1932 / 159 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 09 Jul 1932 18:00:01 GMT) scan diff

Reichs⸗ und Staatsanzeiger Nr. 159 vom 9. Juli 1932. S. 4

forderung vorher oder gleichzeitig lesen können, dann, meine Herren, hätte ich nichts getan. Ja, meine Herren, ich weiß nicht, ob Ihnen in Erinnerung ist, wie die Begründung zu Ddiesem Antrage im einzelnen lautet. Ich darf mir deshalb erlauben, ihn Ihnen in Erinnerung zu bringen:

Der wegen rechts⸗ und verfassungswidriger Verfolgungen deutscher Staatsbürger und nationalsozialistischer Kämpfer be⸗ rüchtigte Frankfurter Polizeipräsident usw.

(Lebhafte Rufe bei der Arbeiterpartei: Sehr richtig!) Meine Herren, solange ich in Preußen die Verantwortung für die Polizei habe (Zurufe rechts), habe ich die Verpflichtung, mich schützend vor die Beamten zu stellen. (Andauernde lebhafte Zurufe rechts. Glocke des Präsidenten.) Die Verantwortung habe ich dann vor dem Landtag zu tragen, und, meine Herren, ich trage sie gern. (Zurufe rechts.) Ich appelliere einmal an Ihren politi⸗ schen Verstand. (Erregte Zurufe bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.) Meine Herren, ich möchte Ihnen fol⸗ gendes sagen: Kein Staatswesen, ganz gleich von wem es geleitet wird, kann sich die Deorganisation seines Beamtenkörpers ge⸗ fallen lassen (Sehr richtig! bei der Sozialdemokratischen Partei. Zurufe rechts.) Jeder verantwortliche Minister, ganz gleich welcher Parteifärbung, ist verpflichtet, sich schützend vor seine Be⸗ amten zu stellen. (Sehr richtig! bei der Sozialdemokratischen Partei. Zurufe rechts.) Das heißt nicht, meine Herren, daß ein dienstlicher Mißgriff oder ein anderer Mißgriff unter allen Umständen gedeckt wird. (Lebhafte Zurufe bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.) Spolange aber nicht erwiesen ist, daß solche Mißgriffe vorliegen, hat der verantwortliche Minister die Pflicht, sich schützend vor seine Beamten zu stellen. (Sehr rvichtig! links.) Diese Verant⸗ wortung habe ich vor dem Landtag zu tragen, und ich wiederhole: diese Verantwortung trage ich. (Bravo! links. Zurufe bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Abgeord⸗ neter Diel [Burg Layen]: Habt doch Verständnis für Ritterlich⸗ keit! Erneute Zurufe bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Glocke des Präsidenten.) Was die Verhaf⸗ tung des Abgeordneten Beckerle anlangt, so hat mir der Herr Polizeipräsident nicht persönlich, denn der Herr Polizeipräsi⸗ dent ist persönlich für diese Dinge gar nicht verantwortlich, denn er weilt seit 14 Tagen nicht in Frankfurt chört, hört! links) hat mir der Herr Polizeipräsident mitgeteilt, daß wegen der gespannten politischen Situation alle Anträge, die von den po⸗ litischen Parteien gestellt worden sind, heute Umzüge in Frank⸗ furt zu veranstalten, abgelehnt worden sind, darunter auch ein Antrag der Herren von der Nationalsozialistischen Deutschen Ar⸗ beiterpartei. (Zuruf bei der Nationalsozialistischen Deutschen Ar⸗ beiterpartei: Es war eine Beerdigung eines ermordeten Kame⸗ raden!) Dessenungeachtet hat sich heute morgen ein Demon⸗ stvationszug gebildet, an dessen Spitze sich der Herr Abgeordnete Beckerle befunden hat. (Zuruf bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei: Eine Beerdigung war das!) Darauf hat die Polizei die Verhaftung vorgenommen, und, meine Herren, —.nach den „gesetzlüchen⸗-Restimmüngen mit Fug und Recht. Ein Abgeordneter hat keinen Freibrief für Gesetzesübertretungen (Zuruf bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei: Das sagen Sie Herrn Grzesinski!), auch der Herr Abgeordnete Beckerle nicht. Aber, meine Herren, weil das Vergehen der Ueber⸗ tretung der Notverordnung meines Erachtens kein so schweres Vergehen ist, um den Herrn Abgeordneten seinen parlamenta⸗ rischen Arbeiten zu entziehen, habe ich in derselben Unter⸗ redung mit dem Polizeipräsidenten seine Freilassung aus dem polizeilichen Gewahrsam angeordnet. (Zuruf bei der National⸗ sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei: Wie kommt erdenn hierher?)

Ja, das ist ist Ihre und seine Sache! (Oho⸗Rufe und Zu⸗

rufe bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei: Eine Verhöhnung!) Verlangen Sie im Ernst von mir, daß ich dem anderen Teil des Urantrages Nachachtung verschaffe, dem Herrn Abgeordneten Beckerle auf Staatskosten ein Flugzeug zu stellen? Das können Sie von allen Menschen erwarten, von mir nicht! (Lebhafter Beifall links.) Weiteres habe ich nicht zu erklären. (Erneuter lebhafter Beifall links. Pfui⸗Rufe bei der National⸗ sozialistischen Deutschen Avbeiterpartei.)

