1922 / 229 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 11 Oct 1922 18:00:01 GMT) scan diff

§ 6. Kranke Kartoffelbestände außerhalb land⸗ wirtschaftlicher Betriebe. Werden außerhalb landwirtschaftlicher Betriebe krebskranke Kuollen gefunden, müssen auch die betreffenden Kartoffelbestände nach den Anweisungen der Ortspolizeibehörde für technische Zwecke (Brennen ꝛc.) oder anderweit unschädlich an Ort und Stelle ver⸗ wendet werden. § 7. Gemeindebehörden.

„Die Ortspolizeibehörde kann ihre Befugnisse der

behörde übertragen.

§ 8. Strafvorschriften. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Vorschriften werden nach F 2 der Bekanntmachung vom 30. Auguft 1917 in Verbindung nit § 1 des Reichsgeldstrafengesetzes vom 21. Dezember 1921 (RGBl. S. 1604) mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafen bis zu 100 000 oder mit einer dieser Strafen geahndet.

9 ([asttreten. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. Beerlin, den 27. September 1922. Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Dr. Wendorff.

Anhang.

Nach dem Flugblatt Nr. 53 der Biologischen Anstalt für Land⸗ und Forstwirtschaft vom Mai 1914 ist der Kartoffelkrebs daran erkenntlich, daß man an den Knollen Wucherungen von ver⸗ schiedener Größe und Form findet, deren Oberfläche warzig und später oft zerklüftet ist, so daß sie zuweilen an manche Sorten von Badeschwämmen erinnern. Manchmal erscheinen sie nur wie kleine Warzen, oft sind es große Auswüchse, nicht selten endliche ist von der eigentlichen Knolle nichts mehr zu erkennen und an

Gemeinde⸗

ihrer Stelle finden sich schwammartige Mißbildungen, die nur durch den Ort ihres Vorkommens erkennen lassen, daß sie ursprünglich aus jungen Kartoffeln entstanden sind. Anfänglich sind alle diese Miß⸗ hildungen hellbraun und fest. Später werden sie dunkelbraun und und zerfallen allmählich, indem sie bei trockenem Wetter verschrumpfen und zerkrümeln, bei nassem verfaulen. 8

Da die Krankheit alle jungen Gewebe ergreifen kann, so findet man Krebswucherungen außer an den Knollen auch an anderen Teilen der Pflanze. Meistens werden die Knollen, die Wurzelzweige und die unterirdischen Stengelteile ergriffen. Wenn die jungen Triebe aber längere Zeit brauchen, um aus dem Boden herauszukommen, oder wenn längere Zeit feuchtes Wetter herrscht, bilden sich auch an den Blattknospen der oberirdischen Stengel Geschwülste, an denen man nicht selten noch erkennen kann, daß sie aus Blattanlagen hervor⸗ gegangen sind Die oberirdischen Pflanzenteile sind ebenso wie die am Licht liegenden Knollenauswüchse grün, oft mit einem weißlichen oder rötlichen Ton.

Aenderung der Prüfungsordnung der Kreistierärzte. Die Vorschrift in § 23 Absatz 1 der Prüfungsordnung für Kreistierärzte vom 28. Juni 1910 wird wie folgt geändert: Die Gebühren für die gesamte Prüfung betragen . 600 ℳ, und zwar für die schriftliche Prüfung. 180 ℳ, für die praktisch⸗mündliche Prüfunnga. .300 ℳ, für sächliche und Verwaltungskosten... 120 ℳ. Die Vorschrift tritt vom heutigen Tage ab in Kraft. Soweit die Prüfungsgebühren von den zur Prüfung zu⸗ gelassenen Tierärzten bereits bezahlt sind, wird von der Er⸗ hebung der erhöhten Gebühren abgesehen. Berlin, den 9. Oktober 1922. Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

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Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Der Studienrat Bock vom Friedrichs⸗Kollegium in Königsberg i. Pr. ist namens des Preußischen Staatsministeriums zum Oberstudienrat ernannt worden.

Bekanntmachung. Der Handelsfrau Anna Baier in Löwenberg in Schlesien, Goldberger Straße, ist auf Grund der Bekannt⸗ machung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom

23. September 1915 (RGBl. S. 603) der Handel mit Lebens⸗ mitteln wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handels

betrieb untersagt worden. Die durch das Verfahren verursachten Auslagen, insbesondere die Gebühren für die Veröffentlichung im

Reichs⸗ und Staatsanzeiger sowie im Kreisblatt, fallen der p. Baier zur Last. 3 Löwenberg, den 6. Oktober 1922. Der Landrat. Schmilian.

