Reichs⸗ und Staatsauzeiger Nr. 145 vom 23. Junt
S. 4.
düuͤrften nämlich nur die Stimmzettel gewertet werden, die auf den Namen eines bestimmten Kandidaten lauten. Die unbe⸗ chriebenen Stimmzettel spielten hierbei gar keine Rolle, sondern eien lediglich mit zu verwerten für die Feststellung der Be⸗ schlußfähigkeit des Hauses. Hiernach sei der Abg. Kerrl also bereits mit der erforderlichen Mehrheit endgültig zum Präsi⸗ denten des Landtags gewählt. „
Präsident Kerrl betont, er habe sich inzwischen davon über⸗ zeugt, daß die vom Abgeordneten Kube vorgetragene Auffassung zutreffe, so daß also er, Kerrl, zum endgültigen Präsidenten ge⸗ wählt sei; er nehme die Wahl an. (Stürmisches Händeklatschen bei den Nationalsozialisten, die sich von ihren Sitzen erheben und dem Präsidenten Kerrl eine Ovation bereiten; die Kommunisten rufen im Chor: Nieder mit dem Faschismus!)
Präsident Kerrl ruft nun die Wahl des ersten Vizepräsidenten auf, den die Sozialdemokraten für das vorläufige Präsidium durch ihren Abg. Wittmaack gestellt haben.
Abg. Kube (Nat. Soz.): Nachdem die Sozialdemokraten sich sest zum zweiten Male bei der Präsidentenwahl der allgemeinen lebung dadurch entzogen haben, daß sie einen Gegenkandidaten gegen den Kandidaten der stärksten Fraktion benannten, wollen wir uns insofern dem sozialdemokratischen Bruch mit der Uebung anschließen, als wir vorschlagen, zum ersten Vizepräsidenten den Abgeordneten Dr. von Kries (D. Nat.) zu wählen. (Die Sozialdemokraten hatten bereits bei der Wahl des vorläufigen Präsidiums für den Posten des Landtagspräsidenten den Abge⸗ ordneten Wittmaack benannt; damals hatten die National⸗ sozialisten die Wahl Wittmaacks zum ersten Vizepräsideten dadurch nicht verhindert, daß sie zum größten Teil Stimm⸗ enthaltungszettel abgaben.)
Es folgt nun die gleichfalls durch das zeitraubende Ver⸗ fahren des Namensaufrufs und der Abgabe Verdeckter Stimm⸗ zettel durchzuführende Wahl des ersten Vizepräsidenten. Die Auszählung ergibt, daß 405 Stimmzettel abgegeben wurden, von denen ein Stimmzettel unbeschrieben war. Auf den Abg. Dr. von Kries (D. Nat.) entfallen 192, auf den Abg. Wittmaack (Soz.) 162, auf den Abg. Kaspar (Komm.) 50 Stimmen. Für den Abgeordneten Wittmaack hat auch die Zentrumsfraktion sowie die D. V. P. gestimmt.
Präsident Kerrl stellt fest, daß nach diesem Ergebnis
keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Stimmen⸗ mehrheit erhalten habe und daß daher eine Stichwahl zwischen den Kandidaten stattfinden müsse, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt haben, nämlich den Abgg. Dr. von Kries (D. Nat.) und Wittmaack (Soz.). In der Stichwahl, die nun⸗ mehr abermals durch Namensaufruf vorgenommen wird, dürfen nur Stimmzettel lautend auf dem Namen eines der beiden Kandidaten abgegeben werden; Stimmzettel, die einen anderen Namen enthalten, sind in der Stichwahl ungültig. Es werden 408 Stimmen abgegeben. Davon entfallen 182 Stimmen auf den Abg. Dr. v. Kries (D. Nat.) und 174 Stimmen auf den Abg. Wittmaack (Soz.). Die 52 kom⸗ munistischen Stimmen sind ungültig. Mit absoluter Mehrheit der abgegebenen Stimmen ist hiernach Abg. Dr. v. Kries endgültig zum ersten Vizepräsidenten gewählt. Er nimmt die Wahl an, was von Deutschnationalen und Nationalsozialisten durch Händeklatschen begrüßt wird.
Als zweiten Vizepräsidenten schlägt Abg. Steger (Ztr.) den Abg. Baumhoff (Ztr.) vor.
Abg. Kube (Nat. Soz.): Die nationalsozialistische Fraktion ist erheblich besser als ihr Ruf; sie widerspricht dem Vorschlage einer Wahl des Abg. Baumhoff nicht. (Heiterkeit.)
Auch die Wahl des zweiten Vizepräsidenten wird durch Namensaufruf und verdeckte Stimmzettel⸗Abgabe vollzogen. Es werden insgesamt 386 Stimmen abgegeben; davon sind 146 Stimmzettel der Nationalsozialisten un⸗ beschrieben. Für den Abg. Baumhoff (Ztr.) werden 184 Stimmen gezählt, für den Abg. Kasper (Komm.) 53 und 8 den Abg. Wittmaack (Soz.) 3. Präsident Kerrl stellt fest, aß nach diesem Abstimmungsergebnis der Abg. Baumhoff (Bür. zum zweiten Vizepräsidenten gewählt sei. Auf die Frage, ob er die Wahl annehme, erwidert Abg. Baumhoff (Ztr.), er müsse sich die Entscheidung hierüber zunächst vor⸗ behalten. (Diese Stellungnahme des Abg. Baumhoff wird in 11353 Kreisen damit erklärt, daß das Zentrum ie Besetzung des dritten Vizepräsidentenposten mit einem Nationalsozialisten zum Anlaß nehmen würde, sich nicht ohne weiteres an den Präsidialgeschäften zu beteiligen, weil dann im Präsidium die Nationalsozialisten die Mehrheit hätten, nachdem der parlamentarische Brauch verlassen worden ist, demzufolge auch die Sozialdemokraten Anspruch auf eine Position im Präsidium gehabt hätten.)
