1886 / 277 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forftyn.

Dem Domänenpächter Paul von Diebitsch u Nieder: s im Kreise Sorau ist der Charakter als :mann beigelegt worden.

öniglicher

Ober-Am1

S9. Excellenz der Vize-Präsident des inisteriums, thster des Innern, v on P ut t kam er, aus der Provinz Posen.

An ekommen:

Bekanntmachung.

. Für die nächstjährige Heeres-Ersah-Aushebung wird den: jemgen ]un “7" Männern, welche in dem Zeitraum vom 1. a: nyar 1865 193 zum 31. Dezember 1867 geboren sind und tch terselbft'aufhalten,_m Ermnerung gebra<t, daß, soweit die- !hen mtt Taufschßlnen oder sonstigen BeweiSmitteln über die M und den Ort 1hrer Geburt noch ni<t versehen sind, fie 1< ur Abwendung sonstunaquleiblicher Nachtheile dergleichen Ves etmgungen'nunmehr zu beschaffen haben.

. dtxsdn Zweck aus den Kirchenbüchern 2c. zu er: thexlenden Bdfchemtgungen werden kostenfrei ausgefertigt.

Der Zettpunkt zur Anmeldung bkhufs Aufstellung der RekruttrungsStammrolle wird in der ersten Hälfte des MonatS Januar k. J. bekannt gemacht werden.

, Berlin, ddp 22. November 1886.

Die Köntgltchen Ersatz:Kommissionen der Aus: hebungsbezirke Berlin.

Bekanntmachungen auf Grund des Reich-deseßes vom 21.0ktober 1878.

"AUF Grund des §. 12 des Reichsgeseßss gegen dic admein- gefahrltchen Bestrebungen drr Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wxrd hterdurch zur öffentlichen Kenntnis; gebracht, daß das Flu blatt:

„Was at die ländliche Bevölkerung von der Soztalden1okratiezu erwarten?“, welches begmnt: „Ueberql] hört man“ und schließt: „nicht mit: machén,“ ohn? Unterschrrst gedruckt: Schweiz. Genossenschafts- druckeret Hottmgen_Zür1 , nacb §. 11 des genannten Geseßes von der unterzetchneten LattdeH-Polizeibehörde verboten ist. Hamburg, den 23. November 1886.

Die Polizeibehörde.

Yiahtamtlichog. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 24. November. der, Kaiser und Köni russtschen Militächvollj Allerhöchstdemselben ein Bild zu überreichen hatte, den Vortrag des Geheitneu Cwilkabinets entgegen.

_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprrnz nahm gestern Vormittag ]] Uhr militärische Meldungen entgegen und empfing um 121/4 Uhr den Rektor Regierungé-Nath

. Se. Majestät g empftngen heute den Kaiserlich nachtrgten, Grafen Kutufoff, und nahmen

Universität, Ge eimen ])1'. Vahlen. h Abends fand im Kron

prinzlichen Valais cine Soirä) statt, zu welcher gegen

90 Einladungen ergangen waren.

_ Es empficxhlt sich, daran Maß: und Gewrcht hergestellten M aße,

nicht auch den Vor über die Abänderun entsprechen ,

zu erinnern, daß die nach der August 1868 neu: und Gewichte, schrqten des Gésußes vom 11. Juli g der Maß: und Gewichtßordnung Dezember , Stempelung Fabmkauten und Händler werden gut vorhandene ung zu stellen und, soweit dies nicht er Herstellung archpflrchtiger Gegen: , der neuen. aichtechnijchen Vor: sbesondere rst darauf zu merken, chte m1t älteren Bezeichnungen _ , Scheffel, Centner, Pfund u. s. w. emtffen Abkürzungen der Bezeichnungen mittel?» (X., X(, 141 u. s._ w.) von Neujahr ; dasselbe g1lt für Maße und Later. Raumgehalt. großere Publrkum weniger berührende ' ch bts zum Jahresschluß gestattete Ab- weichungen von den archtechmschen Vorf<riften wird die be-

theiligte Jndustri€ fix!) am besten aus den maßgebenden Bx ßtmmungen selbst ortentiren.

. , Der Bevollmächtigte sächstsche Geheime Rath Held

_ S. M. Kreuzer „Nautilus“, Kommandant Kapitän: lst am 24. November e. von Nagasaki

Sordnung vom 17. Meßwerkzeuge

Aichung

stände schleunigst zur Ai schon jeßt ges<ie fände fortan au christen streng zu achten. Ju neue Maße und Gewi wie Dekametsr, Dezimeter, oder mit

großer An

Einhaltung

. angsbuchstaben an m<t mehr geaicht werd Meßwerkzeuge von 1/8, 1/16, 1/3.;, Ueber andere, das und ebenfaUS nur no

zum_ BundeSratl), Königlich , tft hter angekommen.

Lieutenant von Hoven, nach Kobe in See gegangen.

Koblenz, 23. November.

WTB. D' eitung“meldet: ( ) W Koblenzer

hundertjährigen Refidenzschlosses

An dem heutigen ahrestage dex Ei-nw'eihung des hre Ma estät d1e Kaiserin einen besonders leb: m Laufe des„Tages fand aus diesem Anlaß „9 Schlosses eme Spersung und Beschenkung alteren Armed durch Ihre Majestät Aller- Yles 1st eme größere GeseÜs<aft in das der welcher der Männergesangverein „Rhein: rde-GrenadierWegiments rer Majestät über <losses verfaßte

m der VorhaUe de von 30 würdigen

öchstselbst statt.

chloß geladen, ,und die Kapelle des 4. Ga cdncerttren werden. _ Die im Auftr dre hundertxährige Ges<i<te des Denkschrrft w1rd demnächst erscheinen.

KarlSruhe, 22. November.

Der Großherzog _und die Großherzogit Abend von Badenvhrer eingetroffen. _ Uahmen Ihre,.Kömglichen Hoheiten aus An Iubtläums des Groß

nasiums an dem etottöd' Theil und emp Fsg e tenst

1 sind ge t-xrn

des 300jäh- herzoglichen y m der Schloßkirche

nach demselben zum Ge-

Fünen Hofrath ernannten Direktor der Anstalt, 133: endt, um ihm ihre Glückwünsche auszusprechen und dre

sigescbenke zu übergeben. Danach begabep fich Ihre Kön??- tchen Hoheiten mit dem Prinzen Ludwig Wilhelm zur _Festha e UNd wohnten dem Festakt bis zum Schlusse an_. Dre Groß- herzoglichen Herrschaften [olgten dann einer Emladung zum

ichen Hoheit der Prinzessm Wilhelm. Der Großherzog nahm no mehrere Vorträge, entgegen, und um 4 Uhr 40 Minuten ke en Ihre Königlichen Hoheiten nach Baden:Baden zurück. _ Der Großherzog beabsichtigt, morgen wieder hierher zu kommen, um der Turnproduktion und der Aufführung in der Festhalle- anzuwohnen.

