11“
Die Nachwei
Kenntnis gebracht.
Die Regierungen werden, soweit öffentliche Ausbietung erfolgt, Pachtlustigen auf Ver⸗ u nckte besonderen Verpachtungsbedingungen sowie die Bietungsregeln für jede Domäne gegen Erstattung der Schreib⸗ und Druckkosten mitteilen, auf Wunsch auch für bestimmte Domänen von den Bietungsterminen und von dem Betrage des
langen die gedruckten
8
isung der in den J. Berpachtung gelangenden Preußischen Staatsdomänen
allgemeinen und die
ahren 1925 und 1926 voraussichtlich zur
wird hiermit zur allgemeinen
nachzuweisenden Vermögens besondere Nachricht geben.
Nachweisung der in den
Jahren 1925 und 1926 voraussichtlich
gpekenntimachvung. Abdrucke der N.
8 . “ B v1““ 8 1““ “
tke der Nachweisung werden von der Domänenregistratur meines Ministeriums (Berlin W. 9, Königgrätzer Straße 123 1) sowie von den Domänenregistraturen der Regierungen auf mündliches oder schriftliches Verlangen kostenfrei verabfolgt.
Berlin, den 17. Februar 1925.
8 Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forster
J. A.: Arnoldi.
zur Verpachtung gelangenden Preußischen Staatsdomänen.
71
5
6
1e
5
10
Regierungs⸗
Kreis
Domänen
Fläche
ha-
Acker
ha.
darunter befinden sich:
Wiesen
ha
Grund⸗ steuer⸗ rein⸗ ertrag . ℳ
Letzte Vor⸗
kriegspacht
einschl. Zinsen
von
Meliorations⸗
kapitalien ℳ
Bemerkungen
Marienwerder
—
Frankfurt a. O. 8 4
— — -—
——
8 1
Stralsund
Hildesheim
Hildesheim
b
Allenstein
Jobannisburg Rosenber
Lebus
do. Sorau
Lebus
Ueckermünde
8 Ho.
Grimmen
do. Rügen
Sangerhausen
Manöselder Gebigskreis Worbis
Northeim
Osterode V
do. do. do. Fulda Hofgeismar Homberg Witzenhausen Ziegenhain
Monschau
I. Staats dom Caymen mit Vorwerk Legehnen
Fischhausen mit Neben⸗ vorwerfen Schäferhof und Milchbude Neuendorf Taplacken mit Neben⸗ vorwerken Petersdorf und Schäferer Klein⸗Bertung mit Vorwerk Neu⸗Bertung
Adl. Rakowen Pachutken
Kienitz
Triebel
Marienfließ Riether⸗Werder Aschersleben
“ Groß⸗Schönfeld mit Wilhelmswalde
änen, d 663
490
544 978
693
430 330 144
599 287 930 666
69 609 723
286
Flemendorf Neuendorf
W olfsdorf
Hohenwarth Kleinzetelvitz
Prützmannshagen⸗Tertial Lütkevitz
Werben
Artern Ermslebe 16 Paterhof bei Fuhrbach Moringen Elbingen Westerhof Hofschwicheldt Degenfeld Meer⸗Aland
Neu⸗Loquard
Otterhamm Uplewarder⸗Grashaus Wilhelmshof Carolinenland
Fürstinnen⸗Grashaus Harmslust
Tiemannsegge
Johannesberg Frankenhausen Marienrode Wendershausen mit Neben⸗ vorwerk Ludwigstein Immichenhain mit Neben⸗ vorwerk Völkfershof Lauscherbüchel
893
557
209 246
501 91
71
405
ie voraussichtli
126
ch
14 979
1925 verpachtet werden.
1 823 3 142 4 692
20 155 2 495
26 705 37 187 1 170
12 803
4 004 8 054
9 000 10 680 4 786 5 309
5 079
13 473 24 276
10 644 15 080 17 569
2 436 13 380
15 516
80 423 10 042
47 500 71 077 2 381 49 116 7 500 10 150
10 700
7 000 2 900 2 600 17 974 21 053 8 598 12 451
5 252
4 km von der Bahnstation Nausis.