Für die Wahl des dritten Vizepräsidenten schlägt Abg. Kube (Nat. Soz.) sodann den Abg. Haake (Nat. Soz.) vor, den er als eines der bewährtesten Mitglieder des Hauses bezeichnet mit der Betonung, daß das Präsidium unbedingt arbeitsfähig sein müsse. Als nach diesem Vorschlag wiederum die Zettelwahl beginnt, da die Kommunisten aber⸗ mals den Abg. Kasper benannt haben, verlassen Zentrum und Sozialdemokraten den Sitzungssaal und beteiligen sich nicht an der Stimmabgabe. Bei dieser Wahl werden insgesamt nur 239 Stimmen abgegeben, da Zentrum und Sozialdemokraten die deutsch⸗volksparteilichen Abgeordneten sich nicht an der Zettelabgabe beteiligt haben. Auf den Abg. Haake (Nat. Soz.) entfallen 189 Stimmen, auf den Abg. Kasper (Komm.) 49 Stimmen. Ein Stimnmzettel ist unbeschrieben. Abg. Haake (Nat. Soz.) ist damit zum dritten Vizepräsi⸗ denten gewählt. Er nimmt die Wahl an. (Stürm. Hände⸗ klatschen bei den Nat. Soz.)
Präsident Kerrl schlägt dann Vertagung auf Donners⸗ tag 12 Uhr vor. Als er dabei als Tagesordnung den Rest der heutigen Tagesordnung, also die Besprechung von schulpoli⸗ tischen Anträgen und Ausschußberichten mitteilt, dabei aber die für heute gleichfalls auf der weiteren Tagesordnung noch vorgesehene Wahl des Ministerpräsidenten ausläßt, entwickelt sich eine Geschäftsordnungsdebatte um die Wahl des Minister⸗ präsidenten.
Abg. Borck (D. Nat.) erklärt, daß seine Freunde der Ansicht 5 daß man auf die Wahl des Ministerpräsidenten im jetzigen Augenblick nicht ohne weiteres verzichten dürfe. Die Regierung Braue sei von der Opposition derartig bekämpft worden, daß jedenfalls ein Versuch gemacht werden müsse, bereits morgen an ihre Stelle eine neue Regierung zu setzen. Daß es unmöglich sei, das Kabinett Braun weiter im Amte zu belassen, ergebe sich auch daraus, daß dieses Kabinett noch jetzt in diesen Tagen wichtige personalpolitische Angelegenheiten regele. (Hört, hört! rechts.) Der Staatssekretär im Innenministerium Abegg konspiriere jetzt mit den Kommunisten und versuche, hinter den Kulissen die Ge⸗ schäfte der Regierung Braun zu machen. (Erneutes Hört, hört! rechts.) Wir bedauern, so erklärt der Redner, daß die National⸗ eeen. die Wahl des Ministerpräsidenten jetzt von der Tagesordnung abzusetzen, und beantragen, daß morgen auf jeden Fall die Wahl des Ministerpräsidenten auf der Tages⸗
Sollte der Versuch der Wahl scheitern, dann sind
ordnung bleibt. andere Dinge frei. (Beifall bei den Deutsch⸗
die Wege für nationalen.)
Abg. Kube (Nat. Soz.): Die nationalsozialistische Fraktion
bedarf nicht des Appells einer anderen Fraktion, um ihrer Mei⸗ nung dahin Ausdruck zu geben, daß wir eine neue Regierung wünschen. Nachdem mit Hilfe der Kommunisten die Geschäfts⸗ ordnungsschiebung des vorigen Landtags auch für diesen Landtag legalisiert worden ist, haben wir Nationalsozialisten nicht den ge⸗ ringsten Anlaß, irgendwie die Schwierigkeiten des Kabinetts, das sich mit Hilfe der Geschäftsordnungsschiebung am Ruder be⸗ hauptet, zu beenden. Wir Nationalsozialisten beanspruchen an⸗ gesichts der Stimmung und des Urteils der Nation die Über⸗ nahme der vollen Verantwortung durch uns. (Sehr wahr! bei den Nationalsozialisten.) Die koaliierenden Parteien des letzten Landtags haben geschäftsordnungsmäßig eine derartige Macht⸗ übernahme unmöglich gemacht. Kleine Fraktionen können es sich leisten, rein demonstrativ nun hier derartige Dinge für die Tages⸗ ordnung zu wünschen. (Heiterkeit.) Die Nationalsozialistische Partei ist nicht in der Lage, das Affentheater hier mitzumachen, lediglich einen Kandidaten aufzustellen, um nachher die Erklärung von den Regierungsparteien zu hören, daß der Betreffende den Anforderungen der verschobenen Geschäftsordnung nicht genügt und daß er daher nicht gewählt sei. Unter das kaudinische Joch irgendwelcher Koalitionsverhandlungen läßt sich die National⸗ sozialistische Partei von keiner Seite in diesem Hause hier zwingen. (Beifall bei den Nationalsozialisten.) Wenn die Mei⸗ nung großer Fraktionen des Hauses dahin geht, wie der Abg. Heil⸗ mann sagte, daß wir vom 31. Mai an bereits gewissermaßen die Verantwortung zu tragen hätten, so erklären wir: Wir sind be⸗ reit, die volle Verantwortung zu übernehmen. Aber wir über⸗ nehmen die volle Verantwortung lediglich