Da es inzwischen 4 Uhr geworden ist, schlägt Präsident

Kerrl vor, nunmehr die Abstimmungen über die Amnestie vorzunehmen. Bei der namentlichen Abstimmung über die Amnestie⸗ entwürfe, gegen die der Staatsrat Einspruch erhoben hat und die infolgedessen nur Gesetzeskraft erlangen können, wenn das Landtagsplenum den Einspruch mit Zweidrittelmehrheit zurückweist, werden 401 Karte abgegeben. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit hiervon würde 268 Stimmen sein. Für den Amnestieentwurf werden 244 Stimmen, dagegen 155 der Sozialdemokraten und des Zentrums abgegeben. Die not⸗ wendige Zweidrittelmehrheitist nicht erreicht, die politische Amnestie in der Fassung des Landtages kann nicht Gesetz werden. (Die Nationalsozialisten nehmen das Ab⸗ stimmungsergebnis mit stürmischen Pfui⸗Rufen auf.) Abg. Kube (Nat. Soz.): Namens der nationalsozialistischen Fraktion habe ich zu erklären, daß wir an dem Antrag des Staatsrats über Amnestiefragen keinerlei Interesse haben. Wir sind uns auch darüber klar, daß, selbst wenn wir hier im Land⸗ tag wiederum mit Mehrheit Abänderungsanträge zu diesem un⸗ brauchbaren Entwurf annähmen, nach wie vor das alte Spiel⸗ der Verhöhnung der Landtagsmehrheit vom Staatsrat fortgesetzt werden würde. Solange dieser Staatsrat besteht, wird er von den Sozialdemokraten und vem Zentrum dazu benutzt werden, um die Opfer der politisierten Justiz in den Gefängnissen fest⸗ zuhalten. Der Redner bezeichnet den Staatsratsentwurf als einen Schmarren und polemisiert heftig gegen Sozialdemokraten und Zentrum. Er erklärt, angesichts dieser Zustände sagen wir Nationalsozialisten: Schluß mit dem ganzen faulen Zauber! (Stürmischer Beifall bei den Nationalsozialisten.) Vor dem Volk werden wir euch zeigen, was los ist. (Der Redner bringt einen Heilruf auf Adolf Hitler und Deutschland aus, der von der ationalsozialistischen Fraktion begeistert aufgenommen wird und in den auch ein nationalsozialistischer Beisitzer vom Prä⸗ sidium sowie mehrere Tribünenbesucher einstimmen. Hierauf

Deutschen

——

ingen Nationalsozialisten das Horst⸗Wessel⸗Lied.) Präsident Kerrl verläßt seinen Sitz. verhandlung ist aufgeflogen. Die Kommunisten rufen im Chor „Heraus mit den pro⸗ etarischen politischen Gefangenen!“ und bringen Rot⸗Front⸗ Rufe auf die antifaschistische Aktion aus, während zu gleicher

Die Landtags⸗

Zeit die Nationalsozialisten abwechselnd Heil⸗Rufe ertönen lassen und in den Saal rufen: Deutschland erwache! Erst allmählich leert sich der Sitzungssaal. Man weiß zur Stunde noch nicht, ob dies die letzte Sitzung des Landtags vor den Reichstagswahlen war oder ob in der nächsten Woche weiter verhandelt werden soll.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Aeltestenrat des Preußischen Landtags trat gestern zur Beratung der Geschäftslage zusammen. Die Sitzung dauerte nur 10 Minuten. Ueber die Erledigung des Haushalts ist noch nicht gesprochen worden. Nach dem Auffliegen der Plenarsitzung des Landtags verlangten die Kommunisten die sofortige Einberufung des Aeltestenrats, weil sie vor den Reichtstagswahlen noch die Verabschiedung der Anträge zur Bergdebatte und andere Anträge wünschten. Präsident Kerrl ließ erklären, daß er den Aeltesten⸗ rat bereits für nächsten Mittwoch einberufen habe, um festzustellen, ob das erforderliche Fünftel aller Landtagsabgeordneten vorhanden sei, das eine nochmalige Plenartagung vor den Reichstagswahlen fordere. Falls die Freitagsitzung des Landtags die letzte bis zur Reichstagswahl gewesen B2 würde das Parlament Anfang August seine Arbeiten wieder aufnehmen.

1 Handel und Gewerbe. Berlin, den 9. Juli 1932.

In Berlin festgestellte Notierungen für telegraphische Auszahlung, ausländische Geldsorten und Banknoten.

Telegraphische Auszahlung.

9. Juli Geld Brief 0,938 0,942 3,686 3,694 2,018 2,022 1,139 1,141 15,45 15,49 15,06 15,10 4,209 4,217 0,325 0,327 1,778 1,782

170,13 170,47 2,797 2,803

58,50 58,62 2,518 2,524

82,20 82,36 6,354 6,366 21,48 21,52 6,693 6,707 42,01 42,09 81,62 81,78

13,71 13,73 74,38 74,52 16,525 16,565 12,465 12,485

67,68 67,82 79,72 79,88 82,02 82,18 3,057 3,063 34,12 84,18

77,07 77,23

109,59 109,81 51,905 52,05

——,—

Ausländische Geldsorten und Banknoten.

eei. 8 9. Juli 8. Juli Geld Brief Geld Brief 20,38 20,46 20,38 20,46 16,16 16,22 16,16 16,22 4,185 4,205 4,185 4,205

4,20 4,22 4,20 4,22 4,20 4,22 4,20 4,22 0,83 0,85 0,83 0,85 0,27 0,29 0,27 0,29 3,66 3,68 3,66 3,68 15,02 15,08 14,98 15,04 15,02 15,08 14,98 15,04 1,99 2,01 1,99 2,01 58,34 58,58 58,344 58,58

81,44 81,76 81,29 81,61 82,02 82,34 81,99 82,31 108,78 108,78 109,22 6,24 6.,28 6,23 6.,27 16,435 16,545 16,485 16,545 169,76 170,44 169,81 170,49 21,46 21,54 21,47 21,55 21,56 21,64 21,56 21,64 6,58 6,62

6,58 6,62 41,72 41,88

8. Juli Geld Brief 0,938 0,942 3,686 3,694 2,018 2,022 1,149 1,151 15,40 15,44 15,02 15,06 4,209 4,217 0,325 6,327 1,778 1,705

170,52 2,753

58,62 2,524

82,33 6,356 21,53 6,707 42,09 81,63

13,71 74,27 16,565 12,485

67,57

79,88

82,21 3,063

Buenos⸗Aires babeEet Canada. anad. 8 Istanbul... türk. Pfund Japan. I1“ 1““ ägypt. Pfd. London.. 82 New York... Rio de Janeiro Urhanah. Amsterdam⸗ Rotterdam Athben. Brüssel u. Ant⸗ werpen.. Bucarest.. Budapest.. Danzig.. Helsingfors.. Jugoslawien.. Kaunas, Kowno Kopenhagen.. Lissabon und porto.. *“ Varis ET““ Prag E118] Reykjavik (Island) . Riga 1““ Schweilz Sofia 100 Lewa Spanien 100 Peseten Stockholm und Gothenburg. Tallinn (Reval, Estland)... W

100 Gulden 100 Drachm.

100 Belga 100 Lei

100 Pengö 100 Gulden 100 Fmk. 100 Lire 100 Dinar 100 Litas 100 Kr.

100 Escudos 100 Kr.

100 Fra,.

100 Këð

100 isl. Kr. 100 Latts 100 Frs.

