1921 / 266 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 Nov 1921 18:00:01 GMT) scan diff

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Niach der Rede des Ministerpräsidenten tritt das Haus in die Besprechung der von ihm verlesenen Erklärung ein.

Abg. Hauschild (Soz.): Die Erklärung findet die Billigung meiner Fraktion. Um die Regierungsgewalt in Preußen allein oder mit anderen sozialistischen Parteien zu übernehmen, dazu sind wir zur⸗ zeit leider nicht stark genug. (Unruhe rechts.) Koalitionen sind nicht unser Ideal. Wir hatten zuerst den Wunsch, daß auf die frühere Koalition zurückgegriffen und diese durch die Unabhängige Sozial⸗ demo ratie erweitert würde; aber stärker als unser Wunsch waren die Verhaͤltnisse. Wir wollen aber auch nicht die bürgerlichen Pateien allein

regieren lassen. Wir wollen nicht, daß sich Preußen zu einem zweiten Bayern entwickert, wir wollen nicht, daß von Bavern und Preußen aus die deutsche Republik in die Zange genommen wird. Wir hoffen, daß es gelingen wird, auf dem von dem Ministerpräsidenten gekennzeichneten Boden einen erfolgreichen Weg zurückzulegen, wenn jede der anderen koalierten Parteien politisches Verständnis für politische Notwendig⸗ keiten zeigt. Wir wünschen vor allem dringend die schleunige Vor⸗ legang der angekündigten Gesetzentwürfe. Wir sind bereit, dem an uns ergangenen Rufe zu fruchtbringender Mitarbeit für des Volkes Wohl Folge zu leisten. . Alg. Herold (Zentr.): Die Zentrumspartei hatte mich mit den Abog. Graw und Stieler beauftragt, die ebenso schwierigen wie wichtigen interfraktionellen Verhandlungen zwecks Bildung einer Regierung auf breiter Grundlage zu führen. Ich habe daher auf inmütigen Wunsch meiner politischen Freunde folgende Erklärung bzugeben: Das Zentrum hat sowohl in der Nationalversammlung Weimar als auch in der verfassunggebenden Preußischen Landes⸗ versammlung sich auf den Boden gestellt, daß zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, Friede und Freiheit in unserem schwer⸗ eprüften Vaterlande als Vorbedingung für eine gesunde wirtschaft⸗ liche Entwicklung, eine kräftige Regierung eine Notwendigkeit sei, welche durch eine große sichere Majorität gestützt wird. Darum sind ir im Reich und in Preußen für eine große Koalition aus Zentrum, Sozialdemokraten und Demokraten eingetreten, welche eine große ehrheit bildete. Nach der Wahl des Preußischen Landtages haben wir uns bemüht, entsprechend der Veränderung, in seiner usammensetzug die Koalition durch Einbeziehung der Deutschen Volkspartei zu erweitern. Als Ministerpräsi⸗ eent hat sich Herr Stegerwald auch mit aller Kraft nd Energie für diese erweiterte Koalition eingesetzt. Nachdem aber lle Bernühungen in dieser Richtung gescheitert waren, hat derselbe zunächst eine Regierung aus Zentrum und Demokraten gebildet, in der Hoffmung, daß sich dann später eine erweiterte Koalition würde herstellen lassen. Dieses Ziel des Herrn Ministerpräsidenten Steger⸗ wald ist nunmehr durch die Bildung des Ministeriums, welches uns eben sein Programm entwickelt hat, erreicht worden. Wir bedauern es auf das höchste und empfinden es schmerzlich, daß Herr Steger⸗ wald nicht an die Spitze des Ministeriums hat treten können. Wir sind mit aller Entschiedenheit und mit Nachdruck für Herrn Stegerwald bis zum jetzten Augenblick eingetreten. Aber das große Ziel der erweiterten Koalition war nur zu erreichen, wenn wir von Herrn Stegerwald als Ministerpräsident Abstand nehmen. Auch Herr Stegerwald wollte an der Personenfrage das große Werk nicht scheitern lassen. Unserem dringenden Wunsche nachzukommen, wenigstens das Wohlfahrtsministerium bei⸗ zubehalten und dadurch zugleich seinen Einfluß im Gesamt⸗ kabinett auszuüben, hat Herr Stegerwald abgelehnt, um sich ganz der christlich⸗nationalen Arbeiterbewegung zu widmen. Unserer wärmsten Anerkennung und dem tief empfundenen Dank für seine verdienstvolle aufopfernde und erfolgreiche Wirksamkeit an der Spitze des Preußischen Staatsministeriums, ferner für den von ihm in allen Einzelheiten vortrefflich durchgeführten Aufbau und die zielbewußte Leitung des neugeschaffenen Wohlfahrtsministeriums möchte ich hiermit auf einstimmigen Beschluß der Zentrumspartei öffent⸗ lich Ausdruck geben. Ich bin daß diese Gefühle von anderen Parteien hier im Hause und im Lande geteilt werden. Wir freuen uns aber, daß Herr Stegerwald auch fernerhin als Reichstagsabge⸗ ordneter politisch tätig sein wird und wir auf seine bewährte Mit⸗ wirkung und Unterstützung rechnen können. Die Gesamtzusammensetzung des Ministeriums entspricht zwarnicht ausnahmslos unseren Wünschen, aber wenn man sich zu einer Koalition vereinigen will, sind auch die Be⸗ strebungen anderer Parteien zu berücksichtigen. Es hat sich aber nach langen schwierigen Verhandlungen ergeben, daß ein Mehr in unserem Sinne nicht durchzusetzen war, wenn nicht die Erweiterung der Koalition, welche sich nunmehr auf eine ⸗Majorität stützen kann, scheitern sollte. Auch wir geben uns der sicheren Hoffnung hin, daß die Koalition in angemessenem Ausgleich der verschiedenen An⸗ schauungen auf Grund des mitgeteilten Programms erfolgreich zu⸗ sammenarbeiten wird zum Wohle des Freistaats Preußen und des gesamten Vaterlandes. (Lebbafter Beifall im Zentrum.)

