Zweite Zentrat
handelsregisterbeilage zum Reichs⸗ und Staatsanzeiger Nr. 149 vom 28. Juni 1932.
““
Konkurses eröffnet. Der Rechtsanwalt Minkenberg, Solingen, wirb zur Ver⸗ trauensperson ernannt. Zu Mitgliedern des Gläubigerausschusses werden bestellt: 1. Arthur Linder, Düsseldorf, 2. Rechts⸗ anwalt Weck, Solingen, 3. Ludwig Hein⸗ lein, Düsseldorf, Wilhelmplatz 12. Ter⸗ min zur Verhandlung über den Ver⸗ gleichsvorschlag wird auf den 14. Juli 1932, 4 Uhr, vor dem Amtsgericht So⸗ lingen, Saal 36, anberaumt. olingen, 23. Juni 1932. Amtsgericht. 5.
Sonneberg, Thür. 128788
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Ludwig Linker und seiner Ehefrau Maria Linker geb. Weber in Sonneberg als alleinige Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft Kaufhaus J. Rosen⸗ thal in Sonneberg, wird heute, am 24. Juni 1932, vormittags 11 Uhr, das gerichtliche Vergleichsverfahren zur Ab⸗ wendung des Konkurses eröffnet. Zur Vertrauensperson wird Rechtsanwalt Straube in Sonneberg ernannt. Termin zur Verhandlung über den von den Schuldnern eingereichten Vergleichsvor⸗ schlag wird bestimmt auf Freitag, den 15. Juli 1932, vormittags 9 Uhr, im Amtsgericht, Zimmer Nr. 22. Der Antrag, das Verfahren zu eröffnen, ist am 24. Mai 1932 beim Gericht einge⸗ gangen. Er ist nebst den Anlagen und den Ermittlungen auf der Geschäfts⸗ stelle zur Einsicht der Beteiligten nieder⸗
k. Beschluß. Ueber das Vermögen Maschineufabrik Beih Aktiengesell⸗ sschaft in Lubeck, Schönböckener Straße, wird heute, 16 Uhr 30 Minuten, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet und der öffentlich bestellte Wirtschaftsprüfer Wilhelm Me⸗ bius in Lübeck, Schüsselbuden 2, als Ver⸗ trauensperson bestellt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvor⸗ schlag wird auf Freitag, den 22. Juli 1932, 10 ½ Uhr, vor dem Amts⸗ eericht Lübeck, Abt. 2, Zimmer 9, an⸗ eraumt. Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst seinen Anlagen und das Engebnis der weiteren Ermittlungen sind in der Geschäftsstelle des unterzeichneten Gerichts, Zimmer 19, zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Lübeck, den 24. Juni 1932. 8 Das Amtsgericht. Abt. II.
Mannheim. 28782
Ueber das Vermögen der Firma Franz Molitor G. m. b. H. in Mann⸗ beim, Bunsenstr. 17, Vaumatevialien⸗ großhandlung, wurde heute, nachmit⸗ tags 5 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet. Rechtshandlungen der Schuldnerin be⸗ dürfen während der Dauer des Ver⸗ gleichsverfahrens der Zustimmung der ertrauensperson. Vertrauensperson ist Bücherrevisor Johann Graml in Mann⸗ heim, Traitteurstr. 21. Vergleichstermin elegt
ist am 21. Juli 1932, mittags 12 Uhr, 8 “ vor dem Amisgericht, II. Stock, Zimmer Thür. Amtsgericht in Sonneberg. Abt. 5. Stendal. [28789]
Nr. 213. Mannheim, den 23. Juni 1932. Amtsgericht. B.⸗G. 5. Vergleichsverfahren. Ueber das Vermögen des Bäcker⸗
92 B e, meisters Wilhelm Rulff in T büͤ eber das Vermögen der Firma Wil⸗ 2 elm Kulff in Tangerhütte, — Farma Magdeburger Straße 2, ist am 24. Juni
helm Dannhauser, Weingroßhandlung, M. urges en sun Branntweinbrennerei, Apfelkelterei in 1932, mittags 12,50 Uhr, das Vergleichs⸗ verfahren zur Abwendung des Kon⸗
Rastatt, wurde eute, vormittags 88 es K 10 Uhr das 2 richtliche Vele kurses eröffnet worden. Der Syndikus
gleichsverfahren eröffnet. Zur Ver⸗ ““ in zur Ver⸗ krauensperson ist Rechtsanwalt Lion in krauensperson ernannt. Termin zur 8es 9 — Verhandlung über den Vergleichsvor⸗
Rastatt bestellt. Termin zur Verhand⸗ 19 . A. auf Donnerstag, g- 21. Juli gericht in Stendal Zimmer Nr. 18, an⸗ 2 8 . 4 S1en d1, 3— ₰ . „ 2 * veemettans 9. Uhr. Der Antrag beraumt. Der Antrag auf Eröffnung 8 fnn 8 . vIv ee des Verfahrens nebst seinen Anlagen Sst seinen Anlagen und das Ergebni 21182 Fe r. hv, ga ee der weiteren Ermittlungen sind auf der EEEö““ unten bezeichneten Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt 8 8 „den 24. 1932. Rastatt, den 21. Juni 1932. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Amtsgericht — Geschäftsstelle. “ Uerdingen. [28790]
Rees. Beschluß. [28784] Ueber das Vermögen der offenen Han⸗ delsgesellschaft F. Dyckmans u. Co. in
Ueber das Vermögen des Landwirts und Händlers Wilhelm Tekaat in Mil⸗ Uerdingen, Düsseldorfer Str. 62, wird lingen, Kreis Rees, wird heute, 10 Uhr, heute, am 22. Juni 1932, 11,15 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des
das Vergleichsverfahren zur Abwen⸗ — fa Konkurses eröffnet, da Zahlungsunfähig⸗
dung des Konkurses angeordnet. Zur Ko Vertranensperson wird der Diplomkauf⸗ keit vorliegt. Der Rechtsanwalt Gebauer in Uerdingen wird zur Vertrauensperson
mann Walther E. Messing in Duisburg⸗ Meiderich bestellt. Termin zur Verhand⸗ ernannt. Termin zur Verhandlung über lung über den Vergleichsvorschlag wird den Vergleichsvorschlag wird auf den auf den 19. Juli 1932, 11 ½ Uhr, vor 15. Juli 1932, 10 Uhr, vor dem dem Amtsgericht, Zimmer Nr. 10, an⸗ unten bezeichneten Gericht, Zimmer 6, beraumt. Der Ankrag auf Eröffnung anberoaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst seinen des Verfahrens nebst seinen Anlagen
und den weiteren Ermittlungen ist auf
Anlagen und das Ergebnis der weiteren *r. ’ Ermittlungen sind auf der Geschäfts⸗ der Geschäftsstelle zur Einsicht der Be⸗ teiligten aufgelegt. — 2a Vn 3/32.
