1917 / 162 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

¡ bon 1996 1ök, s bio —,—, Canadian Pacific 83, N i

of Mexito 6, Penmylvarta —,—-, Southern Paci nal Viailwayg Pacific —,—, United States Steel Corporation 133, ' y Union

44 %/0 Russen von 1909 662

mt autdiüL iger s>r itliZ-r G-nebmigung ibres L HrEertn die Aus Erie s,

meldung beim B ziuföf mmando andinzer. Aunge Lufc, die des 17. Lebentj:6r üb rschrinten ba*en oer biz Otrober elashlteßlih voll-nzcn, múfs n entweder seltst oder durch das zuständtze Bezirki- ommando die G-nebmigung des fiellvertretenden Gt:nerallor.mandos des fúr sie zusiêöudigen Ärm-ekorps etuhoier. (W. T. &.)

S 81 s e inr Ei ic ybeih: Furg für ein S eive Beißil'e naŸ ARO ! L N: L erh t worden und wird das Sch. dem Eize! - E S iur Bau g geftellt, so ist er v-rpfli&tet das zurü2?- ene S dem Reihe zu fübereignea. Von dr Uebereiznung Bui h ges: hen weròen, wenn ter Gigentömer sh ve:pflidtet, die Fndè sür die Sr'agbes&taffuag gewährten Beihilfen vom Toge der Els c O ia R R vi Sitdos D ne fünf vom Hundert A ¡ues vid in angemefsenen Teilbeträgen nah näherer Vest npung des Reich?kanzlers jurüd>inablen. E g D e LlE Ge Zufeivng eines Schiffes, zu dessen Beschaffung ene Beibilfe vo< $ 1 Ats. 1 Nr. 1 gewäbrt worden tf, darf an es în“er bor Abiauf von jebn Jahren nach der Infahrtf. Burg nur Mi a ea des V-idsfaulers erfolgen. Das gletche gil: túr ld * A gSractverträge ¿ur Ve'ôörterung von Gütern, die über Es Stifte im ganzen oter einn verbälini\smäßig-n Teil oder f nen d immt bezeihneien Rarm des SHiffes mit Ausländern 8 nes ofen werden. „Der Netcbokanz!er kann die G-nebtnigung 93 cfonte.e haven abtärgig moadtn, daß die für das Scifff zur J Tilgung gefteliten Neidêmiit-l zurü>erstattet werden. Wer im S oder im Audlard ein Vertr feeruna8zes{äft oder einen Miet- e OraGlvertrag cbre die rah Abts. 1 erforderiie Senehmigung ey ie, wird mit Sefängnis bs zu drei Jahren und mit Geld- Cal “las E E Mart Pu mit Met E Strafen 12a, ofern niht nah anderen Strafgefe öhere Sir derwirkt ist. Der Versuch ift strafbar. nee L 9 3. Der Reichscutshuß (8 4) besteht aus sied-n Mitgliedern t Le ensoviel Stellvertretern. Von den Mitgliedern und jtellzer- He enden M taliedein muß je eines die Befähigung zum Richteramt

R pin böberen Verwalturgsdienste besigen. Vuf Vor)\chlag des eds anilers eroennt der Bundesiet die M:halieter und Stell-

Mi O bestimmt den Verßyenten und dessen Vertreter. Zur Ou Tähigfeit 1st die Anwesenheit von mindestens fürf Mitgliedern

ersorde: L, vnter denen sih mindestens ein Mitglied befi-den muß,

Dis vie Beiähigung pm FR-hieramt oder zum böberea Verwaltungs-

D enl: befig Die BeiSlüsse des Ausschuss: s werden mit Stimmen-

H brheit gefaßt. Gei S!iwmenglkeihheit ents$eitcet die Sttmme des

Zl sigen! E Dte Véitglieder sit2:men nach ihrer freien Ueberzeugung.

S UnesHuß anr die Augen\{eingeinnahme beichlteßen, Zevgen und Sachverständige au efdii vernebmer, eidesfta!tiiwe Ve:\ict;erungen ab-

Cv, ¡Wcistlide Gutachten ertoriern, Aus'<!ußfrtten für die An-

ns und die Beg ü dung der Ertráge au! Beihilfe beiiimmen,

Der Aut sus fanu mi! den E: bebuvgen ein I?tolied des Lus1æ usses

b: cuttre gen, Di- Gericht8- und Vena tung9bebt ö. den hab-n inrer-

balb ibrer Zusiän' lafeit bem suchen des Qneschusses cter )eines

E m Ni:chtekilfe zu Ae soroeit ni<t besondere

erte Beitimmiungon erfzegerstber, Zur Ur .tersiüßuvng de3 Au9-

ues fen der Reiche farzier ditli<he R An Eta, tine die im Af, 3 rvo gelebrnen Befugnisse gleihtalls zustehen.

e, D D Das Voisabren bor dem NReihsautichuß ist koirer- und a:Püdrer èret, Die in dem Verfahren er.tstan-ecen baren A-slagen

Dônaèn dem Tnt19gsteler ganz oder teilwe;se zur Last gelegt werden,

E fie E A Lon hs geriteliten unbe;: ündeter: Antrag ver-

urjo vorten ftnd. as giethe gilt 5 Beifahren ver de

betliSen Borpräfung8tellen giethe gilt für daz Vei fahren vor den S 10. e bei dem Verfabren beteiiigien Personen sind zur

Geheim baltung der Verhand!ungen und A Rit

celangten Berbältnifse der Antragsteller verpflichten. Wer dicser

Brischrift pnbefugt ¡zuwiderbandelt, wird mit Geldstrafe bis zu ein-

tauscndfünfbund-rt Mark oder mtt G-fängris bis zu brei Monaten

besiraft, Die Verfolgvng tuitt wur auf Antraa des Verlezt-n ein.

