1921 / 269 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 17 Nov 1921 18:00:01 GMT) scan diff

die Sitzung aufgehoben und der Staatssekretär ermächtigt, das Datum der nächsten Sitzung festzusetzen.

In der gestern abgehaltenen ersten Sitzung des Aus⸗ schusses für den Fernen Osten und den Stillen Ozean hat der Vertreter von China, wie die „Agence Havas“ meldet, die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der en Tür in China und der Abschaffung der Geheim⸗ verträge über China betont. Es wird versichert, daß er die Frage von Schantung nicht erwähnt hat und ebensowenig die ausländischen Konzessionen in China. An die Erklärung des Vertreters von China schloß sich eine allgemeine Aus⸗ sprache. Von japanischer Seite erfolgte keine Rückäußerung.

Nach einer Meldung des „New York Herald“ aus Baton Rouge (Louisiana) hat das Staatsdepartement von Louisiana mit 58 gegen 51 Stimmen beschlossen, vom Präsidenten Harding die Anerkennung der trischen Republik zu verlangen. 8

Parlamentarische Nachrichten.

Dem Reichstag ist der Entwurf eines Gesetzes über die Weltpostvereinsverträge und den straf⸗ rechtlichen Schutz von Freistempelabdrücken nebst Be⸗ gründung, dem Wortlaute der Verträge, einer deutschen Ueber⸗ setzung und einer Denkschrift zugegangen. Danach soll der Reichstag die am 30. November 1920 in Madrid ab⸗ geschlossenen Weltpostvereinsverträge genehmigen, nämlich einen Weltpostvertrag (Hauptvertrag), ein Wertbrief⸗ und Wert⸗ kästchenabkommen, einen Postpaketvertrag, ein Postanweisungs⸗ abkommen, ein Postauftragsabkommen, ein Postzeitungs⸗ abkommen und ein Postüberweisungsabkommen nebst den zu ihnen gehörigen Schlußprotokollen.

Der Ausschuß des Reichswirtschaftsrais für Landwirtschaft und Ernährung hat nach Besprechungen mit Sachverständigen und Prüfung der gegenwärtigen Verhältnisse in seiner Sitzung am 15. d. M. folgenden Beschluß über die Zucker⸗, Kartoffel⸗ und Margarineversorgung ge⸗ faßt: „Die Rübenzuckerernte ermöglicht voraussichtlich die Her⸗ stellung von 23 Millionen Zentnern Verbrauchszucker im laufenden Erntejahre. Das sind rund 20 Kilogramm Zucker pro Kopf und Jahr, den Zucker für gewerbliche Zwecke eingeschlossen, oder annähernd die gleiche Menge, die auch in der Vorkriegszeit verbraucht wurde. Die gegenwärtig herrschende Zuckerknappheit hat ihre Ursache danach nicht in ungenügender Ernte, sondern in den Besonder⸗ heiten der Uebergangszeit vom alten zum neuen Erntejahr. Ver⸗ spätete Ernte, Transportschwierigkeiten und die zu frühzeitige Ver⸗ teilung der für die Uebergangszeit ursprünglich vorgesehenen Rest⸗ mengen aus dem vergangenen Erntejahr haben eine vorübergehende Knappheit hervorgerufen, deren Folgen durch Störungen der Zirkulation und die Panikstimmung der Käufer verstärkt wurden und vielfach die Preise über die zulässige Höhe hinaustrieben. Da die Zuckerwirtschaftsstelle neuerdings die ursprünglich zur Ver⸗ teilung in. den nächsten drei Monaten vorgesehene Menge Ver⸗ brauchszucker auf 6,3 Millionen Zentner erhöht hat und außerdem noch ½ bis 1 Million Zentner Verbrauchszucker von außerhalb der Zuckerwirtschaftsstelle stehenden Fabriken in den nächsten Monaten auf den Markt gebracht werden dürften, könnten die Bedürfnisse der Verbraucher voll befriedigt werden. Der Preis für Weißzucker be⸗ trägt gegenwärtig bei den Verbandsfabriken ohne Fracht und Sack⸗ gebühr 350 375 für den Zentner. Es müßte deshalb möglich sein, im Kleinhandel den Zucker mit etwa 5 für das Pfund zu verkaufen. Eine Belieferung der Zucker verarbeitenden Industrie in einem Maße, das die Versorgung der Bevölkerung mit Mundzucker gefährdet, muß verhindert werden. Da die Zuckerwirtschaftsstelle versucht hat, in dem lebergangsjahr 1921/22 die Zuckerversorgung zu regeln, ist es be⸗ dauerlich, daß sie sich nicht einen Beirat geschaffen hat, in dem auch Verbraucher vertreten sind. Sie hätte dann kaum eine Verteilungs⸗ politik eingeschlagen, die den Zucker fast ausschließlich in die früher vorhanden gewesenen Verteilungskanäle leitet. Der Ausschuß hat mit Befremden festgestellt, daß allen genossenschaftlichen Verteilungs⸗ organisationen der Verbraucher, Händler und Gewerbetreibenden der von ihnen benötigte Zucker ganz oder teilweise plan⸗ mäßig vorenthalten wird. Es wird sofortige ausreichende Be⸗ lieferung dieser Stellen sowie die Errichtung eines Beirats, in dem Verbraucher und Genossenschaften vertreten sind, gefordert. Wenn auch eine gewisse Befriedigung darüber berechtigt ist, daß die Zuckerproduktion trotz der ungünstigen Einwirkungen des Friedens⸗ vertrags und anderer Erschwernisse in steter Zunahme begriffen ist, darf doch nicht verkannt werden, daß wir noch weit vom Stande der Vorkriegsproduktion entfernt sind. Da Zucker ein hochwertiges Nahrungsmittel ist, der Zuckerrübenanbau die Kultur anderer Feld⸗ früchte außerordentlich günstig beeinflußt und Zuckerausfuhren unsere Handels⸗ und Zahlungsbilanz verbessern würden, erachtet es der Unter⸗ ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft für erforderlich, daß alle Mittel angewandt werden, mit denen eine schnelle Ausdehnung des Zucker⸗ rübenbaues und eine erhebliche Steigerung der Zuckerproduktion erzielt werden kann. Die Kartoffelernte ergibt nach den vor⸗ läufigen Ernteschätzungen etwa 27 Millionen Tonnen, etwa zehn Millionen Tonnen weniger, als auf dem gleichen Gebiet in der Vor⸗ kriegszeit im Durchschnitt geerntet wurde. Die Ernte ist außerdem sehr ungleich. Neben Gebieten mit ausgesprochenen Mißernten sind andere mit guten Ernten festzustellen. Diese Ungleichmäßigkeit der Ernten erhöht die Anforderungen an die Transportmittel und vermehrt so die auf dem Gebiete der Kartoffeltransporte

