tion bieten könne, wie den Staatsgerichtsbof zum Schutze Republik könne er auch diesen Ausschuß nur als
1 politisches Instrument für Parteipraktifer betrachten Er lehne es ab, vor einem Ausschuß zu erscheinen, der ein Mitglied in sich schließe, dessen Strafakten beim Umsturz aus der Poltzei⸗ direktion verschwunden seien. Die Tätigkeit des Ausschusses sei ein illegaler Eingriff in die Rechtspflege und in die Gerichtshoheit Bayerns. Das Schreiben schließt mit der Erklärung der Bereitwilligkeit, sich dem rechtmäßigen bayerischen Richter zu stellen. (Zuruf des Abg Stöhr Völk.]: Der Mann hat nicht ganz unrecht! — Gegenruf des Abg. Dr. Landsberg (Soz.): Es ist doch unglaublich, daß man sich immer wieder solches bieten lassen muß!) Weiter verlas der Vorsitzende ein Schreiben des Ehemannes der Gräaͤfin Törring, in dem gebeten wird, mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand der Zeugin von ihrem Er⸗ scheinen vor dem Ausschuß Abstand nehmen zu wollen. Einem Verhör durch eine kleinere Kommission stände nichts im Wege. In der J Richtung bewegt sich auch ein beigefügtes ärztliches Zeugnis. — Der Ausschuß zog sich dann zu ge⸗ heimer Beratung dieses geschäftsordnungsmäßigen Stoffes zurück. Nach Wiederaufnahme der Sitzung teilte der Vorsitzende mit, daß in der geheimen Beratung beschlossen worden sei, auf die Ver⸗ nehmung der Gräfin Törring zu verzichten und gegen Stempfle einen Vorführungsbefehl zu erlassen. Hierauf wurde Oberamtmann Dr. Frick als Zeuge aufgefordert, der zunächst folgende persön⸗ liche Erklärung abgibt: Ich habe schon vor einigen Monaten im „Völkischen Beobachter“ Artikel veröffentlicht, die sich mit einer auptperson dieses Ausschusses beschäftigen, nämlich mit Dr. Levi. ch habe damals geschrieben, daß ein Mann, der seit sechs Jahren öffentlich des gemeinsten vom feindlichen Ausland bezahlten Landesverrats beschuldi t wird, ohne daß er auch unr den Versuch einer Eöu Klärung unternommen hat, daß ein Mann, der sich noch im Jult 1920 von seinem damaligen Vor⸗ gejetzten im Exekutivkomitee der Dritten Internationale be⸗ scheinigen liese als ruhmpollstes Verdienst die Zerstörung der deutschen Armee herbeigeführt zu haben, daß ein solcher Mann nicht das Recht hat, sich hier als Richter aufzuspielen. Vorsitzender (unterbrechend): Herr Zeuge, ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß Sie nicht berufen sind, eine Person des Ausschusses zu kritisieren. Zeuge: Ich will ausführen, daß die angeblichen Verbrechen, selbst wenn sie sich so ereignet hätten, wie es Dr. Levi darstellt, nur die Folgen des ungeheuerlichsten Verbrechens des Dr. Levi und Konsorten durch ihre Dolchstoßpolitik am deutschen Volk sind, und daß diese angeblichen Verbrechen lächerliche Kleinig⸗ keiten sind im Vergleich zu den anderen. Vorsitzender: Ich muß Sie nochmals darauf aufmerksam machen, daß Sie hier als Zeuge geladen sind. Zeuge: Ein Mann von Ehre muß es ablehnen, vor einem solchen Menschen als Zeuge zu erscheinen. (Erregte Zurufe: Und Herr Gürtner und Herr von Kahr?) Vorsitzender: Sie stehen hier als Zeuge und halten hier eine politische Rede, die mit der Sache gar nichts zu tun hat. Ich weise Ihre Angriffe gegen Mit⸗ glieder des Ausschusses als ungebührlich zurück. Dr. Levi: Die