Abg. Dr. von Krause (D. Vp.): Meine Partei hat ihre Zustimmung zu der Bildung der Koalitionsregierung und damit zur Besetzung von Ministerposten aus ihren Reihen gegeben. Es handelt sich dabei mehr um eine Arbeitsgemeinschaft, die die ver⸗ einigten Parteien zwingt, nunmehr miteinander und nicht mehr

unegeneinander zu arbeiten. Hierbei müssen natürlich bei wichtigen Fragen Forderungen der einzelnen Parteien zurückgestellt werden. Lachen links.) Das ist einfach ein Gebot der Logik. (Unruhe bei den Kommunisten.) Ihre Neugierde wird sich im Laufe der Zeit noch befriedigen. (Anhaltende Heiterkeit.) Es ist in erster Linie eine Arbeitsgemeinschaft. Ihre Aufgabe ist daher, un⸗ ermüdlich an dem zu arbeiten, was sich die Parteien besonders vorgenommen haben. (Zuruf bei den Komm.: Die Schieber arbeiten doch nicht!) Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit der Koalition ist aber auch die Arbeit an sich selbst, ein Erfordernis, das für jede Partei gilt, auch für die, die den Mund noch so weit aufreißen. (Heiterkeit.) An der Spitze der Arbeit der Parteien muß aber süets das Vaterland stehen. (Zurufe bei den Komm.) Ihre Zurufe geben zu erkennen, daß Sie diesen Grundsatz nicht anerkennen. (Lärm bei den Komm.) Das Vaterland ist für uns das Höchste. (Zuruf: Ihr Geldsack!) Mit Befriedigung ersehen wir aus dem Eee daß das Bestreben der Regierung dahingeht, den unserem Volke eigenen Individualismus dem Gemeinwohl gegenüber zurückzudämmen. Es gibt aber auch einen übertriebenen Parteiindividualismus, der unter allen Umständen ein⸗ geschränkt werden muß, wenn überhaupt eine Koalition zustande⸗ kommen soll Eine solche Koalition zu erreichen, dünkt uns aber als vaterländische Pflicht. (Zuruf bei den Kommunisten: 40 % Divi⸗ dende!) (Die weiteren Ausführungen des Redners gehen in dem dauernden Lärm der äußersten Linken verloren.) Eine Regierungs⸗ bildung ist nun einmal nicht anders möglich als durch Fühlung⸗ nahme mit den Parteien auf dem rechten und linken Flügel. Eine Lösung ganz links oder rechts, wie sie den einzelnen Parteien vor⸗ schwebte, ist allerdings nicht zu erreichen gewesen; die waͤre auch nicht im Interesse des Vaterlands gewesen. (Zustimmung rechts.) Des⸗ halb blieb nur der Versuch aus der Mitte heraus übrig. Die Frage war, sind die Parteien zu vereinigen? Das ist möglich gewesen. Jeder, der die gedeihliche Fortentwicklung des Vaterlandes will, müßte einer solchen Regelung zustimmen. Ein neues Programm hat die neue Regierung nicht vorgelegt. Ein bestimmtes Programm läßt sich in dieser Zeit in Einzelfragen nicht aufstellen. Wohl aber hat die Regierung Richtlinien aufgestellt, und diese Richtlinien können die Grundlage bilden für die Arbeit der Regierung. (Unruhe und Wider⸗ spruch bei den Unabhängigen und Kommunisten, Zuruf des Abg. Dr. Weyl: Es riecht nach Kuhhandel!) Ein anderer Weg ist nicht ge⸗ funden worden. Der Weg ganz nach rechts oder weiter nach links ist nicht gangbar gewesen. Ich fühle mich gleich meinem Vorredner ge⸗ drängt, hier des Mannes zu gedenken, der für das Zustandekommen dieser Koalition Großes geleistet hat. (Zurufe bei den Unabhän igen und Kommunisten: Stegerwald!) Das hier auszusprechen ist einfach meine Pflicht. Wenn dieser Mann nichts anderes getan hätte, als zuerst auf die Notwendigkeit der Regierungsbildung auf breiter Grundlage öffentlich hinzuweisen, so hätte er mehr getan als irgend⸗ einer von Ihnen (zu den Kommunisten). Wir wollen nun jetzt zur Arbeit schreiten. Wir wollen die Arbeit des Ministeriums abwarten in der Hoffnung, daß die Vertreter der Koalitions⸗ vartesen, die sich ihrer Gegensätze nach wie vor wohl hewußt sind, auf der Grundlage der vereinbarten Richt⸗ Uinien prattische Arbeit leisten werden. Es ist notwendig

aus.

und erwünscht, daß der Gegensatz zwischen den Parteien, der Gegensatz zwischen Bürger und Arbeiter möglichst aus der Welt geschafft wird. (Lärm und Zurufe bei den Kommunisten und Un⸗ abhängigen. Zurufe: Drohnen!) Die Ueberwindung dieser Gegen⸗ sätze im Rahmen der Koalition wird auch zum inneren Frieden führen, indem man sich gegenseitig verständigt und nicht immer in dem anderen einen Feind sieht, sondern einen, der ebenfalls bereit ist, an dem Wohle des Vaterlandes zu arbeiten. Natürlich muß die Koalitions⸗ regierung bei ihrem ehrlichen Bestreben, praktische Arbeit zu leisten, auf das gleiche Bestreben des Landtags stoßen. Ich möchte mir nun hier einen Vorschlag erlauben, der zu praktischer Arbeit beiträagt und der dahin geht, daß wir den Etat in allerkürzester Frist. erledigen, meinetwegen durch ein Zwangsmittel durch eine Abänderung der Geschäftsordnung. Ich meine also, wenn wir dahin übereinkommen, die Abstimmung über den Etat an einem bestimmten Tage vorzunehmen. (Widerspruch und Lachen auf der äußersten Linken.) Damit werden wir auch die Arbeit des Ministeriums erleichtert. Daß wir durch lange Reden dem Wohle des Vaterlandes nützen, werden Sie (zur äußersten Linken) wohl felbst nicht behaupten wollen. Die vorgetragenen Richtlinien billigen wir. Besonders wohltuend haben uns die warmen vater⸗ ländischen Töne berührt, mit denen Ministerpräsident Braun seine Rede begann. Denn was wir auch tun, vor allem steht uns das Vaterland. Meine politischen Freunde sprechen einstimmig dem neuen 88 Grund des Regierungsprogramms ihr Vertrauen (Lärm links. Abg. Dr. Meyer⸗Ostpreußen (Komm.): Diese letzte Er⸗ klärung kennzeichnet so recht den Charakter des Regierungs⸗ programms. Es ist ein Programm, das die Zustimmung aller kapitalistischen Parteien finden kann. Es begann mit Sätzen, mit denen alle kapitalistischen bürgerlichen Regierungen ihr Programm zu beginnen pflegen, nämlich mit nationalistischen Sätzen, die unwahr sind. Es ist eine Unwahrheit, zu behaupten, daß Oberschlesien feine wirtschaftliche Blüte allein Deutschland verdankt. (Lärm und Wider⸗ spruch auf der Rechten.) Unwahr ist es, daß die Teilung Oberschlesiens die wirtschaftliche Lahmlegung Deutschlands bedeute, denn im Augen⸗ blick der Trennung sind die Kurse des oberschlesischen Kapitals um Hunderte in die Höhe gegangen. (Lachen und Widerspruch bei den bürgerlichen Parteien.) Der Zusammenschluß der Sozialdemokraten mit der Deutschen Volkspartei steht im offenen Widerspruch zu den Anschauungen weiter Kreise der sozialdemokratischen Wählermassen. Die Aeußerung des Abg. Herold, die neue Koalitionsregierung sei gebildet worden, um die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten, kennzeichnet den Charakter der Regierung, die gegen die Arbeiter gebildet ist. Das Programm der Regierung ist eine Sammlung von Gemein⸗ plätzen. Auf der Regierungsbank sehen wir Leute zusammensitzen, die sich noch vor kurzem als heftige Feinde gegenüberstanden. Wir fragen die Regierung, wie sie über die Heranziehung des Besitzes zur Steuerleistung denkt und durch welche Steuern 82 das Defizit zu decken gedenkI. Wir haben das dringendste Interesse daran, daß die Forderung auf Konfiskation des Vermögens aufrecht erhalten wird. urnf rechts: Siehe Adolf Hoffmann!) Der Redner greift dann scharf die Rechtssozialisten wegen ihres Zusammengehens mit der Deutschen Volkspartei an. Wir haben unsere Bereit⸗ willigkeit erklärt, eine sozialdemokratisch⸗unabhängige Regierung zu unterstützen. Eine solche Minderheitsregierung hätte eine starke Feshtihe durch die Unterstützung der Arbeitermassen gefunden. Die echtssozialisten werden durch die Koalition zerrissen werden. Ent⸗ weder werden sie sich von der Volkspartei nach rechts ziehen lassen, oder aber sie werden sich gezwungen sehen, mit uns die große Ein⸗ heitsfront gegen die Kapitalisten zu bilden. Auf Antrag der Deutschnationalen wird die Ver⸗ tagung der weiteren Aussprache beschlossen. 4 Eine Reihe von Besoldungsvorlagen, die nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt wurden, werden debattelos den Aus⸗

