1943 / 66 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 20 Mar 1943 18:00:01 GMT) scan diff

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Reichs⸗ und Staatsanzeiger Nr. 66 vom 20 März 1943. S. 2A

1“ Druckfehlerberichtigaung

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In der in Nummer 63 des Deutschen Reichsanzeigers und Preußischen Staatsanzeigers abgedruckten Anordnung über die Abgabe und den Bezug von festen Kraftstoffen vom 16. März 1943 muß § 7 Ie 1 Satz 1 lauten: „Für jeden Verbraucher wird auf der Festkraftstoffkarte eine Stammaus⸗ lieferungsstelle vorgeschrieben, bei der er in der Regel die durch die Festkraftstoffkarte zugelassenen Festkraftstoffarten (nicht „Festkraftstoffkarten“) zu beziehen hat.“

Preußen

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Nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. April 1872 (Ge samml. S. 357) sind bekanntgemacht: 1. der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 28. Januar 1943 über die Verleihung des Enteignungs⸗ rechts an die Stadt Ratingen zur der Wassergewinnungsanlage in Ratingen durch das Amts⸗ blatt der Regierung in Düsseldorf Stück 7 S. 23, aus⸗ gegeben am 20. Februar 1943;

der Erlaß des Preußischen Staatsministeriums vom 8. Februar 1943 über die Verleihung des Enteignungs⸗

rechts an die Gewerkschaft Nachrod in Diez/L. zur Ab⸗

lagerung von Abraum und Bruchschutt in der Gemarkung Diez durch das Amtsblatt der Regierung in Wiesbaden Stück 8 S. 19, ausgegeben am 20. ebeenar 1943.

Postwesen

Von der Deutschen Reichspost 8

Unter Hinweis auf die Ende angeordnete Ei schrän⸗ kung des Postdienstes aus dem Reich nach der Ukraine teilt das Reichspostministerium jetzt mit, daß bis auf weiteres im allgemeinen Postdienst zwischen dem Reichspostgebiet, dem Pro⸗ tektorat Böhmen und Mähren sowie dem Generalgouvernement einerseits und dem Bereich des Generalpostkommissars Ukraine andererseits in beiden Richtungen nur noch Post⸗ karten zugelassen werden. Der ednagete cos mit der Ukraine wurde bisher noch nicht aufgenommen. Postpakete nach Albanien, Italien und der Vatikanstadt werden nach Albanien jedoch nur bis zum Gewicht von 5 kg von sogleich an wieder zur Beförderung angenommen.

Zur Abgabe von Sondermarken hat ein eingetragener Danetze; eher beim Wohnungswechsel dem bisherigen Zustell⸗ postamt seinen Bezugsausweis vorzulegen, damit die Ausweis⸗ nummer gestrichen und die neue Wohnung vermerkt werden kann. Der Dauerbezieher hat danach sich bei seinem künftigen Zustellpostamt wieder anzumelden, das auf den Bezugsausweis die neue Ausweisnummer vermerken wird.

Umfang des Postscheckdienstes im Februar 1943

Die Zahl der Postscheckkonten ist im Februar 1943 um 12 027 Konten auf 1 652 094 gestiegen. Auf diesen Konten wurden bei 75,7 Millionen Buchungen 31,1 Milliarden H.ℳ umgesetzt. Davon sind 26,5 Milliarden Kℳ oder 85,4 % unbar beglichen worden. Das Guthaben auf den Postscheckkonten betrug Ende 2534 Millionen H.ℳ, im Monatsdurchschnitt 2471 Mil⸗ Vonen F. ℳ.

Aus der Verwaltung

Anrechnung der Bürgersteuer, die für das zweite Kalenderhalb⸗ jahr 1942 gezahlt worden ist, auf die Einkommensteuer für 1942

Bürgersteuerbeträge, die auf Grund eines Steuerbescheids oder eines zusätzlichen Steuerbescheids für das zweite Kalender⸗ Beggscr 1942 an die Gemeinden gezahlt worden sind, werden wie Einkommensteuer⸗Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer⸗ schuld für 1942 angerechnet werden.

Die Angabe dieser Bürgersteuerbeträge in der Einkommen⸗ steuer⸗Erklärung oder ihre nachträgliche Mitteilung an das Finanz⸗ amt ist im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Auffassung weder wünschenswert noch erforderlich. Die Bürgersteuerbeträge, die für das zweite Kalenderhalbjahr 1942 gezabst worden sind, werden den von den Gemeinden mitgeteilt. Die Finanzämter werden die Bürgersteuerbeträge ebenso wie die Ein⸗ kommensteuer⸗Vorauszahlungen auf die Einkommensteuerschuld für 1942 anrechnen, ohne daß es dazu einer Anregung durch den Steuerpfplichtigen bedarf.

Kunst und Wissenschaft

Spielplan der Berliner Staatstheater in der Zeit vom 21. bis 29. März 1943

Spielplan Unter den Linden Sonntag, 21. März: Fidelio. Musikal. Leitung: Heger. Be⸗ ginn: 16 Uhr. Ausverkauft. Montag, 22. März: Geschlossen. Dienstag, 23. März: Salome. Musikal. Leitung: Heger. Be⸗ ginn: 17 ½¼ Uhr.

Mittwoch, 24. März: Die Entführung aus dem

Serail. Musikal. Leitung: Schüler. Beginn: 16 ½ Uhr.

Donnerstag. 25. März: Der Teufel im Dorf. Musikal.

Leitung: Schüler. Beginn: 16 ½¼ Uhr.

Freitag, 26. März: Orpheus und Eurydike. Musikal.

Leitung: Heger. Beginn: 16 % Uhr.

Sonnabend, 27. März: Figaros Hochzeit. Mnsikal. Leitung: Schüler. Beginn: 15 ½ Uhr.

Sonntag, 28. März: Die verkaufte Braut. Musikal. Leitung: Schüler. Beginn: 16 ¼ Uhr. ontag, 29. März: Geschlossen

Staatsoper am Königsplatz

Sonntag, 21. März: Vormittags: Geschlossene Ver anstaltung. Abends: Geschlossen.

Montag, 22. März: Cavalleria rusticaha/ Bajazzo. Beginn: 16 Uhr.

Dienstag, 23. März: Geschlossen.

Mittwoch, 24. März: Cavalleria rusticana /Bajazzo. Beginn: 16 Uhr.

