1943 / 129 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 05 Jun 1943 18:00:01 GMT) scan diff

Zeuvtralbandelseeniterbenree. utschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzei

zugleich Zentralhandelsregister für das Deutsche Reich

8 Berlin, Sonnabend, den 5. JZuni

Inhaltsübersicht. 1. Handelsregister - 2. Güterrechts⸗ register - 3. Vereinsregister - 4. Ge⸗ neleuschaftzregifter - 5. Muster⸗ register - 6. Urheberrechtseintrags⸗ rolle - 7. Konkurse und Vergleichs⸗ sachen - 8. Verschiedenes

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1. Handelsregister

ür dte Angaben in 7 ¹ wird etne Gewähr r die Richtigkeit seitens der Registergerichte nicht übernommen.

Altena, Westf. [8846] Amtsgericht Altena, Westf., den 26. Mai 1943.

A 675 Eugen Borbet, Kommandit⸗ gesellschaft, Altena, Westf.

Fräulein Sigrid Borbet in Altena st derart Gesamtprokura erteilt, daß e mit einem anderen Prokunuristen die Firma der Gesellschaft vertreten kann. An Stelle des durch Tod ausgeschiede⸗ nen persönlich haftenden Gesellschafters abrikant Eugen Borbet in Altena ist eine Witwe Johanna geb. Hesse zu ltena in fortgesetzter allgemeiner Gütergemeinschaft des Bürgerlichen Gesetzbuchs mit ihren Kindern: 1. Ruth, 2. Waltraud, 3. Sigrid Borbet, in die Gesellschaft eingetreten. An Stelle einer ausgeschiedenen Kommanditistin ist eine neue Kommanditistin eingetreten.

A 580 F. Selter, Altena

Die Firma ist erloschen.

Annaberg, Erzgeb. [8700] Amtsgericht Annaberg, 29. Mai 1943. Veränderungen: H.⸗R. A 164 Firma Reuther, Annaberg, H.⸗R. A 565 Ficma Eger & Co., Annaberg: Der Inhaber Karl Oswald Reuther ist durch Tod ausgeschieden. Die Firma t offene Handelsgesellschaft geworden. die Gesellschaft hat am 1. September 1941 begonnen. Die Kauflente Karl Reuther und Werner Heinz euther, beide in Annaberg wohnhaft, sind persönlich haftende Gesellschafter.

Gebrüder

Bad OIldesloe-. [8847] Bekanntmachung. In das Handelsregister B 40 Lage⸗ rei⸗ und Speditionsgesellschaft m. b. H., Bad Oldesloe, Handelsregister A 174 Johannes Ströh, Bad Oldes⸗ loe, ist eingetragen: Dem Angestellten Paul Friedrich Rauschenbach in Bad Oldesloe ist Pro⸗ kura erteilt. Bad Oldesloe, den 30. Mai 1943. Amtsgericht.

Bad Salzuflen. 18701] Veränderung: A Nr. 663 Wilhelm Eid in Schötmar. HOffene Handelsgesellschaft, die am 1. Januar 1943 begonnen hat. Der Handelsvertreter Ulrich Eid in Schöt⸗ kar ist in das Geschäft als persönlich Fetenber Gesellschafter eingetreten. Bad Salzuflen, den 31. Mai 1943. Das Amtsgericht. II.

Bärwalde, Pom. 18848] Bekanntmachung.

In das Handelsregister Abteilung A

ist heute bei der unter Nr. 117 ein⸗ Firma Hans Dittmar in

ärwalde i. Pom. folgendes einge⸗ tragen:

Das Geschäft ist durch Erbgang auf die Witwe Maria Dittmar geb. Lenke in Bärwalde i. Pom. übergegangen.

Bärwalde i. Pom., den 31. Mai 1943.

Das Amtsgericht.

Bamberg. [8849] Amtsgericht Bamberg, 31. Mai 1943. Neueintragung:

H.⸗R. A Bamberg IV 718 Karl Riegel, Bamberg (Handelsvertretun⸗ gen, Groß⸗ und Einzelhandel in Textil⸗ waren, Austraße 4). Geschäftsinhaber: Karl Riegel, Kaufmann in Bamberg, Austraße 4. Katharina Riegel, Bam⸗

berg, ist Einzelprokurist. Veränderungen:

H.⸗R. A Bamberg 171 Wunder, von Wendland & Co., Bamberg. Firma geändert in Bankhaus Wunder & Co. Dr. Friedrich Karl Freiherr von Wendland ist aus der Gesellschaft

Berlin. [8702] Amtsgericht Berlin. Abteilung 551. 27. Mai 1943. Neueintragungen:

A 112 387 Ehrhardt Schiefler Fuhrbetrieb, Berlin (Halensee, Kur⸗ fürstendamm 117). Offene Handels⸗ gesellschaft seit 1. Januar 1939. Ge sellschafter sind: Kaufmann Georg Ehr⸗ hardt in Basdorf, Kreis Niederbarnim, und Kauffrau Fräulein Marta Schiefler in Berlin.

A 112 388 Gesent Alfred C. Becker, Berlin (SW 61, Belle⸗Alliance⸗Platz Nr. 17). Inhaber: Kaufmann Alfred C. Becker, Berlin. Das Unternehmen ist durch Umwandlung der Gesellschaft für Gasentgiftung Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung, Berlin 563. H.⸗R. B 50 963 des Amtsgerichts Berlin entstanden.

A 112 389 Ernst R. Holland, Ber⸗ lin (Herstellung von Gewindelehren, Grenzlehren und Präzisionswerkzeugen, SW 61, Möckernstr. 111). Inhaber: Fabrikant Ernst R. Holland, Berlin.

A 112 390 Alfred Bock Erzeugnisse der Holz⸗Industrie, Berlin (NO 55, Danziger Straße 38). Inhaber: Kauf mann Alfred Bock, Berlin.

Veränderungen:

A 107 625 Meta Borgmann (Groß⸗ handel mit Eisenwaren, Berlin⸗Span⸗ dau, Am Juliusturm 55). Dem Jo hann Wacker, Berlin, ist Einzelprokura erteilt.

A 109 579 Paul Gelling & Co. Holz⸗ Leder⸗ u. Werkstoff⸗Speziali⸗ täten (W 15, Kurfürstendamm 35). Die Prokura des Paul Fritz ist erloschen.

Berlin. [8703] Abteilung 551. 8. Mai 1943. Neueintragung:

A 112 391 Otto E. Fechner & Co., Berlin (Funkmeßtechnik und der⸗ gleichen, SW 68, Brandenburgstr. 23/24). Offene Handelsgesellschaft seit 1. Sep⸗ tember 1942. Gesellschafter sind: Ma schinenbauer Otto Emil Fechner und Industrie⸗Großkaufmann Karl Wenden⸗ burg, beide in Berlin. Zur Vertretung der Gesellschaft sind nur beide Gesell⸗ schafter gemeinsam oder ein jeder mit einem Prokuristen ermächtigt.

