8 Erste Beila u Reichsanzeiger und Preußisch
Berlin, Donnerstag, den 8. Dezember
8 88 8
veimfmeäghen Notlage betroffenen Famflien ist seiteng preußischen Staatsministeriums zunächst ein Betra g von 300000. zur Verfügung gestellt worden.“ (W. T. B.)
Der Magistrat beschloß „W. T. B.“ zufolge in nl zum Deu
gestrigen Sitzung, als Höchstgrenze für Mietz.
steigerungen einen Zuschlag von 70 vH mit Fhns Nr 28 Ausnahmen festzusetzen: 1. a) Für Räume, die zu gewerhl nn 8 schäftlichen, Büro⸗ oder ähnlichen Zwecken benutzt werden, — Höchstzuschlag 120 vo, wenn der Mietszins vom 1. Juli †
höchstens 800, aber nicht mehr als 2400 ℳ betragen
b) bei Mieetsverträgen, die sich sowohl auf Wohnriü
als auch auf Räums der in Absatz a bezeichneten
81e beträgt der Hochzufchlag ebenfalls 120 vH, er er
5
E11““ 1“ verhaftet worden. Die Mitglieder seines Kabinetts sind in verschiedenen Militärgefängnissen untergebracht. Etwa zwölf Personen wurden im Verlauf der Revolution getötet.
Afrika.
Nach einer Reutermeldung aus Kairo hat der ägyplische Nationalistenführer Zaglul Pascha ein Manifest an seine Anhänger erlassen, in dem er erklärt, England nehme jetzt die Maske vom Gesicht. Es erkläre, Aegypten sei unentbehrlich für sein Interesse, und fordere, daß Aegypten einen Teil des britischen Reiches bilde. Zaglul Pascha fordert zum Heiligen Kampf auf und appelliert an die ägyptischen Frauen und
noͤtigen Mittel verschaffen, seine Angelegenheiten ordnen, Ersparnisse wmachen und eine Anstrengung wegen neuer Steuern machen muß. Wenn das geschieht, muß es vorzugsweise seine Hilfsquellen für die Zablung der Reparationen verwenden. So liegt diese Angelegenheit. 88 möchte wünschen, daß man nicht im voraus die Ansicht hegt, da alle Ereignisse katastrophale Folgen haben, und daß man sie erwartet,
um sie zu beurteilen. Ich sage, wir befinden uns einer Regierung
gegenüber, die den Mut gehabt hat, die Verpflichtungen ihres Landes uns gegenüber anzuerkennen, unser Ultimatum anzunehmen und mit
gutem Willen die Ausführung zu beginnen. Ich weiß wohl, daß dieser gute Wille manchmal zu wünschen übrig läßt, besonders in der Entwaff⸗ nungsfrage. Unsere Kontrollkommission hat verschiedentlich Ver⸗ fehlungen und Verheimlichungen festgestellt. Uebrigens kann nichts besser deren eifrige Tätigkeit beweisen, der ich hiermit die verdiente
Anerkennung ausspreche. Die Regierung hat daher alles, was ihr
“ b
der
anzeiger
Nichtantliches.
(Fortsetzung aus dem Hauptblatt.)
öglich war, getan, um auf der Ausführung der Verpflichtungen Deutschlands zu bestehen in dieser Entwaffnungsangelegenheit, die für üuns äußerst wichtig ist. 8 Wie die „Agence Havas“ feststellt, haben sich nach der Rede Briands 44 Senatoren der Abstimmung über die Ver⸗ trauenstagesordnung enthalten.