3 Donnerstag, 25. März: Ballett der NSG. Beginn: 18 Uhr.

Freitag, 26. März: Ballett der NS G. Beginn: 18 Uhr. Sonnabend: 27. März: Fidelio. Beginn: 16 ½ Uhr. 6 Sonntag, 28. März: Geschlossen. ““ Montag, 29. März: Fidelio. Beginn: 16 ¹½ Uhr.

Schauspielhaus

Sonntag 21. März: Iphigenie auf Tauris. Beginn: 17 ¹¼ Uhr. a Beginn: 18 Uhr.

E

Dienstag, 23. März: Das Leben ist Traum. Beginn: 17 ½% Uhr. 8 Mittwoch, 24. März: Der Pa Ft Beginn: 18 Uhr. Donnerstag, 25. 2” Der i en kin Zäh⸗ mung. .“ 17 Uhr. 8 Freitag, 26. März: Iphigenie auf Tauris. Beginn: 17 ½¼ Uhr. Sonnabend, 27. März: Ein Bruderzwist in Habsburg. Beginn: 17 Uhr. Sonntag, 28. März: Der Parasit. Beginn: 18 Uhr. 8 Montag, 29. März: Der Parasit. Beginn: 18 Uhr. 1 Kleines Haus Sonntag, 21. März: Der Kreidekreis. Beginn: 17 ¼ Uhr. Montag, 22. März: Der Biberpelz. Beginn: 17 ¾¼ Uhr. Dienstag, 23. März: Flucht vor der Liebe. Beginn: 17 ¾¼

Uhr.

Mittwoch, 24. März: Der Biberpe Beginn: 17 ¾ Uhr. Donnerstag, 25. März: Der Kreidekreis. Beginn: 17 ¼ Uhr. Freitag, 26. März: Flucht vor der Liebe. Beginn: 17 ¾ Uhr.

Iz. re ie

Sonnabend, 27. März: Uraufführung! Vagabunden. Be⸗

ginn: 18 Uhr. Sonntag, 28. März: Flucht vor der Liebe. Beginn: 17 *7¾ Uhr. Montag, 29. März: Der Biberpelz. Beginn: 17 ¾¼ Uhr.

Lustspielhaus 8

Sonntag, 21. März: S

Montag, 22. März: Karl III. und Anna von Oesterreich. Beginn: 18 Uhr.

Dienstag, 23. März: Der blaue Fiien Beginn: 18 Uhr,

Mittwoch, 24. März: Der blaue Strohhut. Beginn: 18 Uhr,

E 25. März: Kollege kommt gleich. Beginn:

r.

Freitag, 26. März: Karl III. und Anna von Oesterreich. Beginn: 18 Uhr.

Sonnabend, 27. März: Karl III. und Anna von Oester⸗ reich. Beginn: 18 Uhr.

Sonntag, 28. März: Der blaue Strohhut. Beginn: 18 Uhr.

Montag, 29. März: Karl III. und Anna von Oesterreich. Beginn: 18 Uhr. gann⸗ 8. 3

Wirtschaftsteil

Einsatz aller physischen und materiellen Kräfte für den totalen Krieg Staatssekretär Dr. Landfried in Hamburg

Auf Einladung des Gauleiters und Reichsstatthalters Kauf⸗ mann sprach in Heears vor Vertretern von Partei, Staat und Wirtschaft der Staatssekretär des Reichswirkschaftsministeriums Dr. Landfried über die igee der totalen Mobil⸗ machung auf wirtschaftlichem Gebiet und die Grundsätze, welche die staatliche Wirtschaftsführung bei ihren leiten. Gegenüber dem Vernichtungswillen der an b.ges. ase een Mächte sei das deutsche Volk härter als je entschlossen, alle seine Kräfte einzusetzen, um diese Vernichtungspläne zu durchkreuzen und seinen Schicksalskampf siegreich en bestehen. Für uns könne es heute nur die Parole geben: Einsatz aller physischen und materiellen Kräfte unseres Volkes für den totalen Krieg. Wenn Deutschland in den vergangenen Kriegsjahren hinsichtlich des totalen Krieges noch nicht die letzten Konsequenzen gezogen habe, so lehre uns die Härte des Kriegsgeschehens daß die ehe Siche⸗ rung des kommenden Friedens der rückhaltlose und ausschließ⸗ liche Einsatz aller Kräfte für den Krieg ist. Die Maßnahmen, welche die staatliche Wirtschaftsführung nach dem Willen des Füͤhter⸗ in den letzten Wochen getroffen hat, dienen diesem Ziel. Au dem Gebiete der industriellen Erzeugung sei bereits seit langem die eindeutige Ausrichtung unserer gesamten Produktion auf die Bedürfnisse der Rüstung erfolgt. Die lebensnotwen⸗ dige Versorgung der Heimatfront mit unentbehrlichen Ver⸗ brauchsgütern 8. durch das Anlaufen des Kriegsauflagepro⸗ gramms unter Bevorzugung der Versorgung der digten Gebiete im Rahmen des Möglichen deeeban. 8 müsse aber eine noch stärkere Rationalisierung unserer Industrie unter Einsatz aller technischen Möglichkeiten betrieben werden. Das bedeute nicht, daß die Produktion ausschließlich in der Hand von Großbetrieben und Konzernen zusammengefaßt werde. Viel⸗ mehr bieten gerade auch die mittleren und kleinen Betriebe nicht nur kosten⸗, auch qualitätsmäßige Vorteile für die Ge⸗ samterzeugung. Vor allem aber müssen alle Stillegungs⸗ und Zusammenlegungsmaßnahmen industrieller Betriebe nach fach⸗ lich⸗zentralen, für das gesamte Reichsgebiet aufzustellenden Plänen erfolgen, wenn eine einheitliche Produktionssteuerung und die Versorgung des gesamten Reichsgebietes den kriegswirt⸗ schaftlichen Erfordernissen entsprechend gewährleistet bleiben soll. Vor Stillegung von Betrieben oder ihrer Zusammenlegung müsse der Umfang und die Art des Erzeugungsprogramms neu abgestimmt und festgelegt werden. Anders liegen die Dinge beim Handel sowie den nicht unmittelbar rüstungswichtigen Zweigen des Handwerks und im Gaststättengewerbe, wo jetzt erhebliche Reserven an Arbeitskräften für die Rüstungswirtschaft mobilisiert werden. Bei der Vielgestaltigkeit der Wirtschaftsstruktur in den einzelnen Gauen sei es unmöglich, diese Aufgabe von zentraler Stelle zu lösen, weshalb nur allgemeine Richtlinien gegeben und die örtliche Durchführung der Maßnahmen in die Hände der Reichsverteidigungekommissare gelegt wurde. . be⸗ deute dabei die Uebertragung staatlicher Hoheitsaufgaben auf die wirtschaftliche Selbstverwaltung eine erhebliche Erleichterung in der Erfüllung der neuen Aufgaben. müsse die Umstellung unseres gesamten wirtschaftlichen Lebens auf die totale v nicht zuletzt als eine politische Aufgabe, als eine Aufgabe der Menschenführung durch die Partei angesehen werden. In der wirtschaftlichen Selbstverwaltung im national⸗ sozialistischen Staate und in verstärktem Maße in der kriegsver⸗ flichteten Wirtschaft soll sich eine ideelle sittliche Pflichtauf⸗ assung des ehrenamtlich tätigen Wirtschaftsführers entwickeln. Er macht sich frei von allen interessengebundenen Hemmungen seines Berufszweiges und stellt das an sich berechtigte Gewinn⸗ streben seines eigenen privaten Berufslebens hinter die Pflich⸗ ten gegenüber dem Volksganzen. Ihm müsse aber auf dem Gebiete der Wirtschaftsverwaltung als Vertreter des Staates der Staatsbeamte gegenüberstehen, der einzig und allein Diener des Staates und damit des Volkes sei, dem er frei von jeder privatwirtschaftlichen Bindung sein Können und seine ganze Kraft zu widmen habe, nicht um des Entgelts willen, sondern in der Erfüllung höchster sittlicher Pflicht. Der Berufsbeamte des nationalsoziglistischen Großdeutschen Reiches müsse sich immer erneut als 8. und Wahrer der Traditionen des unvergleich⸗ lichen Beamtenkörpers des alten Reiches bewähren. Selbstver⸗ waltung und staatliche Wirtschaftsverwaltung werden um so näher zueinander finden, je mehr sie sich gegenseitig verstehen und ihre Arbeit würdigen. Eine Voraussetzung hierzu sei aller⸗ dings, daß der junge Verwaltungsbeamte in weit stärkerem Maße als bisher auf wirtschaftlichem Gebiete vorgebildet werde.