in einem Kabinett, das wir bestimmen und nicht in einem, das zum Gegenstand irgend⸗ einer Koalitionsverhandlung gemacht wird. (Händeklatschen bei den Nationalsozialisten.) Und da wir jetzt in Deutschland im großen Aufräumen sind, haben wir die Möglichkeit, bis zum 31. Juli zu warten. Wir haben an sich nichts dagegen, wenn Sie morgen die Wahl des Ministerpräsidenten auf die Tages⸗ ordnung setzen wollen. Aber Sie können von den Nationalsozia⸗ listen nicht verlangen, daß sie das Affentheater mitmachen, irgendeinen ihrer Führer herauszustellen, der nachher nicht ge⸗ wählt wird. Wir Nationalsozialisten lassen uns das Gesetz des Handelns von keiner Seite vorschreiben. (Beifall bei den Natio⸗ nalsozialisten.) Abg. Pieck (Komm.) meint, daß die starken Worte des Abg. Kube nicht darüber hinwegtäuschen könnten, daß das Zentrum und die Nationalsozialisten sich über die Koalition doch ver⸗ ständigen würden. Beide hielten es nur nicht für opportun, das vor den Reichstagswahlen zu tun. Er frage die Nationalsozia⸗ listen, die jetzt so über Geschäftsordnungsschiebungen klagten, warum sie denn ihren Antrag auf Beseitigung der Geschäfts⸗ ordnungsänderung wieder zurückgezogen hätten. Im Landtag werde kein Affentheater gespielt, sondern es werde im Falle dieses Kuhhandels über die Regierungsbildung ein Verbrechen gegen⸗ über der Arbeiterklasse begangen, indem man die Aufrichtung einer verschärften faschistischen Diktatur nur gründlich vorbereiten wolle. (Zustimmung bei den Kommunisten.)
Abg. Kube (Nat. Soz.) erwidert dem Abg. Pieck, hinsichtlich des Vorwurfs der Schiebungen säßen die Kommunisten sehr im Glashause. Herr Pieck brauche morgen nur die Geschäftsordnung zu ändern, dann sei übermorgen ein nationalsozialistisches Kabi⸗ nett da. Dann werden allerdings, so fährt der Redner fort, die Morde aufhören, die jetzt im Lande von Ihnen (zu den Kommu⸗ nisten) gegenüber Nationalsozialisten verübt werden. In dieser Stunde werden wieder in Moabit Nationalsozialisten einzeln ab⸗ geschlachtet, und der Polizeipräsident von Berlin (auf den Abg. Grzesinski [Soz.] weisend) sitzt in diesem Hause, anstatt draußen seine Pflicht zu tun. (Stürmische Zurufe und große Erregung bei den Nationalsozialisten. Die nationalsozialistischen Abgeord⸗ neten dringen nach vorn. Es gelingt dem Präsidenten Kerrl, die Abgeordneten wieder auf ihre Plätze zu verweisen.)
Abg. Grzesinski (Soz.), der Polizeipräsident von Berlin, nimmt, nachdem der Abg. Pieck (Komm.) sich nochmals gegen die Nationalsozialisten und deren Behauptung, daß die Kommunisten Nationalsozialisten ermordeten, gewandt hatte, das Wort. Er führt u. a. aus: Der Abg. Kube hat soeben mit großem Stimmaufwand behauptet, indem er meinen Namen nannte und auf mich hinwies, daß im Augenblick in Moabit Nationalsozialisten einzeln abge⸗ schlachtet würden und daß der Polizeipräsident hier im Saale sitze, anstatt seine Pflicht zu tun. (Sehr richtig! bei den National⸗ sozialisten. — Rufe bei den Sozialdemokraten: Unverschämtheit!) An der Behauptung vom Abschlachten von Nationalsozialisten in Moabit ist kein wahres Wort. (Hört, hört! links und in der Mitte.) Wo ich meine Pflicht tue, ist lediglich meine eigene An⸗ gelegenheit. (Lärm bei den Nationalsozialisten.) Ich bin mir selbst, dem Staatsministerium und meinem eigenen Gewissen ver⸗ antwortlich und habe wiederholt keinen Zweifel darüber auf⸗ kommen lassen, daß in Berlin die Ruhe und Ordnung so weit sichergestellt ist und wird, wie es mit Maßnahmen der Polizei überhaupt sich ermöglichen läßt. Daß aber nicht immer gleich da, wo sich plötzlich gegnexische Gruppen zusammenfinden, die Polizei in der erforderlichen Stärke anwesend ist, läßt sich leider nicht ver⸗ meiden. (Lärm bei den Nationalsozialisten und Rufe: Ein Toter und zwei Schwerverletzte waren unsere Opfer der letzten Nacht!) Im Laufe des Vormittags ist von nationalsozialistischer Seite dem Kommando der Schutzpolizei mitgeteilt worden, daß in Moabit S. A.⸗Leute bedroht seien, und die Polizei hat darauf sofort nach dem Rechten gesehen. Wenn Sie (nach rechts) auf Ihre Anhänger beruhigend einwirken würden, daß sie Zurückhaltung üben (großer Lärm bei den Nationalsozialisten), dann würden Sie wesentlich dazu beitragen, daß Ruhe und Ordnung erhalten bleiben.