schüssen überwiesen. .

Abg. Dr. Meyer (Komm.) führt Beschwerde darüber, daß Fraflden Leinert die kommunistische Anfrage, die sich gegen die Aus⸗ seferung der Dato⸗Mörder richtet, noch nicht zum Druck gegeben habe, weil er an einzelnen Wendungen Anstoß nahm.

Präsident Leinert erklärt, daß sein Verhalten durchaus der Geschäftsordnung entspreche.

Abg. Dr. Cohn (U. Soz.) mißbilligt das Verhalten des Präsi⸗ denten, dem ein Zensurrecht nicht zustehe.

Präsident Leinert schlägt zunächst vor, kleine Anfragen auf die morgige Tagesordnung zu setzen, bemerkt dann aber, daß die Re⸗ gierung zur Beantwortung nicht in der Lage sei.

Die Anfragen werden darauf von der Ta gesetzt und die Weiterberatung au Freitag, 11 Schluß noch 56 hmht.

ee ab⸗

18 Handel und Gewerbe.

Telegraphische Auszahlung. —; 11. November

Geld Brief 9990,00 10010,00

93,40 93,60 1983,00 1987,00 4115,85 4124,15 5254,70 5265,30

6593,40 6606,60

558,10 559,60 1158,80 1161,20 1133,85 1136,15

287,21 287,79 2047,95 2052,05 5364,60 5375,40 3946,095 3953,95

12. November

Geld Brief 9790,20 9809,80

91,655 91,85 1918,05 1921,95 4130,85 4139,15 5244,75 5255,25

6483,50 6496,50 . 524,45 525,55 .] 1133,85 1136,15 1106,35 1108,65

281,71 282,29 2007,955 2012,05 5254,70 5265,30 3871,10 3878,90

Amsterdam⸗Rotterdam Buenos Aires (Papier⸗

peso) 8“ Brüssel und Antwerpen Christiania. 6 Kopenhagen .. Fece und Gothen⸗

urg . . Helsingfors Italien .

New York Paris’. 1 Schweiz

90 0 London . . Spanien.

Wien (altes).. Wien (Dtsch.⸗Oesterr.) abgestemp. . 2 1 8,87 ra. 1z 300,30

8,58 gpest. .. . 24,93

304,65 23,97

8,62 Bulgarien a Konstantinopel.

In einer gestern abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats der Dresdner Bank wurde laut Meldung des „W. T. B.“ be⸗ schlossen, einer zum 10. Dezember einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Grundkapitals um 200000 000 au f 550 000 000 vorzuschlagen. Es ist beabsichtigt, hiervon 175 000 000 den Aktionären im Verhältnis von 2 zu 1 zum Bezuge anzubieten. gabe sowie der Ausgabekurz stehen noch nicht endgültig fest. Die erneute Erhöhung des Kapitals erweist sich als notwendig mit Rück⸗

sicht auf die eingetretene weitere Entwertung der Mark auf den Aus⸗

landsmärkten und die steigenden Anforderungen, die von Handel und Industrie an die Banken gestellt werden. Auch die Erweiterungs⸗ bauten, die in Berlin und bei den Filialen unbedingt notwendig sind, um den zur Erledigung der gestiegenen Geschäfte nötigen Raum zu schaffen, erfordern andauernd die Festlegung erheblicher Mittel.

Wie vom Eisen, und Stahlwaren⸗Industrieverband in Elber⸗ feld mitgeteilt wird, sah sc der Hackenverband der G. m. b. H. zu Hagen i. W. infolge der weiteren enormen Steigerungen aller Preise für Rohmaterial, Kohlen, der Frachten, Löhne usw. ver⸗ anlaßt, seine sämtlichen Preise weiterhin wesentlich zu erhöhen. „gr. —,Der Aufsichtsrat der Vereinsbank in Hamburg be⸗ schloß laut Meldung des „W. T. B.“ mit Rücksicht auf die erhebliche Ausdehnung aller Geschäftszweige der Bank einer auf den 3. C

1 918 3

Die näheren Modalitäten der Aus⸗

2

10 96, Januarlieferung 10,91.

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1921 einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung d höhu 88 des Grundkapitals auf 125 Millionen Reale g. Ausgabe von 50 Millionen neuer, ab 1. Januar 1922 dividendenberechtigt Aktien vorzuschlagen. Es ist beabsichtigt, die neuen Aktien einen Bankenkonsortium zu überlassen mit der Verpflichtung, davon 25 Mn lionen Mark den Inhabern der alten Aktien zum Bezuge anzubietn derart, daß auf je nom. 3000 alte Aktien nom. 1000 - Aktien zum Kurse von 200 vH entfallen. Die restlichen 25 Millionen Mark sollen zugunsten der Gesellschaft verwertet werden. Bukarest, 11. November. (Meldung der Agentur Radio.) Der Ministerrat hat beschlossen, die Ban kguthabe von Ausländern in Lei einstweilen zu sperren. Ueber⸗ tragungen oder Geschäfte mit Lei werden nur mit vorheriger Ge⸗. nehmigung eines Sonderausschusses erlaubt sein, der aus einem Wr. treter des Finanzministeriums, einem Vertreter der Nationalbank und einem Vertreter der Ausgleichskasse gebildet werden soll. Jeden Geschäft mit Lei wird nur gestattet werden, wenn es durch einen Verkauf oder eine tatsächlich geleistete Zahlung gerechtfertigt wird.