Es wäre falsch, wenn man in der Stillegung von Betrieben des Handels und des Handwerks eine allgemeine Bereinigungs⸗ und Planungsaktion auf diesen Wirtschaftsgebieten sehen wollte. Die Stillegungsaktion soll vielmehr ausschließ!ich den Zwecken des totalen Krieges dienen. Jeder von der Stillegung seines Be⸗ triebes Betroffene werde die Berechtigung zur Führung seines Unternehmens und damit die Möglichkeit behalten, sein Unter⸗ nehmen bei Eintritt normaler wirtschaftlicher Verhältnisse wieder u eröffnen. Es sei jetzt nicht die Zeit, nach neuen Formen der

erteilung zu suchen und an die Stelle geschlossener Betriebe andere Verteilungsformen zu setzen. Der Reichswirtschafts⸗ minister begrüße es, wenn sich im Sinne der Verfügung des Leiters der Reichsgruppe Handel, Dr. Hayler, Inhaber von Be⸗ trieben, die im Rahmen der Stillegungen geschlossen werden müssen, mit einem Unternehmer, dessen Betrieb erhalten bleibt, zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammenfinden. Sie können dadurch den Grundstock ihrer Geschäfte erhalten und bleiben im Geschäftsleben eingeschaltet. Schwieriger als auf dem Gebiete des Einzelhandels liegen die Verhältnie im Arbeits⸗ bereich des Außenhandels, der für die Hansestadt Hamburg von besonderer Bedeutung sei. Bei allen Betriehsschließungen im Außenhandel müsse von der tatsächlichen Außenhandelsleistung ausgegangen werden. Unternehmen, die zur Zeit keine oder nur eine geringfügige Fahn eg entfalten, sollen von den Prüfungs. und Reichsstellen auf ruhende Kartei gesetzt

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werden. Für sie soll dann das Heebehemgesgelsaege eingeleitet werden, wobei die für die anderen Handelsbetriebe geltenden Richtlinien Anwendung finden. Staatssekretär Dr. Landfried benutzte die Gelegenheit, um dem hanseatischen Außenhandel zagür zu danken, daß er die ihm von der staatlichen Wirtschafts⸗ führung gewiesenen Wege, sich angesichts der Schrumpfun unseres Außenhandels und des Wegfalls des Ueberseehandels 99 anderen Gebieten für die deutsche Kriegswirtschaft einzusetzen, entschlossen beschritten habe. Die seit 1940 systematisch betriebenes Eröffnung neuer Märkte auf dem Kontinent für deutsche Ueber⸗ habe zu beachtlichen Erfolgen geführt. Dabei habe sich ie Einschaltung der Ueberseefirmen in die Ein⸗ und Ausfuhr⸗ geschäfte, nicht nur im Generalgouvernement, sondern auch in en besetzten Ostgebieten außerordentlich bewährt. Der hier be⸗ schrittene Weg müsse weiter ausgebaut werden mit dem Ziel, einsatzfähige während der Kriegszeit zu erhalten, die später dem deutschen Namen und dem deutschen Wirtschafts⸗ schaffen in Uebersee erneut Geltung erichaffen sollen.

Staatssekretär Dr. Landfried befaßte sich ferner mit den ein⸗

eleiteten Maßnahmen auf dem Versicherungsgebiet, welche die Freistellung möglichst vieler Arbeitskräfte und die Unterbindung von unnötigem Arbeitsaufwand und Materialverbrauch be⸗ wecken. Wir könnten es uns jetzt vor allem nicht leisten, von

onkurrenzrücksichten getragene Werbung auf dem Versicherungs⸗ gebiete weiter zuzulassen oder gar das Abjagen von Versiche⸗ rungen von einer Gesellschaft zur anderen weiter mitanzusehen. Im Bankgewerbe müsse die Tatsache bestimmend sein, daß das Bankenwesen niemals Selbstzweck in der deutschen Wirtschaft seh sondern als Hilfsgewerbe für die produktive Wirtschaft ange⸗ ehen werden müsse. Die üegobedinaten Auskämmungs⸗ und E1“ müssen daher mit einer seit langem fäl⸗ ligen Rationalisierung unseres Bankwesens Hand in Hand gehen. Die in den einzelnen Gauen vorbereiteten Maßnahmen müssen jetzt unter dem Zwang des totalen Krieges eelsteh nach zen⸗ tralen Weisungen durchgeführt werden. Es lasse sich nicht mehr verantworten, wenn an kleinen Plätzen mehrere Großbanken nebeneinander weiterbestehen, in Großstädten ein übergroßes Netz von Depositenkassen aufrechterhalten bleibe und Genossen⸗ 8. und Sparkassen an kleinsten Plätzen in unfruchtbarem

