Reichs⸗ und Staatsanzeiger Nr. 147 vom 27. Juni 1930. S. 4.
wirtschaftlich am Ersticken; seine Kaufkraft ist auf ein Minimum
esunken. Die Hoffnungen auf erhebliche Absatzsteigerung nach Tahlen werden deshalb bestimmt enttäuscht werden. Trotz des so Fens verkündeten Selbstbestimmungsrechts der Völker konnte Bolen uns Oberschlesien, Westpreußen, Posen und die alte deutsche Stadt Danzig rauben. Täglich hören wir von Gewalttaten Polens egennber Deutschen im Korridor, in Posen und in Schlesien. Täglich mehren sch die —, von &- n und unerhörten Grenzverletzungen der Polen. Ist es da Deutschlands Aufgabe, diesem Lande, das vielleicht auf dem Wege ist, an seiner eigenen Unzulänglichkeit zu ersticken, zum Schaden des eigenen Volkes und Vaterlandes seine wirtschaftliche Existenz zu schaffen? Milliardengeschenke hat das gequälte und verarmte deutsche Volk den Polen bereits gemacht. (Sehr wahr! rechts.) Es ist genug des grausamen Spiels mit dem eigenen Volke zugunsten der Polen. Erneute Zustimmung.) Wir fordern vom Reichstag die Ab⸗ ehnung des polnischen Handelsvertrages, wir fordern, daß die Ablehnung dieses ungeheuerlichen Vertragswerkes ohne Ueber⸗ weisung an den Ausschuß in erster Lesung durch den Reichstag erfolgt. (Lebhafter Beifall.)
Die Beratung des Haushalts des Auswärtigen Amts wird dann abgebrochen.
Das Haus stimmt noch der Veräußerung von Grund⸗ stücken der früheren Reichskommission für die Mainz⸗Kasteler Festungsgrundstücke zu und vertagt sich sodann auf Freitag, 10 Uhr: Fortsetzung der zweiten Beratung des Haushalts, Arbeitslosenversicherung.
Schluß 7 Uhr.
Preußischer Landtag. 11V2. Sitzung vom 26. Juni 1930, 12,20 Uhr. (Bericht d. Nachrichtenbüros d. Vereins deutscher Zeitungsverleger.)
Ohne Aussprache werden eine Anzahl von Anträgen an die zuständigen Ausschüsse verwiesen, darunter ein deutsch⸗ nationaler Antrag auf Vorlegung eines Plans über Fürsorge⸗ maßnahmen für das besetzte Gebiet.
Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfs, nach welchem der Niederschlesischen Bergbau A.⸗G. ein Darlehn von 5 ¼ Millionen gewährt werden soll.
Abg. Sobottka (Komm.) bezeichnet diese Kreditgewährung als eine Provokation der Oeffentlichkeit. Die angebliche Not des niederschlesischen Bergbaues sei ein Schwindel. (Rüge des Präsi⸗ denten.) Seit 1927 habe die Gesellschaft bereits elf Millionen bekommen, um Arbeiterentlassungen zu verhindern. Die Ent⸗ lassungen seien trotzdem erfolgt, die versprochenen Lohnerhöhungen zu Lohnkürzungen geworden. (Hört, hört! bei den Kommunisten.)
Die Vorlage geht an den Haushaltsausschuß.
Bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs, der rund 8 Millionen zur Sanierung der Schichau⸗ erke in Elbing bereitstellt, erklärt
Abg. Becker ⸗Wilmersdorf (Komm.), bei all diesen Sub⸗ ventionen komme nichts heraus. Die Arbeiterentlassungen seien z. B. bei Komnick auch nach der Subventionierung fortgesetzt worden und die Pleite sei nicht aufzuhalten gewesen. Genau so sei es mit Schichau.
Abg. Graf zu Posadowsky⸗Wehner (Volksr. P.) weist auf die Kapitalflucht hin, die dazu führe, daß die deutschen Unternehmungen das geflüchtete Geld zu erhöhten Zinssätzen aus dem Ausland als Kredit nehmen müßten. Wenn es so weiter⸗ gehe, müsse einmal der Zeitpunkt kommen, wo auch die letzte Mark aus Deutschland herausgehe. Bei diesem Zustand hätten Garantie und Darlehen des Staates für notleidende Unternehmungen keinen Wert, denn die Darlehen müßten später doch niedergeschlagen werden. Solche Darlehen des Staates führten nur auch noch zum Bankrott des Staates. Sie seien eine unmittelbare Gefahr für den Staatskredit. Besonders unbegründet sei die Sanierung der Schichau⸗Werke, die sich einen parlamentarischen Generaldirektor, einen ehemaligen Staatssekretar, mit dem Wohnsitz in Berlin mit einem Gehalt von 2 —300 000 ℳ leisten könnten, während ein Reichsminister nur 36 000 ℳ bekomme. (Lebhaftes Hört, hört! rechts und bei den Kommunisten.) 8 *
Ein Regierungsvertreter erklärt: technische Direktor der Schichau⸗Werke Noe in Elbing bekommt nur einen Bruchteil des genannten Betrags. (Großer Lärm bei den Kom⸗ munisten und Rufe: Wieviel denn?) Einige Zehntausende. (Rufe bei den Kommunisten: Warum nicht genau? Das scheint ja eine ziemlich hohe Zahl zu sein!) Der kaufmännische Direktor bekommt ein Gehalt, das wesentlich dahinter zurückbleibt. Ein parla⸗ mentarischer Generaldirektor existiert überhaupt nicht. Die ge⸗ nauen Zahlen werde ist nach Einholung der Genehmigung im Ausschuß mitteilen. (Lachen bei den Kommunisten.)
Darauf geht die Vorlage an den Hauptausschuß.