27 km Chaussee bis Königsberg, 17 km. Chaussee bis Labiau 4 km bis Bahnhof Nautzken der Bahn Königsberg —Labiau — Tilsit
Am Frischen Haff nahe bei der Kreisstadt und Bahnstation Fisch⸗ hausen 34 km Eisenbahn bis Königsberg, 14 km bis Pillau, Chausseeverbindung mit beiden Städten
4 km. Chaussee bis Kreisstadt und Bahnhof Fischhausen.
Am schiffbaren Pregel und an der Chaussee Königsberg— Tilsit — Insterburg. 9 km Chaussee bis zur Kreisstadt Wehlau, Station der Ostbahn
3 km vom Bahnhof Gr. Bertung der Strecke Allenstein — Hohenstein, 8 km von Allenstein. Wird voraussichtlich ohne den 78 ha großen Bertungsee verpachtet.
2,8 km vom Bahnhof Kalischken der Strecke Johannisburg — Lyck. Brennerei im fiskalischen Gebäude. Brennrecht 51 000 1.
27 km nach Bahnhof Jakobedorf der Eisenbahnstrecke Riesenburg — Miswalde.
13 km von Stadt und Bahnhof Cüstrin und 10 km vom Bahnbof Golzow der Ostbahn und der Oderbruchbahn. Für Güter⸗ beförderung 2,5 km bis Bahnhof Genschmar.
Station der Oderbruchbahn. 8 km bis Bahnhof Letschin der Strecke Frankturt a. O — Freienwalde.
Unmittelbar hbei der Stadt Triebel. 1,3 km bis zum Bahnhof Triebel der Kleinbahn Teuplitz -Muskau. Kartoffelspiritusbrennerei im fiskalischen Gebände
5 km. bis Bahnhorf Letschin der Strecke Frankfurt a. O.— Freien⸗ walde. Kartoffelspiritusbrennerei im fiskalischen Gebände. Kartoffel⸗ trocknungsanlage.
Haltestelle der Kleinbahn Stargard (Pomm.) — Dramburg (Stettin). Kartoffelspiritusbrennerei. Brennrecht 30 688 1.
Insel im Neuwarper See (Teil des Stettiner Haffs). 2 km bis Bahnstation Rieth. Fährverbindung.
3,7 km his Station Ferdinandshof der Eisenbahn Berlin —Stralsund und der Kleinbahn Ferdinandshof — Jarmen.
6 km bis Station Liebenow der Kleinbahn Greifenhagen —Wilden⸗ bruch (Stettin’, 7 km Landstraße nach Station Kehrberg der Eisenbahn Breslau — Stettin Brennerei in fiskalischen Gebäuden.
2,5 km Landweg bis zur Haltestelle Küstrow der Kleinbahn Stral⸗ lund - Barth, 5 km Landweg nach der Haltestelle Kenz der Staats⸗ bahn Barth-— Velgast Der größte Teil des Ackers ist rübenfähig.
Haltestelle der Kleinbahn Stralsund— Barth, 4,5 km Landweg nach der Haltestelle Saate der Staatsbahn Barth— Velgast. Der größte Teil des Ackers ist rübenfähig
Verladestelle am Saaler Bodden. 3,5 km Landweg nach den Halte⸗ stellen Saal und Hessenburg der Kleinbahn Barth—Damgarten. Größtenteils rübenfähig.
4 km Landweg nach Franzburg. Haltestelle der Nebenbahn Tribsees — Stralsfund. Größtenteils leichter Boden.
Haltestele der Kleinbahn Strahund— Barth. 3 km Landweg nach der Haltestelle Kenz der Staatsbahn Barth— Velgast. Größtenteils
rübenfähig.
Haltestelle der Kleinbahn Greisswald — Grimmen. 5 km Landweg nach Grimmen. Größtenteils rübenfähig.
10 km nach Loitz, 13,3 km nach Greifswald. Wasserverbindung nach Demmin. 18 km nach Grimmen. Stärkefabrik und Kartoffel⸗ spirtusbrennerei.
8 km Chaussee nach Grimmen. Kartoffelspiritusbrennerei.