ettbewerb stehen. ie Pflege regionaler Bankinstitute und die Erhaltung und Stärkung des selbständigen Privatbankiers ent⸗ spreche jedoch ebenso den Bedürfnissen der Kriegswirtschaft wie den Zielen nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik. Hinsichtlich der Börsenfrage erklärte der Staatssekretär, daß ein geregelter, durch die verantwortlichen Börsenorgane ge⸗ steuerter Wertpapierverkehr auch im Kriege, nicht zuletzt üts Interesse der Kriegsfinanzierung, sei, was wohl allgemein anerkannt werde. Da die Börse Käufer und Ver⸗ käufer am einfachsten und schnellsten zusammenführt, würden bei einer Schließung der Börse die Banken gezwungen sein, in einem umständlichen Verfahren Interessenten 1 die zum Verkauf an⸗ ebotenen Wertpapiere zu suchen. Die Folge wäre eine unklare

ursentwicklung, ja sogar ein Schwarzhandel mit Wertpapieren. Auch die Unterbringung der Reichsschatzanweisungen durch die Banken vollziehe sich nur deswegen 8 reibungslos, weil jederzeit die Realisierungsmöglichkeit an der Börse bestehe. Die staatliche Wirtschaftsführung habe also über die Börse die beste Handhabe, unerwünschte Kursentwicklungen zu unterbinden. Zur Ein⸗ schränkung der Börsentage teilte der Staatssekretär mit, daß nun⸗ mehr auch in Berlin die Zahl der Börsentage auf drei in der Woche beschränkt werden wird, eine Regelung, die allen berech⸗ tigten Snse gessen entsprechen dürfte. Die staatliche Wirtschafts⸗ führung werde auch in Zukunft der Entwicklung des Aktien⸗ marktes ihre besondere Aufmerksamkeit widmen. Die Herab⸗ setzung der Anmeldepflicht auf 50 000 Rℳ für Aktienerwerbungen in der Kriegszeit unterbinde alle spekulativen Auswüchse und bewahre den Interessenten vor einer Flucht in die sogenannten Sachwerte, die ihm ja doch niemals die erhofften Vorteile ee würde. Darüber hinaus werde man aber auch ungesunden Kon⸗ zernbildungen, die lediglich dem Zwecke der Anlage flüsssiger Gelder dienen, durch 7 etzliche Maßnahmen in nächster Zeit eut⸗

xegentreten. Wer khüüssige Betriebsmittel jetzt nicht benötige, solhe sie in Schatzanweisungen des Reiches anlegen.

Totale Mobilmachung bedeute für jeden einzelnen im deutschen Volk Verzicht auf liebgewordene Lebensbedingungen und Lebens⸗ Fevohebeter. om ersten Kriegstage an habe der deutsche

ann, der zur Waffe gerufen wurde, sein bürgerliches Leben hinter sich geworfen. Der deutsche Mann und die deutsche Frau werden im schicksalhaften Endkampf unseres Volkes an der Heimatfront hinter seinen Opfern nicht zurückstehen wollen. Heute heiße die Parole für jeden Deutschen: Kampf und Sieg. Wenn dann der Sieg errungen ist, wird der Soldat die Waffe zur Seite stellen und zu seiner alten Berufstätigkeit zurückkehren. Genau so können auch die Männer und Frauen, die jetzt dem Gestellungsbefehl zum Kriegseinsatz folgen, die Gewißheit haben daß sie nach errungenem Sieg in ihren alten llichtenkreis wieder zurückkehen können. So, wie das deutsche Volk es als eine selbstverständliche Pflicht betrachte, dem Kämpfer an der Front und seine Familie vor materieller Not zu sichern, so werde im Rahmen des Möglichen auch alles geschehen, durch gemein⸗ samen Einsatz der Mittel der Wirtschaft und des Staates ver⸗ meidbare Härten von den durch Stillegungen Betroffenen abzu⸗ wenden und ihre Existenzgrundlage zu erhalten. Iynen dem Zeichen einer Mobilisierung der seelischen und materiellen Werte Europas bis zur Erringung des Sieges steht auch die Lutsche Handelspolitik. In Durchführung zwischenstaatlicher Verein⸗ barungen werde es nicht zuletzt Aufgabe der deusschen S gost sein, in Zusammenarbeit mit den Männern der praktischen Wirt⸗ schaft unserer Handelspartner bei der Erschließung der Wege für die Mobilisierung aller Kräfte mitzuwirken. Die deutsche Wirt⸗ schaftskraft und ⸗stärke biete jede Gewähr dafür, daß jetzt über⸗ nommene Verpflichtungen in der Nachkriegszeit eingelöst werden. Wir halten unsere Methoden des Einsatzes aller europäische Kräfte für den Krieg für fairer als die Nutznießer des amer kanischen Pacht⸗ und Leihgesetzes.

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Reichs⸗ und Staatsanzerger Nr. 66 vom 20 März 1943. ES. 3

Die Parole: Waffen und Munition für das Heer! Reichsstatthalter Sauckel sprach vor den Dortmunder

Schaffenden

n Dortmund sprach am Donnerstag der 22 für den Arbeitsrinhag Reichsstatthalter Gaunleiter Sauckel, vor den Doxtmunder Schaffenden. 1 Gauleiter Sauckel erklärte zu Beginn seiner eindrucksvollen Rede, das ganze Reich schaue mit Bewunderung und Zuversicht auf die Menschen im deutschen Westen, die angesichts der ver⸗ brecherischen Ueberfälle der ö Mordbrenner ge düse hätten, daß keine Macht der Welt ihren Willen brechen könne, diesen Krieg durchzuhalten. Jeder Deutsche habe begriffen, daß die Größe des ronteinsatzes unserer Soldaten den Sieg allein nicht erzwingen Fone denn der Arbeitseinsatz der Heimat sei nicht minder kriegs⸗ entscheidend in einer Zeit der Technik und der Motorisierung. gegenwärtigen Ringen habe der dentsche Soldat abermals eine Unüberwindbarkeit bewiesen. Entscheidend aber sei, daß ute diesem besten Soldatentum der Welt auch das beste Men⸗ chentum in der schaffenden Heimat zur Seite stehe.

