8 8 1 ö.““ 1 Kreises Züllichau⸗Schwiebus und des rechts der Oder gelegenen Teils Der Note ist ei Iö 84 8 „2 1 . - T . eer Note ist eine umfangreiche Anlage bei . 1 1
E 1 b ees he e hen m sgdatn⸗ 32 S. 179, ausgegeben die an erster Stelle die vom dölterbundarat Gvorgesche si der gesamte van 2 Fo E- 1 eg Fian * 1 .179, g Grenzlinie enthält. Nach dieser Linie verliert Deutssen zutden, bis eE“ ” 1A“
der Regierung in Liegnitz Nr. 41 S. 319, ausgegeben am land den südöstlichen Teil des Kreises Ratibor, den Kn⸗ Pristung in 1““
8. Oktober 1921; Rybnik bis auf die Nordwestecke, den Kreis Pleß, den Süs Das Unterhausmitglied Kenworthy hat folgenden An⸗ ö„11. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 23. August ostzipfel des Kreises Gleiwitz und fast zwei Drittel des 8eh 6 seingebracht: 8 Hindenburg, Stadt und Landkreis Kattowitz, Kreis Kömfäse trag,ag Haus ist der Ansicht, daß die in dem Friedensvertrag
richtsbetrieb der 31. Dezember 1921 und an Stelle im § enthaltenen Zeitbestimmung (1. Januar InFtell * t
Artikel 4. Verordnung treten am
dann auch die Arbeitsmethoden möglichst vereinfacht werden, um so rasch und billig als möglich arbeiten zu können. Wer daher mit kleinen Instrumenten unter deren vöohen Ausnutzung arbeiten kann, ist bei den Terrainschwierigkeiten gegenüber dem, der größeres Instru⸗ mentarium verwendet, immer im Vorteil. Es kommt bei den dortigen Verhältnissen ja auch zunächst nicht darauf an, eine sehr hohe geometrische Genauigkeit zu erreschen, sondern ein richtiges Bild der Topographie des Geländes zu geben. Bei der großen Ausdehnung Argentiniens (2,9 Millionen Kilometer „ würde eine Aufnahme nach deutschem Muster enorme Zeit und sehr viel Geld kosten. Um die Vorteile einfacher Methoden ausnutzen zu können, ist es zaiig. ein gutes und tüchtiges Personal heranzubilden. Die topographische Abteilung der General⸗ dire ktion für Minen ꝛc. hat auf diese Weise in der Zeit 1912—1921 za. 100 000 km2 aufgenommen, davon etwa 5000 km2 nach dem eehetozeemece es Meßverfahren. Die Geländedarstellung den Karten erfolgt durch Höhenlinien und verschiedene Signaturen, die eine bessere Darstellung der morphologischen Verhältnisse geben sollen. Die systematische Durchführung ist noch nicht abgeschlossen, da es meist dem Topographen an genügender geologischer Ausbildung mangelt. Bei dem engen Zusammenhang zwischen Geologie und Topographie müßte diese Ausbildung noch mehr gefördert werden. Nur dann kann in Verbindung mit Geometrie und Morphologie ein wirklich topo⸗ graphisches Bild der Oberfläche erreicht werden. Die Mängel, die durch die Reduktion der natürlichen Größen auf das kleine Karten⸗ blatt entstehen, können durch Anwendung geeigneter Signaturen be⸗ hoben werden. So treibt dann die systematische und sachgemäße geologische Untersuchung des Untergrundes zu weiterer Entwicklung der topographischen Darstellungsweise im Gegensatz zu dem bisher in erster Linie für militärische Zwecke entwickelten Kartenbild. 1.“
In
Ministerpräsident Maura eine Er
sammenbruch von Melilla“ ab.
Er sagte, die Untersuchung nach den Ursachen sei bereits weit gefördert. Die öffentliche Meinung verlange mit Recht die Ahndung des Vorfalls. In erster Linie komme es darauf an, die militärische Aktion zu einem guten Ende zu führen. Im Gebiet von Melilla scheine bereits der hauptsächlichste Teil der Aufgaben gelöst zu sein. Neben der militärischen Aktion in Marokko betrachte die Regierung als ihre Hauptaufgabe die Wiederherstellung der Kredite Spaniens und die Drdnung der Staatsfinanzen. 5
Portugal. 87. Nach Pariser Zeitungsmeldungen ist in Portugal eine revolutionäre Bewegung ausgebrochen. Von den ehe⸗ maligen Ministern seien der Ministerpräsident Antonio Granja, der Admiral Machado Santos und Carlos Silva ermordet worden. Eine neue Regierung sei gebildet worden, die den begangenen Mord verurteile und strenge Bestrafung der Täter zugesagt habe. In Lissabon herrsche Ruhe. Nach einer Havasmeldung hat der Präsident der Republik, um Blutvergießen zu vermeiden, die von dem neuen Ministerpräsidenten und Minister des Innern Obersten Coelh vorgeschlagene Umbildung des Mini⸗ steriums angenommen. Zum Finanzminister sei Coria, zum Kriegsminister Simoes, zum Marineminister Pinto, zum Minister des Aeußern Veiga Simoes ernannt. Das neue Kabinett habe die Parlamentswahlen vom 10. Juli d. J. für ungültig erklärt und alle von diesem Parlament vor⸗ genommenen Handlungen annulliert.
Asien.
Wie die „Havas⸗Agentur“ aus San Francisco berichtet, hat Kato vor der Abreise der japanischen Delegation nach Washington die Nachricht dementiert, Japan vollende in Eile den Bau von Kriegsschiffen, während es zu gleicher Zeit eine Delegation nach Washington entsende. Er erklärte, Japan sei mit seinem Schiffsbauprogramm im Rück⸗ stand. Seine Finanzen gestatteten ihm nicht, große Summen für Seerüstungen auszugeben. Wie das Ergebnis der Konferenz auch sein möge, die japanischen Delegierten gingen nach Washington in der Hoffnung, daß die Mächte eine starke Herab⸗ setzung der Rüstungen beschließen würden.