stelle zur Einsicht der Beteiligten nieder⸗ Vn . “ 9 Uerdingen, den 22. Juni 1932. Rees, 23. Juni 19232. Das Amtsgericht. Amtsgericht. Sehh 1 18 822 Waldheim. [28791] Zur Abwendung des Konkurses über das Vermögen des Ofensetzermeisters V. N. 282. Ueber das Vermögen des Walter eart in Hartha, Dresdner Kaufmanns Gustav Kuhn in Seeburg 1ö öö Iani ist am 24. Juni 1932, 14 Uhr, das Ver⸗ liche Ve leichs — hren 2 892 9 Ver leichsverfahren zur Abwendung des tuor⸗ üvn-AJh vs ,See ars Lenhe eröffnet worden. Der Rechts⸗ Aanehs Fbvenen gerr 1e““ anwalt Dr. Hippler in Seeburg ist zur aut 20, Falt 18e. voreenrhercnge wmirn —“ 1A“ A12ee Die Unterlagen liegen auf der Geschäfts⸗ scht it g uüver den Dergleichsvor⸗ stelle zur Einsicht der Beteiligten aus. bn-n S i 189 Per.. Amtsgericht Waldheim, Sa., 23. 6. 1932. Amtsgericht in Seebur 5 immer Nr. 8, Ww ers 28 28792 anberaumt. Der d3 2 Eröff⸗ 98 ö “ nung des Verfahrens nebst seinen An⸗ Ueber das Vermögen der Firma Ade⸗ lagen und das Ergebnis der weiteren Werkr, Aktiengesellschaft in Wal⸗ Ermittlungen sind auf der Geschäfts⸗ tershausen, wird heute, am 22. Juni 8 Einsicht der Beteiligten nieder⸗ rhn 4 Uhr, bas gerichlche er BEBö “ gleichsverfahren eröffnet. Als er⸗ Amtsgericht in Seeburg, 25. Juni 1932. trauensperson wird Bücherrevisor Fritz heh s 28786] Degelow in Waltershausen bestellt. Ter⸗ Ueber das Vermögen der offenen neicheborschke “ 85 — Henbet elchess in Fieges Otto Har⸗ 1932, 9* Uhr, vor dem unterzeich⸗ nis Inh. G. Lehmann und -
3 b 8 neten Gericht, Zimmer 10, anberaumt. A. Philippsborn, Zechin (Oderbruch), Der Antrag auf Eröff mit 2 wird heute, am 22, Juni 1932, 14,30 Uhr, es Antgeg auf roffauns mit Ankagen
1d he am 22, ist zur Einsicht der Beteiligten auf der das Vergleichsverfahren zur Abwen⸗ Ges äftsstelle, Zi 8, ni dung des Konkurses eröffnet. Der chäftsstelle, Zimmer 8, niedergelegt.
’1 ₰ 8ö 3 Waltershausen, den 22. Juni 1932. Bücherrevisor Max Vits in Seelow wird Thüringisches Amtsgedicht. 1 Vertrauensperson ernannt. Ein 1 8
ur nbigeransschuh wird nicht bestellt. Wittenberg, Bz. Halle. [28793] Termin zur Verhandlung über den Ver⸗ Ueber das des süeichsvorschlag wird auf den 22. Juli Karl Holtzhausen, Inhabers der Firma 932. 9,30 Uhr, vor dem unterzeichneten Angust Holtzhausen in Wittenberg, Cos⸗ Gericht, Zimmer 1, anberaumt. Der wiger Straße 4, ist am 22. Juni 1932, Antrag auf Eröffnung des Vergleichs⸗ 18 Uhr, das Vergleichsverfahren zur verfahrens nebst seinen Anlagen und Abwendung des Konkurses eröffnet. das Ergebnis der weiteren Ermittlungen Rechtsanwalt Polluge in Wittenberg ist ist in der Geschäftsstelle 6, Zimmer zur Vertrauensperson ernannt. Termin Nr. 6, des Amtsgerichts zur Einsicht zur Verhandlung über den Vergleichs⸗ niedergelegt. vorschlag ist auf den 25. Juli 1932, Seelow, den 22. Juni 1932. 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Amtsgericht. Zimmer 20, anberaumt. LnSes e Taͤ . 9 Wittenberg, den 23. Juni 1932.