Abg. Graf Helldorf (Nat. Soz.): Ich habe soeben im Polizeipeäsidium anrufen lassen und um Schutz gebeten für 25 S. A.⸗Leute, die von den Kommunisten bedroht in einem Lokal eingeschlossen sind. Der Kommissar vom Dienst hat erklärt: er sei nicht in der Lage und nicht willens, diese Meldung anzunehmen. (Stürmisches Hört, hört! und erregte Entrüstungskundgebungen bei den Nationalsozialisten.) Ich muß weiterhin feststellen, daß seit drei Tagen in der Beusselstraße und anderen Straßen unter den Augen der Polizei sich jeden Abend Massenansammlungen der Kommunisten vollziehen, die, nachdem die Polizei abgerückt ist, über die S. A.⸗Männer herfallen. Alles geschieht unter den Augen der Polizei, weil Herr Grzesinski sich nicht an Ort und Stelle von den Geschehnissen überzeugt.
„Abg. Grzesinski (Soz.): Was Abg. Graf Helldorf soeben über die Auskunft, die ihm der Kommissar vom Dienst gegeben hat, mitgeteilt hat, werde ich nachprüfen lassen. Wenn die An⸗ gaben richtig sind, dann hat der Kommissar vom Dienst falsch gehandelt. (Zwischenrufe bei den Nationalsozialisten.) —
Der Antrag, die Ministerpräsidentenwahl auf die Tages⸗
ordnung zu setzen, wird gegen De le und Komn
1 en Deutschnationale nisten abgelehnt. v1““
Parlamentarische Nachrichten.
Der Aeltestenrat des Preußischen Landtags hielt gestern vor der Vollsitzung wider Erwarten nur eine kurze Sitzung ab. Einem Antrag der Sozialdemokraten, die endgültige Wahl des Landtagspräsidiums von der Tagesordnung der Mittwochsitzung des Landtags abzusetzen, wurde nicht entsprochen, nachdem Präsi⸗
dent Kerrl erklärt hatte, daß er dann für die Ausübung seines Amtes keine Legitimation mehr besitze. Bekanntlich muß das Präsi⸗ dium eines neuen Landtags nach vier Wochen endgültig bestätigt werden. Da die erste Wahl am 25. Mai stattgefunden hat, läuft am 22. Juni die vierwöchige Frist ab. Ein Antrag auf Ver⸗ tagung der Wahl des Ministerpräsidenten wurde im geltesten⸗ rat nicht gestellt. Im übrigen beschloß der Aeltestenrat, die Redezeit * die heute beginnende Aussprache über eine Reihe von Schul⸗ und Kulturanträgen auf zwei Stunden zu bemessen. Die dritte Beratung und die Abstimmungen über die Amnestie⸗ vorlagen sollen am Freitag stattfinden. In einer auf Freitag vor⸗ mittag anberaumten neuen Sitzung des Aeltestenrats soll die weitere Geschäftslage des Landtags, insbesondere die Frage erörtert werden, wann der Haushaltsplan für 1932, dessen Nach⸗ trag dem Landtag immer noch nicht zugegangen ist, zur ersten Lesung im Landtag gestellt werden soll. Zur Amnestiefrage gab Präsident Kerrt die Erklärung ab, daß sein Parteifreund Freisler sich mit der Behauptung geirrt habe, daß die Sozialdemokraten auf alle Fristen verzichtet hätten. Tatsächlich hätten die sozial⸗ demokratischen Abgeordneten Heilmann und Leinert im Aeltesten⸗ rat wie im Plenum erklärt, daß sie der ersten und zweiten Lesung am Mittwoch und der dritten Lesung am Freitag zustimmen wollten. Am Donnerstag soll auch der sozialdemokratische An⸗ trag gegen den Landtagspräsidenten Kerrl auf die Tagesord⸗ nung gesetzt werden. Im Anschluß an den Aeltestenrat fanden wieder Fraktionssitzungen statt.
Haäandel und Gewerbe. Berlin, den 23. Juni 1932.
Nach dem Jahresbericht der Hermann Meyer & Co., Aktiengesellschaft, Berlin, für 1931 wurde das Er⸗ gebnis stark beeinflußt durch Preissenkungen, die die Waren der Gesellschaft, und durch Wertminderungen, die ihr sonstiges Umlaufsvermögen im Berichtsjahre und in den ersten Monaten 1932 erfuhren. Während in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres die Umsätze des Vorjahres annähernd gehalten werden konnten, trat im letzten Vierteljahr infolge der sprung⸗ haft ansteigenden Arbeitslosigkeit und der immer stärker ab⸗ nehmenden Kaufkraft des Publikums ein fühlbarer Rückgang des Absatzes ein. Der Absatz in Spirituosen litt besonders stark. Im Wein⸗ und Obstwein⸗Geschäft konnten die Umsätze sich halten. Das Fruchtsaft⸗Geschäft litt im Berichtsjahre unter der Ungunst der Witterung. Die im laufenden Jahre zu 60 vH erworbenen 256 400 RM Aktien beantragt der Vorstand zusammen mit den schon vorher im Portefeuille der Gesellschaft befindlich gewesenen nom. 23 600 RM eigenen Aktien, insgesamt also nominal 280 000 RM eigene Aktien einzuziehen, dadurch das Aktienkapital im Wege der erleichterten Kapitalherabsetzung auf 2 540 000 RM herabzusetzen und im Zusammenhange hiermit den Reserve⸗ fonds auf 10 vH des neuen Kapitals, also auf 254 000 RM zu ermäßigen. Der durch die Kapitalherabsetzung und die ent⸗ sprechende Minderung des Reservefonds entstehende Buch⸗ gewinn von 312 005 RM soll dazu benutzt werden, um auch die Anlagewerte und Beteiligungen einer den veränderten Verhält⸗ nissen entsprechenden Neubewertung zu unterziehen. Demgemäß wurden die Grundstücke, Gebäude, Maschinen und Beteiligungen, nach vorheriger Vornahme der normalen Abschreibungen, ins⸗ gesamt 312 005 RM niedriger bewertet.
