1922 / 203 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 11 Sep 1922 18:00:01 GMT) scan diff

Stand der Neben und Güte der DTrauben Anfang September 1922.

———

Note 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering. Zwischenstufen sind durch Zehntel ausgedrückt.

Güte der Trauben

Stand der Reben

Rheingaugebiet . 2,7 Uebriges Rheingebiebt 2,0 Mosel⸗, Saar⸗ und Ruwergebiet. b111“ Alle übrigen preuß.

——

900 do do do

Weinbaugebiete

Preußen .. Mittelfranken Unterfranken Schwaben .

do2=OS

Neckarkreis .. Schwarzwaldkreis Jagstkreis. Donaukreis.

Konstanz Freiburg Karlsruhe. Mannheim.

Starkenburg. v1“ bbebee “] 8I Denutsches Reich.. dagegen Anfang August 1922 Jult 1922 Juni 1922

Septbr. 1921

Bemerkungen. Preußen. Dije Staatsnote für den Rebstand hat gegen An⸗ fang Juli einen Rückgang von 0,3 Punkten, und zwar von 1,7 auf 2,0, gegen Anfang August von 0,1 Punkten zu verzeichnen, da sämt⸗ liche Weinbaugebiete mehr oder weniger große Einbußen erlitten haben. Immerhin wird der Stand und somit der voraussichtliche Ertrag mit 2,0 als gut bewertet gegen 2,6 oder mittel bis gut in den beiden Vorjahren. Als Ursache für den Rück⸗ gang ist die seit Mitte Juli vorherrschend gewesene naßkalte Witterung anzusehen, die für die Entwicklung und das Gedeihen des Rebgewächses zu andauernd und daher wenig förderlich war. Durch die Nässe sind in den tief gelegenen Gescheinen vielfach Sauerfäule und Lederbeerkrankheiten aufgetreten; auch Botrytis und roter Brenner haben sich stellenweise eingestellt. Sauerwurm, Peronospora und Oidium sind wie alljährlich in einzelnen Rebfeldern über das ganze Weinbangebiet verftreut vorhanden und haben schon viel Schaden angerichtet, doch ist deren Ausbreitung durch rechtzeitiges und durch⸗ greifendes Beizen erfolgreich bekämpft worden.

Ueber die Güte der Trauben wird meist noch zurückhaltend ge⸗ urteilt, da jeder Tag hierin Aenderungen bringen kann. Die Staats⸗ note von 2,8 ist infolge der naßkalten Witterung noch um 0,1 geringer als 1920, und der Wein des genannten Jahres hat sich an Güte nicht besonders hervorgetan. In den Winzerkreisen ist man jedoch zuversichtlich gestimmt, da für September noch sonniges, warmes Wetter bestimmt erwartet wird und sich bis zur Weinlese im Oktober soch vieles bessern kann.

Bavern. In den Weinbergen sind die Trauben zumeist schön nusgewachsen und gehen der Reife entgegen. Bessere Lagen weisen bereits weiche Trauben auf. In der Gegend der Mittelhaardt tritt der Sauerwurm ziemlich stark auf. Die Bekämpfungsversuche wurden bisher durch fast täglichen Regen und schwere Gewitter viel⸗ fach vereitelt.

Württemberg. Hoffnungsvoll stehen die Weinberge; doch st, wenn die Hoffnungen auf einen reichen und guten Weinherbst in Erfüllung gehen sollen, anhaltend warme und trockene Witterung dringend notwendig, denn bereits macht sich da und dort als Folge der zu feuchten Witterung das Auftreten der Lederbeerkrankheit bemerkbar.

Baden. Die Reben haben Sonnenschein dringend notwendig. Der Sauerwurm tritt strichweise auf und da und dort zeigt sich Hart⸗ fäule. Vereinzelt (z. B. im Bezirk Bruchsal) haben Hagelwetter beträchtlichen Schaden angerichtet.

Hessen. Der Stand der Reben ist gut.

Berlin, den 9. September 1922. Statistisches Reichsamt

n ³

9

Statistik und Bolkswirtschaft.

Die häufigsten Kleinhandelspreise wichtiger Lebensmittel und Hausbedarfsartikel in Preußen Iim Iuli 1922.

Nach der neuesten Monatsübersicht über die häufigsten Klein⸗ handelspreise wichtiger Lebensmittel und Hausbedarfsartikel in 50 preußischen Hauptmarktorten und deren Gesamtdurchschnitte, die das Statistische Landesamt in den von ihm herausgegebenen „Amt lichen Preisberichten“ veröffentlicht, ergaben die im Monat Julid. J. in diesen 50 Marktorten am häufigsten gezahlten Kleinhandelspreise die folgenden Gesamtdurchschnitte in Pfennigen im Vergleich mit denen für den Vormonat Junid. J. und für den Juli des Vorjahrs sowie der Jahre 1916, 1915 und 1914 (Vorkriegszeit):

für 1 kg gelbe Erbsen zum Kochen 2504,0 gegen 1861,8 im Vormonat Juni, 483,8 im Juli des Vorjahrs 1921, 95,4, 124,0 und 40¼ im Juli der Jahre 1916, 1915 und 1914,

für 1 kg weiße Speisebohnen 22384,8 gegen 1845,2 im Juni d. J., 458,9 bezw. 100,6, 131,7 und 45,3 im Juli der Jahre 1921, 1916, 1915 und 1914,

für 1 kg Linsen 4071,0 gegen 3661,8 im Vormonat Juni, 911,8 im Juli 1921, 1685 und 55,0 im Juli der Jahre 1915 und 1914,

für 1 kg alte Eßkartoffeln 641,7 gegen 493,8 im Juni d. J., 185,8 bezw. 14,0, 13,7 und 9,0 im Juli der Jahre 1921, 1916 bis 1914 zurück,

für 1 kg neue Kartoffeln 1317,0 gegen 1893,9 im voraus⸗ gegangenen Juni, 215,8 bezw. 24,0, 22,6 und 13,4 im Juli der Jahre 1921 und 1916 bis 1914,

für 1 kg Eßbutter 18738, gegen 14 536,7 im Vormonat Juni, 4901,s bezw. 521,8, 367,0 und 260,4 im Juli der Jahre 1921 und 1916 bis 1914,