Reichsstatthalter Sauckel kennzeichnete die verbrecherischen Be⸗ weggründe des Feindes, die den Krieg gegen Deutschland herauf⸗ beschworen haben. Mit Worten höchsten Lobes pries er die un⸗ vergleichliche Leistungskraft des deutschen Arbeiters. Ein Volk, das solche Leistungen vollbringe, werde niemals zugrunde gehen. Wegen dieser einzigartigen Eigenschaften treffe uns der Ha des weltvergiftenden Judentums. In der Vergangenheit habe das deutsche Volk viel zu wenig von sich selbst gewußt, weil es immer nur die Sonderinteressen von Kleinstaaten, Berufsständen, Klassen und Konfessionen gesehen habe. Venn aber nach dem Zusammenbruch von 1918 dennoch das gewaltige Großreich Adolf Hitlers entstehen konnte, so nur deshalb, weil der Führer die innersten Werte des Deutschtums wachgerufen und die Einheit und Schicksalsgemeinschaft des Volkes verwirklicht habe. Als Ge⸗ neralbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz sei er, Sauckel, stolz, dafür eintreten zu können, daß das ganze Volk für den Führer und mit dem Führer arbeite. Denn der Führer sei der In Fis des neuen deutschen Lebens und Lebenswillens. Ohne Adol Hitler würde es heute bereits kein Deutschland mehr geben.

Reichsstatthalter Sauckel rief darauf seinen immer wieder in stürmischen Beifall ausbrechenden Zuhörern die geschichtlich ein⸗ maligen Leistungen des bisherigen Kriegsverlaufs ins Gedächtnis zürück. Nach den gewaltigen Entscheidungen der verflossenen Jahre stehe Deutschland heute unüberwindlich da, wenn es wie bisher dem Führer folge, der keine andere Liebe und keinen anderen Lebensinhalt kenne, als zu schaffen für sein Volk. Bevor der Führer sich entschlossen habe, zum Fraueneinsatz in der deut⸗ Üchen Rüstungsproduktion aufzurufen, habe er ihm, seinem

eneralbevollmächtigten, den Auftrag gegeben, Millionen von Männern und Frauen der Völker in den deutschen Arbeitseinsatz zu stellen, die durch den Sieg unserer Waffen vor dem Bolsche⸗ wismus und der plutokratischen Ausbeutung gerettet worden seien. Wenn diese Millionen von Ausländern, von denen nicht wenige noch als unsere Feinde kamen, dennoch bereit seien, in Deutschland zu arbeiten, so geschehe dies nur, weil sie mit eigenen Augen den deutschen Menschen und das deutsche Land kennen⸗ gelernt und begriffen hätten, daß alles Lüge sei, was die Haß⸗ prediger im Ausland über Deutschland verbreiteten.

Der Redner kam dann auf den Fraueneinsatz in der Rüstung zu sprechen, der durch den totalen Krieg zur unumgänglichen Not⸗ wendigkeit geworden sei. Lange habe der Führer gezögert, bis er

Stück herab

trieben, deren Namen aus

allen Teilen des. Reiches. wesen von der DAF

eistungen unserer

den Befehl zu den einschneidenden Maßnahmen gab, die die deutsche Frau an die Maschine riesen. Die Frauen müßten immer daran denken, daß sie ihren Einsatz für ihre Kinder und den Führer leisteten, der selbst in einer Besprechung der letzten esagt habe: Ich denke ständig an diese Frauen und das es Nationalsozialismus wird und muß es sein, daß die Frau aus dem Betrieb heraustommt. Auch die Frau des deut⸗ schen Arbeiters darf einst nur noch Hausfrau und Mutter sein.

Gauleiter Sauckel wandte sich darauf an die Betriebsführer und die Facharbeiter mit der Bitte, die neuen Arbeitskräfte ver⸗ ständnisvoll und kameradschaftlich , f nehmen. Der Redner beendete diesen Teil seiner Ausführungen mit dem verpflichtenden Aufruf: „Waffen und Munition für das deutsche Heer! Das ist die Parole, der sich alles andere unter⸗

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Die Rebe schloß mit der eindringlichen Herausstellun sache, daß dem deutschen Volk von der feindlichen We⸗ Gerechtigkeit widerfahren werde. tigkeit selbst verschaffen

Dreifache Leistung durch Verbesserungsvorschlag DAF aktiviert

das betriebliche Vorschlagswesen

Das von der Deutschen Arbeitsfront propagierte und nach ihren Richtlinien in nahezu allen deutschen Betrieben durchgesetzte be⸗ triebliche Vorschlagswesen hat vielfach zu ungeahnten Erfolgen Unbegrenzt sind die Möglichkeiten, durch Verbesserungen und Vereinfachungen Arbeitsgänge und Arbeitszeit, Material und Rohstoffe einzusparen, die Leistung zu steigern und die Produk⸗ rhöhen. tig sind die Beweise für die freudige Anteilnahme aller Schaffenden in den Betrieben, aus Büro und Werkstatt, vom Zeichenbrett und von der Maschine. eigen, wie einfach erscheinende Verbesserungsvorschläge von Ge⸗ olgschaftsmitgliedern in badischen Betrieben eine Produktions⸗ erhöhung von mehr als 300 v. H. ““

sber. ein Vorarbeiter und ein

orschlag ein, der die Bördelung von Das Ergebnis ist, daß statt bisher zwei

vier bis sechs Deckel in drei Minuten gebördelt werden können, die

Arbeit gleichmäßiger ausfällt und die bisher dabei unvermeid⸗

baren Verätzungen der Hände wegfallen.