Das Haus setzt dann die Aussprache über die Auf⸗ hebung der Immunität einiger kommunistischer Ab⸗ geordneten fort. 1 —
Abg. Bruhn (Komm.) schildert unter lärmenden Kund⸗ gebungen der Kommunisten die Streitigkeiten zwischen Sozial⸗ demokraten und Kommunisten in Hamburg. Die formalen Be⸗ leidigungsklagen gegen kommunistische Abgeordnete seien nur ein⸗ geleitet, weil die Kommunisten sich in der Presse und in Flug⸗ blättern gegen die „Verleumdungen und Lügen“ der sozialdemo⸗ kratischen Führer Heitmann, Biedermann und Senator Ehrent⸗
heit wehrten. 8 8 Abg. Dr. Ausländer (Komm.) polemisiert gegen den sozialdemokratischen Rektor einer weltlichen Schule in Neukölln, der einen kommunistischen Junglehrer gemaßregelt und, als er deswegen in kommunistischen Flugblättern angegriffen wurde, Strafantrag gegen einen Abgeordneten estellt habe. x ncg Schulz⸗Neukölln (Komm.) verlangt Aussetzung des schwebenden Verfahrens gegen den Abg. Müller⸗Hessen, der bei den Vorgängen in den Opelwerken in Rüsselsheim im Februar als Rädelsführer beteiligt gewesen sein soll. Die Mitteilungen der hessischen Staatsanwaltschaft an den Geschäftsordnungs⸗ ausschuß des Landtags enthielten jedoch freche Lügen. (Ord⸗ nungsruf.) In der „Opelhölle“ — diesen Namen hätten die Arbeiter den Opelwerken gegeben — komme es infolge der maß⸗ losen Ausbeutung fast täglich zu Rebellion. Am 12. Februar hätten die Arbeiter Versammlungen abgehalten; dabei habe auch Müller gesprochen. Die Presse habe daraus einen „kommu⸗ nistischen Putsch“ gemacht; das seien jedoch Verleumdungen gewesen. Der Redner greift den Abg. Heilmann (Soz.) aufs schärfste an und wird wegen beleidigender Ausdrücke zur Ord⸗ nung gerufen. 1
Das Haus nimmt hierauf die namentliche Abstimmung vor zu dem Antrag des Ausschusses, die Genehmigung zur Durchführung eines Strafverfahrens gegen den Abg. Lade⸗ mann (Komm.) wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu erteilen.
Der Ausschußantrag wurde mit 285 gegen 41 Stimmen der Kommunisten angenommen. Auch in 11 weiteren Fällen wird in namentlicher Abstimmung, die von den Kommunisten beantragt war, der Ausschußantrag auf Erteilung der Straf⸗ verfolgungsgenehmigung gegen kommunistische Abgeordnete angenommen. Betroffen werden davon außer dem Abg.
15, W
☛—
Der
kommunistischen
Lademann die Abg. Golke, Bruhn, Rau, Deter und Schubert. Es handelt sich in diesen Fällen zumeist um Beleidigungsprozesse.
Es folgt die Beratung des Urantrags der Regierungs⸗ parteien, der Deutschnationalen und der Deutschen Volks⸗ partei über die Notlage des Erzbergbaues im Sieg⸗, Lahn⸗ und Dillgebiet.
Abg. Fränken⸗Rheydt (Komm.) beschwert sich darüber, daß die Krisenunterstützung im Fv abgebaut worden sei. Für die Arbeiter habe man nichts übrig, wohl aber für die Groß⸗ aktionäre der Vereinigten Stahlwerke, die im letzten Jahr 46 Mil⸗
lionen verdient hätten. 8 8
Abg. Fries⸗Siegen (Soz.) erwidert, nach einem Beschluß des Senats der Arbeitslosenversicherung fielen die Stahlwerks⸗ arbeiter schon seit langer Zeit nicht unter die Krisenfürsorge. Der Zweck des Antrags sei nur, die Subvention weiter zu zahlen, obwohl der Erzabsatz völlig stocke, damit die Arbeiter bei Auf⸗ schließungs⸗ und anderen Zwischenarbeiten weiterbeschäftigt werden könnten. Durch die 800 000 Mark Subventionen von 1929 seien 18 Millionen Eisenerzeinfuhr gespart worden.
Ein gen macht der Debatte ein Ende. — Der
i
Antrag wird gegen die Stimmen der Kommunisten ange⸗
nommen. 2 Bei der Beratung der Geschäftsberichte der
Staatlichen Bergwerks⸗Gesellschaften Reck⸗
linghausen und Hibernia bekämpft
Abg. Sobottka (Komm.) die I auf Lohnabbau, die durch den Oeynhausener Schiedsspruch eingeleitet worden — Die Unternehmer bereiteten den Lohnabbau vor durch Arbeiterentlassungen. An der Spitze dieser Bewegung ständen die staatlichen Gruppen, die sogar Betriebsratsmitglieder gemaß⸗ regelt hätten. . 8 2 8
Darauf werden die Berichte durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt. 1
Der Hauptausschuß beantragt, das Polizei⸗Insti⸗ tut in Charlottenburg mit der höheren Polizei⸗ schule in Eiche zu vereinen. Er beantragt weiter, den Entschließungsantrag der Deutschen Volkspartei abzulehnen, der Nachweis der Kosten für das Polizeiinstitut und für die Polizeischule für Technik und Verkehr fordert.
Abg. Borck (D. Nat.) tritt für Annahme des Antrags der Deutschen Volkspartei ein. Er verurteilt diese beiden „Luxus⸗ bauten“ bei der gegenwärtigen Notlage des Staates aufs schärfste Dieser Luxus sei der Beweis dafür, daß am preußischen Etat noch erhebliche Streichungen und Ersparnisse möglich seien. Sehr richtig! rechts.) Unverantwortlich sei es auch, daß man 50 000 Mark ausgeben wolle, um das Kasino der ehemaligen Gardekürassier⸗ kaserne umzubauen zu einer Dienstwohnung für den Präsidenten des Polizeiinstituts. Für den Ausbau des Instituts habe man hohe Summen für einen künstlerischen Architektenentwurf aus⸗ gegeben. Da es sich nur um den Umbau einer Kaserne zu einer Schule handelte, hätte man auf solche Pläne verzichten können. Angeblich habe man sich moralisch dem Architekten verpflichtet gefühlt, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden, die man bei der Polizeiausstellung bei ihm erweckt hatte.
Abg. Kasper (Komm.) bekämpft die Vereinigung des Polizeiinstituts mit der Polizeischule in Eiche. Der Zweck sei nur, die ganze Ausbildung dem straffen militärischen Geist zu unter⸗ werfen, der in Eiche herrsche. In Charlottenburg sei man zu schlapp. Die Kommunisten müßten jedoch den übermäßigen Drill ablehnen. Den Antrag der Deutschen Volkspartei unterstützt der Redner. Die Schulräume könne man allerdings nicht als luxuriös bezeichnen (hört, hört! bei den Sozialdemokraten); aber solche Institute müßten grundsätzlich bekämpft werden. —
Abg. Metzenthin (D. Vp.) begründet den Antrag seiner Fraktion. Er glaube zwar nicht, 8 die Institute aus vee. Fonds gebaut worden seien. Wohl aber seien dafür offenbar Mittel verwendet worden, die für andere Zwecke bestimmt gewesen 8 nämlich für den Bau von Unterkünften und Wohnungen.
on diesen kostspieligen Bauten, die obendrein unzweckmäßig seien und allen Grundsätzen der Sparsamkeit widersprächen, habe kein Mensch im Landtag etwas gewußt. Das Institut sei wunderschön aber nicht am Platz in einem bitterarmen Staat. (Sehr richtig! bei der Deutschen Volkspartei.) Man müsse durch parlamentarische Kontrolle auf Sparsamkeit hinwirken. Auch in der Auto⸗ verwendung sei die Polizei zu großzügig.