Ä 5 11. Der Bunk e:rat kann vähere Bestimmungen úber das

Verfohren bor dem Res>aus'<Guß und sonst ge Bestimmurgen zur

Aus übtunz diess Ges: ges erlafler, insbesoudere Schätungs8arundsäze

für bie Bemessung der Beihilten aufltellen. Scweit der Bundesrat

Baltimore and

Erste Beilage

Sn 1 Made M L R I zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger. 1917.

Kciegsanle:hz 872. Yaris, 9, Iult. (W. T. B.) 9 9/6 T 88,40, 3 2/ Fcaniösishe Rente 60,30, 4 9% Saransisde i E doe Le ml 0308, Bua Aua P 2 $96 483 00, a Türke unit, 63,66, Suez N Tinto 1731. j Kanal 7 Rio Amierdam, 10. Juli. (W. T. B.) Gedr ' Zirlix 33,85, 2Wehfel auf Wien 21,50, id:cbie: Zu See uf Wiel auf Eopentagen 7080, Weragfe! auf Stot hol, 200, Wreiel auf iw York 250,00, Wechiel auf Londor 112% Wechjel auf Parte 42,40. 9 9% Wtederländishe Staats S, 101/16, bf, 3% Nudertäd. W, S, 738, Königl. Niedres Petroicum 531, Holiand-Amerika-Lpte 3484, Niederländ Jrind, Oandeïsbar? 212, Atciscn, Topeka u. Santa Fs 100 R Island ®%6. Southeru Pacific 927/16, South-rr: Ratsway —, y Pactfic 1397, Anaconda 167, fntted Stat28 Steel Cory. Lf Franz - Eoglisde Arleite —,—, Hamburg-Amerika-Linie lu,

7d, New York, 9. Jul. (SYluß.z (W. T. B) Fs Beginn der neues Woche zeigte fi an der Fondbörie” tei 2d ju Uegsa= keit, die gesamt:-n Umiäge beli-fen st< nur auf 519 000 GteE Die Hrundstimmung war anfangs s{<roa< fet durhweg niedri, d. Kursen. Im weiteren Verlaufe traten weilere Rücgänae e die auf die politi<hen Nachrichten aus Wainington gurüdzu!ühtes warcn. Dec@ungen gelang es um dte Mittagt stunde, eine Erhol M herbeizusübren, die ahec rur vorübergehender Natur war. qud S@&luß wurde das Angebot wieder re>t tringend, fo daß M Kurse namentli® am Jadustrieaktiermarkie erhebl:< niedriger fte[li f Tendenz für Seid: N:minell. Geld auf 24 Stunden Durchschnitts: rate 2, Geld auf 24 Stunden lepßtes Darlehen 24, WeWel auf London (60 Lage) 4,72,00, Cable Transfers 4,76,45, We fel N Paris auf Sicht 5,74,00, Wechsei auf Berlin auf Sicht u Silber Builion 784, 3 9/9 No: thern Pacific Bonds 622, 40% Na Staat. Bonds 1925 105, Atchison Topeka u. Sarta Fs 100 Baltimore, and Ohio 704, Canadian Pacific 1588, Chesepeale y Dhio 59, Chicago, Zeilwaukee u. St. Paul 682, Denver u, Rie Grande 67, Illinois Central 1034, Louisville u. Nashville 15 New York (Central 88er, Norfolk u. Western 1204, Pennsylvania 514, I H ar S n f e s 1344, Anaconda ‘opper Mining 787, United Stat:8 Ste ' vin s g 787 e Gorporation 1243, do,

Rio de Janeiro, 6. Juli. (W. T. B.

L. ndon 133. (R A B A

Wanne, 10. Juli. (W. T. B.) Af dem SŒœa>t „Pluto® der Zeh- „Wi)helmn“ tand gesten obeund eine Gruven:rxpiostion ee Mehrere Bergleute sird cetötet und eine Arzahl verleßt wor den.

Anl ere Ane

g 162.

Parlamentsberi<ht.

Dentscher Reichstag. 13, Sipung vom Montag, 9. Juli 1917, Nachmittags 3 Uhr. Nachtrag.

Die Rede des Staatssekretärs des Jnnern, Staatsministers r. Helfferich, die gestern wegen R Eingangs des inogramms nit veröffentlicht werden konnte, hat folgenden dorilaut:

Meine Herren! Ich muß mir leider versagen, dem Herrn Ab- dneten Hoc mit derselben Ausführlichkeit zu antworten, mit der die Interpellation begründet hat. Ich bin in meiner Zeit beute hränkt und bitte deshalb um Entschuldigung, wenn ich nur in ganz

einzelnen Punkte eingebe und die Beantwortung

bren Zügen auf die d T T H | 1 ; i ander Teile der Interpellation meinen Herren Mitarbeitern