81,47

13,69 74,13 16,525 12,465

67,43 79,72 82,05 3,057 34,17 34,23

77,02 77,18

109,59 109,81

100 estn. Kr. 51,95 52,05

100 Schilling

Sovereigns.. 20 Fres.⸗Stücke Gold⸗Dollars.] 1 Amerikanische: 1000 5 Doll. 1 5 2 und 1 Doll. 1 4 Argentinische. 1 Pap.⸗Peso Brasilianische. 1 Milreis Canadische 1 kanad. 4 Englische: große 1 & u. darunter Fireische Belgische.. Belgische . Dänische... Danziger.. Estnische... innische.. Französische. Holländische. Italienische: gr. 100 Lire u. dar. Jugoslawische. Lettländische..

1 türk. Pfund 100 Belga 100 Lewa 100 Kr.

100 Gulden 100 estn. Kr. 100 Fmk. 100 Frs.

100 Lire V 100 Lire 100 Dinar 100 Lats

100 Litas 41,88

41.,72

Litauische.. Norwegische.. Oesterreich.: gr. 100 Sch. u. dar. Rumänische:

1000 Lei und neue 500 Lei unter 500 Lei Schwedische .. Schweizer: gr. 100 Frs. u. dar. Spanische *).. Tschecho⸗Islow. 5000 u. 1000 K. 500 Kr. u. dar. Ungarische.

WPDA 100 Schilling

100 Schilling

100 Lei 100 Lei 100 Kr.

100 Frs. 100 Frs. 100 Peseten

100 KE 100 KE 100 Pengö

74,20

2,49

2,46 76,90 81,84 81,84 33,98 12,40 12,47

*) nur abgestempelte Stücke.

74,50

2,51

2,48 77,20 82,16 82,16 34,12 12,46 12,53

73,95

2,49 2,46 76,85 81,87 81,87 34,03

12,40 12,47

74,25

Warschau . L11 Kattowitz ...

Polnische

IWeen Auszahlungen.

100 2 100 Zl.

47,10 47,10 47,10

47,30 47,30 47,30

Notennotierungen.

... 100 Zl.

46,90

47,30

Wochenübersicht der Reichsbank vom 7. Juli 1932 (in Klammern + und im Vergleich zur Vorwoche):

Aktiva. 1. Goldbestand (Barrengold) sowie in⸗ und aus⸗ ländische Goldmünzen, das Pfund fein zu 8 1392 Reichsmark berechnet 806 137 000)

26 072 000

und zwar:

Goldkassenbestanrd RM 723 406 000 Golddepot (unbelastet) bei— ausländischen Zentralnoten⸗ ““ 82 731 000

Bestand an deckungsfähigen Paüthemn . . .. Reichsschatzwechselen.. sonstigen Wechseln und Schecks

deutschen Scheidemünzen.

(+ 1²3 18 009, 1 1 510 000 450 000) 3 152 000 000 (+ 51 578 000) 214 733 000 (+ 23 878 000) 6 385 000 (+ 3 857 000) 103 831 000 (s— 157 487 000)

365 213 000 (+ 782 000) 767 929 000 (s— 76 563 000)

150 000 000 (unverändert)

59 254 000 (unverändert)

40 235 000 (unverändert) 317 937 000 (unverändert) 3 876 601 000 (s— 107 606 000) 401 713 000 (s— 70 969 000) 710 869 000 (+ 7 281 000)

Zu der vorstehenden Uebersicht teilt „W. T. B.“ mit: Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Juli 1932 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 105,6 Mill. auf 3622,6 Mill. Reichsmark verringert. de wechseln und ⸗schecks um 51,6 Mill. bis auf 3152,0 Mill. RM zu⸗ genommen, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 0,5 auf 1,5 Mill. RM und die Lombardbestände um 157,5 auf 103,8 Mill. RM abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 116,5 Mill. RM in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 107,6 Mill. auf 3876,6 Mill. RM, derjenige an Rentenbankscheinen um 8,9 Mill. auf 402,7 Mill. RM verringert. Dementsprechend haben sich die Be⸗ stände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 24,4 Mill. RM er⸗ höht. Die fremden Gelder zeigen mit 401,7 Mill. RM eine Ab⸗ nahme um 71,0 Mill. NRM. Die Bestände an Gold und deckungs⸗ fähigen Devisen haben sich um 16,9 Mill. auf 945,0 Mill. RM ver⸗ mindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 26,1 Mill. auf 806,1 Mill. RM abgenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 9,2 Mill. auf 138,9 Mill. RM zugenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,4 vH gegen 24,1 vH in der Vorwoche.

a)

b)

Noten anderer Banken.

Lombardforderungen ... (darunter Darlehen auf Reichsschatz⸗ wechsel RM 8000) VI“

sonstigen Aktiven.

Passiva. 111414121 Reservefonds:

a) gesetzlicher Reservefonddd

b) Spezialreservefonds für künftige Dividenden⸗ zahlung

c) fonstihe NMäüclagemn. . . . . 3. Betrag der umlaufenden Noten . 4. Sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten 5. Sonstige Passiva

v““

Im einzelnen haben die Bestände an Handels⸗

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts im

Ruhrrevier: Am 8. Juli 1932:

Gestellt 14 512 Wagen.

8—

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung des W B.“ am 9. Juli auf 48,00 (am 8. Juli 48,00 ℳ)

..

für 100 kg.

(Weitere Nachrichten über „Handel u. Gewerbe“ s. i. d. Ersten Beilage.)