Vergleichsverfahren. Ueber das Vermögen der Firma
2 g 1 in Solingen, Wupper⸗ aße, mit dem alleinigen Inhaber Ueber das Vermögen der „Lufa“ Luft⸗ —— g1 wird hente, heizungs⸗ und 8 a . Inni 1932, 1 Uor, das Ver⸗ b. H. in Wup ertal⸗Barmen, Postbrücke
Vergleichsverfahren.
8
Wuppertal-Barmen. [28794]
Vergleichsverfahren.
11 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet. Der Rechtsanwalt Daemgen in Wuppertal⸗ Barmen wird zur Vertrauensperson er⸗ nannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf Sams⸗ tag, den 23. Inli 1932, 10 Uhr, vor dem Amtsgericht in Wuppertal⸗Barmen, Sedanstraße, Zimmer 15, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Ver⸗ gleichsverfahrens mit Anlagen und das Ergebnis der weiteren Ermittlungen sind auf der Geschäftsstelle des hiesigen Amtsgerichts, Zimmer 45, zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.
Bad Kreuznach. [28795]
Die Vergleichsverfahren über die Ver⸗ mögen: 1. der Firma Franz Clemens Söhne, Bad Kreuznach, 2. deren persön⸗ lich haftende Gesellschafter, die Fabri⸗ kanten Ludwig arl und August Clemens, Bad Kreuznach, wurden nach Bestätigung der Vergleiche heute auf⸗ gehoben.
Kreuznach, den 21. Mai 1932.
Döbeln. [28805] Das Vergleichsverfahren zur Ab⸗ wendung des Konkurses über das Ver⸗ mögen der Firma Döbelner Schokolade⸗, Kakao⸗ und Nährmittelfabrik Clemen & Sohn in Döbeln ist Poleich mit der Bestätigung des im Vergleichstermin vom 22. Juni 1932 angenommenen Vergleichs durch Beschluß vom gleichen Tage aufgehoben worden. Sächs. Amtsgericht Döbeln, 22. 6. 1932.
Donaueschingen. [28465 „Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das 1* der Firma Badische Uhrenfabrik⸗A. G. in Furtwangen. Der in dem Vergleichstermin vom 6. 6. 1932 angenommene Vergleich wierd hierdurch bestätigt. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren auf⸗ gehoben. Das allgemeine Veräuße⸗ rungsverbot vom 23. Mai 1932 ist da⸗ mit aufgehoben.
Donaueschingen, den 20. Juni 1932.
Amtsgericht I.
Dortmund. [28806]
Das Amtsgericht.
Balingen. [28796] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Allgaier & Stotz, offene Handelsgesellschaft, Trikotwaren⸗ fabrik in Ebingen, ist nach bestätigtem Vergleich durch Beschluß vom 18. Juni 1932 aufgehoben worden. W. Amtsgericht Balingen.
Bautzen. 28797]
Das Vergleichsverfahren zur Abwen⸗ dung des Konkurses über das Vermögen der Handelsfrau Melanie verw. Lochner geb. Liebold (Handel mit Wäsche) in Bautzen, Kaiserstraße 11 II. ist infolge der Bestätigung des im Vergleichstermin vom 23. Juni 1932 angenommenen Ver⸗ gleichs durch Beschluß vom 23. Juni 1932 aufgehoben worden. Amtsgericht Bautzen, den 23. Juni 1932.
Berlin. [28798] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Schneidermeisters Oskar Helft in Berlin W8, Markgrafenstr. 30, ist am 22. Juni 1932 nach Bestätigung des Vergleichs aufgehoben worden. Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abt. 154.
Berlin-Charlottenburg. 28799] Das Vergleichsverfahren zur Abwen⸗ dung des Konkurses über das Vermögen des Kaufmanns Hugo Basch in Berlin⸗ Charlottenburg, Wilmersdorfer Str. 53, als alleinigen Inhabers der Firma Basch & Co., ebenda, mit Zweignieder⸗ lassung in Berlin⸗Steglitz, Schloßstr. 111 (Damenhüte), ist nach Annahme und Bestätigung des Vergleichs durch Be⸗ schluß vom 24. Juni 1932 aufgehoben. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts Charlottenburg. Abt. 40.
Bonn. EIeeh. [28800 Das Vergleichsverfahren über das Vermögen: 1. der offenen Handels⸗ gesellschaft Firma Gebrüder Gördes in Bonn, Sternstraße, 2. deren persönlich haftende Gesellschafter a) Kaufmann Eckhardt in Bonn, b) Witwe Heinrich Knipp, Gertrud geb. Fendel in Bonn, wird infolge Bestätigung des Vergleichs aufgehoben. Bonn, den 18. Juni 1932. Amtsgericht. Abt. 8.
Braunschweig. [28801]
Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Otto Mewes, Inhabers der Firma Mewes, Musikhaus, hier, ist nach Bestätigung des Vergleichs durch Beschluß vom 20. Juni 1932 aufgehoben worden. Braunschweig, den 23. Juni 1932. Das Amtsgericht. 4.
Braunschweig. [28802]
Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma R. M. Hoff, alleiniger g— Albert Hoff, hier, Betten⸗Spezial⸗Haus wird nach Be⸗ stätigung des Vergleichs aufgehoben. Braunschweig, den 24. Juni 1932. Amts⸗ gericht. 4.