Anwürfe in der völkischen Presse sind in dem Augenblick erschienen, als ich beim Studium der Akten an einem gewissen
Punkte angelangt war und dies vielleicht etwas unvorsichtig in meinem Referat angedeutet hatte. Die Vorwürfe, die Frick gegen mich erhebt, sind diesem seit vielen Jahren bekannt. Es ist b zeichnend, daß diese Vorwürfe in dem Augenblick erhoben werden, in dem ich beim Studium der Akten an einen gewissen Punkt gekommen war. Ich kann Herrn Frick sagen, daß ich in dem Augen⸗ blick, als ich die Vorwürfe in der völkischen Presse zu Gesicht bekam, das tat, was ich in diesem Falle für angebracht hielt: ich habe so⸗ fort Strafantrag gestellt, und zwar in Berlin. Ich würde den Straf⸗ antrag in München gestellt haben, wenn ich in München des Schutzes der Staatsanwaltschaft sicher wäre. Der Termin war bereits festgesetzt, wurde aber wieder verschoben und steht neuerdings Ende November an. Vorsitzender: Ich weise auch die Bemerkung zurück, daß Dr. Levi bei der Münchener Staatsanwaltschaft nicht den genügenden Schutz fände. Abg. Stöhr (Völk.)⸗ Ich erinnere mich genau daran, daß die Angriffe im „Völkischen Beobachter“ bereits standen, als Dr. Levi noch nicht an gewissen Punkten im Aktenstudium angelangt war. Auf die Aufforderung des Vorsitzenden, sich über die Be⸗ ziehungen zu den im Mordfalle Hartung im Vordergrund stehenden ersonen zu äußern, erklärte Zeuge Frick u. a.: Die öffentliche Gewalt tand damals in engstem Einvernehmen mit den beiden anderen Macht⸗ faktoren: der Reichswehr und der Einwohnerwehr. Ich habe in diesem Zusammenhang auch gewisse Persönlichkeiten der Reichswehr und der Einwohnerwehr kennengelernt. Neunzert, der bei der Reichs⸗ wehr in einem Vertragsverhältnis stand, kenne ich von damaligen Beiprechungen her. Braun war in einer Sache einmal bei mir auf dem Büro. Es hat sich um irgendwelche Sachen mit Ungarn ge⸗ handelt. Berchtold kenne ich nicht. Es ist möglich, daß er einmal da war aber ich erinnere mich nicht daran. Vorsitzender: Was wissen Sie über die Ueberleitung der Untersuchung von Abteilung 6 nach Abteilung 12 Zeuge Frick: Mir ist überhaupt nicht bekannt, daß der Fall Hartung in Abteilung 6 behandelt worden ist. Es ist möglich, daß Hartung als Spitzelagent bekannt war und daß zunächst in Abteilung 6 Erhebungen gepflogen wurden. Als dann der Mord aufgedeckt wurde, wird man wahrscheinlich das Verfahren an die Kriminalabteilung übergeleitet haben. Vorsitzender: Was wissen Sie darüber, daß eine Besprechung stattgefunden haben soll, in der erörtert wurde, wie man gegen Waffenverräter vorgehen könne? Zeuge Frick: An eine solche Besprechung kann ich mich nicht erinnern. Wir haben einmal amtlich Bericht an das Ministerium erstattet, daß es ein unhaltbarer Zustand sei, daß Waffenverrätereien ständig stattfänden. Wir haben an⸗ geregt, daß auf Grund des Ausnahmezustandess Todesstrafen gegen Landes⸗ berräter festgesetzt werden sollen. Das haben wir offiziell beantragt. Beu; der schlaffen Haltung der Regierung ist darauf nicht reagiert worden. Alle Verbrechen sind nur auf das Versagen der öffentlichen Gesetz⸗ gebung zurückzuführen. Auf eingehende Fragen des Vorsitzenden er⸗ klärte der Zeuge, daß als Verrat nur die Angabe von Waffenbesitz an die Entente, nicht aber die Angabe an deutsche Behörden