— Nach dem Geschäftsbericht der Bergmann⸗Elek⸗ tricitäts⸗Werke, Aktiengesellschaft, betreffend das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 1931, hat sich der Umsatz, der im Jahre 1929 rd. 116 Millionen Reichsmark und 1930 rd. 78 Millionen Reichsmark betrug, im Berichtsjahr auf rd. 18 Millionen Reichsmark vermindert. Dieser Rückgang ist be⸗ sonders auf die gesunkenen Geschäftsmöglichkeiten auf dem Tur⸗ binen⸗ und Großmaschinengebiet zurückzuführen. Nach einem Be⸗ schluß in der letzten Generalversammlung wurden diese Fabri⸗ kationsabteilungen aufgegeben. Auch die Geschäftsmöglichkeiten in den verbliebenen Fabrikationszweigen sind im Verlauf des Ge⸗ schäftsjahres 1931 und in besonders auffälliger Weise im letzten Vierteljahr desselben derart zurückgegangen, daß trotz eingreifender Maßnahmen zur Unkostensenkung erhebliche Verluste auch auf diesen Gebieten nicht verhindert werden konnten. Infolge der unzureichenden Beschäftigung der Industrie ging der Stromver⸗ brauch der Elektrizitätswerke wesentlich zurück. Wenn auch auf dem Gebiet der Elektrowärme, insbesondere im Haushalt, neue Stromabsatzmöglichkeiten erschlossen wurden, so konnten die Elek⸗ trizitätswerke den großen Ausfall dennoch nicht ausgleichen. Darauf ist in erster Linie der starke Rückgang im Maschinen⸗, Transformatoren⸗ und Apparategeschäft zurückzuführen. Die Ge⸗ sellschaften, an denen das Unternehmen beteiligt ist, haben im ab⸗ gelaufenen Jahr unbefriedigend gearbeitet. Kontokorrentausfälle, zum Teil recht erhebliche, waren nicht zu vermeiden. Beträge, die ausländische Tochtergesellschaften und direkte aus⸗ ländische Kunden, insbesondere in Südamerika und in einigen europäischen Ländern, schulden, sind uneinbringlich. Der Ge⸗ schäftsgewinn betrug 1 384 103 RM, aus dem Vorjahr zu decken war noch ein Verlust von 979 328 RM, die Steuern erforderten 4 227 694 RM, soziale Abgaben 1 039 944 RM. Nach Vornahme von 21 511 811 RM Abschreibungen (wovon 10,2 Mill. RM auf Warenvorräte, 6,7 Mill. RM auf Schulden, 2,9 Mill. RM auf Beteiligungen entfallen) bleibt ein Fehlbetrag von 26 374 675 RM,
der sich nach Inanspruchnahme der Reserven im Betrage von
7 550 000 RM auf 18 824 675 RM ermäßit:t86.
Speisefette. Bericht der Firma Gust. Schultze & Sohn, Berlin C2, 22. Juni. Butter: Die Anlieferungen deutscher Butter zeigen seit einigen Tagen eine kleine Abnahme, doch sind die Zufuhren noch immer so groß, daß dieselben bei dem schwachen Konsum nicht untergebracht werden können. Da auch aus der Provinz die Aufträge fehlen, so ist die Stimmung weiter gedrückt. Von einer Notierungsermäßigung ist jedoch auch in dieser Woche abgesehen worden, da mit einer weiteren Verringe⸗ rung der deutschen Produktion gerechnet wird. Die Verkaufspreise des Großhandels sind heute (in 1⸗Zentner⸗Tonnen pro 100 Pfd.):
Inlandsbutter I. Qualität 124 bis 126 RM, II. Qualität.
114 bis 117 RM, Auslandsbutter, dänische, 134 bis 137 RM, kleinere Packungen entsprechender Aufschlag. Margarine: Das Margarinegeschäft zeigt keine Veränderung. — Bericht der Firma Gebr. Gause, Berlin, 22. Juni. amexikanischen Schmalzmärkte behielten bei weiter anziehenden Preisen ihre feste Haltung bei. Die Meinungskäufe in Schmalz halten an, so daß das Geschäft recht lebhaft war. Die heutigen
Notierungen sind: Prima Westernschmalz 33 ℳ, amerikanisches
Purelard 35 bis 36 ℳ, Berliner Bratenschmalz 39 ℳ, deutsches Schweineschmalz 45 ℳ, Liesenschmalz 43 ℳ„-‧.
(Weitere Nachrichten über „Handel u. Gewerbe“ s. i. d. Ersten Beilage.)
Berantwortlich für Schriftleitung und Verlag: Direktor Mengering in Berlin⸗Pankow. Druck der Preußischen Druckerei und Verlags⸗Aktiengesells Berlin, Wilhelmstraße 32. .“ 1 Sieben Beilagen (einschließl. Börsenbeilage und drei Zentralhandelsregisterbei
deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut
Wesentliche
Schmalz: Die
8 8
zum Deuts
8—
Nr. 145.