Veränderungen: ““

A 100 809 Karl Fischer Apparate & Rohrleitungsbau (W 62, Einem⸗ straße 20). Gesamtprokurist mit einem anderen Prokuristen ist Kurt Radmer, Berlin.

A 106 646 Oscar Koppenburg & Co. (Fabrik für gelochte Bleche, Eisen⸗ warenfabrik, NO 55, Greifswalder Straße 140 141). Ein Kommanditist ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Der Rechtsanwalt Max Strauch, Ber⸗ lin, ist als persönlich haftender Gesell⸗ schafter in die Gesellschaft eingetreten. Zur Vertretung der Gesellschaft sind nur je zwei persönlich haftende Gesell⸗ schafter gemeinsam berechtigt.

A 112 329 Glimmerbergbau Berd⸗ jansk Dr. Nottmeyer u. Co. (W 15, Kaiserallee 203). Einzelprokuristin ist Ingeborg Renner, Berlin.

Berlin. [8851] Amtsgericht 551. 31. Mai 1943. Veränderung:

A 96 658 Chemische Fabrik Iris Dr. Klaus Gettwart (SW 68, Holl⸗ mannstr. 32). Die Einzelprokura des Alfred Schmidt ist erloschen. Dem Alfred Rautenberg, Berlin, ist Gesamt

prokura erteilt

A 111 929 von Henning, Schwabe % Co. Kommanditgesellschaft (An⸗ kauf, Verwaltung, Bebauung und Sa nierung von Grundbesitz, C2, Wer dersche Rosenstr. 5). Elf weitere Kom⸗ manditisten sind in die Gesellschaft ein⸗ getreten. Die Einlagen von sieben Kom manditisten sind erhöht.

Berlin. ““ [8701] Berlin 552. 27. Mai 1943. Veränderungen:

88 059 August Scherl Handels⸗ und Verwaltungs⸗Kommanditgesell⸗ schaft (W 35, Viktoriastr. 30). Ein Kommanditist ist aus der Gesellschaf ausgeschieden, eine Kommanditistin ist

in diese eingetreten.

A 88 349 Neuß & Wilke (Lebens⸗ mittel, Reinickendorf⸗Ost, Flottenstr. 60). Die Gesamtprokura des Oswald Schroe⸗ der ist erloschen. Die Gesamtprokura des Gottfried Stein, Kleinmachnow, ist in eine Einzelprokura umgewandelt.

ausgeschieden.

H.⸗R. A Eltmann [— 103 Georg Dümler, Sägewerk Theinheim, Theinheim. Geschäftsinhaber ist nun⸗ mehr Anna Maria Dümler, Säge⸗ werkbesitzerswitwa⸗ in Prölsdorf 60, Wendelin Dümler, Kaufmann in Thein⸗ heim 68, ist Einzelprokurist.

H.⸗R. B Bamberg J— 138 Heim⸗ stätten, gemeinnützige Baugenossen⸗ schaft mit beschräukter Haftung, Bamberg. Müller, Josef, ist nicht mehr Geschäftsführer. Hans Brandler, techn. Reichsbahninspektor in Bumberg, ist zum Geschäftsführer bestellt.

A 103 558 Carl Ludwig Meyn, Im⸗ und Exvort Kom. Ges. (Char⸗ lottenburg 9, Badenallee 9). Die Ge⸗ sellschaft ist aufgelöst. Wirtschaftsprüfer Leo Scholich, Berlin, ist Abwickler.

Berlin. [8705 Abteilung 552. 28. Mai 1943. Neueintragung:

A 112 392 Walter Reddlich, Par⸗ zellierungen, Grundstücke, Hypo⸗ theken, Berlin (Berlin⸗Bohnsdorf, Parchwitzer Straße 166). Inhaber: Walter Reddlich, Parzellierungsmakler,

Berlin.

Veränderungen: .

A 92 604 Paul Wehnert Kohlen & Kies Nachf. (Berlin⸗Halensee, Am Güterbahnhof, Platz 27). Die Prokura des Walter Gill ist erloschen.

A 102 969 Mayer K Trittel (Ge⸗ schenk⸗ und Wirtschaftsartikel, N 4, Invalidenstr. 125). Die Gesellschaft ist aufgelöst. Otto Trittel ist nunmehr Alleininhaber. àA 106 0h0 Hermann Schulz Engrosschlächterei, Fleischlieferun⸗ gen, Konservenfabrikation. Die Firma ist geändert, sie lautet, jetzt: Her⸗ mann Schulz, Fleischlieferungen (Friedenau, Schmargendorfer Str. 13).

A 106 793 Erich Stadelhoff (Holz⸗ handel, Falkensee (Kreis Osthavelland), Beethoven⸗Allee 69). Die Firma ist geändert, sie lautet jetzt: Max Rettig. Berlin. [8852]

Abteilung 552. 29. Mai 1943.

Veränderungen:

A 86 887 Ernst Perdeß (Boots⸗ bauerei, Köpenick, Gartenstraße 50). Die Gesellschaft, ist aufgelöst. Ernst Perdeß ist nunmehr Alleininhaber. àA 88 490 A. und S. Ledergroß⸗ handel Augspach und Schirg (SW 19, Grünstr. 5/6). Gesämtpro kurist mit einem der Gesellschafter Ernst Augspach oder Karl Schirg oder mit einem der beiden Gesamtprokuristen

Maria Senoner geb. Kacirek oder Jo⸗

hann Nepomuk Mair für die Zweig niederlassung Wien ist Adolf Graf, Wien. Die gleiche Eintragung wird für die Zweigniederlassung beim Amts⸗ gericht Wien erfolgen, und zwar unter der Firma der Zweigniederlassung A. und S. Ledergroßhandel Augs⸗ pach und Schirg Zweigniederlassung Wien.

A 93 506 Walther Schoenberg Kommanditgesellschaft (Sägeindustrie und Holzgroßhandel, Charlottenburg, Leibnizstr. 60). Gesamtprokurist in Gemeinschaft mit einem anderen Pro kuristen für die Hauptniederlassung und für die Zweigniederlassungen in Kujan und Wiesthal ist Berend Roosen, Ber⸗ lin. Er ist auch zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken ermäch tigt. Die gleiche Eintragung wird für die Zweigniederlassung: a) in Wiesthal unter der Firma Walther Schoen⸗ berg Kommanditgesellschaft Zweig⸗ niederlassung Wiesthal (Main franken) beim Amtsgericht Aschaffen⸗ burg. b) in Kujan, Kreis Flatow, üunter der Firma Walther Schoen berg Kommanditgesellschaft Zweig⸗ niederlassung Kujan, Kreis Flatow, beim Amtsgericht Flatow erfolgen.

A 96 803 Leandro Zanguitu (Im port von Häuten und Fellen, Char⸗ lettenburg, Fasanenstr. 20). Einzel⸗ prokurist: Erich Uhsemann, Magdeburg.