L Berlin, Mittwoch, den 11. Juli

sie wird unter allen Umständen ausreicen müssen, um unserer Bi vöolkerung über den Winter hinüberzuhelfen. Daraus ergibt si ja im wesentlicen das übrige. Soweit (rspara nisse erzielt werden müssen, soweit die Produftionéförderung, die tim Zuge ift, nit ausrei<t, um dis Gesamtheit der Bedürfnisse zu deden, werden diese Ersparnisse in der Hanptsache aus der, Industris berauégeholt werden müssen, zum Teil vielleiht dur eine Tationierte Verwendung. Aker wir wollen uns keine JUusfionen machen, daß wir auch zu bärteren Mitteln werden greifen müssen. Das stebt im Zusammenhang mit der Frage der Zusammenlegung der Betriebe, der Stillegung einzelner Betriebe, über die ja auc ausführli< 1m Hauptauéscuß diskutiert worden ift. Jedenfalls, meine Herren, dirrfen Sie überzeugt fein, daß dia volle Grkenntnis der Lage und der ents<lossene Wille, dieser Lage gcredt zu werden, und zwar in einer Weise gere<t zu werden, dif auch den Hausbrand ausreicend versieht, bei allew militärischen und zivilen Stellen vorbanden ist, die mit diefer Angelegenheit be» faßt sind. Der ib möchte sagen: Generalausgleic zwischen Förderung und Bedarf ist die Grundlage für eine vernünftige Verteilung, für eine Organisation der Verteilung. Der Generalausgleich sowohl wie die Verteilung werden in erster Linie von dem Neichskom- missar für die Kohlenverteilung bearbeitet, der an- gecsihts der engen Beziehungen der Kohle zu den militärischen Zwecke dem Kriegsamt angegliedert ist, also in engster Fühlung mit dea militärischen Behörden arbeitet. Für die Organisation der Verteilung bat der Kohlenkommissar einen eingehenden Plan entworfen, der dem- nächst dem Beirat des Kohlenkommissars vorgelegt werden wird. Jch will auf Einzelheiten nicht eingehen, sondern nur erwähnen, daß die Unterverteilung in die Hänte der Kommunen gelegt werden soll, und daß die Gesichtépunkte, die der Herr Abg. Hoch vorhin erwähnt hat, zum großen Teile berüdsihtigt werden fönnen. Die Kommunen reerden, um diese Unterverteilung vornehmen zu können, mit dem Nechte der Rationierung und der Beschlagnahme ausgestattet werden, sodaß sie au imstante sein werden, in die gehamsterten Beständu einzugreifen und sie für die allgémeine Versorgung verfügbar zu maden, Ih hoffe, daß es den vereinten Bestrebungen und dem guten Willen allèr Stellen und au< dev Einsikt der Kohlenvérbraücher, auf die wir nicht verzichten können, gelingen wird, uns über die \>nweren Probleme, die hier unverkennbar vorliegen, hinwegzuhelfen.

Nun noch einige Worte zur Frage der Mietssteigerungen. Auch hier ist si< die Reichsleitung durhaus darüber klar, daß dis Verhältnisse für die Mieter, vor allen Dingen für die kleinen Mieter,

sondern an den Transportverbältnissen, über die i< im Marz d. I.

hier auéfübrlid gesproden habe, und auf die id jeßt nicht weiter eingeben will. Jedenfalls hat die Erschwerung des Transports da- mals zur Folge gehabt, daß die geförderten Koblen üterbaupt nit vollständig abtransporitert werden konnten, „daß ein erbeblicher Teil der Förderung auf die Halde gestürzt werden mußte, und daß Feier- ichten in weitem Umfange eingelegt wurden. Außerdem haben diese Schwierigkeiten eine Wirkung gehabt, die wir nit unters>bäten dürfen. Die Schwierigkeiten des Transports im lehten Winter haben bewirkt, daß die Koblenreserven, mit denen wir in den Winter hineingegangen sind, aufgebraudt worden sind; sie haben aud in der Zwischenzeit no< nicht angesammelt werden können. Das ist mit einer der Posten, die wir besonders bei der Negelung der Kohlen- frage im ‘Auge bebalten müssen.

Nun aber, meine Herren, i} inzwis>en au in diesem Glei - gewicht zwischen Produktion und Bedarf eine Aenderung eingetreten. Verkehröfragen spielen beute übechaupt nicht, oder jeßt nur infolge des niederen Wasserstandes der großen Flüsse eine besceidene NolUe. Jetzt sind wir so weit, daß die Eisenbahn im Ruhrgebiet usw. mebr Wagen zur Verfügung stellen kann, als an geförderten Kohlen ab- gefahren werden können, und was auf der Halde lag, ist auch abge- fabren. Die Verkebröfragen spielen zurzeit also nicht mehr hinein. Jett ist die Signatur der ganzen Lage, daß der Bedarf an Kohlen ein gut Stük größer ist als das, was gefördert werden fann,

Wie ift das gekommen?

Es ist in erster Linie gekommen durch die enorme Ausdehnung der Nüstungsindustrie, dur die forcierten Bauten im Laufe des leßten Winters, die jeßt im Betrieb gekommen find. Der Kohlen- bedarf ist in einem Maße gesteigert, worden, daß wir heute vor der Situation steben, daß auc die an: sid gute Förderung, die ich nannte, den Bedarf micht mehr de>t.

Hier muß also eingegriffen werden. Cs muß dafür gesorgt werden und es wird dafür gesorgt daß Förderung und Verbrauch aus- geglicen werden, und daß außerdem genügenter Spielraum für auß- reichende Neserven bleibt, die überall gebraucht werden, in der Jn- dustrie, vom Hausbrand und vor allen Dingen au von den Cisen- bahnen, die ohne eine auëreicente Reserve niht in den Winter bineingeben dürfen.

Der Ausgleich kann und muß dur<h zwei Mittel herbeigeführt werden, einmal durch die weitere Steigerung der Förderung und dann dur<h Einschränkung des Verbrauchs, wo sol<e Einschränkungen über- haupt mögli sind.

Sofia, 9. Juli. (W. T. L) Am 7. Il: fand die Gründung der Neuen Bulgarien Gesr1llicbaäft ¡zur Entwi>klung dec kulturellen und wirts<aftlihen Beziebungen zu Deutschland stait. Zaum Präsitenten wurde der Abgeordnete Ponstantin Kalishew, zu Vüepräsitenten wurden ter *2hgeordnete CHhri“o Seorgiow urd der Reltor der Universität Gor: ow ag wöhl*. Ruf Borichiag des Präfiderten Kalt ew wurten dex Minisier- prâsident Nad-8!aworw, der deuls<e Gescndte Graf ven Oberndorf und der Hôchikoranmandiererde Sch-îow zu CGérer-mitcliedern tes Práfidiums gewählt. G8 wude ein Aussuß tür Wissenschaft und Küaste und ein Wirtschaftsaui \>uß gebildet.

