1927 / 43 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 21 Feb 1927 18:00:01 GMT) scan diff

bei einer anderen Gelegenheit auch nach Rehburg gefahren und habe alles bestätigt gefunden, was er vorgetragen hat. Was ich ort sah, war traurig. Es ist unbedingt notwendig, daß die Schäden, die aus Krieg und Inflation entstanden sind, beseitigt werden. Es wird Ihnen daher auch eine Kreditvorlage für Bader zugehen, die 5 Millionen Mark vorsieht, wozu dann aber noch Norderney mit ungefähr 8 Millionen Mark kommen wird. Um in Norderney andere Zustände zu schaffen, hat eine eingehende sachliche Untersuchung stattgefunden. Ein Sach⸗ verständiger hat sich eine Reihe anderer Bäder angesehen und araufhin seine Vorschläge gemacht.

Noch einige Worte zur Frage Fachingen, Selters Sund Krugbäckerei. Es ist sehr zu bedauern, daß das Selterswasser nicht mehr in Krügen zum Versand kommt. Ich kenne aus meiner Jugendzeit das Selterswasser überhaupt nur in Krügen. Als ich es später anders gesehen habe, habe ich gemeint, es sei überhaupt kein Selterswasser. Wir müssen dahin kommen, daß auch die Umhüllung die Marke gibt für das, was darin ist. Nun sagt man mir, diese Sache hat sich überholt. Die Krugbäckerei ist stecken geblieben, sie hat sich nicht modernisiert. Die Krüge sind schwerer als die Glasflaschen und, was nicht zu bestreiten ist, der Krug ist nicht durchsichtig. Diese Einwände konn man nicht ohne weiteres entkräften. Aber eins, glaube ich doch, soll man zugeben: die Krugbäcker selbst müssen auch etwas industrialisiert werden, damit sie größeren Anforderungen ent⸗ sprechen als die ihres Handbetriebes. Ich will gern die Frage verfolgen, wie diesen Leuten geholfen werden kann. (Bravo!) Auf Grund des Vertrages ist es nicht sehr einfach. Vielleicht werden wir aber doch in der Lage sein, einen Einfluß auf die Firma auszuüben. Aber ich möchte bitten, versprechen Sie sich nicht allzu viel davon.

Vom Wasser komme ich zum Wein. Es ist aber nicht er⸗ freulich, was ich Ihnen sagen muß; denn das Ergebnis unserer Weingüter ist ungünstig. Das ist für den, der etwas von der Sache versteht, gar nicht verwunderlich. Denn das letzte Jahr war ein ausgesprochenes Fehljahr. Wie wäre es denn möglich, daß es den Domänenweingütern besser gehen sollte als den gesamten andern Winzern? (Sehr richtig!) Die Domänenverwaltung hat außerdem noch den Nachteil, daß sie die guten Weine der Jahrgänge 1921 und 1922 an eine amerika⸗ nische Firma verkauft hat, um ste dem Zugriff der Franzosen zu entziehen. Sie haben ja gehört, welche großen Erträge andere davon haben. Wir haben auch von den Jahrgängen 1924 und 1925 nur wenig ausbaufähige Weine. Infolgedessen wird auch für die Zukunft noch wenig anfallen. Aber, meine Damen und Herren, ein Weinbauer gibt niemals die Hoffnung auf (sehr richtig!), und ich habe die Hoffnung, daß auf schlechte Jahre immer wieder mal ein gutes Jahr kommt, und damit machen wir dann alles wett. (Bravo!)

Der Domänenweingutsbesitz ist in bescheidener Weise ver⸗ größert worden, indem 3 Hektar angekauft wurden, um darauf eine amerikanische Schnittrebenanlage einzurichten. Auf die Weise wird die auf dem Steinberg, die auch zu klein ist, frei.

Mit Recht wurde von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, daß es doch ein Mangel sei, daß bei den Regierungen keine akademisch gebildeten Landwirte tätig sein können. Diesen Mangel empfindet das Landwirtschafts⸗ ministerium außerordentlich. Die Sache ist aber gegenwärtig die, daß wir bei der Ernennung von Mitgliedern der Domänenabtei⸗ lung nur bezüglich der Regierungsdirektoren eine Mitwirkung haben, aber nicht bezüglich der übrigen Mitglieder. Es war bisher noch nicht zu erreichen, akademisch gebildete Landwirte in diese Abteilung hineinzubringen. Ich gebe aber das Bestreben nicht auf, weil ich die Ueberzeugung habe, daß es zu einer Besserung der Verhältnisse führen wird. (Bravo!)