Nichtamtliches.

““ Deutsches Reich.

Die vereinigten Ausschüsse des Reichsrats für Steuer und Zollwesen und für Volkswirtschaft, die vereinigten Ausschüsse für Volkswirtschaft, für Haushalt und Rechnungswesen und für Rechtspflege sowie die vereinigten Ausschüsse für Volks wirtschaft und für Haushalt und Rechnungswesen hielten heute Sitzungen. .

Nachrichten über den Stand d

Zusammengestellt im Statistischen

Anfang Oktober war der Stand der Saaten: Nr. 3 mittel (durchschnittlich),

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Anfang Oktober war der Stand der Saaten: Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (durchschnittlich), Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering. Be⸗ Runkel⸗ Klee

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Deutsches Reich Oktober 1922

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Bemerkungen.

Allgemeines.

Die Hoffnung, daß der September noch einen wärmeren Nach⸗ sommer bringen würde, hat sich nicht erfüllt. Die Witterung im Mrichtemonat war durchweg veränderlich, jedoch überwiegend trübe, windig und naß bei meist niedrigen Tagestemperaturen und sehr kühlen Nächten. In der zweiten Septemberhälfte heiterte das Wetter bei meist kühlen nordöstlichen Winden in verschiedenen Gegenden des Reichs auf. In der letzten Woche des Monats blieb es bei scharfen Ostwinden zumeist trocken uvnd sonnig. Dabei gingen die Tempe⸗ raturen des Nachts sehr tief herab so daß in Ostpreußen und Hinter⸗ pommern bereits die ersten Nachtsröste vorkamen.

Die Niederschläge, zwar nicht so reichlich wie im Vormonat, waren immerhin noch sehr ergiebig und verzögerten die schon ver⸗ spätete Getreideernte noch mehr. Baden berichtet, daß im Hoch⸗ schwarzwald schon Schnee gefallen sei.

Die Getreideernte ist wegen der unbeständigen Witterung noch nicht überall beendet. In vielen Gegenden steht Sommerweizen und Hafer noch auf dem Felde. Ueber Auswuchs und sonstige Nässe⸗ schäden wird mit Ausnahme von Württemberg trotzdem wenig ge⸗

klagt, da die meist lebhaften Winde eine anhaltende Feuchtigkeit nicht aufkommen ließen. 8 11“

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In der obenstehenden Uebersicht bedeutet ein Strich (—), daß die betreffende Frucht gar nicht oder nur wenig angebaut ist ein P Die Saatenstandsnoten sind bei jeder Fruchtart unter Berücksichtigung der Anbaufläche und des Ertrags berechnet worden.

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Die Ackerbestellung für die Herbstsaat ist im östlichen Deutsch⸗

land meist beendet, in den übrigen Gegenden voll im Gange, wird aber bei der Nässe im Boden unliebsam verzögert.

Bei der kühlen Witterung machen sich nur sehr wenig Schäd⸗ linge bemerkbar. Das Auftreten von Mäusen ist nur vereinzelt fest⸗ gestellt worden, dagegen wird in Westsalen und in der Rheinprovinz mehrsach über Ernteschäden durch Sperlinge Klage geführt.

Preußen berichtet, daß an Stallmist infolge der knoppen Streu⸗ mittel fühlbarer Mangel herrsche und der künstliche Dung kaum be⸗ zahlt werden könne, da die Preise in keinem Verhältnis zu denen des Umlagegetreides ständen.

Hackfrüchte.

Die Kartoffelernte wird fast überall als recht befriedigend an⸗ gegeben. Auf tief gelegenen schweren Böden ist zwar Neigung zur Fäulnis vorhanden, jedoch wird hervorgehoben, daß sich die Kartoffeln trotz der anhaltenden Feuchtigkeit recht widerstandsfähig gezeigt haben. Man rechnet im allgemeinen mit einer guten Mittelernte.

Die Zucker⸗ und Runkelrüben haben sich bei der feuchten Witterung weiter günstig entwickelt. Stellenweise sind sie etwas zu üppig ins Kraut gewachsen, wodurch die Rüben kleiner geblieben sind. Bei den Zuckerrüben wird der zu erwartende gute Ertrag an Menge durch geringeren Zuckergehalt gegenüber dem Vorjahr merkbar ein⸗

Statistisches Reichsamt. Delbrück.