Schweiz. Das Völkerbundssekretariat hat gestern eine amtliche Mii⸗ teilung über einen Briefwechsel ausgegeben, der in den letzten Tagen zwischen dem Botschafterrat und dem Prã⸗ sidenten der deutsch⸗polnischen Konferenz, Calonder, statt⸗ gefunden hat. Der Botschafterrat hat dem „Wolffschen Tele⸗ graphenbüro“ zufolge in seiner Mitteilung an Calonder den Wunsch nach möglichster Beschleunigung der Arbeiten der Unterkommissionen ausgesprochen, die in den nächsten Tagen in Oberschlesien zusammentreten sollen. Calonder antwortete, daß er durchaus die Gründe für eine schnelle Unterzeichnung des deutsch⸗ polnischen Ab⸗ kommens würdige, daß man aber nicht übersehen dürfe, daß das Abkommen mit größter Vorsicht und Sorgfalt ausgearbeitet werden nüche. Er könne daher keine Frist annehmen, die den von ihm geleiteten Verhandlungen von vornherein aufgezwungen würde. Calonder versprach, daß er den Botschafterrat über den Gang der Verhandlungen auf dem laufenden halten werde, und ersuchte den Botschafterrat, seinerseits auch ihn von den Fortschritten in Kenntnis zu setzen, die die Arbeiten der mit der endgültigen Grenzfestsetzung betrauten Kommission machen. Es sei in der Tat notwendig, daß die Grenzfestsetzung und die e des Abkommens möglichst zur selben Zeit beendet seien, damit die Besetzung durch die interalliierten Truppen nicht unnötig verlängert werde. Wie es in der Mit⸗
Männer, ihre ganze Kraft für die Befreiung Aegyptens ein⸗
zusetzen. 8 28
Statistik und Volkswirtschaft.
1“ Arbeitsstreitigkeiten. 8
Das Personal der Berliner Hoch⸗ und Unter⸗ grundbahn wird, wie der Betriebsrat hiesigen Blättern zufolge der Direktion der Gesellschaft gestern mitgeteilt hat, morgen früh in den Ausstand treten. Die Hochbahner hatten eine Er⸗ höhung des Stundenlohns um 3,50 ℳ und eine Wirtschafts⸗ beihilfe von 150 ℳ für Dezember verlangt, auf Grund von Verhandlungen waren ihnen aber neben der Wirtschafts⸗ beihilfe nur Stundenlohnerhöhungen bis zu 2,70 zuge⸗ standen worden. Der Betriebsrat und die zuständigen Gewerk⸗ schaften hatten diesem Vorschlag zugestimmt, das Betriebspersonal und die Angestellten haben ihn jebog bei einer am Dienstagabend “ Abstimmung mit 2246 gegen 275 Stimmen ab⸗ gelehnt.
Die Bergarbeiterverbände des Ruhrgebiets kündigten, wie dem „W. T. B.“ aus Essen gemeldet wird, estern die vom 1. November ab gültige Lohnordnung zum 31. Dezember 1921.
u6
Wohlfahrtspflege. 8
8 “ “ Die Reichsregierung hat, wie „W. T. B.“ berichtet, be⸗ schlossen, mit Rücksicht auf die gegenwärtige Teuerung vom 5. De⸗ zember 1921 ab erhöhte Erwerbslosenunterstützungs⸗ sätze zuzulassen. Diese Höchstsätze betragen: 1. für männliche Personen: in den Ortsklassen: a) im Alter von über 21 Jahren, sofern A B C D u. E
sie nicht in dem Haushalt eines K ℳ ℳ anderen leben . 15,— 13,75 12,50 11,25
Jvt
Mietszins nicht na verschiedenartigen 8 der Räume getrennt efhart war und jährlich nebr an aber nicht mehr als 2400 ℳ betragen hat. 2. a) Für Niu die zu gewerblichen, geschäftlichen, Büro⸗ oder ähnlichen Ing benutzt werden, beträgt der Höchstzuschlag 170 vH, wenn der Ma zins vom 1. Juli 1914 jährlich mehr als 2400 ℳ betranen.
wendung. Diese Sätze treten am 1. Januar 1922 in Kraft. berührt hleiben die laufenden Verträge. — Ferner beschtse sich der Magistrat mit der vorgestrigen Kundgebung von O bdaß losen, die durch eine Abordnung zunächst fahrtsamte dem Vertreter des krankheitshalber beurlaubten g. sitzenden der Wohlfahrtsdeputation und sodann beim O bürgermeister neben verschiedenen Wünschen und Beschwen das Verlangen nach einer schriftlichen Erklärn gestellt hatten, da jeder Obdachlose bis 3 Uhr N. mittags 100 erhalten werde, widrigenfalls sie
Verantwortung für das weitere, das folgen werde, ablehnen mü”
Die Erklärung des Oberbürgermeisters, daß er nicht berechtigt eine solche Zahlung anzuordnen, die Forderungen aber dem Mazgit vortragen werde, wunde seitens der Abordnung mit dem Hinweis antwortet, daß sie sich selbst mit Gewalt, was sie brauchten, bescht⸗ und daß die Obdachlosen sofort Plünderungen in der & ausführen würden, welche Ankündigung dann auch ausgeführt vn. Der Magistrat sah sich in seiner gestrigen Beratung der Angelee heit nicht in der Lage, dem Verlangen nach Zahlung von 100 4% jeden Obdachlosen stattzugeben. Dagegen wurde der Autsi für das Obdachlosenwesen mit der Prüfung derh. schwerden (namentlich schlechtes Essen, mangelhafte Heizung“ - Decken) und sofortige Abhilfe, soweit diese möglih; eauftragt. Selbstverständlich war schon vorher der Oberirsbeh des Städtischen Ohdachs von den Beschwerden der Oldachlosen Kenntnis gesetzt worden, damit er nach Möglichkeit sofort etwai
Mißständen abzuhelfen in der Lage sei.