Abg. Jürgensen (Soz.) beantragt Rückverweisung an den Hauptausschuß zu der Feststellung, ob ein Versehen unterlaufen sei. eh bei der Deutschen Volkspartei und bei den Kom⸗ munisten.
Der Antrag des Hauptausschusses, die beiden Polizei⸗ Institute zu vereinigen, wird mit den Stimmen der Regie⸗ rungsparteien angenommen. Der Antrag der Deutschen Volkspartei wird an den Hauptausschuß zurückverwiesen.
Das Haus vertagt sich dann bis Freitag, 10 Uhr: Dritte Beratung des Finanzausgleichs, der Schulgeld⸗Erhöhung usw. Der Staatsvertrag mit Bremen und die Subventionen für Schichau und die 1.““ Bergwerks⸗A.⸗G. können nur in zweiter Lesung beraten werden, weil die Kommu⸗
isten der gleichzeitigen dritten Lesung widersprechen
Der Steuerausschuß des Reichstags nahm gestern den Gesetz⸗ entwurf über die Pauschalierung der Verwaltungs⸗ kostenzuschüsse im wesentlichen nach der Vorlage der Reichs⸗ regierung mit einigen, überwiegend redaktionellen Abänderungen an, welche die praktische Durchführung des Gesetzes erleichtern sollen. Das Gesetz sieht Pauschalleistungen von Reichsbahn und Reichspost an die Gemeinden vor, die durch die Arbeitnehmer⸗ bevölkerung dieser beiden Betriebe besonders belastet sind. — Der Reichstagsausschuß für Volkswirtschaft genehmigte in seiner gestrigen Sitzung nach dem Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger zunächst den Gesetz⸗ entwurf über das zwischen Deutschland, Dänemark, Danzig, Polen und Schweden geschlossene Uebereinkommen über die Regelung der Schollen⸗ und Flundernfischerei in der Ost⸗ see. Es folgte die Beratung einer Verordnung über die Herab⸗ setzung der Sätze für die Vermahlung von In⸗ landsweizen. Hiernach soll im Juli 1930 jede im deutschen Zollgebiet belegene Mühle, die ausländischen Weizen vermahlt, von der Weizenmenge, die sie in diesem Monat vermahlt, min⸗ destens 30 v Inlandsweizen vermahlen. Bisher betvug die Ver⸗ mahlungsquote 50 v. Der Ausschuß stimmte in seiner Mehrheit dieser Verordnung zu. Schließlich wurde noch das Arbeits⸗ rogramm des Ausschusses besprochen. Es wurde be⸗ schlossen, daß zunächst das Brotgesetz in Bearbeitung genommen werden soll, und zwar soll mit den Beratungen bereits heute begonnen werden. Nach Erledigung des Brotgesetzes soll, sofern die zur Verfügung stehende Zeit es noch erlaubt, das Reichsmilch⸗ gesetz in Angriff genommen werden. Die Beratung des Wein⸗ gesetzes wird wahrscheinlich erst im Herbst vorgenommen werden
können.
— Im Reichstagsausschuß für Kriegsbeschädigtenfragen wurden gestern allgemeine Kriegsgefangenenfragen behandelt. In der Hauptsache drehte sich die Aussprache um Petitionen von Organisationen der ehemaligen deutschen Kriegs⸗
von Frankreich zu ätten. Ein r ministeriums erklärte,
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Der Aeltestenrat des Preußischen Landtags trat g. ammen, um sich mit der
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zus befassen, ob aus Anlaß
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Plenum des Preußischen Landtags eine Kundgebung stattfinden der Landtag schon vor dem
t schloß zu dem Zeitpunkt zu vertagen, an dem die K zage ist, eine endgültige Erklärung — Stellungnahme zu zugeben.
die Angelegenheit eichsregierung in
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1. Juli voraussichtlich in die Sommerferien gehen wird, soll von einer Kundgebung des Landtags selbst Abstand genommen werden.
Es wurde dem Landtags
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unsche Ausdruck gegeben, daß der Präsident des Tages der
Räumung gedenken möge. — Der Landtag wird sich voraussicht⸗ lich heute bis zum Herbst vertagen. Sollten die Kommunisten aber der Verabschiedung des Staatsvertrages mit Bremen wider⸗
am Dienstag nächster Woche zu verabschieden.
sprechen, so würde es notwendig
sein, daß das Plenum noch nsaalmeutril um diese Vorlage
Handel und Gewerbe.
Berlin, den 27. Juni 1930.
Telegraphische Auszahlung.
11 ap.⸗Pes. anad. 4 1 türk. 2
gen gypt. Pfd.
Buenos⸗Aires Canada.. Föpone. 1 Apan . . r . . London... New York. Rio de Janeir Uruguay... Amsterdam⸗ Rotterdam. Ath .. Brüssel u. Ant⸗ werpen.. Bucarest... Budapest..
Danzig.. —
1111 114““
1 Milreis 1 Goldpeso
100 Gulden 100 Drachm.
100 Belga 100 Lei
100 Pengbö 100 Gulden 100 finnl. ℳ 100 Lire
100 Dinar 100 Litas 100 Kr.
100 Escudo 100 Kr. 100 Frcs. 100 Kr.
100 isl. Kr. 100 Latts 100 Frcs. 100 Leva
elsingfors
talien ... Jugoslawien. Kaunas, Kowno Kopenhagen.. Lissabon und
Oporto.
Prmh. . Reykjavik (Island). EEEEö“ Schweiz.. Sofia Spanien 100 Peseten Stockholm und Gothenburg.
100 Kr. Talinn (Reval,
Estland). 100 estn. Kr. Wien 1100 Schilling
27. Juni
Geld 1,493 4,191
2,073 20,885 20,374
4,192
0,469
3,606
168,53 5,425
58,51 2,495 73,33 81,50 10,552 21,97 7416 41,80 112,22
18,80 112,24 16,46 12,44
92,11 80,80 81,25 3,037 46,90
112,61
111,44 59,165
Brief
1,497 4,199
2,077 20,925 20,414
4,200
0,471
3,614
168,87 5,435
58,63 2,499 73,47 81,66 10,572 22,01 7,430 41,88 112,44
18,84 112,46 16,50 12,46
92,29 80,96 81,41 3,043 47,00
112,83
111,66 59,285
26. Juni
Geld 1,509 4,191
2,073 20,88 20,37
4,1915 4,1995
0,471 3,636
168,48 5,425
58,475 2,493 73,29 81,44 10,551 21.97 7,416 41,78 112,20
18,80 112,21
16,455
12,44
92,09 80,77 81,23 3,037 48,10
112,59
111,44 59,175
Brief 1,513 4,199
2,077 20,92 20,41
0,473 3,644
168,82
5,435
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18,84 112,43 16,495 12,46 92,27 80,93 81,39
3,043 48,20
112,81
111,66 59,295
Ausländische Geldsorten und Banknoten.