Berlin. [8853] Amtsgericht 552. 31. Mai 1943. Veränderungen:

A 88193 F. Karl Ziegler (Einze!⸗ handel mit Herrenhüten und Mützen, C 2, Neue Friedrichstr. 37). Einze! prokuristin: Irene Ziegler geb. Heynig, Leipzig.

A 91 9959 Wiener Strickmoden R. Otto Oppler (Einzelhandel mit Strick⸗- und Wirkwaren für Damen und Herren, C 2, Leipziger Str. 75). Inhaberin jetzt Else Oppler geb. Neu⸗ ling, Witwe, Berlin.

A 95 675 Seit 1873 Stempel⸗ Höpfner Hans Höpfner (Her⸗ stellung und Vertrieb von Metall⸗ und Gummistempeln, Firmen⸗ und Na⸗ mensschildern, S0 36, Adalbertstr. 90). Inhaberin jetzt: Elisabeth Höpfner geb Stark, Berlin. Die Prokura des Bruno W. Prenzlow, Berlin, bleibt bestehen.

A 98 635 Reinhold Otto Oppler (Einzelhandel mit Strickwaren, SW 29, Hermannplatz 8). Inhaberin jetzt. Else Oppler geb. Neuling, Witwe, Berlin.

A 103 660 Karl Petznick Gast⸗ stätten⸗ und Kantinenbetriebe (Char⸗ (ottenburg, Joachimsthaler Str. 43/44). Einzelprokuristin: Alice Petznick geb Koschwitz, Berlin.

A 106 114 Max Witt (Flachs und Werg engros. Steglitz, Ganobofer⸗ straße 8). Einzelprokuristin: Marga⸗ rete Witt geb. Baumm, Berlin.

A 106 115 Thofi⸗Möbel Mar. Fischer (Möbel⸗Verleih und Verkaus SW 29, Gneisenaustr. 67). Die Ge samtprokuristin Vera Müller geb. Litzen dorff richtig Litzkendorf führt infolge Wiederverheiratung den Fa⸗ miliennamen Ruflair.

Berlin. b [8706] Abteilung 563. 28. Mai 19143. Veränderung:

B 59 484 Deutsch⸗griechische Wa renausgleichsgesellschaft mit be⸗ chränkter Haftung (W 30, Macken kenstraße 10), Kaufmann Fred Göcker Athen, ist zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Prokurist: Curt Frenzel, Ber⸗ lin. Er vertritt gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen

Prokuristen.

2 ——

Berlin. [8707] Abteilung 563. 29. Mai 1943. Neueintragung:

B 59 562 Cornelia Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin (W 8, Französische Str. 32), wohin der Sitz von Frankfurt a. M. verlegt worden ist. Gegenstand des Unternehmens: Die Verwaltung von industriellen Beteili⸗ gungen und die Beratung der gesetz⸗ lichen Vertreter industrieller Unterneh⸗ mungen sowie der Betrieb aller Arten von Handelsgeschäften, insbesondere von Kommissionsgeschäften. Stammkapital: 210 000 EBℳ. Geschäftsführer: Fabrik⸗ besitzer Dr. jur., Dr. rer. pol. Cornelius Wilhelm Bruno Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Worms, Fabrikdirektor Dr.⸗Ing, Hermann Scotti, Worms, Fabrikdirektor Hermann Buschmann, Worms. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 4. November 1942 abgeschlossen und am 1. Dezember 1942 abgeändert. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäfts⸗ führer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Durch Gesellschafterbeschluß vom 4. November 1942 und vom 1. De⸗ zember 1942 ist der Sitz von Frankfurt a. M. nach Bexrlin verlegt, das Stamm⸗ kapital um 150 000 auf 210 000 R.ℳ erhöht und der Gesellschaftsvertrag ge⸗ ändert worden. Geändert sind ins⸗ besondere die Bestimmungen des § 1 (Sitz und Dauer der Gesellschaft), § 2 (Erweiterung des Gegenstands), § 3 (Stammkapital), § 4 (Geschäftsanteile), § 5 (Satzungsänderung), § 8 Rein⸗ gewinn), ferner sind dem Gesellschafts⸗ vertrag hinzugefügt § 9 (Geschäftsjahr), § 10 (Gesellschafterversammlungen und Gesellschafterbeschlüsse), § 11 GVer⸗ tretung der Gesellschaft). Als nicht ein⸗ getragen wird noch veröffentlicht: Als Einlage auf das erhöhte Stammkapital wird in die Gesellschaft eingebracht von der Gesellschafterin Kopp & Gessner Ge⸗ sellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin deren Vermögensbestandteile nach Maßgabe der zu den Akten ein⸗ gereichten Vermögensaufstellung zum Vertrage vom 1. Dezember 1942, und zwar zum angenommenen Werte von 150 000 H. ℳ.

Berlin. 18854] Abteilung 563. 31. Mai 1943. Veränderung:

B 59 151 Berg⸗ und Hüttenwerks⸗ gesellschaft Ost mit beschränkter Haftung (W 9, Potsdamer Str. 31). Der Geschäftsführer Paul Pleiger ist

zum Hauptgeschäftsführer bestellt.

Berlin. CPö.“ Abteilung 564. 29.85 1943. Veränderungen:

B 51 422 Mineralöl⸗Baugesell⸗ schaft mit beschränkter Haftung (SW 61, Belle⸗Alliance⸗Str. 7— 10). Die Prokura für Ernst Tittmann ist erloschen. 8

B 52 012 Vogtländische Textil⸗Ge⸗ sellschaft mit beschränkter Haftung (SW 68, Krausenstr. 46 49). Durch Beschluß der Gesellschafter vom 17. De⸗ zember 1942 ist der Gesellschaftsvertrag geändert im Gegenstand des Unter⸗ nehmens und in der Vertretung und seinem ganzen Umfange nach neu ge⸗ faßt. Die Gesellschafterversammlung kann einem Geschäftsführer die Be⸗ fugnis erteilen, die Gesellschaft allein zu vertreten. Gegenstand des Unter⸗ nehmens ist nunmehr: Ein⸗ und Ver⸗ kauf von Gardinen, Spitzen und Wa⸗ ren ähnlicher Art. Die gleiche Ein⸗ tragung wird für die Zweignieder⸗ lassung bei dem Amtsgericht in Plauen i. V. erfolgen, und zwar unter der gleichen Firma.

B 56 546 Pflügerstraße 4 Grund⸗ stücks⸗Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Friedenau, Südwestkorso 66). Oberingenieur Heinrich Aring ist nicht mehr Geschäftsführer.

3 58 235 Iffa Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung (Ueberwachung usw. von Feuerlöschunternehmen, NW 7, Schiffbauerdamm 20). Durch Beschluß der Gesellschafter vom 16. März 1943 ist das Stammkapital in erleicherter Form um 16 000,— FH. auf 4000,— iℳ herabgesetzt und sodann wiederum um 16 000,— hn auf 20 000,— H erhöht. Ferner ist § 4 des Gesell⸗ schaftsvertrages (Stammkapital)) ge⸗ ändert.