Handel und Gewerbe,

Ne der Wochenübersiht der Neicbsbank vom 7. Iuli 1917 betrugen (+ und im Vergleich zur Vorwoche):

Aktiva. 1917 1918s fb M

Metallbestand). .| 2527 134 000 | 2495 605 000 | 2435 811 000

(+ 6 040 000) (— 1 177 000) (+ 1 467 000)

darunter Sold . ( 2457 M 000) ( 2 465 n 494 | 2390 931 000

+ 614 000) (+ 0) (+ 83321 000

Reichs: u. Darlehns- h / raflensheine :

Noten and. Banken

443 858 000 336 621 000 | 251 071 000 6 409 000)|(—292 659 000) (— 256 861 009) 147 009 9 631 000 22 324 000 Wechsel, SFed>8 u. distontiertzNeid6s s@agzanwweisungen .

herlasse. E N i Mas zunächst Db stt und Gemüse anlangt, so verkennt die

bidéleitung durcaus nicht die s>were Situation, die hier besteht. Gründe für diese s><were Situation liegen ja auf der Hand. ‘ingel der Verteilung, Mängel der Organisation mögen in einem pissen Umfang mitspielen; die Hauptursache ist aber eine solche, über , wir keine Macht haben, das ist die große Dürre (Sehr richtiz! 48) im Laufe der leßten Wodwen, die bewirkt bat, daß troß der hn außerordentli starken Ausdehnung des Anbaues von Gemüsen, 1 die sih das Kriegsernährungsamt wirklich große Verdienste er- ben bat, die Sommergemüseernte sehr viel s{hle<ter ausfällt, als end jemand erwartet hat. Jch darf es dem Herrn Präsidenten des jegsernährungsamts überlassen, im einzelnen auf diese Dinge und auf : von der Obst- und Gemüsestelle und von der Reichsleitung ge- offenen Maßnahmen einzugeben.

Jh wende mich also gleich zu der Kohlenfrage.

Daß auch die niht ganz leichte Situation auf dem Gebiete der „blenversordung dem Herrn Reichskanzler bekannt ist, weiß der Herr dgeordnete Hoch aus den eingehenden Verhandlungen, die darüber in der \udgetkommission stattgefunden haben. Ich habe dort in ausführlichen alegungen im einzelnen geschildert, wie si< Förderung und Bedarf ¡der Koble im Laufe des Krieges entrwidelt baben, und wieweit die brfehr6verhältnisse hineingespielt haben. Jch habe dort aub Mit- lungen gemacht, die i Bedenken trage, hier vor diesem hohen Hause | wiederholen, niht nur wegen der zur Verfügung stehenden Zeit, dern vor allen Dingen deshalb, weil bei der Kohle weitreichende

1915

(+ 1177 000) (4+ 95 046 000) (+ 15 801 000)

10 497 331 009 | 6 326 792 000 | 4 880 410 000 (-- 465 142 009) (—283 420 000) (— 37 343 000) 10 137000 | 12237000| 14619090 (+ 13869 000)|((+ 923 000) (— 1041 000) 117 701000) 52848000| 283140 000 (+ 12 485 000)|((+ 4588 000)|((+ 2 801 000)

1218438000 | 872 127 000 | 188 5414 000 (— 5 950 000)|((— 11 267 000) (— 6571 0060)

180 000 000 180 000 090 180 000 000 (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) 90 137 000 85 471 000 80 550 000 (unverändert? | (unverändert!) | (unveränder!) 8717 098 000 | 7 088 608 000 | 5 603 615 000 (+ 18 358 000)|(— 151 924 000 (+236 719 000)

5 337 083 000 | 1994 662 000 | 1 737 563 000 (— 355 567 000) (— 378 055 000) (— 61 733 000) 493 498 000| 257 120000 | 214 191 000

¿omódardforderungen Selten .. Sonstige Aktiven

Passiva. Srundkapital . .

Neservefonds . . limlaufende Noten .

Sonstige ae fällige Verbindlichkeiten .

Sonstige Passiva .

Kur8berichte von auswärtigea Warenmärkten,

London, 9. Juli. (W. T. B.) Kupfer prompt 1

tiverpooi, 9. Juli. (W. ®T. B. "Baume n 2000 Ballen, Einfuhr 3100 Ballen, davon 3100 Ballen am E E ned ad Q O 17,80, für Oktober-

j er 16,75. Amerikanishe und Breßfiltani Indi! je a N ava M T her [Me sowie Indiide erpool, 30. Zuni. „T. B.) Baumwoll- beridt. Wochenumsay 39240, do. bon Tetitalider M wolle 30420. Gesamte Ausfuhr 412, do. Einfuhr 50 154, do. do, M amens N 41 Do Gesamter Vorrat 400 730 o. do. von amertkanis<her Baumw 299 410, do. do. : A N mwolle 10, do. do. von ägyptisher

scle Bestimmungen ni>t erläßt erlafea werden. >t erläßt, kör nen sie von dem Reichskan|ler

$ 12, Die zur AucfÖhrung dieses Geseyes erforterlihen Mittel

weiden jäh!lih dur den Reichsharsbalttetat bereitgestellt.

Literatur. Dr. Ernst Sontag, Landgeriteêrat, ». Z. Kric 8zeriStärat

(—119 221 000)

Kristianta, 9. Juli. ist die no:wegi\de Holz s<wierig geworder. Dle

(W. T. B.) Laut „JIn1elltger!tsebler“ legter Zeit äußerft 5 ungeheuer gestiegen, ern angesammelt haben.

ausfuhr in

Fraten {sind daß gewaltige Liger < bei ten et L

(— 49 987 000) (+ 16 705 000)

©*) Bestand an kursfähigem deutsGen Gelde und an Gold i Darren oder ausländischen Münzen, das Kilogramm fein Ü 2784 “i

Dres 9. Juli. (W, T. B.) Wollmarkt unbestimnt i Sa, 10. Juli. (W. T. B.) Santo9- Kaffee getnél Tofo —, fár August 694, für September Tp. gm L e n Eu

litärische“ Jnteressèn . mit auf dem Spiele stehen, die ih hier im elnen ni<t anzudeuten brauche. : :

F will mih daber darauf beschränken, kurz folgendes zu sagen.