Sovereigns.. 20 Frcs.⸗Stücke Gold⸗Dollars. Amerikanische: 1000 — 5 Doll. 2 und 1 Doll. Argentinische. Brasilianische. Canadische.. Englische: große u. darunter Türkische... Belgische.. Bulgarische. Dänische.. Danziger... Estnische... Finnische... Französische. olländische. Italienische: gr. 100 Lire u. dar. üelenilch⸗ 8 etkländische.. Litauische.. Norwegische.. en 1 gr. 00 Sch. u. dar. Rumänische: 1000 Lei und neue 500 Lei unter 500 Lei Schwedische.. Schweizer: große 100 Frcs. u. dar. Spanische.. Tschecho⸗slow. 5000 u. 1000 K. 500 Kr. u. dar.
1 türk. Pfd. 100 Belga 100 Leva
100 Kr.
100 Gulden 100 estn. Kr. 100 finnl. ℳ 100 Frcs. 100 Gulden 100 Lire
100 Lire
100 Dinar 100 Latts 100 Litas
100 Kr.
100 Schilling 100 Schilling
100 Lei
100 Lei
100 Kr. 100 Frcs. 100 Frcs. 100 Peseten
100 Kr. 100 Kr.
Ungarische.. 100 Pengö
(Weitere Nachrichten über „Handel u. Gewerbe“ s. t. d. Zweiten
27. Juni
Geld 20,46
121
4,176 4,163 1,467 0,45 4,165 20,342 20,325
58,48
111,98 81,31
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2,48
2,475 112,38 81,29 81,32 46,91
12,42 12,44 ĩ73,17
Brief 20,54
423
4,196 4,183 1,487 0,47 4,185 20,422 20,405
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10,52 16,51 168,89 22,09 22,12 7,40 80,61
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26. Juni
Geld
16,21 4225
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4,165 20,332 20,32
58,43 111,93
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59,15 59,23
2,47
112,33 81,21 81,29 47,80
12,42 12,435 7310
Brief
1627 425
4,194
1,505 0,475 4,185 20,412 20,40 58,67 112,37 111,57 10,5²
16,49 168,84
21 7,385 80,61 112,42 39
zum Deutschen Nr. 147. 8
Nichtamtliches.
(Fortsetzung aus der Ersten Beilage.) Handel und Gewerbe.
Die Liquidationskurse per Ultimo Juni 1930 ollen sich wie 2775 Allg. Dtsch. Credit⸗Anstalt 113,00, Bank ir Brau⸗Industrie. 144,00, Barmer Bank⸗Verein 123,00, Bayer. erv⸗, und Wechselbank 137,00, Baver. Vereinsbank 142,00 erliner Handels⸗Gesellschaft 160,00, Commerz⸗ u. Privat⸗Bant 1200, Darmstädter u. Nationalbank 209,00, Deutsche Bank und däzconto⸗Gesellschaft 134,00, Dresdner Bank 134,00, Aktienges. „Verkehrswesen 91,00, Allg. Lokalb. u. Kraftwerke 148,00 heutsche Reichsbahn Vrz. 94,00, Hamburg⸗Amerik. Packetf. 103,00, zanburger Hochbahn 72,00, mburg⸗Südamerikan. Dampf. 5,00, Hansa Dampfschiffahrt 139,00, Norddeutscher Lloyd 103,00 Ulem. Kunstzijde Unie 88,00, Allg. Elektrizitätsges. 149,00, Bayerische slctoren 82,00, J. P. Bemberg 91,00, Bergmann Elektrizität 178,00, Herl. Masch. Schwartzkopff 61,00, Buderus Eisenwerke 75,00, Char⸗ litenburger Wasser 98,00, Comp. Hisp. Amer. de Electr. 31 1,00, Con⸗ wental Gummiwerke 166,00, Daimler Motoren 33,00, Dtsch. Contin.
Dessau 150,00, Deutsche Erdöl 92,00, Deutsches Linoleumwerk berlin 198,00, Dvnamit A. Nobel 82,00, Elektrizitäts⸗Lieferung 18,00 Elektr. Licht u. Kraft 143,00, Essener Steinkohle 130,00, 8 G. Farbenindustrie 158,00, Feldmühle Papier 153,00, Felten u. Fuillume 110,00, Gelsenkirchen Bergwerk 128,00, Gesellschaft für
rische Unternehmungen 143,00, Th. Goldschmidt 57,00, Hamburger
trrizität 132,00, Harpener Bergbau 122,00, Hoesch Eisen u. Stahl
0o Philipp Holzmann 92,00, Hotelbetriebs⸗Gesellsch. 130,00, Iie Bergbau 239,00, Kaliw. Aschersleben 202,00, Rud. Karstadt 15,00, Klöckner Werke 100,00, Köln⸗Neuessen. Bergwerk 94,00, Nannesmannröhren 94,00, Mansfeld Bergbau 68,00, Maschinenbau intenehm. 46,00, Metallgesellschaft 113,00, „Miag“ Mühlenbau 1900, Mitteld. Stahlwerke 118,00, Montecatini 49,00, National. iutomobil 14,00, Nordd. Wollkämmerei 80,00, „Nordsee“ Dt. Hoch⸗ ec. 177,00, Oberschl. Eisenbahn⸗Bedarf 64,00, Oberschl. Kokswerke 10700, Orenstein u. Koppel 68,00, Ostwerke 238,00, Phönix gergbau 188,00, Polvphonwerke 225,00, Rhein. Braunk. u. Briket 8215,00, Rheinische Elektrizität 144,00, Rheinische Stahlwerke 111,00,
n.⸗Westfäl. Elektrizität 168,00, A. Riebeck⸗Montan 100,00, ggerswerke 61,00, Salzdetfurth Kali 370,00, Schles. Elektr. u. b Lit. B 147,00, Schles. Portland⸗Zement 145,00, Schubert u. Lalzer 211,00, Schuckert u. Co. 163,00, Schultheiß⸗Patzenhofer 8,00, Siemens u. Halske 214,00, Stöhr u. Co., Kammgarn 92,00, Svenska Tändsticks Ser. B 302,00, Thüring. Gas Leipzig 146,00, konhard Tietz 149,00, Transradio 115,00, Vereinigte Stahlwerke 700, Westeregeln Alkali 205,00, Zellstoff⸗Waldhof 155,00, Otavi Ninen u. Eisenbahn 46,00. “
8
London, 26. Juni. (W. T., B.) Wochenausweis der Bank dvon England vom 26. Juni (in Klammern Zu⸗ und Abnahme in Vergleich zum Stande am 19. Juni) in tausend Pfund Sterling: Notenumlauf 358 530 (Abn. 720), Depositen der Regierung 21500 (Zun. 4920), andere Depositen: Banken 63 780 (Zun. 5450), Private 36 110 (Zun. 420), Goldbestand der Emissionsabteilung 156 880 (Zun. 270), Silberbestand der Emissionsabteilung 4460 (Thn. 10)‧% Gold⸗ und Silberbestand der Bankabteilung 890 (Zan. 10), Regierungssicherheiten 48 860 (Zun. 2380), andere
Licherrheiten: Wechsel und Vorsch. 15 900 (Zun. 8800), Wert⸗
deviere 15 340 (Abn. 1300). Verhältnis der Reserven zu den ven 48,79 gegen 52,66 vH, Clearinghouseumsatz 734 Millionen,
seren die entsprechende Woche des Vorjahrs 21 Millionen mehr.