Nr. 32 des „Ministerial⸗Blatts für die Preußi⸗ scheinnere Verwaltung“ vom 6. Juli 1932 hat folgenden Inhalt: Allgem. Verwalt. RdErl. 29. 6.32, Reichstagswahl 1932. RdErl. 30. 6. 32, Kosten der Gemeinden bei der Reichs⸗ tagswahl 1932. RdErl. 30. 6. 32, Kosten der Gemeinden an⸗ läßlich dves 1. Wahlgangs d. Reichspräsidentenwahl. Kom⸗ munalverbände. RdErl. 28. 6. 32, Steuerverteilungen f. 1932. ROErl. 2. 7. 32, Erleicht. d. Wohlfahrtslasten d. Ge⸗ meinden. Gemeindebestand⸗ u. Ortsnamenänderungen. Polizeiverwaltung. RodErl. 25. 1. 32, Bestell. z. Hilfs⸗ beamten d. Staatsanwaltschaft. RdErl. 24. 6. 32, Führung d. staatl. Melderegister. RdErl. 27. 6. 32, Vordrucke für Berichte über polit. Versammlungen. RdErl. 28. 6. 32, Ausleg. d. § 7 d. Ausf.⸗VO. z. Gaststättenges. RdErl. 29. 6. 32, Durchführung d. 2. BO. d. Reichspräs. gegen polit. Ausschreitungen. RdErl. 1. 7. 32, Abgrenzung der Fingerabdruck⸗Landeszentralen. RdErl. 30. 6. 32, Personalangaben in Berichten. RdErl. 30. 6. 32, Ausgabe bei Kap. 91 Tit. 36 Nr. 2. RdErl. 29. 6. 32, Uebernahme v. in Stellen des Strafanstalts⸗ aufsichtsdienstes. KdErl. 24. 6. 32, Zahnärztl. Fürsorge bei d. Pol. andsangelegen heiten. RdErl. 30. 6. 32, Hinweise im Standesregister. Staatsange⸗ hörigkeit, Paß⸗ u. Fremdenpolizei. RdErl. 29. 6. 32, Sichtvermerksstempel. ordnung des Paßwesens. RdErl. 30. 6. 32, Neuordnung d. Ausländerpolizei. RdErl. 1. 7. 32, Urkunden in Staatsange⸗ hörigkeitssachen. Reichs⸗ und Staatssteuern. 2. Durchf.⸗Best. v. 27. 6. 32 z. Schlachtsteuerges. 3. Durchf⸗Best. v. 30. 3. 32 z. Schlachtsteuerges. Reichswehr. RdErl. 30. 6. 32, Vergütung f. Quartierverpflegung. Verkehrs⸗ wesen. RdErl. 29. 6. 32, Kennzeichnung d. Hauptwerkehrswege. RdErl. 30. 6. 32, Leichenbeförd. mit Kraftfahrzeugen im Ueber⸗ landverkehr. Verschiedenes. Reichsindexziffer für Junt 1932. Bücherausgleichsliste 5. Handschriftliche Berichtigun⸗ gen. Neuerscheinungen. Zu beziehen durch alle Post⸗ anstalten. Carl Heymanns Verlag, Berlin W 8, Mauerstr. 44, Vierteljährlich 1,60 RM für Ausgabe A (weiseitig bedruckt 2,15 RM für Ausgabe B (einseitig bedruckt).

RdErl. 30. 6. 32, Neu⸗

Beschaff. d.

Verantwortlich für Schriftleitung und Verlag 1 Direktor Mengering in Berlin⸗Pankow.

Druck der Preußischen Druckerei und Verlags⸗Aktieng k v 14“ 8

Sieben Beilagen

enbeilage und zwei Zentralhandelsregisterbeilagen).

zum Deutschen Neichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Verlin, Sonnabend, den 9. Fuli

1932

Nr. 159.

Handel und Gewerbe.

(Fortsetzung.) UMmrechnungskurs der Reichsbank für den Giro⸗ verkehr nach Rußland: 100 Rubel = 217,22 Reichsmark.

Kurs der Reichsbank für die Abrechnung von

Wechseln, Schecks und Auszahlungen auf

Britisch⸗Indien: 100 Rupien = 7,51 Pfund Sterling,

Niederländisch⸗Indien: Berliner Mittelkurs für tele⸗ graphische Auszahlung Amsterdam⸗Rotterdam abzüglich

¾ vH Disagio,

Palästina 4—2ö Berliner Mittelkurs für

1 telegraphische Auszahlung London Pari,

Südafrikanische Union und Südwest⸗Afrika: Ein

Südafrikanisches Pfund = 20,20 Reichsmark.

Australien: Berliner Mittelkurs für telegraphische Aus⸗ zahlung London abzüglich 21 vH Disagio (Kurs für

Sichtpapiere),

Neuseeland: Berliner Mittelkurs für telegraphische Aus⸗ zahlung London abzüglich 10 vH Disagio (Kurs für Sichtpapiere).

Kurse für Umsätze bis 5000,— RNM verbind lich.

Berlin, 8. Juli. Preisnotierungen für Nahrungs⸗ mittel. (Einkaufspreise des Lebensmitteleinzel⸗ handels für 100 Kilo frei Haus Berlin in Originalpackungen.) Notiert durch öffentlich angestellte beeidete Sachverständige der Industrie⸗ und Handelskammer in Berlin. Preise in Reichsmark: Gerstengraupen, grob 34,00 bis 36,00 ℳ, Gerstengraupen, mittel 36,00 bis 42,00 ℳ, Gerstengrütze 30,00 bis 32,00 ℳ, Haferflocken 36,00 bis 37,00 ℳ, Hafergrütze, gesottene 39,00 bis 40,00. ℳ, Roggen⸗ mehl 0 70 % 30,00 bis 31,00 ℳ, Weizengrieß 45,00 bis 46,00 ℳ, Hartgrieß 38,00 bis 39,00 ℳ. Weizenmehl 34,00 bis 41,00 ℳ, Weizenauszugmehl in 100 kg. Säcken br.⸗f.⸗n. 41,00 bis 46,00 ℳ, Weizenauszugmehl, feinste Marken, alle Packungen 46,00 bis 54,00 ℳ, Speiseerbsen, Viktorig, gelbe 26,50 bis 30,00, Speiseerbsen, Viktoria Riesen, gelbe 30,00 bis 35,00 ℳ, Bohnen, weiße, mittel 21,50 bis