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Produkt im Inland entscheidend durch die Weltmarktpreise für die Rohstoffe und Halbfabrikate und durch den Stand der deutschen Valuta bestimmt werden.“

Dem preußischen Landtag ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend Bereitstellung weiterer Staats⸗ mittel zur Sicherung der staatlichen Strom⸗ versorgung im oberen Quellgebiet der Weser, nebst Begründung zu möglichst baldiger Beschlußfassung zugegangen. Nach diesem Entwurf soll die Staatsregierung ermächtigt werden, zu dem genannten Zweck einen Betrag von 100 Mil⸗ lionen Mark nach Maßgabe der von dem zuständigen Minister festzustellenden Pläne zu verwenden.

Der Hauptausschuß des preußischen verhandelte am 8. d. —c. über das Volksschulwesen. Die Berichterstatterin Frau Abg. Dr. Wegscheider (Soz.) stellte an den Minister eine Reihe von Fragen über die Grundschule und über Privatzirkel. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Dr. Boelitz versprach, wie das „Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger“ berichtet, die loyvale Durchführung des Grundschulwesens; das schließt nicht aus, daß, wenn besondere Verhältnisse es erforderlich machten, Ausnahmen zuzulassen seien. Ueber die Zulassung von Privatzirkeln müßten die zuständigen Be⸗ hörden entscheiden. Abg. Kickhöffel (D. Nat.) bedauerte, daß daß Volksschulwesen so wenig eingehend behandelt werde. Er forderte besondere Fürsorge für die einklassige Landschule. Diese müsse, bodenständig sein, damit sie heimattreue Menschen erziehe. Die Lehrerbildung müsse den zukünftigen Landlehrer befähigen, im Verein mit dem Landgeistlichen wirklicher Führer des Landvolks zu werden. Der. Weg zu den höheren Schulen müsse erschlossen werden. Die Volks⸗ und