Dagegen im September 1922

1922 1921

1913

geschränkt. Die Kohlrüben werden ungünstig trtei fach durch Erdflöhe Raupen und Blattläuse geschädigt sind.

Als Reichsnote wurde bei den Kartoffeln 2,4 gegenüber dem Vormonat 2,5, den Zuckerrüben 2,5 (2,5) und den Runkelrüben 2,5 (2,5) ermittelt.

Futterpflanzen und Wiesen.

Die Berichte über den Stand der Futterpflanzen und Wiesen lauten fast durchweg recht günstig. Allerdings ist unter dem Einfluß der feuchten Witterung die Nachmahd (Grummet) bisher nur zum Teil unter Dach gekommen; erhebliche Mengen sind in schlechtem Zustande eingebracht oder durch Nässe verdorben. In Mecklenburg⸗ Schwerin und Mecklenburg⸗Strelitz sind tiefgelegene Wiesen vielfach überschwemmt, und es steht hier zu befürchten, daß der zweite Schnitt überhaupt nicht mehr zu ernten ist. Im allgemeinen ist der Ertrag meistens größer als der des ersten Schnitts, wodurch die knappen Vorräte an Rauhfutter wesentlich aufgebessert werden. Die jungen Kleeschläge haben sich gut entwickelt und geben reiche Erträge.

Allgemein wird hervorgehoben, daß eine reiche Herbstweide zur Verfügung stehe. Hierdurch wird es ermöglicht, zur Schonung der Heuvorräte den Weidegang so lange als möglich auszunutzen.

Im Reichsdurchschnitt stellte sich die Note für Klee auf 2,6 (gegen 2,9 im Vormonat), für Luzerne anf 2,4 (2,5), für Be⸗ wässerungswiesen auf 2,3 (2,4) und für andere Wiesen auf 2,6 (2,7).

Steand der Reben und Güte der Prauben

Anfang Oktober 1922.

Note 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering. Zwischenstufen sind durch Zehntel ausgedrückt.

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September 1922 . August 1922 . Oktober 1921 1 Bemerkungen. 8 8 Preußen. Der Staatsdurchschnitt für den Rebstand, der als Anhalt für die voraussichtliche Ertragsmenge an Most anzusehen ist verspricht mit 2,3 eine fast gute Ernte. Leider blieb die im Sep⸗ tember erwartete sonnige und warme Witt rung aus, so daß sich kein Qualitätswein entwickel ie Note für die Güte Traub S b ckeln konnte. Die Note für die Güte der Trauben stellt sich daher im Staatsdurchschnitt mit 3,3 nur auf „knapp mittel“ gegen „fast sehr gut“ (1,2) im Vorjahre. Durch die anhaltende un⸗ beständige und kühle Witterung hat sich vielfach Rohfäule eingestellt; auch Lederbeeren haben sich in Menge gebildet. Ueber Schädlinge wird wenig geklagt; hier und dort ist jedoch der Sauerwurm merkbar aufgetreten.

Bayern. In den Weinbergen trübt das andauernde Regen⸗ wetter die Weinaussichten. Die Traubenreife ist zumeist noch un⸗ genügend. Traubenfäule setzt namentlich bei dünnhäutigen und dicht⸗ beerigen Sorten ein. Auch Peronospora tritt häufig auf. Die Aus⸗ sichten auf einen durch Güte befriedigenden Ertrag sind nicht allzu günstig, da den Trauben zumeist der Zuckergehalt mangelt.

„Württemberg. Der Weinstock hat unter der September⸗ witterung empfindlich gelitten. Durfte noch im Monat August bei dem vorgeschrittenen Stand der Reife hinsichtlich der Qualität ein sehr guter und hinsichtlich der Menge ein so großer Ertrag wie schon lange nicht mehr erhofft werden, so haben sich diese Aussichten infolge der nassen Septemberwitterung sehr vermindert, wenn es auch trotzdem nicht gerade schlecht in den Weinbergen steht; zwar zeigt sich an den Trauben teils in schwächerem, teils in stärkerem Grade Fänlnis und Schimmel, so daß bereits mit der Vorlese begonnen werden mußte. Bei Fortdauer der seit Beginn des Oktobers eingetretenen warmen Witterung ist aber zu hoffen, daß die Hauptlese nach Menge und Güte ein immerhin noch zufriedenstellendes Erzeugnis liefern werde.