be⸗ trachtet worden sei. Ueber die Ausstellung von falschen Pässen befragt, erklärte der Zeuge, daß die politische Abteilung ausnahmsweise auch mit Paßausstellungen befaßt war. Als die Entente die Aus⸗ lieserung der Heerführer verlangte, wurden auch solchen Personen Inkognitopässe ausgestellt. Die Ueberleitung des Falles Hartung von Abteilung 6 an Abteilung 1 sei wohl erfolgt, weil damals die Abteilung 6 von der Münchener Post“ als ein Instrument hinge⸗ stellt wurde, das politische Morde nicht aufdecke, sondern schütze. Der Zeuge bestätigte in dieser Richtung die protokollarisch niedergelegte Aussage des damaligen inzwischen verstorbenen Kriminalkommissars Geauf. Nur ein einziger Mordfall sei in Abteilung 6 behandelt worden, nämlich die Ermordung des Reichswehrsoldaten Meier, der bei dem Politischen Nachrichtendienst der Reichswehr war. Die politische Ab⸗ teilung habe diesen Mord mit aller Gründlichkeit behandelt, aber es sei nicht möglich gewesen, Aufklärung zu schaffen. Da Anhaltsvunkte dafür eegeben seien, daß diese Ermordung von linksradikaler Seite erfolgt sei, 2 wäre es vielleicht eine dankbare Aufgabe für den Femeausschuß, wenn er sich auch in diese Sache vertiesen wollte. Abg. Dr. Landsberg (Soz.): Wissen Sie etwas von falschen Pässen für Ehrhardt? Zeuge Frick: Die „Münchener Post“ hat damals die Sache ausführlich zur Sprache gebracht. Es wurden Erhebungen gepflogen, und die Akten müssen vorhanden sein. Wer den Paß ausgestellt hat, weiß ich nicht. Abg. Dr. Landsberg: Ueber Sie ist die Ausstellung des Passes gegangen! Zeuge Frick: Daran kann ich mich nicht erinnern. Vor⸗ sitzender: Welcher Beamte könnte Auskunft geben über die Aus⸗ stellung falscher Pässe? Zeuge Frick: In welchem Umfang die Ab⸗ terlung 6 damit besaßt war, weiß ich nicht. Damit war die Ver⸗ nehmung dieses Zeugen abgeschlossen, der vereidigt wurde. — Der nächste Zeuge ist Rechtsanwalt Alfred Werner⸗München. Er soll über das Telephongespräch Auskunft geben, das seinerzeit in der Mordaffäre Dobner ein gewisser Pracher mit der Polizeidirektion geführt hat. Der Zeuge beriet sich auf das damalige Stenogramm, das er über das Telephongelpräch aufgenommen hat, und bemerkte, das er heute die Sache nicht mehr unmittelbar in Erinnerung habe. Vorsitzender: In dem Telephongespräch ist nicht weniger als viermal von Pracher der Ausdruck gebraucht worden „Beiseitemachen
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des Dobner“. Was haben Sie sich darunter vorgestellt? Zeuge Werner: Ich habe damals diese Worte als einen eupbemistichen Ausdruck für getötet oder töten lassen aufgefaßt. Die deutsche Sprache des Pracher war nicht ein Radebrechen, sondern nur sehr erregt. Seine deutschen Worte waren eigentlich deutlich und kllar. Vorsitzender: Nach den Aussagen der Personen, die das Gespräch in der Polizeidirektion entgegennahmen, haben Sie damals ge⸗ schlossen, daß die gegebene Antwort darauf hinauslief, man werde Pracher schützen? Zeuge Werner: Wenn ich mich recht erinnere, wurde nach der Bemerkung von dem Beiseitemachen noch gefragt, ob dem Betreffenden nichts passieren würde. Darauf kam meiner Er⸗ innerung nach die Antwort: Das wissen Sie doch schon lange. Der Vorsitzende las aus den Akten das Telephongespräch vor und fragte den