Auf Einladung des Rektors der Berliner Ha n del
3 t „betragen u b) die unter 1 b getroffene Bestimmung findei entsprechende
auf dem Woh
II. III.
X“ .“ G“
der Einnahmen des Reichs an Steuern, Zöllen und Abgaben, der Einnahmen der Reichs⸗Post⸗ und Telegraphenverwaltung, der Reichs⸗Eisenbahnverwaltung für die Zeit vom 1. April bis Ende Oktober 1921, über den Stand der schwebenden Schuld am 30. November 1921.
— —
— Aufgekommen sind
Aufgekommen sind
Oktober 1921
im Monat
vom 1. April 1921 bis Ende Oktober 1921
im Monat OktoX 1920
vom 1. April 1920 bis Ende Oktober 1920
Mithin Rechnungsjahr 1921 gegen Rechensg, abe⸗ 1920
insgesamt
+ mehr — weniger (Spalte 4 und 6)
veranschlagt auf
Im Reichs⸗
haushaltsplan ist die Einnahme für das Rechnungs⸗
jahr 1921
I.
856
Körperscha
endete Geschäftsjahre. Kapitalertragsteuer.
A. Besitz⸗ und Verkehrssteuern.
a) Fortdauernde Steuern.
nkommensteuer aus dem Rechnungsjahr 1920 Einkommensteuer aus dem Rechnungsjahr 1921 ftssteuer für im Rechnungsjahr 1920 und
früher beendete Geschäftsjahre . . . . Körperschaftssteuer für im Rechnungsjahr 1921 be⸗
3 1 438 690 097 25 845 088
9 677 890 146 334 455
2 083 453 598 7 069 626 189 927 043 434 51 459 221
917 892 726 6 668 978 430
1 082 380 486 290 555
49 876 442 289 705 916
2 853 715 490
346 884
138 988 758 781 654 137
†
6 299 364 297
978 155 771
778 903 968 5 887 324 293
2)
8)
¹) 12 000 000 000
1 050 000 000
1 400 000 000 2 200 000 000
2²) Hierzu treten noch 888 137 165 ℳ Soll
ö“
16ö“
¹) Hierzu treten noch 1 759 033 164 ℳ Soll an Einnahmeresten aus 1920.
an Einnahmeresten aus 1920.
³) Außerdem sind 7 800 000 000 ℳ aus
dem Reichsnotopfer zur Deckung von
Ausgaben des außerordentlichen Haus⸗
halts im außerordentlichen Haushalt
der Reichsschuld (Kapitel XIV, 2) an⸗ gesetzt.
Reichsnotopfer. Besitzsteuer.. Erbschaftssteuer. ..
Umsatzsteuer: ü 8 dem Gesetze vom 8
48 651 392 ³½z) 25 000 000
196 391 385
439 885 134 5 140 599 054 89 070 535
4 862 453 85 823 363
475 550 096 191 179 012
337 262 19 219 804
38 589 688 83 242 914
53 513 845 282 214 748
35 664 962 5 331 778 066
9 337 010 50 920 172
4 012 565 705 088 983
b) im Alter von über 21. Jahren, sofern boch chure Spandauer Straße 1, hält der argentinisst sie im Haushalt eines anderen leben 12,50 11,25 10,— 8,75 Konsul Herr Candioti in der Aula der genannten 87. 8,50 7,75 7,— 6,25 schule am Freitag, den 9. d. M., Abends 8 Uhr, einen Vorttm eeües Sprache über die „Geschichte des Konsulal wesens“. 8
teilung des Völkerbundssekretariats weiter heißt, waren sowohl die deutsche wie die polnische Abordnung dagegen, die Voll⸗ sitzung, in der sie ihre Arbeiten Calonder unterbreiten sollen, vor dem 15. Januar abzuhalten. Calonder hat sich dieser
α+ℳℳ †
8 470 996 600
c) im Alter von unter 21 Jahren..