Baden. Die Reben haben sich auf dem Stand von Anfang September gehalten. Dies dürfte jedoch nur bezüglich der zu er⸗ wartenden Menge Geltung haben, während die Qualztät weniger günstig beurteilt wird. Die Ungunst der Witterung, insbesondere das Fehlen von sonniger Wärme, hat das Ueberhandnehmen des Sauer⸗ wurms gefördert. Die Traubenreife geht ungleichmäßig voran, die Traubenfäule greift weiter um sich, und es muß deshalb in manchen Gegenden zu früh geherbstet werden. Infolgedessen läßt das da und dort schon geherbstete Erträgnis zwar an Menge nichts, an Güte dagegen erheblich zu wünschen übrig.

„Hessen. Der Behang der Reben ist gut; infolge der nassen Witterung müssen aber an manchen Orten die Trauben wegen starker Fäulnis gelesen werden, ohne reif zu sein. 8

Parlamentarische Nachrichten.

Im Reichstagsausschuß für soziale Angelegen heiten mwurden gestern die Aenderungen des Versicha⸗ rungsgesetzes für Angestellte weiter behandelt. Zunächst wurde, um der drückendsten finanziellen Not einzelner Krankenkassen zu steuern, gemäß einem Antrage des Abg. Brüninghaus (D. Np.) ein Beschluß gefaßt, wonach die Reichsregierung sofort Maßnahmen ergreifen solle, die dazu führen, den Krankenkassen, die sich bis zum 10. Oktober d. J. an die Reichsregierung wegen der Ueberlassung von kurzfristigen Darlehen gewandt haben, solche Darlehen zu ermöglichen. Alsdann wurden die Gehaltsklassen, die Monatsbeiträge und die Steigerungssätze für die Angestelltenversicherung eingehend durch⸗ beraten. An, den neuen Vorschlägen der Regierung kritisierten vor allem die Abgg. Hoch (Soz.) und Giebel (Soz., daß die vorgelegten Tarife ganz nach den Gesichtsvunkten der Versicherungsmathematik und der Verwaltungstechnik auf⸗ gestellt worden seien, so daß die Arbeitnehmer mit geringerem Einkommen relativ stärker belastet seien als die Angestellten mit höherem Gehalt. Das entspräche aber nicht den sozialen Ge⸗ danken,“ denen das Angestelltenversicherungsgesetz zu dienen habe. Von seiten der Regierung wurde das Nrinzip der geringeren Belastung des wirtschaftlich weniger leistungsfähigen Versicherungs⸗ nehmers durchaus anerkannt, anderseits aber darauf hingewiesen, daß auch die Grundlagen aller Versicherungstechnik nicht einfach unbe⸗ rücksichtigt gelassen werden dürften, weil sonst ein geordnetes Ver⸗ sicherungssystem unmöglich gemacht werde und durch eine Schädigung des Versicherungsträgers auch alle Versicherten Nachteile erlitten. Nach weiterer Aussprache vertagte sich der Ausschuß auf heute.

Der wirtschaftspolitische Ausschuß des vorläufigen Reichs⸗ wirtschaftsrats, der Unterausschuß für Landwirtschaft und Ernährung sowie der Arbeitsausschuß zur Regelung der Sonntags⸗ ruhe hielten heute Sitzuugen.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.

Dem Reichsgesundheitesamt ist der Ausbruch der Maul⸗

und Klauenseuche vom Schlachtviehhofe in Dresden am

9. Oktober 1922 gemeldet worden. v““

Handel und Fewer

bit Ablauf des 14. Oktober 1922 wird laut Meldung des

T. B.“ die bisher in Kirchen bestehende, von der Reichsbank⸗ stelle in Siegen abhängige Reichsbanknebenstelle nach Betzdorf (Sieg) verlegt.

Der Verein Pentscher 1— Gießereiverband Düsseldorf) sah sich laut Meldung es „W. T. B.“ veranlaßt, infolge der weiteren erheblichen Er⸗ böhungen der Roheisenpreise die zurzeit bestehenden Gußwarenpreise ab 11. Oktober bis auf weite es um 20 vH zu erhöhen.