Paris, 26. Juni. (W. T. B.) Ausweis der Bank von tankreich vom 19. Juni (in Klammern Zu⸗ und Abnahme gegen ke Vorwoche). In Millionen Franken. Aktiva. Goldbestand 44 005 orn. 105), Auslandsguthaben 6820 (Abn. 44), Devisen in Report —
.Hu. Zun. —), Wechsel und Schatzscheine 23 626 (Zun. 47),
: diskontierte Handelswechsel 4839 (Abn. 56), sonstige im
id gekaufte Wechsel 18 787 (Zun. 103), Lombarddarlehen 2721
13), Bonds der Autonomen Amortisationskasse 5395 (unver⸗ t., Passiva. Notenumlauf 71 486 (Abn. 450), täglich fällige ndlichkeiten 14 359 (Zun. 303), davon: Tresorguthaben 3199 317), Guthaben der Autonomen Amortisationskasse 1820 (Abn. Privatguthaben 9001 (Zun. 721), Verschiedene 339 (Zun. 14), en in Report — (Abn. u. Zun. —), Deckung des Banknoten⸗ Gnd der täglich fälligen Verbindlichkeiten durch Gold 51,26 vH
Bern, 27. Juni. . T. B.) Wochenausweis der Schweize⸗
hen Nationalbank vom 23. Juni (in Klammern Zu⸗ Abnahme im Vergleich zum Stande am 14. Juni) in Franken: Aktiva. Metallbestand 578 887 (Zun. 17),
botddevisen 325 205 (Abn. 40 720), Wechselbestand 36 180 (Abn.
80, Lombards 44 475 (Zun. 3259), Wertschriften 52 101 (Zun. 914), svondenten 26 992 (Abn. 9274), Sonstige Aktiven 23 216 789). Passiva. Eigene Gelder 34 500 (unverändert), umlauf 842 462 (Abn. 6808), täglich fällige Verbindlichkeiten 46 (Abn. 39 038), sonstige Passiven 30 049 (Zun. 339).
Lopenhagen, 27. Juni. (W. T. B.) Wochenausweis Nationalbank in Kopenhagen vom 23. Juni (in
W Kronen): 172 208, Silberbestand 7279, zusammen . Notenumlauf 326 796, Deckungsverhältnis 55,0 98.
Koks und Briketts
agengestellung für Kohle Gestellt 19 732 Wagen, nicht
in 26. Juni 1930: Ruhrrevier: t — Wagen.
8 Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung für 3 Clektrolptkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung des „2. B.“ am 27. Juni auf 114,75 ℳ (am 26. Juni auf 2 ℳ) für 100 kg.
Berlin, Fittel.
26. Juni. Preisnotierungen für Nahrungs sendels
(Einkaufspreise des Lebensmitteleinzel⸗ 8 für das Kilo frei Haus Berlin in Originalpackungen.) srduft. durch öffentlich angestellte beeidete Sachverständige der maugtrie, und Handelskammer zu Berlin und Vertreter der Ver⸗
berschaft. Preise in Reichsmark: Gerstengraupen ungeschliffen,
„ bis 0,49 ℳ, Gerstengraupen, ungeschliffen, mittel 0,48 42 ℳ, Gerstengrütze 0,39 ½ bis 0,40 ½ ℳ, Haferflocken 0,40 99 ℳ, Hafergrütze 0,44 bis 0,46 ℳ, Roggenmehl 0¼1 0,28 8 ℳ, Weizengrieß 0,54 bis 0,55 ℳ, Hartgrieß 0,54 bis 8 v 000% Weizenmehl 0,39 ½ bis 0,50 ℳ, Weizenauszugmehl s.Säcken br.⸗f. n. 0,50 bis 0,54 ℳ, Weizenauszugmehl, Marken, alle Packungen 0,54 bis 0,73 ℳ, Speiseerbsen,
— bis —,— ℳ, Speiseerbsen, Viktoria 0,34 bis 0,37 ℳ, Viktoria Riesen 0,37 bis 0,42 ℳ, Bohnen, weiße, 6 bis 0,48 ℳ, Langbohnen, ausl. 0,51 bis 0,58 ℳ, . 9,6g e, lesies Ernte 0,52 bis 0,63 ℳ, Linsen, mittel, letzter 76063 bis 0,76 ℳ, Linsen, große, letzter Ernte 0,76 bis
Kartoffelmehl, superior 0,32 bis 0,33 ℳ, Matkkaroni
Verlin, Freitag, den 27. Juni
8 9 Mehlschnittnudeln, lose 0,65 8.1n ℳ, ECierschnittnudeln, lose 0,90 bis 1,30 98* Hle ch 2821 bis 0,33 ℳ, Rangoon⸗Reis, unglasiert 0,33 bis 0,35 ℳ, 8 — Patna⸗Reis, glasiert 0,50 bis 0,56 ℳ, Java⸗Tafelreis, glasieri 58 bis 0,68 ℳ, Ringäpfel, amerikan. prime 1,10 bis 1,15 ℳ Bosn. Pflaumen 90/100 in Originalkisten —,— bis —,— ℳ, Bosn. Pflaumen 90/100 in Säcken —,— bis —,— ℳ, entsteinte bosn. — 80/85 in Originalkistenpackungen —,— bis —,— ℳ, — Pflaumen 40/50 in Originalkistenpackungen 0,86 bis 0,89 ℳ, ultaninen Kiup Caraburnu ¼ Kisten 0,78 bis 0,86 ℳ, Korinthen 577 Amalias 0,88 bis 0,90 ℳ, Mandeln, süße, courante, in Ballen 88 bis 2,60 ℳ, Mandeln, bittere, courante, in Ballen 2,46 bis 6. 