für 1 kg Weizenmehl. 934,4 gegen 925,8 im Juni d. J., 288,) bezw. 50,8, 534 und 38,2 im Juli der vier Vergleichsjahre,

für 1 kg Roggenmehl 8688 gegen 861,8 im Vormonat Juni, 274,5 bezw. 44,0. 46,9 und 29, im Juli der Vergleichsjahre,

für 1 kg Weißbrot (Semmel) 1137,0 gegen 1062,2 im Juni d. J., 309,1 bezw. 66,0, 69,4 und 52,8 im Juli der Ver⸗

gleichsjahre,

für 1 kg Roggengraubrot mit Zusatz von Weizenmeßl 858,5 gegen 796,9 im Vormonat Juni, 250,8 bezw. 39,1, 40 9 und 28,8 im Juli der Vergleichsjahre, 8

für 1 kg Reis 3733,9 gegen 2615, im Juni d. J., 721,7 bezw. 176,2, 129,7 und 49,0 im Juli der Vergleichsiahre,

für 1 kg gebrannten Kaffee 31 189° gegen 24 539,% im Vormonat Juni, 4913,7 bezw. 614,6, 338,4 und 308,8 im Juli der Vergleichsjahre,

für 1 kg Kaffee⸗Ersatz 3787, gegen 2857,5 im Juni d. J. und 729,8 im Juli des Vorjahrs (205,4 im Juli 1917)

für 1 kg harten Zucker 4560 gegen 3099,3 im Vormonat Juni, 817,3 bezw. 66,3, 62,1 und 50,2 im Juli der Jahre 1921 und 1916 bis 1914 zurück,

für 1 kg Speisesalz 318, gegen 244,9 im Juni d. J., 78,6 bezw. 23,8, 23,1 und 20,7/ im Juli der Vergleichsjahre,

(Preß⸗

für 1 kg ausländisches Schweineschmalz schmalz) 16 238 ‧° gegen 10 517¼ im Vormonat Juni, 2542,3 im Juli des Vorjahrs 1921, 331,s und 138,4 im Juli der Jahre 1915 und 1914,

für 1 kg Hafergrütze 3643,7 gegen 2401,s im Juni d. J., 629,0 bezw. 119,4, 133, und 50 ¼ im Juli der vier Vergleichsjahre 1921 und 1916 bis 1914 zurück,

für 1 kg Gerstengrütze 3175,7 gegen 2243,s im Vormonat Juni, 626,0 bezw. 107,8, 115,4 und 40,8 im Juli der Vergleichsjahre,

für 50 kg inländische Steinkohlen (Hausbrandkohlen) frei Keller 13 350,s gegen 10 189,0 im Juni d. J., 2295 bezw. 170, 165 und 135 im Juli der Vergleichsjahre,

für 50 kg in ländische Braunkohlenbriketts ge⸗ wöhnlichen Formats frei Keller 8877,8 gegen 6926,0 im Vormonat S 1786,2 bezw. 137,2, 127,4 und 105,4 im Juli der Vergleichs⸗ jahre, für 11 Petroleum 1967,7 gegen 1378,8 im Juni d. J., 522,2 bezw. 31,7, 37,6 und 20,6 im Juli der Vergleichsjahre,

für 11 Vollmilch 1066,2 gegen 888,8 im Vormonat Juni, 305,4 bezw. 29,9, 24,6 und 20,9 im Juli der Vergleichsjahre,

für 1 Hühnerei 700,2 gegen 521,8 im Juni d. J., 156,8 bezw. 26,0, 14,8 und 7,7 im Juli der Vergleichsjahre,

für 1 kg Roßfleisch 6778, z gegen 4951,7/ im Vormonat Juni, 1345,5 bezw. 350,0, 134,s8 und 89,0o im Juli der vier Ver⸗ gleichsjahre.

Für die Berechnung der Gesamtdurchschnitte der häufigsten Klein⸗ handelspreise für Mehl und Brot haben die noch bestehenden Höchstpreise als Grundlage gedient; Gesamtdurchschnitte der im Freihandel am häufigsten Preise, die in allen Marktorten sehr viel höher waren, sind nicht berechnet.

Die schon in den Vormonaten zumeist erheblich gestiegenen Kleinhandelspreise für Lebensmittel haben im Juli fast durch⸗ weg eine ganz bedeutende weitere Steigerungerfahren: für 1 kg gelbe Erbsen um 642 2, Bohnen um 539 ₰, Linsen um 410 ₰, alte Eßkartoffeln um 148 3„ Eßbutter um 4202 ₰, Weizen⸗ mehl um 9 ₰, Roggenmehl um 7 %‧, Weißbrot um 75 ₰, Roggengraubrot um 61 , Reis um 1119 ₰, Kaffee um 6650 Kaffee⸗Ersatz um 930 , Zucker um 1461 ₰o, Salz um 74 % ausländisches Schweineschmalz um 5721 ₰, Hafergrütze um 1242 ₰, Gerstengrütze um 932 %„ Milch um 177 und für ein Ei um 178 ₰. Dagegen ist der Preis für 1 kg neue Eßkartoffeln um 577 zurückgegangen. Die Preise für Brennmaterialien sind ebenfalls erheblich weiter gestiegen, und zwar für einen Zentner Steinkohlen um 3162 und für einen Zentner Braunkohlen⸗ briketts um 1951 4. Petroleum ist im Preise um 589 gestiegen.

Die Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts für August 1922.