Der gemeinschaftliche Richtpreisausschuß tagte, wie „W. T. B.“ aus Düsseldorf meldet, gestern in Düsseldorf zum Zwecke der Neuregelung der seit dem 11. September d. J. nicht geänderten Eisenpreise. Die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere die gewaltige Verschlechterung des deutschen Markkurses in letzter Zeit und die ganz erhebliche Steigerung aller Gestehungs⸗ kosten, wie z. B. der Erzbezüge, Kohlenpreise, Frachten usw. wurde eingehend erörtert. Nach gründlicher Durch⸗ prüfung aller preisbestimmenden Faktoren ergab sich die Notwendigkeit, die Preise den veränderten Verhältnissen nunmehr durch eine Steigerung von 67,7 vH anzupassen. In voller Uebereinstimmung setzte der Richtpreisausschuß dementsprechend die folgenden Werkgrundpreise für 1000 Kilogramm in Thomashandels⸗ güte mit bekannten Frachtgrundlagen ab 11. Oktober d. J. fest: Rohblöcke 57 640, Vorblöcke 63 630, Knüppel 66 290, Platinen 68 190, Formeisen 77 680, Stabeisen 78 700. Universaleisen 85 510, Bandeisen 91 280, Walzdraht 84 520, Grobbleche 5 mm und darüber 88 460, Mittelbleche 3 bis unter 5 mm 100 170, Feinbleche 1 bis unter 3 mm 109 960, Feinbleche unter 1 mm 116 970. Für Lieferung in Siemens⸗Martin⸗Handelsgüte gelten ab 1. Oktober folgende Mehr⸗ preise: Rohblöcke 2830, Vorblöcke 3200, Knüppel 3400, Platinen 3500, Formeisen 3440, Stabeisen 3500, Universaleisen 3820, Band⸗ eisen 3820, Walzdraht 3740, Grobbleche 5 mm und darüber 4060, Mittelbleche 3 bis unter 5 mm 4160, Feinbleche 1 bis unter 3 mm 4160, Feinbleche unter 1 mm 3790.

Die Verkaufsstelle vereinigter Fabrikanten isolierter Lei tun 9 sdrä hte, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (V. L. G.). Berlin SW. 61, Tempelhofer Ufer 11, teilt laut Meldung des „W. T. B.“ mit, daß für alle Lieferungen ab 11. d. M. bis auf weiteres folgende Teuerungszuschläge auf Preisliste Nr. 12 maßgebend sind: NGA, NGAB, NGAF, NGAT, NGAZ 1 bis 2,5 qmm, NFA schwarz imprägniert 220 vH, NGA, NGAB, NGAF, NG⁴AT, NGAZ. 4 qmm und stärker 180 vH, NPL, NPILR, NPLS, NSX, NFA mit Glanzgarnbeflechtung sowie für alle übrigen Typen 250 vH.

„— Der Verein Deutscher Schleifmittelwerke hat mit Wirkung vom 7. d. M. seine Ausgleichsätze für Schleifscheiben aus Korund aller Bindungsarten auf 1750 vH und aus Stlizium⸗Karbid aller Bindungsarten auf 1600 vH erhöht. Diese Ausgleichsätze kommen auf die Grundpreise plus stabilen Teuerungszuschlägen zur Berechnung.

„— Auf Grund der Verordnung des Bundesrats, betreffend die Bilanzen von Aktiengesellschaften usw., die Vermögen im Auslande oder in den deutschen Schutzgebieten haben, vom 25. Februar 1915 hat laut Meldung des „W. T. B.“ der Herr Reichsminister des Auswärtigen auf Antrag der Deutsch⸗ Asiatischen Bank die in deren Statut für die Aufstellung der Inventur und Bilanz, der Gewinn⸗ und Ver⸗ lustrechnung und des Geschäftsberichts sowie für die Abhaltung der ordentlichen Generalversammlung festgesetzten Fristen für die Geschäftsjahre 1915, 1916, 1917, 1918, 1919, 1920 und 1921 um weitere je sechs Monate, d. h. für die genannten sieben Geschäftsjahre bis Ende April bezw. Ende Juni 1923, verlängert.