2,50 ℳ, Langbohnen, ausl. 26,00 bis 27,00 ℳ, Linsen, kleine, letzter Ernte 28,50 bis 31,00 ℳ, Linsen, mittel, letzter Ernte 31,00 bis 35,00 ℳ, Linsen, große, letzter Ernte 35,00 bis 62,00 ℳ, Kartoffel⸗ mehl, superior 33,00 bis 34,00 ℳ, Bruchreis 19,50 bis 20,50 ℳ, Rangoon⸗Reis, unglasiert 22,00 bis 23,00 ℳ, Siam Patna⸗Reis, glasiert 30,00 bis 35,00. ℳ, Java⸗Tafelreis, glasiert 40,00 bis 56,00 ℳ, Ringäpfel, amerikan. extra choice 98,00 bis 102,00 ℳ. Amerik. Pflaumen 40/50 in Originalkistenpackungen 53,00 bis 54,00 ℳ, Sultaninen Kiup Caraburnu ¼ Kisten 110,00 bis 115,00 ℳ, Korinthen choice, Amalias 102,00 bis 104,00 ℳ, Mandeln, süße, courante, in Ballen 200,00 bis 206,00 ℳ, Mandeln, bittere, courante, in Ballen 216,00 bis 226,00 ℳ, Zimt (Kassia ganz) ausgewogen 210,00 bis 220,00 ℳ, Pfeffer, schwarz, Lampong, ausgewogen 180,00 bis 190,00 Pfeffer, weiß, Muntok, ausgewogen 210,00 bis 230,00 ℳ, Rohkaffee Santos Superior bis Extra Prime 328,00 bis 340,00 ℳ, Rohkaffee, Zentralamerikaner aller Art 360,00 bis 480,00 ℳ, Röst⸗ kaffee, Santos Superior bis Extra Prime 418,00 bis 434,00 ℳ, Röstkaffee, Zentralamerikaner aller Art 470,00 bis 620,00 ℳ, Röst⸗ roggen, glasiert, in Säcken 35,00 bis 36,00 ℳ, Röstgerste, glasiert, in Säcken 34,00 bis 35,00 ℳ, Malzkaffee, glasiert, in Säcken 45,00 bis 48,00 ℳ, Kakao, stark entölt 170,00 bis 200,00 ℳ, Kakao, leicht entölt 218,00 bis 260,00 ℳ, Tee, chines. 650,00 bis 750,00 ℳ, Tee, indisch 840,00 bis 1080,00 ℳ, Zucker, Melis 68,25 bis 69,25 ℳ, Zucker, Raffinade 69,75 bis 71,25 ℳ, Zucker, Würfel 74,50 bis 80,50 ℳ, Kunsthonig in ½ kg⸗-Packungen 78,00 bis 78,00 ℳ, Zucker⸗ sirup⸗ hell, in Eimern 82,00 bis 100,00 ℳ, Speisesirup, dunkel, in Eimern 70,00 bis 80,00 ℳ, Marmelade, Vierfrucht, in Eimern von 12 ½ kg 68,00 bis 72,00 ℳ, Pflaumenkonfiture in Eimern von 12 ½ kg 84,00 bis 88,00 ℳ, Erdbeerkonfiture in Eimern von 12 ½ kg 114,00 bis 118,00 ℳ, Pflaumenmus, in Eimern von 12 ½ und 15 kg 65,00 bis 73,00 Steinsalz in Säcken 6,70 bis 7,70 ℳ, Steinsalz in 830 bis 12,60 ℳ, Siedesalz in Säcken 9,68 bis —,— ℳ,

iedesalz in Packungen 10,80 bis 14,00 ℳ, Bratenschmalz in Tierces 90,00 bis 92, 00 ℳ, Bratenschmalz in Kübeln 90,00 bis 95,00 ℳ, Purelard in Tierces, nordamerik. 85,00 bis 87,00 ℳ, Purelard in Kisten, nordamerik. 85,00 bis 87,00 ℳ, Berliner Rohschmalz 108,00 bis 112,00 ℳ, Corned Beef 12/6 Ibs. per Kiste 85,00 bis 86,00 ℳ, Corned Beef 48/1 lbs. per Kiste 45,00 bis 47,00 ℳ, Margarine, Handelsware, in Kübeln, 1 120,00 bis 124,00 ℳ, II. 102,00 bis 114,00 ℳ, Margarine, Spezialware, in Kübeln, I 140,00 bis —,— II 126,00 bis 138,00 ℳ, Molkereibutter Ia in Tonnen 248,00 bis 252,00 ℳ, Molkereibutter Ia gepackt 258,00 bis 262,00 ℳ, Molkerei⸗

butter IIa in Tonnen 232,00 bis 240,00 ℳ, Molkereibutter IIa ge⸗ packt 242,00 bis 250,00 ℳ, Auslandsbutter, dänische, in Tonnen 268,00 bis 272,00 ℳ, Auslandsbutter, dänische, gepackt 278,00 bis 282,00 ℳ, Speck, inl., ger., 132,00 bis 136,00 ℳ, Allgäuer Stangen 20 % 78,00 bis 90,00 ℳ, Tilsiter Käse, vollfett 130,00 bis 150,00 ℳ, echter Gouda 40 % 124,00 bis 132,00 ℳ, echter Edamer 40 % 124,00 bis 132,00 ℳ, echter Emmenthaler, vollfett 260,00 bis 288,00 ℳ, Allgäuer Romatour 20 % 102,00 bis 114,00 ℳ, ungez. Kondensmilch 48/16 per Kiste 18,00 bis 19,00 ℳ, gezuck. Kondensmilch 48/14 per Kiste 28,00 bis 31,00 ℳ, Speiseöl, ausgewogen 68,00 bis 94,00 ℳ.

Berichte von auswärtigen Devisen⸗ und Wertpapiermärkten.