Die Kohlenförderung is während des Krieges nach einem heftigen Rifflag gleih na< Kriegsausbru< die Kohlénproduktion ging 0 % und darunter zurü> bei Steinkohle und bei Braunkohle iter sebr ansehnlih in die Höhe gebraht worden. Jch nenne die hhlen des leßten Mai, für die mir die Statistik vorliegt. Die

. Die Steigerung der Förderung. ist eine Frage der Arbeitskräfte; ein Punkt, der natürlih au für die Kriegführung von großem Be- lang ist. Auf der einen Seite beißt ja Koble Munition ohne Kohle kein Pulver und kein Stahl! und auf der anderen Seite ist die Kohle nur zu bekommen, wenn Arbeitskräfte da sind. Hier wird also in dezug auf das Menschenmaterial: eine Disposition vereinbart werden, ein Ausgleih zwischen dem Mannschaftébedarf der Heeres- leitung und dem Kriegématerial und Munitionsbedarf der Heeres- loitung und dem übrigen Bedarf der Volkswirtschaft an Kohle ein-

außerordentlih schwierig liegen. Gs ift uns bekannt, daß Haus- besißerverbände die Durchführung von Mietss\teigerüungen in großem Umfange beshlossen haben. Ich gebe mir Rechenschaft darüber, daß diese Bestrebungen und diese Maßnahmen der Hausbesißer innerhalb der Kreise der Mieter und namentli der kleinen Mieter Beunruhi- gung bervorrufen, da sie sie empfindlih treffen. Bei den Maßnahmen aber, die hier zur Abstellung oder Linderung getroffen werden sollen, müssen wir uns nicht nur die Lage der Mieter, sondern däs hat der Herr Abg. Hoch selbst zugeaeben aut die Lage der Vermieter.

rc fired (in Cajes) 12,75, do. Stand white in New Vort 10,25, do. in Tanks 5,50, do. Credit Balances at Oil City Yort S R prime Western 21,30, do. Rohe & Brothers 22,30, Zr>er Zentiifugal 6,20—6,33, Welien Roier Winter —,—, eb! Spiring-Wheat clars (neu) 10,20—10,69, Getreidefraht rah Liver pool nom., Koffee Rio Nr. 7 lolo 94, do. für September 7,71, do, E 7,84, do. für Januar 7,89, Zinn 62,50-- 63,00,

o de Jateiro, 6. Jull,. (W. T. B) RKaff ' fubren: In N:0 7000 Sa>, in N 20 000 S G

Fein fleVvrtretenden Sene'alkommanto 111. Armeekoiys, Gese

betr. die Verhaftung und Nu sentbaliobesGränduna adi ESrund des Kriegszustaudes und des Belagerungs- ¿ustandes, vem 4. Dezember 1916: für die Ae e:läutert. Wera 1917, Vercleg ven Franz Wohlen, 111 Seiten, 2,50 46. Die beiden Sesepe und die Kaiserlihe Verordnurg vom. 4, Dezember 1916 baben ibren erslea Grflârer in einem ‘Manne gefur.den, der einige Wreh:a nah Inkrafitreien der Ge!eye mit der Bzarieitung der S<(huy- bofisah-n dien: [ih betraut wude. Di-se seine C1fahrungen haben ten Vaijasser an mebreren Stellen de Mögli$keit ceatben, Zwelfel,

tinkohlenförderung im Monat Mai betrug 13,9 Millionen Tonnen ven 143 Millionen Tonnen im Monat Mai des Jahres 1913 und ß Millionen Tonnen im Monat Mai des Jahres 1914. Sie sehen (1, daß troß der außerordentlichen Ers{wernisse, mit der unser cblenbergbau zu kämpfen hat, unsere Kohlenförderung im Monat Nai nur ganz wenig hinter der des Monats Mai 1913 zurü>geblieben stt, Bei der Braunkohle liegen die Verhältnisse no< günstiger. Die Förderung betrug im Monat Mai des Jahres 1917 7,9 Millionen

Bern, 10. Jult. (W. T. L.) Infolge der Baumwoll- krise steben, wie der „Mar chester Guardtan“ M S bis fünsundzwaniig v. H. ter Sptinnbä: ke voa Larcashire till uno das Gesäft liegt ganz tarnteder. Die zur Ergreifung gee!gueier Maß- nabrnen cingesezte neue Baumn'oUüberwachungskammer sandte Voi- drude zur Ermitte!ung der Rodbaumwellbeslände der einzelnen Spinnereten sowie derrn Wechenverbrauhs aus. Wie uncünasltg die Lage beurteilt wird, ergibt die Tatsache, d2ß cinige Spilunerei-n obne das Ergebnis der Ecmittelurgen abzuwarten, den Betr!eh beretts

vor Augen halten; denn nihts wäre verkehrter, meine Herren, als die Vorstellung, daß der Vermieter unter allen Umständen der wirt» \caftlih Stärkere ist. Es ist oft umgekehrt: - ter Vermieter heißt meistens Hausbesißer, ist aber oft niht Hausbesißer, sondern nur ein schwer belasteter, dem Untergange nahestehender Hypotheken=- \{uldner. Das müssen ‘wir uns natürli bei-allen-Maßnahmen, dis in dieser Beziehung ergriffen worden sind und*weitér ‘ergriffen; werden

treten müssen.

Veber die Maßnahmen, die hier im Gange sind, habe ih in der Kommission nähere Mitteilungen gemaht. Jch glaude in Aussicht stellen zu können, daß die nit erst geplanten, sondern in vollem Zuge begriffenen Maßnahmen eine weitere Steigerung der Produktion herbeiführen werden, vorautgeseßt das eine, daß die Streiks unter- bleiben. Größere Streiks in den Kohblenzehen können allerdings alle

bie fich bet der Han! habung unaustkleibl-< zeigen, na$ Kästen u d mit guten Gründen zu klären, Das Buy ist zwe>mäßtg so angelegt, de ß c6 ders Benuyer außer dem Schußhaftge'ege noch ten gesauten Grsegetst»ff, der mit 1m im Zusammenhange steht, darbdie et, a icptli aber das Jneinandergzeifen von Schuyhatitgesey und pr: jisbem Feseg über ten Belagerungszustand von 1851 vor Augen fühl, Schrifttum und Nel ptewüng find in beträhtlihem Umfange uid in in ee e gur aen gebre<t.