_Mecklenbnrg-Stbwerin. Schwerin, 23. November. Vrtnz Heinrich )(7111. Neuß hat gestern früh das Kommando des 1. Mecklenburgischen Dragoner:Regiments Nr. 17 m Ludwigslust übernommen. Mittags brachte das TromYeterWorpc-Z dem Prinzen vor dem Großherzogliäxn Schld „em Ständchen, und heute Abend findet eine Ball: fLstlnhkett auf der Messe daselbt statt.

, _Heazte, M1ttag 1 Uhr wurde zu Malchin der dteH1ähr1ge a,llgemeine Landtag in „der Kirche in der ubltchet) We1se eröffnet. Anwesend waren die Groß: herzogl'tchen LandtagsKommissaric-n für MecklenburFSchwerin: der Mmtster-Präsident, StaatS=Minister A. von Bülow, und der Vorstand des Finanz:Ministeriums, Staatleath B. von Bülow; fur S_trelrß: der StaatséMnister von Dewiß cm Stehe des sert dmer langen Reihe von Jahre!: als LandtageZKommiffar fungrrenden Ober=Landdrosten Grafen von Eyben zu Schoen- berg. Zur Deckung der Bedürfnisse der al] emeinen LandeK: Rezepturkasse wurde von der mecklenburg:chwerins<en Re: Jerung dre Erhebung von 7/10 des vollen ediktmäßigen

etrages der außerordentlichen Landes-Kontribution beantragt.

Sa<sen-Altenburg. Altenburg, 22. November. (Lpz. Ztg.) Der heute zusammengetretene Landtag hat den früherxxn räfidenlen reiherrn von Schwarzenfels gen. Hon Rothktrch: rach auf ltenberga abermals zum Prä- stdenten erwählt und ist diese Wahl höchsten Orts bestätigt worden. Außer mrt einigen kleineren Sachen wird sich der Landtag hauptsächlich mit Feststellung des künftigen Etats und nut emer Schulordnung zu beschäftigen haben.

Lübeck, 22. Novkmber. (Wes.:Ztg.) Auf der Tages- ordnung der heuttgen außerordentlichen Bürgerschafts: vxrsanmnlyng standen die Anträge zweier Kommissionen, dte Fuels) wetteres als rßin lokales Interesse haben dürften. Iunachl; handelte es fich um den Antrag der Theater- Zomm1sston,"das Stadttheater in staatliche Verwal- 1u,ng, zu ubernshmen. Für denselben stimmten nur die Mttglxeder der Kommission, die den Vorschlag ach- gearbettet hatten, dre Übrigen Mitglieder verhielten sich durch: aus ablehnend. Dagegen wurde die bisherige jährliche Thxqter-Subventton von 20000 «. auf weitere5Jabre bethltgt. „Auch für den zweiten Antrag: den hiesigen Ein: wohnern dre Erwerbung des Bürgerrechts dadurch zu erlxexchtern“ daß mm) das elbe alLen Denen ohne Weiteres zu: gejtande, dre hter sert 5 ahren ansässig und seit dieser Zeit E1txkot11mensteuer bezahlt hätten, _ fand sich nur eine ganz gxrmge Anzahl Freunde.. Die Gegner des Antrags führten „aus, daß, wenn dressr Vorschlag durchgehen würde, mmr bmnen kür ester Zeit auch in der Bürgerschaft Soztaldemokraten Zaben würde. Diese Begründung schlug dhrck), und so w'urde auch dieser zweite Antrag abgelehnt. Fur denselben, _st1mmten nyr diejenigen Mitgliedsr der Bürger: ZYa'st, d1e pol111s< der frélsmnigcn Partei sich zuzählen. Die 8 rtrgetsrf Punkte der Tage§ordnung waren von rein lokalem " n ere e.

Elsaß -Lothringen. Straßburg, 22. November. (Lds.:Ztg. s. Els.:Lthr.) Die dieSjährige Session d 62 B dzir ks : tag'es deZ Unter-Elsaß wurde heute Vormittag durch den BczxrksBxästdenten von Sti<aner eröffnet. Nachdem derselbe dre neu emtrctendcn Mitglieder Hochapfel von hisr und Roth vorz- Dambach verewigt hglte, wurde unter demVorsilz des Alters: Frastdentxy Alphons Pick zur Wahl des Bureaus geschritten.

um Prastdenxen wurde Staathrath Klsin mit 27 Stimmen, zum ersten Vrze:Präs1det1ten Baron von Schauenburg mit 25 Stmxmdn und zum zweiten Vize:Präsidenten ])r. Gunzert nut 23 Stimmen gewählt. Bei der Wahl der Schriftführer wurden Baron von Charpentier mit 27, ])r. Petri mit 26 und Notar Mehrung mit 25 Stimmen gewählt.

Dejeuner bei Ihrer Kaiser

, Oesterreich - Ungarn. W ien, 22. November. Nach einer _der „Pol, Corr.“ arts Lemberg zugehenden Meldung hat dte russ1sche Regterung an Oesterreich:Ungarn

das Ansuchen um kommissionelle F 2 st st 6 [ lu ng d e r Grenzlrnw längs der Distrikte Miechow und Q [ k u S z und des correspondtrenden westgalizischen Ge: htetes gestellt. Die Grenzlinie ist an diesen Punkten m Folge der Ves<äd1gung und Beseitigung" einzelner

Grenzyfähle- schwer erkennbar, was auf di? Beziehungen zwischen der he1derserttgen Grenzbevölkerung nachtheilig einwirkt. Eine gemx1<t€,'aus Verxretern beider Regierungen gebildete Kom- mtsston wrrd demnächst zusammentreten, um diesen Uebelstand durch Feststellung der Grenzlinie zu beheben. *

Pest, 23. November. (W. I“. V.) In ddr hcutigen Plenarsrßung der östßrrretchtskchenDelegation wurde der Etgt für die Krregsmamne einschließlich des Extra: ordmarrums unverändert angenommen.