Devisen. 1“““

Danzig, 8. Juli. (W. T. B.) (Alles in Danziger Gulden.) Banknoten: Polnische Loko 100 Zloty 57,40 G., 57,52 B., 100 Deutsche Reichsmark —,— G., —,— B., Amerikanische (5⸗ bis 100⸗Stücke) 5,11,24 G., 5,12,26 B. Schecks: London 18,26 G., 18,30 B. Auszahlungen: Warschau 100 Zloty 57,38 G., 57,50 B. Telegraphische: London —,— G., —,— B., f 20,10 ½ G., New York 5,11,99 G., 5,13,01 B., Berlin

Wien, 8. Juli. (W. T. B.) Amsterdam 286,40, Berlin 168,60, Budapest 124,29 ½, Kopenhagen 135,25, London 25,30, New York 709,20, Paris 27,87, Prag 20,98 ½, Zürich 138,40, Marknoten 168,00, Lirenoten 37,06, Jugoslawische Noten 12,24, Tschecho⸗ slowakische Noten 20,96, Polnische Noten 79,15, Dollarnoten 706,50, Ungarische Noten —,— *), Schwedische Noten 127,20, Belgrad 12,516. *) Noten und Devisen für 100 Pengö.

2b 8. Juli. (W. T. B.) Amsterdam 13,62, Berlin 803,75, Ffs 658,75, Oslo 592,00, Kopenhagen 652,00, London 120,52 ½, Madrid 279,50, Mailand 172,85, New York 33,82, Paris 132,70, Stockholm 614,00, Wien 475 %, Marknoten 800,00, Polnische Noten 377,00, Belgrad 59,444, Danzig 664,00. 8

Budapest, 8. Juli. (W. T. B.) Alles in Pengö. Wien 80,454, Berlin 136,20, Zürich 111,10, Belgrad 10,05.

London, 9. Juli. (W. T. B.) New York 357,75, Paris 91,15, Amsterdam 887,50, Brüssel 25,75 ½, Italien 70,18, Berlin 15,08, Schweiz 18,36, Spanien 44,12 ½, Lissabon 109 %, Kopenhagen 18,44, Wien 32,50, Istanbul 745,00 B., Warschau 31,87, Buenos Aires 39,50, Rio de Janeiro 518,00 B.

,“ 82 (Schlußkurse, amtlich.) Deutschland —,—, London 91,28, New York 25,47, Belgien 354,00, Spanien 206,75, Italien 129,80, Schweiz 496,50, Kopen⸗ hagen —,—, Holland 1027,00, Oslo —,—, Stockholm 471,00, Prag —,—, Rumänien —,—, Wien —,—, Belgrad —,—, Warschau —,—.

Paris, 8. Juli. (W. T. B.) (Anfangsnotierungen, Frei⸗ verkehr.) Deutschland —,—, Bukarest —,—, Prag —,—, Wien —,—, Amerika 25,46, England 91,13, Belgien 353,50, Holland 1026,75, Italien 129,65, Schweiz 496,50, Spanien 206,50, Warschau —,—, Kopenhagen —,—, Oslo —,—, Stockholm —,—, Belgrad —,—.

Paris, 9. Juli. (W. T. B.) (11,05 Uhr, Freiverkehr.) Berlin 604,00, England 91,23, New York 25,46 ¼, Belgien 353,75, Spanien 206,75, Italien 129,85, Schweiz 496,50, Kopenhagen —,—, Holland 1027,00, Oslo —,—, Stockholm —,—, Prag 75,20, Rumänien 15,15, Wien —,—, Belgrad —,—, Warschau —,—.

Amsterdam, 8. Juli. (W. T. B.) HAmtlich Berlin 58,77, London 8,87, New York 247 %, Paris 9,73 ½, Brüssel 34,47], Schweiz 48,32 ½¼, Italien 12,66, Madrid 20,10, Oslo 43,50, Kopen⸗ hagen 48,35, Stockholm 45,50, Wien 35,25, Budapest —,—. drag 733,00, Warschau —,—, Helsingfors —,—, Bukarest —,—, Pokohama —,—, Buenos Aires —,—.

Zürich, 9. Juli. (W. T. B.) (Amtlich.) Paris 20,15, London 18,37 ½, New York 513,00, Brüssel 71,30, Mailand 26,17, Madrid 41,60, Berlin 121,70, Wien —,—, Istanbul 247,00.

Hhee Sege 8. Juli. (W. T. B.) London 18,44, New York 518,00, Berlin 123,20, Paris 20,50, Antwerpen 71,85, Zürich 101,25, Rom 26,60, Amsterdam 209,50, Stockholm 94,90, Oslo 91,25, Helsingfors 7,90, Prag 15,50, Wien —,—.

Stockholm, 8. Juli. (W. T. B.) London 19,53, Berlin 130,50, Paris 21,85, Brüssel 76,50, Schweiz. Plätze 107,50, Amsterdam 222,00, Kopenhagen 106,00 nom., Oslo 96,75, Washington 547,00, Helsingfors 8,35, Rom 28,50, Prag 16,50, Wien —,—.

Oslo, 8. Juli. (W. T. B.) London 20,23, Berlin 135,50, Paris 22,40, New York 568,00, Amsterdam 220,00, Zürich 111,25,

elsingfors 8,75, Antwerpen 79,25, Stockholm 104,00, Kopenhagen 10,00, Nom 29,25, Prag 17,00, Wien —,—. G

Offentlicher Anzeiger.

Moskau, 6. Juli. (W. T. B.) (In Tscherwonzen.) 1000 Pfund 690,15 G., 691,53 B., 1000 veker 19a19 en. 1-eenge 1000 Reichsmark 46,01 G., 46,11 B.

London, 8. Juli. (W. T. B.)

Silber auf Lieferung 16 13/⁄13.

Wertpapiere.

Frankfurt a. M., 8. Juli. (W. T. B.) Gold 5,00, 4 ½ % Irregation 3,00, 4 % Tamaul. S. 1 abg. 2,25, 5 % Tehuanteper abg. 2 %, Aschaffenburger Buntpavpier —,ü—, Cement Heidelberg 38,50, Dtsch. Gold u. Silber 134,00, Emag Frankfurt 8,75, linger Masch. 12 50, Felten u. Guill. —,—, Pb. Holzmann 35,50, Gebr. Junghans 10,75, Lahmeyer —,—, Mainkraftwerke 51,00, Schnellpr. Frankent. 9,00, Voigt u. Häffner -2 Zellstoff Waldhof 27,25. Buderus —,—, Kali Westeregeln

Hamburg, 8. Juli. (W. T. B.) (Schlußkurse.) Commerz⸗ u. Privatbank 16,25. Vereinsbank 50,00, Lübeck⸗Büchen 31,00, Hamburg⸗Amerika Paketf. 12,25, Hamburg⸗Südamerika 36,00 B., Nordd. Lloyd 13,00 B., Harburg⸗Wiener Gummi 15,00, Alsen Zement 60,00, Anglo⸗Guano 13 ⅞, Dynamit Nobel —,—, Holstenbrauerei 50,00, Neu Guinea —,—, Otavi Minen 10,00 B.