Haltestelle der Kleinbahn Altenkirchen — Bergen. 3 km Kleinbahn nach Wilk. Von Wilk Wasserverbindung nach Stralsund und Barth (41 km). Gröstenteils zübenfähig
Am schiffbaren Plauer Kanal. 4 km von der Station Genthin der Eisenbahn Magdeburg-— Berlin. Zuckerrübenbau. Zuckerfabriken in Nauen und Genthin
Nördlich des Harzes am Südabhange des Huywaldes Station der Kleinbahn Heudeber — Mattierzoll Zuckerrübenbau. Zuckersabriten
in Wasserleben, Osterwieck und Halberstadt
Etwa 17 km von Seehausen, Station der Eisenbahn Magdeburg — Wittenberge. Endstation der Kleinbahn Goldbeck- Werben. Zucker⸗ rübenbau. Zuckerfabrik in Goldbeck. Schwerer Boden.
Bahnstation. Zuckerrübenbau.
Bahnstation. Zuckernüͤbenban Steinbruch.
5 km von Station Zwinge der Bahn Herzberg-— Bleicherode und 6,2 km von der Station Duderstadt der Bahn Ottbergen — Nord⸗ hausen — Erfurt.
Station der Eisenbahn Northeim — Ottbergen. Zuckerrübenbau. Zuckerfabrik in Northeim und Nörten.
2,4 km von der Station Gieboldehausen der Eisenbahn Wülften— Leinefelde. Zuckerrübenland. Zuckerfabrik in Northeim
Station der Kleinbahn Kreienfen —Osterode. Mahl⸗ und Sägemühle.
Zuckerrübenbau Zuckerfabrik in Northeim.
3 km von der Station Beckum⸗Stedum der Peiner Kreisbahn und 8 km von der Station Peine.
2,5 km von der Landstraße Wirdum — Norden, 5 km von der Eisen⸗ bahnstation Marienhafe.
200 m von der Landstraße Loppersum — Wirdum, 4,5 km von der Eisenbahnstation Loppersum.
800 m. von der Landstraße, etwa 8 km von der Kleinbahnstation. Pewsum.
2 km von der Landstraße Wirdum — Norden, 5 km von der Eisenhahn⸗ station Marienhafe.
1 km von der Landstraße Campen — Upleward, 6 km von der Klein⸗ bahnstation Pewfum.
1,5 km von der Landstraße Wirdum — Norden, 5 km von der Eisen⸗ bahnstation Marienhafe.
0,75 km von der Landstraße Wittmund —Carolinensiel, 1 km von der Eisenbahnstation Carolinensiel.
An der Landstraße Wittmund— Carolinensiel, 2 km von der Eisen⸗ bahnstation Carolinensiel.
3 km von der Landstraße Wittmund— Carolinensiel, 5 km von der Eisenbahnstation Tettens
2,5 km von der Landstraße Wittmund —Carolinensiel, 6 km von der
Eisenbahnstation Tettens.
5 km von der Bahnstation und Kreisstadt Fulda.
5 km von der Bahnstation Mönchehof.
3 km von der Bahnstation Borken.
3 km von der Bahnstation und Kreisstadt Witzenhausen
“
Steht in staatlicher Selbstbewikischaftung. Unmittelbar am Bahnhof
Monschau der Eisenbahn St. Vith —Aachen. 1,5 km bis Kreis⸗ stadt Monschau.
Regierungs⸗ bezirk
darunter Grund⸗ Letzte Vor⸗
ich: friegspacht “ steuer⸗ einscht Zinsen
rein⸗ von
Acker Wiesen Meliorat ions⸗ ertrag tapitalien
ha ha. ℳ ℳ
Königsberg Wehlau Gumbinnen Darkehmern do. Gumbinnen
Allenstein OOsterode do. Lvck
Potsdam Osthavelland Frankfurt a. O. Königsberg N. M. do. do. . Stralfund Grimmen do. do.
Greifswald
1
Magdeburg Wolmirstedt
Merseburg Hannover
Hannover
Hildesheim Osterode
do. (dLandkreis Göttingen Lüneburg Bleckede
do. Landkreis Lüneburg
Bleckede
Hersfeld Cassel Land
Nichtamtliches.
Dentsches Reich.
