1825 / 30 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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angegeben worden, daß man ihr Vaterland den Eng- ländern überliefert und dieser, einem fremden Glauben angehörenden Macht geitattet habe, sich in alle ivneren Angelegenheiten zu mischen, au<h Geld gegen - große Zinsen von ihnen angenommen habe, während Warwaki sich schriftli anheischig gemacht, dieselben Summen zu verschaffen. Den neuesten Nachrichten aus dem Pe- loponnes zufolge hatte (wie das obgenannte Blatr weiter meldet) Colocotroni sih nach der erlittenen Nie- derlage, nach dem Gebirge Arfa zurückgezogen und dort, von allen seinen Truppen verlassen, in der verzweifelten Lage, folgendes Schreiben an die griechische Regierung gerichtet: „Jch hatte die Sache, weiche ich vertheidigte, für die Beste gehalten und stand in der Meinung , in- dem ich fúr sie foht, meinem Vaterlande zu dienen und die Beschlüsse des Himmels auszuführen; der unglückselige Tod meiner beiden Söhne beweist mir hinlänglich den Irrthum, welchem ih mich hingegeben hatte. Jch bitte die Regierung, in mir nur einen wahren Patrioten, der durch die Liebe zu seinem Vaterlande irre geleitet worden, zu erkennen, und mir zu gestatten, daß ich in das Verhältniß eines unterwürfigen und treuen Bürgers zurückkehrez; wobei ih s{<wöre, daß ih meine Anstren- gungen und Mittel für die Einigkeit und Wohlfahrt meines Vaterlands vereinigen werde, wie meine heiße- sten Wünsche demselben jederzeit angehört haben.“ Die Antwort des griechischen Senats war noch uicht befannt. Man versicherte zu Napoli di Romania, daß bei dem Zusammentreffen der griechischen und tür- fishen Flotten vor Candia Jbrahimu Paschas Schi} verbrannt worden seyn wütde, wenn nicht 27 Cassioten, die sich an dessen Bord befanden, mit eben so viel Muth als Geschick es gerettet hätten. Ein jeder von ihnen hat zur Belohnung tausend Piaster und Rückgabe aller ihrer Gúter auf der Jusel Cassos nebst Besreiung von Abgaben auf ewige Zeiten erhalten.

Spanien. Der Moniteur meldet aus Madrid vom 15. Jan. Die Regierung hat neuerdinzs ein Beispiel von Gerechtigkeit gegeben, indem sie befohlen hat, daß die Königl. Freiwilligen von Grenada, Sicher- heitsfarten, als Bürger, nehmen sollen. Sie hatten geglaubt, si<h dieser allgemeinen Vorschrift, welche die Regierung im Interesse der öffentlichen Ruhe zu erthei- len fúr nôthig erachtete, entziehen zu dürfen. Jn Zeiten, wo die Unruhen nahe lagen, hat Frankreich sters diese

Faßregel für gut erfannt, indem dadurch die Autori- tät in den Stand geseßt wird, s<nell Jemandes Per- sônlichfeit festzustellen.

Der neue Studienplan ist zu Grenada und Sarra- gossa ausgeführt worden. Eine religieuse Feier machte die Einleitung zu dieser Reform, durch welche die Er- a eine mehr monarchishe Richtung bekommen wird.

Kein Tag vergeht, ohne daß Judividuen hier ein- gebracht werden, die das Schre>en der Reisenden wa- renz man macht ihnen gehörig den Prozeß. Noch geftern wurden fünf dergleichen Subjekte gehenkt.

= Aus Madríd .vom- 20. Jan. meldet die Etoile: Der König fähre fort d.n Prinzen Maximilian von Sachsen in alle öffentliche Anstalten zu bealeiten, Ju den leßtverwichenen Tagen haben Se. Maj. mit J. K. H. die königliche Bibliothek, das Zeughaus und die Tapeten - Manufaktur besucht.