8 Vorschriften dieser 1. e 1921
Berlin, den 27. September 1921. 111“ 8 Zugleich im Namen des Ministers für Volkswohlfahrt. Der Preußische Minister für Witenschaft Kunst und Volksbildung
Becker.
Eöö ncs Fereeen sereizh an die Ueber⸗ 8 zentrale Ostharz, Aktiengesellschaft in Dessau, für den Bau einer hütte, den Süd⸗ und Ostteil des Landkreises Beuthe 55,9n⸗ zan darauf folgenden Abkommen Deutschland auf⸗ drpiscen ee ecens von Nachterstedt nach Thale a. H, die Stadt selbst deutsch bleibt, sowie endlich die den, währen segten Reparationszahlungen für den baaben ausgegeben am 10. Sept ber 1921; in Magdeburg Nr. 37 S. 272, Teile der Kreise Tarnowitz und Lublinitz einschließtich der rPelt,nachtei hig fin E 12. der Erjaß d 2. ember 8 Städte und der wichtigsten industriellen Anlagen ich de oE 19221. Erlaß de Preußischen taatsministeriums vom 23. August 4 1 8 st, m Vorbehalt, daß jede mögliche Unterstützung von seiten 921, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an die staatliche Die Anlage enthält ferner Mitteilungen über „ ü. nch ür den Aufbau der verwüsteten Gebiete in Frankreich zwischen Deutschland und Polen abzuschließenben Uerter
Elektrizitätsverwaltung in Hannover für den Bau einer Starkstrom⸗ meben werden oll. Wirtschaftsabkommen. Dieses betrifft den Eisenbahn⸗ 8
leiteng von Haßegssn eec 88 desc ses Fhelt der Regierung 4 heim Nr. 1 „ ausgeg am 10. tember 1921; 1 g Lhsti
13. die unter dem 23. August 1921 von den Mmiffe e aer anlf . der 4 Zukunft für das gesamte Abstimmungsgebiet
und Gewerbe, des Innern und für Landwirtschaft, Domänen und also auch für den bei Deutschland bleibenden Teil, durch eine
Forsten genehmigte Aenderung der Satzung des Ruhrtalsperrenvereins gemi chte Kommission geregelt werden soll. Ferner sind dari
durch die Amtsblätter die Wasser⸗ und die Elektrizitätsversorgung einbegriffen, die eh 8
1u“ Recherung in Asmsberg Ar 37 S. 492, ausgegeben am es hen FH snen. Die deutsche Mark ist in 88
.C ber 1921, und 3 gesamten ehemaligen Abstimmungsgebiet als einziges gesetzli
der Regierung in Düsseldorf Nr. 36 S. 371, ausgegeben am Zahlungsmittel vorgesehen. Einche Bestimmuͤncgen seßlices
die Regelung des Post⸗ und Zollwesens. Die Zollg renze n
sofort an die neue politische Grenze verlegt werden, jedo
10. September 1921; 14. der Erlaß bes Fe esslehen Staatsministeriums vom 26. August werden für die Dauer von 6 Monaten, bezw. 15 Jahren reiche Bestimmungen gegeben, die einen zollfreien Wehre e;
1921, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an die Land⸗ gemeinde Frimmersdorf zur Erweiterung des Gemeindefriedhofs, durch das Amtsblatt der Regierung in Düsseldorf Nr. 36 S. 371, aus⸗ 1 1 gegeben am 10. September 1921; halb des gesamten ehemaligen Abstimmungsgebiets gewähr⸗ 1 der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom leisten. Bei den Bestimmungen über die Kohle und sonsti 8 Bergwerkserzeugnisse wird Deutschland unter anderem 8
analoge Verpflichtung zur Ausfuhr von Kohlen und Bergwerks⸗
rzeugnissen nach Polen auferlegt, wie sie in Artikel 90 zu Lasten
31. August 1921, hetreffend die Uebertragung des der —
Maschinen⸗Aktiengesellschaft für drahtlose S“ in Peeauens. Polens und zugunsten Deutschlands vorgesehen ist. Bestimmungen beschäftigen sich mit der
Erlaß der Preußischen Staatsregierung vom 24. August 1920 ver⸗ Arbeitgeber⸗ und Arbeitnehmerverbände und der Rege⸗
liehenen Enteignungsrechts auf die Eilvese⸗Gesellschaft m. b. H. i Berlin für die Anlegung und den Betrieb der funkentelegraphischen Großstation Eilvese, durch das Amtsblatt der Regierung in Hannover lung der sozialen Versicherung. Hierbei wird unter and 2* 22½ 2 8 c e die Ueberweisung der für die abgetretenen Gebiete erforderlichen Fonds für die sozialen Veisbungen festge⸗ etzt. Andere Bestimmungen
Nr. 40 S. 201, ausgegeben am 1. Oktober 1921; betreffen den freien Verkehr der Einwohner Oberschlesiens
16. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 8. Sep⸗ tember 1921, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an die über die Grenze und die Aufrechterhaltung der gelte gesetzlichen Bestimmungen. Polen soll für h S
Anhaltischen Kohlenwerke in Halle a. S. für die Erweit Kippe des Braunkohlenbergwerks Elifabeth bei Mächeln smung dfr von fünfzehn Jahren auf das 8 der Liquidation des deutschen Eigentums verzichten, aber nur insoweit, als die
Querfurt, durch das Amtsblatt der Regierung in Merseburg Nr. 40 Liquidation nicht im Interesse der Aufrechterhaltung der
S. 229, ausgegeben am 1. Oktober 1921; Betriebe für notwendig erachtet wird. Endlich enthält die
17. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 8. ⸗ tember 1921, betreffend die erqeaba des Enteignungsrechts Sß Anlage Bestimmungen über den Schutz der nationalen Minderheiten. 1 —
Gewerkschaft Louise II in Senften 5 Kreise Calau für die Er⸗ ur vech nd büng gen Bestimmungen sind Aus⸗
weiterung des Tagebaues der Gru eurostolln, d d .
blatt der Feieraag e Frankfurt a. O. Nr. 38 S. Z“ s Haßzn vorgesehen, die sich aus Deutschen und Polen zu⸗ sammensetzen, deren Vorsitzende aber sämtlich vom Völkerbunds⸗
24. September 19.
rat bestimmt werden. Die deutsche und die polnische Regierung werden auf⸗ gefordert, innerhalb 8 Tagen ihre Bevollmächtigten für die vorgesehenen Verhandlungen zu benennen.