1“
11. Staatsdomänen, die voraussichtlich 1926 verpachtet werden
Gauleden 1 184 54 3 157 11 350 Grasgirren 16“ 381 26 3 944 12 887 Kampischkehmen 1 332 70 4 272 9 379
Grünfelde 414 13 2 376 11 249 Leegen 11“ 252 75 2978 11 482
Fahrland 211 4191 17 150 Kl. Wubiser 1b 302 7288 14 513
Zicher 259 9 899 17 105 Mannhagen W“ 492 14 047 20 270 Ungnade 324 6 720 11 287
Pritzier “ 358 8 340 12 753 Gr. Ammensleben 1 550 21 150 74 630
Sachsenburg 391 14 865 36 340 Grohnde 434 27 852 66 166
440 33 245 75 503
199 7 127 7 834 169 5 795 7 590 Banke b 25 1 834 971 Scharnebeck 210 10 721 12 372
Stixe 30 2 818 3 067 Rotenburg⸗Luhne 3 728 6 165 Addingaster⸗Grashaus 75 4 773 7 123 Ostermarscher⸗Grashaus 5 729 7 758 Bingartes mit Neben. 4 172 8 551 vorwerk Johannesberg 1 Moͤnchehof 8 8 4 803 13 592
Wellingerode 1 2 438 5 290 Hof Kiempel 1 1 570 2 950
der Vorkriegszeit in allen Erhebungsorten einer eingehenden Nachprüfung unterzogen. v Die neue (erweiterte) Indexziffer stellt sich für den Durch⸗
1 schnitt des Monats Februar auf 135,6. Da diese Ziffer auf
In Ergänzung des Berichts über die vorgestrige Sitzung völlig veränderter Grundlage berechnet worden ist, kann sie des Reichsrats teilt das Nachrichtenbüröo des Vereins mit den früheren Inderziffern nicht verglichen werden. Bei
7
eutscher Zeitungsverleger mit, daß nach Erledi
ordnung der Ministerialdirektor Sachs folgenden Ausführungen erhielt:
ng der Tages⸗ Anwendung der neuen Berechnungsmethode auf den Vormonat as Wort zu ergibt sich für die Lebenshaltungskosten etwa die gleiche
Steigerung wie nach der alten Methode.
Meine Herren! Ihnen ist wohl bekannt, daß der Reichstag Die Veröffentlichung der Reichsindexziffer für die Lebens⸗ Ende nächster Woche seine Arbeiten wieder einstellen und erst vach haltungskosten erfolgt von nun ab wieder wie früher nur der Wahl des neuen Reichspräsidenten wieder zusammentreten wird. einmal im Monat. Die wöchentliche Bekanntgabe, die zur Das Rechnungsjahr 1924 wird ablausen, ohne daß der Etat für 1924 über⸗ Messung der sprunghaften Preisbewegung in der Inflationszeit haupt abgeschlossen ist, und das Etatsjahr 1925 wird ebenfalls be, eingeführt worden war, wird mit Rücksicht auf die nunmehrige
ginnen, ohne daß der Etat abgeschlossen ist. Es ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer Notregelung und der Reichsfinanzminister beabsichtigt, diese Ihnen alsbald zugehen zu lassen, und bittet darum,
größere Stetigkeit der Preisgestaltung wieder eingestellt.
———ö—
das Notgesetz am Montag mit anderen Vorlagen zu beraten, und daß Der estnische Gesandte Menning hat Berlin verlassen.
die Herren damit einverstanden sind, daß am
Montagnachmittag Während seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär Jüri
eine Vollsitzung stattfindet, damit dieser Entwurf verabschieder werdenb — Sammul die Geschäfte der Gesandtschaft.
kann und der Reichstag in die Lage gesetzt wird, ihn vor Unterbrechung seiner Arbeiten zu erledigen. Namens des Reichsfinanzministers bitte ich also um Anberaumung einer Sitzung am Montag. — Vorsitzender Minister des Innern Schiele: Die Schilderung der politischen
Situation und die Folgerungen, die der Herr Vorredner daraus ge⸗ Deutscher Reichstag. 8
zogen hat, sind zutreffend. Ich würde Ihnen empfehlen, dem Er⸗
suchen des Reichsfinanzministeriums zu entsprechen
30. Sitzung vom 6. März 1925, Nachmittags 2 Uhr.
Der Reichsrat nahm, ohne daß sich jemand zum Wort (Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger*).) meldete, den Vorschlag des Ministerialdirektors Sachs an und Am Regierungstische: Reichsverkehrsminister Dr.
wird am Montag, 5 Uhr Nachmittags, im Reichstagsgebäude Kro 1
eine Vollsitzung abhalten.