In Betreff des hohen Alters des D. Jgnaz Mar- tinez de Villela und der Menge von Unterschriften, welche derselbe in seiner doppelten Eigenschaft, als Prä- sident des Conseils und der Camara, täglich zu erthei- len hat, haben Se. Maj. denselben authorisirt, ganz einfach in folgender Weise zu zeihunen: J. M. de Vil- lelaz es sei denn, daß eine Ausfertigung von Sr. Maj. hôchstselbst unterzeichnet worden.

Spanisches Amerifa. Die Etoile theilt q der Madrider Zeitung folgendes mit: Unsere Nachri} cten aus Mexico gehen bis zum 2. Nov. Zu der fuhren die sogenannten Republikaner fort sich unter ej} ander zu zerfleischen. baeco und Yucatan, Havannah unterhalten, geschlagen worden.

Wuth ausläßt.

Callac vom 17. Septbr. erhalten ; befrietigendem Juhalt. Die erfolgte Vereinigung d} Viceködnigs und des Generals Canterac und das qy

aus Lima, um dem Rebellen Bolivar, der durch Can

worden, in die Flanke zu fallen ; alles verhieß den fj General Ramirez hatte kurz vorher den Jusurgenty 360 Gefangene, Waffen, Pferde 2c. abgenommen.

In Chili ist die Gährung so stark, daß fein Jah vergehen fann, ohue daß eine Reaction erfolge.

Die treuen Royalisten in der sogenannten Rep blif Columbia haben das Beispiel der unbezwingliha Guerillas in- Spauien, die dem Buonaparteschen Heu so viel Schaden zufügten, Befehlen von Cisneros und Ramirez ‘Partei - Korps 0 gauisirt, welche bis zu den Mauern von Car

ausgehoben, welches gegen die Columbier mar]chiert. Man sieht daraus, sagt die Zeitung von Madrid, wi sehr man Ursache hat, gegen die lügenhaften Beri gewisser öffentlicher Blätter mißtrauish zu sein, M Zweck ist: leichtgläubige und schwache Geister zu hen, und ihnen Vertrauen in die Festigkeit der repu blifkanischen Anleihen einzuflöôßen.

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Bonn, 27, Januar. Folgendes ist die Zusammw stellung der Summen, die im jeßt verflossenen Jaht auf die Kommunal: Schulden des Kreises Bonn abge

tragen wurden: ¿ Thlr. Sgr. 1

in der Stadt Bonn («a U A - Bürgermeisterei Godesberg 3602 0 / U 147 é Oedekoven 822 Poppelsdorf $230 5 S echtem 241 ; B a « 288 s Bilip c O04 s WPaldorf - 320

im Ganzen also die bedeutende Sun1- me von . . . + . . _ 3038L 19 9

Das Geseß vom 7. März 1822 úber die Komunal schulden der Preußischen Rheinprovinzen, linker Rhein seite, ist nun im ganzen Kreise Bonn, zur Ausführung gebracht; alle Tilgungspläne sind vollendet, und von

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ren mit Vertrauen ihrer Befriedigung, in den beduw

genen Terminen, entgegen sehen können.

Breslau. Die Gemeinde Groß- Mertinau Treb nißer Kreises , evangeli]he Schulhaus daselbst sehr zweckmäßig verän dert, und die vereinigte Schulgemeinde mit vieler Be reitwilligfeit und mit einem namhaften Kostenaufwande eine besondere Wohnstube nebst Kammer für den Lehre!

Sie sind in den Provinzen Wf j welche Handelsverhältnisse nf auf vier jährlich heilige Messen 60 fl. hinterlassen.

Von der Terra firma erfährt man ebenfalls, ul

die blutigste Anarchie zu Guatimala und Chiapa ij} | D, E ‘aerfranfenhaus zum Theil entstanden legte die Ver-

Die Regierung hat neuerdings Depeschen q} sie sind von hö}

16. statt gehabte Ausrúcken ciner Kolonne Kavalle

rac’s ge]hi>te Manoeuvres in diese Stellung gelo(} ( i j tigen Versammlung beiwohnten, erfreut, Über das Re-

niglichen Waffen einen vollständigen Triumph. A

männliche ungehei!t nachgeahmt und unter du

Schrecken verbreiten. Die Pastufos haben ein Kot}

der Königl. Regierung bestätigt, so daß die Kredit F

hat das baufällige und ungeräumig!