Fortbildungsschule müsse insbesondere zur Hausfrau und Mutter

Grundschule und baldige Vorlegung eines Gesetzes über die Trennung von Schule und Kirche. Geheimrat Menzel betonte, daß die Für⸗ sorge der Regierung der Landschule gelte. Weiter wurde Prüfung der schon vorliegenden Erlasse über die Trennung des Kirchen⸗ und Schulvermögens zugesagt. Abg. Gottwald (Zentr.) begrüßte das Lehrerbildungsprogramm des bisherigen Ministers Becker. Die einklassige Schule sei sehr wertvoll. Die Krcisschulleiter müßten dem religiösen Empfinden der Eltern Rechnung tragen. Abg. Hellmann (D. Pp.) forderte, daß die Schulaufsicht im wesent⸗ lichen Schulpflege sei, daß diese aber gegebenenfalls als Schulaufsicht wirken müsse. Er wünsche Entpolitisierung und Versachlichung und lehne eine Berufung nach parteipolitischen oder nach vereins⸗ politischen Rücksichten ab. Die großen Erwartungen hinsichtlich des Hochschulwesens seien vielfach enttäuscht worden. Nament⸗ lich sei das Prinzip der Arbeitsgemeinschaft nicht durchgeführt. Die Arbeiterschaft werde vielsfach nur mit, Kampfwissen aus⸗ gestattet, statt daß der ganze Mensch innerlich bereichert werde. Abg. Holtz (Unabh. Soz.) sprach sich gegen die Beibehaltung der Mittelschule und gegen die wenig gegliederte Landschule aus. Mehrere einklassige Schulen müßten zusammengefaßt werden. Abg. Dr. Meyer (Komm.) führte Beschwerde über nationalistische Ver⸗ hetzung in den Schulen. Abg. Otto (Dem.) verlangte Linderun der Not der Junglehrer und Junglehrerinnen. Die Landschule sei kein besonderes pädagogisches Problem. Ein vorwiegend agrarisches Land werde kein hochentwickeltes Schulwesen haben. Die Schul⸗ häufer auf dem Lande müßten ausgebaut werden. Die Be⸗ soldung der alleinstehenden und ersten Lehrer dürfe nicht höher sein als die der Klassenlehrer. Ein Regierungsvertreter teilte die Zahl der Schulamtsbewerber und ⸗bewerberinnen nach dem

erziehen. Abg. König (Soz.) wünschte fünfjährige Dauer der

Steande vom 20. Juni 1921 mit: Vorhanden sind 17 826 Bewerber und 8236 Bewerberinnen. Rechnet man Oberschlesien dazu, so ver⸗

mehren sich die Zahlen um 922 und 383. Im nächsten Haushalt sollen erhöhte Mittel für den Neu⸗ und Ausbau von Landschulen eingestellt werden. Der Bau einer einklassigen Schule kostet jetzt schon 300 000 ℳ. Abg. Oelze (D. Nat.) verlangte, daß die Lehrkräfte an Präparandenanstalten und Seminaren beim Abbau ihrer Anstalten in Ieheg Stellen über⸗ geführt werden. Abg. Kickhöffel (D. Nat.) wünschte Er⸗ höhung der Dienstaufwandsentschädigung der Kreisschulräte und Verteilung auf die einzelnen Stellen unter Berücksichtigung der örtlichen Schwierigkeiten. Die Berichterstatterin Frau Dr. Weg⸗ scheider (Soz.) empfahl, eine Eingabe des Städtetags über die Volksschullasten der Regierung zur Erwägung zu überweisen. Abg. Pischke (D. Vp.) trat für die Mittelschullehrer ein, die aus dem polnischen Osten abwandern mußten. In der weiteren Aussprache wurde eine bedeutende Vermehrung der Mittel für Volkshochschulen und Volksbüchereien im nächsten Haushalt verlangt. Eine größere Debatte gab es noch über die Anträge der Unabhän⸗ gigen Sozialisten auf Abbau der Mittelschulen, auf Einrichtung von Fortbildungsschulkursen für Lehrer und Lehrerinnen sowie auf Aenderung des Grundschulgesetzes dahin, daß die Grundschule nicht nur die ersten vier Schuljahre, sondern die acht Jahre der Schulpflicht umfasse. Angenommen wurden die Anträge sämtlicher Parteien mit Ausnahme der Unabhängigen Sozialisten und Kom⸗ munisten auf gleichmäßige Unterbringung der aus den Abtretungs⸗ gebieten verdrängten Lehrer und Lehrerinnen, auf Maßnahmen, durch die die jungen Lehrer und Lehrerinnen in eine Verbindung mit der Volksschule gebracht werden, durch die die unverschuldete Stellen⸗ losigkeit auf das Besoldungsdienstalter angerechnet wird, ferner der Antrag, allen festangestellten Lehrkräften an abzubauenden Anstalten die Ueberführung in gleichartige Stellen oder finanzielle Ent⸗ schädigung zu gewähren. .“ Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln. Dem Reichsgesundheitsamt ist der Ausbruch der Maul⸗

Frankreich insgesamt 6211 Staatsbahnwagen und

845 Privatwagen zurückgegeben sind. An Belgien wurden 1”

bis n 31. Oktober insgesamt 12736 Staatsbahn wagen 8 4 S8n 48 Privatwagen zurückgegeben. Diese Rücklieferung auf Grund des Artikels 238 des Friedensvertrags ist unabhängig vo der Lieferung von 500 0 Lokomotiven und 150 000 Eiser⸗ bahnwagen auf Grund des Artikels VIl des Waffen⸗ stillstandsvertrags. Diese Verpflichtung aus dem Waffen stillstand ist nahezu restlos erfüllt.