Zeugen: Was haben Sie sich unter den Worten „Das war doch nicht so schlimm“ gedacht? Zeuge Werner: Das kann ich heute nicht mehr sagen. Vorsitzender: Was haben Sie unter dem Auesdruck des indirekten Beiseitemachens ver⸗ standen? Zeuge Werner: Nicht selbst getötet, sondern umbringen lassen. Abg. Bergsträsser (Dem.): Ist die Aufzeichnung in den Akten Ihr Stenogramm mit den von Ihnen erwähnten Aus⸗ lassungen, die nach Ihrer Aussage darauf zurückzuführen sind, daß Sie bei dem Gespräch stenographisch nicht ganz nachgekommen sind? R.⸗A. Werner: Ich glaube ja. Wenn man in einem Steno⸗ gramm Auslassungen hatte, so müssen diese auch in der Niederschrift kenntlich sein. — Es wurde nunmehr eine Gegenüber⸗ stellung der Zeugen Glaser und Werner vorgenommen, wobei Glaser auf seiner Aussage bestehen blieb und wiederholt betonte, daß bei dem Telephongespräch mit Pracher ganz andere Voraussetzungen vorhanden waren, daß er nicht annehmen konnte, daß sich Prager selbst einer Tat bezichtigen wollte, die überhaupt gar nicht begangen war. Der Mitberichterstatter Abg. Dr. Schaefter (D. nat.) beantragte hierauf die Vernehmung des Pracher, der sich zurzeit im Zuchthaus befinden soll, und die Ver⸗ nehmung von zwei Polizeibeamten, die ebenfalls mit der Angelegenheit Pracher befaßt waren. Der Abg. Stöhr (völk.) beantragte, auch den Abg. Timm als Zeugen zu laden. — Um 2 ½ Uhr nachmittags vertagte der Ausschuß die weitere Verhandlung auf Montag, vor⸗ mittags 8 ½ Uhr. 8
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Statistik und Volkswirtschaft.
Stand der Reben und Güte der Trauben Anfang Oktober 1926.
Note 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering. Zwischenstufen sind durch Zehntel ausgedrückt.
Güte der Trauben
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Bemerkungen.
Preußen: Der Stand der Reben ist gegen den Vormonat weiter zurückgegangen, nachdem bereits in den voraufgegangenen Monaten außer September ein fortlaufender Rückgang zu verzeichnen gewesen war. Die Ernte wird somit der Menge nach als gering be⸗ wertet. Dies gilt für alle Weinbaugebiete, auch für das bedeutendste der Mosel, Saar und Ruwer, obwohl dies Gebiet noch den besten Stand von allen ausweist. Der Rheingau und das Ahrgebiet werden sogar nahe an sehr gering beurteilt. Die Gründe für den schlechten Ernteausfall sind bekanntlich die großen Frostschäden vom 9. und 10. Mai, der schlechte Verlauf der Blüte in dem nassen Vorsommer und schließlich das starke Auftreten von Peronospora, Schimmelpilz, rotem Brenner, Heuwurm, Sauer⸗ wurm und verschiedenen anderen Schädlingen. Besonders der Sauer⸗ wurm hat noch zuletzt stellenweise schwer geschadet. Die günstige Witterung vom August und die noch bessere vom September hat auf die Beschaffenheit und Güte der Trauben sehr vorteilhaft eingewirkt, so daß die Staatsnote hierfür die beste seit 1922 geworden ist.
Bayern: In den Weinbergen ist durchschnittlich nur ein mäßiger Herbst zu erwarten. Trotz aller Bekämpfung wurde der an sich geringe Behang in der Pfalz durch Peronospora und Sauer⸗ wurm weiter erbeblich vermindert, während das günstige Herbstwetter die vorhandenen Trauben gut ausreifen läßt. Aehnlich lauten die e aus Unterfranken, wo sich auch Oidium unangenehm bemerk⸗ bar macht.