2. für weibliche Personen:
a) im Alter von über 21 Jahren, sofern sie nicht im Haushalt eines anderen
Juli 1918. . Dezember 1919
aus amerikanischen amtlichen
Szege der liberalen Partei.
Auffassung angeschlossen, da die zu lösenden Probleme tatsächlich eine ernste und methodische Untersuchung erfordern. Außerdem mußte man der polnischen Abordnung Zeit lassen, um Fühlung mit der Bevölkerung der Zone zu nehmen, die Polen zuge⸗ sprochen wurde, aber noch nicht unter polnischer Hoheit steht.
8 Amerika.
Einer „Reutermeldung“ zufolge bildet nach Informationen Kreisen der Plan eines zwischen England, den Vereinigten Staaten, Japan und E“ abzuschließenden Abkommens, daß an
telle des englisch⸗japanischen Bündnisses treten soll, gegenwärtig den Gegenstand redaktioneller Arbeiten. Regierungen dieses Abkommen annehmen, wird es dem ameri⸗ kanischen Senat vorgelegt werden. Es handelt sich aber nicht um ein Bündnis oder eine Entente in technischem Sinne des Wortes. Das Abkommen sieht vor, daß die Mächte sich unter einander in allen Angelegenheiten beraten werden, die geeignet sein können, ihre Interessen im Pazifischen Ozean zu erühren. Jede Macht werde sich verpflichten, die anderen um Rat zu fragen, bevor sie in einem Konflikt zu den Waffen greift, der sich auf die Pazifischen Inseln bezieht.
— Der Neunmächteausschuß für die Fragen des Fernen Ostens hat laut Meldung des „Wolffschen Tele⸗
grphenbüros“ einstimmig eine Entschließung angenommen, die China die territoriale Integrität zusichert und ihm die Benutzung der Funkenstationen gestattet. Der Ausschuß hat ferner eine Entschließung angenommen, wonach China im Falle eines Krieges, an dem es nicht selbst teilnimmt, neu⸗ tralisiert sein soll.
Die chinesischen und japanischen Delegierten haben erneut über die Rückerstattung des Staatseigen⸗ tums und des Gebiets von Kiautschou an China verhandelt. In Kreisen der chinesischen Delegation wird obiger Quelle zufolge erklärt, daß diese entsprechend den Weisungen der Regierung in Peking sich von der Konferenz n würde, wenn die Verhandlungen mit en japani⸗ schen Delegierten über Schantung nicht zu einer den Chinas günstigen Lösung führten. Die nweisungen aus Peking gingen dahin, daß in bezug auf die bedingungslose Furüge tattung Kiautschous in keinem Punkte nachgegeben werden solle. Drei Mitglieder der chinesischen Delegation haben infolge Uneinigkeit über die zukünftige Politik ihre Entlassung eingereicht. Es handelt sich um den chinesischen Gesandten in Kuba, Tyau, den Vize⸗ admiral Tsai und den Generalleutnant Hweng.
— Die zwischen den Vereinigten Staaten und Japan schwebenden Fragen, die u. a. das Telegraphenkabel der Insel Nap betreffen, werden den Gegenstand eines Sonder⸗ abkommens bilden, das, wie es heißt, der Vollendung nahe sei.