_— Im Scnalpädaacgishen Lerlag in Berlin-Pankow i} eine lere Scbrift vcn Dr. W. Mäder: „Das G Wie erwirbi man es und wel<es siod seine Beredtluungen*, erschiener. (0/50 ¿é ) Die auf Srur d amtlicher Urtäilscgen urd urter Berü>- sicigaua der dur d.n Kriea ges<affenen Verhälinisse ausgearbeiteie [2 uft Tann sowobl jungen Leut n, die die Berehtigurg zum eip- Jôbr-g-fieiwilligen Dienst erwerden wollen, wie Lehre1n und anderen Tertcren, bte jer en dabri Rat und Auskunft zu erteilen berufen find (mpfotlen werden. Sie bedandelt überßch!l!@ und erscövfend die ler'<'eteren Arten der Œirjährigenzevgnisse, die für teren E1lar gurg vorge <iietcnen Ker: tuifie 1nd Prüfungen, die vor Ablegung ter B00 zu unternehmenden Schritle und die du sie zu erlargend:n Ve-.ehtigu“g?n. ¿

Theater nnd Mufik,

„Der von Max Reinka:dt arçce?ündiate Plan einer „Kunst- geseils<aft ¿ur Förderung junger ringenver Drama- z iber“ ijt fo weit fortgeschritten, daß mit den Vorstellungen im Herbst begonnen werden wird. Der Mitgliedsbeitrag, dessen Höbe endgültig r 0d nit festgeseßt i, wird in jedem Falle so bemessen sein, daß weite Freise Gelegenheit haben werden, den für die Gesellschaft ver- anfialteten Aufführungen beizuwohnen. Zur Beantwortvng verschie- èen-r Anfragen wird mitgeteilt, daß Werke bis zur Errichtung einer Geschäftsstelle an das Deutshe Téeater in Berlin zu senden sind, wo auh Seiucze um Aufnahme in die Gesellschaft entgegengenommen

werden. Maunigfaltiges.

Sghiffzjungeneinstellung in die Katserlihe Marine. Wie nit allgeme:n bekannt scia dürfte, findet im Oktober d. I. wieder die (Sinstellung etner größeren Anzahl von Sh'ffsjungen statt. Die Beztrkakcmmantos nehmen bi3 auf weiteres (au@ na< dem 20. Juli) Anmeldungen evtgeçen. Alles Wissenêwerte über die ver- sáziedenei Laufbahnen, Beförderungen, Besoldung und Gehälter usw. ist ta d:m Heft „Lom Sœifféjungen zum Dectotfiiter“ enthalten, das nur vom Kommando der SPifféj-nçcendivisicn ln Fleu2burg-Mür w!k ¡um P eise von 25 A bezo.cu werden fan«. Die Voreinsendung des Betrags kinn burH Postanweisung oder in Briefmarken ter Reichsp-ost er- folgen, Lehrlinge, die dur Lehrvecicag gebunden {ind, lönnen aur

gánzli< eingestellt haber.

für

1 Dollar 100 Gulden 100 Kronen 1 100 Kronen 100 Kronen 1 100 Franken 1

100 Kronen 100 Leva nopel

100 Pia Madrid und Visler Barcelona 100 Pesetas 1

New York olland änemark Schweden Norwegen Schweiz Wiens Budapest Bulgarten Konfîtanti-

lebhait-m Ges\>Æäft

Geld

279t 504

twwe'tere Fo itte. namentitd Weontanwetzte n es fa und Elektrizitätêwerte waren gut gehalten. hielt die Nachfrage an. Heimische Anleiben bang mit der Geldflüssigkeit bea<htet. Von Türkenïose und 49/6 unifiziente Türken fest.

vom 11. Jult Brief S)

280} 195 204 199 134î

64,30 814

20,25 1264

E

94

98 34

64,20 80d -

20,15 254

A

iffahrt8zkten.

Börse in Berkin. (Notterungen des Börservorstandes)

Geld 6

278} 193 2038 197 133

64,20 804

20,25 1254

vom 10. Juli

Brief b

2794 194

203 198 1334

64,30 814

20,35 1264

Ja ten Börfensälen mate die fesle Tendenz bei ve hältnitmäßtg Gefragt uyd höher waren Nüstungspapiere

Für <dhenishe Weite

waren im

Wien, 10. Zuli.

zumal sowohl Wiener

bahnverkehrs-, Zu>ker- und

-Lond.on, 9. Jutt, 9 9% Argentinier von 18

| 4% Japaner vou 1899 768,

W. T. . poliliichen Ereignisse i Börse erlegen, war die Stimmung doch

papiere dun) lebhaftere Ums vor. Interesse für S&iffahrts-, g p

3 9%

chemishe Fabritaktica f

Vemtsa)e Fadrilalt l

bôbmischen Bahn- und Orientbahnwerte. Einer leide E r

unterlagen einzelne Munitions-, Textil-, Lokomotir- ;

werte. Am Anlagemarkt waren die Kurse behauptet.

E B.) 2X 9/9 En F

Zusamwen- fremden Renten lagen

Kur8deritGte von auswärtigen Fondsmärkten.