Noch ein Wort zu einer Sache, über die ich überhaupt nicht sprechen zu müssen glaubte. Vor wenigen Tagen hat ein prominentes Mitglied des hohen Hauses zu mir gesagt: Herr Minister, Domänen haben heute überhaupt keinen Zweck mehr. Vorbilder sind nicht mehr nötig. Was wir brauchen, das sind bäuerliche Besitzer, und die sind am besten und einfachsten zu schaffen, indem die Domänen aufgelöst werden. (Abg. Dr. Kaufhold: Ist Meincke das prominente Mitglied gewesen? Heiterkeit.) Nein. Mehr sage ich aber nicht. (Keiterkeit.) Ich will keinen Zweifel darüber lassen, daß ich dieser Meinung nicht bin. Zunächst brauchen wir auch in der Landwirschaft noch weitere Beispiele. Wenn gesagt wird, eine Reihe von Domänen hätten aber nicht die Eigenschaft von Beispielswirtschaften, so' gebe ich das durchaus zu. Sobald Gelegenheit vorhanden ist, bei Neuverpachtungen wirklich aus⸗ zuwählen, werden wir uns die Pächter auf ihre Geeignetheit sckarf ansehen. (Sehr gut!) Beispiele sind in der Landwirtschaft nicht zu entbehren. Wenn wir vorwärts wollen, müssen wir Beispiele haben, die gegenseitig amegen, denn in der Landwirtschaft sind Worte eben nur Zwerge, Beispiele aber sind Riesen. (Sehr richtig!) Wir können also die Domänen nach dieser Richtung nicht entbehren. Dann habe ich aber noch einen anderen Grund. Wenn ich dann sehe, wie Gemeinden, Städte, insbesondere Berlin, Kreise, Provinzen, Land kaufen, dann würde ich es nicht verstehen, wenn der Staat, das Land Preußen, sich dieser Macktposition begeben sollte. (Sehr richtig!) Schon allein aus diesen Erwägungen heraus würde ich gegen eine Aufteilung der Domänen sein. Ich weise Sie aber auch darauf hin, daß gerade das, was mir gesagt wurde, daß man neue Stellen bilden soll, in der Nachkriegszeit nur möglich war, indem die Domänenverwaltung Land bereitgestellt hat. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Es kann wieder einmal eine Zeit kommen mit großem Landhunger Dann wird notwendig sein, daß irgendwo noch eine Quelle ist, aus der man diesen Landhunger befriedigen kann. Endlich mache ich auch darauf aufmerksam, daß in der Landwirtschaft eine gesunde Mischung von Groß⸗ Mittel⸗ und Kleinbetrieben vor⸗ handen sein muß. (Sehr richtig!) Aus diesem Grunde haben gerade Sie, meine verehrten Damen und Herren, mir zu meiner Freude im letzten Jahre die Mittel bereitgestellt, um im Westen Besitz zur Bildung von Domänen zu kaufen, weil dort Großbetriebe zu sehr zurücktreten Ich glaube also, auch agrarpolitische Erwägungen führen uns zu dem Ergebnis, die Domänen nicht aufzuteilen, wohl aber überall dort, wo ein Bedürfnis für Anliegersiedlungen, auch ein Bedürfnis zur Bildung klein⸗ und mittelbäuerlicher Stellen vor⸗ handen ist, den berechtigten Wünschen zu entsprecken. (Bravo!)

Abg. Gieseler er . beklagt die erheblich gestiogenen Lasten der Domänenpächter, fordert Steuererleicherungen für sie und stimmt dem deutschnationalen Antrag auf Uebernahme des

Superinventars zu. beachten seien auch die großen Schädi⸗ gungen durch die aul⸗ und Klauenseuche. Dringend zu warnen sei vor einer Ueberspannung der sozialen Lasten. der Bezahlung der Handwerker auf den Domänen müsse der Fiskus entgegenkommend sein.

Aeg. Simon (Soz.) bespricht die Verhältnisse der selbst⸗ bewirtschafteten Domänen. Durch den intensfiven Betrieb hätten * gute Erjole⸗ anssuweisen. Der Gedanke der Selbst⸗ bewirts zuftig habe sich als Notwendigkeit herausgestellt, be⸗ sonders um Musterwirtschaften gn schaffen. Das Hofgängersystem bürs⸗ nicht gestattet werden. ur deutsche Arbeiter sollten be⸗ schäftigt werden; trotz des eneeh; mit Polen würden noch Hunderttausende von polnischen Arbeitern beschäftigt und das trotz der großen Arbeitslosigkeit der deutschen Landarbeiter. Die Mißstände in den Landarbeiterwohnungen müßten endlich be⸗ seitigt werden. Der Redner fordert obligatorischen Fortbildungs⸗ unterricht vom 14. bis zum 18. Lebensjahre landwirtschaftliche Winterschulen, Ausgestaltung des landwirtschaftlichen Betriebs⸗

wesens. Das Haus vertagt sich hierauf auf Mon Fort⸗

tag 12 Uhr:

setzung der Beratung. v1XAX“

Schluß 3 ¼ Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

II11““

Der Haushaltsausschuß des Reichstags se am 18. d. M. unter dem Vorsitz des Abg. Helmann (Soz.) die Beratung des Etats 1927 fort. Eingegangen ist zum Reichswehr⸗ etat eme denischrif über die militärischen Personals durch Zivilhilfskräfte Zunächst wurde laut Bericht des Nach⸗ richtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger zum Haus⸗ halt des Reichskanzlers ein S; Ptel entsprechend dem Vorschlage des Sparausschusses er edigt, den Berichterstatter Abg. Taubadel (Soz.) begründete. Gemäß dem Antrage wurden für die Reichszentrale für Heimatdienst bewilligt: für perfönliche Aus⸗ aben 473 800 RM, für sachliche Verwaltungsausgaben 136 200 Reichsmark, zur Förderung des Fa nschnn . im Inland, davon 400 000 RM künftig wegfallend, 960 000 RM. Außerdem wurden zur Verfügung des Reichskanzlers zur örderung des Nach⸗ richtenwesens im Inland 584 000 RNM bewilligt. Die Jahres⸗ abrechnung für diese Summe soll der alleinigen Prüfung des Reichsschuldenausschusses, der auch die Entlastun erteilt, unter⸗ liegen. Abg. Frhr. von Richthofen (Dem.) bat zunächst den Reichswehrminister, in Berbindung mit dem Ministerium des Aus⸗ wärtigen darauf hinzuwirken, daß unser gegenwärtiges Militär⸗ ystem doch dereinst einmal wieder geändert werden möge. Solange as nicht möglich sei, wolle seine Partei die Reichswehr üe nach Kräften fördern. Voraussetzung für seine Partei sei abei aber, daß sie ein brauchbares und zuver ässiges Mittel zum Schutze des heutigen Staates sei. Diese Gewähr scheine ihm aber die jetzige Art der Rekrutierung nicht zu gewä