Buchungsschluß bei den Postscheckämtern. De⸗ Dienst bei den Postscheckämtern ist so eingerichtet, daß die bis; Buchungsschluß vorliegenden Aufträge Gutschriften und Laft schriften noch am Tage des Eingangs ausgeführt werden. Währ des Krieges hatten die Postscheckämter wegen der damals herrschen Personalverhältnisse sowie insolge der Raumnot, der Kohlennot und des Mangels an Rechenmaschinen, meist dazu übergehen müssen, de Buchungsschluß auf eine frühe Tagesstunde festzusetzen. Nach? endigung des Krieges ist der Buchungsschluß wieder weiter hinausgescho worden. Beim Postscheckamt in Berlin tritt er ietzt um 11 Uhr, bei Mehrzahl der übrigen Postscheckämter um 12 Uhr ein. Infolge der Hina schiebung des Buchungsschlusses lassen sich die Vormittags bei

Postscheckämtern vorliegenden Aufträge der Postscheckkunden noch an

ichen Tage erledigen. Die bei den Postanstalten eingezahlten Zahl⸗ 1 bei ben Postscheckämtern, sofern die Postanstalten n vom Postscheckamt weit entfernt liegen, im allgemeinen am T nach der Einzahlung dem Konto gutgebracht. Die Gutschrift de Ueberweisungen von einem Konto auf ein anderes wird, soweit beid Konten beim gleichen Postscheckamt geführt werden, am Tage der Lastschrift, sonst im allgemeinen am Tage nach der Lastschrift aus geführt. Nur wenn die für die Lastschrift und Gutschrift in Betracht kommenden Postscheckämter weit voneinander entfernt liegen, ver längert sich die Frist um die Beförderungsdauer.

Theater und Musik.

Schauspielhaus.

Die Neueinstudierung von Shakespeares „Othello“ in Schauspielhause unter der Spielleitung Leopold Jeßners weist rah die szenischen Anordnungen anbetrifft, gegen früher sehr geesentlice Aenderungen auf. Jeßners Vorliebe für die Treppen⸗ und Ar⸗ deutungsbühne hat hier gründlich Wandel geschafft. Verschwunde sind Kanäle und Dogenpalast von Venedig, verschwunan das Hafenbild von Cypern und die Gemächer Othelct Auf einem um einige Stufen erhöhten Bühnenpodium der dem kahlen, nur je nach Ort und Zeit verschiedenfarbig beleuchtete Rundborizont vollzieht sich das Spiel. Ein Erker, eine Runebant für die Senatoren Venedigs, eine Pforte, eine Säule, ein Bam, ein Ruhebett dienen dazu, den jeweiligen Schauplatz der Hand⸗ lung zu kennzeichnen. Trotz dieser radikalen ereinfachung des Bühnenbildes kommt in diesem Falle das Schmue bedürfnis des Zuschauers doch nicht zu kurz, denn die Ge⸗ wänder sind von dem Maler Pirchan in der Farbe so fein auf einander abgestimmt, die Gruppen auf der Bühne so geschmackrol gestellt, daß man dabei einen ästhetischen Genuß empfindet. Nu eines ist bei dieser Art der Spielordnung bedenklich: man kommt nicht zum reinen Genuß der darstellerischen Leistungen, nilht zu einem vollen Erleben dessen, was auf der Bühne bvor sich geht, weil die Treppenaufbauten das freie Spiel der Darsteller hemmen. Bei lebhafter Bewegung muß mm immer befürchten, daß sie bei einem Fehltritt stolpern oder stürzen, man vergißt also niemals das Theater. Und doch war in der jetzigen Othello⸗Aufführung des Schauspielhauses manchel eeignet, es einen vergessen zu lassen, besonders die überragenda Leistungen Fritz Kortners als Othello und Albert Steinrücks alb Jago. Fritz Kortners Othello hat die Kindlichkeit, die man bei dem Mohren voraussetzen muß. Er spielt nicht nur die Tragödie der Leiden⸗ schaft, als die man gemeinhin das Stück bezeichnet, sondern die Tragödie des naiven fremdrassigen Mannes. Aus dieser Auffassung heraus witz auch der Charakter des zuerst übertrieben vertrauensseligen, später über alles Maß rachgierigen Mannes verständlich, verständlich aud seine letzte Rede, ehe er sich den Dolch ins Herz stößt. Die gang Poesie der Gestalt trat in Kortners Leistung wirksam zutage Steinrücks Jago ist nicht auf den üblichen beuchlerischen Biedermannt⸗ ton gestimmt. In seinem Verhalten zu Othello betont er stets der Untergebenen, den kurz, knapp und dienstfertig antwortenden Soldaten, Auch Rodrigo gegenüber hat sein Verhalten nichts Kriecherisches noch Schmeichlerisches, ondern etwas suggestivHerrisches, das diesem beschranktan Geist den Willen aufzwingt. Minder eindrucksvoll ist Johanne Hofers Desdemona. Hier scheint es fast, als hätte der Spielleite jede selbständige Regung unterbunden; etwas merkwürdig Unfreies fast möchte man sagen Automatenhaftes macht sich bei ihr in Sprache und Gebärde bemerkbar, das keine rechte Teilnahme an ihrem Epie aufkommen läßt. Lebensvoll und, wo es darauf ankommt, auch humorvoll ist dagegen Elsa Wagners Emilia. Unter den andera zahlreichen Rolleninhabern seien Max Pohl (Brabantio), Arthur Kraußneck (Ludovicoyz, Martin Wolfgang (Rodrigo) und Rudolf Forster (Cassio) gebührend hervorgehoben. P.

