderer Befriedigung von den Mitteilungen über die fortschreitende Entwicklung der Ge⸗ sellschaft Kenntnis. Die Zahl der Mitglieder ist in den letzten Jahren dauernd gestiegen und beträgt zurzeit rund 24 000. Die örtlichen Vorbereitungen für die Nürnberger Ausstellung machen gute Fortschritte, und für die Hamburger Wanderausstellung im Jahre 1923 erscheint das Heilige⸗Geistfeld gesichert. Die Verhandlungen über die Ausstellungen in den Jahren 1924 (in Breslau) und 1925 (in Dortmund oder Münster) schweben noch. Ein Referat über die Entwicklung und die ferneren Aufgaben der mitteldeutschen Rinder⸗ zucht, dessen Erstattung den Herren Regierungs⸗ und Oekonomicrat Linckh, Weimar, und Kammerherrn von Keudell, Schlo Wolss⸗ brunnen, oblag, wurde mit großem Beifall aufgenommen. Auch die Hauptversammlung durfte sich reger Beteiligung erfreuen, und der Versuch, die Herbsttagung außerhalb Berlins abzuhalten, kann als voll gelungen bezeichnet werden. Ob den zahlreichen Wünschen, auch die nächstjährigen Herbstversammlungen der Deutschen Landwirtschafts⸗ gesellschaft in kleineren mitteldeutschen Städten abzuhalten, entsprochen werden kann, bleibt der Beschlußfassung der kommenden Februar⸗ tagung vorbehalten. (Mitteilungen der Deutschen Landwirtschafts⸗

gesellschaft.)

über die Zahl der

8 Stu⸗ dierende und Hörer aus früheren Semestern

Neu ein⸗ getretene Stu⸗ dierende und Hörer

Bezeichnung

der

Zusammen

uebersicht

Studierenden und Hörer an den Hochschulen der landwirtschaftlichen und Forstverwaltung

Preußens im Sommerhalbjahr 1921.

Von den Studierenden und Hörern zu A und B sind eingeschrieben ꝛc. für

die landwirt⸗ schaftliche

die landwirt⸗ schheig. echnische 9 (Gärungs⸗

zwecke)

die geodätische und kultur⸗ technische

keine 1 Gasthörern

Zivil⸗

Abteilung stande

Von den Hörern zu C und D abgesehen von den

gehören an dem Millitär⸗

Von den Von den Studierenden und Hörern stammen Hörern zu E und F beab⸗ sichtigen in den preu⸗ ßischen Staats⸗ dienst zu treten

aus dem aus übrigen Preußen aeg. somit Deutschen Reichs

aus den westlichen

aus den östlichen

aus dem

Auslande

Provinzen Preußens

. Landwirtschaftliche Hochschule Berlin..

Landwirtschaftliche Hochschule Bonn hegeeden

82 (10) 15 (3)

281 (7) 205 (2)

675 (18) 666 (15)

1038 (35) 886 (20)

713 29) 703 (10

217

91 24

827 790

680

36 754

1341 (33)) 486 (9) 97 (13) 267 28 15 372 5 6

A und B zusammen.

Vierärztliche Hochschule Berlin.. Fierärztliche Hochschule Hannover

1924 (55)

310 433

1416 (46)

.

115 33

2 39

1617 248 328

716 204 40

901

14 288

639 83 21

109 13 12 163 18 12

C und D zusfammen.

b Ferfaige Hochschule Eberswalde Forstliche Hochschule Münden

743

129 193

576 72 95 19 151 . 4

332 24 115

244 71 36

E und F zusammen 272 31 19

Bemerkungen⸗

888

2

1. Die eingeklammerten Zahlen geben die Anzahl, der Frauen an;

sie sind in den Hauptzahlen mit

107 139 246 ½4 23

enthalten. 2. Aus den abgetretenen Teilen Westpreußens stammen 13, aus denen Posens 38 und aus Elsaß⸗Lothringen 7. Diese Zahlen sind in den Hauptzahlen mitenthalten. 3. Von der Hochschule Berlin waren 95 (4), von Bonn⸗Poppelsdorf 64 beurlaubt.