EGvangelischer Oberkirchenrat.
Bei dem Evangelischen Oberkirchenrat ist der bisheri Konsistorialobersekretär Krause pom 9 4. eng⸗ zum Verwaltungsobersekretär ernannt worden.
Frankreich.
der gestrigen Kammersitzung besprach der Ab⸗ tordnete Mandel die auswärtige Politik. 8 Er warf dem Ministerpräsidenten Briand vor, daß er den gtiedensvertrag von Versailles kritisiert habe, dessen Ausführung ihm Pöliege. Er habe nicht, wie der Minister Loucheur, für den Ver⸗ faller Vertrag unbegrenzte Vemmen d e n denn nicht er, sondern wucheur habe den Teil, der den Völkerbund betreffe, redigiert. ir muͤsse sagen, es sei ungeschick, wenn man der Anwalt eneer Angelegenheit sei, das Instrument zu diskreditieren, auf das man sich stützen müsse. Er habe nichts von Gewaltpolitik und vom Ruhrgebiet gesprochen. Er frage sämtliche Abgeordnete, ob Frankreich befriedigt worden sei. Mandel zählt dann die verschiedenen vgerfeblungen“ Deutschlands auf und erinnert an die Nichtbestrafung er Kriegsbeschuldigten. Der Kommunist Abg. Berthon rief da⸗ zwischen: „Unsere Generäle sind auch nicht abgeurteilt worden!“ Der Kammerpräsident Peret sagte: „Sie haben nicht das Recht, von unseren Offizieren und von unseren Soldaten, die ihre Pflicht getan haben, so zu sprechen. Ich rufe Sie zur Ordnung.“ Mandel sprach dann im allgemeinen über die Beziehungen, die wischen Frankreich und England herrschen müßten. Weitere angestindnise könne man nicht machen. Man gebe für das Ner jetzt mehr als 1914 aus, obwohl die verkleinerte deutsche Armee 30 Kilometer vom Rhein entfernt sei. Mandel besprach alsdann die linnere Politik und gin insbesondere auf die Herabsetzung der Dienst⸗ zeit, auf das Bevölkerungsproblem und auf die großen sozialen Fragen ein. Er sprach auch von der Finanzlage. Als der sozialistische Abgeordnete Uhry ihn an die Kriegspolitik, die Mandel früher betrieben habe, erinnerte, erwiderte Mandel, er sei für eine Friedens⸗ volitik. (Der Abgeordnete Uhry rief: „Die ganze Kammer oder ihre Mehrheit ist für den Krieg!“ Er wurde zur Ordnung gerufen. Der Präsident erklärte, es sei verabscheuungswürdig zu behaupten, z gäbe Naturen, die den Krieg wollten.)
Nach dem Abgeordneten Mandel ergriff der Abgeordnete Berthon das Wort, um über die Politik Frankreichs im nahen Osten, besonders in Syrien, zu iuterpellieren. Er sprach seine Verwunderung darüber aus, daß der Frieden mit der Türkei noch nicht abgeschlossen ist, und warf England vor, daß es Griechenland gegen die Türkei bewaffne. Briand habe die Regierung von Angora nicht genägen unterstützt. Das Mandat in Syrien dürfe von Frankreich nicht so ausgeübt werden, wie England das in Aegypten kue. — Ministerpräsident Briand erklärte, man lege dem Patriotismus der Bevölkerung in Syrien kein Hindernis in den Weg. Verhandlungen mit der Regierung von Angora seien im Gange, und man hoffe, daß man Cilicien bald räumen könne.
Die Reparationskommission hat die Prüfung des Viesbadener Abkommens vollendet und in ihrer gestrigen Vollsitzung die zu erteilende Antwort festgestellt.
Die Kommission erklärt sich, wie „W. T. B.“ aus Paris ge⸗ meldet wird, vollkommen einverstanden mit den allgemeinen Grund⸗ sätzen des Abkommens, nach denen Vereinbarungen vorgeschlagen werden, in denen bestimmt wird, daß Deutschland den größt⸗ und Klauenseuche vom Schlachtviehhosfe in NRürnberg am möglichen Teil seiner Reparationsverpflichtungen in der Form von 18. Oktober 1921 gemeldet worden.