4 ℳ, Zimt (Cassia vera) ausgewogen 2,30 bis 2,50 ℳ, Kümmel, oll., in Säcken 1,00 bis 1,02 ℳ, Pfeffer, schwarz, Lampong, aus⸗ süwogen 3,50 bis 3,80 ℳ, Pfeffer, weiß, Muntok⸗ ausgewogen 3,90 is 4,60 ℳ, Rohkaffee, Santos Superior bis Extra Prime 3,68 bis 4,16 ℳ, Rohkaffee, Zentralamerikaner aller Art 3,90 bis 5,76 ℳ, Röstkaffee, Santos Superior bis Extra Prime 4,60 bis 5,16 ℳ, Röstkaffee, Zentralamerikaner aller Art 4,92 bis 7,30 ℳ, Röstroggen, glasiert, in Säcken 0,35 bis 0,40 ℳ, Röstgerste, glasiert, in Säcken P bis 0,40 ℳ, Malzkaffee, gläsiert, in Säcken 0,52 bis 0,54 ℳ kakao, stark entölt 1,80, bis 2,50 ℳ, Kakao, leicht entölt 2,70 bis 3,00 ℳ, Tee, chines. 7,92 bis 9,00 ℳ, Tee, indisch 8,90 bis 12,00 ℳ, Zucker, Melis 0,56 bis 0,57 ½ ℳ, Zucker, Raffinade 0,58 bis 0,63 ℳ, Zucker, Würfel 0,63 bis 0,70 ℳ, Kunsthonig in †½ g⸗Packungen 0,60 bis 0,64 ℳ, Zuckersirup, bell, in Eimern 0,73 bis 0,80 ℳ, Speisesirup, dunkel, in Eimern 0,60 bis 0,75 ℳ Marmelade, Vierfrucht, in Eimern von 12 ½ kg 0,75 bis 0,76 ℳ Pflaumenkonfiture in Eimern von 12 ½ kg 0,90 bis 0,96 ℳ, Erd⸗ beerkonfiture in Eimern von 12 ½ kg 1,66 bis 1,70 ℳ, Pflaumenmus, in Eimern von 12 ½ und 15 kg 0,78 bis 0,89 ℳ, Steinsalz in Säcken 0,07 ⁄10, bis 0ere ℳ, Steinsalz in Packungen 0,09 ⁄10 bis 0,13 ℳ, Siedesalz in Säcken 0,10 ⁄0 bis —,— ℳ, Siedesalz in Packungen 0,13 bis 0,15 ℳ, Bratenschmalz in Tierces 1,30 bis 1,33 ℳ, Braten⸗ schmalz in Kübeln 1,31 bis 1,34 ℳ, Purelard in Tierces, nordamerik. 1,18 bis 1,20 ℳ, Purelard in Kisten, nordamerik. 1,19 bis 1,21 ℳ, Berliner Rohschmalz in Kisten 1,36 bis 1,42 ℳ, Speisetalg 1,06 bis 1,14 ℳ, Margarine, Handelsware, in Kübeln, I 1,32 bis 1,38 ℳ, II 1,14 bis 1,26 ℳ, Margarine, Spezialware, in Kübeln, I 1,58 bis 1,92 ℳ, II 1,39 bis 1,42 ℳ, Molkereibutter Ia in Tonnen 3,16 bis 3,18 ℳ, Molkereibutter Ia gepackt 3,28 bis 3,34 ℳ, Molkereibutter IIa in Tonnen 3,04 bis 3,14 ℳ, Molkereibutter IIa gepackt 3,16 bis 3,26 ℳ, Auslandsbutter, dänische, in Tonnen 3,28 bis 3,36 ℳ, Auslands⸗ butter, dänische, gepackt 3,42 bis 3,50 ℳ, Corned beef 12/6 Ibs. per Kiste 75,00 bis 76,00 ℳ, Speck, inl., ger. 8/10 — 12/14 1,80 bis 2,09 ℳ, Allgäuer Stangen 20 % 0,62 bis 0,74 ℳ, Tilsiter Käse, vollfett 1,40 bis 1,60 ℳ, echter Holländer 40 % 1,42 bis 1,58 ℳ, echter Edamer 40 % 1,42 bis 1,58 ℳ, echter Emmenthaler, vollfett 2,96 bis 3,10 ℳ, Allgäuer Romatour 20 % 0,96 bis 1,10 ℳ, ungez. Kondensmilch 48/16 per Kiste 22,00 bis 24,00 ℳ, gezuck. Kondens⸗ 7 Kiste 31,00 bis 38,00 ℳ, Speiseöl, ausgewogen „ is I, .
Hartgrießware lose 0,90 bis 1,00 ℳ,
Devisen.
Danzig, 26. Juni. (W. T. B.) (Alles in Danziger Gulden.) Noten: Lokonoten 100 Zlotv 57,62 G., 57,76 B., 100 Reichs⸗ marknoten 122,60 G., 122,90 B. — Schecks: London 25,00 G., —.— B. — Auszahlungen: Warschau 100⸗Zloty⸗Auszahlung 57,60 G., 57,74 B., London telegraphische Auszahlung 25,00 ¼ G., —,— B., S 1. Auszahlung 100 Reichsmarknoten 122,47 G.,
Wien, 26. Juni. (W. T. B.) Amsterdam 284,27, Berlin 168,51, Budapest 123,74, Kopenhagen 189,15, London 34,37 ⅛, New York 707,15, Paris 27,74 ½, Prag 20,97 ½, Zürich 137,02, Marknoten 168,26, Lirenoten 37,12, Jugoslawische Noten 12,47, Tschecho⸗ slowakische Noten 20,95 %, Polnische Noten —,—, Dollarnoten 704,50, Ungarische Noten —,— *), Schwedische Noten —,—, Belgrad 12,50 ⅞. — *) Noten und Devisen für 100 Pengö.
Prag, 26. Juni. (W. T. B.) Amsterdam 13,54 ¼, Berlin 803,15, Zürich 653 ¼, Oslo 902,25, Kopenhagen 902,00, London 163,79, Madrid 389,75, Mailand 176,57 ½, New por 83,70, Paris 132,36, Stockholm 905,75, Wien 475,75, Marknoten 802,50, Polnische Noten 377,12 ½, Belgrad 59,64, Danzig 658,00.