————
HRohlenproduktion des Deutschen Reichs im Monat
“
Steinkohlen
Braunkohlen
Preßkohlen aus Steinkohlen
t
Preßkohlen aus
Braunkohlen
(auch Naßpreß⸗
steine) t
teinkohlen
Januar bis Mai Preßkohlen aus
üe Braunkohlen Steinkohlen I t b
Braunkohlen Koks
Oberbergamtsbezirk: Breslau, Niederschlesien Breslau, Oberschlesien.
ͤ1111“ lausthal 1“n Fee Bonn ohne Saargebiet
2
333 131 1 100 295 4 812
30 655
¹) 5 343 747 ²) 924 741
510 328
³) 3 880 150 131 148
3124 875
62 639 105 557
1165 583 199 474
2 850 17 109 4 977 6 456 194 741 44 811
116 569
958 148 20 384
764 848
1 797 936 6 125 161
27 820 524 4 754 384
668 448
4 8174917 96 632
3 603 170
3 107 834 318 566 391 189
20 162 973 2* 677 005 2 5 815 169
15 531436 1 038 137
22 299 107 989 25 775 39 810
1 084 524 227 882
25 573 168 863
Preußen ohne Saargebiet “
Berginspektionsbezirk: München.. Bayreuth. Amberg.. Zweibrücken.
7 737 381 9 089 257
64 387
7 646 501 9 881 815
1 533 253 1 920 838
270 944 911 597
6060
1 859 949 9 209 199
40 692 441
9 185 667 9 317 710
—
1 508 279 1 707 665
39 482 278 7 563 061 42 059 033 9 956 193
506 481 66 286 121 228
29 682
Bayern ohne Saargebiet weö“;
Bergamtsbezirk: wickau 1] tollberg i. E. „ Dresden.. Leipzig.
109 016
451 103 058 594 122 161
711 827
6 060 7 164
3 429 1 818
29 682 32 694
693 995 649 876
597 443 587 750 97 276
20 667
8 667 — 50 250 n9 1 049 262
Sachsen.. Vorjahr.
Baden.. Thüringen Z“ Zraunschweig 111X1XA4“ Uebriges Deutschland..
230 082 236 641
780 304 826 159
311 892 80 300 148 942 — 87 184 9 577 —
40 297
5 247 5 838
31 843 5 616
147 523
53 040 2 910
1 282 469 1 355 015
29 334 1 099 512 930 647 1 197 102
133 952 — — 745 723 30 015 —
n9 245 775
— — 12 250
6) 229 248 — —
779 663 442 455
Deutsches Reich ohne Saargebiet... Eö” Deutsches Reich (ohne Saargebiet): 1931 . . .. Deutsches Reich (jetziger Gebietsumfang ohne Saargebiet): 1913 Deutsches Reich (alter Gebietsumfang): 1913. . .
7 977 491
9 336 572 11 118 889 14 268 674
9 158 181
4) 10 493 680 6 865 438 6 865 438
1 593 331 1 667 184
2 460 512 2 673 104
319 710
363 807 440 552 451 097
2 285 092
2 678 676 1 710 005 1 710 005
42 030 291
⁴) 50 787 764 58 084 360 77 648 129
11 315 974
11 576 83 8 576 45 8 576 457
17 701 654 *) 59 998 370 35 041 459 35 041 459
0) 7889 033 1 731 262
10 089 1038 ⁴) 1 932 324 12 243 418 2 265 874 12 333 419] 2388 598
Einschließlich ½ der Gesamtproduktion des Obernkirchener Werkes. Das eestliche Drittel ist unter „Uebriges Deutschland“ nachgewiesen. ³) Davon aus Gruben links der Elbe: 2 287 673 t. 1
2“) Berichtigte Zahlen. ⁵) Einschließlich der Berichtigung aus dem Vormonat.
. 1) Davon Ruhrgebiet (rechtsrheinisch): 5 286 182 t ²) 8 (linksrheinisch): 353 841 t
b 1 zusammen: 5 640 023 t Berlin, den 23. Juni 19123.
““
Handel und Gewerbe (Fortsetzung.)
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts im Ruhrrevier: Am 22. Juni 1932: Gestellt 14 165 Wagen.
der Vereinigung für 1 erliner Meldung des W. T. B.“ am 23. Junt auf 51,00 ℳ (am 22. Juni 51,00 ℳ) für 100 kg. 8
Die Elektrolytkupfernotierun
In Berlin festgestellte Notierungen für telegraphische Auszahlung, ausländische Geldsorten und Banknoten.
Telegraphische Auszahlung.
23. Juni Geld Brief 0,948 0,952 3,636 3,644 2,018 2,022 1,199 1,201 15,63 15,67 15,23 15,27 4,209 4,217 0,325 0,327 1,778 1,782
170,23 170,57 2747 2,753
58,54 58,66 2,518 2,524
82,27 82,43 7,053 7,067 21,46 21,50 6,843 6,857 42,01 42,09 83,02 83,18
13,89 13,91 75,02 75,18 16,55 16,59 12,465 12,485
68,43 68,57 79,72 79,88 81,93 82,09 3,057 3,063 34,67 34,73
78,12 78,28
100 estn. Kr. 109,39 109,61 109,39 109,61 100 Schilling 52,05 51,95 52,05
22. Juni Geld Brief 0,948 0,952 3,636 3,644 2,018 2,022 1,259 1,261 15,64 15,68 15,24 15,28 4,209 4,217 025 0,927 1,778 1,782
170,13 170,47 2,747 2,753
58,54 58,66 2,518 2,524
82,22 82,38 7,053 7,067 21,50 21,54 6,893 6.907 42,01 42,09 83,27 83,43
13,89 13,91 75,07 75,23 16,54 16,58 12,465 12,485
68,43 68,57 79,72 79,88 81,89 82,05 3,057 3,063 34,67 34,73
78,12 78,28
Buenos⸗Aires. . b stanbul.. Füpan “ 11““ London.. New York... Rio de Janeiro Uruguay.. Amsterdam⸗ Rotterdam Brüssel u. Ant⸗ werpen.. Bucarest... Budapest.. Danzig. elsingfors. false ... Jugoflawien.. Kaunas, Kowno Kopenhagen .. Lissabon und porto 100 Escudos “ 100 Kr. se 1“ 100 Frs.