Agram, 21. November. (WU. tg.) Der Landtag wurde cZestern eröffnet. 'Nachdem der räsrdent das Resultat der Na_ wahlen Mit ethexlt hatte, _skellte Anton Starzewitsch folgende Jnterpe lation: „th es dem Vanus bekannt, was dre entschezdenden Kreise der Monarchie zu thun gedenken, wert! OesterrxtchUngarn' von fremder Seite aufgefordert würde, BoStUen und dre Herzegowina zu räumen?“ Der Vanus, „Graf Khue_n, erWtdxrte: solche Interpellationen gczhörten mcht zu_m W1rkungskre1se des Landtages. _ Die nachste Landtagssxßung wird anberaumt werden, sobald die Ber1<te des Justtz:2luss<usses vorliegen.

Belgien. Brüssel, 18. November. (Köln. ,t . DLL" am 3. Februar d. I. den Kammern vorgelegte? g(S?dseh- entwurs uber die Mittelschulen geht auf die Bestim= mungen des Geseßes' von 1850 zurück und will das liberale Geseh vom 15. Junr1881 wieder beseitigt wiFen Gestern hat d1e Zwette Karnchr mit der Berathun der Vorlage begonnen, ohschon dre Lmke noch einen AufsZub verlangte, und heute :| das Geseß mit 54 gegen 18 Stimmen gut-

Zathrex k(?_rläxtserthihOultretant qre en “te «,n '! rung er er önli

dtxystpflxcht, gegen welchen derp s che" M schredene'Emwendungen xrhob. Die Kammer beschloß [ don- emsttmmtg, den Antrag m Erwägung zu ziehen. UW

JZ. (ZZ.) In Yantdwxrtudng efinixzr ee rng „tn ra or gea ten Re olu' Vertrauen m das [chte liberale Ministeriusm uxxJod'foMwJ-x ausdrückte, hat,“.Mr. Gladstone an den Abgeordnß nzortb, der, bet dern erwähnten Meeting den Vorsißfühn' en) Schretbetr gerrchtet, worin er am Schlusse sagt. V“- mmderte Partmstärke und kompromittirte Beziehung'exxse? sehr_ ernste Uehel, und ich fürchte, daß die vers<jedem Thetle Großbrttanniens deren Wirkung in "e" dGeseßgeflf)unxlx<undA [ er 5 enti err nge egenheiteu verspürsn werd . Geduld und ruhtge Festigkeit, die Mäßigun der FUNK uztd des Verhalten? Irlands, die allmäZl g htstortscher Juformatwn und der Fortschritt des Nachdenkens 11061,“ „den Gegenstand werden, wirmögen de en gemi m Étcht [langer „ZKF FLZ TLZikuullph des Re _ . s“ VSL" aute , a o n or ey, Earl Spencer und . schLlnllck) auch ddr Marquis von Nipon demnächst die M|? Mr. Gladsto_ne'-Z m Hawarden fein WSWS]! und Zusammentrttt des Parlaments, im dortigén Schw e Kon- ferenzen der Führer der liberalen Partei ash werden sollen.

Yom 2d3. NWMibesrä) meldet: )älte er eng i e politische Resident in Aden 30. „Oktober von der Insel Socotra für England Vesainé ergrtffen.

René“ malcrifchen Spiele der Provence den Parisern in bunker?!“ 1ve§l)s91u11g_ geboten würden. Setmge bettragen.

der NMUN“ der Deputirtenkammer bemet, "r Uher dte von den Ministern des Krieges und der MarmesU dre Neubewaffnung des Heeres und der verlangten Kredite, die 7,00. MFUionen , ß, emftrmnng, daß die Ansicht der beiden Minister m<t '"“ck; gebend set; dte Kammer dürfe zwar vor keinen Aut.":gabxn zu E, scheuen, wenn es _stch um die Sicherung der VertheidtaunßYer Landes handle, ste habe aber auch die sticht, angesichksdß bxdauernWerthen Lage der Finanzen fi , „„ d1e vxrlangtep Opfer nothwendig seien, und daß die bennÜt u- Kredtte nitßltch a'rzgewandt würden. Deshalb müßten dl? “den a<_tex1 der technnchen Ausschüsse und der Räthe der Wi", Mnnster, welche über diese beiden Fragen" berathen haktM-e gefordert werden.

der Deputirtenkammer wurde tn welches, die Forderung für die Besoldung der Beam HU des Ftnanz-Ministeriums um 618000 Frcs. heréjbst troß der Etnwendungen des Finanz-MU11

geheißen worden. _ Der Senat hat heute die Umwand-

lung der Staatsschuld einstimmig und die

einYÉ aber die Ausführung desen "'““ altung des Kabinxls in

ür n t r a g auf allgemeine V e g an ix? 31:1? ndCroc

Jewish. "95 .. . 18 nichth auptrade sführer u - > (W. T. V.) In der FB YM?“ heute seinen Ant," Kriegs-Minjstxkltäk

_ 23. November.

Großbritannien und Irland. L 0 n d o n , 22. Novemh

auf einem liberaleri

ten JUMJ

. der verö m der Ungcwrßheu und Verwzi M

iche Verbreitung

f; zu ein, ts herbeiführsen“.

daß vor dem

gehalten

Ein leegramm decZ „Rcuter'fchejn Bureaus“ aus Bombay Na<r1<ten aus Aden zufolgé

Bombay, 23. November. (W. T. V.) SL. Königliche

Hoheit der Prinz Friedrich Leopokd von reuen reist heute Abend mit Gefolge nach Ikawrtlpit1Yiab,ßmo d'ersclbs am Sonnabend Morgen ankommt. Ddr rinzwird ctmge Zsrt als Gast des Herzogs und der

von Connaught daselbst verweilen.

erzogin

Frankreich. Parix», 21. November. (Fr. C.) Das

„Journal_ Officiel“ veröffentlicht heute ein Dekret, wodurch dr? „411131106 kranyuiZL“ als gemdinnüßiges Werk erklärt Wird. Dre „41631100 kramxajsd“ wurde vor einigen Jahren unter dem Vorsitz des Generalß Faidherbe hat zum Zw'eck: dte Verbreitung der franzöjischenSprah durch Ermöglxchung der Niederlassung französischer Professoren m fremden Landern und namentli< in den Kolonien.

gegründet und

DSL"- M i n ist e r des I n n e r n empfing heute Vormittag

dine PelYgatßon des Pariser (Hemeinderaths,wel<e rhm, ah11l1< wn). dem HandclE-Minister Lockroy jüngsthin,die Wünsche der Stadtväter in Bezug auf die Gemeinde- Au_touomie ausdrückte. ob1hxe Reklamatßonen das ganze, vom Gemeinderath ge- nehmxgte Autonmme:Projekt umfaßten, antwortetendieDelegn- t'en hexahend. Der Minister des Innern cntgcgnete, daß U 111 drewm FaUe mcht das Parlament mit einem Gesetzentwurf befassen werde. besten Absichten, aber aqurücklich, daß er gewisser: Forderungsn seine mmxg mcht gehen könne, so namentlich nicht der PariserÉenjral- Matrxe, der 9111 großer Theil der republikanischen Partei ah genett sex und die schon 1882 den Sturz des Min'iFtereZ des Innern,

heungen Zusammenfeßung der Kammer müßten (1110 FWF" vermreden werden, welche die Republikaner zu spalten un Rexhxen zum Ansehen zu verhelfen geeignet seien. Dkk Mnnster _wcrde nnr dann seine Projekte einbringen, wennst der Zustnxnnung der republikanischen Mehrheit m der Kammer stehkr wäre und nicht der Feindseligkeit der Ver- treter von Parts begegnen würde.