Wien, 8. Juli. (W. T. B.) Amtlich. (In Schillingen.) Völkerbundsanleihe 100 Dollar⸗Stücke 110,00, do. 500 Dollar⸗Stücke 110,50, 4 % Galiz. Ludwigsbahn —,—, 4 % Rudolfsbahn 2,92, 4 % Vorarlberger Bahn —,—, 3 % Staatsbahn 61,25, Türkenlose —,—, Wiener Bankverein —,—, Oesterr. Kreditanstalt —,—, Ungar. Kreditbank —,—, Staatsbahnaktien 15,55, Dynamit A.⸗G. 555,00, A. E. G. Union —,—, Brown Boveri —,—, Siemens⸗Schuckert 84,75, Brüxer Kohlen —,—, Alpine Montan 8,25, Felten u. Guilleaume (10 zu 3 zusammengelegt) —,—, Krupp A.⸗G. —,—, Prager Eisen 195,00, Rimamurany —,—, Steyr. Werke (Waffen) —,—, Skodawerke —,—, Steyrer Papierf. 57,00, Scheidemandel —,—, Leykam Josefsthal —,—, Aprilrente —,—, Mairente —,—, Februarrente —,—, Silberrente —,—. Kronenrente —,—.

Amsterdam, 8. Juli. (W. T. B.) 7 % Deutsche Reichs⸗ anleihe 1949 (Dawes) 61,25, 5 ½ % Deutsche Reichsanleihe 1965 (Young) 49,25, 6 ½ % Bayer. Staats⸗Obl. 1945 —,—, 7 % Bremen 1935 41,75, 6 % Preuß. Obl. 1952 35,00, 7 % Dresden Obl. 1945 —,—, 7 % Deutsche Rentenbank Obl. 1950 —, 7 % Deutsche Hyp.⸗Bank Bln. Pfdbr. 1953 54,00, 7 % Deutscher Sparkassen⸗ und Giroverband 1947 34,00, 7 % Pr. Zentr.⸗Bod.⸗Krd. Pfdbr. 1960 —,—, 7 % Sächs. Bodenkr.⸗Pfdbr. 1953 56,00, Amster⸗ damsche Bank 83,00, Deutsche Reichsbank —,—, 7 % Arbed 1951 —,—, 7 % A.⸗G. für Bergbau, Blei und Zink Obl. 1948 40,00, 8 % Cont. Caoutsch. Obl. 1950 64,00, 7 % Dtsch. Kalisynd. Obl. S. A 1950 —,—, 7 % Cont. Gummiw. A. G. Obl. 1956 53 00, 6 % Gelsenkirchen Goldnt. 1934 59,00, 6 % Harp. Bergb.⸗Obl. m. Opt. 1849 42,50, 6 % J. G. Farben Obl. —,—, 7 % Mitteld. Stahlwerke Obl. m. Op. 1951 —,—, 7 % Rhein.⸗Westf. Bod.⸗Erd.⸗ Bank Pfdbr. 1953 —,—, 7 % Rhein⸗Elbe Union Obl. m. Op. 1946 36,50, 7 % Rhein.⸗Westf. E.⸗Obl. 5 jähr. Noten 7 % Siemens⸗Halske Obl. 1935 64,00, 6 % Siemens⸗Halske Zert. ge⸗ winnber. Obl. 70,50, 7 % Verein. Stahlwerke Obl. 1951 34,50, 6 ½ % Verein. Stahlwerke Obl. Lit. 0 —,—, J. G. Farben Zert. v. Aktien —,—, 7 % Rbein.⸗Westf. Elektr. Obl. 1950 47,500 6 % Eschweiler Bergw. Obl. 1952 47,50, Kreuger u. Toll Winstd. Obl. —,—, 6 % Siemens u. Halske Obl. 2930 65,50, Deutsche Banken Zert. —,—, Ford Akt. (Berl. Emission) —,—. 8

G v“ Berichte von auswärtigen Warenmärkten

London, 8. Juli. (W. T. B.) Auch heute war die fünfte diesjährige Kolonialwollauktionsserie gut besucht. Es kamen 10 464 Ballen, darunter 4466 südamerikanischer Herkunft, zum Angebot. Es wurden nur in mäßigem Umfange Lose zurück⸗ gezogen, und zwar in Scoured⸗Merinos, Croßbreds und süd⸗ amerikanischen Wollen. In Merino⸗Wollen war die Auswahl gut, in Croßbreds mäßig. Bei lebhafter Nachfrage seitens Deutsch⸗ lands sowie Frankreichs und Belgiens kamen zahlreiche Umsätze zustande. Die marktgängigen Austral⸗Merino⸗Wollen konnten ebenso wie mittlere und grobe Neuseeland⸗Croßbreds ihren Preis⸗ tand gut behaupten. Feine, mittlere und grobe Puntas, Spinner⸗ orten, lagen unverändert bis 2 ½ vH höher. Kammzüge stellten ich durchweg 5 vH höher. Beste Austral⸗Scoureds lagen sehr fest, mittlere und geringe sowie feine und mittlere Merino⸗Waschwollen behauptet. Die Preisveränderungen verstehen sich gegenüber dem Eröffnungsnmiveau dieser Auktionsserie.

Manchester, 8. Juli 1932. (W. T. B.) Am Garn⸗ markt war die Tendenz heute ‚ester. In Geweben wird das Geschäft durch die Abneigung der Käufer, die höheren Preise zu be⸗ zahlen, etwas behindert. Water Twist Bundles notierten 8 d per b, Printers Cloth 21/3 sb per Stuck.