scheine ihm die Abstempelung der Reichswehr als Söldnerheer noch zu verstärken, denn darin liege die Quelle der jetzigen Unzufrieden⸗ det mit der Reichswehr. Er begrüße, daß zum Eintritt in die Offizierslaufbahn das Abiturientenexamen im allgemeinen Vor⸗ aussetzung sei. Aber noch vermisse er, daß die Offiziere in der Reichswehr dem jetzigen Staate auch innerlich freudig dienten. Die überwiegende Zahl des Offizierskorps stehe doch leider dem gegen⸗ wärtigen Staate ablehnend gegenüber. Deshalb falle es ihm auf, daß unter den Offizieren der Kavallerie ungefähr die Hälfte adligen Familien entstamme. Der Anteil ihm hoch. In Zukunft müsse in höherem Maße darauf gese en werden, daß der 98 ersatz aus Kreisen entnommen werde, die auch innerlich ein Gefühl dafür hätten, daß sie republikanische Offiziere seien. Hier werde eine Zentralinstanz Abhilfe schaffen können, die diese Einstellun von ungefähr 200 jungen Offizieren jährlich einheitlich regeln un sie auf die Waffengattungen verteilen könne. Damit würde auch verhindert, daß Versprechungen auf Einstellungen Jahre im voraus gemacht würden. (Reichswehrminister Dr. Geßler: Das ist abgestellt. Die jungen Leute, die damit rechnen, werden sich täuschen!) Er, Redner, werbde sehen, ob die Leute sich täuschten. Unter Umständen würden durch solche Enttänschungen auch die jungen Leute geschädigt. Die Höhe unseres Militäretats errege z. B. in Frankreich schon Anstoß und Kritik. Abg. Brüninghaus (D. PVp.) bemerkte, daß die Mißstimmung gegen die Reichswehr nach seiner Auffassung weniger auf die Mißstände in der Reichswehr als vielmehr auf die henatssch betriebene Agitation gegen die Reichswehr ren sei. Den Reigen im November 1926 der Reichstagspröé sident Löbe in der „Breslauer Volkswacht“. Die dann entstandene Pressefehde, insbesondere die Artikel in der demokratischen Presse, hätten uns nicht nur innen, sondern auch außenpolitisch ge⸗ schadet. Der wieder hervorgekehrte Gegensatz Republik-—Monarchie sei rein theoretischer Natur. In der Theorie dürfte auch kein Anhänger der Sozialdemokratie in der Armee sein, da ja die Sozialisten nicht die „demokratische“, sondern die 1zist s. Republik haben wollten. (Heiterkeit.) Man sollte also diese rein theoretischen Streitigkeiten bograben und sich freuen, daß die Reichswehr ein zuverlässiges Instrument in der Hand der Regierung sei. Die Arbeiter⸗Turnvereine seien rein partei⸗ politisch abgestempelt. Herr Schöpflin will, ebenso wie ich, das Heer und die Marine frei von der Politik wissen, will, daß sie aus allen Teilen des Volkes sich zusammensetze. Dazu stimme nicht, daß in sozialdemokratischen Blättern vor dem Eintritt in die Reichswehr gewarnt werde. Das Eissbgescäft habe bisher gut gearbeitet. Er halte es daher für falsch, daß man an diesem bewährten System etwas ändere und einen Sprung ins Dunkle mache. Er sei der Ansicht, daß darauf geachtet werden müsse, daß nicht etwa eine Differenzierung in der Güte der Regimenter einträte. Die Zivilversorgung liege stark im argen; sie sei, wie die Wehrmacht selbst, eine staatspolitische Notwendigkeit. Nach der Statistik seien in den Jahren 1923 1925 rund 5000 Anwärter in freie Stellen nicht eingewiesen worden. Das sei ein unhaltbarer Zustand. Der gemeinsame Wunsch des Reichs⸗ tages, den Zirildienstberechtigten eine besondere Anrechnung der Militärdienstzeit zuteil werden zu lassen, sei nicht erfüllt. Er erhebe daher diese Forderung aufs neue. Die Unterbringung der Soldaten sei schlecht und müsse verbessert werden. Seine Partei stehe auf dem Standpunkt, daß die uns verbliebene Wehr⸗ macht wenigstens quatitativ auf der Höhe gehalten werden müsse und werde dementsprechend stimmen. Abg. Dr. Bredt (Wirt⸗ schaftliche Vereinig.) wies die Pläne des Abg. Löbe zur Rekru⸗ tierung ab. Redner wandte sich dann gegen den ständig steigenden Etat. Die alte gute Tradition preußischer Sparsamkeit scheine im deutschen Heer etwas in den Hintergrund gekommen bn Jecn. Seine Partei könne nicht für einen Etat stimmen, dessen osi⸗ tionen immer umfangreicher werden. Abg. Leibl (Bayer. Vp.) erinnerte daran, daß uns der Umstand, daß wir aus Sparsam⸗ keitsgründen vor dem Weltkriege auf die militärische Ausbildung der e Ersatzreserve verzichtet haben, im Jahre 1914 sehr geschadet habe. Redner glaubt nicht daß eine Partei die Verantwortung übernehmen dürfe, den Keichswehretat einfach abzulehnen oder auch nur ohne genaue Prüfung der einzelnen Kapitel zu beschneiden. Im Interesse der Sicherheit des Vater⸗ landes sei ein solches Verfahren nicht zu billigen. Die zivilberuf⸗ liche Sicherstellung des Soldaten, der 12 Jahre gedient habe, müsse unbedingt erfolgen Bei den Offizieren sei jede Gesinnungs⸗ schnüffelei zu verurteilen. Die Hauptsache sei, daß der Offizier seine dienstliche Pflicht tue. Abg. Henning (Völk.) war der Ansicht, daß die kleine deutsche Armee zu einem Muster⸗ heer gemacht werden müsse, denn wenn uns schon die Größe beschränkt sei, so müßten wir doch die höchst⸗ mögliche Qualltät erreichen. Das deutsche Heer von 100 000 Mann müßte so viel wert sein wie ein anderes von 200 000 Mann. Erschütternd sei es aber, daß das deutsche Hec