Orient

London, 10. November. (W. T. B.) Ausweis der Bank vor

England. Gesamtrücklage 22 468 000 (Zun. gegen die Vorw

741 800] Pfd. Sterl., Notenumlauf 124 803 008 (Abn. enas Pfd. Sterl., Barvorrat 128,421 000 (Zun. 3000) Pfd. Sterl. Wechselbestand 80 834 000 (Abn. 79 000) Pfd. Sterl. Gurhabeh der Privaten 105 013 000 (Abn. 20 639 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staates 17 893 000 (Zun. 1 643 000) Pfd. Sterl., Notenresere 20 651 000 (Zun. 740 000) Pfd. Sterl., Regierungssicherheiten 37 302 000 (Abn. 19 652 000) Pfd. Sterl. Verhältnis der Füch lagen zu den Verpflichtungen 18,27 gegen 15,31 vH in der Vorwocht. deg 642 Millionen, gegen die entsprechende Woche des Vorjahres 63 Millionen weniger. ““”“

—..— 6

Wagengestellung für Kohle, Koks und Brilelts am 10. November 1921.

Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen Ie

Gestellt... Nicht gestellt. Beladen zurück⸗ geliefertt..

Die Elektrolytkupfernotj erung der Vereinigung für deutsche Elektrolptkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldong des „W. T. B.“ am 11. Novem ber auf 8892 (am 10. November auf 8074 ℳ) für 100 kg.

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

Danzig, 11. November. (W. T. B.) Noten: Amerikanische 284,71 G., 285,29 B., Englische 1126,25 G., 1128,75 B. Holländische zahlungen: Warschau 7,53 ½ G., 7,56 ½ B., Posen —,— G., —,— B, Pommerellen —,— G., —, 8

Wien, 11. November. (W. T. B.) Die feste Grundstimmung der letzten Tage übertrug sich auch auf den heutigen Verkehr. Im Hinblick auf den neuen Tiefstand der Kronendevise und infolge fort⸗ gesetzter inländischer Käufe, namentlich in tschechischen Papieren, er⸗ fuhren die Kurse sowohl in der Kulisse als auch im Schrankenver⸗ kehr beträchtliche Steigerungen. Auch im freien Valutenhandel zogen alle fremden Zahlungsmittel mit Ausnahme der deutschen und der polnischen Mark erheblich an. Im späteren Verlaufe gestaltete sich die Kurs⸗ bewegung nicht einheitlich. Krupp⸗Aktien setzten ihre Aufwärtsbewegung kräftig fort. Der Anlagemarkt blieb bei behaupteten Kursen rüi nur österreichische Goldrenten erhöhten ihren Kursstand auf 1 Kronen; Kriegsanleihe war vernachlässigt.

Wien, 11. November. Staatsbahn 26 500, Südbahn

9400, Südbahnprioritäten 9810, Oesterrreichische Kreditanstalt 6430, Ungarische Kreditanstalt 11 850, Anglobank 10 590, Unionbank 5600, Vankverein 6370, Länderbank 13 700, Oesterr⸗Ungarische Bank 13 000, Alpine Montan 31 500, Pehaer Eisen 86 200, Rima Murany 22 300, Skoda⸗Werke 36 000, algo⸗Kohlen 44 000, Brüxer Kohlen 60 000, Galizia⸗Petroleum 340 000, Waffenfabrik 6950, Oesterreichischer Lloyd —,—, Poldi⸗ hütte 31 950, Daimler —,—, Oesterreichische Goldrente 1000, Oester⸗ reichische Kronenrente 115, Februarrente 116, Mairente 115, Ungarische Goldrente —,—, Ungarische Kronenrente 830, Veitscher Magnesit —,—, Siemens u. Halske 8080. Wien, 11. November. (W. T. B.) der Devisen⸗ zentrale: Amsterdam 213,45 G., Berlin 2122 G., Kopenhagen 111,97 ½ G., London 24,29 G. Paris 44,68 G., Zürich 150,97 ½ G. Marknoten —,— G., Lirenoten 24,93 G., Jugoslawische Noten 8190 G., Tschecho⸗Slowakische Noten 6447 G., Polnische Noten 142. Hrag. 11. November. (W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗ zentrale: Berlin 32,85 G., Marknoten 32,85 G., Wien 1,27 ½ G, Polnische Noten 185. URSaaa London, 11. November. (W. T. B.) Devisenkurse. Paris 54,45%, Belgien 54,87 ½, Schweiz 20,68 ½, Holland 11,37 ½, New York 394,12, Spanien 28,32 ½, Italien 96,50, Deutschland 1195. . London, 10. November. (W. T. B.) Silber 38 ⅜, Silber auf Lieferung 38,00. London, 11. November. (W. T. B.) Privatdiskont 3151. Paris, 11. November. (W. T. B.) Pevisenturse. Deutschland

4 %, Amerika 1383,50, Belgien 95,75, England 54,43 ⅛, Holland

479,50, Italien 56 ⅛, Schweiz 260,50, Spanien 191,75. 1

Zürich, 11. November. (W. T. B.) Devisenkurse. Berlin 1,80, Wien 0,15, Prag 5,60, Holland 184,25, New York 530,00, London 20,90, Paris 38,50, Italien 21,55, Brüssel 36,80, Kopen⸗ hagen 95,50, Stockholm 122,50, Christiania 74,50 Madrid 74 75, Buenos Aires 175,00, Budapest 0.45, Bukarest 335,00, Agram 150,00.

Amsterdam, 11. November. (W. T. B.) Devisenkurse. London 11,36 3, Berlin 1,02, Paris 29D2 , Schweiz 54,50, Wien 0pt Kopenhagen 53,00, Stockholm 66,60, Christiania 41,05, New Yor 288,25, Brüssel 19,95, Madrid 40,35, Italien 11,75. 1 Amsterdam, 11. November. (W. T. B.) 5 % Nieder⸗ ländische Staatsanleihe von 1915 89,75, 3 % Niederländ. Staats⸗ anleihe 62,50, 3 % Deutsche Reichsanleihe Januar⸗Juli⸗Coupen —.,—, Königlich Niederländ. Petroleum 425,00, Holland⸗Amerika⸗ Linie 153,50, Atchison, Topeka & Santa Fe. —,—, Rock Island .J2. Southern Pacisic 91,50, Southern Railwav —,—, Union 1“ Anaconda —,—, United States Steel Corp. 94,755. Stetig.

8’e. 11. November. (W. T. B.) Devisenkurse⸗ London 21,20, New York 540,00, Hamburg 2,00, Paris 39,15, Antwerpen 37,50, Zürich 101,75, Amsterdam 187,50, Stockholm 123,75, Christiania 78,50, Helsingfors 10,70. 5

Stockh olm, 11. November. (W.T. B.) Devisenkurse. Londen 17,15, Berlin 1,55, Paris 31,50, Brüssel 30,50, schweiz. Plätze 82,25, Amsterdam 151,00, Kopenhagen 79,50, Christiania 62,50, Washington 436,00, Helsingfors 8,55.