) Obwohl die militärishen und Que gemise Surdeha!turg auf. eder ausgesprochea l i als Budapester Kaufauft ‘<e eere in größerem Umfange A gas ase a e ngebot gegenüberstand. Von Kulissenwerten

fet,

a nennenttv:rteg

traten nur Bergwe1ks-

Im Sthranken zeigte ih aggonleih-,

Eisen- weren

und Maschinen-

gli\<e Konsols 55 4% Brasilianer von 1889 °L

Portugiesen —, d %/0 Ruffen

„Gewerbe- und Kaufmannsgeriht*, Monats{rift de Verkandes deutscher Gewerbe- und Kauftnanns( eri>te (Verlag M Georg NRetmer in Lerlin), enthält in Nr. 10 des 22. Jahrgangs folgende Bel träge: «Autrebnung und Zurükbehaltung gegenüber unpfändbaren Lohnforderungen“, eine Entgegnung von Gewerberihter Dr. Lieb; „Haftung für Ausliellung unrihtiger Dienstzcuanisse® von Magistrats- rat Dr. Landebe! ger. Redt)prehung !eutsher Gewerbe- und BDe- rufungsgeriht- (Bremen, Berlin, G.-G. Charlcttenburg und L.-2. 11l Brrli:) sowie deutscher Kaufmanns- und Berufuncszerihte (Char- letteaburg, Potsdam). MRicht des Arbeitsvertiages: „Der Beginn der zweiwödy nilihen Warteftist bei Lösurg des Hilssdienstverhält- nisses ohne Abkehu>ein" von Stadtrichter 2aubünger; „Eine neue Derordnung für die Wed», Wirk- und Strickstoffe verarbeitenden ewsrbezweige bon Fr. Kunze, Bevollmähhtigtem des Verbandes der Spetder, SÓhnetiderinnen und Wäschcarbeiterinnen Deutichlands. Allgemeines: „Verbandetag der Kaufleutebelsizer der Kaufmann?-

gerite Deu:shh!ands* von Kabfmannsbelsizer Theodor Morgeaftern

0mm

(Fortsezung des Nichtamilichen in der Ersten Beilage.)

Familienuachrichten,

Gestorben: Le Friedrih von Zepelin bei T terow).

uet leeteoter line Prtl, von R 0E n eim). . Fr. A, u

geb. Wehner (Nams!au). N S O

Verantwortlicher Shriftleiter: Direktor Dr. T y r o l, Charlottenburs- Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle J. V.: Rechnungsrat Neyher in -BVerlin. ' L M (I. V.: Ney her) in Berlin. er Norddeuts>en Buchdruckerei anstalt, Berlin, Wilhelmserahe de a00an

Drei Beilagen

und da8 Verzeichnis der ae i bligationen der Vergisch-Märkischen, ‘Esseubahugesels<alt

sowie die 1541, und 1542. Aus8gade der Deutschen Verlustiisteu,

ennen gegen 6,9 Millionen Tonnen im Jahre 1913 und 7,4 Mil- ienen Tonnen im Jahre 1914. Bei der Braunkohle ist also heute ie Förderung nit unwesentli< böber, als sie in der besten Friedens- it jemals gewesen ist. In dieser Beziehung stehen wir also relativ ünstig, ih muß sagen: staunenêwert günstig. „Was unsere Berg-. appen im Kohlenbergbau geleistet. haben, ‘gehört -mit zu-den- Rüuhmts-* aen in der Geschichte dieses Krieges.

Aber meine Herren, das allein gibt kein vollständiges Bild. Venn wir uns nur nach den Zahlen der Produktion rihten wollten, 0 würde, da viele. industrielle» Betriebe stilliegen und", der - Bedarf iélendrts zurückgegängen“ ist, unsere“ Kohlenlage: glänzend sein.“ Der Mugenschein lehrt aber, daß das nicht richtig ist. Und warum nicht? tinmal hinsihtlih der Förderung felbst. Die Bergarbeiter sind tute nicht daéselbe kräftige und ges{ulte Personal, über das wir in driedenszeiten verfügten. Die Kohle wird infolgedessen \{le<ter tufdereitet, es gibt mehr Abfall, die Ausnußung ist nicht so stark. Dazu kommt, daß au bei den Industrien, die Kohle verbrauchen, das veizerpersonal nit dasselbe ist, daß es nit so sorgsam und öfko- nomish mit den Brennstoffen umgeht wie das geühte Personal in oriedenszeiten, Es fommt weiter hinzu, daß die Heizeinrihtungen elbst im Laufe des Krieges s{hle<ter geworden sind und nicht mehr in dem Stande gehalten werden konnten, wie das im Frièden mögli< war, Schließlich, meine Herren, kommt sehr wesentlih in Betracht, teh Jebt während“ des “Krieges die einzelnen Betriebe nicht mit den Jualitäten- béliéfetit' werden können,“ an tdie.*ste..in“Fritdenszeiten 2ge- wohnt waren. Dis englische Kohle, ‘die einen großen Teil dés.deut- lden Bedarfs versehen“ hat, -ist ‘weggefallen. Es haben große Ver- whiebungen in der Qualität der verwendeten Kohle stattgefunden. Das wdingte eine \{le<tere Ausnußung der in der Kohle enthaltenen E Infolgedessen bedeuten die an si günstigen Förderzahlen, U ih vorgetragen habe, nicht ganz dasselbe, wie sie in Friedenszeiten ‘deuten würden; Sie müssen davon einen Abstrih machen. | Mun fomme ih auf die Frage des Bedarfs. Gewiß ist zunächst " Laufe des Krieges der Bedarf an Koble erheblich zurügegangen G O! dadur, daß viele Betriebe zum Stilliegen, zum al E gekommen sind. Jch habe dex Eindrv>, wenn i retrospektiv B ü erblide, daß bis. in dieses Frühjahr hinein die Probuktion 2, oßen und ganzen genügt hat, um den. Bedarf . zu. de>en.

f das Gleichgewicht da. Das geht nicht. Hier müssen die einzelnen

Rechnungen über den Haufen werfen; und das wollen wir do<h im allseitigen Interesse vermeiden, daß \cließli< der kleine Mann und der Arbeiter in den großen Städten deshalb keine Kohle hat, weil der Arbeiter im Bergrevier streikt. Die streikenden Arbeiter sollten si vor Augen halten, wen sie mit einem Streik treffen. Sie treffen ‘nicht-nur- die: Allgemeinheit, sie.treffeninsbèsondere auch ÄhréArbéits-? follegen, die auf die Kohlenlieferungen- angewiesen-sind, und' sie treffen“ vor allen Dingen auch die Verteidigung des Vaterlandes.