——
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten nach der neuen Methode.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten, die
Präsident Löbe eröffnet die en um 2 Uhr 20 Mi⸗ nuten und gibt bekannt, daß anläßlich des Hinscheidens des Oberhauptes der Deutschen Republik von anderen Par⸗ lamenten zahlreiche Beileidskundgebungen eingegangen seien, 5 aus Danzig, aus Oesterreich, Ungarn, Rom, Prag, Peru, Liechtenstein, von den beiden mecklenburgischen Landtagen,
nach der bisherigen Berechnungsart die Ansgaben 8 Er⸗ aus Salzburg und aus Angora (Türkei). Ferner sind zahlreiche
nährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Be
leidung Beileidstelegramme von Privatpersonen dem Reichstage über⸗
umfaßt, beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen mittelt worden. Der Präsident hat den Absendern den Dank Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Februar auf des Reichstags aussprechen lassen. 125,1. Im Vergleich zum Vormonat (124,0) ist eine Steigerung Fingegangen ist der Gesetzentwurf über die Festsetzung
von 0 9 vH; festzustellen.
des 29. März für die Wahl des Reichspräsidenten
Neben dieser Inderziffer ist für den Monat Februar nach und der Gesetzentwurf zur Uebernahme der Kosten eingehenden Beratungen mit der aus Vertretern der Arbeit der Beerdigung des verstorbenen Reichs⸗ nehmer und Arbeitgeber zusammengesetzten Inderkommission präsidenten auf das Reich. zum erstenmal eine neue, in ihren Grundlagen erweiterte Vor Eintritt in die Tagesordnung verlangt der Abgeord⸗ Lebenshaltungsindexziffer berechnet worden. Hierbei sind außer nete Stöcker (Komm.), daß der Reichstag sofort in die Be⸗ den bisher berücksichtigten (elementaren) Lebensbedürfnissen handlung der Frage der Neuwahl des Reichspräsidenten ein⸗
noch die „Sonstigen Ausgaben“ eines
Haushalts, für treten solle.
Reinigung und Körperpflege, Bildung, Verkehr usw., in Der Redner bekennt sich als grundsätzlicher Gegner der Ver⸗
die Berechnung mit einbezogen worden,
gleich der Kosten für alle Aufwendungen,
wie sie für
einen Ver⸗ fafsung von Weimar und Vertreter der Idee von der Alleinherrschaft der Arbeiter. Ebert habe seine ganze Machtfülle nur im Interesse der
den der Indexberechnung zugrunde gelegten Haushalt zur Zeit Bourgeoisie und gegen die Arbeiter ausgenutzt. (Unruhe béi den
angenommen werden können, mit der Vorkriegszeit zu erhalten.
Sozialdemokvaten.) Der Versuch des Reichskanzlers Dr. Luther, sich das Amt des Stellvertreters des Reichspräsidenten anzueignen, sei
Ferner wurden im Zusammenhang damit die Berechnungs⸗ perfaslungswidr und ein Staatsstreich. Die Rechte sei mit Luther i
grundlagen der Ernährungs⸗ und Bekleidungskosten, die in der dabei, die repu
kanische Perfasfung monarchistisch sich auswirken zu
Zeit der Zwangswirtschaft und der Inflation aufgestellt worden lassen. Es liege hier ein Verfassungsbruch vor. Es müsse sofort ein waren und zum Teil den gegenwärtigen Verhältnissen nicht BGesetz über die Stellvertretung des Reichspräsidneten beraten werden. mehr entsprachen, durch stärkere Berücksichtigung hochwertigere- —
Qualitäten verbessert. Nehen diesen methodischen Verände⸗ *) Mit Ausnahme der durch Sperrdruck hervorgehobenen Reden rungen wurden die für die Indexberechnung verwandten Preise der Herren Minister, die im Wortlaute wiedergegeben sind
3 km Chaussee bis Bahnhof Gr. Lindenau der Ostbahn, 2 km bis zum schiffbaren Pregel.