— Der amerikanische Schatzamtssekretär hat dem Kongreß seinen Jahresbericht vorgelegt. Darin wird die Frage der 10 Milliarden Dollar, die den Vereinigten Staaten von fremden Staaten geschuldet werden, erörtert und hervorgehoben, daß in sechs Monaten 6750 Mil⸗ lionen Dollar kurzfristiger Staatsanleihen fällig werden. In⸗ folgedessen sei es notwendig, von allen neuen Unterneh⸗ mungen Abstand zu nehmen, die den Staatsschatz noch mehr belasten würden. Der größte Teil des Berichts enthält Argumente zugunsten der Herabsetzung e auf das Einkommen, die gegenwärtig 50 vH betragen, und die das Schatzamt auf 20 oder 25 vH herabsetzen möchte, um sie schließlich auf 10 vH zu vermindern. Der Bericht sagt, daß übertriebene Steuerlasten entmutigend auf die Wirtschafts⸗ tätigkeit des Landes wirken und die für die Industrie not⸗ wendigen Kapitalien aufsaugen würden. — Die Wahlen in Kanada führten zu einem großen — Der Premierminister Meighen und sieben andere Kabinettsmitglieder sind nicht wiedergewählt worden. Nach Guatemala ist der
amtlichen amerikanischen Meldungen aus Präsident Herrera gestürzt und “ 8
Wenn die verschiedenen
überzeugen.
10,— 8,75
7,— 6,25 5,50 4,75
5,50 4,75
11,25
7,75 6,25
6,25
111111“ b) im Alter von über 21 Jahren, sofern sie im Haushalt eines anderen leben 8,50 c) im Alter von unter 21 Jahren 7,— 3. als Familienzuschläge für: a) den EChegatten.. 7,— b) die Kinder und sonstige unterstützungs⸗ berechtigte Angehörile. 6,— 5,50 5,— 4,50 Die neuen Unterstützungssätze gelten ebenso wie bisher als Höchst⸗ sätze. Es bleibt den Gemeinden, gegebenenfalls auch den Aufsichts⸗ behörden dort, wo Anlaß dazu geboten sein sollte, überlassen, Unter⸗ stützungssätze festzusetzen, die nicht das höchstzulässige Maß erreichen, namentlich in Bezirken, in denen durch die Gewäbrung des Höchst⸗ satzes die Unterstützung sich den üblichen Löhnen nähern oder sie gar 8 würde. Für Berlin sind die Sätze unter A maß⸗ gebend. 8
Rerch eiee Meldung von „W. T. B.“ aus Ludwigshafen hat der bayerische Staatskommissar, Ministerialrat Dr. Spitzel, den Wohlfahrtsausschuß und den Presseausschuß für Oppau zu einer Sitzung geladen, um über die bisherigen ilfsmaß⸗ nahmen zu berichten. Danach wurden an Unterstützungen 1 457 447 ℳ ausgezahlt. 30 Millionen sind erforderlich zur Deckung der Personalschäden während der nächsten 25 Jahre. Die Geld⸗ sammlungen haben bis zum 3. Dezember insgesamt 68 116 498 ℳ erbracht, davon in Ludwigshafen rund 36 ½ Millionen. Das bayerische Rote Kreuz stiftete erneut 75 000 ℳ. . 1“
“ Theater und Musik. Im Opernhause wird morgen, Freitag, die Märchen⸗
pantomime „Der Zaubergeiger“, mit den Damen Grube, Berghoff, Bowitz, Gageike, Schröder, Sydow, Mesina und den Herren öller, Eckert, von Leon, Haffner und dem Ballettpersonal besetzt, unter der musikalischen Leitung von Dr. Weißmann aufgeführt. Anschließend gehen „Bajazzi“ mit snta Bindernagel und den Herren Bolz, Schlusnus, Ziegler und Noë besetzt, in Szene. Musi⸗ kalischer Leiter der Oper ist Carl Ehrenberg. Anfang 7 ½ Uhr. Im Schauspielhause wird morgen „Peer Gynt“ mit Günther Hadank in der Titelrolle und Margarete Schön als Solveig wiederholt. Anfang 7 ½ Uhr. —
Auf das Schausviel des norwegtichen Dichters Paul Egge, „Der Narr’, mit dem die Kam merspiele im Lessing⸗ museum ihr Unternehmen einleiteten, folgte vorgestern das Werk eines deutschen Verfassers, nämlich VictorAuburtins hinter⸗ pommersche Komödie „Das Suppenhuhne. Das Suppen⸗ huhn bildet eine Schadloshaltung für die Bauernmagd Trine, die auf ihren Liebsten Verzicht leisten sollz damit dieser die von dem Bauern verführte Magd Grete heitgten kann. Bei diesem rohen Handel, der die Handlung bedeutet und so gut wie nichts von dem satirischen Geist und Witz enthält, die Victor Aüurtins kleine Prosaskizzen sonst auszeichnen, spielt noch ein trinkfester Geist⸗ licher eine so vSngehe Rolle, daß sich unter den Zuschauern. Widerspruch erhob. b friedigender Darstellung durch die Damen Tabarelli und Clavjee, die Herren Münch, Trutz und Ansbach unter der Spielleitung Alexander Runges, ebensowenig wie das Eröffnungsstück geeignet, von der Daseinsberechtigung der jüngsten und kleinsten Bühne Berlins zu
h.