Auf die Frage des Hrn,Sarrien:

Hk-„Sarr'ie'n versickzdrte die Delegation seiner em Einvernehmen herzustellen, betqnje

Iushm-

amqligen Goblet, verursacht habe. Ber der

der

Ja der Zusammenkunft, welche daS Preßcomilé

fr'tr dis Ueberschwemmten Süd:Frankrei<s„ngkM htelt, wurde beschlossen, sine Reihe von Festli<ke<nzu veranstalten, „welche durch ihren Charakter an die verwustetey Gegenden ermnern und womöglich noch größdre Sympa'hl? für dtdsßlben erwscken soÜen. Man beziffert den Schadenau! 30 Mtllwnen, hofft aber kluger Weiss nicht darauf, WL solche Summe auch nur annähernd aufzubringen. DW FM“

solldn 696911 den 20. Dezember im Industrie =PülNß begumen, den man in das „Schloß des Kömgs

umwandeln will, woselbst alle berühmten U

Auck) der Hippodrom nnrd das

_ 22. November. (Köln. Ztg.) Die „VUÉÜHZMZ

c'lotte > etwa

an bksthloß

zusammen sich Versammlung

belaufen. Die

zu überzeugen- .

_ 23. November. W. T. B. uti en SWW ( ) Indcdser Zleméndemenet“

ster“

, Sad: Carnot angenommen. Andere ähnliche Amendemen'“

auf die Thronrede mit 36 gegen 19 S' Antwort Graux erklärte izn'Namen der Linken, tYYleäegkmeh ' trauen zu dem Mjmsterium habe; die Arbeitervorla ste unpartetisch prüfen, 9 aeseßes von 1884 sowie die H Militärere müsse sie entschieden tadeln. gestellten

urtheilten Arbeiter, fand siéh nur ungenügende Unt er "“ nur 3 Senatoren waren dafür, nachdem der ü naert erklärt hatte, daß die Negierun dem anrathen können, auch die H

, Jahres hat die

- noch dte Wirkungen,

wurden gleichfalls in Erwägung gezogen, obgleich der Minister en war.

jWegVier.Unt'er-Stuatssekretäre haben ihre Ent-

[assung emgereuht. ,

Italien. Rom," 23. November. (W. T, V,) Der Minister des Yußwarttgen, Graf Robilant, legte in der heutigen Stßung der Deputtrtenkammer die die bulgarische. rage bxtxeffenden Aktenstücke vor. Am Sonntag Wir der Mintster dernterpellationen be- züglich der auswarttgen Poltttk beantworten.

Türkei. Konstantinopel, 23. November. (W. T. B.) General von Kaulbars stattete heute in Begleitung des 1,ussjschen Botschaftxrß von Nelidoff dem Groß- Vezier und dem Mtntster des Auswärtigen Be-

suche ab.

_-

Zeitungsstimmeu. Der Düsseldorfer Anzeiger äußert über die

, wirthschaftliche Lage:

Trügcn nicht alle Atxzei<en._so kann der Druck, der etwa in den

. [„th zn'ci Jahren auf allen Gebieten des wirthscbaftlichen Lebens

lastete, wenigstens auf einigen derselben als gemildert gelten. Niedrige reise und Ueberproduktwn Wegey Mangel an Aufyahmefähigkeit Yemdcr Märkte bildeten lange „dre Merkmale des „wirthschaftlichen Lebens: der Umscbtvxmg kennzerckwet fick) durch „cm Anziehen der reise, durch ein aümahltxhes Aufrarzmen dcr Vorrathe und durch das Yingehen neuer umfangrelcher Auftrage. Es scheinen in der That ikßt bessere Zeiten zu kommen,. , _ _ „_ _

In der Montan- rnd'Ctsenmdusxne, dre ste'lleanne 1chw>r ge- littcn hat, ist cinx durxhgretfende _Besterung fretltch_ noch nicht fühl- bar; man sucht s1< nxxt Konventtdncn zur Emschrankung der Pro- duktion und zur Verhinderung zvortcren Fallens der Preise zu helfen. Aber der Bedarf wachst auch: 111 den neu:) ersten Monaten dicses Ausfuhr v'on Roheisen um 31400 e zu- genommen, von Etxenbahnschtcndn um 2060, von schmied- barem Eisen in Studen um 25800, von Eisen- und Stahl- draht um 42 000. Die Preiß srctlxcl) bejvcgen sich noch auf sehr niederer Stufe: Roheisen koxxcte ry] September pro TONNE 43 „„., im Vorjahr 48,3 5,46 'Jndcf; _Ut xn neuester Zeit auch in dieser Beziehung, namentlich m'Olzqueswn, cine Vcffkrung ein- getreten. Ein Anziehen der Presse 111 auch fiir _Steinkohlen zu beob- achtcn. Kräftiger ist der Aufschrvung 1,11 der Texltltndustrie. Es wird dies übereinstimmend mrs aÜen Bcztrkcn gemeldet. Auch aus der Ucbcrficbt der Ausfuhr, wahrend der ersten neun Monate dieses Jahres ergiebt fick) eine crbebltchc Zunahme der Ausfuhr von dichten Baum- wollcntvaaren, Strmnpfwaaren, Jutc-Garn und Gewebe, Seiler- waarcn, Seide, halbseidenen Zeugen, bcsondcrz? abcr Schafkale und Wollgarn undwollenen Tuchwaaren. Auch die Preise heben sich,