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aufgebaut, eine ganz neue Stallung aufgeführt, die Schulstube erhdöhet und mit neuen Fenstern und Dielen

\ versehen.

Der zu Eckfersdorf verstorbene Pfarrer Bienert hat îr arme Kranfe daselbst 100 Fl. und der Pfarrkirche

Elberfeld vom 29, Jan. In der heutigen Sißung der Glieder des im Jahr 1816 gegründeten Korn: Ver- eins, aus dessen erübrigtem Fond einstens unser Bür:

B itung ihren zweiten Bericht und ihre Rechnung ab. Wir theilen aus diesen einige Auszüge mit, indem

der ganze Bericht gedruckt werden soll. H Wenn die Verwaltung dieser Anstalt mit vielen

Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, wie dies bei allen

&ystituten, die ins Leben treten, der Fall ist, und dieses

Fustituten, die ins Leden treten, F

auch hier obwaltete, so wurden doch alle, die der heu-

sultat, was bisher sich darstellte. Es fanden bis zum 31, Dez. 1824: 235 männe liche und 13 weibliche Kranfe, also in allem 251 eine Aufnahme in dem Búrger-Kranfkenhause. Von diejen snd genesen 197 männliche und 11 weibliche, und 7 entlassen; 18 männlihe und 2 weibliche Kranke starben, und 16 blieben no<h zur Ver- bflegung und Heilung in der Austalt.

| Die Zahl der Gestorbenen zu den Genesenden, war daher sehr vortheilhaft in Bezug gegen andere ähnliche Anstalten.

Von den hiesigen Handwerksgesellen wurden 214 ind von hiesigen Bürgern 26 Kranke aufgenommen ; ) selbststándige Bürger suchten für sich die Aufnahme ind fanden sie asle, gegen Bezahlung des wöchentlichen betrages von 3# Rthlr. berg.

Zu dem für Dienstboten eröffneten Abonnement

wurde nicht so allgemein beigetragen , wie man es wúnshte; es wurde dieses nur für 170 Mágde und 12 Knechte angewandt. Vier derselben benußten die Ge- legenheit, diese gefährlichen, mit dem Nervensieber be- fallenen Kranken aus ihren Wohnungen zu entfernen. Ì An baarem Gelde waren im Laufe des Jahres 1824 N25 Thlr. Preuß. Cour. der Verwaltung geschenkt, die ium Besten der Anstalt in die Städtische Sparkasse hiedergelegt sind.

Eben so erfreulich sind die Geschenke, bilien geschehen sind.

Das Verwaltunçespersonal, in den Herren D. 2. jon Carnap, Carl Hecker, Chr. Hackenberg und Dr. Guerard jun., sodann in dem Vorsißer derselben, Ober- jirgermeister Brüning wurden aufs Neue erwählt, nd diesem ferner no<h die Hrn. Eduard v. Carnap, Friedr, Wilh. Klier, Carl Siebel und Peter Kohl jun., b wie der Schneidermeister Hr. Matthias Forrer, durch jie nämliche Wahl als Mitglieder der künftigen Ver- haltung zugesellt.

die in Mo-

Vermaliger Zustand des Schulwesens im NRe- gierungs: Bezirke Pojen,

A. Hôheres Schulwesen.

I, Gymauasien.

“1, Das Gymnasium zu Posen, erwartet in dem

use des Jahres eine Reorganijation, und dadurch eíne

stellung der bisherigen Mängel. Für jeßt wird der Unterricht von den vorhandenen

hrern na<h einem interimistischen Lehrplan ertheilt,

é nach der Anfunst der neu anzustellenden Lehrer die

i Sr. Maj. genehmigte Einrichtung ins Leben treten

d. Eine Abnahme der Frequenz ist nicht bemerkt

worden, und es befinden sich gegenwärtig in der An- stalt 317 Schúler.