Berlin. [8855] Abteilung 564 31. Mai 1943. Neueintragung: 3

B 59 563 J. Ruckdeschel & Söhne Gesellschaft mit beschränkter Haf⸗ tung, Berlin (W 15, Wielandstraße Nr. 25/26). Gegenstand des Unter⸗ nehmens: Fortführung des Geschäfts⸗ betriebes der Berliner Zweignieder⸗ lassung der J. Ruckdeschel & Söhne G. m. b. H. in Kulmbach und dem⸗ gemäß der Handel mit landwirtschaft⸗ lichen Produkten, Bergwerksprodukten,

Mühlenerzeugnissen, landwirtschaft⸗

lichen Bedarfsartikeln, insbesondere Getreide, Hülsenfrüchten, Braugerste, Brennstoffen aller Art, Malz, Mehl, Düngemitteln, Futtermitteln, Saatgut, Kartoffeln, ferner die Lagerung, Pflege und Bearbeitung dieser und ähnlicher Produkte sowie die Durchführung von Speditionsgeschäften. Stammkapital: 50 000,— h.ℳ. Gesellschaft mit be⸗ schränkter Häaftung. Der Gesellschafts⸗ vertrag ist am 3. März 1943 abge⸗ schlossen. Sind mehrere Geschäftsfühler bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemein⸗ schaft mit einem Prokuristen vertreten. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch diesen oder durch einen oder zwei Prokuristen ver⸗ treten. Geschäftsführver: Friedrich⸗Karl Gransow, Kaufmann, Berlin. Als nicht eingetragen wird noch veröffent⸗ licht: Als Einlage auf das Stamm⸗ kapital werden in die Gesellschaft von dem Gesellschafter Firma 8. Ruckdeschel 8 Söhne K.⸗G. in Kulmbach das Ge⸗ schäftsvermögen und der Geschäfts⸗ betrieb der Berliner Zweigniederlassung der J. Ruckdeschel & Söhne Gesellschaft mit beschränkter Häaftung in Kulmbach mit allen Aktiven und Passiven und mit der Firma, und zwar auf Grund des auf den 1. Juli 1942 aufzustellenden Status mit der Maßgabe, daß das Ge⸗ schäft von dieser Bilanz ab für Rech⸗ nung der neuen Gesellschaft geführt gilt, ohne daß eine Ausgleichung auf den effektiven Wert am Tage der Einlage cG soll. Die Einbringung er⸗ olgt zum angenommenen Wert von 40 000,— Nℳ. Bekanntmachungen der

Gesellschaft erfolgen durch den Deut⸗ schen Reichsanzeiger.

Veränderungen:

B 52 358 Vereinigte Eisenbahn⸗ Signalwerke Gesellschaft mit be⸗ schränkter Haftung (Siemensstadt, Schwiebertweg 19/20). Prokurist: Julius Engelmann, Berlin⸗Friedenau⸗ Er vertritt gemeinsam mit einem Ge⸗ schäftsführer oder mit einem Pro⸗ kuristen. Die gleiche Eintragung wirh für die Zweigniederlassung bei dest Amtsgerichten in Braunschweig, Iburg und Bruchsal erfolgen, und zwar unter den Firmen der gleichlautenden Zweig⸗ niederlassungen.

B 55 942 Steglitzerstr. 7 Grund⸗ stücksgesellschaft mit beschränkter Haftung (Charlottenburg, Hardenberg⸗ straße 16, bei Zeidelhack). Dr. Johann Martin genannt Max Zeidelhack ist nicht mehr Geschäftsführer. Mini⸗ sterialrat Dr. Wilhelm Schiffler, Ber⸗ ist zum Geschäftsführer be⸗ tellt.

B 57 454 Rostock Gebrüder Gesell⸗ schaft mit beschränkter Haftung (Le⸗ bensmittelvertrieb, Elmshorn i. Hol⸗ stein, Reichenstr. 8). Durch Beschluß der Gesellschafter vom 26. März 1943 ist de Gesellschaftsvertrag geändert in § 3 (Geschäftsführer). Soweit der Kauf⸗ mann Otto Rost jr., der jetzt in Elmshorn wohnhaft ist, und der Fabri⸗ kant Ernst Mohr aus Elmshorn zu Ge⸗ schäftsführern bestellt sind, sind sie jeder für sich allein zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Der Kaufmann Erich Krumhoff, Berlin, ist nicht mehr Geschäftsführer. Zum weiteren allein⸗ vertretungsberechtigten Geschäftsttshen ist bestellt: Kaufmann und Fabrikant Ernst Mohr, Elmshorn.

B 59 521 Südost Montan Gesell⸗ schaft mit beschränkter Haftung (Ws, Leipziger Str. 3). Prokurist: Dr, Hans Golcher in München. Er vertritt gemeinsam mit einem Geschäftsführer. Berlin. [8709]

Abteilung 565. 27. Mai 1943.

Veränderung: ,

B 51 624 Uenverfum⸗Jilm Aktien⸗ gesellschaft (Berlin SW 68, Krausen⸗ straße 38/39). Prokurist: Dr. Harry Rohwer⸗Kahlmann, Berlin⸗Halensee. Er vertritt gemeinsam mit einem ordentlichen Vorstandsmitgliede. 8 Berlin. [8856]

Abteilung 565. 29. Mai 1943.

Veränderung:

B 52 869 Deutsche Industrie⸗Werke Aktiengesellschaft (Berlin⸗Spandau, Freiheit 4—7). Ingenieur Erich Pu⸗ rucker, Berlin⸗Grunewald, 9 zum wei⸗ teren Vorstandsmitglied bestellt.

Breslau. 1(8710 Amtsgericht Breslau, 27. Mai 1948. Veränderungen:

Abt. 63: A 14 658 Robert Lieb⸗ recht Inhaber Paul Hühn, Bres⸗ lau (Holzindustrie, Eisenbahnschwellen, Tauentzienstr. 97): Dem Ingenieur F8. Hühn in Breslau ist Prokura

erteilt.

A 17854 Erna Melzig Kurzwaren ¶. Vertretungen, Breslau (Karl⸗ straße 27): Der Kaufmann Wolfgang Melzig in Breslau ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingektreten. Offene Handelsgesellschaft, begonnen am 1. Januar 1943.