1 Mannigfaltiges.
— Der Reichskanzler hat an das amerikanische Central Rellief Committee, den Zentralausschuß des amerikanischen Hilfswerkes für die Linderung der Not in Deutschland und Oesterreich, zu der am 5. Dezember in Cincinnati er⸗ öffneten dritten Jahresversammlun folgendes Be⸗ grüßungstelegramm durch Funkspru gerichtet: „Den versammelten Vertretern aller Komitees, deren unermüdliche Hilfs⸗ bereitschaft Deutschland bewundert, sende ich tiefempfundenen Dank mit dem Wunsche, daß Ihre Beratungen zur weiteren Förderung des menschenfreundlichen Hilfswerkes von Erfolg begleitet sein mögen. (W T. B.)
Aus Anlaß des Erxplosionsunglücks in Saar⸗ wellingen hat der preußische Ministerpräsident Braun dem Bürgermeister in Saarwellingen folgendes Tele⸗ gramm geschickt: „Den beklagenswerten Opfern des furcht⸗ baren Explosionsunglücks spreche ich die herzliche Teil⸗ nahme der preußischen Staatsregierung aus. Zur Linderung der
“
So war denn auch dieses Stück trotz be⸗
8 4 8 2 Die auf den 29. November angesetzt gewesene Versammlr
der Ortsgruppe Berlin der Arbeitsgemeinschaft deutih
Betriebsingenieure (ADB) mußte wegen des Streiks in städtischen Betrieben abgesagt werden. Die Versammlung fi nunmehr am Freitag, den 16. Dezember, Abends 7 ½ Uhr, im Gmr⸗ zimmer des Ingenieur hauses, Sommerstraße 4 a, statt. Anschluß daran hält der Ingenieur Thun im großen Saal Ingenieurhauses einen Vortrag: „Die Anwendungt
hotographie in der Technik“, mit Lichtbild⸗ und fie vorführungen. Es werden ein Film aus dem Kabelwerk der Siene Schuckertwerke, der als einer der besten technischen Filme gist, a ein Zeitlupenfilm gezeigt. Zu dem Vortrag haben auch Me mitglieder Zutritt.
Die Arbeitsgemeinschaft Groß Berlin der Reil vereinigung “ Kriegsgefangener banm staltet am 18. d. M., Vormittags 10 ½ üͤbr⸗ im Zirkus Blf eine Massenkundgebung für die noch immer in Ungan Gefangenschaft zurückgehaltenen Kameraden.
Leipzig, 7. Dezember. (W. T. B.) Der Hochverral prozeß gegen den früheren Berliner Polizeipräsidenten n
Jagow und Genossen hat heute vormittag vor dem Reitz
gericht unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten von Pelarzit begonnen. Die Anklage vertritt der Oberreichsanwalt Dr Eht mayer. Den drei Angeklagten: von Jagow, Freiherr von Wan heim und Sanitätsrat Dr. Schiele, stehen als Verteidiger fünf Net anwälte zur Seite.
Aeronautisches Observatorinunm. 1 Lindenberg, Kr. Beeskow. 7. Dezember 1921. — Drachenaufstieg von 5 ½ a bis 7 8.
Wind
ichtung .
Relative Feuchtig⸗ keit
Temperatur C °0
Seehöhe Luftdruck
unten
2,9 0,3 4,5 — 4,0 — 0,3
mm
751,1 730
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
G „Theater. Opernhaus. (Unter den Linden.) Freitag: 252. Du Heungeveüelung. Der Zaubergeiger. — Bajazzi. Aut Sonnabend: Figaros Hochzeit. Anfang 6 Uhr.
Schauspiethaus. (Am Gendarmenmarkt.) Freitag: 248. Dur bezugsvorstellung. Peer Gynt. Anfang 7 ½ Uhr.