Der Marksturz im Monat Angust hat eine Preissteigerung auf allen Gebieten der Warenwirtschaft ausgelöst, wie sie in der seit Jahresfrist andauernden Periode der fortschreitenden Geldentwertung noch nicht beobachtet wurde. Nach der Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts erreichte das deutsche Preisniveau im August das 179,8 fache des Friedensstandes. Diese Ziffer bezieht sich auf den Monatsdurchschnitt, der durch den Stand vom Ende des Monats August, wie ihn das Statistische Reichsamt in seiner Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ darstellt, erheblich übertroffen wird. Gegenüber dem Juli, in dem der Monatsdurchschnitt des deutschen Preisniveaus das 100,8 fache des Friedensstandes betragen hatte, stiegen die Großhandelspreise um 78,8 vH. Der Dollar wurde im Juli mit 493,22 ℳ, im August mit 1134,56 notiert und somit um 130 vH höher bewertet. Dieser Bewegung kommen die Einfuhrwaren am nächsten, deren Preise von dem 138,5 fachen auf das 324,9 fache des Friedensstandes oder um 134,5 vH empor⸗ schnellten, während die Preise der Inlandswaren um 62,2 vH von dem 93,“0 fachen auf das 150,s fache des Friedensstandes anzogen. Im einzelnen stiegen im Preise: Getreide und Kar⸗ toffeln von dem 93,3 fachen auf das 161,7 fache des Friedens⸗ standes; Fette, Zucker, Fleisch und Fische von dem 86,8 fachen auf das 159,2 fache, Kolonialwaren von dem 130,s sachen auf das 333, fache, Lebensmittel zusammen von dem 94, fachen auf das 173, fache, ferner Häute und Leder von dem 126,7 fachen auf das 395,4 fache, Textilien von dem 170, fachen auf das 352,8h fache, Metalle von dem 108,8 fachen auf das 256,7 fache, Kohle und Eisen von dem 96,8 fachen auf das 123,e fache, Industriestoffe zusammen von dem 112,1 fachen auf das 192,5 fache des Friedensstandes. (W. T. B.)

Verkehrswesen.

Aufhebung der Bäderflugposten Bremen Wangerooge und Hamburg Westerland. Der Flug⸗ vostdienst auf den Linien Bremen Wangerooge und Hamburg Westerland wird mit Ablauf des 15. September eingestellt. Auf der Linie Hamburg —Westerland verkehrt am 15. September nur noch eine Flugpost von Westerland nach Hamburg.

Handel uüê Gewerbe.

Die Elektrolytkupfe notierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung des „W. T. B.“ am 9. September auf 44 140 (am 8. September auf 43 036 ℳ) für 100 kg. Ausländische Banknoten vom 9. September.

Geld Brief

1363,60 1366,40 1359,60 1362,40 9930,— 9950,— 28971,— 29029,— 6118,75 61381,25 6018,75 6031,25 10589,25 10610,75 .52547,25 52652,75

Amerikanische Banknoten 1000 —5 Doll... 8 lrW Belgisch

3 für 100 Fr 9 Dänische für 100 Kr.. Englische

große (100 500 Lstrl.) 1 1 Lstrl. u. darunter.. Finnische 1“ Französische ö“ Holländische 9 8 Italienische ““ 5894,— 5906,— Norwegische 1T 627I18 Oesterreichische Afte (1000 Kt.) .. —,— besatss

4 alte (10 100 Kr.). . Heue (1000 Kt.) .. neue (10 u. 100 Kr.). 500 u. 1000 Lei. unter 500 Lei

Schwedische 6 100 Kr. für 100 Fr..

Schweizer 5 Tschecho⸗slow. Staatsnot., neue (100 Kr. u. darüber)

8 unter 100 Kr. Ungarische Banknoten ..

11“

1,80 1031,2 36036,— 25775,75 21121,25 4454,50 4454,50

63,10

1,70 1028,75

uauaaus uau a2

Rumänis che w 35964 21078,75 4445,50 4445,50 62,90

Telegraphische Auszablung.

Geld Zrie⸗ 55930,00 56070,00

riot Brief

Amsterdam⸗Rotterdam

Buenos Aires (Papier⸗ W1““

Brüssel und Antwerpen

-o8“

Foßeiee

Stockholm und Gothen⸗

Helsingfors.

Italien .

London

New York

Spanien.

Japan .

Rio de Janeiro

Wien (altess 161

Wien (Otsch.⸗Oesterr.), abgestemp.. 8

““

Budapest..

Sofia.

Koastantinopel.

494,3 521,32 ½ 10037,4 20 10611,70 22721,55 22778,45 [23770.25 29163,50 29236,50 30661,60

290 59 10 638 1

2953,70

36245,25 2953,70 5957,45 6107,67 1371,72

10663,35

25967,50 26032,50 [27340,75

21073,60 21126 22222,15

659,15 660

179,77

2946,30 6292,10 6411,95 1423,21

36154,75 2946,30 5942,55 6092,35 1368,28

10636,65

6428,05

1426,79

2740 22277,85

844

69, 9,90

1,79 ½ 4530,70 57,92 58,08 828,95 831,05

1,75 ½ 4519,30

Wie vom Eisen⸗ und Stahlwaren⸗Industriebund feld mitgeteilt wird, sieht sich uI Maschinenmesser⸗Bund (E. V.) infolge der enormen Ent wertung der Mark gezwungen, für seine Erzeugnisse den Verkau in ausländischer Währung einzuführen. Eine Berechnungs

522 67 ½

6307,90

11186,00 11214,00

grundlage ist in Gemeinschaft mit den an der Ausfuhr beteiligten

Kreisen ausgearbeitet worden und durch die Preisprüfungsstelle Werkzeuge Remscheid (Elberfelder Straße 77) zu beziehen. Diese Bestimmung tritt am 10. September 1922 in Kraft.

Paris, 7. September. (W. T. B.) Fran kreich vom 7. September (in Klammern Zu⸗ und Abnahme in

Vergleich zum Stande am 31. August) in Franken: Gold in den Kassen 3 583 635 000 (Zun. 474 000) Fr.,

Frank, Guthaben im Ausland 576 671 000 (Abn. 1000) Fr. vom Moratorium nicht betroffene Wechsel 1 816 173 000 (Abn. 373 110 000) Fr., gestundete Wechsel 33 770 000 (Abn. 486 000) Fr., Vorschüsse auf Wertpapiere 2 155 998 000 (Zun. 80 860 000) Fr., Vorschüsse an den Staat 23 900 000 000 (unverändert) Fr., Vor⸗ schüsse an Verbündete 4 288 000 000 (Zun. 3 000 000) Fr., umlauf 36 959 101 000 (Zun. 574 120 000) Fr., 23 279 000 (Abn. 26 741 000) Fr., Privatguthaben (Abn. 73 970 000) Fr. 8 Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 8. September 1922:

Ruhtrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen

Gestellt 21 371 Nicht gestellt. Beladen zurück⸗

I

Speisefette. 9. September 1922. Butter. rege bei abnehmenden Eingängen frischer Bulter. Die heutige amt⸗ liche Notierung ist: Einstandspreise per Pfund inkl. Faß frei Berlin Ia Qualität 235 ℳ, IlIa Qualität 215 225 ℳ, abfallende —,— ℳ. Margarine. Preisen. Schmalz. Nachdem