(W. T. B.) Devisenkurse

Christranta, 11. November. London 27,60, Hamburg 2,50, Paris 50,50, New York 700,00,

Amsterdam 243,00, Zaͤrich 133,00, Helsingfors 14,00, Annverpen

49,00, Stockholm 161,00, Kopenhagen 127,50.

8 8 Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

Liverpool, 10. Nopember. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz Balsen, Einfuhr 28 000 Ballen, davon amerikanische Baumwolle Ballen. Novemberlieferung 10 98. Dezemberlieferung . - Amerikanische und brasilianische Baumwolle je 75 Punkte niedriger, ägyptische unperändert.

Bradford, 10. November. (W. T. B.) Am Wollmarkt war die Nachfrage nach Kapwolle nur gering. Die Tendenz war all stetig zu bezeichnen. 8

(W. T. B.) Türkische Lose 31 500

an Deutschen RNeichs

Nr. 266.

Nichtamtliches.

(Fortsetzung aus der Ersten Beilage. Parlamentarische Nachrichten.

Im Reichstagsausschuß für zestein die zweite Lesung des Gesetze standsmaßnahmen zur Unter fängern von Renten aus der

butde in der Fassung der ersten

von Ruhegeld oder 2 gestelltenversicherung zu gewähren sind, wenn sie erwerbsunfähig im Sinne

sind. Zu § 3 wurde beschlossen, bei etwaigen Unstimmigkeiten die

2 1 er Zuziehung von Personen ans den Kreisen der Versicherten oder Rentenempfänger vorzunehmen. 5 w. 1 Fassung gegeben: der Rentenempfänger in einer Anstalt (Invalidenheim, Altersheim) Wohnung und Verpflegung, so ist an seiner Stelle die rechtigt, innerhalb der aus § 2 Absatz 1 sich ergebenden Einkommens⸗ grenze Zuschüsse zum Pflegegeld zu verlangen, die aber nur bis zu drei Vierteln der Gesamtbezüge des Rentenempfängers beansprucht Bezüglich der Kosten wurde Gemeinden 80 % vom Reiche zurückerstattet erhalten.

Festsetzung der Unterstützung tunlichst unt

Dem Absgtz 1 des § 5 wurde folgende

werden können.“

Im Reichstagsausschuß für heiten wurde gestern die erste Lesung

über die Rechtsverbältnisse derehemaligen elsaß⸗ lothringischen Beamten fortgesetzt. nise der Wartegeldempfänger bei vorübergehender wecelt, wurde nach Streichung des d itten Absatzes in der Fassung der Abg. Stücklen (Soz.) fragte, ob es Reichsentschädigungsamt nicht Gesegenheit zur Unterbringung von

Renierungsvorlage angenommen.

F egeldempfängern biete. Regierungsrat Frage, hob aber hervor, daß beschränfter Lebensdauer, sei.

e e das Einverständnis des Ausschusse

Morath (D. Vp)

einer besonderen Sitzung unter

ansgkeichsstelle,

Zum § 10 wurde ein Antrag des Abg.

entsprechend bestimmter faßt. Die §§ 11 bi

die §§ 15 bis 17 als Folgewirkung der Annahme de

Curtius zu § 2 gestrichen. Damit fallen d zunngunsten der vertriebenen jahren. Die §§ 18 bis 20, Rubegebalksempfängern unverändert, ebenso die Bestimmungen festangestellte Elementarlehrer,

Beamte der Bezirke, Gemeinden

die von den

verrijebene Lehrerinnen, wenn naturgemäß nach preußischen Aur eine vom Berichterstatter Volkspv.) zum § 24 gestellte handlung der in Elsaß⸗Lothringen

der Gemeinden sagte der Regierungsvertreter wohlwollende Prüfung

In § 24

bis zur zweiten Lesung zu. Verwaltung“

Worte „unter deutscher

ven onierten Gemeindebeamten mit den Landesbeamten durchgeführt.

§ 25 wurde unverändert angenommen. § dienstvertrag verpflichteten Angestellten Landesbeamten gleichstellt, §§ 27 und 28, die handeln, wurden Curtius seine Anträge bis

von den

Abng Curtius (D. Np.) und Genossen a neuen Abschnitten: 5 a. „Richterliche Beam rofessoren der Kaiser⸗Wilhelm⸗ welche beiden Bcamtenklassen verkästnisse hatten, die im geblieben sind. Bei der Vollendung behielten sie das volle

konnten vorher nicht in den

ländischen iin Wartegeld in Höhe ihres Dienstein Stücklen (Soz.) war mit der Regier

wefl das Gesetz seinen Fürsorgecharakter nicht verlieren dürfe. 82 (D. Nat.) empfahl die preußische Vorschrift, welche

Schmidt⸗Stettin Entziehung des Wartegeldes vorsieht, gedempfänger weigert, eine MNorath (D. Vp) war mit

1. 7

Untersuchungssachen.

Aufgebote, Verlust⸗ u. Fundsachen, Zustellungen u. dergl. Verpachtungen, Verdingungen ec.

1.

2.

3. Verkäufe, 4. Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.

5. Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Akti

Invaliden⸗ und An⸗ estelltenversicherung vorgenommen. ¹ Lesung angenommen.

wurden redaktionelle Zusätze gemacht, wonach entsprechend der Unter⸗ stützung in der Invalidenversicherung auch Zuwendungen an Empfänger 5 Hinterbliebenenrente

dieses neue Reichsamt nur Der Abg. Deglerk (D. Nat)

gegebesene⸗ Anregung fest, inzuziehun

und zwar noch vor der Etatsberatung zu besprechen. Dr. Curtius (D. Pp.) engenommen, der den zweiten Absatz den Wünschen der Veamten

Beamten mit weniger als sehn Dienst⸗ und Aithinterbliebenen handeln,

planmäßige und öffentlichen Anstalten. Auf einen Hinweis des Abg. Schmidt⸗Stettin darauf. daß § 22, der eine Kürzung des Grundgehalts weiblicher Lehrpersonen um 10 vH porsieht, die elfaß⸗lothringischen Lehrerinnen schlechter als die preußischen stelle, entgegnete der Ministerialdirektor Dr. G ötz, daß diese Kürzung bisher schon im Reichslande Rechtens war, daß aber sie in preußische Dienste treten, Grundsätzen Abg. Anfrage

stieß nirgends auf Widerspruch. Die außerplanmäßigen einstweilen angenommen, 1 zur zweiten Lesung zurückgestellt hatte. Eine lebhafte Debatte entspann sich anläßlich eines Antrages der

früher Regierungsentwurf

Diensteinkommen als Ruhegeha Ruhestand 8

egierungsseitig wurde ausgeführt, daß für die Regierungs⸗ borlage praktisch finanzielle Gründe maßgebend gewesen seien und daß es schwer halten würde, aus den Kreisen der ehemaligen reichs⸗ Richter Weamte im Bedarfsfalle zu bekommen, wenn diese

Dienststelle

4

en

Staatsanze

Reichslandes

kommende in Aussicht. Sozialpolitik winde eine höhere ntwurfs über Not⸗ stützung von Em⸗ nommen.