.“ Othellp, der Mohr von Vencvig. Wi
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr Tyrol⸗ Charlottenie
Verantwortlich fü den Anzeigfnteil: Der Vorsteher der Geschäts Rechnungsrat Mengering in Berlin
Verlag der Geschäftsstelle (Mengerin g) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt Berlin Wilhelmstr 32. 198 Vier Beilagen und Erste, Zweite, Dritte und Vierte Zentral⸗Handelsregistet⸗Bell
b 9 9 2 Grunderwerbsteuer. u“ Zuwachssteiirr. . Reichsstempelabgaben von:
b) Wertpapieren. c) Gewinnanteilschein⸗
3. „ Wetteinsätze
Geldumsätzen.. Grundstücksübertragung h) Versicherungen... ¹) Wechselstempel.. . Abgaben vom 8 Personenverkehr. b) Güterverkehr..
Wehrbeitrag. “
a) Zölle .. b) Aufgeld. Kohlensteuer Tabaksteuer nach dem
2 20 80
8*ℳ . 0 8* 0
und vom 15. Juli 1909. Kriegsaufschlag für zigaretten
1919, und zwar:
a) Tabaksteuer
b) Tabaksteueraufschlag.
0) Tabakersatzstoffabgabe Bierftenekr. Weinsteuer . . Schaumweinsteuer Mineralwassersteuer.. Branntweinsteuer, und zwar:
c) Betriebsauflage .
9 Freigeld c) aus dem Essigsäureverbrauchsabgabe⸗ Zuckersteuer .
zalzsteuer .. 8 Zündwarensteuer 8 Leuchtmittelsteuer 8 Spielkartensteuer 8
Statistiche Gebüh;
2 *
Aus dem Branntweinmonopol: 1 a) Einnahme aus der Branntweinverwertung
0 2 * * . 4
Steuern.
a) Gesellschaftsverträggen . und Zinsbogen. . d) Kauf⸗ und sonstigen Anschaffungsgeschäften e) Lotterielosen und Wetteinsätzen:
1. für Staatslotterien 2. „ Privatlotterien.
†) Erlaubniskarten für Kraftfahrzeuge. . . . g) Vergütungen an Mitglieder von Aufsichtsräten
2
Personen⸗ und Güterverkehr:
2.
c) Stempel von Frachturkunden 1
b) Einmalige Steuern.
Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachse Außerordentliche Kriegsabgabe 5 8 Kriegsabgabe 1916 nebst Zuschlag
B. Zölle und Verbrauchssteuern.
Gesetze vom 15. Juli 1909 einschließlich der Abgabe von Tabakersatzstoffen.
Zigarettenstener nach dem Gesetze vom 3. Juni 1906
seenemfüchtig⸗ Erzeug⸗ nisse nach dem Gesetze vom 12. Juni 1916 . Tabaksteuer nach dem Gesetze vom 12. September
a) Branntweinverbrauchsabgabe b) Zuschlag zur Verbrauchsabga
Branniweinmonopolausgleich
Sonstige Abgaben.
Ausfuhrabgaben der Finanzverwaltung .. . Ausfuhrabgaben des Reichswirtschaftsministeriums.
u“
8 0 0 2 0
82 9 0 2 20. 20 2⁴ ⁴ 9 2 . 2
2 2 0 * * . .⁴ 2. 2 2 2 9 2
2. . 2
9
61 362 015 169 131
118 343 330 20 057 025 4 025 603 165 683 037
9 663 529 1 966 323 12 824 837 653 666
2 449 137 235 320 215 447 15 142 044 4 266 475
61 336 628 108 348 500 12 282 831
332 591 217 2 046 616
673 880 321
79 344 928
25 783 647
5) 516 140 165
43 120 830 9 830 363 78 537 925 4 233 213 33 697 628 982 432 965 965
99 745 760 21 725 139
442 251 792 551 501 345 62 001 086
41 017 204 5 600
63 353 195 6 767 389 2 375 939
42 686 286
5440 850
1 140 047
10 714 730 1420 974 1 206 165
6 612 938
272 245
9 519 276
2 065 026
55 641 387 45 951 123 9 399 024
243 520 682 1 248 114
341 497 875 53 443 627 19 048 096
157 333 446
25 951 348 6 301 591 60 215 739 2 413 268 14 687 629 24 395 687 4 099 515 62 211 561 11 925 056
299 946 716 305 609 611 64 161 299
798 502
332 382 446 25 901 301 6 735 551 358 806 719
17 169 482 3 528 772 18 322 186 1 819 945 19 029 999 23 413 255 3 043 550 37 534 199 9 800 083
142 305 076 245 891 734 2 160 213
88 8S8 8
1188 8 888
8 88.