rleisten, denn diese

iziers⸗

noch nicht einmal die von der Entente etlaubten Munitions⸗ bestaunde mangels Mittel halten könne. Redner vertrat dann den Standpunkt, daß man dem Offizier nicht seine monarchistische Gesinnung verbieten dürfe, wenn der Offizier sonst seine Pflicht 2 und sich an keinem Putsch beteilige. Bei dem Etat dürf espart werden, aber nicht am Reichswehrsoldaten; denn die kleine Wehrmacht Deutschlands müsse zur Sicherheit des Vacer⸗ landes .⸗ allerbeste ausgestattet fein. Abg. Schlack

entr.) tonte unächst die durchaus 3.. Ein⸗ tellung des deutschen Volkes. Dazu komme, 6. die deutsche kleine Armee aller Wahrscheinlichkeit na zücs einmal ausreichen werde, um einen Abwehrkrieg mit Er olg führen zu können. Das dürfe uns natürlich nicht abhalten, dem Heere u geben, was das Heer brauche. Es sei zweifellos, daß der Reichswehretat stark gestiegen sei, so daß man sich fragen müsse, ob bei der Etatausstellung mit der notwendigen kaufmännischen Sorgfalt vorgegangen worden sei. Unbedingt müsse geprüft werden, an welchen Stellen no gespart werden koönne. Die Fra he der Selbstmorde hänge mit der Frage einer genügenden Seelsorge im Heer zusammen. Der Soldat, der einen festen Glauben zu Gott habe, würde nicht so leicht geneigt sein, seinem Leben eigenwillig ein Ende zu machen. Bezüglich der Anwerbung der Mannschaften müsse nochmals nachgepruft werden, ob nicht ein anderer Weg als der bisherige möglich sei. Reichswehr⸗ minister Dr. Geßler erwiderte, daß das bis verige Rekrutie⸗ rungssystem absoluk kein „Noli me tangere“ sein solle. Wenn vor irgendeiner Seite ein uter Vorschlag zur Rekrutierungsfrage gemacht werde, so wer dieser 8 das dorgfältigst⸗ geprüft werden. Augenblicklich sei dem eichswehrministerium aber etwas Brauch areres und Besseres nicht bekannt. Eines dürfe man anesrsa. nicht tun: fortwährend experimentieren! Zur Frage des Offizierersatzes gab der Minister ohne weiteres zu, daß es in der Tat einige Ta erane ebe, die in ihrem Offizier⸗ korps verhältnismäßig viel Adlige hätken. Das habe aber seinen einfachen Grund darin, daß diese Regimenter aus den ehemaligen Garde⸗ und Kavallerieregimentern zusammengelegt worden seien. Im übrigen werde der Ofenierersat jetzt dergestalt neugeregelt, daß alle Vormerkungen zu treichen seien. Das Regiment habe jetzt vom 1. April bis 1. Oktober alle Anmeldungen zusammen. Im Laufe des Oktober mache sich dann der Regimentskommandeur schlüssig, welche zwei oder drei glücklichen Leute er von den 200 oder 3800 Angemeldeten auszuwählen habe. Die Sache werde dann vom Reichswehrministerium geprüft, und im Januar er⸗

halten die Ausgewählten ihren endgültigen Bescheid. Der Minister machte dann kech, beranf aufmerksam, daß der Chef

ef der Reichsmarine bürger⸗

der Feres geian sowohl wie der ämtliche hohen Kommandostellen seien in bürger⸗

lich seien. Fast

lichen Händen. Von den Divistons⸗Kommandeuren sei die Hälfte bürgerlich. Gegenüber dem Vorwurf, daß der Minister nicht

enügend dafür sorge, daß das Offizierskorps sich dem heutigen Staate gegenüber keine Inkorrektheiten erlaube, betonte der Minister, daß in jedem einzelnen Falle auf das schärssee vor⸗ gegangen werde. Als Beispiel dafür berichtete der Minister von einem Fall, wo ein Offizier während einer Feisern mit den Unter⸗ Afisteren seiner emfagna⸗ den Kaiser leben ließ. Der Offizier wurde sofort ristlos verabschiedet und diese Verabschie⸗ dung als warnendes Beispiel sämtlichen Offizieren der Armee bekanntgemacht. Wenn dem Minister von anderer Seite vor⸗ Fworfen werde, daß er nicht zu befehlen verstehe, 5 erwidere er: Er befehle schon, aber er bemühe sich, zu dem Befehl die Ueber⸗ zeugung zu schaffen. Hierauf vertagte sich der Ausschuß auf Sonnabend.

Der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstags ersucht die Reichsregierung in einer Emschsießung, nach Rückzahlung der Abwicklungskredite im Interesse einer baldigen Entlastung der Landwirtschaft von der Rentenbank⸗ n hdiHul da auf eine Bereitstellung hierfür geeigneter

ittel bei der Rentenbaukkreditanstalt Bedacht zu nehmen.

Der EE“ des Reichstags nahm Stellung zu den Eingaben des Bayerischen Penstonistenbund’s, Ortsgruppen Rosenheim, Kufstein und Plattling, betreffend Ein⸗ neng einer Reichsbeamtenkrankenfürsorge. er Ausschuß be⸗ schloß, die Petition der Reichsregierung zuͤr Erwägung zu Her⸗. weisen und folgende Entschließung anzunehmen: Die Reichs⸗ regierung zu ersuchen, die Arbeiten zur Schaffung einer einheit⸗ lichen gesetzlichen Krankenfürsorge für Reichsbeamte mit aller Beschleunigung zu Ende zu führen.