(Gleiche Beobachtungen Werden gcgenwärtig auch in Frankreich und England gemacht. Natttcnxltch tragsn bixrzu die Verhältnisse in Amerika bei, wo nach UeberMndung der Ei1cnbahnkrisis sich wieder das Vcrtrancn belebt und der Konsum steigt. Auch dte dortigsn Arbsitseinstellungen werdcn zur Vermehrung der Nachfrage nach euro- päischen Produktcn bc1gctragen,haben. Deutschlands Export nach Amerika hat während ,der Zstt vom 1. Oktober 1885 [W dahin 1886 um ctwa 55 Mjllwnen Mark zugenommcn, nachdem das Vor- jahreinenRücks<ri1t von fast 30 Mtkltonxn ergehen hatte. Der Export Deutschlands dorthin belief fich nn lehten Jahre auf 306,4 Mill. „44, also etwa auf den zehnten Theil unserer Gesammtausfuhr. Auch auf dem großen Stapelvla Hamhurg macht fich dcr Umschwung dcr VSX" hältnisse bemerkbar. on eincm dorttgey Blatte wurde dxeser Tage mit Genugthmmg hervorgehoben, daß s1<'das so lange gxdrückte Geschäft wieder gehoben habe und daß dre Aussichten ausleinen lebhafteren Gang desselben gerechtfertigt, scicn; dort habcn während der lchtcn drei Monako cine größrre Rethe von Artikeln (schottiscbes Rohcixcn, Kohlen, Kupfer, BaumwoÜe, Wolle, Hanf, Seide) Preis-

, befscrungen erfahren, nur für Getreide, Blei, Thee und'Zucker find

fie gesunken. Handel und Industrie haben in letzter Zeit auch die Reichsbank widder lebhafter in Ampruck) genommen, weshalb diese den Diskoutosah erhöhen mußte. __

Nur für die Landwirthschaft sind bcmcrc Zeiten noch nicht Wahr- zunebmcn; die Durchschniftsprcise für Weizen und Roggen beliefen sich im Skptembcr auf 151,75 4/16. bezw. 128,50 „46, während die Durch- schnittspreisc des Vorjahres sick) auf 160,9 bezw. 140,5 „il; steütcn. Die Einfuhr von Getreide hat im Jahre 1885/86 gegenüber dem vor- bergkhenden um 1414 000 r abgenommen. ,Das scheint dafür zu sprechcn, daß sich _ sochit der Rückgang der Einfuhr nicht au§_ der vor Erlaß der neuen Zölle bewirkten übermäßigen Stc1gerung der Korneinfuhr zu erklären ist _ die Konkurrenz des ausländischen Gctreidcs etwas gemildert hat und daß es dem in-

* ländischen Gctrcide möglich wurde, auf dem eigenen Markt Absatz zu

nden, der ihm früher durch die Konkurrenz dcs at'tsländischen Ge- rctdes erschwert wurde. Soweit diese Annahme zutrifft, würde also der Landwirt!) Wenigstdns einen gcwiscn Vortth von den Zöllen gc- hgbt haben. Der Rückgang in der Einfuhr ist zwar der Staatskasse nl<_t förderlich gewesen, er hat abcr auch nichts zur Besserung der Preise bergetragen, noch Weniger abcr cinku empfindlichen Mangel hervor-

! gerufen; die deutsche Landwirthschaft deckte denAusfall selbst durch eine

größére Ernte (624 000 d mehr als im Vorjahr), und es blieb, nqch Abzug. der Ausfuhr und der Aussaat so viel zum Verbrauch Übxtg, daß nicht nur kein Mangel eintrat, fonder1x_au< die PXLUZ fick)" mcht oben _ em Beweis, wie viel überflümiges Getretde n) fruheren JAHN), nach Deutschland kam und dort zum Theil das mlandtsche Unverkgufltxh machte. Die Landwirthc haben aber auch von der Schaf- 3u<t m drescm Jahre größeren Vortheil gehabt: tm'Jabre 1885 kosteten 100 kJ Woch norddeutscher Schäferei in Berlin im Durch-

, schnitt 267,5 „js, im September diesks Jahres 320 „46.

„Der Aufschwung von Handel und Industrie, der [ich in nxanchen ZZWJM wahrnehmbar macht, wird freilich erst dann cm voUstandzgcr sem, wenn es der Landwirthschaft besser geht. Aber auch dte Anfange 77,“ Besserung soÜcn nicbt unterschäxzt werden. Eiqep [ehr wesent- liche!) Antbetl hieran dürfen wir der Schuhzollpoltttk msofern zu-

Mben, als sie in den Jabrcn des Niedergangs die Industrie, vor JUR" Kükgstrophen bewahrt hat und ihr Wenigstens den mland1s<en kak“ „IU sichern wußte. Jener Politik allein ist es zz; vcrdankc'n, daß wahrend der mageren Jahre Arbeiterentlaffungen tn ar'ößerem Mfgnge und nennenswerthe Lohnheradse ungen wie in dcr Mttte der fixbziger Jahre nicht eingetreten sind. ie SÖUZZVÜPVllUk _ermog- t[,Thte dex1 Unternehmern, die flaue Zeit zu ertragen. Hoffen jmr, daß ÉHUZLFZÖM der Besserung nicht trügen und daß die Besserung Be-

_„Jn der „Norddeutschen AllgemeinenZettung“ lesen wrr: . In Gera [)at in voriger Woche eine Versammlung von Duke: FMM sogenannxer „freier“ Krankenkassen stattgefunden. Schon der er cksten Nachrtcht von der Absicht dieses „Kongrksscs“ lag es auf er , Und, daß man es mit einer Machenschaft im Interesse der Vztaldemokratie zu thun hatte. skb LeBxele tft aklerdings am KrankenkassenMsen und innerhalh des- es ken wieder an „den „freien“ KaFen in gewisser Richtung stark mter- ;strt. Dre soztalreformatorischeu Gesetze sind in dcr Abficht er- Iffkn- dem soztalen Frieden zu dienen, fie müssen also [chou aus uxe'em Grunde der Sozialdemokratie ein Dorn im AygeFLtn. Noch „ehr Muß das, aber der Fall sein, wenn, wie es thatsachltch geschehen, l*;lekkFamkert dteser Geseße eine dem sozialen Frieden förderltcbe ge Esen' ist. Und zwar schon die Inangriffnahme derselben, mehr aber

geben anfangen. dre fich unter der Geltung der Gesetz? zu ck“

_ Die Sozialdemokratie suchte also zunächst diesen den sozialen Zweden fördernden Wirkungen, welche fie xine Abnahme ihres An- gnges befürchten ließ, dadurtb entgegenzuarbetten, daß man selbst an die _Gründung der sogenannten Centralkaffen beranging, in deren .Frxlbeit' die Arbeiter vor dem „Zwang' der übrigen Kaffcnformen bebutet, vor Allem aber in der soztaldcmokranschen Gefoxgsthaft fest- gehalten werden sollten.