Shaen en e2. — Free n. vücheren . “ Lö“
aufbaus. ie Reparationskommission glaubt jedoch, 11“ 6“ 88 1“ Abkommen gewisse Abweichungen von den Bestimmungen 8 Kunst und Wissenschaft des Teiles VIII des Friedensvertrages von Versailles, namentlich Ueber Reisen durch Argentinien während zehn aber von Artikel 231 und den §§ 12 und 19 des Anhanges II und Jahren im Dienste der Landesaufnahme sprach Dr. § 5 des Anhanges IV enthalte. Da die Reparationskommission R. Graef in der Oktobersitzung der Gesellschaft für Erd⸗ nicht zuständig sei derartige Ab änderungen vorzunehmen, hat sie be⸗ kunde: Er führte etwa folgendes aus: An der topographischen schlossen, die Frage an die Regierungen weiterzugeben, die in der Aufnahme Argentiniens beteiligen sich verschiedene Behörden des Reparationskommission vertreten sind, und hat ihnen zu diesem Landes. In erster Linie arbeitet hier das Militär⸗Geographische Zweck eine Abschrift des Wiesbadener Abkommens zugestellt Institut des Heeresministeriums, das seit langen Jahren besteht und mit dem Ersuchen einer wohlwollenden Prüfung. Die Reparations⸗ nach dem Muster der FTö Landesaufnahmen ein großes kommission empfiehlt unter Vorbehalt etwaiger Sicherheiten, die die Triangulationsnetz zu schaffen ucht, auf Grund dessen das Land mit dem Meßtisch aufgenommen wird. Es ist von dieser Behörde ein Programm zur Herstellung einer Karte 1:100 000 ausgearbeitet worden. Die Auf⸗ nahmen werden zunächst hauptsächlich in der Nähe der großen Städte und Garnisonen durchgeführt. Außerdem sind weitere Itineraraufnahmen zu Manöverzwecken in dem bevölkerten Osten bergestellt worden. Im Ministerium für öffentliche Bauten werden hauptsächlich topographische Spezialaufnahmen für Bewässerungszwecke und Kanal⸗ und Eisen⸗ bahnbaupläne ausgeführt. Die Grenzkommission des Ministeriums des Aeußern hat weitere Aufnahmen in den Grenz ebieten durch⸗ geführt. Das Landwirtschaftsministerium beteiligt ich durch zwei Abteilungen an der Landesvermessung: Die Abteilung für Staats⸗ ländereien (Tierras y Colonies) führt die Katastervermessungen der Nationalterritorien und die Generaldirektion für Minen, Geologie und Hydrologie hat durch ihre topographische und geologische Ab⸗ teilungen seit 1912 die Herstellung einer geologisch⸗wirtschaftlichen Karte des ganzen Landes im meas ege 1:200 000 begonnen. Die topographische Unterlage wird durch die topographische Abteilung her⸗ gestelt. Außer diesen nationalen Behörden unterhalten die auto⸗ nomen Provinzen noch kleinere Vermessungsämter zu Katasterzwecken. Die größte der Provinzen, Buenos Aires, hat durch eine besondere Abteilung für Geologie und Topographie größere Teile der Provinz mit dem Tachymeter aufgenommen. Die topo⸗ graphische Abteilung der Generaldirektion für Minengeologie und Hydrologie wurde im Jahre 1911 begründet, da die Geologen unbedingt zur besseren und rascheren Durchforschung des Landes eine zuverlässige Karte brauchten, und zwar schneller, als das europäische Verfahren es bei den geringen Mitteln gestattet haben würde. Es wurde daher die Herstellung einer einheitlichen Karte im Maßstabe 1: 200 000 beschlossen. Die Ausführung geschieht mit möglichst einfachen Mitteln nach dem bekannten Itinerar⸗ verfahren, unterstützt durch graphische Triangulationsarbeiten. Einige wenige astronomisch bestimmte Punkt dienen zur Orientierung im geographischen Netz. Die einzelnen Blätter sind durch Längen⸗ un Breitengrade begrenzt, und zwar haben sie eine Höhe von ¼ Breitengrade und eine Länge von 45 Mi⸗ nuten nördl. des 42. Breitegrades und 1 Grad südl. von diesem. Aus technischen Gründen wurde für die Blätter ein so kleines Format gewählt. Durch den Mangel an Telegraphenlinien ist die Zahl der astronomisch zuverlässig bestimmten Punkte sehr geringh In nächster Zeit wird nach Fertigstellung einer radiographischen rdistetion die Zahl der S bestimmten Punkte leichter erhöht werden können. Während das Müstär. Geggraphische Feüen seine genauen
8
Bekanntmachungen. 8
Literatur.
auf dem Gottesmorgen. Novellen Windthorst. Haas und Grabherr Verlag, Augsburg, 1921. Die Verfasserin ist ein Kind der roten Erde, auf der auch ihre Novellen spielen. Im heimatlichen Boden wurzelt ihre kräftige, scharf beobachtende, des Lebens Wirrungen und Irrungen mutig und ernst er⸗ fassende westfälische Art. Noch nicht überall vollkommen ist ihr die künstlerische Gestaltung des Stoffs, die Entwirrung schwer ver⸗ schlungener Fäden gelungen. Aber wir spüren in ihnen Novellen, wie sich ein vielversprechendes Talent regt und eine nach großem Stil strebende Erzählerin am Werke ist. Die weiteren Arbeiten von Mar⸗ garete Windthorst wird man wohl beachten müssen. k.
Das Jahr
von Margarete
ausgegeben am
ausgegeben am
ausgegeben am
ausgegeben ausgegeben
ausgegeben
am
am
am Von dem Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm, das der Verlag von S. Hirzel in Leipzig herausgibt, ist die 8. Lieferung der III. Abteilung des Elften Bandes erschienen Sie ist von Dr. K. Euliez bearbeitet und enthalt die Wörter „unlästerlich“ bis „unromantisch“. 1“ 8
Verkehrswesen.