1 Pap.⸗Pes. 1 kanad. 2 1 türk. Pfund
1 Goldpeso
100 Gulden 100 Drachm.
100 Belga 100 Lei
100 Pengö 100 Gulden 100 Fmk. 100 Lire 100 Dinar 100 Litas 100 Kr.
.“ 100 K eykjavik (Island).. weige “ E11“ C“ Spanien.. Stockholm und Gothenburg. Tallinn (Reval, Estland)... 11XAX“X“
100 isl. Kr. 100 Latts 100 Frs. 100 Lewa 100 Peseten
100 Kr.
orten und Banknoten.
——
Sovereigns.. 20 Frcs.⸗Stücke Gold⸗Dollars. Amerikanische: 1000 — 5 Doll. 2 und 1 Doll. Argentinische. Brasilianische. Canadische.. Englische: große 1 £ u. darunter Türkische.. Belgische.. Bulgarische. Dänische.. Danziger.. Estnische.. innische.. Französische.. Holländische.. Italienische: gr. 100 Lire u. dar. Jugoslawische. Lettländische .. Litauische.. Norwegische.. Oesterreich.: gr. 100 Sch. u. dar. Rumänische: 1000 Lei und neue 500 Lei unter 500 Lei Schwedische .. Schweizer: gr. 100 Frs. u. dar. Spanische *).. Tschecho⸗low. 5000 u. 1000 K. 500 Kr. u. dar.
Ungarische...
Ausländische Gelds
ürk. Pfund 100 Belga 100 Lewa 100 Kr. 100 Gulden 100 estn. Kr. 100 Fmk. 100 Frs. 100 Gulden 100 Lire 100 Lire 100 Dinar 100 Lats 100 Litas 100 Kr. 100 Schilling 100 Schilling
100 Lei 100 Lei 100 Kr. 100 Frs. 100 Frs. 100 Peseten
100 K 100 KE 100 Pengö
Geld
20,38 16,16
2,49 2,46 77,94 81,75 81,75 34,53
12,41 12,47
*) nur abgestempelte Stücke.
23.
4,185
Juni Brief 20,46 16,22
4,205
4,22 4,22 0,86 0,29 3,63 15,25 15,25 2,01 58,62
83,17 82,41 109,22 7,03 16,57 170,54 21,62 21,62 6,77
40,88
2,51 2,48 78,26 82,07 82,07 34,67
12,47 12,55
22. Juni
20,38 16,16 4,185
4,20 4,20 0,84 0,27 3,61 15,20 15,20
58,38
83,08 82,04 108,78 6,99 16,50 169,76 21,58 21,58
41,72 74,90
2,49
2,46 77,94 81,71 81,71 34,53
12,41
12,47
Geld Brief
20,46
16,22 4,205
4,22 422 0,86 0,29 3,63 15,26 15,26 1,99 2001 58,62
83,42 82,36 109,22 7,03 16,56 170,44 21,66 21,66 6,78 6,82
„ 2 2
Kattowitz..
Ostdevisen. Auszahlungen.
100 Zl.
Polnische 100 Zl.
Berlin, 22. Juni. mittel. (Einkaufspreise des handels für 100 Kilo frei Haus Berlin in Originalpackungen.) öffentlich angestellte beeidete Sachverständige der Preise in Reichsmark:
Notiert durch
Industrie⸗ und Handelskammer in Berlin.
47,10 47,10
47,30 47,30
47,10 47,30 Notennotierungen.