_ Die VerwaltungSergebmffe dieser .Cetxtral“kaffen waren jedoch kerneswegs durchaus gceignet, um durch fie dre Arbeiter bei der sozial- demoer-tischen Fahne halten zu können; man hat vielmehr schon zu konstanten Gelegenheit gehabt, daß mehrere derartige Kaffen in große Verlegenheiten gerietben, und das: cxnderen ein_großer Theil ihrer Mtfglteder abtrünnig wurde. Unter diesen Umstanden lag es nahe, daß von sozialdemokratiscber Seite der Versuch gemacht werden würde, den Arbeitern und Kaffenintereffenten klar zu machen, es ei nicht etwa die Verquickung politischer und zWar fozialdemokratis er Ten- denzen, mit den Kasscngcschäften, welche die le teren schädigx, sondern es (et vielmehr das Kranken- und Unfallvertcherungs-Gejeß, deffen Bestimmungen solches bewirkten. ,

Diese Absicht dürfte die Idee de;3 Geraer Kongresses haben reifen lassen; es »ollte dort mit einem gewissen Aplomb der Stab über jene „verfehlte“ Geseygcbung gebrochen werdet), und, wie aus den Berichten der sozialdemokratiscben Organe ükZer dre grauäs aü'aira hervorgeht, hatte man sogar Vertreter der Regtxrungen und die parlamentarischen Fraktionen eingeladcn, fick) €:: 0111010 gn dieser sozialdemokratischen Veranstaltung zu bethciligen. Diesex; tft rzun zwar von keiner Seite geschehxn, ausgenommen natürlich dte Soztaldemokratie, deren parla- mcnctartsche Vertretung durch die Herren Kayser und Rödiger reprä- senttrt war. '

' Ob das KrankenNrfiMrungßgeseß _ mit diesem befaßte man swb" in der Hauptsache _ und _ das Unfallverficbernngsgeseß Mangel haben, ist eine Frage, dte man keineswegs zu ver- neinen braucht, Wenn man dte Ueberzeugung aus1pre<en muß, das; die etwa als vorhanden, anzuerkennenden Mänge! kaum in der Richtung zu suchen wären, wxe man es in Gera gethan bat. Besten Falls war in Gkra eiue Vertreterschafr von so und so viel Kassen antvesend, dercn Ursprungrwhr in politischen als in den- jenigen Motchn gegeben war, die bet Erlaß dcr Krankenversicherrxng die maßgebenden gewexen sind. Wrnn also in (Gera in einseitimter Weise Beschlüsse gefaßt Wurden, dte den Interessen der dort haupt- sächlich Vertretencn sozialdemokratischen ,CentralUKaffen und deren Leitern ja am Ende entsprechen mögen, so wxrd xaum Jemand geneigt sein, indic7c11B€s<lüffen Material für eine Reviswn _der in Red? stehendkn Gesetze suchen zu Wollen. Jeder, dcr rs mit die1er Gesechbung ernst meint, wird vielmehr schon durch dre Einseitigkeit jener Versamm- lung abgehalten sein, deren Beschlüsseanerth für die AÜgemeinheit beizulegcn. Man wird, falls eine Rewfion des Krankenverficherungs- gesetzes in Angriff genommen Werden sollte, nach den bisher gemachten Erfahrungen auch Wohl nur schr veremzelt geneigt sein, solchen Kassen das Konkurriren mit den Ort?: und Betriebskaffen 2c. zu erleichtern, die eine Aufgabe politischer Tendenz neben ihrer eigentlichen fich ge- stellt haben. _ _ _

Voq gewistem Intereste Waren jedoch die Vkrhandlungen dcs Geracr Kongresses insofern, als man selbst dort nicht riskirt hat, zu leugnen, daß sowohl die Krankenversicherung als die Unf Uverficherung dym Arbeiter Vortheile biete, die ihm "vordem nicht geboten waren. Bezüglich beider Gesetze kam dicses Eingestandniß, nchen dem im Uebrigen ausgesprochenen Tadel derselben, in den beschldsxenen Resolutionen zum AuSdruck. Chgrakteristisch aber für den (Heißt, der die Einberufer und Lenker diefes Kongresses geleitet hat, war ein Vorgang, der zu einer lebhaftcn Kontroverse zwischen dem Referenten über die Unfaüverfichcrung und dem Abg. Kayser und Anderen führte Der Rsferent hatte nämlich dem Sinne nach etwa Folgendes angeführt: Es sei nicht zu bestreiten, daß das Unfa'll- versi<ernngsge1<, ebenso zvie das Krankcnverficherungsgeseh, mel chenSreiches für den Arbetterstand enthalte, daß aber, wie bei'allen derartigen Gescycn, fich hier und da noch verschirdene Mängel zergtcn, die zu beseitigen Aufgabe der Bethciligten sei. Fkrner frage es sich doch, ob cine größere Belastung der Verungenoffcnschaften zu Gunsten der Krankénkasscn thunlich sei, da er bezweifeln müsse, das; die In- dustrie jekt eine. grdßcre Belastung ertrggen könne, wenn man der ausländischen Industrie nicht diese Belastung auferlegt; man mßffe unsere Jndxxstrik doch exportfähig erhalten, und dann sei doch Kapital nicht identi1< mit Arbeitgeber. “TM , - 54 Mkt.?

Dieser Standpunkt war nun aber durchaus mcht nach dem Ge- sÖmack der eigentlichen Macher, und Hr. Kayskr zögerte nicht, dem Referenten auf das Schärfste entgegenzutreten. Allerdings Waren ferne Einwände so Wenig stichhaltig, daß es dem Referkntcn leicht wurde, an der Hand des Gesetzes disselben zu jvtderlegen. N9<dem die'ser Konflikt fick) abgespielt hatte, fand übrigens do< nicht, die Resolutwn dcs Rcfxrcnten, sondern eine weit schärfer gefaßte dte Annahme des Kongreßes. _

Im Großen und Ganzen xprach, fick) m der Vsranstaltzmg und Abhaltung dicses Kongresses gewiß nichts Anderes aus, alsldteSorge der Sozialdemokratie um ihre Gefolgschaft; Es mag ja sem, das; es derselben golingt, sich dieselbe noch eme Zett lang zu erhalten. Wenn aber die Leistungen der Kassen so fortdauern, wie sie begonnen haben und wir es z. B. für Berlin kürzlich konstatirten, [o besteht kein Zweifel, daf; jene Sorge sich als nicht grundlos erkvei1en wwd.

Statistische Nachrichten.