E G in Abteilung IEI unter Nummer 8 Rastenburg, füͤr die Oberschles. Eisenhandelsgesell⸗ Drengfurt, Kr. Rastenburge⸗ der Kanf⸗

Reich

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preispolitischen Ziele zu eigen machen und sie bei ihrer Tätigkeit als Richtschnur nehmen. Zur Frage der Fesaengeng Formen der Zusammenarbeit gab der Redner sodann aus den gemachten Erfahrungen heraus eine Reihe von Anregungen. Sehr zweck⸗ mäßig seien laufend stattfindende mündliche Aussprachen unter den örtlichen Organisationen und Preisbehörden, in denen die Erfahrungen ausgetauscht und von den Behörden die Ziele und Absichten der erlassenen Anordnungen klargelegt werden müßten. Besonders erfplgreich und zweckmäßig sei die Bildung von ge⸗ meinsamen Ausschüssen, durch die auf dem Gebiet der Preisüber⸗ wachung einschließlich der Qualitätsprüfung die innerhalb der Organisationen, vorhandene Sachkenntnis für eine richtige und verständnisvolle Preisüberwachung nutzbar gemacht werden müsse, 8 B. müsse der Wurstausschuß die Preise und Qualität der Wurst, der Backwarenausschuß die Backwaren überprüfen. Aehnliche Ausschüsse gäbe es bereits in einigen Bezirken auf dem Gebiet des Kraftfahrzeughandwerks, der Textilien und des Kunstgewerbes. Von großem Wert sei auch die gemeinsame Veranstaltung von Ausstellungen, in denen die falschen und die richtigen Preise für zweifelhafte Preisfälle nebeneinander angegeben seien. Zur Be⸗ ratung und Betreuung der Mitglieder und zur Mithilfe bei der Preisüberwachung habe sich ferner die Einrichtung von handwerk⸗ lichen Kosten⸗ und Preisprüfungsstellen oder die Ernennung von ehrenamtlichen Sachverständigen im Rahmen der Handwerks⸗ organisationen als sehr vorteilhaft erwiesen. Diese Stellen und Personen könnten vor allem die handwerklichen Kleinbetriebe bei der Kalkulation und Bildung der richtigen Preise beraten. Auf⸗

abe der örtlichen Instanzen der Organisationen sei es weiterhin, in lokalen Versammlungen die erlassenen Anordnungen den Handwerkern mündlich näherzubringen.

Sodann sprach Oberregierungsrat Kleinschmidt über Preisbildungsmaßnahmen im Handwerk. Je weiter wir uns, führte Herr Kleinschmidt aus, vom Stichtag der Preisstopverord⸗ nung entfernen, desto schwieriger wird ihre Handhabung, da sich die wirtschaftlichen Verhältnisse stark geändert haben. Dies trifft aber um so mehr auf das Handwerk zu, als dieses in den meisten Fällen nicht über genügende Aufzeichnungen verfügt, um den Stichtagpreis festzustellen. Das C““ individueller Lei⸗ stungen erschwert überdies die Feststellung solcher Leistungen, die am Stichtag gleich oder vergleichbar waren. Es liegt also die Notwendigkeit vor, entsprechende 11“” zu treffen, um dem Handwerk seine Arbeit zu erleichtern. Dabei soll 86 die handwerkliche Tradition angeknüpft werden, die für die wiederkehrenden Leistungen einzelner Handwerkszweige, wie z. B. Bäcker, Fleischer, Frisöre usw., bezirklich feste Preise aufweist. Der Handwerker kann hier ohne weiteres der Preisvorschrift selbst den Preis entnehmen, den er höchstens fordern darf. Anders ist dies, wenn es sich um individuelle, also nicht ständig wiederkehrende Leistungen handelt. Dann muß man Vorschriften erlassen, nach

denen der Handwerker den zulässigen Preis zu errechnen hat. Darum wurde von einzelnen Preisbildungsstellen, insbesondere jenen der eingegliederten Ostgebiete, in denen der Umbruch der wirtschaftlichen Struktur am größten war, ein Weg eingeschlagen, der nunmehr nach dem Willen des Reichskommissars für die Preis⸗ bildung bei allen neuen Preisvorschriften für das Handwerk be⸗ schritten werden soll: 1. Höchstpreise für Regelleistungen des be⸗ treffenden Handwerkszweiges, 2. einfach zu handhabende Preis⸗ errechnungsvorschriften für individuelle Leistungen, in denen die Gemeintosten⸗ und Gewinnzuschläge der Höhe nach gebunden sind. Damit werden die Schwierigkeiten, die gerade für das Handwerk aus der Anwendung der Preisstopverordnungen entstanden sind, behoben, gleichzeitig wird jene prejsrechtliche Klarheit geschaffen, die mit eine der Voraussetzungen der Leistungssteigerung im Handwerk ist.

Dr. jur. Pikhard sprach über Maßnahmen zur Unterrichtung des Handwerks über die Preisvorschriften. Die mangelnden Kenntnisse vieler Handwerksbetriebe über die Preisvorschriften führen, nach Dr. Pikhard, vielfach zu Preisverstößen. Da nun auch bei den Handwerksorganisationen, die als Berater und Be⸗ treuer in Preisfragen in Betracht kamen, oft nicht genügende Klarheit besteht, soll diesem Mangel, der sich für die handwerk⸗ liche Preisbildung und ⸗überwachung störend auswirkt, durch eine Schulung abgeholfen werden. Diese wird in zwei Stufen vor sich gehen:

1. Als Grundschulung, an der neben den Vertretern der gebiet⸗ lichen Preisbildungs⸗ und Ueberwachungsstellen die Vertreter des Handwerks aus den betreffenden Bezirken der Gauwirtschafts⸗ kammern und aus den bezirklichen Gliederungen der Reichsgruppe Handwerk teilnehmen. Durch Aussprache mit den die Schulung durchführenden Referenten des Reichskommissars für die Preis⸗ bildung und der Reichsgruppe Handwerk sollen Zweifelsfragen geklärt und Lehrer für die folgenden Betriebsschulungen gewonnen werden. Die Teilnehmer aus dem Handwerk erhalten vom Reichskommissar für die Preisbildung herausgegebene Unter⸗ lagen für ihre praktische Arbeit in der Beratung der Betriebe und die von ihnen zu führende Betriebsschulung. Das Programm sieht Grundschulungen in der Zeit vom 22. Juni bis 2. De⸗ zember 1943 in 25 Städten des Reiches vor.

2. Als Betriebsschulung durch die Handwerksorganisationen für alle Handwerksbetriebe. Auch für diese werden Merkblätter vom Reichskommissar für die Preisbildung herausgegeben. Die gesamten Unterrichtungsmaßnahmen sind von allem Anbeginn an auf engste Zusammenarbeit mit den Handwerksorganisationen abgestellt und sollen die Handwerker gegen Preisstrafen dadurch schuͤtzen, daß sie ihnen die notwendigen Kenntnisse vermitteln. Damit wäre aber auch ein erster Schritt zur Verwirklichung der vom Reichskommissar für die Preisbildung gewünschten erhöoöhten Selbstverantwortlichkeit des Handwerks in Preisfragen getan.