In einem Kabelwerk schlug ein Arbeiter ein neues Verfahren für die Verarbeitung von Leiterdrähten vor. zugsgeschwindigkeit auf dem Trommelzu sind es jetzt 42 m. In einem anderen wurde auf Vorschlag eines Gefolgschaftsmitgliedes, um die Mon⸗ tage eines Gerätes in einer kürzeren

eine Vorrichtung angefertigt, die es gestattet, die bisherige Zeit von 480 Stunden für tausend Stück auf 200 Stunden für tausend hüg Bei der Montage eines anderen Gerätes

eit von 265 Stunden für tausend Stück auf 130 Stun⸗ ür tausend Stück v Was hier aus badischen Be⸗ egreiflichen Gründen nicht genannt

werden können, gemeldet wird, geschieht in ähnlicher Form in So dient das betriebliche Vorschlags⸗ efördert und unablässig aktivCiert im ervorragenden Maäß⸗ unserer Kriegsindustrie, der Steigerung der

etriebe im Rahmen des totalen Krieges.

in ihre Gemeinschaft aufzu⸗

Wir müssen uns diese Gerech⸗

1, so rief Gauleiter Sauckel unter mischem Beifall aus. Die Soldaten tun das an der deutschen ront; Sie, deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, rufe ich auf, eer in der Heimat dasselbe zu tun.

Zwei neue Beispiele sollen

chlosser brachten gemein⸗ eckel künftig

War bisher die Ab⸗ 13 m je Minute, so etrieb der Feinmechanik

eit erledigen zu können,

Wirtschaft des Auslandes

Sinkende Import⸗ und Exportziffern in Schweden

im Februar 1943

Stockholm, 19. März Sowohl der Import als auch der Ex⸗ ort Schwedens sanken im Februar gegenüber dem Januar. Der izmportwert sank, wie aus der Statistik der zentralen schwedischen Lirtschaftsbehörde des schwedischen Kommerzkollegiums hervor⸗ eht, im Februar um 17 Mill. auf 146,6 Mill. Kr, während der Vert des Exports um 3 Mill. auf 74,4 Mill. Kr sank. Der Im⸗ port Schwedens in den ersten beiden Monaten dieses Jahres erreichte einen Wert von 310 Mill. Kr, während der Export sich auf 152 Mill. Kr beläuft. Das Ergebnis des schwedischen Außen⸗ 8 in den ersten beiden Monaten dieses Jahres ist also ein mportüberschuß von 158 Mill. Kr. 86

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Stand der spanischen Düngemittelversorgung Madrid, 19. März. Der Direktor des spanischen Instituts für Geologie und Bergbau hielt einen interessanten Vortrag über die Düngemittel in Spanien. Er erklärte, daß die spanische Land⸗ irtschaft bisher im Verhältnis zu den übrigen Ländern viel weniger Kalidüngemittel als die anderen verwendet habe und zu inem steigenden Verbrauch von Kalidünger angehalten werden

müsse. Die Produktion an kalihaltigen Salzen habe in Spanien

1941: 597 000 t und 1942 530 000 t betragen, die 100 000 bzw.

b1 88 8 LELW111.“ 227⸗ C. 1⁸ . S. 8E111u1“4“*“

Kali jährli

brauchte, sei die Menge der

mit dem Studium der

89 000 t Kali darstellten. Davon habe Spanien selbst nur 50 000 t verbraucht und den Rest exportiert. Die gegenwärtigen Anlagen könnten bei voller Ausnutzung ihrer Kapazität bis zu 250 000 t Die in Flix (Provinz Tarragona), La elguera (Provinz Asturien) und Sabinanigo (Provinz Huesca) stehenden Anlagen erzeugten 4400 t Stickstoff aus der Luft. Durch die neu in Spanien entstandenen Anlagen, die in Kürze ebenfalls mit der Stickstoffgewinnung aus der Luft beginnen würden, werde die Jahresproduktion 55 000 t Stickstoff erreichen, womit der Landesbedarf durchaus gedeckt sei. Schließlich erwähnte er noch, daß der Verbrauch an Superphosphaten durch die gegen⸗ infuhrschwierigkeiten außerordentlich zurückgegangen sei, während Spanien im Jahre 1935 noch 1,2 Mill. t ver⸗ ast ausschließlich aus Französisch⸗ Marokko eingeführten Superphosphate 1941 auf 840 000 t und 1942 auf 295 000 t zurückgegangen. Gegenwärtig befasse man sich exbeewen in der Caoeres, um die dort bestehende geringe Produktion nach Mög⸗ u steigern. 1 8

erzeugen.

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Neue USA-Anleihen für Brasilien

Vigo, 19. März. Immer fester winden sich die Fangschnür Wallstreet um den Wirtschaftskörper Brasiliens und lassen das Land zu einem willenlosen Werkzeug der Kriegspläne Roosevelts werden. Jetzt sind zwei neue Abkommen unterzeichnet worden, die

Hffentlicher Anzeiger

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die Abhängigkeit Brasiliens von den uSA⸗Machthabern bera stärken. Für Bau und Anlagen der brasilianischen Stahlwerke von Volta Redonda hat die Washingtoner Export⸗ und Import⸗ bank eine weitere Anleihe von 20 Millionen Dollar gewährt, nach⸗ dem sie für den gleichen Zweck vor einiger Zeit bereits 25 Mi lionen bereitgestellt hatte. Ein zweites Abkommen sieht ein Kredit von 14 Millionen Dollax für Ausbau und Förderung det Eisenminen von Itabira vor. Diese Minen hat die brasilianische Regierung von einer englischen Interessengruppe erworben. De Kaufpreis sollte in 20 Jahren durch Erzlieferungen an die US amortisiert werden. Die Zeitspanne wurde jedoch auf 25 Jahr erhöht, da das Erz wegen der schlechten Transportmöglichteite

bisher nicht in dem erhofften Maße exportiert werden konnte.

Aus diesen Transaktionen ergibt sich klar, daß die Kredite keines⸗ wegs etwa gegeben werden, um Brasilien den Aufbau eine

eigenen Schwerindustrie zu ermöglichen, sondern daß die uS.

auch hier nur die Ausbeutung der südamerikanischen Rohstoffvor⸗ kommen für ihre eigenen Zwecke im Auge haben.

Nur noch drei Börsentage in Berlin

Nach einer Bekanntmachung des Börsenvorstandes finden vom Montag, dem 22. März 1943 ab die Versammlungen der Wert⸗ papierbörse nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag von 12,30 bis 13,00 Uhr jeder Woche statt. Die Börsenräume werden um 12 Uhr geöffnet. Festsetzung der Kurse erfolgt ab 12,30 Uhr telegrafische Auszahlung und Banknoten werden um 13,00 uhꝛ notiert.

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung für deut /ch Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung des „D. N. B. am 20. März auf 74,00 Eℳ (am 19. März auf 74,00 E. ℳ) für 100 kg.