Büren, Westf. [28807] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Ehefrau Franz Brune, Regina geb. Banse zu Büren wird auf⸗ gehoben, nachdem der Vergleich vom 22. Juni 1932 am gleichen Tage gericht⸗ lich bestätigt ist. 1“
Büren, den 22. Juni 1932. Das Amtsgericht. 1
Cleve. [28803] Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Wilhelm Nienhnisen aus Cleve, In⸗ haber der Firma W. Nienhuisen aus Cleve. Der in dem Vergleichstermin vom 15. Juni 1932 angenommene Ver⸗ gleich wird hierdurch bestätigt. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben.
Cleve, den 22. Juni 1932.
Amtsgericht.
Dargun. [28804] Beschluß in dem Vergleichsverfahren über die Firma Ludwig Wolgast in Dargun. 1. Der in dem Vergleichs⸗ termin vom 6. Juni 1932 angenommene Vergleich wird hiermit bestätigt. 2. In⸗ folge der Bestätigung des Vergledchs wird das Verfahren aufgehoben.
Amtsgericht Dargun, 11. Juni 1932.
Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Moritz Meier, Inh. eines Schuhgeschäfts in Dortmund, Steinstraße 14, ist infolge Bestätigung des Vergleichs aufgehoben.
Dortmund, den 22. Juni 19232.
28.
Das Amtsgericht.
Freiburg, Breisgau. [28808] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Karl Löwen⸗ stein, Inhaber der Firma Würzburger Lack⸗ und Farbenfabrik Karl Löwen⸗ stein & Co. in Freiburg i. Bd., Kaiser⸗ straße 32, ist am 17. d. Mts. nach Be⸗ stätigung des Vergleichs aufgehoben worden. 1— Freiburg i. B., den 23. Juni 1932. Bad. Amtsgericht A 3 — Z.⸗K. 12/32 —.
Freiburg, Breisgau. [28809]
Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Karl Knieß, Inhabers der 1.— Karl neh Wäsche⸗, Kurz⸗, iß⸗ und Wollwaren in Freiburg⸗Haslach, Fichtestraße 29, ist am 21. d. M. nach Bestätigung des Ver⸗ gleichs aufgehoben worden. — ZK 13/32.
Freiburg i. B., den 24. Juni 1932.
Geschäftsstelle des Bad. Amtsgerichts. A 3.
Germersheim. [28810] Durch Beschluß des Amtsgerichts Germersheim vom 22. Juni 1932 wurde das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Geschwister Lorenz und Kächchen Heidenreich, Gemischt⸗ warengeschäft in Zeiskam, nach Bestäti⸗ gung des angenommenen Vergleichs aufgehoben. 1 Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
Grüfenthal. [28811] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Gebr. Heubach A. G. in Lichte ist nach bestätigtem Ver⸗ gleich aufgehoben. Gräfenthal, den 25. Juni 1932. KZCvhüring. Amtsgericht.
1
Hagen, Westf. [28812] Das Vergleichsverfahren ider das Vermögen der offenen Handelsgesell⸗ schaft Hanschmann & Schröder zu Hagen, Elektrogroßhandlung, ist nach Bestäti⸗ gung des angenommenen Vergleichs aufgehoben.
Hagen, den 22. Juni 1932.
Amtsgericht.
Halle, Saale. [28813] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Engel & Vogel, Halle a. S., Berg⸗ und Hüttenerzengnisse, Großhandlung in Ar⸗ tikeln für Gas Wasser, Dampf, Kanali⸗ sation (persönlich haftende Gesellschafter sind die Kaufleute Johannes Kralle und Ludolf Engelö), ist bei Bestätigung des Vergleichs aufgehoben worden.
Halle a. S., den 24. Juni 1932.
Das Amtsgericht. Abt. 7. 42 —
Halle, Saale. [28814]
Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Röhrenvertrieb Engel & Vogel, Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung, Halle a. S., Walz⸗ werks⸗ und Hüttenerzeugnisse, vertreten
[durch ihre Geschäftsführer Ludolf Engel
und Oskar Fehlig, ist bei Bestätigung des Vergleichs aufgehoben worden. Halle a. S., den 24. Juni 1932.
Das Amtsgericht. Abt. 7.
Mannheim. [28815] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Hermann Waas, Tabak⸗ und Papierwarengeschäft in Mannheim⸗Käferthal, Gartenstraße Nr. 7, wurde nach Bestätigung des Ver⸗ gleichs am 18. Juni 1932 aufgehoben. Bad. Amtsgericht, B.⸗G. 7, Mannheim.
Marienwerder, Westpr. [28816) 1 In dem Vergleichsverfahren über das Vermögen des Zimmermeisters Carl Kunterding in Marienwerder wird der in dem Vergleichstermin vom 16. Juni 1932 angenommene Vergleich hierdurch bestätigt. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren auf⸗ gehoben.
Amtsgericht Marxienwerder, Wpr.,
Meschede. Bergleicheverfahren 12 8
rmögen r offenen Ha esell⸗ schaft Joh. Wiebelhaus 8 8 in Meschede, deren Inhaber die Fabrikan⸗ ten Johann Wiebelhaus — Frisse, Anton Frisse und ofef —* sind, ist nach Bestätigung des 16. Juni 1932 aufgehoben.
Meschede, den 22. Juni 1932.
Das Amtsgericht.