Arbeitstagung der Seifenindustrie in Bremen

Auf einer im Plenärsaal des Schütting zu Bremen abgehalte⸗ nen Arbeitstagung der Fachgruppe Seifen⸗, Wasch⸗ und Reini⸗ ungsmittel⸗Industrie der Wirtschaftsgruppe chemische Industrie wurde der neue Fachgruppenleiter, der Leiter der Delespa⸗Werke,

G. m. b. H., in Delmenhorst, Direktor Ernst Wöhlke, in sein neues Amt eingeführt. Nach Begrüßungsworten des Bezirks⸗ obmannes der Fachgruppe Nordmark, Keitels⸗Hamburg, nahm Direktor Wöhlke das Wort, um in ausführlichen Darlegungen die Kriegsaufgaben der Seifenindustrie herauszustellen. Er wies varauf hin, daß die Neugestaltung der gewerblichen Organisation zur Zusammenfassung aller wirtschaftlichen Kräfte und damit zur Vereinheitlichung und Leistungssteigerung führen werde. Di⸗ rektor Wöhlke teilte mit, daß er als weitere Mitglieder in den —Vorstand Ziege, Berlin, und Dr. J. Henkel, Düsseldorf, berufen . Zum Leiter des technischen Ausschusses wurde Dr. Bertsch, erlin, berufen. Ferner ist beabsichtigt, einen Ausschuß für ins Leben zu

rufen, der in enger

F Aufgaben Fühlungnahme und Zusammenarbeit mit den Organisationen der

DAF. seine Tätigkeit aufnehmen soll. Der neue Fachgruppen⸗ leiter gab noch bekannt, daß der bisherige „Verband der Seifen⸗ aufgelöst wird, nachdem dessen Aufgaben von der Fachgruppe übernommen werden.

Den Schluß bildeten Ausführungen über aktuelle Fragen der Seifen⸗, Wasch⸗ und Reinigungsmittelindustrie, wobei ins⸗ besondere die Ausführungen über die Einsparung von Arbeits⸗ kräften, Energie und Material von Interesse waren. 5

Der Ladenschluß Eine zusammenfassende Gesamtregelung

Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel gibt neue zusammenfassende Richtlinien bekannt, die der Reichsarbeitsminister und der Reichs⸗ wirtschaftsminister für die Regelung des Ladenschlusses nach der Stillegungsaktion erlassen haben. Es handeit sich bei den Richt⸗ linien, wie ausdrücklich betont wird, nur um Ermächtigungen an die höheren Verwaltungsbehörden, denen die Festsetzung der Ge⸗ schäftszeiten grundsätzlich übertragen ist. Jeweils maßgebend sind also die von den höheren Verwaltungsbehorden erlassenen An⸗ ordnungen. In den Richtlinien wird die Kriegswichtigkeit der nach der Schließungsaktion verbliebenen Geschäfte betont. An diese Verkaufsstellen und Handwerksbetriebe müßten jetzt schärfere Anforderungen hinsichtlich der Offenhaltung gestellt werden, be⸗ sonders auch wegen des verstärkten Fraueneinsatzes. Für Lebens⸗ mittelhandel und ⸗handwerk ist Beginn der Verkaufszeit spätestens 8,30 Uhr mit der Möglichkeit, ihn für Bäckereien, Milchgeschäfte usfw. auf 6 Uhr vorzulegen. Ende der Verkaufszeit 19 Uhr, in Ausnahmefällen Verlängerung bis 20 Uhr zulässig. Mittags⸗ ladenschluß kann bis zwei Stunden betragen. An Sonnabenden und an Tagen vor Feiertagen ist er aufzuheben oder zu ver⸗ kürzen. Er fällt außerdem an Orten mit überwiegend ländlicher Bevölkerung an Markttagen fort. Zulässig bleibt die Schließung an einem halben Tag in der Woche zur Erledigung innerbetrieb⸗ licher Arbeiten, zweckmäßig am Vormittag. Bisherige Sonder⸗ regelungen für Fleischereien sind nach Möglichkeit der Regelung säh die Lebensmittelgeschäfte anzupassen. Für die sonstigen Ge⸗ schäfte ist Beginn der Verkaufszeit spätestens 9 Uhr, Ende im all⸗ gemeinen 19 Uhr, wobei eine Verkürzung auf 18 Uhr an einzelnen

Wochentagen zulässig ist. Die Sonderregelung für ländliche Ge⸗ biete bleibt unberührt. Schließung an einem halben Tag der Woche ist zulässig, ebenso Mittagsladenschluß bis zu zwei Stunden mit der Maßgabe, daß er um mindestens eine zalbe Stunde gegenüber dem Lebensmittelhandel verschoben wird. Sonderrege⸗ lungen sind nur gestattet für Wild⸗ und Geflügelhandlungen, Fischgeschäfte und reine Wein⸗ und Spirituosenhandlungen. Für offene Verkaufsstellen mit angeschlossenem Handwerksbetrieb gilt das gleiche wie für sonstige Geschäfte. Ihnen kann jedoch eine Schließung bis zu fünf Halbtagen oder zwei Werktagen zuge⸗ standen werden, wenn die Reparaturtätigkeit von überwiegender Bedeutung ist und sonst verzögert würde. Friseurbetriebe sind auch über Mittag und bis 19 Uhr offenzuhalten. Zeitweilige Schließungen von Einzelhandels⸗ und Handwerksbetrieben sind nur in Ausnahme⸗ und Einzelfällen zulässig, wenn unabwendbare Gründe, z. B. Erkrankung, eine Fortführung des Betriebes un⸗ möglich machen. Schließungen von Lebensmittelgeschäften und von Geschäften mit mehr als fünf im Verkauf tätigen Gefolg⸗ schaftsmitgliedern sind nicht zulässig. Im übrigen dürfen Schlie⸗ ßungen nur bis zu vierzehn Tagen genehmigt werden, ein Zu⸗ sammendrängen auf die Sommermonate ist zu vermeiden. Ganz allgemein ist bei der Prüfung ein strenger Maßstab anzulegen. Die stark umstrittenen Betriebsferien sind also in der bisherigen Form nicht mehr möglich.

Wirtschaft des Auslandes

Kriegsfolgen für Englands Wirtschaft Textilindustrie von Lancashire ohne Zukunftsaussichten

Stockholm 4. Juni. „Wenn wir nach dem Kriege den Umfang unseres Außenhandels nicht wesentlich über den Vorkriegsstand hinaus steigern, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als aus England auszuwandern“, erklärten Vertreter der Textilindustrie von Lancashire dem Publizisten und Indienkenner Sir Alfred Watson, der soeben eine Studienreise durch das Industriegebiet von Lancashire abgeschlossen hat.