Die Nachfrage ist unverändert

die Preise zu Anfang der

(Bericht von Gebr. Gause.) Berlin, den

Ausweis der Bank von

Gold im Ausland 1 948 367 000 (unverändert) Fr., Barvorrat in Silber 285 990 000 (Zun. 166 000)

Noten⸗ Schatzguthaben 2 045 970 000

5

Ruhiges Geschäft bei unveränderten

Woche noch rückgängig waren, befestigten sie sich dann infolge der

Steigerung der Devisen wieder. Auch die Packerforderungen wurden

im Zusammenhang mit der Steigerung der Schmalzpreise an der

Chicagoer Produktenbörse erhöht. Die Konsumnachfrage war lebhaft. Die Notierungen vom 9. September waren: Choice Western Steam 217 ℳ, Pure Lard in Tierces 234 ℳ, do. kleinere Packungen 235 ℳ, Berliner Bratenschmalz 230 ℳ. Speck. Ruhig. Gesalzener amerikanischer Rückenspeck notiert 210 240 je nach Stärke. .“

Berlin, 9. September. (W. T. B.) Gro

preise in Berlin, oeffiziell festgestellt durch den

deutscher Großhändler der Nahrungsmittel⸗ und verwandten Branchen, Verbandsgruppe Berlin (E. V., Berlin). Die Preise verstehen sich für ½ kg ab Lager Berlin. Gerstenflocken, lose —,— ℳ, Gersten⸗ graupen, lose 50,50 56,00 ℳ, Gerstengrütze, lose 50,50 52,50 ℳ, Haferflocken, lose 57,50 64,50 ℳ, Hafergrütze, lose 58,00 64,50 ℳ, Hafermehl, lose —,— ℳ, Kartoffelstärkemehl —,— ℳ, Maisflocken, lose 47,50 49,50 ℳ, Maisgrieß 41,00 50,00 ℳ, Mais⸗ mehl 40,75 42,50 ℳ, Maispuder, lose 47,50 51,50 ℳ, Makkaroni, lose 71,00 73,00 ℳ, Schnittnudeln, lose 56,00 58,00 ℳ, Neis, Birma 56,35 58,00 ℳ, glaf. Tafelreis 64,40 87,60 ℳ, grober Bruch⸗ reis 44,75 50,00 ℳ, Reismehl, lose 44,75 49,25 ℳ, Reis⸗ grieß, lose 34,90 48,90 ℳ, Ringäpfel, amerik. 347,00 377,00 ℳ, getr. Aprikosen, cal. 537,00 570,00 ℳ, getr. Birnen, cal. —,— bis —,— ℳ, getr. Pfirsiche, cal. 210,00 255,00 ℳ, getr. Pflaumen 140,00 180,00 ℳ, Korinthen, 1921 Ernte 195,00 210,00 ℳ, Rosinen, kiup. carab., 1921 Ernte 143,00 - 153,00 ℳ, Sultaninen in Kisten 1921 Ernte 292,00 350,00 ℳ, Mandeln, bittere 213,00 225,00 ℳ, Mandeln, süße 357,00 382,00 ℳ, Kaneel 395,00 445,00 ℳ, Kümmel 190,00 bis 210,00 ℳ, schwarzer Pfeffer 225,00 235,00 ℳ, weißer Pfeffer 313,00 330,00 ℳ, Kaffee prime 388,00 398,00 ℳ, Kaffee superior 378,00 387,00 ℳ, Bohnen, weiße 44,75 57,00 ℳ, Weizen⸗ mehl 46,50 63,00 ℳ, Speiseerbsen 50,00 65,00 ℳ, Weizengrieß 51,50 bis 60,00 ℳ, Linsen 43,50 83,00 ℳ, Purelard 220,00 224,00 ℳ, Bratenschmalz 213,00 216,00 ℳ, Marmelade 54,00 125,00 ℳ, Kunst⸗ honig 45,00 50,00 ℳ, Speck, gesalzen, fett 228,00 233,00 ℳ, Corned beef 12/6 lbs per Kiste 10 700 10 900 ℳ, Auslandszucker, raffiniert 79,00 87,50 ℳ, Kernseife —,— ℳ.

11.“

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

Köln, 9 September. (W. T. B.) (Amtliche Devisenkurse.) Holland 53757,70 G. 53892,30 B. Frankreich 10786,50 G., 10813,50 B Belgien 10087,35 G. 10112,65 B., Amerika 1378,25 G. 1381,75 B., England 6162,25 G., 6177,75 B., Schweiz 26192,20 G., 26257,80 B. Italien 6022,45 G., 6037,55 B., Dänemark 29463,10 G. 29536,90 B., Norwegen 22871,35 G. 22928,55 B., Schweden 36529,25 G. 5692075 S. Spanien 21175,20 G. 2122659 B., Prag 4584,25 G.

Budapest 6491,00 G., 6509,00 B. 1 188,60 G., 192,00 vef XX“

anzig, 9. September. (W. T. B.) Noten: Amerikani 1368,63 G., 1371,37 B., Polnische 19,48 ¾ G., 19,51 ½ graphische Auszahlungen: London 6043,95 G., 6056,05 B., Holland 52447,50 G. 52552,50 B., Paris —,— G., —,— B., Posen 19,23 % G., 19,26 ½ B, Warschau 19,48 ½ G., 19,51 ½ B., Hanziger

rbe hne —,—.

Wien, 8. September. (W. T. B.) Notierungen der isen⸗ zentrale: Amsterdam 29 200,00 G., Berlin 5589,00 G., hagen 16 035,00 G., London 334 700,00 G., Paris 5804,00 G., ürich 14 235,00 G. Marknoten 5600,00 G., Lirenoten 3222,50 G.,

8

o⸗Slowakische

Noten 892,00 G., Tschech 9 Dollar 74 750,00 G.,

Ingoflawische 9 2485,00 G., Polnische Noten 979,00 G. Ungarische Noten 3270,00 G. 8

London, 8. September. (W. T. B.) Privatdiskont 2 , 4 % fundierte Kriegsanleihe 86,25, 5 % Kriegsanleihe 100,00, 4 % Sieges⸗ anleihe 88,50.