Im Opernhause geht morgen, Freitag, „Der Barbier bon Sevilla“ in Szene. Musikalische Leitung: Dr. Carl Besl. Anfang 7 ½ Uhr.

Im Schauspielhause wird „Othello“ mit Fritz Kortner in der Titelrolle, Albert Steinrück als Jago, Johanna Hofer als Desdemona gespielt. Anfang 7 ½ Uhr. 8

Deutschen Reichsa Nr. 269.

eXXX“ nzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Berlin, Donnerstag, den 17. November

1921

Nichtamtliches.

(Fortsetzung aus dem Hauptblaft.]

I. Nach den Oberbergamtsbezirken. A. Steinkohlen.

des Stein⸗ und Braunkohlenbergbaus in Preußen für das erste Halbjahr 1921.

1ö1““

Viertel⸗ jahr

Be⸗ triebene Werke

——

Förderung

t

Absatz

t

Zahl der Beamten und Voll⸗ arbeiter

insgesamt

davon in

Nebenbetrieben

I. II.

9 487 132 6 441 478

9 711 869 5 731 560

220 411 175 057

5 069 4 422

Summe

18 II.

Summe I. II.

15 928 610

11 643 9 966

15 443 429

11 914 9951

197 734 266 258

4 745

21 609 121 880

110 980

21 865

122 874 1¹0 625

262

4 115 4 192

198 105

Summe

I. II.

232 860

23 178 743 21 825 664

233 499

23 515 664 22 142 959

4 154

501 724 505 327

152

33 129 32 766

Summe

18 II.

45 004 407

1 471 084 1 395 272

45 658 623

1 479 128 1 398 423

503 525

35 632 36 479

32 947

2 965 2 794

Summe

I. II.

337

2 866 356 34 270 482 29 783 360

2 877 551

34 841 449 29 393 518

36 056

762 148 721 313

2 880

7141 361

40 087

Summe

I. II.

337 286

38 8 38

64 053 842 59 748 127

B. Braunkohlen.

1 379 843 1 406 289

64 234 967 60 027 431

741 731 685 139

9 666 9 741

40 724

1 144 1 060

Summe

I. II.

38 220

220

2 786 132

14 259 284 14 340 845

14 337 637

9 704

95 181 93 151

1 102

18 851 18 937

Summe

I. II.

220 40

34

28 600 129

494 503 424 706

28 613 939

493 188 425 785

94 166

5 381 4 983

Summe

I. II.

37

919 209

1 185 260

918 973

5 182

Summe

18 II.

66

1 445

8 484 564 8 298 340

1 469

8 483 723 8 297 252

Summe

I. II.

66

364 359

16 782 904

24 619 379 24 470 440

16 780 975

24 630 014 24 464 676

28 526

39 094 136 122

31 392

Summe

II. Nach Wirtschaftsgebieten.

362

941

49 089 819 42 679 498

A. Steinkohlen.

49 094 690 42 670 886

137 608

127 825

31 747

Viertel⸗ jahr

triebene

Be⸗ Werke

Förderung

b

Zahl der Beamten und Voll⸗ arbeiter

insgesamt

davon in Nebenbetrieben

I. II.

61 62

8 308 529 5 501 671

8 517 591 4 790 286

179 424

3 141 2 742

Summe

I. II.

13 810 200

1 178 603 939 807

13 307 877

1 194 278 941 274

Summe

I. II.

2 118 410

11 643 9 966

2 135 552

11 914 9 951

Statistik und Volkswirtschaft.

Arbeitsstreitigkeiten.