Sir Alfred Watson entwirft ein düsteres Bild der Lage von Lancashire. „In Manchester stellte ich bei den Geschäftsleuten und Industriellen große Entmutigung fest. Sie zweifeln an einer Wiederaufnahme unseres Handels nach Ostasien und infolgedessen auch an der künftigen Wohlfahrt Englands.“ Watson berichtet, die Vertreter von Lancashire hätten ihm folgendes gesagt: „Wenn wir im Ausland nicht verkaufen können, sind wir weder in der Lage unser Volk zu ernähren, noch unsere Fabriken zu erhalten. Unter dem Zwang des Krieges haben wir unsere Erzeugung derart gesteigert, daß wir nicht wissen, wie die Welt nach dem Kriege das aufnehmen soll, was wir erzeugen können. Dies aber bedeutet Massenäaͤrbeitslosigkeit für unsere Arbeiter in England.“ Sir Alfred Watson weist daranf hin, daß die Lage nicht allein durch den Verlust von Absatzgebieten infolge der japanischen Er⸗ oberungen entstanden sei. Schon im Laufe des ersten Weltkrieges habe die Verdrängung der Baumwollerzeugnisse Lancashires bei⸗ spielsweise vom indischen Markt begonnen. Heute sei Lancashires Hauptmarkt Indien völlig verschwunden, denn die indischen Textilfabriken könnten jetzt nicht nur den ganzen heimischen Be⸗ darf decken, sondern sogar noch erhebliche Mengen von Stoffen nach anderen Ländern ausführen. Indien sei also der stärkste Konkurrent von Lancashire geworden. Wie wolle man unter

Offentlicher Anzeiger

diesen Umständen englische Baumwollfertigwaren in bisherigem Umfang in Indien absetzen? Dazu komme, daß auch noch andere Konkurrenten auf dem Kampfplatz erschienen seien. Die Ver⸗ einigten Staaten 55 in Indien sesten Fuß gefaßt. Aber auch Australien habe seine Produktion gesteigert, und beide Länder hofften, daß Indien ihnen ihre E Erzeugnisse ab⸗ nehme. Dabei habe man die künftige Rolle der japanischen Textilindustrie überhaupt noch nicht in Rechnung gestellt.

Sir Alfred Watson gibt also zu, daß selbst im günstigsten Falle Englands heimische Textilindustrie durch diesen Krieg einen ver⸗ nichtenden Schlag erhalten hat. Der durch ihn der Welt über⸗

mehr als alles andere die ausweglose Lage der Wirtschaft Gro britanniens.

.“ Spanien als Trockenfruchtproduzent Sesr Madrid, 4. Juni. Nach den letzten offiziellen Daten stellt die jährliche Ernte Spaniens an Trockenfrüchten einen durchschnitt⸗ lichen Wert von 1,4 Mrd. Peseten dar. Die mit Trockenfrüchten bebaute Fläche beträgt etwa 400 000 ha mit etwa 51 Mill. Bäumen und Sträuchern, die jährlich ungefähr 800 000 t Trockenfrüchte ergeben. Unter den Produktionsgebieten steht die Levante an erster Stelle, dann folgen Nordspanien, Katalonien, Aragon, An⸗ dalusien, die Balearischen Inseln und Zentralspanien. Die spa⸗ nischen Trockenfruchtporduzenten und Exporteure machen gegen⸗ wärtig eine schwere Krisenzeit durch, weil der Export der be⸗ deutendsten Trockenfrüchte, Mandeln und Faselnüsse, fast völli ausgefallen ist. Spanien erzeugt jährlich etwa 25 000 t Mandel⸗ kerne und 11 000 t Haselnußkerne, von denen das Inland nur den dritten Teil verbrauchen-kann. e““

9„

mittelte Notschrei der Baumwollfabrikanten von Lancashire 256 8

Chinesische Nationalregierung schafft sich eine Zentral⸗ (Noten⸗) Bank

Nanking, 4. Juni. Die nationalchinesische Regierung plant, die chinesische Zentral⸗Reservebank in China zum großen Kontroll⸗ organ in China werden zu lassen. Die Bantk wird künftig nur noch Anleihen an Kommunen und nicht mehr an Privatleute aus⸗ geben und auf diese Weise zur reinen Notenhank werden. Da⸗ durch soll die Zentral⸗Reservebank zur Zentralbank der national⸗ chinesischen Regierung werden. Der japanische Berater dieser Bank erklärte E“ daß die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Nord⸗ und Mittelchina in letzter Zeit entschieden enger geworden seien; das starre Warenaustauschsystem solle aufgelockert werden, so daß nicht nur auf den reinen Geldwert, sondern auch auf die Güter Rücksicht genommen werden könne. So würden Spinnereien und andere Industriezweige gefördert werden, um mehr Artikel des täglichen Gebrauchs herstellen zu können.

Die Elektrolytkupfernotierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich laut Berliner Meldung des „D. N. B.“* am 5. Juni auf 74,00 Rℳ (am 4. Juni auf 74,00 Rℳ) für 100 k

Berichte von auswärtigen Devifenmärkten

Prag, 4. Juni. (D. N. B.) Amsterdam 13,27 G., 13,27 B.,

Zürich 578,90 G., 580,10 B., Oslo 567,60 G., 568,80 B., Kopen⸗ hagen 521,50 G., 522,50 B., London 98,90 G., 99,10 B., Madrid

235,65 G., 236,05 B., Mailand 131,40 G., 131,60 B., New York 24,98 G., 25,02 B., Paris 49,95 G., 50,05 B., Stockholm 594,60 G., 595,80 B., Brüssel 399,60 G., 400,40 B., Belgrad 49,95, 50,05 B., Agram 49,95, 50,05 B., Sofia 30,47 G., 30,53 B., Athen 16,68 G., 16,72 B.

Budapest, 4. Juni. (D. N. B.) Alles in Pengö. Amsterdam 180,73 ½, Berlin 136,20, Bukarest 2,78 1½, Helsinki 6,90, London —,—. Mailand 17,77, New York —,—, Paris 6,81, Prag 13,62, Preßburg 11,71, Sofia 4,15 ½, Zagreb 6,81, Zürich 80,20.

London, 4. Juni. (D. N. B.) New York 4,02 ½ 4,03 ½¼ Paris —,—, Berlin —,— Spanien (offiz.) 40,50, Montreal 4,43 4,47, Amsterdam —,—, Brüssel —,—, Italien (Freiv.) —,—, Schweiz 17,30 17,40, Kopenhagen (Freiv.) —,—, S. 16,85 16,95, Oslo —,—, Buenos Aires (offiz.)

Rio 83,64 6, Schanghai Tschungking⸗Dollar —,—.

Amsterdam, 4. Juni. (D. N. B.) [12.00 Uhr; holl. 8

[Amtlich.] Berlin —,—, London —,—, New York —,—, —,—, Brüssel 30,11 30,17, Schweiz 43,63 43,71, —,—, Italien (Clearing) —,—, Madrid —,—, Oslo

Kopenhagen —,—, Stockholm 44,81 44,90, Prag —,—.