1“
— 890 ₰½
Summe a
3 811 783 269
488 728 181 21 507 197 3 928 169
2 231 195
1 155 796
26 400 005 591
3 275 854 032 223 250 286 26 902 931 5 139 729 12 763 630
1 868 252 465
149 579 726 215 179 459
6 776 978
— 13 228 118 2 359 196
6 230 021 053
301 162 504 1 002 019 518 110 214 883
2 626 325
6 876 626
it †triirrr r ☛
20 169 984 538
2 974 691 528 748 769 232 83 311 952
2 513 404
5 887 004
Summe b
513 088 148
3 563 631 150
360 667 241
1 417 647 206
2 145 983 944
2 000 000 000
0 * *⁴ * 2
16
29 9 9 2 9 2322—2„ „ „ „ „ „ „
4 324 871 417
658 364 517 552 769 927
257 025 005 1 726
12 799
37 437 407 72 455 761 11 639 579 2 692 029
8898 633 10 764
21 103 908
1 156 130 12 993 522 4 975 167 8 079 633 2 808 766 865 000 165 855
8
1 719 486 717
95 100 205 45 800 722
29 963 636 741
8 88
1“
3 695 497 9 402 822 4 518 868 178 152 56 613
1 574 124
2 38 2 85
1 936 383 966
1 228 351 21 958
206 306 919 387 675 482 65 017 572 21 761 031
957 352 42 121 340
290 640 997 90 167 590 70 168 049
4 520 689 79 813 242 25 971 262 38 597 224 11 529 442
6 230 494
1 048 484
2 228 919 706
8
8
154 180 701 352 063 448
341 121 1 535 622 86 484
168 898 058 22 058
12 352
13 361 484 51 761 861 6 006 075
2 572 459
7 003 23 595 4 975
13 277 594
474 375 11 238 900 3 819 259 4 224 711
1 744 364
348 923 123 667
7 647 668 259
E16“
171 581 118 844 899 041 2 486 713 830
3 075 375 73 903 593 72 490 631
746 005 469 3 687 760 94 384
76 579 381 316 886 177 51 082 272 26 061 109
163 806 1 298 182 29 617
35 653 990
51 283 657
18 356 439 5 257 104 734 812 762 47 437 278 40 678 886 8 484 977 4 627 909 7743 716
—
HüEIII4
22 315 968 482
8
1 544 503 781 367 805 038
2 897 223 73 846 980 70 916 507
1 190 378 497 2 459 409
72 426
129 727 538 70 789 305 13 935 300
4 300 078
793 546 1 256 061 29 957
254 987 007 38 883 933 51 811 610
736 415
5 000 480 21 466 016 2 081 662 3 044 465 1 602 585 304 768
27 703 000 000
ꝙ —2 —₰έ½
328588 8888S8SSS II 88888888
8 817 508 641
536 638 465 61 647 355
809 262 422
131 310 000 41 420 640
5 161 829 229
584 287 211 569 916 386
hHrerIIII †*
3 655 679 412
8.
47 648 746 508 269 031
124 000 000
Summe C. .
9
140 900 927
598 285 820
172 730 640
—
1 154 203 597
555 917 777
—
824 000 000
4 270 795 525
Summe 1
6 185 299 06
“ 8* 89
39 379 431 202
16“
3 210 912 768
13 963 701 085
25 715 730 117
v “
43 386 795 525
11“
Hierzu treten noch 88 147 180 ℳ Soll
5) Darunter für Anschaffungsgeschäfte von Waren nach Tarif⸗Nr. 4 b: 928 205 ℳ
—
6) Hierzu
9) Gegenüberstehende Einnahmen werden oben bei den entsprechenden Abgaben
n Einnahmeresten aus 1920.
“
treten
nachgewiesen.
noch 4 527 Soll an Einnahmeresten aus 1920. 7) Aus Vorjahren sind noch 17 021 489 ℳ
Soll an Einnahmeresten verblieben.
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