Nach dem Bericht der Vereinigten Königs⸗ und Laurahütte Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb über das Geschäftsjahr 1921/22 haben im Gegensatz zum Vorjahre die Hütten zu dem Gesamtgewinn weniger beigetragen als die Gruben, da die Gruben bei der seit langem unbegrenzten Aufnahmefähigkeit des Kohlenmarktes nur von der Förderung und Verladung abhängen und alsbald in den Genuß der beschlossenen Preiserhöhungen gelangen, während die Eisenhütten zumeist erst nach Monaten in den Besitz des Geldes kommen, und häufig erst dann, wenn die Preise durch zwischenzeitliche Selbstkostensteigerungen überholt oder schon verlustbringend geworden sind. Die Steinkohlenförderung, welche im Vorjahre 2 596 200 t betrug, konnte im Berichtsiahre bei aunnähernd, gleichgebliebener Arbeiterzahl um 9581 ' gesteigert werden. Dagegen übertraf die verkaufte Menge mit 1 583 204 t = 61 % des Gesamtabsatzes die vorjährige um 162 042 t. Die für Bauten und Grunderwerb sowie Neuanschaffungen im Berichtsjahre verausgabten Beträge beliesfen sich auf insgesamt 25 288 414 ℳ. Die beiden Hüttenwerke Katharinahütte und Blachownia stehen nach wie vor unter Zwangsverwaltung und haben zum Jahresgewinn der Gesellschaft nicht beigetragen. In den letzten Monat des Berichtsjahres fiel der Tag, an dem die sämtlichen ober⸗ schlesischen Werke der Gesellschaft mit den durch den Genser Spruch vom Deutschen Reiche abgelösten Teilen Oberschlesiens unter polnische Staatshoheit kamen. Der nach Abzug der Abschreibungen verfügbare Jahresreingewinn beläuft sich auf 80 318 184 ℳ. Der bevorstehenden Generalversammlung wird die erneute Stärkung der Rücklagen, nämlich von 15 Millionen Mark für den Selbstversicherungsfonds, von 15 Millionen Mark für den Hochofenerneuerungsfonds, von 14 Millionen Mark für den Deltrederefonds und von insgesamt 18,8 Millionen Mark für den Wohlfahrtsfonds vorgeschlagen werden. Aus dem alsdann noch verbleibenden Reingewinn soll die Verteilung von 30 vH auf das Grundkapital von 54 Millionen Mark beschlossen und der nach Zahlung der Tantieme übrig bleibende Rest von 80 120,56 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Ferner wird in der General⸗ versammlung die Erhöhung des Grundkapitals von 54 Millionen Mark auf 162 Millionen Mark beantragt werden. Die Verteuerung der gesamten Produkten⸗ und Materialienwirtschaft, die Erhöhung der Löhne und Gehälter und die mit den größeren Erlösen wachsenden Außenstände machten die bestehenden Bankauthaben und regelmäßigen Eingänge gegenüber dem monatlichen Geldhedarf unzureichend. Im Juni 1914 betrug bei höheren Leistungsziffern der Geldbedarf für Löhne noch 2,7 Millionen Mark, im Juni 1922 dagegen 132,6 Mil⸗ lionen Mark, im August d. J. das Dopz elte, im September fast das Dreifache davon. Die Erzeugung der Werke betrug im Be⸗ richtsjahr in t (Vorjahr in Klammern) Steinkohlen 2 605 781 (2 596 200), Roheisen 121 418 (131 740), Gußwaren 11 484 (14 252), Walzeisen 209 059 (205 446), Röhren 17 898 (14 398), der Verkauf an Fremde, Steinkohlen 1 583 204 (1 421 162), Roheisen 29 717 (6573), Gußwaren 2943 (3760), Walzeisen 181 793 (135 649), Röhren 19 419 (10 932). Der in das neue Geschäftsjahr hin⸗ übergenommene Auftragsbestand für die Hütten um⸗ faßt einen Wert von mehr als einer Milliarde Mark, d. i. das Zehnfache des vorjährigen, nicht allein wegen der gegen das Vorjahr etwa 5—7 mal höheren Preise, sondern auch wegen der im Vertrauen auf die Marktlage von der Kundschaft in Auftrag gegebenen größeren Mengen.

Aufsichtsrat der Capito & Klein Aktien⸗ gesellschaft, Benrath⸗Rhein, hat laut Meldung des „W. T. B.“ beschlossen, der am 31. Oktober. 1922 stattfindenden Generalversammlung die Verteilung von 50 pvH auf 5 000 000 Aktienkapital vorzuschlagen. Déer Gencralversammlung wird ferner der Antrag unterbreitet werden, die Verwaltung zu einer Er⸗ höhung des Aktienkapitals um bis zu 15000 000 zu ermächtigen. Von dieser Ermächtigung dürfte zunächst höchstens für einen Betrag ven 5 000 000 Aktien Gebrauch gemacht werden, wobei ein Bezugsrecht der Aktionäre in Aussicht genommen ist.

Die Deutsche Steinzeugwarenfabrik für Kanalisation und chemische Industrie, Friedrichs⸗ feld in Baden, beruft auf Sonnabend, den 4. November 1922, eine außerordentliche Generalversammlung ein zwecks Beschlußfassung über die Erhöhung des Grundkapitals uüm bis 10 Millionen Mark, wobei den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt werden soll. New WMork WDREbee“

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and des Stahltrustes hat sich betrachtlich erhöht. Er

betrug am 1. Oktober 6 692 000 t gegen 5 950 000 t im Vormonat

und 4 561 000 t zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die entsprechenden

Ziffern in den Jahren 1920, 1919 und 1918 waren 10 375 000 bezw.