Einige Vergkeicbende Zahlen _üb'er die Armen- vfkegs in den europäischen Großstadtcn. _ Nach den

Verwaltungsbcrichtcn der betreffenden Städte, für St. Petersburg nach *

drn Erhebungen des Professors Janson, betrugen die kommunalen Au Sg ab'en für Armenpflcge

m im Jahre „46. * Paris . ' . . . . 1883 rund 25 442 000 Wien . . 1884 „, 8 904 400 Berlin 1883/84 7 494 400

St. PetersbßrH . . . . 1884 . 2700000 Die Zahl der durch die Armcnpflege tnsgesammt Unterstüßten betrug (rund):

- - - m m m 111 Paris Wien Berlin StYTFrs“ in offener Armenpflege . . 213 000 142 900 100000 102 000 Kranke in Hospitälern . 130 100 51 000 30 600 65 000 Alterss<wa<e in Armen- häusern . . . . 15 "600 5 090 2 800 9 800

in Kinderasylen 26 600 13 200 5 300 16 000

Für den ElemenéarÖUtrterrickyt war. in den betreffenden Städten in folp-nder Weise gesorgt. _Es bßtrug m den oben genannten Jahren: . a

die die städtische m der Schüler: Ausgabe: Paris 113008 10 406 000 «M. Wien 76 844 5 008 290 5 [in . . . . 124 641 5 841 914 t. Petersburg . 8 600 805 000

In den drei erstgenannten Städten erhielten alle, in St. Peters- burg 1064 Kinder in den städtisckycn S<ulen_ unentgelthchen Unter- richt. Die Moskauer Stadtverwaltung unxerhrelt nacb derselben rus- sischen Quelle im Jahre 1884 für 7000 Kmder „69 „Elemxntarschulen mit einer Jahresausgabe von 423 000 „M Daber bltcben tmmer nock) 60 000 Kinder im Alter von 7 [W 14 Jahren ganz ohne Schul- unterricht. ,

_ Des 1x. Bandes 1. Heft der „Mittheilun en des Statistischen Bureaus der Stadx Munchen“ hat _olgenden Inhalt: Bericht über die Ergebnxsse de'r VonSzablung vom 1. Dezember 1885 in München. Er-xter Thetl: „Dre Emwobner- s<aft nach Distrikten und Bezirken„Stra*Zen und Plaßen und Pfarr- sprengeln, nach Geschlecht, Alter, Ctvrlstand, Bekenntniß, Geburttgkett,

Staats- und Heeres-Angeböriakeit (mit Stadtplan). München, I. Lindauer'scbe Buchhandlung (Schöpping).

_ Die Nr. 372 der „Mittheilungen der Gryßhexzog- lich hessischen Centralstelle für di_e Landesstatt ttk hat folgenden Inhalt: Morbidität in den Hetlanstalten tm Großberzcxg- thurn Hessen 1885 _ Gesundbeitßzustand Und _Todesfalle mt Großberzogthum Hessen im 11. Quartal 1886. _ Taglube Wasser- stände Iasi, August und September 1886.

Kunst- Wifseusthaft und Literatur.

Die „Sagen der.?obenzollern', von OskarScbwebel, auf welche wir in der ge trigen Nummer aufmerksam'gemacbt Haben, sind, wie wir nachträglich bemerken, im Verlage der Ltebel'scben Buch- handlung bierselbst erschienen. ,

_ „1840_1870. Dreißig Jahre deutscher Geschichte vom Thronwechsel in Preußen 1840 bis zur Aufrichtung des, neuen deutschen Kaisertbums. Nebst einem Rückblick auf dlc Zett von 1815_1840.* Von Karl Biedermann, 2 Bände, Preis 10 „M 3. Auflage, mit einer Vorrede des Verfassers. Breslau 1887, S. Schottlaender. _ Obiges Werk ward sogleich bei seinem ersten Cr- s<einen (1882_83) von der gesammten Tageßpreffc, ohne Unterschted der politischen Richtung, mit seltener Einmütbigkeit als eme wghr- heithetreue, unparteiische, dabei ebenso voÜdtändiae als ühersiÖtlxche, endlich auch angenehm lesbare Darstelkung jener hochwichttgen Perrodc unserer ncuestcn kvaterlättdis<en Geschichte freudig begrüßt und aÜen Kreisen als ein „Volksbuch“ im besten Sique des Wortes wärmstens empfohlen. Sckwn 1884 erschien eine zweite, unveranderte AuflaJe. Auch die jeht vorliegende dritte hat den ursprüngltchen Text eibehalten können, da, wie der Verfasser in einer Vorrede dazu sagt, die inzwischen erschienenen, auf denselben Zeitraum bezügltxhen Publikationen (z. B. „Aus den ungedruck'ten Papicren des chemaltgxn preußischen Minister-Präfidcntcn Otto von Manteuffel“, kferner cm paar französtscbe Werke, wie das Buch von Rothan, über das Jahr 1870) seine Auffassung und Darsteklung dcr" betreffxnden Ge- schichtspartien nicht entkräftet, vielMLbr mzr bestatigt hattdn. In einem einzigen Punkte sieht sich der Vorfahrt veranlaßt, seuzc An- schauung eines wichtigen Vorganges _ wekcbe aber auch [316 vor Kurzem die allgemein herrschende war _ i1_1 Folge neuerer, ayschet- nend glaubwürdiger Enthüünngen zu modtfiztreq. Dana_ch namlich wäre das Verdienst der ersten Anregung zur Wtedexaufrtchtung des deutschen Kaiserthums und zur Proksamirung des Könzgs Wilheljn"a!s Dcutsänxr Kaiser, Wclchcs man bisher (tussÖließlrch dcm Konig Ludwig 11. 5911 Bayern zuschrieb, zu einem großen, 1a zuxn großem Theile auf dcn greifen König Johann voySaxchsen zu U_bertra en. Als ein Wesentlicher Vorzug dieser „Dreißig Jahre, deut1<er_ e- schicbte“ ward schon bei ihrem erstxn Ericheinen alTsetts der Ümdtgnd anerkannt, daß deren Verfasser dj_e1e ganze hochinteressante Zett nicht 5106 als schon reifer Mann kelbjt mit erlebt, f()"nder'n aztch _ gls Publizist, Parlamentarier u. s. w. _ vixlfach thattg tn dieselbe em- gegriffen und den wichtigsten Begebcnhejten (z. B. den) Parxantxnt von 1848) sowie den hervorragendsten Persönlichkeiten, dre darm eme Rolle spielten, nahe gestanden hat. , " _ .

_ Von Dr. Richard Weitbrecht rotrd demnachst tm Verlage von Hugo Klein in Barmen erscheinen: „Der Bauernpferfer, eine WaÜfahrerges<i<te aus dem 15. Jahrbundch', (Pc. 2,50 «W., ge- bunden 4 «M.) Ucbcrall, wo man den Verfaßer der „Femdltcben Mächte“, der „G€s<i<ten aus dem SÖwabenland“ kenyt und [WR, dürfte diese neneNovelle des bekannten, gemüthvollen Erzahlcrs Vrelen ein wiÜkommenes Festgcs<enk bieten. _ ' .