——

Der Hauptausschuß des Preußischen Land⸗ tages nahm vorgestern zur Verbesserung der Einrichtungen auf den Universitaten und Hochschulen eine Reihe von Anträgen an, so den Antrag auf Bereitstellung ausreichender Mittel für kulturelle und wirtschaftliche Belange, damit die deutsche 8e. gegenüber dem Ausland nicht ins Hinter⸗ treffen gerät. Weitere Anträge, die dem Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger zufolge Annahme fanden, ordern die beschleunigte Einführung pflichtmäßiger ärztlicher ntersuchungen für alle Studierenden und die Anstellung von Fachärzten sür eibesübungen. Für die Universität Berlit wurde beschlossen, ba ein Plan für den Ausbau und die Ver⸗ legung der medizinischen Institute entworfen werden soll. Ferner fanden Annahme die Anträge auf Beseitigung der unhaltbaren 2 tände in der Frauenklinik. An der Universität Breslau oll kein weiterer Abbau von Professoren stattfinden; die Raum⸗ not der Universität soll beseitigt, ein Lehrstuht für Betriebswirt⸗ schaftslehre errichtet, eine Reihe neuer Professuren neu ein⸗ erichtet werden. Für die Universität Göttingen 8 die niversitätsnervenklinik erweitert, das pharmakologische Institut ausgebaut werden, ebenso das bigienische In Halle soll der Universitätsbibliotheksbau erweitert und ein Institut für Agri⸗ kulturchemie errichtet werden. In Greifswald sollen mehr ü2. ee t e⸗ das land wirtschaftliche Studium geschaffen werden. Annahme fand auch der Antrag auf Errichtung einer Professur für die 869— Sprache in Kiel, auf Einrichtung einer Professur für Prähis orie, eines Lektorats für Photographie und einer religionskuͤndlichen Sammlung in Marburg. Ab⸗ gelehnt wurde ein sozialdemokratischer Antrag auf Errichtung eines Lehrstuhles Straßenbau⸗Wissenschaft an der Technischen Hochschule in Berlin, ebenso ein kommunistischer Antrag, wonach die Studierenden einer Universität oder Technischen Hochschule einschließlich der ausländischen Studierenden sowie der Hörer die Studentenschaft bilden. Auch die Anträge, den beamteten außer⸗ planmäßigen außerordentlichen Professoren den Aufstieg nach Gruppe XI zu ermöglichen, ein neues Disziplinarrecht für vrrußsc⸗ Hochschulen zu schaffen und den Nichtordinarien die erlassenen Kolleggelder aus der Staatskasse zu ersetzen, fanden Annahme.

—.-—

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr Tyrol. Charlottenburg.

Verantwortlich für den Rechnungsdirektor Mengering 1 in Betlin 8

Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin.

Druck der Preußischen Druckerei⸗ und Verlags⸗Aktiengesellschaft. Berlin Wilbelmstr 32.

Vier Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage)

und Erste und Zw

Parlamentarische Nachrichten.

er Aeltestenrat des Preußischen Landtages Amerikanische 1 3 Aal die Vorfälle am 1000 5 Doll.

m Sonnabendvormitta besprach e 2 und I Doll.

Freitagabend geschaffene Lage. 8 91 Fr uhe nengesceclehe Prvung ers eine Stunde später beginnen zu] BArgentinische lassen, damit die Fraktionen Stellung nehmen könnten. Ein von ic den Deutschnationalen eingebrachter Antrag, gegen den kommu⸗ Canadische nistischen Abgeordneten Kellermann ein Vorgehen nach den Bestimmungen des Str. G.B. über Hausfriedensbruch zu ver⸗ 1 Hu. darunter Angenommen wurde ein weiterer Türkische.... 1 türt. Pfd. Antrag auf Ausschließung Kellermanns auf 8 Sitzungstage, weil Belgische ... 100 Belga 58,51 58,81 58,51 58,81 Amsterdam 13,52 ⅛, Berlin 8,00,10, Zürich 6,50, Kopenhagen 899,50, 111 97 112,53 Oslo 867,00, London 163,82 ½, Madrid 567,00, Mailand 148,00, 8 New York 33,76 ½, Paris 132,60, Stockholm 9,02, Wien 4,76 ½, Mark⸗ noten 8,01 ¼, Polnische Noten 3,76 ½, Belgrad 59,44. 8

Budapest, 19. Fevruar. (W. T. B.) „(Amtliche Devisen⸗ 100 Gulden 168,13 169,07 168,18 169,02 kurse.) Alles in Pengö. Wien 80,57 ½, Berlin 135,63 ½, Belgrad

wurde beschlossen, die auf

ich den Anordnungen des Präsidenten nicht gefügt hat und Bulgarische

8 die mefe Anordnungen durchführen sollten, tät⸗ Dänische.... b Gegen den Beschluß stimmten nur die beiden

Man war jedoch, abgesehen von den Finnische....

Kommunisten, einmütig der Ansicht, daß in Zukunft bei Wieder⸗ Französische 3

Fälle man notwendigen Falles mit einer Straf⸗ Holländiiche..

sich gezwungen sehen würde, wenn die durch Italienische: b

men gegen Störung der über 10 Lire 100 Lire 18,70 18,85 1952

8 5* FIg 10735 1078 10738 108,52 Spanien 28,79, Holland 12,1115⁄16, Italien 110,75, Schweiz 25,21 ¼,

100 Schilling, 59,20 59,50 59,23 59,53

geworden ist. b anwesenden Kommunisten.

holung solcher e vorzugehen die Geschäftsordnung Ordnung nicht ausrei

egebenen Maßnah

Deutschen 2 nzeiger und Preußi

Berlin, Montag, den 21. Februar

᷑fA. eEArne—Ta

Ausländische Geldsorten und Banknoten.

———

Brasilianische

Danziger...

Jugorlawische Norwegische.