Baden: Die Herbstaussichten sind bezüglich der Menge in allen Weinbaugegenden weiter zurückgegangen. Infolge der außerordentlichen Trockenheit sind — insbesondere an den Steilhängen — die Beeren in der Entwicklung zurückgeblieben und teilweise nach und nach ab⸗ gefallen. In manchen Bezirken (z. B. Markgräfler⸗, Bühler⸗Gegend) hat der Sauerwurm trotz eifriger Bekämpfung seine zerstörende Tätigkeit bis in die letzte Zeit fortgesetzt. Die zu erwartende vor⸗ zügliche Qualität des neuen Weins wird im allgemeinen nur den sog. Glücksherbsten zugute kommen, die wohl in der Mehrzahl der Wein⸗ baugegenden da und dort vorkommen mögen. ;
Württemberg: Die Weinberge haben durch die sonnige und warme Septemberwitterung abermals eine wesentliche Förderung er⸗ fahren und der Reifegrad der Trauben ist weit vorangeschritten; be⸗ dauerlich ist nur, daß infolge des Maifrostes und des Auttretens der Rebschädlinge (Meltau, Heu⸗ und Sauerwurm, Peronospora) der beurige Weinherbst der Menge nach ein sehr magerer sein wird und sogar manche Weinbaugemeinden mit einem gänzlichen oder an⸗ nähernden Fehlherbst rechnen müssen.
Hessen: Durch Krankheiten und schlechte Witterung wird die Rebenernte als gering bis sehr gering angegeben.
Berlin, den 9. Oktober 1926. “ Statistisches Reichsamt. Wagemann.
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Rotterdam 100 Gulden 167,89 168,31 167,82 168,24 Atheln 100 Drachm. 5,34 5,36 5,24 5,26
Brüssel u. Ant⸗ werpen 100 Fres. 11,71 11,75 11,64 11,68 Danzig 100 Gulden 81,42 81,62 81,39 81,59 Helsingfors .. 100 finnl. ℳ 10,55 10,59 10,545 10,585 Italien 100 Lire 17,40 17,44 16,81 16,85 100 Dinar 7,42 7,44 7,415 7,435
Jugoslawien.. 100 Kr. 111,44 111,72 111,40 111,68 Oporto.. 100 Fres. 12,11 12,15 12,10 12,14 Prag . 5 100 Leva 3 035 3,045 3,025 3,035 Spanien... Wien 100 Schilling 59,21 59,35 59,21 59,35 11. Oktober 9. Oktober 20 Fres.⸗Stücke 1000 — 5 Doll. 8 “ 4,174 4,194 4,169 4,189 Brasilianische. kilreis
Kopenhagen. Lissabon und 100 Escudo 21,475 21,525 21,475 21,525 Oslo. . 100 Kr. 91,87 92,09 91,82 92,04 Paris. 2 2 . 100 Kr. 12,42 12,46 12,42 12,46 Schweiz . . 100 Fres. 81,04 81 24 80,99 81,19 Sofia.. . . 100 Peseten 62,52 62 ,68 62,89 63,05 Stockholm und Gothenburg. 100 Kr. 112,13 112,41 112,08 112,36 Budapest 100 000 Kr. 5,872 5,892 5,872 5,892 Ausländische Geldsorten und Banknoten.
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ranzösische 100 Frcs. 12,22 12,22 12,28 olländische. 100 Gulden [167,53 167,43 168,27 talienische: 1
über 10 Lire 100 Lire 17,46 16,81 16,89 Jugoslawische. 100 Dinas — 7,37 7,41 Norwegische. 100 Kr. 91,72 91,62 92,08 Rumänische: 1000 Lei und .“ 8 neue 500 Lei 100 Lei 11“ — unter 500 Lei 100 Lei 8 —11“ — — Schwedische. 100 Kr. 111,87 112,43 111,77 112,33 Schweizer 100 Fres. 80,80 81,20 80,80 81,20 Spanische 100 Peseten 62,24 62,56 62,64 62,96
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5000 Kr. 100 Kr. 12,385 12,445 12,385 12,445 1000 Kr. u. dar. 100 Kr. 12,385 12,445 12,385 12,445
Oesterreichische 100 Schilling 59,05 59,35 59,05 5959,35
Ungarische. 100 000 Kr. 5,84 5,88 5,84 5,88
Monatsausweis der Deutschen Rentenbank. September 1926. 30. 9. 1926.