Wegen der unzulänglichen Gestellung von Eisen bahnwagen, insbesondere für die Landwirtschaf hatte der Reichstagsabgeordnete Jandrey eine Anfrage an die Reichs regierung gerichtet, die jetzt der Reichsverk 28 rsminister wie folgt, beantwortet hat (Reichstagsdrucksache Nr. 2789): Es ist der Eisenbahnverwaltung bekannt, daß die Anforderungen an Wagen insbesondere an bedeckten Wagen, schon seit längerer Zeit nur in un zureichendem Maße befriedigt werden. Während der Eisenbahngüter verkehr bis in den Monat Juli hinein noch äußerst schwach war, daß zeitweise im Bereich der deutschen Reichsbahn über 40 000 be deckte und über 48 000 offene Güterwagen wegen Mangels an Frach unbenutzt umhergestanden hatten, setzte plötzlich gegen Ende Juni zunäͤchf ein starkes Anwachsen des Bedarfs an bedeckten Güterwagen ein, dem neuerdings auch eine ständig zunehmende Steigerung der Anforde⸗ rungen an offenen Güterwagen folgte. Die Gründe für die unzu⸗ längliche Gestellung von bedeckten Wagen liegen hauptsächlich darin daß infolge der ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse im Sommer die Ernte frühzeitig begann und zugleich eine stürmische Nachfrage nach und Zement eintrat, die von den beteiligte Kreisen selbst als geradezu explosiv bezeichnet wird. Außerdem wurde zu derselben Zeit erhebliche Mengen von Getreide, Mehl und Futter mitteln aus dem Auslande über die Seehäfen eingeführt, die — zum großen Teil für Oesterreich, die Tschecho⸗Slowakei und Süddeutsch land bestimmt — bei dem Versagen der Wasserstraßen auf der Eisen⸗ bahn weite Wege zurückzulegen haben. Schließlich stellt in neuerer Zeit die Abfuhr der Kartoffelernte, die sich gleichfalls im großen und ganzen über weite Wege vollzieht, an den Park der bedeckten Güterwagen sehr hohe Ansprüche. Bei den offenen Güter⸗ wagen ergeben sich Gestellungsschwierigkeiten namentlich aus den starken Anforderungen für die Wintereindeckung mit Heizstoffen und neuerdings auch für die Abfuhr der Rübenernte. Die besondere Wichtigkeit der rechtzeitigen Abbeförderung des Brotgetreides und der Kartoffeln im Interesse der Volksernährung wird von der Eisenbahn⸗ verwaltung voll gewürdigt; sie hat demgemäß auch angeordnet, daß der Wagenbedarf für Kartoffeln wie auch für andere Lebensmittel (Brotgetreide usw.) vorzugsweise zu würdigen ist. Bei den langen Wegen, die die bedeckten Wagen größtenteils zurückzulegen baben, dauert aber der Wagenumlauf ziemlich lange. Der vorhandene Wagen⸗ bestand reicht deshalb zur Deckung des hoben Bedarfs auch für die lebenswichtigsten Güter bei weitem nicht aus, so daß sich größere Wagenausfälle zurzeit leider nicht vermeiden lassen. An diesen Aus⸗ fällen müssen alle Bezirke gleichmäßig teilnehmen. Die Eisenbahn⸗ verwaltung ist unausgesetzt bemüht, den Wagenumlauf mit allen Mitteln zu beschleunigen und dadurch mehr Wagen für die Abfuhr der lebenswichtigsten Güter freizumachen und den besonders not⸗ leidenden Bezirken zuzuführen. Die Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen im Westen wird hoffentlich bald eine Erleichterung in der Wagenversorgung, namentlich auch der Landwirtschaft, mit sich bringen. Soweit es sich jetzt übersehen lät. wird damit gerechnet werden können, daß der Abtransport der Ernte, wenn auch mit einiger Ver⸗ zögerung, bewältigt wird.
ausgegeben
am
Bekannimachuünng 8 Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBl. S. 603) habe ich 1. dem Händler Gustav Heinrich in Berlin, zurzeit im Gefängnis, 2. der Zigarrenhändlerin Frieda Lorenz in Berlin, Kanonierstraße 7, durch Verfügung vom Ffutigen Fege den EE16 Efsgen ständen des täg⸗ lichen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit i tese Handelsbetrieb unters 8 t. si “ Berlin, den 15. Oktober 1921. Der Polizeipräsident. Abteilung W.
1 88 8
Statistikt und Volkswirtschaft.
1“ Arbeitsstreitigkeiten.
1 In der Porzellan⸗ und Steingut⸗Industrie Dresdens ist es, wie die „Schles. Ztg.“ erfährt, zu einer großen Lohnbewegung nach Scheitern der Tarifverhandlungen ge⸗ kommen. In annähernd 40 Betrieben stehen die Mitglieder des Porzellanreviers im Ausstand. Weun bis zum 29. Oktober keine Einigung zustande gekommen ist, so wird die Aussperrung sämtlicher Porzellanarbeiter und ⸗arbeiterinnen angekündigt. 60 000 Personen werden dann im Lohnkampf stehen.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Dem Reichsgesundheitsamt ist der Ausbruch der Maul⸗
Nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. Apri S. 5 Felent ene 5 1 vecr 1979 (Betchsareic. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 12. Febru 1921, betreffend die eines Nachtrags zum 22,8e 2 “ für die Preußischen Staaten vom 21. Mai 1873 durch 8— S e er Regierung in Marienwerder Nr. 11 S. 63, Eenifatang,921, S ausgegeben am der Regierung in Potsdam und der Stadt Berlin Nr. 10 b 9 141, aäsaeen 8 5 März 1921, er Regierung in Frankfurt a. O. Nr. 9 S. 77, aus 8 am 4. März 1921, “ der Regierungsstelle in Schneidemühl Nr. 9 S. 56, ausgegeben am 5. März 1921, der Regierung in Stettin Nr. 10 S. 82, 5. März 1921, der Regierung in Köslin Nr. 10 S. 57, 5. März 1921, 1 der Regierung in Stralsund Nr. 11 S. 66, 12. März 1921, der Regierung in Liegnitz Nr. 10 S. 110, 5. März 1921, der Regierung in Magdeburg Nr. 9 S. 83, 26. Februar 1921, der Regierung in Merseburg Nr. 10 S. 69, 5. März 1921, der Regierung in Erfurt Nr. 11 S. 66, 8 8 März 1921. n. 19 eer Regierung in Schseswig Nr. S. 90, 5. März 1921. 1.
2. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 4. April 1921, betreffend die Genehmigung der vom Brandenburgischen Provinziallandtag am 1. März 1920 beschlossenen Satzung der Stadt⸗ schaft der Provinz Brandenbhrg, durch die Amtsblätter
der Regierung in Potsdam und der Stadt Berlin Nr. 33 Sonderbeilage, ausgegeben am 13. August 1921, und der Regierung in Frankfurt a. O. Nr. 32 Sonderbeilage, aus⸗
8 gegeben am 13. August 1921;
3. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 2. Mai 1921, betreffend die Genehmigung der von dem Generallandtage der “ Fandüesgft. 8 26. Sün. 1921 beschlossenen Ab⸗ nderungen der Lan ordnung der Pommerschen 2. die Amtsblätter 1 “
Ddie bereits einmal durch die Interalliierte Rhein “ wieder einte hnrc Interalüiert 1e. über die Ausgestaltung des inkeralliierten Organs EE der Handhahung’ des Aus⸗ und Ein⸗ uhrsystems im besetzten rheinischen Gebiet durch die deutschen Behörden nakn Meagce dem 24. Oktober, be⸗ ginnen. ie unter Führun es Gesandten von Mutius der Preußischen Gesetzsommlung enthält unter stehende deutsche Delegation hat eine b rechende *enannn Nr. 12 189 eine Verordnung, betreffend Abänderung der seitens des interalliierten Gachverstärhsgentotees in Koblenz Verordnung über die Gewährung einer Entschädigung an die erhalteen. 111““ Mitglieder des Schiedsgerichts für die Auseinandersetzung der 16 b neuen Stadtgemeinde Berlin mit den Nachbarkommunal⸗ b “ verbänden vom 30. September 1920, vom 27. September 888 Nr. 12 eine Verordnung, betreffend das Inkrafttrete des Gesetzes vom 18. Dezember vcef (ZchasscFnbraf 1921, S. 120), vom 14. Oktober 1921, und unter Nr. 12 191 eine Verordnung, betreffend die Ausdehnung 8 12 Peßirzegengen EE““ vom 2. August * IGBl. S. ) auf das Unterrichtsfach vom 27. September 1921. 8 9 5 He Mas. Berlin W., den 20. Oktober 1921.
J. V.: Froitzheim.
der Regierung in Stettin Nr. 32 S. 248, ausgegeb b 6 Aessf 1921, WW“ ge;r der Regierung in Köslin Nr. 31. S. 178, au be . 8 Juli fea1 nneh. u1“ sgegeben am eer Regierung in Stralsund Nr. 32 S. 164, aus vbe. Augnst 1991 .“ 4. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 2. Mai 1921, betreffend die Genehmigung der von der Generalversammlung der Neuen Pommerschen Landschaft für den Kleingrundbesitz am 25. Januar 1921 beschlossenen Abänderung, Ergänzung und Neu⸗ fassung des Statuts der Neuen Pommer een Landschaft für den Kleingrundbesitz, durch die Amtsblätter 8 er Regierung in Stettin Nr. 32 S. 248, ausgegeben am 6. August 1921, der Regierung in Köslin Nr. 32 S. 186, ausgegeben 8 August 1921, und⸗ Sor. 32 S er Regierung in Stralsund Nr. . 164, ausgegeb 5. b guga enei schen St 88 5. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 11. Juni 1921, betreffend die Genehmigung der von dem 47. veue eeZane tage der Provinz Ostpreußen am 19. März 1921 beschlossenen Aen⸗ derung des Statuts der Landeskulturrentenbank der Provinz Ost⸗ Preußen. 8 die veue racee E er Regierung in Königsberg Nr. S. 279, ausgegeb 86 . August 1973, 2 Ar. 88 8 der Regierung in Gumbinnen Nr. . 251, aus 613. August 1921, und der Regierung in Allenstein Nr. 32 S. 162, ausgegeben am 8— 8geagut 191;icc eb “ der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 14. 1921, betreffend die Genehmigung der Errichtung des Lee felühn Pfandbriefamts für Hausgrundstücke in Münster i. W., durch die 1 ““ in Mänsier Nr. 9 er Regierung in Münster Nr. Sonderbeilage, a 1 88 6. August 89 T“ ver Regierung in Minden Nr. 32 Sonderbeilage, aus 8 F 6. August und. 88 8 L der Regierung in Arnsberg Nr. onderbeilage, 8 am 13. August 1921, 8“ ““ der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 21. Juni 1921, betreffend die Genehmigung des von der Generalversammlung des Kur⸗ und Neumärkischen Ritterschaftlichen Kreditinstituts am 3. Mai 1921 beschlossenen Nachtrags zu den reglementarischen Be⸗ “ Instituts, vn. 1. eveeee-; 1 eer Regierung in m und der Stadt Berlin Nr. 3 8 8 403, deegeen en 6. F 1921, er Regierung in Frankfurt a. O. Nr. 32 S. 179, am 13. August 1921, der Regierungsstelle in Schneidemühl Nr. 30 S. 134, aus⸗ G Sg am 8 159 42 81 er Regierung in eettin Nr. 30 S. 231, “ 11“ Regierung in Köslin Nr. 30 S. 174, d 28. Sul 02l, Fca t er Regierung in Liegnitz Nr. 33. S. 269, aus 18 August — 8 X““ egierung in Magdeburg Nr. 30 S. 235, 28 bat es. 18 8 g ausgegeben am b Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 22. 1 1921, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an die erhr egeh; 24 dis.gtrretefmng des Fischereihafens in Geeste⸗ münde, durch das Amtsblatt der Regier in S 8 6 ausgegeben am 1. Oktober 1921; ““
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 53.