§ 1 des Gesetzes

Zu § 2

aus der An⸗ an Witwen jedoch nur, der Invalidenversicherung

gesetz tre sicht auf „Erhält

Anstalt be⸗

besch ß di beschlossen, daß die Propaanss Beamtenangelegen⸗ des Gesetzentwurfs

§ 9, der die Verhält⸗

er gelegenheite Beschäftigung genheiten

sonst wurde

von Hagenow bejahte

Bekämpfung einer vom Abg. die Fragen in g des Leiters der Zentral⸗

8 mit

8 14 wurden angenommen, Antrags ie Ausnahmebestimmungen

Altwartegeldempfängern, 30 vH blieben der §§ 21 bis 23 über Religionsdiener,

könnte, Arbeiterzahl

behandelt

Dauer nach verbliebenen

werden. den (Baper. der Be⸗

Pensionäre,

wird durch Streichung der eine Gleichstellung der weitere 26, der die durch Privat⸗ zu erwarten.

der Landesbehörden den

Beamten

nachdem Abg.

uf Einfügung von zwei te“ und 5 b „Planmäßige Universität. Straßburg“, besondere Nechls⸗ unberücksichtigt steneigften Jahres

t, und sie versetzt werden.

des

erschien. kommens bezögen. Abg ungsvorlage einverstanden,

ein Warte⸗ Abg. des

wenn sich anzunehmen. Vorschlag

dem

2

engesellschaften.

3 ℳ)

Vorredners einverstanden, teilt Abg. Stücklen.

Gesetz über Wiederverw

Die folgenden Paragraphen, Rentenempfänger, Gnadenbewilli

Im Reichstagsausschuß Entwurfs eines vom Vertreter ein allgemeiner Ueberblick übe verkehrs und der sichtigung des hierbei wurde die Notwendigkeit trotz der die barungen schon jetzt einzubringen. Staaten getroffenen Vereinbarungen wurde kurz berichtet. Bei der Beratung des ersten Abschnitts des Gef der ausreichende Schutz des deutschen Verkehrs i zur Sprache gebracht. rgsche Erledigung der Entsch der Luftfahrzeugindustrie. Erledigung zugesagt. Abg. Delius

Beförderungszeiten unterrichtet.

wünschenswert, daß in Deutschla und Vorführungen von Films und Verkehrseinrichtungen veranstaltet würden. Reihe von Anregungen aus der Mitte des Aus⸗ deren Nachprüfung regierungsseitig zugesagt wurde. Bevölkerungs⸗

schuss’s gegeben, Im Reichstagsa us s chuß . n. urde unter dem Vorsitz der Abg. Frau Schreiber⸗Krieger

politik w beiten für einen Gesetzentwurf über

(Soz.) der Stand der Vorar

folgenden Beratung von Petiti (D. Not.) über das Verlangen von drei Moabiter Schulen , daß die Exerzierplätze von Moabit für Turn⸗ und jugend freigegeben werden möchten.

was einen weiteren auf etwa 62 vH für den Kopf ergebe. Rückgang an Leistungen also sach auf 1,040 000 dadurch erklärt. genden Beschluß: als notwendig an, daß neben Maßnahmen 1— deutschen Eisenbahnen sofort Eisenbahntarife ge⸗ ovember in Kraft getretene Erhöhung nimmt in der Hauptsache lediglich bis zum Herbstanfang eingetretene allgemeine ste Zukunft allgemeine Preissteigerung weitere ganz erhebliche finanzielle b) Als Richtlinie für

Prürung der Tariffrage stellt der Verkehrsausschuß den Grundsatz auf, daß seitens der Eisenbahnverwaltung für die Zukunft die An⸗ die Selbstkostensteigerung II. Angesichts der tief⸗

längerer Erörterung faßte der Ausschuß fol „I. a) Der Verkehrsausschuß erkennt zurzeit organisatorischer die Frage der ausreichenden Regelung der prüft wird. Die mit dem 1. der Tarife um dreißig Proze Rücksicht auf die Preiserhöhung. nicht

forderungen an die Ei tih

Dr. passung der Einnahmen an d schneller und vollständig durchgeführt wird. 1. 1 greifenden Wirkung der Anpassung der Eisenbahntarife an die allgemeinen Preisverhältnisse auf das gesamte Wirtschaftsleben ist die sofortige Einberufung der zur Mitarbeit heranzu iehenden Reichs⸗ enenbahnräte geboten und für eine beschleunigte Arbeitsweise dieser Beiräte Sorge zu tragen.“ b 8 3 Der Ausschuß beschäftigte sich ferner mit einer Reihe von Ein⸗ gaben, und zwar zunächst mit denjenigen, welche die Zusammen⸗ setzung der Beiräte für die Eisenbahnen betreffen und eine Beteili⸗ gung der Abteilung 3 des Reichswirtschaftsrats, der Gemeinden sowie der Verbraucher verlangen. Der Ausschuß die Anträge weiter, da infolge eines am 20. gefaßten Beschlusses eine erneute Stellungnah n Der Regierung als Material überwiesen wurden der Antrag hntonnenwagen für die irtschaftlichen Vereinigung des zu Geestemünde sowie des Ver⸗

des Mitgliedes From m, betr. Gestellung von Ze Mosaikplattenindustrie, die Eingabe der w Fischgroßhandels und der Fischindustrie bandes deutscher Hausfrauenvereine, betreffend Verkürzung der Liefer⸗ fristen für Fischtransporte, die Eingaben des Süddeutsch

verbandes für die Postkartenindustrie (e. V.) sowie des Deutschen Buch⸗ druckervereins, betreffend die bevorstehende Erhöhung der

☛ᷣ

ffentlicher

Anzeigenpreis für den Raum einer 5 gespaltenen Einheitszeile 2 (vom 15. November ab Außerdem wird auf den Anzeigenpreis ein Teuerungszuschlag

Berlin, Sonnabend, den 12. November

Erworbene

als erloschen betrachtet werden.

sittliche Auffassung

des R

Friedensvertrages - begründet,

bestehenden Beschraͤnkungen mit dem Auslande

auch

Abg.