Neumarkct, Schles. 28818 Beschluß in dem Vergleichsverfahre über das Vermögen der Inhaber de Firma Paul Tschöke in Neumarkt: 1. der verw. Frau Margarete Tschöke geb, Böhm, 2. des Karl Heinz Tschöke, 3. des minderjährigen ns Joachim Tschöke in Neumarkt: 1. Der in dem Vergleichs⸗ termin vom 7. Juni 1932 angenom⸗ mene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung des Ver⸗ gleichs wird das Verfahren aufgehoben. Neumarkt, Schles., den 14. Juni 1932, Das Amtsgericht.
Neunburg vorm Wald. [28819] Das Amtsgericht Neunburg vorni Wald hat mit Beschluß vom 15. Junt 1932 das Vergleichsverfahren zur Ab⸗ wendung des Konkurses über das Ver⸗ mögen der Kaufmanns⸗ und Bau⸗ meisterseheleute Adolf und Fauny Bedacht nach Bestätigung des ange⸗ nommenen Vergleichs aufgehoben. Neunburg vorm Wald, 24. Juni 1932. Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
Nürnberg.
Das Amtsgericht Nürnberg hat mit Beschluß vom 23. Juni 1932 das Ver⸗ gleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses über das Vermögen der offe⸗ nen Handelsgesellschaft in Firma August & Jean Hilpert, Installation 88 as und Wasser und elektrische Anlagen in Nürnberg, Unterer Bergauer Platz 8, nach Bestätigung des angenommenen Vergleichs aufgehoben.
Geschäftsstelle des Amtsgerichts. [28821]
dur -5
Osnabrüecl. Das Vergleichsverfahren Firma Evering Ww., Osnabrück, ist rechtskräftigen Beschluß vom 20. 1932 beendet. Amtsgericht Osnabrück.
Penig. [28822] Das gerichtliche Vergleichsverfahren, das zur Abwendung des Konkurses über das Vermögen der Firma Carl Meister, Schuhfabrik, Akt.⸗Ges., Lunzenau, er⸗ öffnet worden ist, ist infolge Bestäti⸗ gung des im Vergleichstermin vom 23. Juni 1932 angenommenen Ver⸗ gleichs durch Beschluß vom gleichen Tage aufgehoben worden. Amtsgericht Penig, den 24. Juni 1932. Pirmasens.
[28823] Bekanntmachung. Das Amtsgericht Pirmasens hat mit Beschluß vom 21. Juni 1932 das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkuruses über das Vermögen der Anna Kolb geb. Notäscher, Ehefrau von Hermann Kolb, Alleinhaberin der Firma Anna Kolb, Kurz⸗, Weiß⸗ und Woll⸗ warengeschäft in Pirmasens, Haupt⸗ straße 21, nach Bestätigung des abge⸗ schlossenen Vergleichs aufgehoben. Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
Pritzwalk. 28824] 3. V. N. 1./32. Das Vergleichsver⸗
fahren über das Vermögen der Frau
Olga Vockerodt geb. Petrick in Firma
Schuhhaus Petrick in Pritzwalk wird
nach Bestätigung des Vergleichs vom
10. Juni 1932 aufgehoben. . Pritzwalk, den 10. Juni 1932.
Amtsgericht.
Rennerod. [28825] Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Landwirts Otto Venema in Hammermühle bei Gmünden ist nach Bestätigung des Vergleichs vom 1. 1932 aufgehoben worden. Rennerod, den 23. Juni 1932. Das Amtsgericht. Rottenburg, Neckar. Das Vergleichsverfahren zur Abwen⸗ dung des Konkurses über das Vermögen der Fa. Bolz & Reinhardt, Trikotwaren⸗ fabrik in Rottenburg, wurde nach Be⸗ stätigung des Vergleichs am 24. 6. 1932. aufgehoben. Amtsgericht Rottenburg a. N.
Treuburg. 8 28827 „Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das Vermögen des rbvereibe⸗ sitzers Karl Jaschewski in Treuburgt 1. Der in dem Vergleichstermin 299 27. Mai 1932 angenommene Verglei wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge Bestätigung des Vergleichs wird da Verfahren aufgehoben.
Amtsgericht Treuburg, 22. Juni 1932.
Ziegenhals. — 5 V. N. 6/32. Das Vergleichsverfahre über das Vermögen des Elektroinstalla⸗ teurs Georg Tschupke ans Ziegenhals i nach Bestätigung des Vergleichs vom 17. Juni 1932 aufgehoben. Ziegenhals, den 17. Juni 1932. Amtsgericht.
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gleichsverfahren zur Abwendung des Nr. 6, wird heute, am 24. Juni 1932,
den 22. Juni 1932.
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Worte etwa durch Sperr⸗
seben, wel Fettdruck (zweimal unter⸗
Nr. 150. Reichsbankgirokonto.
Inhalt des amtlichen Teiles.
Deutsches Reich. Ernennungen ꝛc. 1 Bekanntmachung über den Londoner Goldpreis. Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 39. gesetzblatts, Teil IT. W
“
Preußen.
Bekanntmachungen, betreffend die Einziehung von Tetanussera, Ruhrsera und Diphtheriesera.
Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 35 der Preußischen Gesetzsammlung. 1 5.
Der Ministerialdirektor im Reichsministerium innern Dr. Menzel ist einstweilig in den Ruhestand ver⸗ etzt worden. “
“
Bekanntm achung
über den Londoner Goldpreis gemäß 81 der Ver⸗
ordnung vom 10. Oktober 1931 zur Aenderung der
Wertberechnung von Hypotheken und sonstgen
die auf Feingold (Goldmark (ReSBl. 1 S. 569).