Silber (Kasse) 16,75,

5 % Mex. äußere

—,—,

. Aufgebote,

1. Untersuchungs⸗ und Strafsachen, 6 . Zwangsversteigerungen, 8 1 9.

. Oeffentliche Zustellungen,

Verlust⸗ und Fundsachen,

. Auslosung usw. von Wertpapieren, Aktiengesellschaften,

10. 11. 12. 13.

14. Verschiedene

8. Kommanditgesellschaften auf Aktien, Deutsche

Gesellschaften m. b. H.,

Genossenschaften,

Unfall⸗ und Invalidenversicherungen,

Bankausweise.

Bekanntmachungen.

3. Aufgebote.

[32836] Aufgebot.

Der Rauher Wilhelm Limpers zu Bocholt, Scharnhorststr. Nr. 10, ver⸗ treten durch Rechtsanwalt Sarrazin zu Bocholt, hat das Aufgebot des angeblich verclorengegangenen Sparkassenbuchs der Sparkasse der Stadt Bochol't Nr. 1270 über ca. 830 RM, ausgestellt auf seinen Namen, beantragt. Der In⸗ haber des Buches wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 2. Mai 1933, 11 Uhr, vor dem unterzeich⸗ neten Gericht, Zimmer Nr. 6, anbe⸗ raumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls dessen Kowaft⸗ loserklärung erfolgen wird.

Bocholt, den 1. Juli 1932.

Das Amtsgericht.

[32837]

Frau Laura Emilie verw. Hactmann geb. Heckel in Mylau (Vogtland), Reichenbacher Straße 7, hat beantragt, ihr einen Erbschein als gesetzliche Allein⸗ erbin des am 28. November 1928 in Chemnitz verstorbenen Zimmermanns Karl Reinhard Fankhänel zu erteilen. Aus dem Antrag auf Erteilung eines Erbscheins vom 24. August 1931 ergibt sich, daß unter anderem folgende Per⸗ sonen, durch die die Antragstellerin von der Erbschaft ausgeschlossen oder ihr Erbteil gemindert werden würde, vor dem Tode des Erblassers weggefallen sind: I. die Eheleute Johann Gotthilf Fankhänel und Johanng Friederike geb. Leichsenring, beide in Mülsen⸗St. Nik⸗ las, geboren und gestorben. Deren Kin⸗ der waren: a) Christian Gotthilf Fank⸗ hänel, geb. am 9. 12. 1821, b) Heinrich Fürchtegott Fankhänel, geb. am 17. 1. 1826, c) Ernst Luydwig Fankhänel geb.

17. 1. 1829. II. die Ehelente Karl Gotthilf Ereutziger und Christiane Friedecike

gev. Fankhänel, beide in Mülsen⸗St. Niklas, geboren und gestorben. Deren Kinder waren: a) Maria Linda Creutziger, geb. am 25. 9. 1857, b) Karkl Alwin Creutziger, geb. am 13. 7. 1859, c) Marie Anna Creutziger, geb. am 23. 1. 1862. Die genannten Personen oder, wenn diese verstorben sein sollten, deren Abkömmlinge, werden hiermit aufgefordert, die ihnen am Nachlaß des obengenannten Erblassers zustehenden Erbrechte bei dem Amtsgericht Chem⸗ nitz, Abt. E, zu 1 N Reg. Fa. 18/28, spä⸗ testens bis zum 15. September 1932 anzumelden. Wenn diese Anmeldung unterbleibt, wird Frau Hartmann ein Erbschein als gesetzlicher Alleinerbin⸗ Karl Reinhard Fankhänels erteilt werden.

Amtsgericht Chemnitz, 1. Juli 1932.

Der Fleischer mann, geboren am 12. frohna, Sa., wird seit

Otto Max Frisch⸗ 1.1875 in Ober⸗

916

vermißt. Auf Antrag des Schlossers Franz Karl Gerloff in Oberfrohna, Hauptstraße 116, wird daher das Auf⸗ gebotsverfahren zum Zweck der Todes⸗ erklärung des Verschoͤllenen eingeleitet. Der Aufgebotstermin wird auf den 19. Januar 1933, vorm. 9 Uhr, vor dem Amtsgericht Limbach, Sa., be⸗ stimmt. Der Verschollene wird aufge⸗ fordert, sich spätestens in diesem Termin zu melden, widrigenfalls die Todesecklä⸗ rung erfolgen wird, Alle, die in der Lage sind, Auskunft über das Leben oder den Tod des Verschollenen zu erteilen, werden aufgefordert, das spätestens im Aufgebotstermin bei dem unterzeich⸗ neten Gericht zu tun.

Amtsgericht Limbach, Sa., 7. 7. 1932.

[32840]

Durch Ausschlußurteil des Thür. Amtsgerichts in Weimar vom 22. Juni 1932 sind die Schuldverschreibungen der ehem. Landes⸗Kredit⸗Anstalt in Gotha (Rechtsnachfolgerin Thür. Staatsbank

in Weimar) nebst Zinsscheinen Serie 2 Lit. C Nrn. 993 und 994 über je 1000 für kraftlos erklärt worden. Die letzte Eigentümerin der Schuld⸗ verschreibungen war die Kirchen⸗ gemeinde Gielde.

Weimar, den 4. Juli 1932.

Thüringisches Amtsgericht. Abt. 2.

[32839] Die 4 Pigen Pfandbriefe der Deut⸗ schen Pfandbrief⸗Anstalt in Posen von 1914 Reihe V Buchst. A Nr. 19 149 über 5000 ℳ, Reihe V Buchst. B Nrn. 19 437/39 über je 2000 ℳ, Reihe V Buchst. C Nrn. 20 125, 20 127/28 über je 1000 ℳ, Reihe V. Buchst. D Nrn. 21 750/53, 21 755/56 über je 500 ℳ, die 8 igen Goldpfand⸗ briefe der Pxrxeußischen Boden⸗Credit⸗ Actien⸗Bank in Berlin Em. V Lit. 0 Nr. 2095 über 500 GM, Em. V Lit. 0 Nr. 5499 über 500 GM, Emn. V Lit. N Nrn. 0045/46 über je 100 GM, der bige Goldpfandbrief der Preußischen