London, 9. C. Lieferung 35 ⅞. 1'8a ch, 2 September. B.) Devisenkurse. Berlin 9381. Wien 9,004¼, Prag 4 7,50. lland 205,00, New York 527,00, London 23,51, Paris 40,85, Italien 22,85, Brüssel 38,65, Kopen⸗ hagen 112,50, Stockholm 139,50, Christianig 88,00, Madrid 81,60, Buenos Aires 191, Budapest 0,22, Bukarest —,—, Agram 160,00, Warschau 0,07 ½.

„Amsterdam, 9. September. (W. T. B.) 5 % Niederlandisch. Stagtsanleihe von 1918 89,25, 3 % Niederländische Staats⸗ anleihe 64 ⅛, 3 % Deutsche Reichsanleihe Januar⸗Juli⸗Coupon 2—, Köntglich Niederländ. Petroleum 449,50, Holland⸗Amerika⸗ Linie 106,50, Atchison, Topeka & Santa —,—, Nock Island Southern Pacisic —,—, Southern Railway —,—, Union Pacisic 159,00, Anaconda —,—, United States Steel Corp. —,—. Behauptet. b

Amsterdam, 9. September. (W. T. B.) Devisenkurse. London 11,46 ½, Berlin 0,18 ½, Paris 19,97 ½, Schweiz 48,82 ½, Wien 0,003 ½, Kopenhagen 55,05, Stockholm 68,20, Chriftiania 42,90, New Yorz 257,00, Brüssel 18,35, Madrid —,—, Italien —,—, Budapest 11 Prag

Kopenhagen, 9. September. London 20,85, New York 469,00, Hamburg 0,38, Paris 36,35, Antwerpen 34,40, Zürich 89,00, Amsterdam 182,35, Stockholm 124,25, Christiania 78,10, Helsingfors 10,20, Prag 15,85.

Stockholm, 9. September. (W. T. B.) Devisenkurse. London 16,83, Berlin 0,29, Paris 29,40, Brüssel 27,85, schweiz. Plätze 71,55, Amsterdam 147,00, Kopenhagen 80,75, Christiania 63,00 Washington 365,50, Helsingfors 8,17, Prag 12,90.

„Christiania, 9. September. (W. T. B.) Devisenkurse. London 26,78, Hamburg 0,47, Paris 46,75, New York 602,00, Amsterdam

Pilber 35 ⅛, Silber auf

(W. T. B.)

(W. T. B.) Devisenkurse.

Noten

234,00, Zürich 114,25, Helsingfors 13,25, Antwerpen 44,00, Stock⸗ holm 159,50 Kopenhagen 128,75, Prag 20,15.

New Yorkt, 8. September. (W. T. B.) (Fonds⸗ und Aktien⸗ börse.) Die Mark notierte um 9,30 Uhr 0,07 ¼ bis 0,07 ¼ und fiel bis 10,30 Uhr auf 0,07 bis 0,07 ½. Der Schlußkurs war 0,07 ¼½, der höchste Kurs 0,07 ½, der niedrigste Kurs 0,06 ⅞. Nachbörslich wurde die Mark mit 0,07 bis 0,07 ½ gehandelt. Geldsätze 4, Wechsel auf London Cable Transfers 4,46,00, Wechsel auf London (60 Tage) 4,43,62, Wechsel auf Paris 7,74, Wechsel auf Amsterdam 38,85, Wechsel auf Berlin 0,07 ½, Wechsel auf Belgien 7,32, Wechsel auf Schweiz 19,00, Wechsel auf Madrid 15,48, Wechsel auf Rom 4,35, Silber Inland 99 ⅜, Silber Ausland 69 ¾. Atchison Topeka u. Santa 103 ¾, Atchison Topeka u. Santa pref. —, Baltimore u. Ohio 58 ½, Canadian Pacific 148 ½ ex., Chesapeake n. Ohio 77, Chicago, Milwaukee u. St. Paul 398 Chicago, Rock Island u. Pacific 47 ½, Denver und Rio Grande —,—, Erie 15v ⅞, Great Northern pref. 94 ¼, Illinois Central 113, Interborough Consolidated Corporation 1 ½, Kansas City u. Southern 25 ½4, Kansas City u. Southern pref. 57, Louisville u. Nashville 138 ½ Missouri Kansas u. Texas 13 ½, Missouri Pacific 22 ¾ National Railways of Mexiko 2nd pref. 4 ½ G., New Vork Central u. Hudson River 97 ¾, New York Ontario u. Western 26 ½, Norfolk u. Western 124 ⅝, Northern Pacific 88 ⅜, Pennsylvania 46 ¾, Reading 81 %, St. Louis u. San Francisco 30 ⅛, Southern 27 ¾, Southern Pacific 94, Texas Pacific 32, Union Pacific 151 ½, Wabash pref. 33 ½. American Car 63 ½, American Car u. Foundry 188 ½¼, American Hilde u. Leather 14, American Hilde n. Leather pref. 72 ½, American Smelting u. Refining 54 ½, Anaconda Copper Mining 55 ⅜, Bethlehem Steel Corporation „B“ —,—, Central Leather 41 ¼, International Mercantile Marine 17 ¼, International Mercantile Marine pref. 54, Studebaker Corporation 132 ¾, United States Steel Cor⸗ poration 104 ½, United States Steel Corporation pref. 121 v3. Aktienumsatz 1 000 000.

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

London, 8. September. (W. T. B.) Bei der Fortsetzung der Wollauktion kamen 12 900 Ballen der feinsten Sorten zum

Angebot. Die Nachfrage war bei voll beh ten

Frea setne Wollsorten ist die Tendenz den Verkäufern immer noch

ünstig.

Liverpvol, 8. September. (W. T. B.) Baumwolle.

Umsatz 6000 Ballen, Einfuhr 900 Ballen. Septemberlieferung

12,19, Oktoberlieferung 12,03, Novemberlieferung 11,94. 1 und brasilianische Baumwolle je 24 Punkte, ägyptische

kanische (W. T. B.) Die Tendenz am

25 Punkte niedriger. Manchester. 7. September.

Tuchmarkt war zurückhaltend, Garne waren stetiger. Watertwist

1 - 7 ½ d, Printerscloth 38 s.