Rumänische:

Handel und Gewerbe. 3 Berlin, den 21. Februar 1927. E“

Speisesette. Bericht der Firma Gebr. Gausfe, Berlin, Die Auslandsmärkte verkehrten Kovenhagen erhöhte die Notierung um 9 Kronen Malmö um 10 Kronen per 100 Kilo. Von den in⸗ Ungarische ländischen Plätzen sfetzte Hamburg die Notierung am 17. d. M. um 5 per Zentner herauf, während Berlin an diesem Tage unverändert blieb, dagegen am 19. d. M. 2 per Zentner hinaufging. Die mittleren Grenzen, wobei der Einzelhandel den Preiserhöhungen nur zögernd folgt. Die amtliche testsetzung zwischen Erzeuger und Großhandel, Fracht und Ge⸗ war am 19. d. M. 1. Qualität 185 ℳ, 2. Qualität 172 ℳ, abfallende 156 ℳ. Margartne: Schmalz. Die festere Tendenz, welche sich hat sich in verstärktem Maße

die Preise täglich anziehen konnten. Es ist das viehpreise in Reichsmark je Zentner Lebendgewicht wie folgt: eine natürliche Folge des Mißverhältnisses der zu niedrigen Schmalz⸗ v11114““ preise gegenüber den amerikanischen Schweinepreisen, welche den Packern bei der Schmalzlabrikatton keine Rechnung mehr finden lassen. Die Konsumnachfrage hat sich etwas gebessert, so daß auf dem Markt sich in den letzten Tagen eine lebhaftere Tätigkeit entwickeln konnte. Ochsen 1 Die heutigen Notierungen sind: . amerikanisches Purelard in Tierces und 73,50 ℳ, Berliner Bratenschmalz 75 ℳ.

vom 19. Februar 1927. Butter:

in fester Haltung. per 100 Kilo⸗

Konsumnachfrage bewegte sich in

binde gehen

Stilles Geschäft. Mitte der Woche bemerkbar machte,

Choice Western Steam 72 ℳ,

Schwedische.

Spanische..

kleineren Packungen 2 Bullen

Telegrapbhische Auszahlung.

21. Februar Brief Geld Brief 1,766 1,758 1,762 4,217 4,207 4,217 2,062 2,059 2,063 21,016 20,964 21,016 2,158 2,148 2,158 20,487 20,436 20,488 4,2135 4,2235 4,21 35 4,2235 0,499 0,497 0,499 4,265 4,255 4,265

169,07 168,64 169,06 8 5,51 5,49 5,51 Schweine

58,73 58,59 58,73 73,87 73,599 73,87 . 81,19, 8141 5181 10,64 10,60 2— 18,68 18,50 18,54 Sauen 7,422 740 742 11255 112,31 112,59

Buenos⸗Aires 814 Pap.⸗Pes. F 6 1 ägypt. Pfd. Konstantinop 2

New Pork... Rio de Janeiro 1 Goldpeso

100 Gulden 100 Drachm. Brüssel u. Ant⸗

100 Gulden

Helsingors . 100 finnl.

Jugoslawien..

100 Escudo 21,545 21,595

Schweikz.. ...100 Peseten

Stockholm und Gothenburg.

100 Schilling

19. Februar

Sovereigns ... 20 Frcs.⸗Stüůcke Gold⸗Dollars.

Englische⸗ große

. 100 Leva

Oesterreichische 1000 Lei und

. 100 Peseten

Kr.. 100 Kr. 12,455 12,515 12,457 1000 Kr. u. dar. 100 Kr. 12,44 12,50 12,44 . 100 Pengö 73,52 73,88 73,56 73,92

Tschecho⸗slow. 5000 Kr.

Deutschen Landwirts

111161114A1““

1“ am 19. Februar 1927: Ru⸗ 21,545 21,595 nicht gestellt

125,50 ℳ) fn

21. Februar

1 kanad. 8

100 Kr. 111,92 112,48 100 finnl. ℳ] 10,53 10,59

19. Februar. (W. T. B.) Die Bank von ührte heute 5000 Pfund Sterling in Goldmünzen

Berlin Hamburg

19. Februar 17. u. 18. Februar 18. Februar

Reichsmar

850900ä

9 22 90 50b202b0böbb6bb6b9bbbob bb9e6gb, bo o 6 9 85 „69b99öeeebbböeee]]

2 * * * 0 .2ℳ * 0 . 2 -. 0⁴ 0⁴ 0 2 8 0 ³⁴ 2 2 8 2 . 60 2* 0 2₰ .⁴ 2

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts seltus ö; Gestellt: 27 890 Wagen, Wagen. Oberschlesisches 1 108,62 108,34 108,62 Gestellt Wagen. Am 20. Februar 1927: Ruhrrevier: 16,53 16,505 16,545 Gestellt 6584 Wagen, nicht gestellt W 12,516 12,476 12,516 [sches Revier: Gestellt —. 81,24 81,04 81,24 3,057 3,045 3,055 70,95 70,91 71,09

112,727 112,45 112,73 W. T. B.⸗ 59,45 59,31 59,45

Die Cenhh,sbelr sene nbennn der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut B. am 19. Februar auf 125,25 (am 18. Februar auf

r 100 kg.

19. Februar 1M 8 Geld Brie’ Geld Brief Danzig, 19 Februar 8 20,70 Danziger Gulden.) Noten: 8 48 . 423 ee. 25,10 8 8EIe Warschau

. . g8 100 Zloty⸗Auszahlung 56,65 G., 57,80 B., London telegrapbische b bci E116“ Auszahlung 25,10 G, —,— B., Berlin telegraphische Auszahlung 1

20,60 20,70 20,60

4,199 4,219 4,20 b“ 4,182 4,202 4,183 4,203 Wien, 19. Februar. 1 Pap.⸗Pes. 1,743 1,763 1,7235 1,756

8 2 4181 20,41 20,51 20,405

2.125

100 Gulden 81,15 81,55 81,27 81,67 100 Fres. 16,)66 16,64 16,56 16,64

erliner Meldung des

4,22 122422 G., 122,728 B.