eine

für

e aber nicht die Auffassun Rechte dürften nicht nach Verlust des 1 Regierungsrat von Hagenow stellte allgemeine Regelung der Frage durch das endung von Wartegeldempfängern Abg. Allekotte (Zentr.) erwartete von den Beamten

ihrer Pflicht zum Wiedereintritt. betreffend Notare, Gerichtsvollzieher, gungen, wurden unverändert ange⸗

zur Vorberatung des Luftverkehrsgesetzes wurde zunächst eichsverkehrsministeriums r die gegenwärtige Lage des Luft⸗ Luftfahrzeugindustrie insbesondere unter Berück⸗ und des Ultimatums gegeben; das Luftverkehrs⸗

abzuschließenden Ueber die bisher mit fremden

etzentwurfs wurde insbesondere nnerhalb Deutschlands Steinkopf (Soz.) forderte eine ädigungsfrage im Interesse der Arbeitnehmer Regierungsseitig wurde eine möglichst rasche (Dem.) vermißte eine hinreichende für den Luftverkehr seitens des Reichspostministeriums. Das Publikum sei nicht genügend über den Luftpostverkehr und seine Ueberhaupt erklärte der Redner es für nd wie in anderen Staaten Vorträge

ur Aufklärung über Beförderungs⸗

des

rangierperso

zufolge vom Rei

staatlichen, statt. schußmitgliedern Standpunkt vertreten, Rück⸗ in den Besitz des Verein⸗

mit

erachten sei.

den an das landwirt

wirtschaftliche Produktion Heranbildung,

Auch

Bildungsproblem dar.

mehr ländliche Erfahrung kennen, in

der Geschlechtskrankheiten besprochen. Bei der darauf bedeutet selbstverständlich

——

Der Verkehrsausschuß des Reichswirtschafts⸗ rats beschäftigte sich in seiner Sitzung am 10. d. M. erneut mit det Gestaltung der Eisenbahnfinanzen. Der Vertreter des Reichsverkehrsministeriums führte aus, Verkürzung der Arbeitszeit eine gegen den Friedensstand notwendig geworden sei. mache für den Kopf einen Rückgang der Leistungen in Achskilometern auf etwa 77 vH der Friedensleistung aus. Außerdem sei eine Ver⸗ kehrsverminderung um etwa 20 vH gegen den Friedensstand ein⸗ getreten, ohne daß das Personal dementsprechend vermindert werden Rückgang gegen die Friedensleistung Bis zu diesem Grade sei der lich begründet, die Erhöhung der

von 740 000

zur Erörterung stehenden

Aenderungen der

Für die absehbare nächste

unerhebliche Daraus sie enbahnverwaltung.

onen referielte u. a. Abg. D. MNumm

Sportzwecke der Schul⸗

daß durch die Personalvermehrung von ungefähr

ab der Reichsregierung September b me dazu nicht angängig

chulen Sehr wertvoll wird es

Der die

an

schaftlicher Fachunterricht

Das

müssen es

in Beamten⸗

r. zustellen. Nach in

schulen vorbereiten, zwecks

prüfung abzuschließen,

Die Prüfung

ist eine bestimmt

wesentlich

zu der Frage sprechend zu besolden.

sprechen.

en Schutz⸗

Porti. Eine

von 80 vH erhoben.

———

Eingabe des Bundes deutscher Verkehrsvereine, betr⸗ffend Aufrecht⸗ erhaltung des Notstandstarifs vom 1. September 1921, erledigt era tet, da die neue Notstandstarifs (für Zeitkarten) zu den neuen Sätzen bestehen Eine Eingabe des Reichsausschusses für das deutsche Eisenbahn „betreffend die Rentabilisierung der Reichsbahn wurde dem, Unterausschuß, der diese Fragen zurzeit behandelt, überwie „„Im⸗Unterausschuß des Verkehrsausschusses de Reichswirtschaftsrats, dessen Aut und der Wirtschaftlichkeit der treter aller Abteilungen des Reichswirtschaftsrats angehören, fand a de Aussprache über den Zeitungsnachrichte chsverband der deutschen Industrie ge machten Vorschlag, die Reichseisenbahnen zu ent In dieser Aussprache wurde von allen Aus

11. November eine eingehen

einstimmig und daß eine Ueberführung der Reichseisenbahn Privatkapitals mit den Volkswirtschaft und des Bestandes des Deutschen Reichs für unver einbar und darum für wirtschaftlich

stellenden Anforderungen.

landwirtschaftlicher Fachunterrricht

in anerkannten Lehrwirtschaften zu erfolgen. Jugendliche, die sich zum Besuch von mittleren die ersten beiden Jahre praktischer Der Austausch der Bauernsöhne unter den einzelnen Wirtschaften ist als empfehlenswert zu fördern. zu welcher auch zuzulassen sind, die eine eigentliche Lehrzeit nicht durchgemacht haben. soll für diese „N.

sondern rein fakultativ dem Aufstieg der Tüchtigen dienen.

sprache angenommen werden,

Die Reichsregierung hat dem Reichstag über das Saargebiet zugehen lassen. gleichzeitig unter dem Titel des Waffenstillstandsabkommens und des Vertrags von Versailles“ im Verlage von Georg Stilke in Berlin. 8

6 1 1. G ber 1921, wurde al Tariferhöhung die Ermäßigungen

abe die Prüfung der Organisatio eichseisenbahnen ist, und dem Ver⸗

mit größter Bestimmtheit der Interessen der deutschen

und politisch verhängnisvoll z

Fe izdungsa ns sch,n d46 Reichswirtschafts rats befaßte sich in seiner letzten Sie

Ausbildung der landwirtschaftlichen Arbeiter und schaftliche Unterrichtswesen z

tzung mit der berufliche

Die Notwendigkeit, die land

zu steigern, verlangt eine entsprechend

Aufklärung und Fortbildung der Landbevölkerung Wenn die von Wissenschaft und Technik gefundenen und bereit⸗ gestellten Mittel sich voll auswirken sollen, ist eine bessere Vor⸗ und Ausbildung unter steter Berücksichtigung der eigentümlichen land wirtschaftlichen Verhältnisse unerläßlich. Die wirtschaftlichen Produktion stellt sich demnach . Der Unterbau des selbstverständlich die ländlichen Volksschulen sein, s biesher die Landwirtschaft, und 1“ Lehrer n

Steigerung der land in erster Linie als ein Bildungswesens werden die aber viel allem di aus eigene müssen. Da

zwar vor und Schüler Mittelpunkt stellen nicht, daß nünmehr in den Volks erteilt werden soll

sein, wenn die Landlehrer in ständiger

Verbindung mit den landwirtschaftlichen Wanderlehrern bleiben. Volksschule liche Pflichtfortbildungssch

sich anschließende dreijährige länd

ulunterricht soll ebenfalls fein landwirt⸗ sein. lichen Erfahrungsgebiet entnommen werden. wirtschaftlichen Unterricht Letzterer ist, wenn irgend möglich, von Fachlehrern zu erteilen. Unterricht kommen nur die Wintermonate November bis April in Frage. Neben dem Fortbildungsschulwesen sind die besonderen Unterrichts⸗

kurse an den Winterschulen zu pflegen. Die Landwirtschaftskammern

und die landwirtschaftlichen Arbeitgeber⸗ sich angelegen sein lassen,

bildungsschulunterrichts regelmäßige oder g Fachvorträge zu bieten. Den Befähigten ist grundsäͤtzlich der Aufstieg und Betriebsleiterstellen Zweck sind sfeitens der Berufsorganisationen Geldmittel bereit⸗ Die rein praktische Ausbildung hat

Der Lehrstoff muß aber dem länd⸗ Dem eigentlichen land⸗ Stunden einzuräumen.

sind besondere 1b Für den

und Arbeitnehmerverbände als Fortführung des Fort⸗ gelegentliche Fachkurse und zu ermöglichen. Für diesen in steigendem Maße Als Lehrzeit gelten für und höheren Fach⸗ Landarbeit.