Berichte von auswärtigen Devisenmärkten Prag, 19. März. (D. N. B.) Amsterdam 13,27 G., 13,27

hagen 521,50 G., 522,50 B., London 98,90 G., 99,10 B., N 235,65 G., 236,05 B., Mailand 131,40 G., 131,60 B., Neio York 24,98 G., 25,02 B., Paris 49,95 G., 50,05 B., Stockholm 594,60 G., 595,80 B., Brüssel 399,60 G., 400,40 B., Belgrad 49,95 G., 50,05 B., Agram 49,95 G., 50,05 B., Sofia 30,47 G., 30,53 B., Athen 16,68 G., 16,72 B.

Budapest, 19. März. (D. N. B.) Alles in Pengö. Amsterdam 180,73 ½, Berlin 136,20, Bukarest 2,78 ½¼, Helsinki 6,90, London —,—, Mailand 17,77, New York —,—, Paris 6,81, Prag 13,62. Preßbur 11,71, Sofia 415,50, Zagreb 6,81, Zürich 80,20. Die Börse bleib an den Sonnabenden geschlossen.

London, 19 März. (D. N. B.) New York 402,50 403, Paris —,—, Berlin —,—, Spanien (offiz.) 40,50, Montre 4,43 4,47, Amsterdam —,—, Brüssel —,—, Italien (Freiv.) —,—, Schweiz 17,30 17,40, Kopenhagen (Freiv.) —,—, Stockholm 16,85 16,95, Oslo —,—, Buenos Aires (offiz.) 16,95 འ17,13, Rio 83,64 ⅛, Schanghai Tschungking⸗Dollar —,—.

Amsterdam, 19 März. (D. N. B.) 12,00 Uhr; holl. Zeit.] Amtlich.] Berlin —,—, London —,—, New York —,—, Paris, —,—, Brüssel 30,11 30,17, Schweiz 43,63 43,71, Helsingf —,—, Italien (Clearing) —,—, Madrid —,—, Oslo —,—, Kopenhagen —,—, Stockholm 44,81 44,90, Prag —,—.

Zürich, 19. März. (D. N. B.) 1[11,40 Uhr.] Paris 4,17 London 17,32 31, New York 4,31, Brüssel 69,25 B., Mailan 22,66 ⁄¼, Madrid 39,75 B., Holland 229 ⅜⅝ B., Bérlin 172,55, Lissabon 17,8 5, Stockholm 102,66 ½, Oslo 98,62 ¼6 B., Kopenhagen 90,37 ½ B., Sofia 5,37 ¾ B., Prag 17,30, Budapest 104,50 B., Zagre⸗ 8,75, Athen —,—, Istanbul 3,50 B., Bukarest 2,37 ½ B., Helsingfor 877,50 B., Buenos Aires 101,25, Japan 101,00, Rio 22,50 B.

Kopenhagen, 19. März. (D. N. B.) London 19,34, * York 479,00, Berlin 191,80, Paris 10,85, Antwerpen 76,80, Züri 111,25, Rom 25,35, Amsterdam 254,70, Stockholm 114,15, Oslo 109,00, Helsingfors 9,83, Prag —,—, Madrid —,—. Alles Brief⸗ kurse.

Stockholm, 19. März. (D. N. B.) London 16,85 G., 16,95 B., Berlin 167,50 G., 168,50 B., Paris —,—, G., 9,00 B., Brüssel —,— G., 67,50 B., Schweiz. Plätze 97,00 G., 97,80 B., Amsterdam —,— G., 223,50 B., Kopenhagen 87,60 G., 87,90 B., Oslo 95,35 G., 95,65 B., Washington 415,00 G., 420,00 B., Helsing⸗ fors 8,35 G., 8,59 B., Rom 22,00 G., 22,20 B., Prag —,—, Madrid —,—, Kanada 3,75 G., 3,82 B., Lissabon —,— G., 17,75 B., Buenos Aires 97,00 G., 100,00 B.

Oslo, „9. März. (D. N. B.) London —,— G., 17,75 B. Berlin 175,25 G., 176,75 B., Paris —,— G., 10,00 B., New Yorf —,— G., 440,00 B., Amsterdam —,— G., 235,00 B., Zürich 101,50 G., 103,00 B., Helsingfors 8,70 G., 9,20 B., Antwerpen —,— G., 71,50 B., Stockholm 104,55 G., 105,10 B.

91,75 G., 92,25 B., Rom 22,20 G., 23,20 B.

London, 19. März. (D. N. B.) Silber Barren promp 23,50, Silber auf Lieferung Barren 23,50, Gold 168 /—

1. Unterfuchungs⸗ und Strafsachen, 4. Oefsentliche Zustellungen, 2. Zwangsversteigerungen. 5. Verlust⸗ und Fundfachen, 3. Aufgebote.

7. Aktiengesellschaften, 8. Kommanditges

6. Auslosung usw. von Wertpapieren, 9. Deutsche Nolonialgefellschaften,

ellschaften auf Aktien,

10. Gefellschaften m. b. H., 11. Genossenschaften, 12. Offene Handels⸗ und Kommanditgesellschaften, 15. Verschiedene

13. Unfall⸗ und Invalidenv gerungen, 14. Deutsche Reichsbank und Bankausweise, kanntmachungen.

beraumten

3. Aufgebote

[48010) Zahlungssperre.

anweisungen des Deutschen Reichs von 1941, Folge II Buchst. G Nr.

Klapperfeldstraße 3, Zimmer 3, an⸗ Aufgebotstermine c.. anzumelden und die Urkunden 1 1 8 vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ Betreffs: a) der 3 ½ igen Schatz⸗ erklärung der Urkunden erfolgen wird. Amtsgericht Frankfurt a. M.

welche Auskunft über Leben oder Tod

seine des Verschollenen zu erteilen vermögen,

ergeht die Aufforderung, spätestens bis zum obengenannten Termin dem Amts⸗ gericht Anzeige zu machen.

Amtsgericht Ludwigsburg, 16. 3.1943.

62 659/60 über je 1000 1l. ℳ, b) der 1 4 ½ igen Schatzanweisungen der [48014 Aufgebot. 1936, Reihe I Buchst. B Nr. 65 037/38 über je 500 . und Buchst. C Nr.

fällig am 2. Januar 1944, c) der 4 % igen der Deutschen Industriebank Ausgabe

gemäß § 1020 3O. erlassen worden. 456. F. 308. 42. Berlin, den 18. März 1943. Das Amtsgericht Berlin. [48011] Aufgebot. Der Altbauer Leonhard Hagelstein u Sigisweiler, Kreis Crailsheim, hat

unterzeichneten Gericht

olgen wird.