h“ Preußen. 14““
Bezüglich der Schäden, die die Deutschen Ober⸗ schlesiens seit dem 10. Februar 1920, dem Tage der Be⸗ setzung des Landes, erlitten haben, werden, wie „W. T. B.“ I. mitteilt, gegenwärtig Erhebungen angestellt. Die Ent⸗ schädigungszahlung soll auf Grund eines besonderen Gesetzes erfolgen, das für Oberschlesien analog dem für Heinans und Posen erlassen werden wird. Die Regulierung soll sich auf alle Schäden erstrecken, die seit dem obengenannten Zeit⸗ 71 punkt erwachsen sind. Man hofft, die unmittelbaren
Schäden in vollem Umfange ersetzt zu erhalten, von den mittelbaren auf alle Fälle auch die, die einen tatsäch⸗ lichen Schaden darstellen. Den entgangenen Gewinn zu er⸗ setzen, hat sich die Regierung außerstande erklärt, da die Summe ins Ungeheure gehen würde. Die Feststellung der direkten und indirekten Schäden soll einheitlich erfolgen. Für die Abschätzung dieser Schäden sind Kommissionen in den einzelnen Kreisen ge⸗ bildet worden, wobei je eine eea. für mehrere Kreise zuständig ist. Die bisher bei den zuständigen Landräten und Notstandskommissionen in Oppeln angemeldeten Summen gehen in die Milliarden. Ob es möglich sein wird, diese Schäden voll zu ersetzen, steht dahin. “
Allijerten gegebenenfalls verlangen könnten, um ihre Interessen sicher⸗ zustellen, daß Frankreich vernünftige Erleichterungen gewährt werden, damit die Zahlungen dee Zusessachliefeumger hinausgeschoben werden können. Die Reparationskommission erklärt sich auch für zuständig, über eine 26 prozentige Abgabe von Sachlieferungen zu entscheiden; sie wird darüber später ihre Entscheidung treffen.
— Der Minister Loucheur erschien gestern vor dem Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten, um Auskunft über das Wiesbadener Abkommen zu geben.
„Havas“ meldet amtlich, daß die Reparations⸗ kommission einen Untersuchungsausschuß zum Studium der Frage der Verteilung der österreichischen Vorkriegs⸗ schulden eingesetzt hat. Die Mitglieder sind ein Engländer, ein Franzose, ein Vertreter der Nachfolgestaaten und ein Italiener. 1
Der Ministerpräsident Briand hat den österreichischen Gesandten, Baxon Eickhoff, empfangen, der sich mit ihm über die finanzielle Lage Oesterreichs besprach.
Der Gesandte verlangte — nach der „Havasagentur“ — die Aufhebung der Hypotheken, die auf Oesterreich lasten, um dadurch die für das Wirtschaftsleben notweng ges Kredite zu erlangen. Er habe hinzugefügt, daß eine politische Agitation in Oesterreich geführt ; werde und daß es schwierig sei, die Aufrechterhaltung der Unab⸗ Gediga aus Leskhzin wurde durch vier in einem Auto an⸗ ängigkeit zu garantieren, wenn man seine Wunsche nicht befriedige.
gekommene Personen gezwungen, seine Pfarrei assen Ministerpräsident Briand gab die Versicherung wohlwollender und zu ehen rs gezwungen, seine Pfarrei zu verlas Absichten der Regierung ab, erklärte jedoch, daß die finan⸗ 88 8 8 zielle Lage Frankreichs es vorübergehend verhindere, Oesterreich f
Nichtamtliches. Deutsches Reich. 8
Die Botschafterkonferenz übermittelté nach Mel⸗ dung des „W. T. B.“ gestern nachmittag dem Deutschen Botschafter in Paris nachstehende Note über die oberschlesische Entscheidung:
b Herr Botschafter, ich habe die Ehre, Ihnen anbei den Text der Entscheidung zu übermitteln, die die Botschafterkonferenz am 20. Oktober d. J. namens und in ausdrücklicher Vollmacht der Regierungen des Britischen Reiches, vähce s, Italiens und Ie een getren bat⸗ die 88 den Vereinigten Staaten von Amerika Alliierte un oziierte Hauptmächte den Fri rag v Lacfcles vnerecn hie. ptmäch Friedensvertrag von „Die genannten Mächte haben gemäß dem Friedensvertrag eine Lösung gesucht, die dem Wunsch der Eh em Fri wie er 1 der gemeindeweisen Abstimmung zum Ausdruck gekommen ist, entspricht 8 die geographische und wirtschaftliche Lage der Ortschaften erücksichtigt. Sie hhaben sich deshalb nach Einholung des Guta tens des Völkerbundsrates veranlaßt gesehen, den Industriebezirk Oberschlesiens zu teilen. In Anbetracht der Tatsache, daß die verschiedenen Volksteile geographisch zerstreut liegen, andererseits aber stark untereinander vermengt sind, mußte jede Teilung dieses Gebiets dazu führen, daß auf beiden Seiten der Grenzlinie ziemlich beträchtliche Minderheiten verblieben, und daß wichti e Interessengebiete auseinandergerissen wurden. In Berücksichtigung dieser Umstände enthält die getroffene Entscheidung Maßnahmen, um im Interesse der Allgemeinheit die Fortdauer des Wirtschaftslebens ebenso wie den Schutz der Minderheiten in Ober⸗
schlesien zu gewährleisten. muß sich auch voll dessen bewußt
—— 8 BEEE
Die Lage in Oberschlesien ist, wie „W. T. B.“ aus Kattowitz meldet „in Anbetracht der Veröffentlichung der Ent⸗ scheidung aufs höchste gespannt. Trotzdem ist es, soweit bis jetzt bekannt, nirgends zu Zwischenfällen gekommen, nur wird aus dem Kreise Rybnik gemeldet, daß dort die Polen ihre Drohungen gegen Geistliche wahrgemacht haben. Pfarrer
Nach einer Havasmeldung aus New York kündigte auf einer vom Schiffahrtsamt veranstalteten Konferenz der Vertreter der Schiffahrts⸗ gesellschaften eine Herabsetzung der Frachtraten zwischen dem europäischen Kontinent und Amerika an. Diese Herabsetzung soll 15 — 20 % für Metalle und 3—5 % für Oele, Ge⸗ treide, Fleisch und Konserven betragen. “
den Beistand zu leisten, den es gern leisten würde. Frankreich werde sich bemühen, Maßnahmen zu ergreifen, damit Oesterreich in seiner Unabhängigkeit erhalten bleibe, die notwendig sei für das europäische Gleichgewicht und für den Weltfrieden. Briand ver⸗ sprach, sich dafür zu verwenden, daß die pon Oesterreich geforderten Maßnahmen ergriffen werden können. Nach dem „Temps äußerte der österreichische Gesandte, die österreichische Regierung und das üsterreichische Volk hätten loyal jede politische 17 e— unterdrückt, ie gegen den Friedensvertrag und gegen die Ansichten der Mächte sei. Augenblicklich hänge es von den letzteren ab, zu entscheiden, ob ie das Dasein und die Lebensfähigkeit eines unabhängigen Oesterreich sicherstellen wollen.