Nr. 44 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“., herausgegeben im Reichsministerium des Innern am 1. Sep⸗ tember 1922, hat folgenden Inhalt: 1. Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende Juli 1922. 2. Versicherungswesen Zwischenfestsetzung der Ortslöhne und der durchschnittlichen Jahres arbeitsverdienste der land⸗ und forstwirtschaftlichen Arbeiter. 3. Steuer⸗ und Zollwesen: Erhöhung der Entschädigung der Ge⸗ meinden für die Erhebung von Reichsabgaben im Rechnungsjahre 1922. Abgabe eines mit Phtalsäurediäthylester versetzten Brannt⸗ weins durch die Monopolverwaltung. 4. Konsulatwesen: Er⸗ mächtigung zur Vornahme von Zivilstandshandlungen. Exequatur⸗ erteilungen.

Die am 8. September 1922 herausgegebene Nr. 4b des Zentral⸗ blatts für das Deutsche Reich hat folgenden Inhalt: 1. Allgemeine Verwaltungssachen: Ergänzung der Bestimmungen über Form und Inhalt der Anträge auf Ersatz von Kriegsschäden. 2. Handels⸗ und Gewerbewesen: Bekanntmachung über das Verbot der Einfuhr von Kakaoschalen, Kakaomasse und Hummern. 3. Militärwesen: Vertretung des Reichsfiskus in Angelegenheiten des Reichsheers usw. 4. Steuer⸗ und Zollwesen: Aenderungen der Verkaufspreise für Branntwein usw. 5. Konsulatwesen: Ernennung. Ermächtigung zur Vornahme von Zivilstandshandlungen. Exrequaturerteilungen.

Zeaeema emneceteve eRedssgecrecer Nus deenMennebeerreeee re e reeeemehe rnem rceü n erüeee err, ne eee ween

-. Untersuchungsfachen. 2. Aufgebote, Verlust⸗ u. Fundsachen, Zustellungen u. dergl. .Verfäufe Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. Verlosung ꝛc. von Wertpapieren. Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

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Anzeigenpreis für den Naum einer S gespaltenen Einheitszeile 33

FIh P⸗ G

Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften.

Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten. 3

Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. . Bankausweise.

Verschiedene Bekanntmachungen. 11. Privatanzeigen.

Anzeigen müssen brei Tage vor dem Einrückungstermin bei der Geschäftsstelle eingegangen sein.

[65404]

mer 26 177, 26 189, [65314] 8 1922.

In der St - gegen den Monteur tobert Schwickerath aus Kyllburg wird die Beschlagnahme des im Deutschen Reich befindlichen Vermögens des Schwicke⸗

In, Verlust geraten:

Abhanden gekommen: Norddeutsche Wollkämmerei⸗Aktien Num⸗ 26 192, 27 082. = 5/1000 plus Dividendenscheine

Berlin, den 9. 9. 1922, (Wp. 271/22.) Der Polizeipräsident. Abteilung IV. E.⸗D. Lörrach, den 14. August 1922. bis II. dem unterfertigten Gerichte

Nachlaß ist vorhanden.

gebotstermin zu meld en, widrigenfalls die Todeserklaärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen.

5000

26 862, tracht

legung des

Badisches Amtsgericht.

[653680 8 [65031]

ist ein Erbe nicht bekanntgeworden. Hier⸗ mit ergeht an alle, wandtschaftsverhältnisse zu Josefa Ebner zu stehen glauben und als Erben in Be⸗ kommen können, die Aufforderung, sich unter genauer Dar⸗ Verwandtschaftsverhältnisses spätestens 1. Dezember 1922 bei

jetzt unbekannten Aufenthalts, Beklagten, wegen Ehescheidung, wird der Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechts⸗ streits vor das Landgericht, zweite Zivil⸗ kammer, hier, auf den 24. November 1922, Vormittags 9 Uhr, geladen. Breslau, den 3. September 1922. Der Ge⸗

die in einem Ver⸗

öffentliche

[65041] Oeffentliche Justellung. Die Ehefrau Martha Schulz, geb.

zu melden. Ein Testament

richtsschreiber des Landgerichts. 2. R. 382/20.

rath aufgehoben. Das Landgericht, Strafkammer. 65313] Beschluß.

Der Oberreiter Gustav Thomas, zur⸗ zeit unbekannten Aufenthalts, geboren am 20. März 1884 in Gülichau, Kreis Lüben, welcher hinreichend verdächtig erscheint, sich einer unerlaubten Entfernung von seiner Truppe in der Absicht, sich seiner von ihm übernommenen Verpflichtung zum Dienste dauernd zu entziehen, der Fahnenflucht schuldig gemacht zu haben, Vergehen gegen 69 des Militärstrafgesetzbuchs vom 20. Juni 1872, wird auf Grund des § 12 des Gesetzes, betreffend Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit, vom 17. August 1920 für fahnenflüchtig erklärt.

Stolp, den 1. September 1922

Das Amtsgericht. v. Kleist

Inst⸗und Fundfachen, Zuftellungen u. dergl.

[65024] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll

am 14. November 1922, Vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle Berlin, Neue Friedrichstraße 13/15, drittes Stock⸗ werk, Zimmer Nr. 113—115, versteigert werden das in Berlin, Elisabethstraße 44, belegene, im Grundbuche von der Königstadt Band 130 Blatt Nr. 5641 (eingetragener Eigentümer am 25. August 1922, dem Tage der Eintragung des Versteigerungs⸗ vermerks: Der Lithograph Christian Her⸗ mann Porsch in Berlin) eingetragene Grundstück: a) Vorderwohnhaus mit rechtem Rückflügel, zwei linken Seiten⸗ flügeln und Hof mit abgesondertem Klosett, b) Doppelquerfabrikgebäude, Ge⸗ markung Berlin, Nutzungswert 12 750 ℳ, Gebäudesteuerrolle Nr. 834, in der Grund⸗ steuermutterrolle nicht nachgewieseu. Grund⸗ stückswert 227 000 ℳ. 85. K. 72. 22.

Berlin, den 6. September 1922.

Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abteilung 85. ——V—V 8 [65405] Beschluß.

Auf Antrag des A. van de Wynckele in Lille (Frankreich) wird bezüglich der ihm angeblich abhanden gekommenen Aktien der Phönix Aktiengesellschaft für Berg⸗ bau und Hüttenbetrieb in Hörde Nr. 54 271/54 272 zu 1200 ℳ, Nr. 69 886, 69 887, 82 208, 82 209, 82 210, 84 948 zu je 1000 die Zahlungssperre vor Einleitung des Aufgebotsverfahrens ver⸗ fügt und an die Phönix Aktiengesellschaft das Verbot erlassen, eine Leistung an einen anderen Inhaber der Aktien als den Antragsteller zu bewirken, insbesonder neue Zinsscheine oder einen Erneuerungs⸗ schein auszugeben.