Budapest, 26. Juni. (W. T. B.) Alles in Pengö. Wien 80,68 ¾, Berlin 136,22 ¼, Zürich 110,80, Belgrad 10,11 ½.
London, 27. Juni. (W. T. B.) New York 486,03, Paris 123,77, Amsterdam 1209,22, Belgien 34,82 ¼, Italien 92,76, Berlin 20,39 ¼, Schweiz 25,07 , Spanien 42,80 B, später 43,00 B, später 43,15 B, Wien 34,43, Buenos Aires 40,00 G.
Paris, 26. Juni. (W. T. B.) (Anfangs potierungen.) Deutschland 607,00, London 123,78, New York 25,47 ¼, Belgien 355,25, Spanien 292,00, Italien 133,45, Schweiz 493,50, Kopenhagen 681,50, Holland 1023,50, Oslo 681,75, Stockholm 684,00, Prag 75,70, Rumänien 15,15, Wien 35,95, Belgrad —,—, Warschau —,—.
Paris, 26. Juni. (W. T. B.) (Schlußkurse.) Deutsch⸗ land 607,00, Bukarest 15,12 ½, Prag —,—, Wien —,—, Amerika 25,46 ¾, England 123,76, Belgien 355,00, Holland 1023,25, Italien 133,25, Schweiz 493,50, Spanien 291,00, Warschau 28,55, Kopen⸗ hagen —,—, Oslo —,—, Stockholm 684,75, Belgrad —,—.
Amsterdam, 26. Juni. (W. T. B.) Berlin 59,30, London 12,09 ¼½, New York 248,81, Paris 9,77 ¼, Brüssel 34,73, Schweiz 48,23, Italien 13,03 ½, Madrid 28,52 ½, Oslo 66,65, Kopenhagen 66,60, Stockholm 66,85, Wien 35,15, Prag 738,50, Helsingfors —,—, Budapest —,—, Bukarest —,—, Warschau —,—, YVokohama —,—, Buenos Aires —,—.
Zürich, 27. Juni. (W. T. B.) Paris 20,26, London 25,07 ½, New York 515,90, Brüssel 72,00, Mailand 27,03, Madrid 58,50, Holland 207,35, Berlin 122,96, Wien 72,82, Stockholm 138,65, Oslo 138,10, Kopenhagen 138,10, Sofsia 3,74, Prag 15,31, Warschau 57,90, Budapest 90,27*), Belgrad 9,12 ¾¼, Athen 6,68, Istanbul 240,00, Bukarest 306,50, Helsingfors 12,98, Buenos Aires 183,50, Japan 255,00. — *) Pengö.
Kopenhagen, 26. Juni. (W. T. B.) London 18,15 ½4, New York 373 ⅞, Berlin 89,15, Paris 14,77, Antwerpen 52,20, Zürich 72,50, Rom 19,68, Amsterdam 150,35, Stockholm 100,42 ½, Oslo 100,07 ½, Helsingfors 944,00, Prag 11,12, Wien 52,82.
Stockholm, 26. Juni. (W. T. B.) London 18,09 ¼, Berlin 88,75, Paris 14,64, Brüssel 52,00, Schweiz. Plätze 72,20, Amsterdam 149,65, Kopenhagen 99,67 ½, Oslo 99,70, Washington 372,ͦ37, Helsingfors 9,38, Rom 19,55, Prag 11,10, Wien 52,65.
Oslo, 26. Juni. (W. T. B.) London 18,15, Berlin 89,15, Paris 14,73, New York 373,62, Amsterdam 150,25, Zürich 72,50, Helsingfors 9,44, Antwerpen 52,25, Stockholm 100,40, Kopenhagen 100,05, Rom 19,65, Prag 11,12, Wien 52,85.
Moskau, 26. Juni. (W. T. B.) (In Tscherwonzen.) 1000 engl. Pfund 943,32 G., 945,20 B., 1000 Dollar 194,15 G., 194,53 8 1000 Reichsmark 46,27 G., 46,37 B.
London, 26. Juni.
——
Wertpapiere.
Frankfurt a. M., 26. Juni. (W. T. B.) Fran⸗ „B 149,00, Oesterr. Cred.⸗Anst. 27,80, Aschaffen — — 110,50, Cement Lothringen 73,00, Dtsch. Gold u. Silber 143,00, Frankf. Masch. Pok. 25,00, Hilpert Armaturen 85,00. Ph. Holz⸗ mann —,—, Holzverkohlung 94,50, Wayß u. Freytag 74,00. 82 Hamburg, 26. Juni. (W. T. B.) (Schlußkurse.) [Die
erse der mit „T“ bezeichneten Werte sind Terminnotierungen.] Commerz⸗ u. Privatbank † 141,50, Vereinsbank T 125,50, Lübeck⸗ Büchen 73,00, Hamburg⸗Amerika Paketf. T 101,75, Hamburg⸗Süd⸗ amerika T 165,00, Nordd. Lloyd T 102,25, Calmon Asbest 19,00, Herhurg. Wiener Gummi 65,00, Alsen Zement 151,00, Anglo⸗Guano
00, Dyvnamit Nobel T —,—, Holstenbrauerei 164,00, Neu Guinea 300,00, Otavi Minen —,—. — Freiverkehr: Sloman
Salpeter 75,00. (W. T. B.) (In Schillingen.) Völker⸗
undsanleihe 107,60, 4 % Galiz. Ludwigsbahn —,—, 4 % Rudol bahn 5,85, 4 % Vorarlberger Bahn 5,70, 3 % Srratsbahn 123 8. Türkenlose 18,75, Wiener Bankverein 18,20, Oesterr. Kreditanstalt 47,60, Oesterr. Kreditanstalt 1927 —,—, Ungar. Kreditbank —,—, Staatsbahnaktien 33,25, Dynamit A.⸗G. 570,50, A. E. G. Union 22,25, Brown Boveri 168,50, Siemens⸗Schuckert —,—, Brüxer — 291,00, Alpine Montan 23,65, Felten u. Guilleaume 57,80, — A.⸗G. —,—, Prager Eisen —,—, Rimamurany 81,15 gteyr. Werke ( affen) 2,76, Skodawerke —,—, Steyrer Papierf. —,—, Scheidemandel —,—, Leykam Josefsthal —,—, Aprilrente 879 — 1,715, Februarrente 1,735, Silberrente —,—, Kronen⸗ Amsterdam, 26. Juni. (W. T. B.) Amsterdam 175,00, Rotterdamsche Bank 106,00, Sehtsc- Henamsch⸗ 1⸗ —,—, Amer. Bemberg Certif. A —,—, Amer. Bemberg — B —,—, Amer. Bemberg Cert. v. Pref. 52,00, Amerikan. lanzstoff Vorzugs 62,00, Amerikan. Glanzstoff cvommoön —,—, Wintershall 186,00, Norddeutsche Wollkämmerei 79,00, Vereinigte Glanzstoff —,—, Montecatini 222,00, Deutsche Bank Akt.⸗Zert. e 7 % Deutsche Reichsanleihe 104 ½1, 7 % Stadt Dresden 900, 6 ½ % Kölner Stadtanleihe —,—, Arbed 105,50, 7 % Rhein⸗ B Union —,—, 7 % Mitteld. Stahlwerke Obl. 89,00, 6 ½ % Feaeeneelone 104,50, 7 % Verein. Stahlwerke 881 ⁄16, Rhein.⸗ vr.* Elektr. Anl. 94 ⅞, 7 % Deutsche Rentenbank C. v. Obl. n 6 % Preuß. Anleihe 1927 87,00, 6 % Gelsenkirchen Goldnt. 4 96,00, 5 ¼ % Deutsche Reichsanleihe 1965 (Voung) 89 710.