Prag, 19 Februar.

10,05, Zürich 110,05 ¾. 7,38 123,80, New York 4,85, Wien 34,40

Wien 53,00.

Zürich, 19. Februar. 1 25,22, 1ss. 20,37, New York 5,191 26, B 2% Mailage 500 b 22,70, Madrid 87,60, Holland 208,06 ¼, Berlin 123,21 ¼, Wien 73, 2 ½, gn. e; 1 8 N 58 18 2— 888 Stockholm 138,76 ½, Oslo 133,71 ½, Kopenhagen 138,57 ½, Sofia 3,75, 8 Ee 111,97 112,53 112,07 112,63 Prag 15,40, Warschau 57,50, Budapest 90,91 ¼“), Belgrad 9,13 ½,

100 Frcs 8093 81,33 80,97 81,37 Atben 6,70, Konstantinopel 2,65, Bukarest 3,15, Helsingfors 13,10, Pesei 70,82 717118 70,97 71,33 Buenos Aires 217,25, Japan 254,25 *) Peng‚oö. 8 . Kopenhagen, 19. Februar. (W. T. B.) (Amtliche Devifen⸗ 12,517 kurse.) London 18,21, New York 3,75 ¾, Berlin 89,05, Paris 14,90, 12,50 Antwerpen 10,55, Zürich 72,35, Rom 16,60, Amsterdam 150,50, Stockholm 100,30, Oslo 96,70, Helsingtors 9,48, Prag 11,14. Wien 53,10.

Stockholm, 19. Februar. (W. T. B.) (Amtliche Deviken-⸗ kurse.) London 18,17 ¾, Berlin 88,85, Paris 14,72, Brüssel 52,20, Schweiz. Plätze 72,15, Amsterdam 150,05, Kopenhagen 99,90, Oeslo 96,50, Washington 3,75 ¾8, Helsingfors 9,44 ½, Rom 16,45, Prag 11,15,

Oslo, 19. Februar. London 18,88, Hamburg 92,25, Paris 15,30, New York 389,50, Amstérdam 155,85 Zürich 74,90, Helsingfors 9,85, Antwerpen 54,20, Nach den Mitteilungen der Preisberichtstelle beim Stockholm 103,90 Kovenhagen 103,80, Rom 17,00, Prag 11,95, afte. stellten sich die Schlacht. Wien 55,00.

Moskau, 18. Februar. (W. T. B.) (Ankaufkurse, mitgeteilt von der Garantie⸗ und Kredit⸗Bank für den Osten A.⸗G.) (In

UL.1

Berichte von auswartigen Depisen⸗ und Devisen. 8 1 (W. T. B.) Devisenkurse. (Alles in

Lokonoten 100 Zloty 57,75 G., 57,90 B.

(W T. B.) Amtliche Devifenkurse:

Amsterdam 283,65, e ge Budaxveft e h. itre; ) 0,482 50: 189,00, London 34,39 ½4, New Yorkt 708,85, Paris 27,76, Zürich 1ein. 8 Sen 88s üen 136,33. Marknoten 167,80, Lirenoten 31,02, Jugoslawische Noten 8 20,505 PS28. r. vmire Noten 8297 L,2 8* 3

50 7 393 49. ollarnoten 706,00, Ungarische Noten 123,80 *), wedische Noten t. b. —,—, Belgrad 12,44,75. *) Noten und Devisen für 100 Pengö.

(W. T. B.) (Amtliche Devisenkurse.)

18,69 London, 19. Februar. (W. T. B.) Devisenkurse. Paris

Deutschland 20,46 , Belgien 34,87 ⅛,

(W. T. B.) Devisenkurse. London

(W. T. B.) (Amtliche Devisenkurse.)

Stuttgart Tscherwonzen.) 1000 englische Prund 941,50, 1000 Dollar 194,00,

Lieferung 27,00.

Lothringer Zement —,—,

Wanß u. Freytag 203,00,

das Stück.

107,25, Skodawerke 152 Leykam⸗Jofefsthal 14,50.

1000 schwedische Kronen 51,80, 1000 finnische Mark 4,87.

London, 19. Februar. (W. T. B.) Silber 272⁄10, Silber

Wertpavpiere. Frankfurt a. M., 19. Februar. (W. T. B.) Oesterreichische Kreditanstalt 931, Adlerwerke 137,50, Aschaffenburger Zellstoff 182,25, D. Gold⸗ n. Silber⸗Scheideanst. 255,50, Frankf. Maschinen (Pokorny u. Wittekind) 112,50, Hilpert Maschinen 86,00, Phil. Holzmann 193,75, Holzverkohlungs⸗Industrie 96 ⅞, Zuckerfabrik Bad. Waghäusel —,—.

Hamburg, 19. Februgr. (W. T. B.) (Schlußkurse.) Brasil⸗ bant —,—, Commerz⸗ u. Lübeck⸗Büchen 130,00, Schantungbahn 13,50, Deutsch⸗Austral. —,—, Hambg.⸗Amerika Paketf. 173,00, Hamburg⸗Südamerika ex., Nordd. Lloyd 156,00, Verein. Elbschiffahrt —,—, Calmon Asbest 65,00 Harburg⸗Wiener Gummi 104,00, Ottensen Eisen 43 B, Alsen Zement 261,50, Anglo Guano —,—, Merck Guano 101 B, Dynamit Nobel —,—, Holstenbrauerei 225,00, Neu Guinea 1375,00, Otavi Minen Freiverkehr. Sloman Salpeter 8