Zürich, 4. Juni. (D. N. B.) s11.40 Uhr.] Paris 4,75, London 17,30, New York 4,31, Brüssel 69,25 B., Mailand 22,67 ½ B., Madrid 39,75 B., Holland 229 % B., Berlin 172,55, Lissabon 17,79, S'ock olm 102,63 ¾, Oslõ 98,62 ½ B., Kopenhagen 90,37 ½ B., Sofia 5,37½ B., Prag 17,30, Budapest 104,50 B., Zagreh 8,75, Athen —,—, Istanbul 3,50 B., Bukarest 2,37 ½ B., Helsinki 8,77 ½ B., Buenos Aires 99,50, Japan 101,00, Rio 22,50 B.

Kopenhagen, 4. Juni. (D. N. B.) London 19,34, New York 4,79, Berlin 191,80, Paris 10,85, Antwerpen 76,80, 111,25, Rom 25,35, Amsterdam 254,70, Stockholm 114,15, Osl 109,00, Helsinki 9,83, Prag —,—, Madrid —,—. Alles Briefkurse,

Stockholm, 4. Juni. (D. N. B.) London 16,85 G. 16,95 B., Berlin 167,50 G., 168,50 B., Paris —,— G., 9,00 B. Brüssel —,— G., 67,50 B., Schweiz. Plätze 97,00 G., 97,80 B.) Amsterdam —,— G., 223,50 B., Kopenhagen 87,60 G., 87,90 B. Oslo 95,35 G., 95,65 B., Washington 4,15 G., 4,20 B., Helsintl 8,35 G., 8,59 B., Rom 22,00 G., 22,20 B., Prag —,—, Madribd —,—, Kanada 3,75 G., 3,82 B., Lissabon —,— G., 17,75 B., Buenos Aires 97,00 G., 100,00 B.

Oslo, 4. Juni. (D. N. B.) London —,— G., Berlin 175,25 G., 176,75 B., Paris —,— G., 10,00 B., —,— G., 440 B., Amsterdam —,— G., 235 B., Zürich 101,50 G., 103,00 B., Helsinki 8,70 G., 9,20 B., Anktwerpen —,— G., 71,50 B.; Stockholm 104,55 G., 105,10 B., Kopenhagen 91,75 G., 92,25 B.; Rom 22,20 G., 23,20 B.

17,75 B. New Yor

London, 4. Juni. (D. N. B.) Silber Barren prompt

23,50, Silber auf Lieferung Barren 23,50, Gold 168,—.

4. Oessentliche Zustellungen, 2. Zwangsversteigerungen. 8. Verlust⸗ und Funnbsachen,

1. Untersuchungs“ und Strafsachen. 3. Aufgebote, .

6. Auskosung usfw. von Wertpapieren,

10. Gesellschaften m. b. H., 11. Genossenschaften,

8. Aommanbitgesellschaften auf Aktien. 12. Offene Handels⸗ und

7. Aktiengesellschaften, 9. Deutsche Kolonialgesellschaften,

13. Unfall⸗ und vnvalidenversicherungen, 14. Deutsche Reschsbantk und Bankauswetse, ommanditgesellschaften, 15. Verschiebene Betanntmachungen.

3. Aufgebote

18936] Aufgebot. Die verehelichte Maurermeister Frau Katharina Fust, geb. Breuer, in Glei

melden und die Urkunde

Rechtsanwalt Joachimski in Gleiwitz, Amtsgericht Gleiwitz, 27.

9 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge⸗ richt, Zimmer Nr. 230, anberaumten Ausgebotstermine seine Rechte

gefordert, diese Rechte bis zum (604,47 ZlI.; 2. 16. August 1943, 10 Uhr vorrr., sin Abt. III un

anzu⸗ bei dem unterzeichneten

widrigenfalls die Kraftloserklärung der Feststellung erfolgen wird, daß ein an⸗ 3. auf Sta⸗ witz, Boskampstr. 3, vertreten durch den Urkunde erfolgen wird. 3. F. 1/⁄43. derer Erbe als das Land Preußen nicht Abt. III unter Nr. 5 und 6 für 1251 Mark, aufgewertet auf 302,86 Zl., und 912,73 ZI.; 10. auf Zeisgendorf Blat 1943. 500 Mark, aufgewertet auf 82,86 Zl.; Nr.

Mai 1943. vorhanden ist.

Wilhelmstraße 44, hat das Aufgebot des

Teilhypothekeubriefes über die auf 88937] Beschluß. dem Grundstück Blatt 501 Gleiwitz Am 25. Oktober 1939 wehnhaft

chaft m. b. H. eingetragene Darlehns⸗ mann Hugo Katranski. Katranski

Der Inhaber der Urkunde wird auf⸗benen Hugo

gesordert, spätestens in dem auf den haben, werden diejenigen, welchen Erb⸗ vormittags rechte an dem Nachlaß zustehen, anf⸗für 2248.

28. Dezember 1943,

8 86

gewesen in

ypothek von 10 000,— 60.ℳ beantragt. Erben die Erbschaft nach dem verstor⸗ Staat im ausgeschlagen Hypotheken, und zwar: 1. aunf Stangen⸗

Amtsgericht Rastenburg, 31. 5.

4. auf Stange verstarb in 1[8935] bbi N 2 Durch Ausschlußurteil vom 28. Mai wertet auf 51

a sämtliche folgende für den ehemaligen polnischen für ꝑ2900 Grundbuche eingetragene 586,65 ZI1.; 6.

berg Blatt 11 in Abt. III unter Nr. 3 Mark,

auf Stangenberg Blatt 10 / Nr. 1 für 2920 Mark, aufgewertet au iter Nr. 2 für 1355 Mark, 624,24 ZI.; 8. auf Zeisgendorf Blatt 1

Gericht zur aufgewertet auf 328,04 Z1., zur Mithaft in Abt. III unter Nr. 1 für 3260 Mar vorzulegen, Anmeldung zu bringen, andernfalls die sübertragen nach Stangenberg Blatt 65; aufgewertet auf 667,21 ZI.; 9. au

ngenberg Blatt 12 in Zeisgendorf Blatt 147 in Abt. III dag

Nr. 1 für 3600 Mark, aufgewertet au 150 in Abt. III unter Nr. 1 füꝛ nberg Blatt 17 in Abt. 111 3400 Mark, aufgewertet auf 891,39 21. für 2464,67 Mark, aufge⸗ 11. auf Zeisgendorf Blatt 154 t 5,24 Zl.; 5. auf Stangen⸗ Abt. III unter Nr. 1 für 2800 Mark

1943 sind die Hypothekenbriefe über berg Blatt 20 in Abt. III unter Nr. 2 aufgewertet auf 794,18 zZt.; 12. au Mark,

Blatt 155 in Abt. II für 2050 Mark, aufg

aufgewertet auf Zeisgendorf auf Zeisgendorf Blatt 118 unter Nr. 1

in Abt. III unter Nr. 1 für 1077 Mark, wertet auf 537,53 Z1.; 18. auf Zeisg [aufgewertet auf 227,19 21.; aufgewertet pauf Zeisgendorf Blatt 143 in Abt. III unter

7. auf gendorf Blart 171 in Abt. III Nr. 1 für 2760 Mark, aufgewertet au