Hörde, den 29. August 1922.

Das Amtsgericht.

zeichneten

Scheck Nr. 14 147 £ (engl. Pfund) 12. 8.—, HZE 1“ 8 . 1I11 1 19 11“ b 13. 8. Die Schecks sind auf London Joint City and Midlank Bank ausgestellt. Hamburg, den 7. September 1922.

Die Polizeibehörde.

Eeamnenn n eeumm

.

[65025] Aufgebst.

Der Eisenbahntechniker Reinhard Müller in Hanau, Frankfurter Landstraße 59, als Pfleger der minderjährigen Erna Lauter in Hanau, hat das Aufgebot des Mündel⸗ depotbuchs Nr. 26 der Reichsbank in Hanau beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 4. Dezember 1922, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Nußallee 17, Zimmer Nr. 17, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Hanan, den 23. August 1922.

Das Amtsgericht. Abteilung 4. [65028] Aufgebot.

Die Ehefrau des Arbeiters Karl Szymkowiak, Hedwig geb. Rother, in Breslau, hat beantragt, ihren verschollenen Ehemann, zuletzt wohnhaft in Ahlen i. W., für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 1. Mai 1923 vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 21, anberaumten Aufgebots⸗ termine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung zu erfolgen hat. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu geben vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebots⸗ termin dem Gericht Anzeige zu machen.

Ahlen, den 24. August 1922. 8

Das Amtsgericht.

[65029] Anfgebot.

Samuel Braunschweig in Kirchen hat

beantragt, seinen Bruder, den ver⸗ schollenen Handelsmann Hermann Braun⸗ schweig, geboren am 7. Januar 1871. in Kirchen, zuletzt wohnhaft in Kirchen, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch, den 21. März 1923, Mittags 8 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an⸗ beraumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.

Lörrach, den 18. Juli 1922. Amtsgericht Lörrach. Aufgebot.

Der Jakob Friedrich Wollmann in Haagen hat beantragt, den verschollenen Taglöhner Johann Friedrich Geitlinger, geboren am 9. Februar 1852 in Holzen, zuletzt wohnhaft in Haagen, für tot zu er⸗ klären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Freitag, den 23. März 1923, Vorm. 8 ½ Uhr, vor dem unter⸗ Gericht anberaumten

65030]

Die Mathilde Johanna Gerster, Zimmer⸗ straße 9 in Düsseldorf, ist ermächtigt worden, an Stelle ihrer Vornamen die Vornamen Hildegard Mathilde Jo⸗ hanna zu führen.

Amtsgericht Düsseldorf, den 24. August 1922.

Der Bergmann Josef Brezinski in Essen⸗Borbeck, geb. am 12. Februar 1897 in Jawori, Kreis Gostyn, führt an Stelle des Familiennamens Brezinski den Familien⸗ namen Breker. Diese Aenderung des Familiennamens erstréckt sich auch auf die Ehefrau und diejenigen minderjährigen Kinder des Genannten, die unter seiner elterlichen Gewalt stehen und seinen bis⸗ herigen Namen tragen. Ermächtig Justizministers vom 15. August 1922.

Der Eisenbahnschaffner Anton Paul Gajewski in Essen⸗Borbeck, geboren am 2. Dezember 1883 in Mühlbanz, Kreis Dirschau, führt an Stelle des Familien⸗ namens Gajewski den Familiennamen Gajen. Diese Aenderung des Familien⸗ namens erstreckt sich auf die Ehefrau und diejenigen minderjährigen Kinder des Ge⸗ nannten, die unter seiner elterlichen Ge⸗ walt stehen und seinen bisherigen Namen tragen. Ermächtigung des Justizministers vom 15. Juli 1922.

Essen⸗Borbeck, den 31. August 1922.

Das Amtsgericht.

[632 Aufgebot. Auf Antrag des Nachlaßpflegers C. Walther in Cochem, Mosel, werden hier⸗ mit die unbekannten Erben bezw. Erbes⸗ erben oder sonstigen Rechtsnachfolger des am 28. Februar 1917 zu Andernach ver⸗ storbenen Ernst Virgin aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte, die sie auf den Nachlaß des Ernst Virgin zu haben glauben, spätestens in dem vor dem unter⸗ zeichneten Gericht auf den 5. August 1923, Vorm. 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, widrigenfalls der Nachlaß den sich meldenden und sich legitimierenden Erben, Erbeserben oder sonstigen Rechtsnachfolgern, in Ermange⸗ lung dessen aber dem Fiskus verates werden wird, und der sich später meldende Erbe alle Verfügungen des Erbschaft⸗ besitzes anzuerkennen schuldig ist, weder Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen, sondern nur Herausgabe des noch Vor⸗ handenen fordern dürfen wird. Cochem, den 5. August 1922“ Das Amtsgericht. Theisen, Ger.⸗Ass. Ausgefertigt: Kannengießer, Gerichtsschreiber. [62459]) Oeffentliche Aufforderung. Am 26. Februar 1922 starb in der Heil⸗ und Pflegeanstalt Haar bei München die ehemalige Köchin Josefa Ebner, geb. 14. März 1846 in Obernzell, Amtsgericht Wegscheid. Sie war ledig und kinderlos. Ihre Eltern waren Johann und Therese Ebner, Bauerseheleute in Obernzell. Die Mutter starb am 3. Februar 1867. Josefa Ebner hatte einen Bruder Johann Ebner, geb. 19. April 1841, gestorben 9. Oktober 1894 in Obernzell, kinderlos. Bi

63972

32

Maler Paul Bartsch, früher in

hat sich bisher nicht gefunden. München, den 10. August Amtsgericht München. Vormundschafts⸗ und Nachlaßsachen.

[65036] Oeffentliche Zustellung.