Der Londoner Goldpreis beträgt am 29. Juni 1932 für eine Unze Feinodddd ⸗= 114 sh 8 d, in deutsche Währung nach dem Berliner Mittel⸗
kurs für ein englisches Pfund vom 29. Juni 1932 mit RM 15,195 umgerechnet. . = RM 87,1189, scr ein Gramm Feingold demmnach ⸗ pence 44,2394, n deutsche Währung umgerechne =— Fohs 2,80091. Berlin, den 29. Juni 1932. 1 Sscttatistische Abteilung der Reichsbank. Dr. Döring. 8
Ansprüchen, auten
ranntmachung.
Die am 28. Juni 1932 ausgegebene Nummer 39 des Reichsgesetzblatts, Teil I, enthält:
die Bekanntmachung der neuen Fassung des Salzsteuergesetzes vom 22. Juni 1932, 9 Fassung 1 üffebes
die Verordnung über Abstandnahme von der Anwendung des Obertarifs auf Boden⸗ und Gewerbserzeugnisse kanadischen Ursprungs, vom 22. Juni 1932, —
die Elfte Verordnung zur Uebertragung von Zuständigkeiten auf den Reichsfinanzhof, vom 22. Juni 1932, und
die Verordnung zur Devisenbewirtschaftung (Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung), vom 23. Juni 1932.
Umfang 3 Bogen. Verkaufspreis 0,45 RM.
Postversendungsgebühren: 0,08 NM für ein Stück bei Voreinsendung.
Berlin NW 40, den 28. Juni 1932.
Reichsverlagsamt. Dr. Kaisenberg.
Preußen. Ministerium für Volkswohlfahrt. Bekanntmachung.
Die Tetanussera mit den Kontrollnummern 2809 bis 2837 — geschrieben: „Zweitausendachthundertneun bis zwei⸗ tausendachthundertsiebenunddreißig“ — aus der J. G. Farben⸗ industrie A. G. in Höchst a. M., 1685 bis 1706 — geschrieben: „Eintausendsechshundertfünfundachtzig bis eintausendsieben⸗ hundertsechs’“ — aus den Behringwerken in Marburg a. 492 und 493 — geschrieben: „Vierhundertzweiundneunzig und vierhundertdreiundneunzig“ — aus dem Sächsischen Serumwerk A. G. in Dresden, 31 — geschrieben: „Einund⸗ dreißig“ gus dem Serumlaboratorium Ruete⸗Enoch G. m. b. H. in Hamburg 39, Ulmenstraße 38/40, 17 und 18 — geschrieben: „Siebzehn und achtzehn“ — aus dem Bak⸗ teriologischen und Seruminstitut Dr. Schreiber G. m. b. H. in Landsberg a. W. sind wegen Ablaufs der staatlichen Ge⸗
L ⸗
8
währdauer zur Einziehung bestimmt.. Berlin, den 27. Juni 1932. 11“ Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt. J. A.: Dr. Schopohl. 1 Bekanntmachung.
Die Ruhrsera mit den Kontrollnummern 165 bis 189 — geschrieben: „Einhundertfünfundsechzig bis einhundertneun⸗ undachtzig“ — aus der J. G. Farbenindustrie A. G. in Höchst a. M., 72 bis 76 — geschrieben: „Zweiundsiebzig bis
des
Berlin, Mittwoch, den 29. Funi, abends.
ind wegen Ablaufs der staatlichen Gewährdauer zur Ein⸗ ziehung bestimmt. Berlin, den 27. Juni 1932. reußische Minister für Volkswohlfahrt. F. A.: Dr. Schopohl.
secenbsüena. — aus den Behringwerken in Marburg a. L.
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ie Diphtheriesera mit den Kontrollnummern 3166 bis 3192 — geschrieben: „Dreitausendeinhundertsechsundsechzig bis 1--e ee — aus der J. G. “ A. G. in Höchst a. M., 983 bis 1001 — ge⸗ schrieben: „Neunhundertdreiundachtzig bis eintausendeins“ — aus den Behringwerken in Marburg a. L., 774 bis 777 — b benerös „Siebenhundertvierundsiebzig bis siebenhundert⸗
iebenundsiebzig“ — aus dem Serumlaboratorium Ruete⸗ noch G. m. b. H. in Hamburg 39, Ulmenstraße 38/40, 375 — eeschrieben: „Dreihundertfünfundsiebzig“ — aus dem Sächsi⸗ chen Serumwerk A. G. Dresden, 462 — geschrieben: „Vier⸗ hundertzweiundsechzig“ — aus der chemischen Fabrik E. Merck in Darmstadt, 41 — geschrieben: „Einundvierzig“ — aus dem pharmazeutischen Institut L. W. Gans in Oberursel a. T. sind wegen Ablaufs der staatlichen Gewährdauer zur Ein⸗ ziehung bestimmt.
Berlin, den 27. Juni 1932.
Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt.
J. A.: Dr. Schopohl. b
Bekanntmachung.
Die am 25. Juni d. J. ausgegebene Nummer 35 der Preußischen Gesetzsammlung enthält unter Nr. 13 761 die Satzung der Preußischen Wohnungskreditanstalt,
vom 21. Juni 1932. Umfang 1 Bogen. Verkaufspreis 0,20 RM (zuzüglich einer Versandgebühr von 5 Rpf). Zu beziehen durch R. von Decker’s Verlag (G. Schenck), Berlin
W 9, Linksir. 35, und durch den Buchhandel. Berlin, den 29. Juni 1932. 9 Schriftleitung der Preußischen Gesetzsammlung.