2 000 000 000,— 2 000 000 000,—
Aktiva. 31. 8.1926.
Belastung der Landwirtschaft zu⸗ gunsten der Rentenbank. Bestand an Rentenbriefen: b am 31. 8. 26 RtM 1 699 844 000 am 30. 9. 26 RtM 1 699 844 000 Darlehen an das Reich .. . Abzuwickelnde Wirtschaftskredite. Kasse, Giro⸗, Postscheck⸗ u. Bank⸗ bb-85858 Bankgebäude . . ... Mobilien und Büroutensilien Sonstige Aktiva. 1“
Passiva. Grundkapital . . . . . . Umlaufende Rentenbankscheine Tilgung gemäß § 7d. Liqu.⸗Ges. Umlaufende Rentenbriefe. Gewinnreserve Rückstellungen.
Sonstige Passiva
†) Dem Tilgungsfonds bei der Reichsbank sind gemäß § 7a das BauldSan 8 Zinseinnahmen von den Grunds uldverpflichteten weitere RtM 1 667 388,11 zugeführt worden, um die sich das Darlehen an das Reich und der Umlauf an Rentenbankscheinen verringerten.
it Inkrafttreten des Liquid.⸗Ges. sind somit 8 RtM 117 085 273,94 18 des Liquid.⸗Ges⸗
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3 241 834,05
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103 212 177,11 325 000,—
80 744,79
3 262 318,50
2 000 000 000,- 2 000 000 000,— 1 496 854 485 †) 1 498 521 873,— 67 793 963,46 67 793 963,46 156 000,— 156 000,—
36 160 115,60 36 160 115,60
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8 „9 105 000 000,— 9 9 2 1.“ „ 687 793 963,46 „ 1ö“ 8 „ 293 444 861,— „ § 11 zusammen RtM 583 324 098,40 dem Tilgungsfonds zugeführt worden. (Weitere Nachrichten über „Handel u. Gewerbe“ s. i. d. Ersten Beilage.)
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
—
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg.
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Rechnungsdirektor Menger ing — in Berlin. 8S Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. Druck der Preußischen Druckerei⸗ und Verlags⸗Aktiengesellschaft. Berlin Wilhelmstr. 32. Vier Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage)
und Erste und Zweite Zentral⸗Handelsregister⸗Beila⸗
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Berlin, Montag. den 11. Oktober
Niichtamtliches.
(Fortsetzung aus dem Hauptblakt.]
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Erste Beilage
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im Deutschen Reiche Anfang Oktober 1926.
Zusammengestellt im Statistischen Reichsamt.
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Dagegen im September 1926. „ „ August 1926.
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Die Saatenstandsnoten sind bei jeder Fruchtart unter Berücksichtigung der Anbaufläche und des Ertrags berechnet worden.
“ Bemerkungen.
Das bereits im Aungust eingetretene trockene, sonnige und teils sehr warme Wetter sie t — abgesehen von Ostpreußen — überall auch in den zwei ersten Monaksdritteln des September noch an. Im letzten Septemberdrittel wurde es jedoch merklich kühler, wobei des Nachts vereinzelt schon Fröste auftraten. Niederschläge in Fäclicher Menge snd vorwiegend nur in Ostpreußen und in den Kü tengebieten gefallen; in den anderen Teilen des Reiches waren sie zumeist nur gering, so daß hier nicht selten über große Trocken⸗ heit auf den Feldern geklagt wird.