.6 285 000 und 8 298 000 t.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 9. Oktober 1922:

Ruhrrevier Oberschlesisches Revie Anzahl der Wagen

Gestellt Nicht gestellt .. Beladen zurück⸗

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Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinfgung für deutsche Elektrolytkupfernoti; stellte sich laut Berliner Meldung des „W. T. B.“ am 10. Oktober auf 96 755 (am 9. Oktober

auf 82 764 ℳ) für 100 kg.

Kartotfelpreise der Notierungskommission des Deutschen Landwirtschafisrats. Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mark je Zentner ab Verladestation:

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400 420

weiße rote Kartoffeln I 368 380 368 380 Stettin, 10. Oktober: 390 Hamburg, 9. Oktober: 340 360 Hannover, 9. Oktober: 385 350 Dresden, 9 Oktober: 350 380 350 380 Breslau, 8. Oktober: 300 300 Schwerin. M., 9. Oktober: 380 400 330 340 450 475 Stuttgart, 9. Oktober: 5 Neckarkreis 315 335 280 300 330 350 1 übriges Land 280 300 270 280 300 320 München, 2./7. Oktober: Weiße und gelbe aus dem südlichen Bayern 300 330, Umgebung Münchens 330 365, weiße und gelbe aus Mittelfranken und Oberfranken 300 330, aus Unterfranken 280 bis 300, rote füdbayerischer Herkunft 300 310.

Berlin, Oktober. (W. T. B.) Broßhand preise in Berlin, offiziell festgestellt durch den Verband deutscher Großhändler der Nahrungsmittel⸗ und verwandten Branchen, Verbhandsgruppe Berlin (E. V., Berlin). Die Preise verstehen sich für ½ kg ab Lager Berlin. Gerstenflocken, lose —,— ℳ, Gersten⸗ graupen, lose 78,00 81,00 ℳ, Gerstengrütze, lose 78,00 79,00 ℳ, Haferflocken, lose 110,00 113,00 ℳ, Hafergrütze, lose 105,00 107,00 ℳ, Hafermehl, lose —,— ℳ, Kartoffelstärkemehl 72,00 75,00 ℳ, Maisflocken, lose 70,75 71,75 ℳ, Maisgrieß 87,00 94,00 ℳ, Mais⸗ mehl 82 00 85,00 ℳ, Maispuder, lose 105,25 106,25 ℳ, Makkaroni, lose 120,00 127,00 ℳ, Schnittnudeln, lose 95,00 100,00 ℳ, Reis, Burma 114,00 116,00 ℳ, glas. Tafelreis 118,00 172,00 ℳ, grober Bruch⸗ reis 84 00 103,00 ℳ, Reismehl, lose 91,50 95,50 ℳ, Reis⸗ grieß, lose 95,50 97,50 ℳ, Ringäpfel, amerik. 710,00 759,00 ℳ, gerr. Aprikosen, cal. 1023,00 1095,00 ℳ, getr. Birnen, cal. —,— bis —,— ℳ, getr. Pfirsiche, cal. 571,00 608,00 ℳ, getr. Pflaumen 109,00 207,00 ℳ, Korinthen, 1921 Ernte 599,00 621,00 ℳ, Rosinen, kiup. carab., 1921 Ernte 382,00 435,00 ℳ, Sultaninen in Kisten, 1921 Ernte 1036,00 1097,00 ℳ, Mandeln bittere 402,00 436,00 ℳ, Mandeln, süße 756,00 793,00 ℳ, Kaneel 728,00 787,00 ℳ, Kümmel 506,00 bis 559,00 ℳ, schwarzer Pfeffer 406,00 429,00 ℳ, weißer Pfeffer 567,00 609 00 ℳ, Kaffee prime 865,00 888,00 ℳ, Kaffee superior 845,00 864,00 K, Bohnen, weiße 93,75 118 75 Weizen⸗ mehl 94 25 101.25 ℳ, Speiseerben93,00 99,00 ℳ, Weizengrieß 117,00 bis 132 50 ℳ, Linsen 81,00 127,00 ℳ, Purelard 525,00 528,00 ℳ, Bratenschmalz 505.00 510,00 ℳ, Marmelade 84,00 215,00. ℳ, Kunst⸗ bonig 67,25 81,50 ℳ, Speck, gesalzen, fett 500,00 505,00 ℳ, Corned beef 12/6 lbs per Kiste 23 700 24 000 ℳ, Auslandszucker, raffiniert 153,75 177,50 ℳ, Kernseife —,— ℳ.