Berichte von auswärtigen Warenmärkten.
Bradford, 26. Juni. (W. T. B. A nlhr ve rschat sehf vbth. Am W 2. 1 v r 8 übte vdie üt G au ü waren del ee binenee vasien Prets einen Druck aus. Kammzüge
Die am 25. Juni ausgegebene Numm arbeitsblatts hat folgenden Inhalt: Prn⸗ 888 Te I Arbeitsverfassung, Arbeitsvertrag Arbeitsgerichtsbarkeit, S lichtungswesen, e, Ege Auszug aus dem Gesetz über die g5 n ( eichsbahngesetz) in der Fassung “ kärz 1930. — Bescheide, Urteile: 53. Voraussetzung der
gariffähigkeit eines Verbandes ist, daß er das geltende Schlichtungs⸗ und Tarifvertragswesen anerkennt und im ahmen dieses geltenden Rechts bei dem Abschluß von Tari erträgen mit⸗ wirken und sie durchführen will. — Teil II. Ni tamtlicher Teil: Schon wieder einmal Auflösung der Versorgungsbehörden? Von Ministerialrat Grießmeyer, Leiter der Unterabteilung für Verwaltung und Versorgung im Reichsarbeitsministerium. — Die arbeitsrechtliche Bedeutung der Aenderung des Reichsbahngesetzes auf Grund des „Neuen Plans“. Von Richard Joachim Ministerialrat im Reichzarbeitsministertum. — Die Tätigkeit des Spruchsenats für die Se.nhed ghenrg. Von Dr. Bern⸗ hard Lehfeldt, Ministerialrat im Reichsarbeitsministerium. — Statistik. Die Arbeitsmarkt⸗ und Wirtschaftslage Anfang Juni 1930: I. Ueberblick über die Gesamtlage. — II. Die Arbeitsmarkt⸗ lage im einzelnen. — III. Die Inanspruchnahme der Arbeitslosen⸗ versicherung und der Krisenunterstützung. — Sozialpolitische Zeit⸗ E“ — Bücherbesprechungen und Bücheranzeigen. —
eil IV. Amtliche “ Reichsversiche⸗ rung: I. Amtlicher Teil: B. Krankenversicherung. Be⸗ kanntmachung über Abänderung der Zulassungsordnung vom 14. November 1928. — Grundsätzliche Beschlüͤsse des Reichsaus⸗ schusses für Aerzte und Krankenkassen vom 5. Mai 1930. — Be⸗ kanntmachung über Abänderung der Geschäftsordnung des Reichs⸗ ausschusses für Aerzte und Krankenkassen vom 25. Mai 1925. — C. Unfallversicherung. Runderlaß an die Träger der Unfall⸗ versicherung über die Einführung des Lochkartenverfahrens im Rentenrechnungsdienst vom 19. Mai 1930. — Runderlaß an die Vorstände der vom EEE beaufsichtigen Be⸗ rufsgenossenschaften, betreffend die Schaffung von Einrichtungen zur Durchführung der Krankenbehandlung und Berufsfürsorgen vom 28. Mai 1930. — Bekanntmachung. — Bescheide, Urteile: 3. Verabsäumung der dem Betriebsunternehmer gemäß § 1552 R.⸗V.⸗O, auferlegten ½ 1 keine Verletzung eines Schutz⸗ gesetzes im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB — Entscheidungen der Spruchsenate 3772. — Andere Entscheidungen. — D. In⸗ validenversicherung. Betr.: Vertrag über polnische landwirtschaft⸗ liche Arbeiter vom 24. November 1924. — Runderlaß an die Vor⸗ stände sämtlicher Träger der Invalidenversicherung vom 24. Mai 1930. — Entscheidungen der Spruchsenate 3773. — Entscheidungen der Beschlußsenate. — E. Ange “ Entscheidungen der Spruchsenate 3774. — Entscheidungen der Beschlußsenate 3775 bis 3779. G. Arbeitslosenversicherung. Entscheidungen des Spruchsenats 3780 bis 3791. — Entscheidungen des Beschlußsenats 3792 bis 3794. — H. Verfahren. Entscheidungen der Spruch⸗ senate 3795. — Entscheidungen der Beschlußsenate 3796. — Andere Entscheidungen 3797. — J. Statistische Angaben. Unausgeglichene Verhältniszahlen der Wegfälle von Invalidenrenten im Jahre 1929. — Unterlagen für die Ermittlung der Belastung des Reichs im 1. Vierteljahr 1990 aus dem Reichsbeitrage. — Neueste Zahlen⸗ ergebnisse aus der Invalidenversicherung: Verteilung der Anzahl der im 1. Vierteljahr 1930 vereinnahmten Wochenbeiträge auf die einzelnen Lohnklassen. — Zahl der zur Feststellung des Renten⸗ betrages angerechneten Wochenbeiträge bei den im 1. Vierteljahr 1930 neu festgesetzten Renten. — Rentenbewegung in der In⸗ validenversicherung im 1. Vierteljahr 1930. — II. Nichtamt⸗ licher Teil. Zeitschriftenschau. — Bücherbesprechungen und Bücheranzeigen. — Teil VI: Bekanntmachungen über Tarifverträge und über Genehmigungs⸗ und eibesee. eschlüsse der Fachausschüsse für
ausarbeit.
Reichs⸗ e r arifvertrag, Gesetze, — Deutsche Reichsbahn⸗ der Bekanntmachung