Begünstigt durch die trockene Witterung konnten die noch ver⸗ Fazelt auf den Feldern vorhandenen Getreidereste, vorwiegend Hafer, geborgen werden. Wie schon im Saatenstandsbericht zu Anfang September erwähnt wurde, bleiben die Druschergebnisse — insbesondere beim Wintergetreide — vielfach hinter den Vor⸗ schätzungsergebnissen zurück. Auch die Beschaffenheit des Getreides
Berlin, den 9. Oktober 1926.
läßt teilweise sehr zu wünschen übrig, wah auf die schädigenden Einflüsse der feuchten Sommerwitterung Burkatnkihrl⸗ isl Die Erträge an Stroh werden meist als ausreichend bezeichnet. — Die Kartoffelernte ist im Gange, zum Teil zereits beendet. Sie ist durch die Trockenheit und Bodenverkrustung erschwert. Die Erträge fallen recht verschieden aus und entsprechen zumeist nicht den Erwartungen. Infolge der großen Nässe im Sommer und der darauf folgenden Trockenheit haben die Knollen in der Ent⸗ 1“ und im weiteren Wachstum gelitten. Sa d namentlich asf schweren und feuchten Böden, zeigen die Kartoffeln äufiger Fäule und andere Krankheiten. Für die Zucker⸗ und Futterrüben lautet die Beurteilung im allgemeinen etwas besser, obgleich auch sie infolge der ungünstigen Sommerwitterung im Wachstum gehemmt wurden. Sowohl auf Kartoffel⸗ wie Rüben⸗ feldern macht sich teilweise eine starke Verunkrautung bemerkbar. Gegenüber dem Vormonat hat sich der jetzige Stand der Hack⸗ früchte im Reichsdurchschnitt etwas verschlechtert.
Statistisches Reichsamt. Wagemann.
daß die betreffende Frucht gar nicht oder nur wenig angebaut ist, ein Punkt (.), daß Angaben fehlen oder nicht vollständig gemacht sind.
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Die Grummeternte ist bis auf Reste in tiefen Lagen beendek.
Nach dem feuchten Sommer ist der zweite Schnitt der Klee⸗ und Luzernefelder sowie der Wiesen zumeist in reichlicher Menge und uter Beschaffenheit ausgefallen. Der Stoppelklee sowie die her⸗ tweiden stehen fast durchwegs befriedigend; stellenweise leiden sie jedoch schon unter zu großer Trockenheit.
Die Herbstbestellung der Felder ist durch Verhärtung des Bodens erschwert und mehrfach noch stark im Rückstande. Die im September gefallenen Niederschläge reichten in manchen Gegenden nicht aus, um günstige Bodenverhältnisse für die Aussaat des Wintergetreides zu schaffen. Sprießendes Getreide zeigt sich daher vorerst nur vereinzelt,
Bemerkenswert ist wieder das häufige Vorkommen tierischer Schädlinge. Neben Mäusen, die besonders zahlreich auf den Aeckern im Süden des Reiches auftreten, werden hauptsächlich noch Enger⸗ linge und Ackerschnecken, weniger dagegen Maulwürfe, Frit⸗ und Rübenfliegen, vereinzelt auch Hamster genannt.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
b Der Ausbruch der Maul⸗ und Klauenseuche ist 2 Biehmarkt in Mannheim am 7., das Erlöschen der aul⸗ und Klauenseuche vom Schlachtviehhof in Stutt⸗ 888 am 7. und vom Schlachtviehhof in Leipzig am 8. Oktober, 8 Ausbruch und das Erlöschen der Maul⸗ und auenseuche vom Schlachtviehhof in München am 7. und
vom Zentralviehhof in Berlin am 8. Oktober amtlich gemeldet
—