Nun, meine Herren, ih hoffe, daß es gelingen wird und ih rene dabei auf die Mitwirkung aller derjenigen, die einen Ein- (fluß ¿auf-. die ¿Arbeiterschaft besitten--—, daßdas * méis<ènmögl ithste* ges<ieht, um Streikbewegungen in dieser für unser Schiksal so wichtigen Zeit einzuschränken und dort, wo sie bestehen, diese Streik- bewegungen einem möglichst baldigen Ende gzuzuführen.

Nun, meine Herren, die Einschränkungen des Bedarfs! Da ist es Telbslverständli, daß man niht nah einem einheitlichen Schema verfahren kann. Es ist ganz ausgeschlossen, zu sagen: jedermann muß seinen Bedarf um \o und soviel Prozent heruntershrauben, dann ist

Kategorien des Bedarfs genau geprüft werden, und auch das geschieht,

Gs muß untersuht werden, wo ohne allzu großen Nachteil gespart werden kann und wo nicht gespart werden kann,

Gs gibt Verwendungen, bei tenen niht oder so gut wie nicht gespart werden kann. Dazu gehört insbesondere die Eisenbahn. „Die Gisenkahnen-und&die® andéren ‘Transportmittel sind? in ‘diesem ‘Kriege in+ unerhörtem *Máße in Anspru< genommen und werden, jolange der Krieg dauert, weiter zur Güterbeförderung und für die Pérsonen- beförderung, tie ja heute zum ganz überwiegenden Teile eine Militär- personenbeförderung ist, in Anspruch genommen bleúben. Jch habe im Aus\<uß genauere Zahlen darüber gegeben, wie stark diese Bean- spruchung ist, und mit wel<em verhältnismäßig geringen Maß von Mitteln diese Beanspruhung au tatsählih erfüllt wird, Zahlen, tie geradezu erstaunlih sind, die J< aber, hier aus begreiflichen Gründen nicht wiederholen kann.

Es gibt einen anderen Punkt, bei, dem die Einschränkung eben: falls nur in besheidenem Maßé möglich ist. Das ist der Haus - brand. Mit allen maßgebenden Stellen bin ih darüber einig, daß eine ausréäidende Belieferung des Haubbrandes unter allen Umständen sichergestellt werden muß, Jch sage: eine „ausreichende“ Belieferung.

sollen, vor Augen halten. Die Schwierigkeiten sind ja nicht; neu; sie sind jeßt stärker geworden, aber sie bestanden hon zu Beginn des - Krieges, und {on damals hat die Reichsleitung: versucht,“ eiten i gere<hten Ausgleich zwishen Miétern und Vermieétern“ zu finden und -. ‘, sichev zu. stellen C E e hee L

* Jch móöhtez hier —’ das ist ‘widitig: fürs die „Herren, die sich eia > Urteil über das: bilden“ wollen, was; bereits.geshehen ist und: nod): a2» * \hehen kann —“ die Maßnahmen skizzieren, die im? Interesss dey Mieter und Vermieter getroffen worden sind.

s Im Interesse der Mieter,, soweit, sie, Kriegsteilnéhmer ¿oder Fd milien’ von Kriégbteilnehmern sind, ist zunächst dur<h das Gesey vom 4. August 1914 eingegriffen worden, dur<h das dem Hausbesißer die Möglichkeit genommen ist, Kriegerfamilien zur Räumung dér Woÿ= nung zu zwingen. Diese Maßnahme in Verbindung mit den Miets- unterstüßungen, die seitens der Gemeinden an die Hausbesißer gezahlt werden, hat si< im allgemeinen als ein gewisser Schuß für tie Kriegerfamilien erwiesen. Wir beraten zur Zeit darüber, ob und auf welchen Wegen es möglich sein wird, diesen Schuß namentlich gegen über den Kriegerfamilien, die kleinere Wohnungen inne haben, nv zu verstärken. Jch darf dabei hervorheben, daß au< \<on bei den jeßigen Rechtslage die praktishe Durchführung von unangemesseneu Mietsteigerungen bei Kriegerfamilien kaum mögli is, weil na dem von mir bereits erwähnten Gesehe vom 4. August 1914 eins ‘Räumungsflage gegen einén Kriegöteilnehmer unter gewöhnlicheit Umständen nicht durchgeführt werden fann, und weil überdies tie Gemeinden die Moglichkeit haben, die Mietsunterstüßungen bei solchen Hauswirten, die Kriegerfamilien unangemesscn in der Miete steigern, entsprehend zu fürzen oder die Zahlung dieser Unte t- stüßungen vollständig einzustellen, Damit haben die Gemeindéver- waltungen einen Hebel in der Hand, um gegén unangemessene Miets« steigerungen gégéenüber Kriegsteilnehmern vorzugeben,

Den Mietern in ihrèr Gesamtheit kommen dann weiter die Be- kanntmachungen des Bundesrats zugute, nah dênen einé Zahlungs- frist bestimmt werten kann. Außerdem haben die Mietveinigungs- ämter, tenen dur die Bundésratsbekanntma<ung vom 15, Dezember 1914 besendere Befugnisse erteilt worden sind, vielfa zugunsten dev Mieter gewirkt. ;

Nun sind ja die Jnteressen der Mieter_ in zahlrei>én Punktemw mit denen der Vermieter insofern solidárish, als aud der Mieter

L igte è è d 0 x d vg ierigfeiten batten wir son früßer, im Winter bereits. Aber Sckwierigkeiten lagen nit in erster Linie an der Förderung,

So rei<li< wie in Friedenszeiten wird sie ni<t sein können, aber

\&ledt fährt, wenn der Vermieter züsammeénbri>t.