Im Laufe des Sonnabends wurden im Verband der Gemeinde⸗ und Staatsarbeiter die Abstimmungsergebnisse über den bereits mitgeteilten Beschluß des Magistrats (vgl. Nr. 267 d. Bl.) aus den einzelnen städtischen Werken zusammengestellt. In einer Vollversammlung der städtischen Funktionäre wurde das Er

ebnis der Urabstimmun g bekanntgegeben. Es lautet: Von nsgesamt 44,744 abgegebenen Stimmen waren 12 7728 für Ann ahme, 31 329 für Ablehnu ng des Magistratsvorschlags, 637 Stimmen warer ungültig. Das Verhältnis der Stimmen ist 28,6 vH zu 70 vH Bemerkenswertern eise haben nach diesem Ergebnis rund 30 000 städtische Arbeitnehmer nicht abgestimmt. In der anschließenden Aussprache kam allgemein zum Ausdruck, daß vor allen Dingen der Versuch gemacht werden müsse, den Magistrat zur Zahlung der geforderten Wirtschaftsbeihilfe von 10000ℳ z1 veranlassen. Es wurde folgende Entschließung gefaßt: „Durch die Verschleppungstaktik des Magiftrats sind die Forderungen der städtischen Arbeiter überholt worden. Die Arbeitnehmer sehen sich daher gezwungen, ihre Forderungen zu erweitern. Sie ver⸗ langen die bereits geforderten 1000 und außerdem für jedes Kind 250 ℳ. Die durch den Magistratsbeschluß bereits ausgezahlten und die sofort noch zu zahlenden Beträge werden auf diese Forderung ver⸗ rechnet. Die Lohnkommission wird beauftragt, sofort neue Verhand lungen anzuknüpfen.“ 8

Die bereits mitgeteilte Beilegung des Transport⸗ arbeiterausstands in Braautschweig (vergl. I 88 d. Bl.) nach siebenwöchiger Dauer ist „W. T. B.“ zufolge auf isiser 11“”“ des Demobilmachungs⸗ missar 0 er s. 1 iden Parteien i 8 8ee gt, sich die beiden Parteien im voraus Nach einer von „W. T. B.“ mitgeteilten Meldung des „Ham⸗ burgischen Correspondent“ aus Rendsburg ist auß der ö Werft Nobiskrug am Dienstag die gesamte Arbeiter⸗ schaft von etwa 750 Mann wegen passiver Resistenz eines Teils der Belegschaft ausgesperrt worden. Gs war eine so⸗ fortige Lohnerhöhung verlangt worden, ohne daß erst wegen Abschlusses eines Tarifs verhandelt werden sollte. Die Werft ist geschlossen.

„‚In Sagaxrbrücken hielt, wie „W. T. B.“ berichtet, auf zwei⸗ malige Aufforderung der Regierungskommission die Sr 9 . verordnetenversammlung am 15. d. M. eine Sitzung ab, um über die Frage zu beraten, ob der Anempfehlung der Regierungskommission, die für die städtischen Beamten vom Verwaltungsausschuß und der Regierungskommission angenommene Fehaclung in Franken auch den städtischen Arbeitern und Angestellten zu gewähren, Folge ge⸗ leistet werden soll. Die drei großen Fraktionen der Stadt⸗ verordnetenversammlung nahmen eine interfraktionelle Ent⸗

ließung an, in der erklärt wird, daß sie bei ihrem Beschluß, jede rankenbesoldung abzulehnen, beharren. Die inzwischen weiter gestiegene Teuerung habe die Stadtverordneten ver⸗ anlaßt, den beschlossenen Zuschlag von 50 vHO auf 75 vH der deutschen Löhne und Gehälter zu erhöhen unter Beibehaltung der vermehrten Familien⸗ und Kinderzulage. Auf Grund dieses Be⸗ schlusses erwartet die Stadtverordnetenversammlung die unverzüg⸗ liche Wiederaufnahme der Arbeit. Gegen diese Resolution stimmten nur die vier Kommunisten und ein unabhängiger Stadt⸗ verordneter, während sich der zweite Unabhängige der Slimme ent⸗ hielt. Darauf wurde die Sitzung nach 20 Minuten Dauer ge⸗ schlossen, da erklärt wurde, daß man keine städtischen Angelegeuheiten erledigen wolle, ehe nicht die Streitfrage helöst sei. Die meisten Läden schlossen Nachmittags, da infolge der Dunkelheit zahllose Diebstähle vorgekommen sind. Verschiedene Geschäfte öffnen nur wenige Stunden, während deren die Käufer in langen Reihen in den

Straßen stehen. In den Häusern sammelt sich Muüll und Abfall, der

in der Dunkelheit vielfach auf die Straße geworfen wird. Di Preise sind gewalti gestiegen. Bedarfsartikel 85 Kerzen, Peirelenm⸗ usw. sind kaum noch erhältlich. Eine sehr stark besuchte Ver⸗ sammlung der ausständigen Beamten, An⸗ E und Axbeiter hat nach mehrstündigen Verhand⸗ ungen am Dienstagnachmittag gegen eine geringe Minderheit be⸗ schlossen, die Streikleitung zu beauftragen, unverzüglich neue Ver⸗ handlungen zwecks genauer Festlegung der Einkommensbezüge einzuleiten. Erst wenn ein klares Bild vorhanden sei, und auch die Nebenfragen befriedi⸗ gend geregelt seien, könne die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die Versammlung stand grundsätzlich auf dem Standpunkt der finanziellen Gleichstellung mit den staatlichen Be⸗ amten, Angestellten und Arbeitern des Saargebiets. In Anbetracht aller in Frage kommenden Umstände war die Versammlung jedoch