8— 8* 3 “ Der Reichsrat erledigte in seiner gestrigen Plenar⸗ sitzung den Reichshaushaltsplan für 1932.
Der Generalberichterstatter Ministerialdirektor Dr. Brecht führte vae.8 aus: Beim Wechsel der Reichsregierung lagen die Einzelhaushalte mit wenigen Ausnahmen dem Reichsrat schon vor. Sie wurden von der neuen Reichsregierung übernommen, der Haushalt des Reichsarbeitsministeriums jedoch in der durch die bekannte Reugestgeedng der Arbeitslosenfürsorge veränderten Form. Die noch fehlenden Haushalte — Allgemeine Finanz⸗ verwaltung, Reichsschuld, Kriegslasten und Ernährung — wurden möglichst schnell nachgeliefert. Immerhin erlitten die Verhand⸗ lungen im Reichsrat eine solche Verzögerung, daß be erst am vorigen Montag, dem 20. Juni, beginnen konnten, also in einer Woche durchgeführt werden mußten.
Welche Lage findet der neue Haushalt vor?
Der Haushalt für 1931 war erst im Januar 1932 erneut ssltgestenf worden. Die Ausgaben überschritten trotzdem die An⸗ ätze noch um netto rund 276 Millionen Reichsmark, und zwar hauptsächlich für Bankenbeteiligung (113), Stützung der Land⸗ wirtschaft (74) und der gewerblichen Genossenschaften (20) sowie für Darlehen an einige Länder (85). Außerdem blieben die Ein⸗ nahmen hinter den Ansätzen zurück. Der Gesamtbetrag der Fehlbeträge im ordentlichen Haushalt, einschließlich aller Vorjahre, erhöhte sich dadurch von 1190 (Ende 1931) auf 1219 Millionen Reichsmark, also um 29 Millionen Reichsmark, während er sich eigentlich um 420 Millionen vermindern sollte. Die Ausgaben zur Sanierung der Banken sind hierin nur zum kleineren Teil enthalten; der größere Teil zeigt sich erst in späteren Rechnungsjahren, wenn die in Zahlung gegebenen Schatzanweisungen und vielleicht auch Bürgschaften sind.
Die Reichsregierung hat buchungsmäßig den Fehlbetrag noch um diejenigen Beträge erhöht, die im Laufe der letzten Jahre auf Grund des außerordentlichen Haushalts im Vorgriff auf bewilligte Anleihen tatsächlich schon ausgegaben sind (413 Mil⸗ lionen) oder als Restausgaben noch ausgegeben werden können (58 Millionen). Infolgedessen wird der Fehlbetrag aller Vor⸗ jahre jetzt mit insgesamt 1690 Millionen Reichs⸗ mark in einer Summe ausgewiesen. Ende 1930 hätte der ent⸗ sprechende Fehlbetrag bei gleicher Buchung bereits 1525, Ende 1928 schon 1132 Millionen Reichsmark betragen.
Diese Entwicklung der Fehlbeträge brauchte in einer solchen Krisenzeit nicht zu erschrecken, falls für die Zukunft eine gesunde Entwicklung gesichert wäre. Das ist aber leider trotz aller Er⸗ sparnismaßnahmen nicht der Fall.
Postscheckkonto: Berlin 41821.
1. Von dem am Anfang 1930 noch vorhandenen Besitz a Reichsbahnvorzugsaktien von 731 Millionen RM ist jetzt u
ein Bestand von 242 Millionen RM vorhanden, aus dessen Ver kauf im 7 1932 100 Millionen RM erzielt und von weitere Stücke im Kurswert von 30 Millionen RM statt Bargel
in den Anleihetilgungsfonds übergehen sollen. Dann wird Noch etwa ein von 70 Millionen übrigbleiben, Weitere 40 Millionen sich dem neugebildeten Garantiesondervermögen. 8
2. Die Darlehnsforderungen des Reichs sind seit meinem Bericht vom November 1930 von rund 840 Millionen auf rund 890 Millionen RM geFesslen. obwohl inzwischen etwa 223 Mil⸗ lionen Darlehen in Einlagen bei Gesellschaften (insbesondere Siedlungsbank und Bau⸗ und Bodenbank) umgewandelt werden. Von dem Gesamtbetrag fällt etwa je ein Viertel auf Wohnung oder Siedlung und 2 Landwirtschaft.
3. Unter den Liegenschaften interessiert besonders das durc Abzug der 91 freigewordene sogenannte „Westvermögen“, das durch die Deutsche Bau⸗ und Grundstücksaktien esellschaft verwaltet wird. 83 Millionen der von dieser Gesellschaft für das ausgestellten Grundschulden konnten noch nicht mobilisierk werden.
4. Das RNeich ist außer an Reichsbahn und Post an etwa 120 Gesellschaften beteiligt, von denen größere Bedeutung neben der Viag und den Banken nur etwa 10 “ Wegen dieser Beteiligungen wird auf den Ueberblick des Reichsfinanz⸗ ministeriums verwiesen, wo das Nähere auseinandergesetzt wird.