1n Oesterreich. “ 8 Aunuf dem österreichischen Handelskammertag bespra der Vertreter der Innsbrucker “ den Plan einer Arbeitsgemeinschaft mit den Kammern im Deutschen Reiche, wobei er auf die innigen wirt⸗ schaftlichen Verbindungen mit “ und auf die Erklärung des deutschen Industrie⸗ und Handelstages hin⸗ wies, der sich zu einer solchen Fefeanengee rundsätzlich bereit erklärte. Der Anschluß an das Deutsche Resch, ob man ihn wünsche oder nicht, liege zweifellos im Bereich der Möglich⸗ keit. Die Vertreter andererssösterreichischer Handelskammern sich in gleichem Sinne aus. Sie 8 darauf hin, aß Deutschland trotz seiner durch den Friedensvertrag plan⸗
Theater und Musik.
Im Opernhause wird morgen, Sonnabend (außer dem Dauerbezug) zugunsten des Vereins Berliner Presse „Bohsme“ mit Alfred Piccaver von der Staats⸗ oper in Wien als Gast in “ des Rudolf gegeben. In den übrigen Rollen sind die en Artöt de Padilla, Hansa und, die Herren Bronsgeest, Helgers, Zador, Philipp und Krasa beschäftigt. Musikalischer Leiter ist der General⸗ musikdirektor Leo Blech. Anfang 7 ½¼ Uhr. Nach Schluß der Vorstellung werden im Konzertsaal Erfrischungen an kleinen Tischen gereicht. Vorbestellungen auf Tische sind gegen besondere Vormerkgebühr an der Theaterkasse des Hotels Bristol und Abends in der großen Pause am Büfett links zu bewirken.
8; .z neentsche Uhegjerung werden, daß die Alliierten Mächte ihre Entscheidung als ein einheit⸗ liches Ganzes betrachten, und daß sie fest entschlossen sind n.n verschiedenen Teilen Geltung zu verschaffen. In dem Falke, daß die beteiligten Regierungen oder eine von ihnen sich aus irgend einem Grunde weigern sollte, die Entscheidung insgesamt oder
und teuren Aufnahmen hauptsächlich der flachen und bebauten Zone des Ostens ausführt, erstreckten si ie Arbeiten, an denen der Vortragende beiteiligt war, hauptsächlich auf den gebirgigen Teil des Landes und auch da wieder möglichst auf die unbekannten Gebiete. Es wird also hauptsächlich Forschungs⸗
Belgien.
„Die Kammer nahm mit 92 gegen 57 Stin einer Stimmenthaltung eine Tagesordnung an, in
Stimmen bei der die
Verteidigung betont,
9. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 8. 1921, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts 8 en Hethsen. i. W. 1 85 6„1 ₰ * n. durch das Amtsblatt der Regierung in nster Nr. v85 9 8 1g2t. 1 XX“ eean
. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 25. Juli 198gl, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts 8b Mal
zu
kennen geben würde, daß scheidung Hindernisse in den
die
einem Teile anzunehmen, oder durch ihre Haltung zu er⸗
11 der eermn Herghfcernes der Ent⸗ ü 1 eg zu legen bestrebt ist, behalten si Alliierten Mächte in der Erwägung, daß es im Intereffe 8.
allgemeinen Friedens notwendig ist, die vorgesehene Re⸗ v 6 — Kegelung so schnell wie möglich durchzuführen, solche Maßnahmen vor, die fie für
gee
ignet halten,
um die völlige 1 Fe erzustellen. öllige Durchführung ihrer Entscheidung
zut dbeitung und Verxzellung bes ischen Sm 5 8 893
sich
Genehmigen EIE“ A. Briand.
mäßig herbeigeführten Notlage noch immer der wichtigste hühig der Volkswirtschaft des europäischen Festlandes sei.
Großbritannien und Irland.
Von seiten der Regierung wurde im Unterhaus mih geteilt, daß die deutsche Regierung sich bereit erklärt habe⸗
den Alliierten 250 Zivilflugzeuge auszuliefern, 1 Je Inkrafttreten des Friedensvertrages gebaut 88 Inzwi
Kotwendigkeit der nationalen jede Aufreizung zur Disziplinlosigkeit verurteilt und der Wille sm Ausdruck gebracht wird, die Reorganisation der Irmee weiter zu führen und die auf die allgemeine Ab⸗ rüstun g gerichteten Anstrengungen zu unterstützen. Ferner wird in der Tagesordnung die Erklärung des Minister⸗ füsidenten und des Ministers für nationale Verteidigung ge⸗
— en die allgemeine Abrüstung bezügliche Satz
arbeit geleistet im Feßgensa zum Militär, das seinem Zweck ent⸗ sprechend zunächst die höher kultivierten Gegenden sichern muß. Für Spezialaufnahmen hat sich besonders gut das stereophotogrammetrische Verfahren, das mit dem Zeißschen Photohodolithen 2e Psees wurde, bewährt. In der Kordillere übertrifft es alle anderen Methoden, da das dort berrschende Trockenklima die günstigsten Bedingungen ibt. Die Schwierigkeit der Arbeiten in den entlegenen Gebieten
Im Schauspielbhause wird morgen „König Richard III.“ in bekannter Besetzung aufgeführt. Anfang 7 ½ Uhr.
Mannigfaltiges. “ 6
Die einstweilige Berliner Stadtverordneten⸗ versammlung ist gestern noch einmal zu einer Sitzung zu⸗ sammengetreten.
iegt der weiten Entfernung von der Verpflegungsba Es erfordert regelmechte Anerüstung bon Mauktierkarctvanen. . d 2
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Hauptgegenstand der esordnung war eine An⸗ der h. 2bdnn gen Svean en, betreffend die