1 46,95
47,35
5
v3
2 8*4 . . 4 8 89
11““
2
4
47,10 47,10 47,10
1 46,90
Preisnotierungen für Nahrungs⸗ Lebensmitteleinzel⸗
47,30 47,30 47,30
47,30
Gerstengraupen, grob 36,00 bis 37,00 ℳ, Gerstengraupen, mittel 38,00 bis 42,00 ℳ, Gerstengrütze 32,00 bis 33,00 ℳ, Haferflocken 36,00 bis 37,00 ℳ, Hafergrütze, gesottene 39,00 bis 40,00 ℳ, Roggen⸗ mehl 0 — 70 % 31,00 bis 32,00 ℳ, Weizengrieß 46,00 bis 47,00 ℳ, Hartgrieß 39,00 bis 40,00 ℳ, Weizenmehl 36,00 bis 42,00 ℳ, Weizenauszugmehl in 100 kg⸗Säcken br.⸗f.⸗n. 43,00 bis 48,00 ℳ, Weizenauszugmehl, feinste Marken, alle Packungen 48,00 bis 56,00 ℳ, Speiseerbsen, Viktoria, gelbe 29,00 bis 31,00, Speiseerbsen, Viktoriq Riesen, gelbe 31,00 bis 35,00 ℳ, Bohnen, weiße, mittel 22,00 bis 23,00 ℳ, Langbohnen, ausl. 26,50 bis 27,50 ℳ, Linsen, kleine, letzter Ernte 30,00 bis 33,00 ℳ, Linsen, mittel, letzter Ernte 33,00 bis 36,00 ℳ, Linsen, große, letzter Ernte 36,00 bis 62,00 ℳ, Kartoffel⸗ mehl, superior 33,00 bis 34,00 ℳ, Bruchreis 20,00 bis 21,00 ℳ, Rangoon⸗Reis, unglasiert 23,00 bis 24,00 ℳ, Siam Patna⸗Reis, glasiert 30,00 bis 35,00 ℳ, Java⸗Tafelreis, glasiert 42,00 bis 56,00 ℳ, Ringäpfel, amerikan. ertra choice 98,00 bis 102,00 ℳ, Amerik⸗ Pflaumen 40/50 in Originalkistenpackungen 53,00 bis 57,00 ℳ, Sultaninen Kiup Caraburnu ¼ Kisten 115,00 bis 119,00 ℳ, Korinthen choice, Amalias 104,00 bis 108,00 ℳ, Mandeln, süße, courante, in Ballen 206,00 55 216,00 ℳ, Mandeln, bittere, courante, in Ballen 226,00 bis 236,00 ℳ, Zimt (Kassia ganz) ausgewogen 210,00 bis 220,00 ℳ. Pfeffer, schwarz, Lampong, ausgewogen 180,00 bis 190,00 ℳ, Pfeffer, weiß, Muntok, ausgewogen 200,00 bis 220,00 ℳ, Rohkaffee Santos Superior bis Extra Prime 328,00 bis 340,00 ℳ, Rohkaffee, Zentralamerikaner aller Art 360,00 bis 480,00 ℳ, Röst⸗ kaffee, Santos Superior bis Extra Prime 418,00 bis 434,00 ℳ, Röstkaffee, Zentralamerikaner aller Art 470,00 bis 620,00 ℳ, Röst⸗ roggen, glasiert, in Säcken 36,00 bis 37,00 ℳ, Röstgerste, glast
in Säcken 36,00 bis 37,00 ℳ, Malzkaffee, glasiert, in Säcken 46, bis 49,00 ℳ, Kakao, stark entölt 164,00 bis 210,00 ℳ, Kakao, leicht entölt 220,00 bis 270,00 ℳ, Tee, chines. 650,00 bis 750,00 ℳ, Tes, indisch 840,00 bis 1080,00 ℳ, Zucker, Melis 68,25 bis 69,25 ℳ Facer, Rafftnade 69,75 bis 71,25 ℳ, Zucker, Würfel 74,50 big 80,50 ℳ, Kunsthonig in ½ k S 76,00 bis 78,00 ℳ, sirup, hell, in Eimern 82 05 üis 100,00 ℳ, Speisesirup, dunkel, in Eimern 70,00 bis 80,00 ℳ, Marmelade, Vierfrucht, in Eimern von 12 ½ kg 68,00 bis 72,00 ℳ, Pflaumenkonfiture in Eimern von 12 ½ 84,00 bis 88,00 ℳ, Erdbeerkonfiturte in Eimern von 12 ½ kg 114, bis 120,00 ℳ, Pflaumenmus, in Eimern von 12 ½ und 15 kg 66,00 bis 73,00 ℳ, Steinsalz in Säcken 6,70 bis 7,70 ℳ, Steinsalz in Packungen 8,80 bis 12,60 ℳ, Siedesalz in Säcken 9,68 bis —,— ℳ, Siedesalz in Packungen 10,80 bis 14,00 ℳ, Bratenschmalz in Tierces 83,00 bis 88,00 ℳ, Bratenschmalz in Kübeln 84,00 bis 89,00 ℳ, Purelard in Tierces, nordamerik. 73,00 bis 75,00 ℳ, Purelard in Kisten, nordamerik. 73,00 bis 75,00 ℳ, Berliner Rohschmalz 92,00 bis 95,00 ℳ, Corned Beef 12/6 lbs. per Kiste 85,00 bis 86,00 ℳ, Corned Beef 48/1 lbs. per Kiste 45,00 bis 47,00 ℳ, Margarine Handelsware, in Küͤbeln, I 120,00 bis 124,00 ℳ, II 102,00 bis 114,00 ℳ, Margarine, Spezialware, in Kübeln, I 140,00 bis —,— ℳ, II 126,00 bis 138,00 ℳ, Molkereibutter Ia in Tonnen 248,00 bis 252,00 ℳ, Molkereibutter La gepackt 258,00 bis 264,00 ℳ, Molkerei⸗ butter IIa in Tonnen 232,00 bis 240,00 ℳ, Molkereibutter IIa ge⸗ packt 242,00 bis 250,00 ℳ, Auslandsbutter, dänis in Tonnen 268,00 bis 272,00 ℳ, Auslandsbutter, dänische, gepackt 278,00 bis 282,00 ℳ, Speck, inl., ger., 120,00 bis 140,00 ℳ, Allgäuer Stangen 20 % 78,00 bis 90,00 ℳ, Tilsiter Käse, vollfett 130,00 bis 150,00 ℳ, echter Gouda 40 % 120,00 bis 128,00 ℳ, echter Edamer 40 % 120,00 bis 128,00 ℳ, echter Emmenthaler, vollfett 260,00 bis 288,00 ℳ, Allgäuer Romatour 20 % 102,00 bis 112,00 ℳ, ungez. Kondensmilch 48/16 per Kiste 18,00 bis 19,00 ℳ, gezuck. Kondensmilch 48/14 per Kiste 28,00 bis 31,00 ℳ, Speiseöl, ausgewogen 68,00 bis 94,00 ℳ.
“ 1“