bereit, auf der Grundlage der Markentlohnu

für Angestellte, Arbeiter und Etratehbhhune zu verhandeln, vorbehaltlich ihres grundsätzlichen Standpunkts. Noch vorgestern abend fanden neue Verhandlungen mit der Stadt⸗

verwaltung statt, als deren Ergebnis gest in⸗ gestellt worden ist. - öl“

Mannigfaltiges. Amtlich wird gemeldet: Am 15. d. M. um 8.44 Vormittag

sind auf der Strecke Wittenberge Lüneburg zwi

den Stationen Hitzacker Dannenberg in Kiloneter ühs die Güterzüge 7856 und 7879 zusam mengestoßen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Der Materialschaden ist erheblich. Getötet sind zwei Schaffner, eine Person schwer

liegenden Ursachen der ungenügenden Marktbeschickung. Ungeregelter, K enseuche vom Schlachtviehhofe in Dresden am 2 . wilder Aufkauf, an dem von rein spekulativen Absichten geleitete 2 E“ worden. Z . Summe 1 21 609 21 865 Elemente sowie Abgesandte sehr zahlungskräftiger Großverbraucher IES. e--*“*“] SmxererenasEsaveniesde 4. Barsinghausen, Ibbenbüren, Minden usw. se I. 236 721 238 463 G“ die für die vnbester epaxit. 1en. Sg 185 Ir. 248 582 248 583 trägt neben den Traneportschwierigkeiten und Angstkäufen einzelner Amtliche Meldungen, die bei der estnischen Gesandtschaft in 8 Fvee;, . 8 1 Teile der städtischen Bevörkerung die Hauptschuld an den hohen Preisen, Berlin sind⸗ eee; den Gerüchten entgegen, wonach in Theater. Summe 485 303 487 046 7 429 2 e der Strare 19 Stunden. Der 4 I. 23 932 780 24 272 295 516 5 bersonenverkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstell . Opernhaus. (unter den Linden.) Freitag: 236. Dauet 8 . 84 2gb 1g bAbhalten. (28. T. B.) fallstelle aufrecht

die nach dem Urteil aller Sachverständigen nicht über 50 60 für Reval die Cholera herrsche und der Hafen für den Schiffs⸗ haupt sei auch nur ein einziger Cholerafall vorgekommen. Ebenso bezugsvorstellung. Der Barbier von Sevilla. Anfang 7 ½ Ühr. S. 16 244 026 177097 317 519 092

den Zentner (Erzeugerpreis) hinausgehen dürften. Es ist dringend verkehr geschlossen wäre. Weder in Reval noch in Estland über⸗ geboten, daß alle abgeschlossenen Lieferverträge erfüllt werden, ür geschlosf 1 f

dem wilden Aufkaufwesen ein Ende bereitet und unberechtigt hohen Preisen mit der Wuchergesetzgebung zu Leibe gegangen wird. Die Berechtigung zum Verwenden von Kartoffeln zur Spiritusherstellung ist so eingeschränkt, daß hier kaum noch weiter gegangen werden kann, wenn der Bedarf nach Spiritus befriedigt, die auf Verwendung von Kartoffelschlempe eingestellten Betriebe aufrechterhalten und die nütz⸗ lichste Verwendung zum menschlichen Genuß nicht geeigneter Kartoffeln gesichert werden soll. Trotz der im Vergleich mit der Vorkriegszeit recht geringen Kartoffelernte wird es möglich sein, den Bedarf an Speisekartoffeln zu decken, jedenfalls reicht dazu die Ernte aus. Es ist aber nicht zu verkennen, daß der Zusammenhang zwischen zu geringer Kartoffelernte, Futtermittelschwierigkeiten wegen schlechter Ernte und hohen Preisen ausländischer Futtermittel infolge des schlechten Standes der Valuta sowie relativ hoher Schweine⸗ bestände in einzelnen Gegenden Deutschlands die Kartoffel⸗ versorgung erschwert. Kartoffelerzeuger, Kartoffelhändler, Be⸗ hörden und Verbraucher sollten in einsichtsvollem Zusammen⸗ arbeiten bemüht sein, die hier vorhandenen Schwierigkeiten zu beseitigen. Im übrigen ist aber auch hier eine dauernde Be⸗ bebung der Notstände nur durch Erreichung und Erhöhung der in der Vorkriegszeit üblichen Erntemengen zu erzielen. Die Ver⸗ bältnisse auf dem Margarinemarkt ließen es dem Ausschuß als unangebracht erscheinen, ins einzelne gehende Vorschläge zu machen. Die Aussprache ergab, daß bei der Abhängigkeit der Margarine⸗ industrie von ausländischen Rohstoffen und Halbfabrikaten, die nahezu vollständig eingeführt werden müssen, die Preisbildung für das fertige

falsch sei die Nachricht, daß die Transitvereinbarung zwischen Sowjet⸗ rußland und Estland am 1. Oktober erloschen sei; sie dauere vielmehr bis zum 1. April 1922 fort, und demnächst würden 250 Lokomotiven der Sowjetregierung über Reval nach Rußland gehen. (W. T. B.)