3,5 km von der Bahnstation Jucknischken, 11 km bie zur Kreisstad Darkehmen, davon 9 km Chaussee. 8
7 km Chaussee bis Bahnstation und Kreisstadt Gumbinnen, davon 5 km Chaussee 8
5,2 km vom Bahnhof Geierswalde der Strecke Osterode — Hohenstein.
4,3 km von der Haltestelle Birkenwalde der Strecke Lyck — Insterburg, 9,4 km vom Bahnhof Lvck.
4 km vom Bahnhof Satzkorn der Eisenbahn Wildvark — Nauen. An der Landstraße Potsdam — Fahrland —- Nauen. 12 km von Potsdam. Postautoverkehr vom Bahnhof Potsdam. Zuckerfabrik in Nauen.
3 km bis Station Groß⸗Wubiser der Eisenbahn Wriezen — Jädickendorf.
Station der Eisenbahn Cüstrin—Stargard, nahe der Cüstriner Landstraße 8
4 km Landmeg bis zur Station Jeeser der Staatsbahn Stralsund — Greifswald.
5,6 km bis zur Station Wittenhagen der Staatsbahn Stralsund — Berlin. 8 km davon 6 km Landstraße, nach Grimmen (Kartoffel⸗ spiritusbrennerei) Größtenteils rübenfähig
5 km Landweg nach Wolgast, 3 km Landstraße bis zur Haltestelle Hohendorf der Staatsbahn Lüssow — Wolgast, Hohendorf-— Ankla (Zuckerfabrik) 31 km. Zum Teil rübenrtähig
Station der Eisenbahn Magdeburg— Oebisfelde. Zuckerrübenbau Melassebrennerei Zuckerfabriken in Neubaldensleben, Alleringers⸗ leben und Wolmirstedt. .
2 km von Heldrungen an der Strecke Sangerhausen — Erfurt.
Station der Eisenbahn Vorwohle — Emmerthal Schiffsanlageplatz an der Weser. Branntweinbrennerei. Rübenbau. Zuckerfabrik irn Emmerthal.
3 km nach Barnten und 6 km nach Nordstemmen, Stationen der Eisenbahn Hannover— Cassel. Eisenbahnanschluß von Calenberg nach Nordstemmen. Rübenbau. Zuckerfabrik in Nordstemmen.
5 — 7 km von den Städten und Eisenbahnstationen Osterode und Herzberg.
1,5 km von der Station Benniehausen der Kleinbahn Göttingen — Duderstadt, 12 km von Göttingen. Zuckerrübenbau Zuckerfabrik.
Unmittelbar an der Landstraße, 9 km von der Eisenbahnstation Hitzacker.
Unmittelbar an der Laudstraße nach Lüneburg. Ort Scharnebeck ist Station der Bleckeder Kreisbahn (Kleinbahn). Die nächste Station der Staatsbahn ist 5 km entfernt (Adendorf).
2 km von der Chaussee, 12 — 13 km bis zur nächsten Eisenbahn⸗ station (Hitzacker).
4 km von Rotenburg, Station der Eisenbahnen Hamburg — Bremen, Bremervörde — Rotenburg und Rotenburg — Visselhövede
1 km von der Landstraße Norden —Grimersum, 4,5 km von der Eisenbahnstation Norden.
Unmittelbar an der Landstraße Norden — Neßmersiel, 9 km von der Eisenbahnstation Norden 1 8
2 km von der Kreisstadt und Bahnstation Hersfeld.
Unmittelbar am Bahnhof Mönchehof. 4 km von der Bahnstation Sontra. “ ca. 6 km von Wilsenroth, Station der Strecke Limburg — Westerburg
Der Reichstag müsse den Stellvertreter wählen. Die Wahlkampagne beginne bezeichnenderweise mit dem Verbot der „Roten Fahne“. (Pfuirufe bei den Kommunisten.) Auch die kommunistischen Blätter in Halle, Königsberg, Breslau und Gleiwitz seien verboten. Der Redner beantragt sofortige Aufhebung dieser Verbote.
Präsident Löbe teilt mit, daß der Aeltestenrat am Sonnaben die Frage der 1“ behandeln werde.