2. Bei dem Gymnasio zu’ Lissa hat die Anstellung des Konsistorialraths Dr. v. Stephasius als Direftor einen sichtbar vortheilhaften Einfluß gehabt. Wenn gleich bei der musterhaften Harmonie der Lehrer, der nunmehr emerirre Direktor, ungeachtet seines hohen Alters, das Ganze mit Ordnung zu leiten wußte, so ist doch durch den Eintritt des jelzigen Direktors, dieses ge- lehrten Schulmannes, mehr Einheit in die Verwaltung des Aeußern gebracht, und ein regeres Leben in wissen- schaftlicher Hinsicht durch eine zweckmäßige Vertheilung der Lehrgegeustände und eine sorgfä!tigere Abstufung derselben nah den verschiedenen Klassen hervorgerufen worden. Unter Mitwirkung des Präses des Schulepho- rats, Fürsten Ordinat v. Sulkowsfi, der das Wohl der Anstalt mit eigener Aufopferung krästig zu fördern fort- fährt, ist die Einrichtung getroffen, daß jedem Lehrer eine bestimmte Anzahl von den Schülern, welche bei den Einwohnern des Orts in Kost und Pflege unter- gebracht find, zur besondern Aufsicht anvertraut worden sind, eine Eiurichtung, deren wohlthätig2 Folgen nicht îu verfennen, und durh die Erfahrung bereits bewährt sind. Vorzúglich dadurch hat die Anstalt bei den Cin- sassen des Departements ein solches Zutrauen gewon- ien, daß die Zahl der Schüler von 236, welche im v. J. das Gymnasium besuchten, jeßt bis auf 390 ans gewachsen ist, und mehrere, die sich nach der zu Mi- haeli d. J. statt gefundenen Prüfung zur Aufaahme meldeten, wegen Mangel an Raum in den Klassen die Aufnahme versagt werden mußte. Eine Erweiterung der Aostalt erscheint demuach nothwendig, weshalb von dem Provinzial - Konsistorio bereits vorläufige Einlei- tungen getroffen worden.

IL, Bürgerschulen.

Die aus den 3 untern Klassen im hiesigen Gytm- nasio gebildete hôdhere polnische Stadtschule ist mit dem Anfange des verflossenen Jahres von dem Gymnasio gänzlich getrennt, und ihrer Bestimmung gemäß voll- ständig eingerichtet worden. Vorläufig befindet sie sich noch in dem Gymnasial- Gebäude, indessen wird die Einrichtung des von Sr. Majestät derselven huldreichsk úberwiesenen Lokals in dem hiesigen Theresten- Nonnen- floster möglichst betrieben, damit das Gymnasial - Ge- bäude sofort geráumt werden kann, sobald die neue Ein- richtung des Gymuasiums es nôthig machen wird. Es ist zu erwarten, daß diese Anstalcr unter der Lettung des eben so einsihtsvollen als thätigen Rektors Reid ihrem Zwecke Bildung des fünfcigen Bürgers und Vorbildung solcher jungen Leute, welche in der Folge höhere Lehranstalten bejuchen wollen, bald vollkommen entsprechen dürste, wenn nur erst die nunmehr einge- richteten Elementarschulen für diese Anstalr besser vors bereitete Schüler liefern werden. E

Die übrigen Stadtschulen, dann die Kreisschule zu Fraustadt, die Stadtschule zu Bojanowo/, Rawicz, Schmiegel, Greeß, Wollstein und Schwerin haben in ihrer Einrichtung keine Veränderungen erlitten und jede dersclben wirkt nach Vermögen fúr die zweckmäßige Bil- dung der ihr anvertrauten Jugend aus eine erfreuliche Weise.

Jn Zduny existirte bishe von einer Klasse, eine evange 3 Klassen. Nach dem Abgang des im storbenen Rectors Rotenbauch" it bie eue S in dem Gymnasio zu Lissa und in dem hiesigen d Ly {ehrer-Seminario gebildeten bisherigen Lehrer E S zu Bojanowa besebt, und dadurch die Einrichtung E lich gemacht worden, daß aunmehr in den A Klassen der Elementar-Unterricht vollendet, und dle Ms oberste Klasse fúr die weitere Bildung der E stimmt werden kann. Das neue massive schr zwec maßig

r, neben der fatholischen lische Elementarschule von hohen Alter ver- Stelle mit dem

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