_ Jm Verlage der Liebel's<en Buchhandlung (Berlin) erschten die „(Geschichjc des 2.Leib-Husaren-RegimenMNr. 2, von 1741 bis 1886, znr Feier des 25jä3rigen CHef-Jubrxcxums „Jhrxr Kaiserlichen und Königlichen_ Hoheit, der Kronprinzxjsm Vtcxona den Unteroffizieren und Mann1<aften tm AUSzuge erzahlt von eme'm ehemaligen Leib-Husaren“. _ Dcr UrYpruong des Regtments datxrt aus der Zeit des ?)?egicrungSantritts Friedrzchs. des Großßn, der em Jahr ftühér stattfand. Es waren, als Frtedrtck) zur chterung kam, 2 Husaren-Corps mit zusammen 9 (&>de vorhanden. Als der erste schlesische Krieg ausbrach, rückten u. a. auch 3 (&>de von jedem (Corps mit aus. Eine derselben wurde unter Befehl des Majors don Mackrodt zu dem Rcserve-Cvrps m .. Marsch geseßt, Welches der alte Dessauer in der Mark Branden- burg für alle Fälle zusammenziehen mußte, während der König selbst Schlesien eroberte. Auf dem Marsche von Tilftt rzach dem Lager von Göttin, unweit Brandenburg (1, H., Waren aus 1ank etyenCs- cadron durch Werbung und Pferdeankäufe 2 geworden., Mtt diesen [angie Major v. Mackrodt Mitte April 1741 betGöth'an „Durch AÜerhö<stc Kabinetsordre vom 9. August 1741 befathömg-Frredrtch, daß aus den beiden Mackrodt'scheu EScadrons'cin Regtment von zu- nächst 5 EsCadrons formirt werden solle. Mtt Hülfe neuer Wexbun- gen und der Einstellung kriegsgefangencr Ungarn gelang es bmnqn 4 Wochen, jene EScadrons mit je 8 Unteroffizieren und 88 Gememen aufzustellen. Das neugebildete Regiment wurde an furzfter SteÜe den inzwischen entstandenen 4 Husaren-ngimentern apgeretht. Der da- maligen Sitte gemäß erhielt es nach fernem Commandenr bezw. seinem Chef den Namen „thfaren-chimenr don Mackrodt'. Zur äußeren Unterscheidung waren ihm „Kamisöler“ von schwaxzer Farbe bestimmt. Gleich den anderen Regimentern soUte es dexnnachst auf 10 Escadrons von je 102 Mann gebracht werden. Drest, als fünftältestes preußiscbes Husarcn-Regimcnt von Mackrodt, rst das Regiment, Welches heute noch der preußischen ArMee m de'n_ 10'Es- cadrons der beiden Leib-Hufaren-Regimenter angehört. Cs Ut bet der Katastrophe von 1806/7 das einzige Von allen damaltgen Husaren- Regimentern der Armee gewesen, wcl<cs als Ganzes erhalten ge- blieben ist, und dies ist der Grund, daß dj_e sÖtvarzen Husaren heute die ersten Hnsaren unserer Armee sind. Dre 10 EIcadronY des 1741 formirten Husaren-Regiments von Mackrodt, welche gemaß' der vqn Friedrich dem Großen der Armee gegebenen Orgamsatwn ern Rxgt- ment formirten, bildetx in Folge der, 1808 und spatxr veränderten Armcc-Orgamsafion heute zWex Regxmenter vo'n je 5 EHcadrons mit den Namen: 1. Lord - Husaren - Regtment Nr. 1 und 2. Leib-Husaren-Regiment Nr. 2. Der Geburtstag des heutigen Leih-Husarcn-Regimcnts ist alw der 9. August 1741. 'Nach dem Tode dcs Oberst-Lieutenants von Mackrodt crhtelt das Remment nach dessen Nachfolger den Namen: Husaren-Regnpent von Ruesck). Bei Thein cm der Moldau 1744 errang das Regtment die erster blutigen Lorbeeren, sodaß die Fur<t vor, den schwarzen'Rettern xmt dem Todtenkopf an dcr Pckzmüße als etre woblberechttgte erfahren. 4 Offiziere und 93 Mann bluteten an diesem Tage" bxt deux ersten Waffenerfolge des Regiments. Der folgxnde fiebenjahn e Krteg bot den Husaren reichlich Gelegenheit, den 1:1 den schlests en Krtegen erworbenen 'ungen Ruhm zu befesti en und zu vermehren; auch tn dem bayerischen rbfolgekrieg befand 6517 in dcr_VorhqtderArmee, obnefrei- [ich zur Thätigkeit zu gelangen. Dkk unglückltrbe K*rreg vqn 1806 und 1807 rief auch die schwarzen Husaren ins, Feld und lteß ste den 10. Zum 1807, an welchem dis Schlacbt'bei Herlsberg stattfand, zu emxm Ehren- tage für die pryußische Reiterer machen. Dgs Husaren-chtmeyt von Prittwiy, wie es damals hieß, „War (111 emetn geachtet, und gefurchtet. Der König ernannte es zu seinem Lin. =Husaren-chtment und ver- lieh ihm die Abzeichen der Garde-Reg1111entcr. Bald darauf wurde das Re intent durch eine Kabinets-Qrdre gethetlt und das 1. Bataillon als ]. eib-Husarcn-Regimenx, joime das 2. Batarllon als 2. Leib- Husaren-Regiment in selbstandrge Regimenter von je 4 EScadrons verwandelt. Auszeiden wurde 1812 em kombinirtes Husaren-Re- giment Nr.'1 aebzldxt, das auxer Napokeon „gegen die Russen fechten mußtc. Dte Frethettskrtegx fuhrten aucb dte Leib-Husaren wieder gegen den alten Natzonalsemd „über den Rhein. Die nächsten Waffentbaten ycrrt<tcten ste 111 dem Kriege von 1866, in welchem fie jedoch wchrg Verwendun fanden. Aus dem Kriege von 1870-71 *rug das Regtment nexxnzig ei crne Kreuze zweiter und zWei erster Klgffe davon. Im Herbst dxcses Jahres feierte das Regiment die Wiederkehr des Tages, an welchem der Kaiser vor fünf und zwanzig

Jahren der KronYrmzesfin Victoria die Uniform des 2. Leib-Husaren- Regtments und dre höchste Ehrenstelle in demselben verlieh. _ Das

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