Abg. Fehrenbhach (Zentr.) erhebt Einspruch gegen die Mei⸗ nung des kommunistischen Redners, daß der Reichskanzler ver⸗ fassungswidrig die Stellvertretung des Reichspräsidenten führe. Nach⸗ dem der verstorbene Reichspräsident erst beerdigt sei, entspreche es durchaus der wenn Dr. Luther die Stellvertretung übernehme. Gegen solche v ten Angriffe müsse Verwah⸗ rung eingelegt werden. Der Redner darauf den kommu nistischen Anträgen.
Damit sind die kommunistischen Anträge erledigt.
Auf der Tagesordnung steht zunächst der vvI über Zusatzsteigerung für Renten aus der In⸗ validenversicherung. Danach werden bei der Invalidenrente 10 Prozent der seit dem 1. Januar 1924 ültig entrichteten Beiträge als Steigerungsbetrag gewährt. 82 wird für jede ordnungsmäßig verwendete Beitrags⸗ marke der bis zum 30. September 1921 gültigen Lohn⸗ klassen III, IV und V ein Steigerungsbetrag gewährt der für jede Beitragsmarfe in der Lohnklasse III 4 KAchapfenaade, in der Lohnklasse IV 8 Reichspfennige, in der Lohnklasse V 12 Reichspfennige beträgt.
Abg. Karsten (Soz.) erklärt, bei diesem Gec handle es sich nur um Brosamen, die vom Tische des Fünenaenh ters fielen. Man vergleiche mit dieser Vorlage die siebenhundert Millionen Entschädi⸗ gung für die Großindustrielen an der Ruhr! Diese vergrößerten ihr Vermögen, aber die Invalidenrentner, die eigentlichen Inflations⸗ geschädigten, müßten hungern. Unbedingt müsse sosort die Grundrente erhöht werden. Der jetzigen Vorlage könne meine Partei nicht zu⸗ stimmen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) .
Abg. Andre (Zentr.): Ich erkläre namens meiner Partei, daß wir in der ersten Lesung in keine sachliche Beragtung der Vorlage ein⸗ treten werden. Wir hoffen, daß es im - gelingen wird, die Vorlage zu verbessern. Ich beantrage Ueberweisung an den Sozigl⸗ politischen Ausschuß. 8e. im Zentrum.)
Abg. Rädel, (Komm.): Wenn dieser Eniwurf angenommen wird, wird die Wirkung auf die Invalidenrentner geradezu nieder⸗ schmetternd sein. Nach den 5. Anträgen dürfte keine Partei für diese Vorlagen stimmen, insbesondere nicht die Demokraten, die eine „zeitgemäße“ Erhöhung der Invalidenrenten verlangt haben. Der Sogwarts hat seinerzeit unsere Anträge bekämpft, weil sie nur eine Erhöhung von 400 Prozent bedeuteten. Jetzt tritt dasselbe Blatt für nur 150 Prozent ein. Der englische Gewerkschaftler hat wohl Reche der einmal sahte, bei den Vorwärtsleuten se es manchmal nicht richtig. Deutschland steht nicht mehr, wie immer behauptet wird, in der Sozialpolitik turmhoch über den anderen Staaten, wenn man Rußland betrachtet. Wenn alle Versprechungen, die in Deutschland den Sozialrentnern gemacht worden sind, wirklich voll erfüllt sein würden, so würde das bei weitem noch nicht an das heranreichen, was ihnen jetzt n in Pr ons geboten wird. 8
Abg. Ziegler (Dem.): Mit ggitatovischen Anträgen, die un⸗ durchführbar sind, ist den Invaliden nicht geholfen. Unseren Wünschen stehen Schwierigkeiten nicht im Wege, wenn nur eine gewisse Stelle in der Regierung bereit ist, mehr Mittel herzugeben. Wir sind bereit, an der Beschaffung der Mittel mitzugrbeiten, soweit es nur tragbar ist. Wir erkennen das Prinzip der Vorlage an, setzen aber voraus, daß gleichzeitig die Grundrenten 8 werden. In welchem Maße, das muß der Ausschuß prüfen. (Beifal
bei den Demokraten.)
Abg. Höllein (Komm.): Ihre Rede ist sehr zeitgemäß, Herr Ziegler. Solche Anträge kann man stellen, werm man verantwortungs⸗ sos genug ist, für ihre Durchführung die Verantwortung nicht mit zu übernehmen. Auch uns genügt die Vorlage nicht, da sie an den Grund⸗