Kunst und Wissenschaft b

Der Maler Professor Eugen Bracht ist im 80. Lebensjahre in Darmstadt gestorben.

Im Auftrage der Preußischen Akademie der Wissenschaften wird am Sonnabend, den 19. d. M., Abends 7 ½ Uhr, im Festsaal der Akademie, Unter den Linden 38, Herr Holl, Berlin, einen öffent⸗ lichen Vortrag über „Tolstoi nach seinen Tagebüchern“ halten, dessen Ertrag für wissenschaftliche Zwecke bestimmt ist. Einzelkarten zum Preise von 4 (numerierter Sitzplatz) und zu 1 (Stehplatz) sind zu haben bei A. Wertheim, Leipziger Straße, und beim Psörtner der Akademie.

Verkehrswesen.

Im Monat Oktober wurden, wie dem „Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger“ mitgeteilt wird, an Frank⸗ reich 543 Eifsenbahnfahrzeuge zurückgegeben, so daß nunmehr auf Grund des Artikels 238 des Friedensvertrags an

Zum ersten Male: Das Christ⸗Elflein. Anfang r.

Schauspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Freitag: 227. Daurn 1eee Othello, der Mohr von Venedig. Anfeng § Uhr.

Sonnabend: Die Verschwörung des Fiesco zu Genna⸗ Anfang 7 ½ Uhr.

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburz Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstele Rechnungsrat Mengerina in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt Berlin Wilhelmstr. 32

Vier Beilagen eceeeiinschließlich Börsenbeilgge) und Erste und Zweite Zentral⸗Handelsregister⸗Beilage.

sowie ein Nummernverzeichnis gezogener Pfandbriefe 68 Bayerischen Hypotheken⸗ und Wechsel⸗Bank in Münch

602 206 572 088

606 908 578 402

17 603 16 825

Summe

1. 8

1 174 294

34 270 482 29 783 360

1 185 310

34 841 449 29 393 518

17 214 762 148 721 313

40 087

1. Gebiet östlich der Elbe.

Summe

88 II.

64 053 842

nkohlen. 7 362 562

7 692 345

64 234 967

7 374 983 7 681 183

741 731

40 724

10 309 10.,022

2 Mitteldeuts⸗

chland westlich der Elbe einschl. Lasseler Revier

Summe

1. II.

15 054 907

8 772 253 8 479 755

15 056 166 8 771 308 8 486 241

59 612

10 165

10 720 10 676

à, Rhein land nehst Westerwaild..

Summe I. II.

17 252 008

8 484 564 8 298 340

17 257 549

8 483 723 8 297 252

60 813

28 810 28 243

10 698

11 074 10 694

nen in Preußen

Summe

I. II.

16 782 904

24 619 379 24 470 440

16 780 975

24 630 014 24 464 676

28 527 139 094 136 122

10 884

32 103 31 392

Summe

49 089 819

49 094 690

137 608

v797

Die Reichszentralstelle für Kriegs⸗ und Zivil“⸗

gefangene teilt mit: Der Dampfer „Wig. * triff

8 u““ mit 939 1 Koworossisk, darunter 518 Reichsdeutschen, in Triest ein die zwecks Entlassung, wie bisher üblich, dem ld in Bayern zugeleitet werden. (W. T. B.) 8. 9

Heimkehrenden aus

In einem Teil der Presse sind in den letzten Tagen Mitteilungen

über die Höhe der für das Hilfswerk Oppau eingegangenen Spenden erschienen, die den Tatsachen nicht U Mach Mitteilungen des Reichshilfsausschusses für Oppau erreichen die bis Sonnabend, den 12. November d. J. ein⸗ 2 gangenen 8

Beträge die Höhe von 59 ½ Miflione ank. Wenn auch noch größere Beneesea ben c

läßt sich doch schon jetzt übersehen, daß die in d Beträge bei weitem deht erreicht (W. E'.

Am 28. November und 6. Dezember wird Waldemar

Bonsels in Berlin im Blüthnersaal zwei zusammen⸗

hängende Vorträge unter dem Titel: „Chri ss 22 d die

Germanen“ beginnen. Wer die Bücher des Dichters kennt, wird

dem Thema dieser „Auseinanderfetzungen nicht fern stehen, die die

Fehtühungen der christlichen Idee zur germanischen Kultur im außer⸗ r

lichen und undogmatischen Sinn behandeln.