5. Auf der Passivseite steht in erster Linie die fundierte Reichsschuld, die am 31. März 1932 10,4 Milliarden RM betrug, einschließlich 257 Millionen Schatzanweisungen s8 die Sanierung der Banken ¹). Das ist trotzdem nur 33 Millionen RM mehr als im Vorjahr, da inzwischen Anleiheablösungsschuld ordnungmäßig getilgt wurden. 8 1 b
6. Weitere große Schulden in Milliardenhöhe hat das Reich außerdem an die Länder, namentlich infolge Uebernahme der Eisenbahnen. Bei der überaus schweren Lage der von Reserven entblößten Länder haben die Ausschüsse in das Haushaltsgesetz die Bestimmung gesetzt, daß die verbleibenden 70 Millionen Reichsmark Vorzugsaktien auf die für die Uebertragung der Eisenbahnen zu entschädigenden Länder nach einem noch zu be⸗ stimmenden Schlüssel verteilt werden. 1b
7. Die vom Reich übernommenen Sbegscheftes belaufen sich 28 1,5 Milliarden Reichsmark (1526 Millionen), d. i. rund
Millionen Reichsmark mehr als im Oktober 1930. Die Ver⸗ mehrung entfällt mit rund 350 Millionen auf die Banken⸗ arantien, 375 auf Exportgarantien, insb. Rußlandgeschäfte, und 00 Millionen auf Umschuldungsgarantien. Die tatsächliche In⸗ anspruchnahme aus Bürgschaften betrug seit 1927 insgesamt 73 Millionen Reichsmark (davon 30 Millionen für Winzerkredite, 15 für Roggenstützungskäufe); für q,—1 war sie nur geringfügig. Für 1933 wird die Rück Cage von 13 auf 20 Mil⸗ lionen erhöht; dazu kommen die Rücklagen aus Prämien und Vorzugsaktien im Garantiesondervermögen. 1,7 Milliarden Garantieermächtigungen sind noch offen, sie sollen nur zum Teil in Anspruch genommen werden. Es wäre erwünscht, wenn der entbehrliche Teil möglichst baold auch förmlich abgesetzt werde.
Die Darstellung der Passivpseite kann ich nicht beschließen, ohne folgendes hinzuzufügen. Im Auslande begegnet man oft der Vorstellung, die auch in Lausanne beredten Ausdruck gefunden hat, daß unsere inneren Schulden, weil sie erheblich geringer seien als die Englands und Frankreichs, uns eine Vorzugs⸗ stellung im internationalen Wettbewerb ein⸗ räumen könnten. Das ist leider ein Irrtum. Unsere inneren Kriegs⸗ und Vorkriegsschulden waren ebenso hoch oder höher als die Englands und Frankreichs. Wir haben sie nicht etwa zurück⸗ gezahlt — dann wäre das Volk reich —, sondern weit mehr als 100 Milliarden Goldmark solcher Schulden sind durch die Inflation und minimale Aufwertung niedergeschlagen worden. Glaubt denn irgend jemand in der Welt, daß ein Staat oder Volk durch einen solchen Vorgang den lieben Gott um die Kriegs⸗ kosten betrügen könnte? Dadurch ist zwar das Reich als Schuldner entlastet, aber in genau demselben Maße die Bevölkerung finan⸗ ziell verarmt. Diese Verarmung geht leider noch erheblich über die unmittelbare finanzielle Wirkung hinaus, weil sie andere Werte mitgerissen hat. Denn alle großen Objekte, die keinen internationalen Markt haben, namentlich Grundstücke, sind in⸗ folge der Verarmung: und Kapitalnot nur noch zu geringen Preisen verkäuflich, also entwertet. Ein beträchtlicher Teil der Zinslast kehrt außerdem in der bitteren Form gesteigerter Wohl⸗ fahrtslasten wieder. In Dentschland ist daher vielfach die um⸗ gekehrte Ansicht verbreitet, daß wir bessere Wettbewerber wären, wenn wir unsere inneren Schulden weniger rücksichtslos gestrichen hätten. Das geschah ja aber nicht aus freier Wahl, sondern aus Zahlungsunfähigkeit, da wir nicht in der Lage waren, wie in England mehr als 40 vH oder wie in Frankreich mehr als ein Viertel unserer Steuereinnahmen den inneren Gläubigern zu⸗ zuführen, sondern nur noch weniger als ein Zwanzigstel. Es war, deutlich gesagt, der innere Bankerott infolge des Krieges und des diktierten Versailler Vertrages. 1u“
Ein Konkurs mag unter Umständen ein Vorteil für den Konkursschuldner als Individuum sein. Aber sicher ist der Kon⸗ kurs einer Gesellschaft kein Vorteil für die Gesellschafter, wenn sie elbst die Hauptgläubiger sind, deren Forderungen fast ganz aus⸗ sahhn, und wenn äußere Forderungen bevorrechtigt behandelt werden. Tatsächlich hat Deutschland snen äußeren Gläubigern sechs⸗ bis achtmal so viel gezahlt wie seinen inneren Gläubigern.
Niemand wird auch annehmen, daß eine Aktiengesellschaft, die aus
befinden in
usw.
¹) Davon 2,2 Dawes⸗ und Noung⸗-⸗Anleihe, 4,6 Kriegs⸗ und Vorkriegsschulden, 1,3 Liquidationsentschädigungsschulden, 1,5 zur Finanzierung werbender Ausgaben, auf 0,8 übriges. Dazsi kommen rund 1,7 Milliarden schwebende Schulden, aummen
Die Vermögenslage des Reichs hat sich wie folgt entwickelt: — “
12,1 Milliarden RM.