Privatbank 222,75, Vereinsbank 184,25,

8,00 RMN für

Wien, 19. Februar. (W. T. B.) (In Schilling. Völker⸗ bundanleihe 107,25 Mairente —,—, Februarrente 0,44, Oesterreichische Goldrente —,—, Oesterreichische Kronenrente 0,42, Türkenlose 50,30, Wiener Bankverein 12,00, Bodenkreditanstalt 21,10, Oesterreichische Kreditanstalt 15,60, Ungarische Kreditbank 102,75, Eff 1 (Angkobank) —,—, Niederösterreichische Eskompteges. 27,60, Länder⸗ bank 15,50, Oesterreichische Nationalbank 264,00, Wiener Unionbank 6,30,- Staatsbahn 47,30, Südbahn 20,30, Alpine Montan 41,50, Poldibütte 118,00, Prager Eisenindustrie 256,00, Rima⸗Murany ,00, Waffenfabrik 6,05, Trifailer 52,40,

Amsterdam, 19. Februar. (W. T. B.) 6 % Niederländische Staatsanleihe 1922 A u. B 106 ⅜, 4 ½ % Niederländische Staats⸗

ektentreuhandges.

Revier: anleihe von 1917 zu 1000 fl. 99,00, 3 % Niederländische Staats⸗

anleihe von 1896/1905 72,00, Deutsche Kali —,—, 7 % Deutsche Reichsanleibe 105 ⅛, Reichsbank neue Aktien 188,00, Nederl. Handel Maatschapif Akt. —,—, Jurgens Margarine 17 1,25, Philips Glueilampen 379 ⅜, Geconsol. Holl. Petroleum 258,00, Koninkl. Nederl. Petroleum 394,75, Amsterdam Rubber 344,75, Holland⸗ Amerika⸗Dampfsch. 85,00, . Eultuur Mpif. der Vorftenl. 184,00, Handelsvereeniging Amsterdam

690,00, Delt Maatschapvij 448,50 Senembab Maatschappif 450,50,

Niederländische Kunstseide 269.00, Holländische Kunstseide 93 ½. 1

Nederland. Scheepvart Unie 190,00,

1. Untersuchungssachen eerlutt⸗ u. Fundsachen, Zustellungen a. dergl.

Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4 Verlosung ꝛc von Wertpapieren.

5. Kommanditgesellschaften auf Attien, Akttengesellschaften

Deutsche Kolonialgesellichaften.

☛ꝙ Befristete Anzeigen müssen drei Tage vor dem

Gffentlicher Anzeiger.

Anzeigenpreis für den Raunm einer 5 gespaltenen Einheitszeile (Petit)

1,05 Reichsmark.

———TTL—-—-—-—-—-- —y

Etnrückungstermin bei der Geschäftsstelle eingegangen sein..

6. Grwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften.

7. Niederlassung 1 8. Unfall- and Invaliditäts⸗ ꝛc Verficherung.⸗ 9. Bankausweise.

10 Verschiedene Bekanntmachungen

11 Privatanzeigen

mc. von Rechtsanwälten.

Zurückgenommen wurde durch Beschluß vom 16. Februar 1927 die Fahnenfluchts⸗ erklärung gegen Adam Lude, früherer der 2. Esk. R.⸗R. 18 zannstatt, geb. am 4.12. 1900 in Zai⸗ O.⸗A. Urach. tt Amtsgericht Stuttgart II in Cannstatt. 8

2. Aufgebote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zu⸗

stellungen u. dergl.

[114823] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll

am 14. April 1927, vormittags

10 Uhr, an der Gerichtsstelle Berlin⸗

Wedding, Brunnenplatz, Zimmer 87 II1, versteigert werden das im Grundbuche von Berlin⸗Reinickendorf, Band 3 Blatt Nr. 101, (eingetragener Eigentümer am

18. Dezember 1926, dem Tage der Ein⸗.

tragung des Versteigerungsvermerks: Kauf⸗ mann Josef Wieczorke in Berlin⸗Reinicken⸗ vorf) eingetragene Grundstück in Berlin⸗ Reinickendorf. Resibenzitr. 120/121, be⸗ stehend aus Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, Stallgebände, Remise und Zentesimalwagengedaͤude, Kovtenblatt 3. Parzelle 141/98, 24 a 50 qm groß Grund⸗ steuermutterrolle Art. 786. Nutzungswert 2646 ℳ, Gebäudesteuerrolle Nr. 62. 6 K. 105b. 2639.

Berlin N. 20, Brunnenplatz, den 3. Februar 1927.

Amtsgericht Berlin⸗Wedding. Abt. 6.

6

[114852) Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 14. Aprit 1927, vormittags 10 ½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Berlm⸗ Wedoding, Brunnenplatz, Zimmer 87 IIi, versteigert werden das im Grundbuch von Berlin (Wedding) Band 59 Blatt Nr. 1422

(eingetragenet Eigentümer am 0. Jenuaz

1927, dem Tage der Eintragung des Ver⸗ steigerungsvermerks. Kaufmann Abraham Gelb in Krafau, Ringplatz 17) einge⸗ tragene Grundstück Berlin, Liebenwalder Straße 15, enthaltend Vorderwohnhaus mit Seitenflügel rechts, Quergebäude und zwei Höfen, Kartenblatt 22, Parzellen 652/30 und 1899,26, 5 76 qm groß, Grund⸗

steuermutterrolle und Gebäudesteuerrolle Nr. 4356, Nutzungswert 9200 ℳ. 6 K. 145. 26.

Bertin N. 20, Brunnenplatz, den 5. Fevruar 1927.

Amtsgericht Berlin⸗Wedding. Abt. 6.

(114854]/ Zmwangsversteigern ung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 21. April 1927, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Berlin⸗ Weddmg, Brunnenplatz, Zimmer 87 III, versteigert werden das im Grundh uche von Berlin (Wedding) Band 33 Blatt Nr. 748 (eingetragene Eigentümerm am 26. Ja⸗ nuar 1927, dem Tage der Eintragung des