Amtsgericht.

0 8 80 r Fr S d P b. J Deutschen Reichsbahn⸗Gesellschaft von 1““ Pc harog, zu Grevesmühlen, hat eS des 11,S, Ss - 8 1 verlorengegangenen Mantels 44,755 über 1000 ℳ, zu b sämtlich Aktie der Fa. Mahn & Ohlerich Bier⸗ 8 1 brauerei A. G. in Seestadt Teilschuldverschreibung Nr. 4519 über 400 f1. beantragt. 9 8 ant Ausgane (Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, 1939, Folge I Reihe B Nr. 374 über spätestens in dem auf den 16. Okto⸗ 10900 4, ist die Zahlungssperre ber 1943, mittags 12 Uhr, vor dem anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumel⸗ sdden und die Urkunde vorzulegen, widri⸗ n. deren Kraftloserklärung er⸗

Rostock, den 15. März 1943.

as Ausgebot der Mäntel der 5 ½ [48013] Aufgebot.

Goldpfandbriefe der Frankfurter Hy⸗ Der verschollene riedrich othekenbank Reihe 5 Buchstabe F Nr. geb. 19. 2. 6 943 über 100 6, und der Frank⸗ 1869 in Crailsheim, zuletzt wohnhaft in U Pfandbrief⸗Bauk Emission XI] Detroit, USA., soll für tot erklärt wer⸗ it. V Nr. 19 268 über 200 6. be⸗ den. Der Verschollene wird aufgefor⸗ antragt. Der Inhaber der Urkunden dert, sich bis spätestens Mittwoch, wird aufgefordert, spätestens in dem den 30. Juni 1943, mittags 12 Uhr, auf den 12. Oktober 1943, 10 Uhr, zu melden, widrigenfalls die Todes⸗ unterzeichneten Gericht,! erklärung erfolgen wird. An alle,

vor dem

[47868] Aufgebot.

Am 23. August 1941 verstarb der Architekt Fritz Ullrich, Finsterwalde. Erben sind bisher nicht ermittelt, nach⸗ dem verschiedene ausgeschlagen haben. Falls Erben sich bis zum 13. 5.1943 hier nicht gemeldet haben, wird das Erbrecht des Fiskus festgestellt werden. Amtsgericht Finsterwalde, 15. 3. 1943.

[47870] Einberufung der Verlasseuschaftsgläubiger.

A 160/42/10. Franz Fleischmann, Haus⸗ besitzer in Leonstein Nr. 101 (Oberdonau), ist am 1. Dezember 1942 gestorben. Alle, die an die Verlassenschaft eine Forde⸗ rung zu stellen haben, werden aufge⸗ fordert, ihre Ansprüche bei diesem Ge⸗ richte an einem Montagvormittag wäh⸗ rend der Amtsstunden mündlich oder bis 1. Dezember 1943 schriftlich anzu⸗ melden und nachzuweisen. Sonst wird den nicht durch ein Pfandrecht ver⸗ sicherten Glänbigern an die Verlassen⸗ schaft, wenn sie durch die Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zu⸗ stehemn Amtsgericht Grünburg, 11. März 1943.

Einberufung unbekannter Erben. A 160/42 /z9. Franz Fleischmann, 25 Oktober 1920 in Eberswalde, seinem Hausbesitzer (Dberdonau), ist am 1. Dezember 1942 nicht ermittelt ist, werden diejenigen e 85 1b rlaff 8e. denen Erbrechte 8 dem Nachlaß zu⸗ ügung nicht hinterlassen. Ob Erben sst 1“ t. ihre Erb⸗ 88 sind, ist dem c.S. 7 nicht stehen, hiermit aufgefordert, ih bekannt. Es bestellt Herrn Karl Ebmer, dem unterzeichneten Gericht anzumelden Ortsbauernführer in Leonstein Nr. 85. andernfalls cen⸗ festgestellt da zum Kurator der Verlassenschaft. Wer ein anderer Erbe als das Land Preußen auf die Verlassenschaft Anspruch er⸗ nicht vorhanden ist

heben will, hat dies binnen sechs Mo⸗ k naten von heute ab dem Gerichte mit⸗ zuteilen und sein Erbrecht nachzuweisen. Nach Ablauf der Frist wird die Ver⸗ [48017]

lassenschaft, soweit die Ansprüche nach⸗ soweit dies nicht geschehen ist, zugunsten straße 28, ausgestellte, auf die Deutsche des Staates eingezogen werden. Amtsgericht Grünburg, 11. 3. 1943. litz, Schloßstr. 88, gezogene Verrech⸗

[48018] Oeffentliche Aufforderung. Der Dentist Georg Wilkens ist am

in Leonstein Nr. 101 letzten Wohnsitz, gestorben. Da ein Erbe

rechte bis zum 1. Juni 1943 bei

Amtsgericht Wesermünde, den 15. März 1943.

Der von dem Kaufmann August werden, herausgegeben, Nöthling aus Berlin⸗Steglitz, Schloß⸗

Bank Depositenkasse § in Berlin⸗Steg⸗

Durch Ausschlußurteil vom 9. März; a. ; 1943 sind die 5 Aktien der Friedländer Amtsgericht Schöneberg. Zuckerfabrik je zu 500,— 1

nungsscheck Nr. 829 189 über 3064,10 Reichsmark ist für kraftlos erklärt. 51,

ℳ, einge⸗ [48015]

Aktienbuch unter den; Durch Ausschlußurteil vom 27. Fe⸗

Nummern 380 bis 384 Lit. B, konver⸗ hruar 1943 7 F 10/42 ist die tiert in Lit. A, lautend auf den Na⸗ Versicherungspolice M 26/45 612 der men Elisabeth von Lowtzow, früher in Provinziallebensversicherungsanstalt der Sadelkow, für kraftlos erklävrt.

Friedland, Meckl., 9. März 1943. auf Fritz Heinz in Schaffhaufen mit Das Amtsgericht. einer

Rheinprovinz in Düsseldorf, lautend

ersicherunasböhe von 3000,— Reichsmark für kraäftlos erklärt worden. AUmtsgericht Taarlauteru.

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ihre 2 ge⸗ eichs⸗ gegen zugs⸗

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