Die Arbeiterfrau Martha Schneider, geb. Pestkowski, aus Paaris, Prozeßbevoll⸗ mächtigter: Rechtsanwalt Dr. Jacoby in Bartenstein, klagt gegen ihren Ehemann den Walzer Peter Schneider, unbekannten Aufenthalts, früher in Paaris, unter der Behauptung, daß der Beklagte sie im Jahre 1920 ohne Angabe seines Reise⸗ ziels verlassen und ihr seitdem keine Nach⸗ richt gegeben habe mit dem Antrage auf Scheidung der Ehe gemäß § 1568 B.⸗G.⸗B. Die Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts⸗ streits vor die erste Zivilkammer des Landgerichts in Bartenstein auf den 6. De⸗ zember 1922, Vormittags 9 ½ Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem ge⸗ dachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekanntgemacht.

Bartenstein, den 4. September 1922.

Der Gerichtsschreiber des Landgerichts.

[65037] Oeffentliche Zustellung.

Die Frau Luise Gauck, geb. Haase, in Berlin⸗Oberschöneweide, Rathenaustraße 9, Prozeßbevollmächtigter: Justizrat Dr. Willy Hahn, Berlin W., Lützowplatz 2, klagt gegen ihren Ehemann, den Schlosser Robert Ganck, aufhältlich in Amerika, in den Akten 26. R. 292. 22 wegen Ehescheidung, mit dem Antrag, die Ehe der Parteien zu scheiden und den Beklagten als allein Schuldigen an der Scheidung zu erklären. Die Klägerin ladet den Be⸗ klagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 16. Zivilkammer des Landgerichts II in Berlin SW. 11, Halle⸗ sches Ufer 29/31, Zimmer 144, auf den 12. Dezember 1922, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, sich durch einen bei diesem Gericht zugelassenen Rechtsanwalt als Prozeßbevollmächtigten vertreten zu lassen.

Berlin, den 2. September 1922.

Der Gerichtsschreiber des Landgerichts II, Zivilkammer 16. [65038] 1 In der Prozeßsache des Buchbinders Wilhelm Geppert, zurzeit im Zentral⸗ gefängnis in Cottbus, Klägers, Prozeß⸗ bevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Schwenk in Breslau, gegen seine Ehefrau, Anna Geppert, geb. Reinhardt, zutetzt in Breslau, zurzeit unbekannten Auf⸗ enthalts, Beklagte, wegen Ehescheidung, wird die Beklagte zur mündlichen Ver⸗ handlung des Rechtsstreits vor das Land⸗ gericht, 2. Zivilkammer, hier, auf den 3. November 1922, Vormittags 9 Uhr, geladen. Breslau, den 2. Sep⸗ tember 1922. Der Gerichtsschreiber des [65039]

In der Prozeßsache der Händlerin Frau Agnes Bartsch, geb. Thienelt, in Landeck, Zollstraße 1, Kläͤgerin, Prozeßbevollmäch⸗ tigter: Rechtsanwalt Justizrat Mamlok in Breslau, gegen ihren Ehemann, den

Stendal,

lassen und die gesamten

scheiden,

in Stendal auf

1922,

Gerichte zugelassenen

Bode,

Die Frau Marie Behn,

habe,

daß

Scheidung trage,

vor gerichts zember 1922, mit der Aufforderung, sich diesem Gerichte

Wrede, in Stendal, Ostwall 9, Prozef bevollmächtigter: Rechtsanwalt Nachtigal in Stendal, klagt gegen ihren Ehemann, den Lackierer Wilhelm Schulz, früher in jetzt unbekannten auf Grund der Behauptung, daß er die Klägerin ohne jeden Grund böswillig ver⸗

als Gerichtsschreiber des [65042) Oeffentliche Zustellung.

zugelassenen

Prozeß⸗

Aufenthalts,

Mobel ohne

Wissen der Klägerin verkauft habe, mit dem Antrage, die Ehe der den Beklagten für den allein schuldigen Teil zu erklären und ihm die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen. Die Klägerin ladet den Beklagt lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die zweite Zivilkammer des Landgerichts f den 9. Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, sich durch einen bei diesem Rechtsanwalt als Prozeßbevollmächtigten vertreten zu lassen. Stendal, den 7. September 1922.

Parteien zu

en zur münd⸗

Dezember

Landgerichts.

geb. Lenz, in

Salzwedel, Prozeßbevollmächtigter: Rechts⸗ anwalt Dr. Kamieth in Stendal, klagt gegen ihren Ehemann, den Aebeiter Gustav Behn, früher in Salzweldel, jetzt un⸗ bekannten Aufenthalts, auf Behauptung, daß der Beklagte ein Jahr lang sich in böslicher Absicht von der häuslichen Gemeinschaft ferngehalten und sich nicht um die Klägerin G mit dem Antrage, die Ehe der Parteien zu scheiden und auszusprechen, der Beklagte die Schuld an der und die Kosten des Rechtsstreits dem Beklagten aufzuerlegen. Die Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits die zweite Zivilkammer des Land⸗ in Stendal auf den 9. De⸗ Vormittags 9 Uhr,

Grund der

gekümmert

durch einen bei Rechts⸗

anwalt als Prozeßbevollmächtigten ver⸗

treten zu lassen.

Nienburg a. W.,

Berlin vom 30.

Erhöhung des Unterhalts

des 16. Lebensjahres eine

Breslau,!]

h ndlung des Rechtsstrei

80 nicht hat bereitfinden lassen, dem Antrage, 1. den Beklagten kosten⸗ pflichtig zu verurteilen, der Klaͤgerin vom 22. September 1921 ab bis zur Vollendung

Stendal, den 7. September 1922.

8 B 0 d e 1 uX“ Gerichtsschreiber des Landgerichts.

[65045] Oeffentliche Zustellung.

Die minderjährige Karla Behrens zu 1 vertreten Generalvormund, Hauptlehrer a. D. August Harms in Nienburg a. W., Prozeßbevoll⸗ mächtigter: Justizrat Dr. gegen den Schuhmacher, jetzigen Handels⸗ mann Karl Kasten, früher in Magde⸗ burg, Weinfaßstraße 3, auf Grund der Behauptung, daß der Beklagte als Vater der Klägerin laut Urteil des Amtsgerichts August 1918 8. E. R. 442/18 als Unterhalt 25 zu zahlen habe und sich zu der geforderten

durch den

Blume, klagt

auf monatlich mit

im voraus zu

entrichtende vierteljährliche Geldrente von 240 zu zahlen. 2. Zur mündlichen Ver⸗

der Be⸗