Nummer 38 des Reichsarbeitsblatts hat folgenden Fͤbal Amtlicher Teil: I. Arbeitsvermittlung und Erwerbs⸗ Fürn ürsorge. Gesetze, Verordnungen, Erlasse: Doppelverdiener. — B 8 orge für Erwerbslofe, welche die Höchstdauer der Erwerbslosen⸗ 4 erstützung überschritten haben. — Thüringen. Zweite Abänderung für Ausführungsanweisung zur Reichsverordnung über Erwerbslosen⸗ Vom 1. August 1926. — Bescheide, Urteile: 91. Ent⸗ die ugg der Beiträge zur Erwerbslosenfürsorge bei Angestellten, die rch Grenze der Krankenversicherungspflicht überschreiten. 92. An⸗ weeeee des Wochengeldes auf die Erwerbslosenunterstützung. 93. Kurz⸗
iterunterstützung bei Wochenschichtwechsel. 94. Wartezeit in der
Karzarbeiterfüͤtsorge. — 1V. Arbeitnehmerschutz. Gesetze, Verord⸗
ugen, Erlasse: Sachsen. Bekanntmachung. — V. Sczial⸗
versicherung. Gesetze, Verordnungen, Erlasse: Bekanntmachung über Reichsbeihilfen für ausländische Versicherte außerhalb des Saargebiets. — VI. Wohnungs⸗ und Siedlungswesen. Gesetze, Verordnungen, Erlasse: Richtlinien über die Verwaltung und Begebung der vom Reich bereitgestellten und der Deutschen Wohnstätten⸗Hypothekenbank Aktiengesellschaft, Berlin, überwiesenen Mittel des Zwischentredittonds für Beamte, Angestellte und Arbeiter in den Reichshoheitsverwaltungen sowie für Angehörige der Wehr⸗ macht. — Zwischenkredit für erste Hypotheken aus dem „10⸗Millionen⸗ Fonds“. — Anbang III: Bekanntmachungen über Tarisverträge. — Nichtamtlicher Teil. Arbeitsmarkt und Wirtschaftslage. Monatsbericht vom Oktober 1926. — Zur Stillegungsverordnung. Von Gerichtsassessor Dr. Fischer, Hilfsarbeiter im Reichswirtschafts⸗ ministerium. — Ersatzansprüche von Fürsorgeverbänden gegen die Träger der Sozialversicherung. Von Dr. Dr Richter, Regierungsrat im Reichsarbeitsministerium. — Das zusätzliche Bauprogramm der Stadt Magdeburg. Ein Beispiel aus der Praxis. Von Dr. rer. pol. Max Engers, Leiter der städtischen Wohnungsfürsorgeabteilung Magdeburg. — Die Verwaltungskosten des Versorgungswesens. Von Dr. Karstedt, Ministerialrat im Reichsarbeitsministerium. — Sozial⸗ politische Zeitschriftenschau. — Streiks und Aussperrungen im
jahr 1926. — Bücheranzeigen und Bücherbesprechungen.
Deutschen Reiche. Vorläufige Uebersichten für das 1. und 2. Viertel
Handel und Gewerbe.
Nach dem Geschäftsbericht der Kabelwerk Rheydt Aktiengesellschaft, Rheydt, für das Geschäftsjahr 1925/26 betrug der Gewinn 1 011 193 RM und ist wie folgt zu verteilen: 12 vH an die Aktionäre 840 000 RM, 6 vH von 60 000 RM Vor⸗ zugsaktien 2600 RM, Reservefonds 55 000 RM, Rubegeldkasse für Beamte und Arbeiter 50 000 RM, Vortrag auf neue Rechnun 62 593 RM. Die Kapitalerhöhung vom 16. April 1925 ist bis au restliche 500 000 RM durchgeführt und das Aufgeld von 76 164 RM dem Reservefonds gutgebracht. Von den alten 1000 Papiermark⸗ Aktien oder den 50 Reichsmark⸗Aktien sind nach dem Bericht 73 139 Aktien oder 3 656 950 RM umgetauscht worden. Eine ganze Reihe von Aktien ist nach dem Bericht noch nicht ausgetauscht, besonders auch Aktien dersenigen Inhaber, deren Erneuerungsschein abgelaufen ist.
London. 9. Oktober. (W. T. B.) Die Bank von England verkaufte heute aus ihrem Goldschatz 403 000 Pfund Sterling Barrengold.
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 9. Oktober 1926: Ruhrrevier: Gestellt 32 703 Wagen. — Oberschlesisches Revier: Gestellt —. — Am 10. Oktober
1926: Ruhrrevier: Gestellt 6444 Wagen. — Oberschlesi⸗
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