Hiernach: 1 Fr. Fr. = P.⸗M. 137,386 570 2 1 Belg. Fr. = P.⸗M. 129,219 601 432,334 472 1 G.⸗M. = Belg. Fr. 3,345 734 r. 3,146 847

vom 3. Oktober 1922. § 0,238 216 293 815 P.⸗M. § 0,000 517 Hiernach: Fr. Fr § 0 0758 1 Fr. Fr. = P⸗M. Belg. Fr. = & 0,0713 1 Belg. Fr. = P.⸗M. 137, G.⸗M. = P.⸗M. 460.766 526 1 G.⸗M. = Belg. Fr. 3,341 042 G.⸗M. Fr. Fr. 3,142 695

vom 4. Oktober 1922. G⸗M. P.⸗M.

Fr. Fr. G.⸗M. P.⸗M. 517,861 508

G.⸗M. Fr. Fr. 3,130 306 vom 5. Oktober 1922.

G.⸗M. = 0,238 216 293 815

P.⸗M. = 0,000 468

Fr. Fr. = £ 0 076

Belg Fr. = 0,0714

G.⸗M. = P.⸗M. 509,009 175

G.⸗M. = Fr. Fr. 3,134 425

Hiernacht

1 Fr. Fr. = P.⸗M. 165,434 783 1 Belg. Fr. = P.⸗M. 155 434 783 1 G.⸗M. = Belg. Fr. 3,331 696 8

Hiernach: Fr. Fr. = P.⸗M. 162,393 162 1 Belg. Fr. = P.⸗M. 152,564 103 1 G.⸗M. = Belg. Fr. 3,336 363

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

Köln, 10. Oktober. (W. T. B.) (Amtliche Devisenkurse.) Holland 118551,00 G. 118849, 00 B. Frankreich 22871,35 G. 22928 65 B., Belgien 20973,75 G. 21026,25 B., Amerika 3051,15 G. 3058,85 England 13448,15. G. 13481,85 B., Schweiz 57028,60 G. 57171,402 Iralien 13033,65 G. 13066,35 B., Dänemark 61073,55 G. 61226,45 B., Norwegen 53882,55 G. 54017,45 B., Schweden 79850,05 G., 80049,95 B., Spanien 45749,75 G., 45857,25 B. Prag 122,85 G., ö Budapest 10586,75 G., 10613,25 B., Wien (neue) 3,88 G., 92 B.

Hamburg, 10. Oktober. (W. T. B.) (Börsenschlußkurfe.) Deutsch⸗Australische Dampfschiff⸗Gesellschaft 1000,00 bis 1014,00 bez, Hamburger Paketfahrt 902,00 bis 938,00 bez., Hamburg⸗Südamerika 1650,00 bis 1705,00 bez., Norddeutscher Lloyd 613,00 bis 645,00 bez., Vereinigte Elbeschiffahrt 2110,00 bis 2180,00 bez., Schantunghahn 1100,00 bis 1300,00 bez.) Brasilianische Bank 14 700,00 bis 15 600,00 bez. Commerz⸗ und Pripat⸗Bank 357,00 bis 363,00 bez., Vereinsbank 349,00 bis 370,00 bez., Alsen⸗Portland⸗Zement 3550,00 bis 3975,00 bez. Anglo⸗Continental 6700,00 bis 7150,00 bez., Asbest Calmon 570,00 bis 606,00 bez., Dynamit Nobel] 1095,00 bis 1120,00 bez., Gerbstoff Renner —,— G. Norddeutsche Jutespinnerei —,— G., Merck Guano 2100,00 bis 2300,00 bez., Harburg⸗Wiener Gummi 2610,00 bis 3425,00 bez., Kaoko 305,00 bis 315,00 bez., Sloman Salpeter 39 500,00 bez., Neuguinea 44 500,00 bez., Otavi⸗Minen⸗ Aktien 11 700,00 bez.

Frankfur!t g. M., 10. Oktober. (W. T. B. Deit Kredit 425,00, Badische Anilin 1920,00, Chem. Grienheim 1399,00, Höchster Farbwerke 1445,00, Holzverkohlungs⸗Industrie Konstanz

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