Die Lehrzeit ist durch eine Lehrlings⸗ solche besonders Tüchtige

„Nichtlehrlinge“ also kein Zwang sein,

7

—ög

Der Ausschuß für Beamtenangelegenheiten im preußischen Landtage beriet gestern über die vorliegenden Entwürfe von Besoldungsges etzen und einigte sich auf folgende Erklärung: „Der Landtag gibt zu den Besoldungsvorlagen trotz ihrer Mängel seine Zustimmung, schaft eine sofortige Auszahlung der aus den Regierungsvorlagen sich ergebenden Beträge dringend Staatsministerium sofort mit dem Landtage unter Berücksichtigung der dem Landtag vorliegenden Anträge in gine weitere Nachprüfung der Besoldungsgesetze eintritt und die entsprechenden Vorlagen mit tunlichster Beschleunigung vorlegt.“ Auf eine Anfrage des deutsch⸗ nationalen Abgeordneten Ebersbach teilte die daß auch die Geistlichen beider Konfessionen in den Genuß der Ge⸗ haltserhöhung nach Maßgabe der alten Bestimmungen eintreten werden. Die Gemeinden werden vom Reiche und Staat in die Lage gesetzt, ihre Beamten den Bezügen der Reichs⸗ Die Vorlagen

weil die Notlage der Beamten⸗

erfordert. Er verlangt aber, daß das

Regierung mit,

und Staatsbeamten ent⸗ b ollen im Plenum ohne Aus⸗ nur die Unabhängigen wollen dagegen

ein Weißbuch Das Buch erscheint „Das Saargebiet unter der Herrschaft

6. Erwerbs⸗ und eghgenai e

9 7. Niederlassung ꝛc. von 212 8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ 9. Bankausweise. 10. Verschiedene Bekanntmachungen. 11. Privatanzeigen.

———ᷓ—-—— Befristete Anzeigen müssen drei Tage vor dem Einrückungstermin bei der Geschäftsftelle eingegangen sein. ☚ᷣ

tsanwälten. ꝛc. Versicherung.

———

2) Aufgebote, Ver⸗ lnit⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

169101 Zwangsversteigerung. Im Wege dei Zwangsvollstreckung soll November 1921, Pormittags Uͤhr, an der Gerichtsstolle, Brunnen⸗ laß, Zimmer Nr. 30, 1 Tr pe, versteigert verden. das im Grundbuche von Berlin (Pesding) Band 87/Blatt Nr. 2091 vngetragener Eigendlmer am 9. April dl, dem Tage der Eintragung des Ver⸗ feigerungsvermer :Rechnungsrat Heinrich Greeß zu BerlixeSchöneberg) eingetragene Fiundstück i Berlin, Wiesenstraße 32, stehend aus *) Vorderwohnhaus mit

Seitenflügel rechts, oppelquerwohn⸗ gebäude mit Hof, b) Stylllgebäude rechts, c) Wagenremise quer,/ Kartenblatt 23 Parzelle 384/78 und/ 389/zu 78, 10 a 55 qm groß, Grunysteuermutterrolle und Gebäudesteuerrolle⸗- Nr. 6539, Nutzungs⸗ wert 11 190 ℳ, Verlin, den(21. September 1921. Amtsgericht Berlin⸗Wedding. Abteilung 6.

[702351 Zwangsverst 5.

Im Wege der Zwangsvostreckung soll am 28. November 1921, Vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsseelle, Brunnen⸗ platz, Zimmer Nr. 30, 1 Meppe, versteigert werden das im Grundbuche von Berlin⸗ Reinickendorf Band Blattz 1265 (ein⸗ getragener Eigentümpt am 16. August 1921, dem Tage der Eiyfragung des Versteige⸗ rungsvermerks: Werkmeister Adolf Gahrend in Berlin⸗Pankow) eingetragene Grund⸗

stück in Berlin⸗Rein Parzelle 949/21, best an der Eichhornstra Grundsteuermutterr Berlin, den 300 September 1921. Amtsgericht Bersch⸗Wedding. Abteilung 6.

[85268] Zwangsversteig ..

Im Wege der Zwangs Aüstreckung soll am 23. Januar 1922, Vormittags 10 Uhr, an der Gerichtzstelle Berlin, Neue Friedrichstraße 13/15/ drittes Stock⸗ werk, Zimmer Nr. 1137†15, versteigert werden das in Berlin,/ Lindenstraße 64, belegene, im Grundbucheé von der Friedrich⸗ stadt Band 23 Bl. Nr. 1651 tragene Eigentümelin am 28. Oktober 1921, dem Tage/ der Eintragung des Versteigerungsveytnerks: Frau Magistrats⸗ sekretär a D. Erma Bunge, geb. Dietrich) eingetragene Gru

ndorf, Kartenblatt 1, hend aus Hofraum

7 59 ohn groß, e Art. 1200.

(einge⸗

mit abgesondertem Kosett und unter⸗ kellertem Hof, Ge-narkung Berlin, Nutzungswert 5640 ℳ, Gebäudesteuer⸗

rolle Nr. 1148. ovember 1921.

Berlin, den 8. 2 Amtsgericht Berlib⸗Mitte. Abteilung 87.

[84327 Aufgebot.

Die Frau Ella Schambach, Neb. Wagner, in Auma hat zum Zwecke der Kraftlos⸗ erklärung das Aufgebot folgen beantragt:

1. der Anleihe des Deutscheft Reichs von 1916 8 D 4 700 066 über/500 ℳ, Zins⸗ fuß 0, 1

2. der Anleihe des Deulschen Reichs von 1916 Lit. C 8 129 524,über 1000 ℳ, Zins⸗ fuß 5 %.

Der Inhaber der Urkunden wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den

ück: Vorderwohnhaus 18.

Mai 1922⁄.. Vormittags 9 Uhr,

vor dem unterzeichzeten Gericht anbe⸗

raumten Aufgebotssermine seine Rechte

anzumelden und dih Urkunden vorzulegen, Kraftloserklärung der wird.

Auma, dey/ 5. November 1921.

Thürhgi [85348] Staatsanwaltsch Ulm.

Am 11. September (1921] wurden fol⸗ ende Kriegsanleihestücke Mäntel und entsendet:

1915: B 725 43 725 440, B 725 über je 2000 1

Nachricht zu F.⸗Nr. 6334.

Ulm, den 16. November 1921.

Staatsanwalt Nübling.

[819493) Aufgpbot. Der Altsitzer Hafls Giesecke in Kle⸗

Breese hat das Auftzebot seiner ihm